Kritik an den Nürnberger "Prozessen"
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BeitragBeitrags-Nr.: 59165 | Verfasst am: 15.05.2005 - 12:04    Titel: Kritik an den Nürnberger "Prozessen" Antworten mit Zitat

Zum Nürnberger "Prozess":
- Schon der Name des Tribunals war irreführend: IMT=Internationales Militär Tribunal. Das Tribunal war weder international, noch war es ein Militärtribunal. Lediglich die Sowjets schickten Militärrichter. International wäre es gewesen, wenn neutrale Länder Richter geschickt hätten, die dann über die Schuld aller Beteiligten geurteilt hätten. Allein die Anwesenheit sowjetischer "Rechtsexperten" spricht dafür, dass dieser Prozess ein reiner Schauprozess war, um der geplanten Hinrichtung/Einkerkerung der deutschen Reichsführung den Anschein von Legalität zu geben!
- Das beste Beispiel, dass dieser Prozess ein Schauprozess war, ist Katyn und andere Sowjetverbrechen, die den Deutschen angelastet wurden, ohne das sie sich wirksam gegen diese Vorwürfe wehren konnten.
-Ein weiteres Beispiel ist der Verstoß gegen den Justizgrundsatz: "Keine Strafe ohne Gesetz".Viele der "Verbrechen" für die die Deutschen verurteilt worden sind, gab es 1939 noch gar nicht und wurden nachträglich eingeführt!!
- Noch ein Beispiel ist die Position der Sowjets: Während der deutsche Angriffskrieg auf Polen als "Verbrechen gegen den Frieden" beurteilt wurde, wurde der sowjetische Angriff auf das selbe Land und Finnland gar nicht erwähnt, bzw. einfach ausgelassen. Die Tatsache, dass die UdSSR weder die HLOK anerkannte, noch die Genfer Konvention unterschrieben hat, was ohne Zweifel zur Steigerung der Greul im deutsch-sowjetischen Krieg beigetragen hat, wurde ignoriert.
- Akten, die die deutschen Angeklagten irgendwie entlastet hätte, besonders im Falle eines gewissen Massakers an ca. 4000 polnischen Offizieren in der Nähe von Katyn/Smolensk, wurden vom Gericht abgewiesen, stattdessen tauchen viele Akten auf, die die deutsche Schuld zementieren sollte.Weiterhin gab es erpresste Geständnisse(Bestes Beispiel: Angebliche Gaskammern in den reichsdeutschen KZ, z. B Dachau, an die heute kein Mensch mehr glaubt!) und Falschaussagen über Greulverbrechen, die es nur in der Propaganda gab und die längst widerlegt wurden, z.B. "Seife aus Menschenfett", präsentiert vom sowjetischen "Ankläger und Völkerrechtler" Rudenko, einem Verbrecher, der schon in den Revolutionszeiten für die Tscheka (Der erste sowjetische Geheimdienst)hunderte ermordete und 1953 den Workuta-Aufstand( Workuta= größtes sowjetischen "Arbeitslager"(sprich Vernichtungslager),in dem schätzungsweise 3 Millionen Menschen zu Tode geschunden, erschossen, verhungert oder erfroren sind!)mit mehreren tausend Opfern niederschlug!
-Erwiesene Tatsachen, wie die Angebote der deutschen Führung, eine Rüstungsbeschränkung druchzuführen, kamen überhaupt nicht zur Sprache. Ebensowenig wurden wurde von den Sowjets die Angriffsvorbereitungen auf das deutsche Reich/ bzw. Ost- und Mitteleuropa geleugnet, so wie die polnischen Misshandlungen der ca. 10 Millionen Deutschen, Litauer, Ukrainer, Weißrussen, Tschechen und Kaschuben, ein Gewaltakt, der maßgeblich zur Eskalation des deutsch-polnischen Konflikts von 1939 beigetragen hat!

Die unterdrückten Dokumente

In seinem Werk „Die Nürnberger Geschichtsentstellung“ (Tübingen 1970, 2. Auflage) hat der Historiker Gerhard Bennecke überzeugend belegt, dass Nürnberg der Aufrechterhaltung des von den Siegern geprägten Geschichtsbildes gedient hat.

