K/Gew. 88
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Grand Slam
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BeitragBeitrags-Nr.: 48433 | Verfasst am: 31.01.2005 - 23:13    Titel: K/Gew. 88 Antworten mit Zitat

Hat jemand Genauere Informationen über das K/Gew. 88
Produktionsorte, wie viele ,wann wie lange, ... und auch andere Infos
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 48435 | Verfasst am: 31.01.2005 - 23:19    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist ein K/Gew.88?

Mfg Oliver
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Grand Slam
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BeitragBeitrags-Nr.: 48438 | Verfasst am: 31.01.2005 - 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube der Vorgänger des K98 es wurde K88 und Gew. 88 genannt.
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 48440 | Verfasst am: 31.01.2005 - 23:41    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das Gewehr, welches für das deutsche Heer den Fortschritt in der Waffenentwicklung brachte, war das Gewehr 88. Durch Verkleinerung des Kalibers auf 7,9 mm mußte von dem bisherigen Bleigeschoß auf ein mit einem Stahl- oder Kupfermantel versehenes Geschoß abgewichen werden.
Diese neue Patrone hieß dann auch Patrone 88. Vorhergehende Versuche dauerten bis zum Jahr 1887, bis man in diesem Punkt der Technik so weit war. Man kann auch sagen, daß hiermit die Aera des Bleigeschosses zu Ende war.

Der zweite technische Fortschritt, den das neue deutsche Gewehrmodell brachte, bestand in der Verbesserung des Magazins. Man gab das unpraktische und nicht weiter entwicklungsfähige Röhrenmagazin im Vorderschaft (des Vorgängers Gewehr M 71/84) auf und ging zum Mittelschaftmagazin über.
Für das neue deutsche Gewehrmodell wählte man eine Packung in einem stählernen Rahmen, der in das Mittelschaftmagazin eingeführt wurde.
Anweisung für die Umrüstung der Grenzaufseher in Goch von Karabiner 88 auf Gewehr 71 Beleg für Karabiner88

Das Gewehr 88 ist keine Mauser-Konstruktion, wie oft angenommen wird. Die Entstehungsgeschichte des Gewehres 88 weicht von dem sonst üblichen Verfahren der Waffenentwicklung ab. Es stellt vielmehr eine Zusammensetzung von allerlei Konstruktionsideen und Patenten dar, die der Staat selbst durch eigene Bearbeiter ausführen ließ. Es wurde hierfür eine sogenannte Gewehrkommission gebildet, daher auch der Name "Kommissionsgewehr".

Für die Entwicklung dieser Waffen war es hinderlich, daß mitten in die Konstruktionsarbeiten plötzlich die Forderung nach rauchschwachem Nitropulver hineinplatzte. Dies erschwerte die Konstruktionsarbeiten erheblich. Die deutschen Konstrukteure hatten im Gegensatz zu den Franzosen mit diesem Pulver noch keine Erfahrungen.

Der Karabiner wich in der Grundkonstruktion nicht von der des Gewehres 88 ab. Unterschiede waren nur in der Länge der Waffe und dem Oberring, der eine Kappe mit Korn und Kornschutzbacken bildete, sowie im gebogenen Kammerstengel zu finden.

Das Gewehr und der Karabiner 88 wurden bis Anfang des 20. Jahrhunderts geführt und durch das Gewehr 98 abgelöst. Das Manko der Gewehre 88 war, daß viele Schießunfälle vorkamen, die auf die Konstruktion des Gewehres zurückzuführen waren.

Die Gewehre 88 mit den neuen Läufen und die Karabiner (gesamt) wurden bei Einführung der S-Patrone auf diese Munition umgerüstet. Dies geschah etwa ab 1902. Diese neue Munition ist heute unter der Bezeichnung 8x57 IS bekannt.
Bild vom Dreiländereck Schweiz-Frankreich-Deutschland
(bei Anwahl des Bildes wird die Waffe vergrößert dargestellt) Bild mit Karabiner88

Der Karabiner 88 wurde bei der Reichsfinanzverwaltung etwa ab 1913 an Grenzaufseher ausgegeben. Die Beamten in Sachsen erhielten z.B. wegen der besseren Verteidigungswirkung gegen Schmuggler und Hunde anstelle der neuen Mehrladepistolen "nur einen neuen Karabiner (Mod. 88)". Auch in Ostpreußen und an der Grenze im Osten bekamen Grenzaufseher Karabiner 88.
Insbesondere an der polnischen Grenze wurden die Karabiner 88 bis in die 20er Jahre getragen.

