Deutsch-Polnische Diplomatie vor dem Kriegsausbruch
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Kgr Wahl
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BeitragBeitrags-Nr.: 188338 | Verfasst am: 12.09.2010 - 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Worte und mündliche Aussagen kann man interpretieren wie man möchte, kommt immer auf die Sicht des Betrachters an.

Gedruckte Propaganda jedoch kann man nachvollziehen, sofern die damalige aggresive Polnische überhaupt zugänglich ist.

Bilder sagen bekanntlich oft mehr als Worte. Gut gemacht!

Nachstehend ein Auszug solcher polnischer Propaganda, die aus dem Buch "Die Wehrmacht" entnommen wurde und sicher keine "Fälschung" darstellt.

Man wird das logischerweise in keinem Geschichtsbuch finden!

Skizze 1: Vorschlag Hitlers an Polen wegen dem Korridor

Skizze 2: Verlagerung der polnischen Grenze in Richtung Westen bis Nahe Bremen,Hannover,Fulda und Nürnberg

Ferner Wandplakate, Text kann ich leider nicht lesen, die nicht Nazideutschland darstellen sondern noch das Kaiserreich und, wie ich vermute die polnische Ausdehnung nach Westen.

Auch wo der heute nur noch zitierte Begriff "Nazi-Deutschland" herkommt wird wir nun klarer. Dieser wurde von Henderson bereits 1939 geprägt und ist heute Gang und Gäbe.

Irgend ein Funke Wahrheit, auch an Steinbachs Aussage, lässt sich dann doch nicht verbergen. Zwinkern

Grüsse Rolf

http://i53.tinypic.com/k03h4y.jpg

http://i54.tinypic.com/2r41max.jpg

http://i52.tinypic.com/6707b9.jpg

http://i54.tinypic.com/34reski.jpg
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 188344 | Verfasst am: 12.09.2010 - 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

«Documents on British Foreign Policy» sind die amtlichen Dokumente des englischen Aussenministeriums, nachfolgend British FP genannt.

«Documents on Foreign Relation of the United States» sind die amtlichen Dokumente des amerikanischen Aussenministeriums, nachfolgend FR of the US genannt.

20.3.39: Bündnisangebot von Halifax an die UdSSR und an Polen gegen Deutschland (British FP, III, Bd. 4, Nr. 446)

23.3.39: 162 Tage vor Kriegsbeginn (!) Teilmobilmachung der polnischen Armee mit Herausgabe des Operationsplans (Marsch nach Berlin).

25.3.39: Bericht des britischen Botschafters in Polen, Kennard, an Halifax, 750’000 Polen stünden bereits unter Waffen. Viele ausländische Diplomaten in Warschau glaubten, Polen wolle einen Krieg provozieren. Es bestünde Hoffnung man könne in diesem kommenden Krieg Deutschland zum Aggressor stempeln (British FP, III, Bd. 4, Nr. 518 und Nr. 523).

26.3.39: Telegramm des US-Botschafters in Polen, Biddle, an US-Präsident Roosevelt: «Polen heute auf dem Kriegsfuss. Hat dieses rasch und ohne Aufsehen erreicht.» (FR of the US 1939, I, 101).

31.3.39: Halifax teilt dem britischen Botschafter in Polen seinen Entschluss mit, sein Versprechen an Polen nicht nur auf unprovozierte Aggression zu beschränken. Er wünsche nicht, dass Grossbritannien neutral bleibe, wenn die Polen Deutschland zum Krieg zwängen (British FP, III, Bd. 4, Nr. 577 und 584).

06.4.39
: Halifax sagte dem US-Botschafter Kennedy, die Polen hätten nun ihren Blanko-Scheck, und er gestand dabei, dass weder Hitler noch Mussolini einen Krieg wollten. (FR of the US 1939, I, 113 f).

05.5.39: Hetzrede des polnischen Aussenministers Oberst Beck vor dem Sejm. Auf diese Rede hin wurden in Polen Tausende von Volksdeutschen vor dem Beginn des Krieges ermordet.

14.8.39: Beginn der Massenverhaftungen von Deutschen und Greuel gegen sie im östlichen Oberschlesien.

28.8.39: Der britische Botschafter in Polen, Kennard, telegraphierte an Halifax, die polnische Regierung habe die Generalmobilmachung beschlossen. (d.h. dass der Ausbruch des Krieges nur noch eine Frage von Stunden sein konnte.)

31.8.39
: Kennard versicherte Halifax, Beck werde nichts unternehmen, um eine Verständigung mit den Deutschen zu erzielen. (British FP, III, Bd. 7, Nr. 576).

