Warum haben die USA den Vietnamkrieg verloren ?
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 123692 | Verfasst am: 06.06.2007 - 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, die Australier und Briten haben in ihren und aus den Kriegen der Anderen (Indochina, Sumatra etc) sehr wohl gelernt, warum haben die Amis nicht mal darüber nachgedacht? Arroganz ??
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 124087 | Verfasst am: 12.06.2007 - 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Man könnte vermuten, dass die Amerikaner mit dieser Art der Kriegführung nicht konfrontiert worden sind und ihnen deswegen ein solcher Lernprozess nicht möglich war. Als sie dann in Vietnam waren, war es zu spät sich schnell auf eine neue Art der Kriegführung effektiv einzustellen. Ausserdem ist die Geschichte des Militärs geprägt von der Angst vor Neuerungen und dem Festhalten an Bewährtem. Die US-Armee ist ein gewaltiger militärisch-industrieller Komplex, der einfach nicht in der Lage ist sich schnell auf neue Anforderungen einzustellen. Ich denke man hat einfach nicht Begriffen, dass eine gewaltige Armee mit ungeheurer Kampfkraft, fähig dazu in den Krieg mit einer Supermacht (UDSSR) einzutreten, von einer unterentwickelten Streitmacht durch eine Asymmetrische Bedrohung so sehr in die Schieflage gebracht werden könnte, dass sie sich zurückziehen muss, weil die Lage für sie unhaltbar wird.
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 124093 | Verfasst am: 12.06.2007 - 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

Le Marquis hat Folgendes geschrieben:
Man könnte vermuten, dass die Amerikaner mit dieser Art der Kriegführung nicht konfrontiert worden sind und ihnen deswegen ein solcher Lernprozess nicht möglich war. Als sie dann in Vietnam waren, war es zu spät sich schnell auf eine neue Art der Kriegführung effektiv einzustellen. Ausserdem ist die Geschichte des Militärs geprägt von der Angst vor Neuerungen und dem Festhalten an Bewährtem. Die US-Armee ist ein gewaltiger militärisch-industrieller Komplex, der einfach nicht in der Lage ist sich schnell auf neue Anforderungen einzustellen. Ich denke man hat einfach nicht Begriffen, dass eine gewaltige Armee mit ungeheurer Kampfkraft, fähig dazu in den Krieg mit einer Supermacht (UDSSR) einzutreten, von einer unterentwickelten Streitmacht durch eine Asymmetrische Bedrohung so sehr in die Schieflage gebracht werden könnte, dass sie sich zurückziehen muss, weil die Lage für sie unhaltbar wird.


Das sehe ich nicht so. Man hat sich sehr schnell vielen Dingen angepaßt. Von der durchaus wirkungsvollen Einführung verschiedenster neuer modernster Waffensysteme(z. B. Einführung und massiver Einsatz von Kampfhubschraubern, elekt. Waffen etc.) bis hin zu Entwicklung von neuartigen taktischen Handlungen (z. B. komb. Luftstum-Einsätze im Rahmen der Taktik "Search & Destroy etc.) und der Aufstellung von verschiedenen Spezial-Einheiten die es so bisher weltweit und in der US-Army noch nicht gab und die ihre Wirksamkeit bis heute unterstreichen.(z. B. verschiedene Spezial-Forces etc.) Man hat also innerhalb recht kurzer Zeit aus einer konventionell einsetzbaren Riesenarmee eine Army auf-und umgebaut, die von da an auch auf kleinste und spezielle Konflikte und Situationen entsprechend weltweit reagieren konnte.

Aber man hat eben keinen regulären Krieg geführt, bzw. glaubte man dies sei nicht notwendig. Und man hatte mit dem Partner Südvietnam, der eigentlich den Job machen sollte, nicht den Wolf im Schafspelz, sondern genau andersherum.

Man wollte NV eben nicht traditionell besiegen und besetzen, sondern meinte dies Land sei zu durch einen Luftkrieg und durch punktuelle Einsätze der Army zu "befrieden", während SV den eigentlichen Job machen sollte. Man hat sich hier an das erfolgreiche Modell Nordkorea/Südkorea orientiert. Und man hat hiermit eben auf das falsche Pferd gesetzt. Hätten die USA gewollt und wie im Krieg gegen Nordkorea massiv auf der Erde eingegriffen, dann wären sie unweigerlich nach Hanoi durchgerollt. Wer hätte sie denn aufhalten sollen und womit?