Die wichtigsten Dokumente der deutschen Außenpolitik seien vom Nürnberger Tribunal „wegen Unerheblichkeit“ als beweise abgelehnt worden. Brennecke nennt folgende Beispiele: Als „unerheblich“ wurden vom Gerichtshof abgelehnt „Urkunden, die zur Unterstützung der Behauptung verwertet werden sollten, dass der Versailler Vertrag von Deutschland nicht gebrochen wurde, sondern das das Deutsche Reich nicht mehr daran gebunden war“.(offizielle IMT-Veröffentlichungen, Band IX, Seite 11). Auch das Deutsche Weißbuch „Bolschewistische Verbrechen gegen Kriegsrecht und Menschlichkeit“ mit einer Fülle von Dokumenten betrachtete der Gerichtshof – wie bereits dargelegt auf Rudenkos Initiative - als „unerheblich (IMT, IX, S.758). Die Dokumente des zweiten Deutschen Weißbuches zur „Britischen Aufrüstung und Hetze gegen Deutschland“ vom September 1938 bis Juli 1939 bezeichnete die Anklagebehörde als „unerheblich“ (IMT X, S. 504). Sie wurden vom Gerichtshof abgelehnt (IMT X, S. 525). Die in den Deutschen Weißbüchern Br. 5 bis 7 enthaltenen Generalstabsdokumente des französischen Generalstabes (Verletzung belgischer Neutralität durch England und Frankreich) sollten abgelehnt werden, „weil wir die Diskussion darüber als Zeitverschwendung ansehen“ (IMT X, S. 514). Die Deutschen Weißbücher mit Generalstabsdokumenten der Alliierten im bezug auf den Balkan waren nach Meinung des französischen Anklägers „ganz unerheblich“(IMT X, S. 514). Sie wurden vom Gerichtshof abgelehnt(IMT X, S. 525). Die Dokumente des Deutschen Weißbuches Nr. 3 über die Kriegspolitik der USA wurden abgelehnt (IMT X, S. 526). Ebenso für „unerheblich“ befand der Gerichtshof die beim Genfer Roten Kreuz abgelieferten Deutschen Weißbücher (IMT IX, Seite 360)

Während alle Dokumenten- bzw. Pseudodokumentensammlungen der Alliierten als „erheblich“ in das Tribunal einfließen konnten, waren durch diese Entscheidungen des Gerichts praktisch alle Akten der deutschen Seite, die Schuldanteile der Alliierten belegten, ausgeschlossen. Brennecke schlussfolgert: „Es besteht eine auffallende Übereinstimmung mit der Methode, bestimmte Tatsachen und Dokumente zu verschweigen, um dadurch ein politisch gewolltes Bild von den Ereignissen und Handlungen der damaligen Politiker und Soldaten zu schaffen. Wo diese einseitige, in der Politik als Propaganda bezeichnete Methode nicht ausreichend erscheint, wird, wie in Nürnberg, auf zweifelhafte und zum Teil sogar gefälschte Unterlage zurückgegriffen.

Der bereits erwähnte amerikanische Richter Wennersturm bestätigte die massive Beeinträchtigung der Verteidigung in Nürnberg:
Die Anklage tat ihr Äußerstes, um es in jeder Weise der Verteidigung unmöglich zu machen, ihren Fall vorzubereiten und Bewiese herbeizuschaffen
In seinem Buch „Auch Du warst dabei“ (Göttingen 1959) deckte der ehemalige deutsche Diplomat Peter Kleist die zweifelhaften Methoden der Nürnberger Wahrheitsfindung wie folgt auf:
Es gibt kaum einen Grundsatz des Rechts, der in Nürnberg nicht mit den Füßen getreten wurde: Keine Strafe ohne Gesetz – Tat unter Befehl oder Zwang ist straffrei - niemand darf seinem Richter entzogen werden – niemand darf für die taten anderer zur Rechenschaft gezogen werden – das alles war Recht von gestern, das alles galt nach der bedingungslosen Kapitulation nicht mehr für die Richter von Nürnberg.

