Erfolge der Luftwaffe
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Gardes du Corps
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BeitragBeitrags-Nr.: 74569 | Verfasst am: 11.10.2005 - 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Patrick hat Folgendes geschrieben:
In der taktischen Unterstützung der Wehrmacht sehe ich ebenfalls den größten Erfolg der Luftwaffe, für alle anderen Aufgaben wie strategische Bombardierungen ...

Es widersprach ja auch der vorherrschenden Militärdoktrin Deutschlands, keine Angriffshandlungen zu führen.
Bis auf den Polenfeldzug waren alle anderen Feldzüge, die Deutschland führte aufgezwungen durch die "strategische" Lageentwicklung" gewesen.
Ein weiterer Beweis, dass Deutschland gar nicht bereit und nicht Willens war, einen Krieg zu führen.
Ansonsten hätte es auf den Aufbau strategischer Waffen (Fernbomber, Hochseeflotte) viel mehr Augenmerk gelegt.
Die Wehrmacht von 1939 war hervorragend für taktische Angriffsoperationen und die Verteidigung vorbereitet gewesen. Strategische Planungen wären schon aufgrund des geringen Munitionsbestandes am 1.9.39 unmöglich gewesen.
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Erich
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BeitragBeitrags-Nr.: 74572 | Verfasst am: 11.10.2005 - 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Tobias :

Angriff 11 January 1944 : 60 Viermot und 5 CAT E verlusten, 5 + Jäger Abschusse

Luftwaffe verluste im Einsatz : 38 Gefallen 22 verwunden

Erich ~
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 74582 | Verfasst am: 11.10.2005 - 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich danke dir für die genauen Verluste, Erich! Sind dir noch weitere Einsätze über 40 Verluste bekannt?

Gruß
Tobias
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Patrick
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BeitragBeitrags-Nr.: 74646 | Verfasst am: 12.10.2005 - 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Gardes du Corps hat Folgendes geschrieben:
Es widersprach ja auch der vorherrschenden Militärdoktrin Deutschlands, keine Angriffshandlungen zu führen.
Bis auf den Polenfeldzug waren alle anderen Feldzüge, die Deutschland führte aufgezwungen durch die "strategische" Lageentwicklung" gewesen.
Ein weiterer Beweis, dass Deutschland gar nicht bereit und nicht Willens war, einen Krieg zu führen.
Ansonsten hätte es auf den Aufbau strategischer Waffen (Fernbomber, Hochseeflotte) viel mehr Augenmerk gelegt.
Die Wehrmacht von 1939 war hervorragend für taktische Angriffsoperationen und die Verteidigung vorbereitet gewesen. Strategische Planungen wären schon aufgrund des geringen Munitionsbestandes am 1.9.39 unmöglich gewesen.


Hmm, also erstmal ist es etwas vermessen zu sagen dass Deutschlands Militärdoktrin keine Angriffshandlungen vorsah. Das gesamte Konzept des Blitzkriegs beruht auf der Maxime "Angriff ist die beste Verteidigung".

Das Deutschland nicht bereit war einen Krieg in solchem Ausmaß zu führen stimmt schon, aber willens war zumindest die politsche Führung sehr wohl.
Natürlich hatte Hitler das Eingreifen der Alliierten, beim Überfall auf Polen, nicht erwartet, in Kauf genommen wurde es aber, der "Kriegswille" war also vorhanden.

Außerdem war die Aufstellung einer angemessenen Hochseeflotte (Z-Plan) und einer strategischen Luftflotte (diverse Luftwaffenprojekte u.a.: Do 19, Ju 89) vor Kriegsbeginn ebenso vorgesehen, lediglich der Kriegsausbruch verschob die Prioritäten in Richtung Heer.

Und das die Luftwaffe am Tag des Kriegsbeginns "hervorragend" für taktische Operationen ausgerüstet war ist ebenfalls etwas zweifelhaft, ich würde eher sagen "angemessen".
Flugzeuge wie die Hs 123 oder die Ju 87 waren auf totale Luftüberlegenehit angewiesen um effektiv operieren zu können.

Erst die Doktrinen die die Zusammenarbeit mit den anderen Heeresteilen regelte machte die Luftwaffe zu einer außergewöhnlich erfolgreichen Waffengattung was taktische Unterstützung anbelangte.

