Halbe April 1945/ Ausbruch in den Untergang
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BeitragBeitrags-Nr.: 204577 | Verfasst am: 28.04.2015 - 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Gardes du Corps hat Folgendes geschrieben:
Blumen für wen? An die bekannten Kranzabwurf- und Scham- und Betroffengeitsbekundungsstellen oder an Stelle kleiner Birkenkreuze am Strassenrand?
Warum dann nicht gleich kleine Birkenkreuze?


Vielleicht mal den ganzen thread durchlesen und selber darauf kommen für wen ?
Kennst Du den Friedhof in Halbe ? Gibt genug Grabstellen für "Unbekannte Soldaten" wo man gedenken könnte und mit Blumen eine Reverenz zeigen könnte, was auch glücklicherweise geschah, wenn auch wenig.

Zum WO Artikel , man stehen da völlige Unwahrheiten, gepaart mit Halbwissen und mit völlig richtigen Sachverhalten. Da ist ja dieser thread weitaus präziser. Selbstverständlich konnte der Autor nicht aus seiner belehrendem Haut raus, vermengte vieles Unrichtiges damit das Gesamtprodukt stimmte, ist man aber hierzulande gewohnt.

Emil, brauchst Dich nicht zu entschuldigen ist schon gut, nur es gibt am Ende des Ausbruchs und das waren eben diese Dörfer nichts mehr zu berichten, außer das man nur noch nach Westen strebte.
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BeitragBeitrags-Nr.: 204578 | Verfasst am: 28.04.2015 - 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

ja, ich kenne den Friedhof und wenn Du weitere Beiträge von mir liest, weißt Du, dass ich schon Blumen in Stalingrad niederlegte und nicht nur dort.
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BeitragBeitrags-Nr.: 204579 | Verfasst am: 29.04.2015 - 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

Na dann ist ja alles geklärt. Übrigens hat der Reichsbund heute seinen offiziellen Tag anberaumt, wo auch 70 deutsche Gefallene die in den letzten Monaten geborgen wurden, heute in Halbe beerdigt werden. Da legen sie wieder an der "Kranzabwurfstelle" ihr Sachen ab.
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BeitragBeitrags-Nr.: 204580 | Verfasst am: 29.04.2015 - 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

offenbar hast Du meinen Beitrag vollkommen missverstanden.
Halbe ist für mich KEINE Kranzabwurfstelle. Treptow ja
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BeitragBeitrags-Nr.: 204581 | Verfasst am: 29.04.2015 - 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Dann habe ich Dich mißverstanden. Aber in Halbe macht ja die Linke am Denkmal ähnliches, deshalb legen viele ihre Gestecke an den Grabsteinen von Unbekannten Soldaten ab.
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BeitragBeitrags-Nr.: 204584 | Verfasst am: 30.04.2015 - 07:17    Titel: Antworten mit Zitat

wir mussten früher in DDR-Zeiten als Schüler regelmäßig zu den Gedenkstätten für die Russen, "Widerstandskämpfer" usw. zum Blumen ablegen. Da hat sich der Begriff "Kranzabwurfstelle" eingebürgert. Dieses pflichtgemäße "Dank Euch ihr Sowjetsoldaten!" ... war einfach widerlich, zumal man von Älteren regelmäßig erfahren hat, wie es wirklich war. Mein Vater war Soldat, einige Väter von Klassenkameraden (einer war 12 Jahre in Russland) auch. 2 Erzieher in meinem Lehrlingswohnheim (einer im Kessel von Demjansk, einer bei der RF SS), viele Meister in den Betrieben, wo ich in den Ferien oder als Lehrling gearbeitet habe ... ein Nachbar bei GD, der Sohn einer anderen Nachbarin fiel auf der Bismarck
Wir mussten uns als geschlossene Schulklasse die Russen-Filme über den Krieg ansehen, wo z.B. ein blonder Russe mit einer Shpagin in der Hand eine ganze Kompanie Kradschützen niedergemäht hat oder sich ein deutscher Panzeroberst bei Kursk erschossen hat mit der Bemerkung, er hätte keine Panzer mehr. Heute wissen wir, dass sich Rokossowski hätte erschießen müssen, weil er gegen eine Panzerabteilung eine ganze Panzerarmee verloren hat...
Ich halte es individuell, da ich die Gräber meiner Verwandten nicht kenne, lege ich, wo ich Gelegenheit finde, Blumen ab - meist selbst gepflückte Wiesenblumen, davon gibt es in der Ukraine, in Russland, im Baltikum, in Ostpreussen ... genug und für meine Verwandten stelle ich Weihnachten, zum Heldengedenktag etc. eine Kerze ins Fenster.
Wichtig ist die innere Haltung
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wirbelwind
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BeitragBeitrags-Nr.: 204641 | Verfasst am: 03.06.2015 - 19:42    Titel: Halbe Antworten mit Zitat