Die amtlichen englischen und amerikanischen Dokumente zeigen also deutlich die Aktivitäten und Absichten Polens und insbesondere GB.

Dem kann man noch ein paar zeitgenössische Aussagen hinzufügen, die es an Deutlichkeit nicht mangeln lassen:

"Die Minderheiten in Polen sollen verschwinden. Die polnische Politik ist es, die dafür sorgt, daß sie nicht nur auf dem Papier verschwinden. Diese Politik wird rücksichtslos vorwärtsgetrieben und ohne die geringste Beachtung der öffentlichen Meinung der Welt, auf internationale Verträge oder auf den Völkerbund. Die Ukraine ist unter der polnischen Herrschaft zur Hölle geworden. Von Weißrußland kann man dasselbe mit noch größerem Recht sagen. Das Ziel der polnischen Politik ist das Verschwinden der nationalen Minderheiten, auf dem Papier und in der Wirklichkeit."
Manchester Guardian, 14.Dezember 1931

"Ostpreußen ist ein unzweifelhaft deutsches Land. Das ist von Kindheit an meine Meinung, die nicht erst der Bestätigung durch eine Volksabstimmung bedurfte. Und das dies meine Meinung ist, können Sie ruhig Ihren Ostpreußen in einer öffentlichen Versammlung in Königsberg zur Beruhigung mitteilen."
Der polnische Staatspräsident und Marschall Josef Pilsudski, welcher in den dreißiger Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, gegenüber dem deutschen Außenminister Gustav Stresemann am 10.Dezember 1927

"Der polnische Terror in der Ukraine ist heute schlimmer als alles andere in Europa. Aus der Ukraine ist ein Land der Verzweiflung und Zerstörung geworden. Was um so aufreizender ist, als die Rechte der Ukrainer völkerrechtlich gewährleistet sind, während der Völkerbund allen Appellen und Darlegungen gegenüber taub ist und die übrige Welt nichts davon weiß und sich nicht darum kümmert."
Manchester Guardian, 17.Oktober 1930

"Am 2.Mai brach der von Korfanty aufgezogene dritte Aufstand in Oberschlesien aus. Es begann eine entsetzliche Schreckensherrschaft. Die Mordtaten vervielfachten sich. Die Deutschen wurden gemartert, verstümmelt, zu Tode gepeinigt, ihre Leichen geschändet. Dörfer und Schlösser wurden ausgeraubt, in Brand gesteckt, in die Luft gesprengt. Die im Bild in der offiziellen Veröffentlichung der deutschen Regierung 1921 festgehaltenen Vorfälle überschreiten an Grausamkeit die schlimmsten Vorgänge, die man sich vorstellen kann."
Prof. Dr. René Martel in seinem Buch "Les frontières orientals de l`Allemagne" (Paris 1930) über die polnischen Raubzüge in Oberschlesien 1921

"Die natürliche Grenze Polens ist im Westen die Oder, im Osten die mittlere und untere Düna ..."
Der polnische Westmarkenverband 1926 (vgl. Dr. rer. nat. Heinz Splittgerber, "Unkenntnis oder Infamie?", Verlag "Der Schlesier", Recklinghausen, S. 6)

"Wir sind uns bewusst, daß der Krieg zwischen Polen und Deutschland nicht vermieden werden kann. Wir müssen uns systematisch und energisch für diesen Krieg vorbereiten. Die heutige Generation wird sehen, daß ein neuer Sieg bei Grunwald in die Seiten der Geschichte eingeschrieben wird. Aber wir werden dieses Grunwald in den Vorstädten von Berlin schlagen. Unser Ideal ist, Polen mit Grenzen an der Oder im Westen und der Neiße in der Lausitz abzurunden und Preußen vom Pregel bis zur Spree einzuverleiben. In diesem Krieg werden keine Gefangenen genommen, es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein."
Das der polnischen Militärdiktatur nahestehende Blatt Mosarstwowiecz 1930, also noch drei Jahre vor Hitlers Machtergreifung

"Wir sind bereit, mit dem Teufel einen Pakt abzuschließen, wenn er uns im Kampf gegen Hitler hilft. Hört ihr: Gegen Deutschland, nicht nur gegen Hitler. Das deutsche Blut wird in einem kommenden Krieg in solchen Strömen vergossen werden, wie dies seit Entstehung der Welt noch nicht gesehen worden ist."
Die Warschauer Zeitung "Depesza" vom 20.August 1939