Herzlichst Patrick


Zuletzt bearbeitet von Patrick am 14.10.2005 - 07:51, insgesamt einmal bearbeitet
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Michael1
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BeitragBeitrags-Nr.: 74728 | Verfasst am: 14.10.2005 - 01:28    Titel: Antworten mit Zitat

Cool Taktische Einzelerfolge der Luftwaffe meiner Meinung nach
Die Bombardirung der Baltischen Flotte im September 1941 in Leningrad.
Die Zerschlagung der Taktischen Verteidigunszone bei Bobruisk an der
Beresina und bei Mogiljow am Dnjepr durch JU87 und BF109 im Juli 1941.
Die Abwehr des Angriffes der RAF auf Willhelmshafen 1939.

Georgi143 Meine Meinung
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 74790 | Verfasst am: 15.10.2005 - 00:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

gerade noch einen Einsatz gefunden!

Am 22.2.1945 verlor die USAAF 41/42 Bomber und 11 Jäger. Über 120 Bomber wurden beschädigt. 4 beschädigte konnten nach Rückkehr nicht wieder instandgesetzt werden.

Gruß
Tobias
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Mr. T
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BeitragBeitrags-Nr.: 122807 | Verfasst am: 28.05.2007 - 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

Moin

Ich finde die Luftwaffe hat für ihre verhältnisse gut gekämpft. Sie hatten die besten Jagdflugzeuge (Me 262, Fw 190, Me 109), dazu die besten Jagdpiloten (Hartmann, Barkhorn, Rall, Mölders, Galland usw.). Das gleiche gilt auch bei den Nachtjägern. Ein sehr gutes Nachtjagdflugzeug war die He 219 "UHU", die leider nur in begrenzten Stückzahlen den NJG 1 zugeführt wurden. Ausserdem spricht es für sich finde ich, dass die Me 110 von erfolgreichsten Nachtjäger (Schnaufert) im Imperial War Museum in London steht. Die Bomberpiloten mit dem höchsten Einsatzzahlen (Baumbach, Peltz, Helbig, Hogeback usw.). Die besten Bomber hatten wir meiner Meinung nach zwar nicht (das war die B-17 und B-29) aber viel schlechter waren unsere auch nicht. Nur die Düsenbomber die in Planung waren, wie z.B. die Ju 287 waren eindeutig besser als alle Alliierten Bomber. Auch bei den Schlachtflugzeugen hatte wir zwar nicht die besten, aber unsere haben den Alliierten trotz allem schwere Verluste zugeführt. Wir hatten auch hier, die besten Piloten (Rudel usw.) mit den höchsten Einsatzzahlen.

Mir fallen etliche Gründe ein, warum die Luftwaffe ab 1943 die Luftherrschaft an allen Fronten verloren hat. Ich möchte aber erstmal nur ein paar aufführen:

- In den ersten Kriegsjahren, der schwere 4mot. Bomber. Mit diesem Bomber
hätten wir in der Luftschlacht um England und im Rußlandfedlzug die Fabriken
angreifen können, die ausserhalb der Reichweite der 2 mot. Bomber waren.
- Das festhalten an der Heinkel He 177 als 2 motoriger Sturzbomber. Nie ganz
frontreif. Hätte man, wenn überhaupt mit 4 verlässlichen Motoren bauen sollen.
- Die Me 262 hätte früher in Serie gehen müssen als Ende 1944.
- Die geringen Stückzahlen der Heinkel He 219"UHU".
- In den Jahren 1943 und Anfang 1944 das festhalten an den vielen Kampfge-
schwader(bis zu 17) um die englischen Städte zu bombardieren. Hätte man
viel früher auflösen müssen, um dafür neue JG und NJG aufzustellen.
Nur ein Beispiel: Im Juni 1944 gab es ca. 1.590 Tagesjäger. Im November 1944
nach Auflösung der meisten KG aber 3.700 Tagesjäger.
- Ein Hauptgrund war auch der unfähige OB der Luftwaffe "Reichsmarschall" Göring
und seine zum teil unfähigen Helfer (Milch und Udet).

So ich finde, das reicht jetzt erst einmal.

MfG

Mr. T
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 122808 | Verfasst am: 28.05.2007 - 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Siehe auch Fakten/Thesen bezügl. eines Scheitern der Luftwaffe .. : Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 122810 | Verfasst am: 28.05.2007 - 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Mr. T hat Folgendes geschrieben:
- In den Jahren 1943 und Anfang 1944 das festhalten an den vielen Kampfgeschwader(bis zu 17) um die englischen Städte zu bombardieren. Hätte man viel früher auflösen müssen, um dafür neue JG und NJG aufzustellen. Nur ein Beispiel: Im Juni 1944 gab es ca. 1.590 Tagesjäger. Im November 1944 nach Auflösung der meisten KG aber 3.700 Tagesjäger.