Vorweg, mir ist es im DDR-Bildungssystem erspart geblieben zu den staatlich verordneten Betroffenheitstagen Kränze niederlegen zu müssen, weil ich eben in der Provinz gelebt habe und nicht bspw. in Berlin. Ob der Heldengedenktag als Zeitpunkt des Erinnerns der richtige Tag dafür ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Meine Angehörigen, die im 2. WK geblieben sind, waren es nicht, sondern Menschen, die glaubten, ihr Vaterland verteidigen zu müssen und erst spät erkannten, für was sie ihr Leben riskierten. Außerdem wurde dieser Tag von den Nationalsozialisten missbraucht. Sicherlich andere Tage auch, wie z. Bsp. der 1. Mai (wurde, glaube ich seit dieser Zeit erst als Feiertag begangen).Trotzdem sind für mich die gefallenen deutschen Soldaten keine Helden, sondern Menschen, die glaubten, das Vaterland verteidigen zu müssen und dabei sinnlos verheizt wurden.Das viele von denen persönlichen Mut bewiesen, um sich selbst oder ihre Kameraden aus Schwierigkeiten zu bringen bzw. vor dem Feind bestehen zu können, steht auf einem ganz anderem Blatt.
MfG Wirbelwind
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 205080 | Verfasst am: 29.11.2015 - 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ohne extra einen neuen Thread aufzumachen lege ich diesen heutigen WO-Artikel mal hier rein. Evtl. für den einen oder anderen interessant, vor allem vielleicht für Leute, die dort heute wohnen und militärhistorisch interessiert sind.

Hunderttausende Rotarmisten kampierten in der Mark

Mit mehr als zwei Millionen Soldaten eroberte die Rote Armee im Frühjahr 1945 Berlin. Aber wo blieben die Kämpfer anschließend? Archäologen haben jetzt erstaunliche Antworten gefunden.

http://www.welt.de/geschichte/zweiter-we ... -Rotarmisten-kampierten-in-der-Mark.html

Falls hier falsch, bitte verschieben!
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BeitragBeitrags-Nr.: 205081 | Verfasst am: 29.11.2015 - 15:49    Titel: Re: Halbe Antworten mit Zitat

wirbelwind hat Folgendes geschrieben:
Vorweg, mir ist es im DDR-Bildungssystem erspart geblieben zu den staatlich verordneten Betroffenheitstagen Kränze niederlegen zu müssen, weil ich eben in der Provinz gelebt habe und nicht bspw. in Berlin.


Da scheinst Du aber großes Glück gehabt zu haben. In jedem Dorf der DDR gab es einen Gedenkstein (Kranzabwurfstelle) für die gefallenen Helden - sogar in Thüringen, wo keiner fiel, in jeder Kreisstadt eine größere Gedenkstätte. In Höhe Stendal gibt es sogar solche für Polen ...

Teilnahme war Pflicht und wer nicht hinging, musste mit Repressalien rechnen, durfte beispielsweise nicht studieren