"Die Polen haben das letzte Gefühl für Maß und Größe verloren. Jeder Ausländer, der in Polen die neuen Landkarten betrachtet, worauf ein großer Teil Deutschlands bis in die Nähe von Berlin, weiter Böhmen, Mähren, Slowakei und ein riesiger Teil Rußlands in der überaus reichen Phantasie der Polen bereits annektiert sind, muss denken, daß Polen eine riesige Irrenanstalt geworden ist."
Ward Hermans, flämischer Schriftsteller, 3.8.39

"Wir sind bereit zu jedem Kriege, sogar mit dem stärksten Gegner ..."
Polska Zbrojna, 25. März 1939

"Polen will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte."
Rydz-Smigly, Generalinspekteur der polnischen Armee in einem öffentlichen Vortrag vor polnischen Offizieren, Sommer 1939

"Es wird die polnische Armee sein, die in Deutschland am ersten Tage des Krieges einfallen wird".
Erklärung des polnischen Botschafters in Paris am 15.8.1939 (vgl. Freund, M. "Weltgeschichte", Bd. III, S. 90)


Und letztlich kann man sich hier umfassend und tiefgründig über die Geschichte der dt.-poln. Beziehungen von Versailles bis zum Kriegsbeginn 1939 zur Gemüte führen, um sachlich festzustellen, welche unheilvolle Rolle Polen spielte und was für Aktivitäten das faschistische Militärregime das Polen de facto war vor allem gegen Deutschland und in Polen lebende Deutsche entfaltete, um letztlich zu einem für sie vermeintlich siegreichen Krieg zu kommen.

http://www.kriegsdokumente.com/textdokumente.html

Und auch hier gern noch einmal zum Nachdenken.

„Nicht wer den ersten Schuss abgegeben hat ist entscheidend, sondern was den ersten Schüssen vorausgegangen ist!“

Der israelische Botschafter Asher ben Nathan auf die Frage eines Reporters, wer den 6-Tagekrieg 1967 begonnen und die ersten Schüsse abgegeben hat, gab obige Erklärung ab. Nicht wer den ersten Schuss abgibt ist der „Kriegsbeginner“, sondern man muss im Kontext der vorgehenden Ereignisse die Ursache aufspüren.
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Katukov
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BeitragBeitrags-Nr.: 188389 | Verfasst am: 13.09.2010 - 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

PIV hat Folgendes geschrieben:


26.3.39: Telegramm des US-Botschafters in Polen, Biddle, an US-Präsident Roosevelt: «Polen heute auf dem Kriegsfuss. Hat dieses rasch und ohne Aufsehen erreicht.» (FR of the US 1939, I, 101).


Die Rechten mal wieder beim Dokumente verfälschen.

Im Original heißt es:

"1. Poland today on war footing having achieved same swiftly but quietly"

http://digicoll.library.wisc.edu/cgi-bin ... 939v01&entity=FRUS.FRUS1939v01.p0113


"war footing" heißt aber Kriegszustand, und nicht "Kriegsfuss", das was völlig anderes bedeutet.

http://dict.leo.org/ende?lp=ende&lan ... n&spellToler=&search=war+footing


Wer Dokumente fälscht, gesteht damit die schwäche seiner Argumentation ein.
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 188390 | Verfasst am: 13.09.2010 - 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

Mal davon abgesehen, daß offensichtlich wohl wörtlich übersetzt wurde kann man sich nun darüber streiten, ob Kriegszustand oder Kriegsfuß "harmloser" ist. Zwinkern

Erstaunlich allein ist, daß es einige offensichtlich nicht verwundert, wenn ein Land, daß mit einem anderen durch einen Nichtangriffspakt verbunden ist, im tiefsten Frieden teilmobilisert und sich und die Armee de facto in einen Kriegszustand versetzt. Wohlbemerkt im März 1939!!!, also knapp ein halbes Jahr, bevor dem anderen dann die Hutschnur platzt.
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 188391 | Verfasst am: 13.09.2010 - 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde 1939 insgesamt nun wirlich als "tiefsten Frieden" bezeichnen. Immerhin wurden Länder besetzt, annektiert, gelogen und betrogen. Und Deutschland hat sich ja auch auf einen Krieg vorbereitet bzw war bereit.

Die Aussage, Deutschland "sei die Hutschnur" geplatzt, soll wohl erklären, dass Deutschland den Aggressionen Polens geantwortet hat?

Polen hat Deutschland nicht angegriffen...
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 188392 | Verfasst am: 13.09.2010 - 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hoover hat Folgendes geschrieben:
Ich würde 1939 insgesamt nun wirlich als "tiefsten Frieden" bezeichnen. Immerhin wurden Länder besetzt, annektiert, gelogen und betrogen. Und Deutschland hat sich ja auch auf einen Krieg vorbereitet bzw war bereit.