Da wiederspreche ich dir mal. Das ist reine Zahlenspielerei, ala Gröfaz. Du machst aus einem erfahrenen Kampfflieger keine Jagdpiloten. Nach der Umstellung waren nur wenige erfolgreich. Sinnvoller wären bessere Kampfflugzeuge zur Bodenunterstützung gewesen, statt sie zu Jägern zu machen. Die "Kampfeinsätze" gegen England hätten allerdings eingestellt werden müssen/sollen um die Ressourcen zur Ausbildung junger neuer Jagdpiloten verwenden zu können

Mr. T hat Folgendes geschrieben:
- Ein Hauptgrund war auch der unfähige OB der Luftwaffe "Reichsmarschall" Göring und seine zum teil unfähigen Helfer (Milch und Udet).


Milch war wohl einer der "vernünftigeren", allerdings mit nicht genügend Kompetenzen ausgestattet. Außerdem hatte er seinen Chef, den "Reichsjägermeister" gegen sich.

Naja, hinterher klugscheißen kann jeder(schließe mich damit ein)... Grins
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Mr. T
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BeitragBeitrags-Nr.: 122815 | Verfasst am: 28.05.2007 - 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

Zu den Zahlenspielen, ala Gröfaz.
Diese Zahlen stammen aus dem Buch "Das letzte Jahr der deutschen Luftwaffe" von Alfred Price. Inwieweit sie 100% stimmen sei mal dahin gestellt. Ich bearbeite gerade die Internetseite von Michael Holm "The Luftwaffe 1933 - 1945". Darin sind die Bestandszahlen aller fliegenden Verbände von März 1942 bis Dezember 1944 aufgeführt. Ich denke aber, das die Zahlen nicht sehr weit von den oben genannten abweichen werden.
Ich gebe dir recht, das man aus einem guten Bomberpiloten nicht automatisch eine guten Jäger machen kann. Trotzdem denke ich das so ein umgeschulter Pilot
in einem Jagdflugzeug 1943/44 eine bessere chance zum überleben hatte, als in den fliegenden Särgen (He 111, Ju 88, Do 217).
Es kam mir auch vor allen auch darauf an, das die jungen Piloten gleich als Jäger bzw. Nachtjäger ausgebildet werden sollten.
Nur die besten Bomberpiloten mit den besten Bombern hätte man 1943/44 noch in einigen Kampfgeschwadern fliegen lassen sollen.


MfG

Mr. T
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 122823 | Verfasst am: 28.05.2007 - 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Mr. T hat Folgendes geschrieben:

Ich gebe dir recht, das man aus einem guten Bomberpiloten nicht automatisch eine guten Jäger machen kann. Trotzdem denke ich das so ein umgeschulter Pilot
in einem Jagdflugzeug 1943/44 eine bessere chance zum überleben hatte, als in den fliegenden Särgen (He 111, Ju 88, Do 217).
Es kam mir auch vor allen auch darauf an, das die jungen Piloten gleich als Jäger bzw. Nachtjäger ausgebildet werden sollten.
Nur die besten Bomberpiloten mit den besten Bombern hätte man 1943/44 noch in einigen Kampfgeschwadern fliegen lassen sollen.


Ich wollte deine Zahlen nicht anzweifeln. Mit "Zahlenspielerei ala Gröfaz" hatte ich gemeint, soundsoviel Kampfflieger werden jetzt zu Jagdfliegern gemacht.

Der durchaus noch große Stamm von erfahrenen Kampffliegern, war für die Tagjagdfliegerei als zu vorsichtig, streckenweise zu sehr auf Vorsicht bedacht, vom Gen.d..Jgdfl. Galland eingeschätzt wurden. Die KG Kommandeure dachten da aber ähnlich. Außerdem unterschied sich ihre Ausbildung in Sachen Einsatzstrategie- & richtlinien gründlegend. das legst du so ohne weiteres nicht ab. Ihren einzigen Vorteil sehe ich in der Blindflugausbildung, allerdings stellten sie deswegen auch Forderungen dieser Art an das Jagdflugzeug. Sie waren es nicht gewohnt in Flugzeug zu steigen, das nicht voll blindflugtauglich war... .
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 207652 | Verfasst am: 30.12.2016 - 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

Interessanter Artikel zu den ersten B-17 Einsätzen

Winken

Jan-Hendrik
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