Pflicht waren auch Kinofilme, in die die ganze Schulklasse geführt wurde um sich beispielsweise "Befreiung" Teil 1-5 ansehen zu müssen.
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wirbelwind
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BeitragBeitrags-Nr.: 205094 | Verfasst am: 30.11.2015 - 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Na, ja, Gardes du Corps, da hast Du etwas stark verallgemeinert, was die ,,Kranzabwurfstellen" betrifft. Komme aus Ostsachsen. Weder in unserem Dorf noch in den Nachbargemeinden gab es Denkmäler für die ,,Ruhmreiche Sowjetarmee" aber Kriegerdenkmäler. Dafür gibt es in der Kleinstadt, wo ich jetzt lebe, ein Denkmal für die ,,Helden der ruhmreichen Sowjetarmee", obwohl diese erst im Juli 45 eintrafen, nachdem die Engländer abgezogen waren. Was das Denkmal für die Gefallenen der 1. Polnischen Armee in Sandau (Höhe Stendal )betrifft, so hat diese Armee gemeinsam mit der 61. u. 47. sowjet. Armee sich nach verlustreichen Kämpfen am 03.05.45 bis zur Elbe, Höhe Sandau, durchgekämpft.
Nun, dass sogenannte Epos,, Befreiung", was ja erst 1943 einsetzt, musste ich mir natürlich auch anschauen. Viel schlimmer fand ich aber die poln. Serie ,,4 Panzersoldaten und ein Hund". Denen gelang es als einzigen im 2. WK, mit einem T-34 weiter zu fahren, nachdem der Turm abgeschossen wurde. Da hat sogar mein alter Herr als Panzerjäger a.D. ,,gestaunt" Es gab noch eine ganze Reihe von diesen Filmen. Allerdings nicht nur von den Russen. Die Amis haben solches auch drauf. Propaganda der Sieger halt.
Der Artikel aus der ,,Welt" war für mich, PIV, sehr interessant. Mit diesem Aspekt hatte ich mich noch garnicht befasst. Beim rumkramen stieß ich noch auf einen Artikel in der ,,Welt" zum Kessel von Halbe. Unter anderem stand da, dass der General der Infantrie, Th. Busse, nachdem er aus dem Kessel raus war, noch 500 km radeln musste bis er in seiner schwäbischen Heimat war. Der Hinweis, dass er als Kommandierender General mit einer der ersten war, der mit den verbliebenen Kötis ausbrach, ohne sich um die infantristische Absicherung der Durchbruchsstelle zu kümmern, verschwieg der Autor geflissentlich.
MfG Wirbelwind


Zuletzt bearbeitet von wirbelwind am 01.12.2015 - 08:55, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragBeitrags-Nr.: 205099 | Verfasst am: 30.11.2015 - 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ostsachsen - Engländer???
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wirbelwind
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BeitragBeitrags-Nr.: 205108 | Verfasst am: 01.12.2015 - 08:53    Titel: Luftwaffe Konzeption Antworten mit Zitat

Lies Dir meinen letzten Beitrag, Gardes du Corps, nochmal durch, dann wird Dir klar, dass ich nicht mehr in einem Dorf in Ostsachsen lebe. Cool Die Kleinstadt, wo ich jetzt wohne, liegt im Umkreis von Magdeburg.
MfG Wirbelwind
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BeitragBeitrags-Nr.: 205185 | Verfasst am: 07.12.2015 - 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

Der Artikel aus der "Welt" ist ja nichts Neues, überhaupt nicht !
Ersteinmal kam das Gros der Roten Armee nicht nur in den Wäldern unter, da eher weniger, sondern in den ganzen Garnisionsstädten rund um Berlin, da gab es massenhaft Kasernen. Aus Berlin mußten der Großteil der Roten Armee abgezogen werden , da Plünderungen, Vergwaltigungen, Saufereien etc. so überhand nahmen, das man zeitweise die Kontrolle verlor. Einige der schlagkräftigsten Armeegruppen wurden in Eilmärschen in die Tschechei geschickt wo Schörner noch eine große Heeresgruppe versammelte, nachdem er sich langsam aus Sachsen zurückzog.
Desweiteren wurden große Verbände in Marschstellung zu den noch zu besetzenden Gebieten jenseits der Demarkationslinie entfaltet die dann ab Juni in Thüringen Sachsen, Sachsen -Anhalt einmarschierten.
Weiterhin wurden fast alle Verbände mit sibirischer Hausnummer, sowie viele schnelle Verbände und Panzergruppen in Eiltransporte an die sibirische Grenze verfrachtet um dort ,nach alliierter Absprache aber mit Vertragsbruch gegenüber Japan in den Krieg einzugreifen.
Somit wird mal schnell aus den 2,2 Millionen, 1 Million Soldaten , wenn überhaupt.
Der Rest zog dann 1946 ab und kampierte zum größten Teil in den Wäldern die später Sperrgebiete der Roten Armee in der DDR waren. Das man dort nicht für jeden eine Unterkunft vorfand war klar.
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Also wirlich nichts aufregendes , noch Neues.
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Achim61
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BeitragBeitrags-Nr.: 205186 | Verfasst am: 07.12.2015 - 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo logo - stimmt aber auch nur teilweise. Du vergisst das ab einer bestimmten Zeit
auch die Amis, Engländer und Franzosen in Berlin " eingezogen " sind d.h. das die Kasernen nur noch in der sowjetischen Zone zur Verfügung standen.

Gruß - Achim - Alte61
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BeitragBeitrags-Nr.: 205190 | Verfasst am: 08.12.2015 - 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Achim, stimmt alles was Du zu Berlin sagst, aber darum ging es nicht in dem "Welt" Bericht, sondern um das kampieren in vornehmlich brandenburgischen Wäldern.
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