Die Aussage, Deutschland "sei die Hutschnur" geplatzt, soll wohl erklären, dass Deutschland den Aggressionen Polens geantwortet hat?

Polen hat Deutschland nicht angegriffen...


Ich habe nicht von "1939 insgesamt" gesprochen, sondern wie unschwer nachzulesen konkret vom März 1939. Nicht wie gehabt irgendetwas herauspicken, konstruieren oder hineininterprätieren, Hoover. Zwinkern

Und wenn Du tief weglassen möchtest, auch ok, dann eben im Frieden.

Und was ich mit "Hutschnur platzen" meinte weißt Du sehr genau, nämlich die Verweigerung Polens jeglicher politischer und diplomatischer Verhandlungen, zu einer Stadt, die mal abgesehen von der Historie selbst 1939 nicht einmal politisch oder territorial zu Polen gehörte oder Polen darauf Anspruch haben dürfte und stattdessen der offene Konfrontations-und Kriegskurs mit und aufgrund alliierter Rückendeckung. Nicht mehr und nicht weniger.
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 188393 | Verfasst am: 13.09.2010 - 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Nana, das berechtigt zu keinem Krieg.
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Katukov
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BeitragBeitrags-Nr.: 188396 | Verfasst am: 13.09.2010 - 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

PIV hat Folgendes geschrieben:
Mal davon abgesehen, daß offensichtlich wohl wörtlich übersetzt wurde kann man sich nun darüber streiten, ob Kriegszustand oder Kriegsfuß "harmloser" ist. Zwinkern


Schönes Drumrumgerede für eine Dokumentenfälschung.


PIV hat Folgendes geschrieben:
Erstaunlich allein ist, daß es einige offensichtlich nicht verwundert, wenn ein Land, daß mit einem anderen durch einen Nichtangriffspakt verbunden ist, im tiefsten Frieden teilmobilisert und sich und die Armee de facto in einen Kriegszustand versetzt. Wohlbemerkt im März 1939!!!, also knapp ein halbes Jahr, bevor dem anderen dann die Hutschnur platzt.


8 Tage zuvor wurde nach einer Gewaltdrohung, die Resttschechei militärisch besetzt.
Einen Tag zuvor, fordert Ribbentrop die Rückgabe von Danzig, am selben Tag marschiert die Wehrmacht ins Memelland ein.

Kommt dir nicht in den Sinn, das man damit demonstrieren wollte, dass man sich nicht ebenso erpressen und schlucken lässt?

Warum reißt du die Dinge so aus dem Zusammenhang?
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 188398 | Verfasst am: 14.09.2010 - 09:15    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
8 Tage zuvor wurde nach einer Gewaltdrohung, die Resttschechei militärisch besetzt.
Einen Tag zuvor, fordert Ribbentrop die Rückgabe von Danzig, am selben Tag marschiert die Wehrmacht ins Memelland ein.

Kommt dir nicht in den Sinn, das man damit demonstrieren wollte, dass man sich nicht ebenso erpressen und schlucken lässt?


das meinte ich damit, dass die deutschen Handlungen gerne "vergessen" werden und dass kein normaler Politiker damals Deutschland trauen konnte.
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Armin
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BeitragBeitrags-Nr.: 188401 | Verfasst am: 14.09.2010 - 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

@ Katutov

Zitat:
"war footing" heißt aber Kriegszustand, und nicht "Kriegsfuss", das was völlig anderes bedeutet.


Ich bin einigermaßen verblüfft...

Auf "Kriegsfuss" zu sein heißt doch eine Auseinandersetzung zu suchen - im "Kriegszustand" zu sein heißt den Zustand erreicht zu haben, um losschlagen zu können, oder?
Oder muss ich im Kriegszustand sein um auf Kriegsfuss gehen zu können?
Verrückt

Man kann diese Worte natürlich deuten, aber ist nicht wichtiger was dieser Herr Biddle gemeint hat? Um seine Meinung zu erfahren müsste man wohl mehr von ihm erfahren, eventuell weiteren Schriftverkehr usw.

Eines auf jedenfall sollte jedem klar sein. Vorbereitungen auf eine polnische Bundesgartenschau waren nicht gemeint. Es war ernst.

Bei einer solchen Übersetzung von "Dokumentenfälschung" zu sprechen diskreditiert Dich selber.

