Halbe April 1945/ Ausbruch in den Untergang
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Endzeit Jan
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BeitragBeitrags-Nr.: 54365 | Verfasst am: 27.03.2005 - 18:30    Titel: Halbe April 1945/ Ausbruch in den Untergang Antworten mit Zitat

Hi
Dieser Tread will sämtliche Infos über die Kämpfe im Halbe Kessel sammeln.
Das heißt Truppen und derer Führer, Schicksale und Augenzeugen.
Besonders werden Bilder aus dem Kessel gebraucht.

Ich hoffe wir bekommen etwas zusammen.

Waren Truppen der RAD-Division "Friedrich-Ludwig-Jahn" im Kessel?

Jan
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SP4
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BeitragBeitrags-Nr.: 54371 | Verfasst am: 27.03.2005 - 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Um den Kampf um Halbe habe ich ein gutes Buch in meiner Sammlung.
"Das Ende zwischen Oder und Elbe",von Wilhelm Tieke,Motorbuchverlag.
Ich könnte 50 Seiten daraus zitieren.
Doch ich möchte erstmal nur die wichtigsten Begebenheiten darstellen.
Am 28 April 1945 kommt es zu einer Lagebesprechung beim AOK 9.
Der kommandierende General - Busse und der Chef des Stabes - Hölz,schildern den Anwesenden die Lage der 9ten Armee.
Nach eingehender Beratung beschließen sie,den Durchbruch nach Westen zu wagen.
Um 18.00 Uhr soll der Durchbruch beginnen.
Dazu sind zwei Stoßkeile eingeplant worden.
Der erste Stoßkeil wird gebildet aus den Resten der Pz.Abt."Kurmark" und weiteren Teilen der Division,dazu sollen noch die Reste der SS-Pz.Aufkl.Abt.10"Frundsberg",welche bisher an den Engen von Köris sicherten,dazustoßen.
Mit diesem Stoßkeil soll der Norden gegen russische Angriffe abgeschirmt werden.
Der südliche Stoßkeil besteht aus der s.SS-Pz.Abt.502 und unterstellter Werferbatterie,sowie einer SPW-Kompanie der"Kurmark" und den Resten einer Fahnenjunker-Kompanie als Begleitschutz gegen Panzernahkämpfer.
Dahinter sollen sich der Stab der "Kurmark"mit den Resten der Division,der Stab des XI.SS-Panzerkorps,Stab 9te Armee,versprengte Einheiten des V.SS-Gebirgskorps und des V.Armeekorps.
Die Nachhut bilden Korpseinheiten des XI.SS-Panzerkorps und Reste der SS-Pz.Jg.Abt.32 unter Führung des Korps-Pionierführers,Stubaf.May.
Das Art.Regiment der "Kurmark" und alle schweren Waffen erhalten den Befehl,kurz vor Beginn des Ausbruchs einen Feuerschlag auf Halbe zu schießen.
Nach Aufbrauch der Munition sind die Geschütze zu sprengen und man soll sich den Ausbruchsgruppen anschließen.
Nicht mehr benötigte Kraftfahrzeuge sind zugunsten der Kampffahrzeuge leerzutanken.
Dann,gegen 18.00 Uhr beginnt der Artilleriefeuerschlag auf Halbe.
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Endzeit Jan
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BeitragBeitrags-Nr.: 54372 | Verfasst am: 27.03.2005 - 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist mit Kleinheisterkamp? Der wurde noch nicht gefunden.

Jan
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 54374 | Verfasst am: 27.03.2005 - 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Sammlerkollege sucht seit 1990 ständig bei Halbe. Er hat was interessantes bemerkt: die meisten Funde machte er nicht ostwärts Halbe, sondern westlich, hinter dem Bahnübergang in Richtung Autobahn.

Ich denke, vieles wird heute falsch dargestellt, was den Ablauf des Ausbruches angeht. Tieke habe ich auch. Gut ist auch "der Kessel von Halbe", aber nicht so ausführlich.
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SP4
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BeitragBeitrags-Nr.: 54377 | Verfasst am: 27.03.2005 - 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Über Kleinheisterkamp,der kommandierende General des XI.Panzerkorps weiß ich nur soviel,daß er vor dem Durchbruch alle erreichbaren Kommandeure in der Oberförsterei Hammer zu sich gerufen hat,um den Durchbruchsplan zu besprechen.
Danach verabschiedete er sich vom Kommandeur der s.SS.Pz.Abt.502(Hartrampf)mit den Worten:"Nun verlassen wir uns auf Sie und Ihre Tiger!"
Zwei Stunden nach dem Aufbruch der 9ten Armee verläßt Kleinheisterkamp die von Stubaf.May geführe Nachhut und fährt zur Spitze vor.
In seinem Führungs-SPW befinden sich sein Chef des Stabes - Oberst Giese,sein 01 - Hstuf.Hartmann und einige Unterführer des Stabes.
Der SPW wird von den Russen abgeschossen.
Seitdem fehlt von Kleinheisterkamp und Giese jede Spur.
Nur Hauptstuf.Hartmann gerät in russische Gefangenschaft,aus der er später entkommt.