Die Grenzaufseher in Bayern trugen dagegen Gewehre 88 S. Bis 1916 existierten noch einige von diesen Gewehren an der südlichen Grenze.

Technische Daten:

Kaliber 7,9 mm
Gesamtlänge 1250 mm (Karabiner: 955 mm)
Lauflänge 740 mm (Karabiner: 435 mm)
Gewicht 3800 g (Karabiner: 3154 g)
5-schüssig


Quelle:www.zollgeschichte.de

Mfg Oliver

Zwinkern Sowas findet man bei Google Grins
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 48441 | Verfasst am: 31.01.2005 - 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Deutsches Gewehr 88

Frankreich führte 1886 als erste Nation der Welt ein ?kleinkalibriges? Mehrlader Gewehr mit Nitro- Patronen ein, das ?Fusil Mle 1886?, das auch nach einem Mitglied der französischen Gewehrkommission, Nicolas Lebel, auch ?Lebel? genannt wurde.
Das Gewehr war denen der anderen Nationen durch die neuartige rauchlose Munition und deren gestreckter Flugbahn derart überlegen, das es nicht lange dauerte bis rechts des Rheins in Deutschland ein Nachfolger des Mauser M71/84 gesucht wurde.
Die Spandauer Gewehrprüfungs Kommission entwickelte ein Gewehr das das beste der damaligen Technik in sich vereinen sollte. Daher auch der Name ?Kommissionsgewehr?, da das G88 nicht von einer Firma wie Mauser oder Haenel entwickelt wurde, sondern eben von einem Gremium. Das G88 besaß einen (durch den Mauser-Verschluss inspirierten) Zylinderverschluss.

Die Munition wurde über Laderahmen in einem Mittelschaft Magazin ähnlich den Steyr-Mannlicher Gewehren zugeführt.
Parallel wurde auch eine neue Gewehrmunition im Kaliber 7,92 eingeführt. Bei dieser wurden bis 1903 Rundkopf/Ogivalgeschosse verwendet, ab 1903 wurde das Ogivalgeschoss durch ein Spitzgeschoss ersetzt, was die und die Bezeichnung änderte sich von 8x57I in 8x57IS (Infanterie Spitz) Die Hülse der Flaschenhalspatrone war 57mm lang und hatte einen Patronenboden Durchmesser von 11,95mm. Diese Patrone war eine der modernsten der damaligen Zeit, der Französischen 8mm Lebel Patrone durch den fehlenden Rand überlegen, diente sie den Amerikanern als Vorbild für ihre .30-03/ .30-06.

Nach der Einführung der neuen Munition wurde die Zuführungsmethode der Munition ebenfalls geändert ? die Gewehre und Karabiner wurden auf Mauser Ladestreifen umgerüstet, die Bezeichnung änderte sich dadurch in 88/05. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurden weitere Waffen umgerüstet, die erhielten die Bezeichnung 88/14.
http://www.battlefield1918.de/images/?id=470
Ein Gewehr 88

Allerdings beging man den Fehler die Waffe nicht vollständig auf das Kaliber abzustimmen was zu schwerwiegenden Problemen führte ? Geborstene Läufe, Selbstentzündete Patronen... Die alles trug zum schlechten Ruf der Waffe bei, obwohl die Probleme größtenteils mit der Einführung einer neuen Patrone hätten behoben werden können.
Ab August 1890 waren alle aktiven Regimenter im Reich mit dem G88 und dem Karabiner 88, einer Kurzversion, ausgerüstet.
http://www.battlefield1918.de/images/?id=471
Ein Karabiner 88