Winken
Armin
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schwarzermai
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BeitragBeitrags-Nr.: 188403 | Verfasst am: 14.09.2010 - 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

Armin hat Folgendes geschrieben:


Auf "Kriegsfuss" zu sein heißt doch eine Auseinandersetzung zu suchen

Winken
Armin




aus Kindheitstagen und Indianerliteratur weiß ich, "auf Kriegsfuß sein" bedeutet nichts anderes als im Krieg zu sein Idee
Gruss aus dem Tipi an der Havel von tashunka-knusprig gebraten Winken

upps .... Karl May, ein rechter Dokumentenfälscher und Ossi noch dazu....
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Armin
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BeitragBeitrags-Nr.: 188405 | Verfasst am: 14.09.2010 - 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

schwarzermai hat Folgendes geschrieben:
aus Kindheitstagen und Indianerliteratur weiß ich, "auf Kriegsfuß sein" bedeutet nichts anderes als im Krieg zu sein


Hugh, Du hast recht.
Ich erinnere mich an Palaver in meiner Kindheit, wo dies am Lagerfeuer so erzählt wurde.

Winken
Viele Grüße
Der mit dem Staubsauger tanzt
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 188407 | Verfasst am: 14.09.2010 - 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Rechten mal wieder beim Dokumente verfälschen.
(---)
"war footing" heißt aber Kriegszustand, und nicht "Kriegsfuss", das was völlig anderes bedeutet.

Wer Dokumente fälscht, gesteht damit die schwäche seiner Argumentation ein.



Eristische Dialektik oder Die Kunst, Recht zu behalten Zwinkern
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 188408 | Verfasst am: 14.09.2010 - 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

Katukov hat Folgendes geschrieben:
[
8 Tage zuvor wurde nach einer Gewaltdrohung, die Resttschechei militärisch besetzt.
Einen Tag zuvor, fordert Ribbentrop die Rückgabe von Danzig, am selben Tag marschiert die Wehrmacht ins Memelland ein.

Kommt dir nicht in den Sinn, das man damit demonstrieren wollte, dass man sich nicht ebenso erpressen und schlucken lässt?

Warum reißt du die Dinge so aus dem Zusammenhang?


Worum es Polen tatsächlich ging belegt ganz klar die massive antideutsche Kriegspropaganda in den Monaten vor Kriegsbeginn, wie u. a. in den o.g. Aussagen und Zeitungszitaten unschwer nachzulesen.

Und natürlich wird sich nur das rausgesucht, was möglicherweise passen könnte. Wobei das Memelland als Bsp. nicht taugt, denn die WH marschierte nicht in dieses ehemalige Gebiet Ostpreussens ein, was in Deinem Duktus wohl eine Besetzung bedeuten soll, sondern es wurde sowohl aufgrund einer Volksabstimmung mit überdeutlicher Zustimmung der Memelländer zum Wiederanschluß an das Reich und entsprechender diplomatischer Schritte Litauens territorial angegliedert, was ein ganz normaler politischer Vorgang war, auch seitens der europäischen Politik akzeptiert wurde und Polen weder tangierte noch auf deutsch gesagt die Bohne zu interessieren hatte, denn dieses Gebiet war bis Ende des 1.WK deutsch.

Und ja, Deutschland war 1939 in die Resttschechei einmarschiert, nachdem sich Polen schon Ende 1938 in diesem Land "bedient" hatte und auch Ungarn Gebietsansprüche stellte. Und nachdem am 9.März tschechische Truppen ihrerseits die autonome Slowakei besetzt hatten.

Wenn schon, dann sollte man auch hier das Gesamtpaket betrachten, alle Fakten benennen und nicht nur das, was in Deinen DDR-Gechichtsbüchern stand.
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Katukov
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BeitragBeitrags-Nr.: 188410 | Verfasst am: 14.09.2010 - 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

PIV hat Folgendes geschrieben:
"Die Polen haben das letzte Gefühl für Maß und Größe verloren. Jeder Ausländer, der in Polen die neuen Landkarten betrachtet, worauf ein großer Teil Deutschlands bis in die Nähe von Berlin, weiter Böhmen, Mähren, Slowakei und ein riesiger Teil Rußlands in der überaus reichen Phantasie der Polen bereits annektiert sind, muss denken, daß Polen eine riesige Irrenanstalt geworden ist."
Ward Hermans, flämischer Schriftsteller, 3.8.39


Geile Quelle. Ein belgischer Rechter, der für seine Pro-Nazi-Einstellung bekannt war.
http://en.wikipedia.org/wiki/Ward_Hermans

Das grenzt auch schon Dokumentenfälschung, wenn man ihn hier scheinbar als unparteiischen Schriftsteller darstellt.
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