MfG SP4
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Endzeit Jan
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BeitragBeitrags-Nr.: 54380 | Verfasst am: 27.03.2005 - 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hört sich Interessant an. Wo war das?
Wieviel Tiger waren noch dort?

@ Hoover
In wie weit sind die Darstellungen falsch?

Jan
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BeitragBeitrags-Nr.: 54395 | Verfasst am: 27.03.2005 - 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hier mal eine Karte der betreffenden Gegend mit der Oberförsterei Hammer.
http://tinypic.com/2d9xxf
14 Königstiger der s.SS.Pz.Abt.502 waren am Anfang des Durchbruchs noch vorhanden.
Kurz vor Halbe brachte eine Panzersperre den Vormarsch zum Stehen und wegen der ungeklärten Feindlage hinter der Sperre ist auf einen Frontalangriff auf diese Sperre verzichtet worden. Deshalb sollte Halbe umgangen werden und die in Reihe fahrenden Königstiger mußten praktisch auf der Stelle umkehren.
Dabei fuhr sich der Spitzenpanzer an einem dicken Baumstumpf fest und zeigte dabei sein "Hinterteil".
Ein Schuss aus einer russischen Pak setze dabei den Panzer in Brand.

MfG SP4
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Endzeit Jan
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BeitragBeitrags-Nr.: 54438 | Verfasst am: 28.03.2005 - 11:40    Titel: Antworten mit Zitat

Gibt es welche Bilder aus Halbe?

Jan
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BeitragBeitrags-Nr.: 54450 | Verfasst am: 28.03.2005 - 14:18    Titel: Antworten mit Zitat

Bisher habe ich keine Bilder aus Halbe ausfindig machen können.
Es wird wohl welche geben,die meisten Bilder schlummern wahrscheinlich noch in irgendwelchen Archiven oder auf Dachböden von Privatpersonen.

MfG SP4
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 54460 | Verfasst am: 28.03.2005 - 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hier auch nochmal eine Karte.
http://tinypic.com/2dp3zp

Mfg Oliver
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Endzeit Jan
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BeitragBeitrags-Nr.: 54464 | Verfasst am: 28.03.2005 - 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich war ein paarmal in Halbe. An einer Tanke verkauften sie überteuerte Bücher.
Dort waren ein paar gute aufnahmen drinnen.
Sonst hab ich nur Bilder von den Angriffsdivisionen der 12.Armee.

Jan
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Endzeit Jan
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BeitragBeitrags-Nr.: 54482 | Verfasst am: 28.03.2005 - 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Welche Truppen kamen in den Kessel?
Vielleicht kann man dies einwenig aufschlüsseln.
Mir ist schon bekannt welche Einheiten dort waren aber vielleicht geht es etwas genauer.
Ich werd mal hier mit anfangen:
9.Armee Stand 30.04.1945:

V.SS-Geb.K- 21.PzD, PzGrD "Kurmark", 11.SS-PzGrD "Nordland", 32.SS-GrD "30.Januar", 35.SS-Pol.GrD, 36.SS-GrD "Dirlewanger"

XI.PzK- 337.VGD, 169.ID, 214.ID, 275.ID, 286.ID, 342.ID

V.AK- 712.ID, 303.ID "Döberitz", Div.Nr.463, 541.VGD, Div.z.b.V.619

Jan
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Endzeit Jan
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BeitragBeitrags-Nr.: 54750 | Verfasst am: 30.03.2005 - 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hi
Es gibt ja viele Zahlen über die Truppen die ausbrachen.
Zu DDR-Zeiten wurde sogar behauptet das gar keiner aus dem Kessel kam.

Wer hat ein paar Zahlen für die Ausbruchtruppen?

Jan
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BeitragBeitrags-Nr.: 54759 | Verfasst am: 30.03.2005 - 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

So viel wie ich weiß,sollen am 28.04.1945 30000-50000 Soldaten und 10000-15000 Zivilisten im 3 zu 5 km großen Kessel gewesen sein.
Es sollen später zwischen 20000-40000 Soldaten und ein paar tausend Zivilisten aus dem Kessel entkommen sein.
Das sind jedoch nur Schätzungen.