Aufgrund von massiven Problemen mit den Waffen wurden die G88 1907, und die Karabiner 1910 ausgemustert und durch das G98 von Mauser größtenteils ersetzt. Das G88 zog in vielen Landwehrregimentern in den Ersten Weltkrieg, und wurde aufgrund der Knappheit an anderen Gewehren auch an Bulgarien, Österreich und die Türkei als Militärhilfe geliefert.
Technische Daten
Bezeichnung: Gewehr 88
Hersteller: DWM, Ludwig Loewe ua
Kaliber: 8x57I - 8x57IS
Magazinkapazität: 5 Schuss
Länge: 1245mm
Lauflänge: 740mm
Gewicht: ca 3900g
Quellen:
http://www.visier.de, das Internationale Waffen-Magazin 1/04 und Special 31&28
http://www.waffenhq.de Datenblatt zur 8x57IS


von : http://www.battlefield1918.de/history/54/

Findet man bei Google ... Zwinkern

Jan-Hendrik


Zuletzt bearbeitet von Jan-Hendrik am 09.05.2008 - 13:44, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Gomann
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BeitragBeitrags-Nr.: 48444 | Verfasst am: 31.01.2005 - 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Gibt´s im Moment übrigens spottbillig in gutem Zustand bei Frankonia - wär ´ne Überlegung wert... Gut gemacht!

Gruß,
G.
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Grand Slam
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BeitragBeitrags-Nr.: 48447 | Verfasst am: 31.01.2005 - 23:52    Titel: Antworten mit Zitat

Gomann hat Folgendes geschrieben:
Gibt&s im Moment übrigens spottbillig in gutem Zustand bei Frankonia - wär &ne Überlegung wert... Gut gemacht!

Gruß,
G.


Brauch ich nich mehr Zwinkern

Wie viel kosten die den so?
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Gomann
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BeitragBeitrags-Nr.: 48600 | Verfasst am: 02.02.2005 - 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Grand Slam hat Folgendes geschrieben:


Brauch ich nich mehr Zwinkern

Wie viel kosten die den so?


Katalog liegt bei mir zuhause, waren aber <150 ¤.... Lachen

Gruß,
G.
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BeitragBeitrags-Nr.: 48605 | Verfasst am: 02.02.2005 - 18:28    Titel: Antworten mit Zitat

150 Euro??? Haarsträubend
Ist da auch nen Mengenrabbat drinn??
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BeitragBeitrags-Nr.: 48612 | Verfasst am: 02.02.2005 - 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

150 das kann nicht sein wenn eine Mosin Nagant durchschnitlich 450 oder ein K98 400 kostet, das wär ja fasst geschenkt.
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Gomann
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BeitragBeitrags-Nr.: 48666 | Verfasst am: 02.02.2005 - 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

Werd am Wochenende mal nachsehen, war auf jeden Fall so billig, daß ich mir´s gemerkt hab. Die russischen Gewehre hab ich übrigens teilweise unter 100¤ in Erinnerung. Bin ich der einzige der regelmäßig Post von Frankonia kriegt? Cool

Gruß,
Gomann Zwinkern
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BeitragBeitrags-Nr.: 49250 | Verfasst am: 07.02.2005 - 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

Das will ich Schriftlich !!! Böse, Angry Grins
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BeitragBeitrags-Nr.: 49257 | Verfasst am: 07.02.2005 - 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

Nee, die K88 sind nicht teuer, auch die Mosins sind recht günstig.

Ich habe meinen G88 für 120 ¤ verkauft (türkische Fremdbestempelung)
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BeitragBeitrags-Nr.: 49260 | Verfasst am: 07.02.2005 - 23:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Deku StG 44 für 1500 oder eine Mp 40 für 1000 und dann ein G88 für 120 das sind ziemliche Peisunterschiede! Deshalb wundert mich das so Keine Ahnung
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BeitragBeitrags-Nr.: 49262 | Verfasst am: 07.02.2005 - 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

schau bei http://www.egun.de
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