Aber vor allem die polit. Zeiten hatten sich geändert und auch das hatte man unterschätzt. Waren im Koreakrieg die Menschen im eigenen Land noch in der Masse überzeugt davon, daß dieser Krieg gegen den Kommunismus richtig war und hatte man da sogar die UNO und damit praktisch die ganze Welt hinter sich, hatte sich die Situation geändert, selbst im eigenen Land. In Zeiten von Flower-Power und einem neuen massiven Linksruck gerade vieler junger Menschen, mit der ja bekantermaßen mit den 68-igern auch in Deutschland enorm zu tun hatte, kann eine Demokratie Kriege schlecht verkaufen und nicht allzu viele Tote fern der Heimat rechtfertigen.

Also bei allem Respekt für die kleinen Vietcongs, aber nicht die haben die USA "besiegt" oder milit. in eine tatsächliche kritische Schieflage gebracht, sondern ein Konglomerat aus verschiedenen vor allem polit. Dingen, die sich im Verlaufe des zunächst ja durchaus sehr erfolgreichen Vietnamkrieges zum Abzug der Amis verändert und verwickelt haben.

Letztlich hat man diesen Krieg, der als Stellvertreter-Krieg gedacht war und in den die USA in diesen Umfang überhaupt erst durch die Unfähigkeit SV hineingezogen worden ist, ", verloren", weil man ihn gar nicht richtig geführt und nicht durchgezogen hat und dies aus den polit. Gründen auch nicht mehr konnte, als man wollte.
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 124104 | Verfasst am: 12.06.2007 - 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, das sehe ich zum Teil ganz anders:

Zitat:
...und der Aufstellung von verschiedenen Spezial-Einheiten die es so bisher weltweit und in der US-Army noch nicht gab und die ihre Wirksamkeit bis heute unterstreichen.(z. B. verschiedene Spezial-Forces etc.)


Die Einführung der Special Forces begann ja schon im 2. Wk und wurde in der Nachkriegszeit speziell in Deutschland weiter fortgeführt (z.B. SF Schule Bad Tölz mit den Einsätzen in der CSSR und später Vietnam). Aber was man nicht vergessen sollte ist die gegenseitige Behinderung, weil zu viel Wert auf Schpäschel Forßäs gelegt wurde, bis irgendwann jeder Truppenteil gegenseitig konkurrierende Gruppen hatte (z.B. SEAL, Green Berets als urspr. SF, UDT, Marine Force Recon, LRRP, Mike Force als Spielart der SF etc). Jede Gruppe/"Organisation" arbeite relativ eigenständig, war aber zum Teil von den gleichen Nachschubsträngen abhängig und arbeitete mit den gleichen Quellen/Aufklärungsmitteln. Gegenseitige Eifersucht kam ja noch dazu.

Zitat:
Aber man hat eben keinen regulären Krieg geführt, bzw. glaubte man dies sei nicht notwendig.

Genau anders herum. die Amis versuchten, diesen unkonvetionellen Krieg auf konventionellem wege zu gewinnen: Bombardierungen sollten Nordvietnam zum einlenken zwingen und an den Friedenstisch bringen. Dass dies nicht funktieren würde müsste eigentlich schnell klar gewesen sein. Aber wie im 2. Wk hat die USAF da mal wieder den Mund etwas zu voll genommen...und der Präsi etwas zu gierig darauf gehört.

Die ARVN war da nicht so schelcht, wie man glauben mag. Es gab wohl Einheiten, die sehr gut und wirksam kämpften, nur waren dieses die´von den US und australischen Beratern begleiteten Truppenteile, vornehmloich die Eliteeinheiten der ARVN, also die Marines, Paras und die ARVN-SF. Bei den regulären Einheiten war e sleider so, dass die Offiziere nicht nach Eignung eingesetzt wurden, sondern nach Beziehungen und Verwandtschaftsverhältnissen. Dieses auch ein Ergebnis der US-unterstützten Militärdiktatur im Süden.