MfG SP4
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THE CAMPMAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 54799 | Verfasst am: 30.03.2005 - 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

So ich habe hier mal ein OKW-Bericht gefunden:

Halbe April 1945
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt...

23.April 1945

Berlin muß gehalten werden. Alle Verteidiger der Reichshauptstadt sind jetzt nur noch von dem Willen beseelt, den bolschewistischen Feind, wo er immer auftaucht, vernichtend zu schlagen. In die Verteidigungsfront hat sich neben Wehrmacht und Volkssturm die Zivilbevölkerung eingereiht. Männer, Frauen und Jugend geben der kämpfenden Front Hilfe und Unterstützung, wo sie nur können. In den bedrohten Bezirken der Reichshauptstadt hat die Partei eine neue Feuerprobe bestanden. Amtsträger und Parteigenossen haben mit Panzerfaust, Maschinenpistolen und Karabinern an Straßenkreuzungen Aufstellung genommen, um den Feind bei seinem Erscheinen sofort zu bekämpfen. Weder schwere Verluste noch stärkster Materialeinsatz der Bolschewisten haben die Männer der Partei zu erschüttern vermocht. Zusammen mit den Kameraden der Wehrmacht und des Volkssturms haben sie sich in schwierigster Lage gewappnet gezeigt.

Die Schlacht um die Reichshauptstadt ist in voller Heftigkeit entbrannt. Südlich der Stadt fingen unsere Truppen starke Panzerkräfte der Bolschewisten an der Linie Beelitz-Trebbin-Teltow-Dahlewitz auf. Der verlorengegangene Bahnhof Köpenick wurde im Gegenstoß wieder genommen. Ein Feindeinbruch entlang der Prenzlauer Allee wurde abgeriegelt. Nördlich der Stadt drangen sowjetische Angriffsspitzen bis zur Havel vor, die sie vergeblich zu überschreiten suchen. Im Raum von Frankfurt / Oder und an der nördlichen Oderfront dauern wechselvolle Kämpfe an.

24.April 1945

In der Schlacht um die Reichshauptstadt stießen die Bolschewisten trotz erbitterten Widerstandes unserer Truppen und Volkssturmeinheiten bis in die Räume südöstlich Brandenburg, südlich Potsdam, nördlich Königswusterhausen und in die Randgebiete der östlichen und westlichen Stadtteile vor. An der nördlichen Oderfront griff der Feind bei Schwedt vergeblich an, konnte seine Brückenköpfe zwischen Gartz und Stettin dagegen erweitern.

25.April 1945

In der Schlacht um Berlin wird um jeden Fußbreit Boden gerungen. Im Süden drangen die Sowjets bis in die Linie Neubabelsberg-Zehlendorf-Neukölln vor. Im östlichen und nördlichen Stadtgebiet dauern heftige Straßenkämpfe an. Westlich der Stadt erreichten sowjetische Panzerspitzen den Raum von Nauen und Ketzin. Bei Oranienburg wurde das Nordufer des Stettiner Kanals gegen heftige Angriffe gehalten. Wiederholte Angriffe auf Eberswalde führten zu Einbrüchen in südliche Stadtteile.

26.April 1945

Bei dem für die Zukunft des Reiches und für das Leben Europas entscheidenden Kampf um Berlin wurden gestern von beiden Seiten Reserven in die Schlacht geworfen. Im Südteil der Reichshauptstadt tobten schwere Straßenkämpfe in Zehlendorf, Steglitz und am Südrand des Tempelhofer Feldes. Im Osten und Norden leisten unsere Truppen, tapfer unterstützt von Einheiten der Hitler-Jugend, der Partei und des Volkssturms, am Schlesischen und Görlitzer Bahnhof sowie zwischen Tegel und Siemensstadt erbitterten Widerstand. Auch in Charlottenburg ist der Kampf entbrannt. Zahlreiche Panzer der Sowjets wurden in diesen Kämpfen vernichtet. Aus Ketzin vorgestoßene Sowjetpanzer drangen in Brandenburg ein. Auf Rathenow vorgehender Feind wurde durch Gegenangriffe noch vor der Stadt aufgefangen. Bei Fehrbellin geführte Vorstöße blieben für den Gegner erfolglos. Südlich der Stadt wurden einige Ortschaften wieder von unseren Truppen eingenommen.