Zitat:
Letztlich hat man diesen Krieg, der als Stellvertreter-Krieg gedacht war und in den die USA in diesen Umfang überhaupt erst durch die Unfähigkeit SV hineingezogen worden ist, ", verloren", weil man ihn gar nicht richtig geführt und nicht durchgezogen hat und dies aus den polit. Gründen auch nicht mehr konnte, als man wollte


Wohl war.
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E 100 GERMANTANK
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BeitragBeitrags-Nr.: 133498 | Verfasst am: 18.11.2007 - 16:54    Titel: lol Antworten mit Zitat

ahhh Vietnam , Lachen Lachen

Na die Amys waren blöd aber auch schlau aber sie hatte gegen die einheimischen kene chance ... charlie hatte einfach die ganzen tretfallen und minen sie wurden von den sovjets unterstützt die ammys habe bloß rumgeballert in der hoffnung den treff ich die ammerikaNER WAREN ZWAR BESSER AUSGERRÜSTET ABER gegen den vietcong hatte sie kene Chance guckt mal nach wie viele B 52 abgeballert wurden von den shilkas Haarsträubend Haarsträubend Aber der vietcong clan hatte 1,1 millionen verluste und die südvietnammesen weiß ich nicht mehr und die Amerikaner 54.000 es starben 14,4 % der gesamt bevölkerrung Veitnams
war kein schöner krieg ... vor allem die tet - offensive stell mma vor du sitzt Weihnnachten in vietnam und schießt auf einen feind den du nichtmal mehr sießßt .. ja dann , frohe weihnnachten !
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E 100 GERMANTANK
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BeitragBeitrags-Nr.: 133499 | Verfasst am: 18.11.2007 - 16:57    Titel: VIETNAM Antworten mit Zitat

will einer mal n poaar viedeos vom vietnam krieg sehen dann -schreibt bei Youtube :

roling stones Pain it black ( Vietnam war ) Meine Meinung
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Panzerjäger I
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BeitragBeitrags-Nr.: 133502 | Verfasst am: 18.11.2007 - 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Äh, vielleicht solltest Du erstmal die Threads hier im Forum lesen, die Verweise dazu auch anschauen, Dir dann ein Bild machen und Dich dann zu Wort melden. Vieles von dem was Du hier schreibst bzw. versuchst uns mitzuteilen hatten wir schon, haben es in ihrer Gesamtheit betrachtet bzw. verworfen. Also, guck Dir einfach auch mal diesen Thread hier richtig durch! Gut gemacht!
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Pantherfibel
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BeitragBeitrags-Nr.: 133504 | Verfasst am: 18.11.2007 - 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Panzerjäger I, irgendwie hat unser neues Mitglied eine ziemlich ausgeprägte Schreibwut.

MfG Pantherfibel
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IR96
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BeitragBeitrags-Nr.: 139273 | Verfasst am: 11.02.2008 - 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Vor 40 Jahren!

Nordvietnams Tet-Offensive Ende Januar 1968 zeigte den Amerikanern, dass ihr Krieg in Indochina nicht zu gewinnen war


http://www.zeit.de/2008/02/A-Tet-Offensive
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DN_14
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BeitragBeitrags-Nr.: 147464 | Verfasst am: 13.05.2008 - 15:40    Titel: Warum Verloren die Amerikaner den Vietnamkrieg Antworten mit Zitat

Hey...Wir wollen nicht nerven oder so..!!

Aber Wir verstehen immer noch nicht was der Grund für die Niederlage der USA war.

Kann unz jm. den Grund in Einigen kurzen Sätzen erklären??

Wirr sind Schüler und brauchen diese Information für unsere Geschichtsprüfung.



lg. DN_14
Grins Grins Grins
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 147465 | Verfasst am: 13.05.2008 - 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wirr
Fragend



Zitat:
sind Schüler und brauchen


..dringend Nachhilfe in Orthographie sowie ein Bibliothek um sich in die Thematik selbstständig einzulesen Zwinkern

Gebts Euch ein bisserl Mühe, dann klappts auch mit der Nachhilfe Lachen

Dafür

Jan-Hendrik
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 147466 | Verfasst am: 13.05.2008 - 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sag´s ja, Armes Deutschland!
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BeitragBeitrags-Nr.: 147467 | Verfasst am: 13.05.2008 - 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Die definitive Antwort wird es nicht geben.
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