27.April 1945

Im Mittelpunkt der Kämpfe stand auch gestern die Schlacht im Raum Berlin. Schulter an Schulter mit allen waffenfähigen Männern führten unsere Truppen einen heldischen Kampf gegen den bolschewistischen Massenansturm, verteidigten jedes Haus und warfen den Feind durch Gegenangriffe aus dem inneren Verteidigungsring der Stadt wieder zurück. Aus dem Raum südlich Fürstenwalde stießen unsere Verbände im Angriff nach Westen in die tiefe Flanke der im Süden von Berlin operierenden Bolschewisten und durchbrachen deren Hauptnachschubverbindungen auf der Straße Baruth-Zossen. Unsere von Westen schwungvoll angreifenden jungen Divisionen erreichten den Raum von Beelitz und stehen dort in schweren Waldkämpfen mit den Sowjets. Angriffe auf Brandenburg und Rathenow wurden verlustreich abgewiesen. Beiderseits Oranienburg brachen Übersetzversuche der Bolschewisten über den Rhein- und Hohenzollernkanal verlustreich für den Feind zusammen. Dagegen konnten die Sowjets südwestlich Stettin und Prenzlau weiter Boden gewinnen und ihren Brückenkopf nach Südwesten erweitern.

28.April 1945

In dem heroischen Kampf der Stadt Berlin kommt noch einmal vor aller Welt der Schicksalskampf des deutschen Volkes gegen den Bolschewismus zum Ausdruck. Im Raum südlich Königswusterhausen setzten die Divisionen der 9.Armee den Angriff nach Nordwesten fort und wehrten während des ganzen Tages konzentrierte Angriffe der Sowjets gegen die Flanken ab. Die von Westen angesetzten Divisionen warfen den Feind in erbittertem Ringen auf breiter Front zurück und haben die Kleinstadt Ferch erreicht.

29.April 1945

Südlich Berlin führten die Sowjets neue Verbände gegen unsere im Angriff befindlichen Divisionen heran, mit denen wechselvolle Kämpfe im Gange sind. Beelitz wurde genommen und östlich Werder die Verbindung mit dem Verteidigungsbereich von Potsdam hergestellt. Angriffe gegen die Ostflanke dieses Vorstoßes wurde nordwestlich und südwestlich Treuenbrietzen blutig abgewiesen.

30.April 1945

Das heroische Ringen um das Zentrum der Reichshauptstadt hält mit unverminderter Heftigkeit an. In erbitterten Häuser- und Straßenkämpfen halten Truppen aller Wehrmachtsteile, Hitlerjugend und Volkssturm den Stadtkern, leuchtendes Sinnbild deutschen Heldentums. Am Anhalter Bahnhof, entlang der Potsdamer Straße und in Schöneberg eingebrochener Feind wurde von den tapferen Verteidigern zum Stehen gebracht. Fliegende Verbände warfen unter aufopferungsvollem Einsatz den Besatzungen erneut Munition über der Reichshauptstadt ab. Südlich der Stadt stehen unsere zum Entsatz herangeführten Verbände im Kampf mit starken bolschewistischen Verbänden, die unter hohen blutigen Verlusten abgewiesen wurden.

01.Mai 1945

Im Stadtkern von Berlin verteidigte sich unsere tapfere Besatzung auf engstem Raum gegen die bolschewistische Übermacht. Unter schwerstem feindlichen Artilleriefeuer und rollenden Luftangriffen dauert das heroische Ringen an. Südlich der Reichshauptstadt haben die Verbände unserer 9.Armee den Anschluß an die Hauptkräfte gefunden und stehen mit diesen in der Linie Niemegk-Beelitz-Werder in harter Abwehr gegen die pausenlos anrennenden Sowjets.

02.Mai 1945

An der Spitze der heldenmütigen Verteidiger der Reichshauptstadt ist Adolf Hitler gefallen. Von dem Willen beseelt, sein Volk und Europa vor der Vernichtung durch den Bolschewismus zu erretten, hat er sein Leben geopfert. Dieses Vorbild, getreu bis zum Tod, ist für alle Soldaten verpflichtend. Die Reste der tapferen Besatzung von Berlin kämpfen im Regierungsviertel, in einzelnen Kampfgruppen aufgespalten, erbittert weiter.

03.Mai 1945

In der Reichshauptstadt setzen Reste der tapferen Besatzung in einzelnen Häuserblocks und im Regierungsviertel ihren heroischen Widerstand gegen die Bolschewisten immer noch fort.

04.Mai 1945

Der Kampf um die Reichshauptstadt ist beendet. In einem einmaligen, heroischen Ringen haben Truppen aller Wehrmachtsteile, Hitlerjugend und Volkssturmeinheiten, ihrem Fahneneid getreu, bis zum letzten Atemzug Widerstand geleistet und ein Beispiel besten deutschen Soldatentums gegeben.
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