Man habe beim IMT Zeugen auftreten sehen, die in langer Haft entsprechend „bearbeitet“, die unter Androhung der Auslieferung an die Sowjets zum Meineid erpresst, die zu Angeklagten gemacht worden seien, sobald sie es gewagt hätten, eine Aussage zu machen, die nicht dem Konzept der Anklage entsprochen habe. Kleist weiter:
Verteidiger, die gegen Rechtsbruch protestierten, wurden in haft genommen. Dokumente, die die Verteidigung verlangte, verschwanden, und viele Tonnenlasten von Urkundenmaterial, die die Anklage mit einem Riesenstab von Mitarbeitern nach jedem belastenden Wort durchforscht hatte, nahmen ihren Weg nach Übersee und fielen zur Klärung der Wahrheit aus.

Quelle: Terror-Tribunal – Die Nürnberger „Rechtsprechung“ der Sieger 1945/46 von Shigetoshi Wakaki

Die gefälschten Dokumente:

Hitlers Rede vom 22.August 1939

Bemerkenswert ist nun, dass die Rede Hitlers in einigen der Niederschriften in vulgärer Weise und mit der Erwähnung weitgestreckter Kriegsziele aufgeschrieben worden ist, während sie in anderen in nüchterner und sachlicher Weise ihren Ausdruck findet, vor allem ohne die Zitate, die von Hitlers Kriegsabsichten gegen Frankreich, England und gegen die Sowjetunion berichten. Damit bleibt offen, welche Niederschriften stimmen. Es kann sein, dass die einen Protokollanten Wichtiges verschweigen, um es zu verschleiern. Es kann auch sein, dass die anderen die Rede so ergänzen und frisieren, dass die Niederschriften eindeutigere „Beweise“ der weitgestreckten Kriegsabsichten Hitlers und der deutschen Generale liefern. Wenn die „scharfen“ Versionen der Redeniederschriften Falsches Wiedergeben, wäre das fatal, denn sie und nur sie sind in die Geschichtsschreibung eingegangen. Sie prägen seit den Nürnberger Prozessen das Bild, das man sich in Deutschland und in der Welt von der frühen Mitwisserschaft der deutschen Generalität macht. So ist es für den Beweis der Komplizenschaft der generale oder für ihre Entlastung nun entscheidender Bedeutung, was Adolf Hitler an diesem 22.August 1939 denn nun wirklich sagt.
Der Vergleich der Niederschriften ist wie ein Stück aus einem Kriminalroman. Die sieben Protokolle der Obersalzberg-Rede verschwinden 1939 in den diversen Akten und tauchen bei den Nürnberger Prozessen 1945 als „Beweise“ wieder auf.
Als erstes legt die Nürnberger Anklagebehörde ein angebliches Originaldokument vor, das die Hitler-Ausführungen in besonders brutalen, vulgären und grotesken Formulierungen wiedergibt. Das „Dokument“ wird dem US-Ankläger Alderman von einem amerikanischen Journalisten zugespielt. Es wird in die Verhandlung eingeführt, dann aber gleich als Beweisstück abgelehnt. Zu offensichtlich ist die Fälschung. Diese vom Gericht nicht anerkannte Falsch-Version glänzt mit Zitaten und Schilderungen wie:
Entschluss zum Angriff auf Polen im Frühling. … Ich lasse jeden füsilieren, der auch nur ein Wort der Kritik äußert. … Das Kriegsziel ist nicht das Erreichen von bestimmten Linien, sondern die physische Vernichtung des Gegners. … Polen wird entvölkert und mit Deutschen besiedelt. … Nach Stalins Tod zerbrechen wir die Sowjetunion. Dann dämmert die deutsche Erdherrschaft herauf.“ Nach der Falschversion setzt Hitler fort: „Ich habe nur Sorge, dass mir Chamberlain oder irgend so ein anderer Saukerl im letzten Moment mit Vorschlägen und Umfallen kommt. Er fliegt die Treppe herunter. Und wenn ich ihm persönlich vor den Augen aller Photographen in den Bauch treten muss. …Ob die Welt das glaubt, ist mir scheißegal. .. Die Bürger Westeuropas müssen vor Entsetzen erbeben. … Die Rede wurde mit Begeisterung aufgenommen. Göring stieg auf den Tisch. Blutrünstiger Dank und blutrünstiges versprechen. Er tanzt wie ein Wilder herum“[IMT Dokument 03-L/US-28]
Soweit die erste Falschversion.

Das nächste Protokoll dieser Hitler-Rede, das der Gerichtshof als beweis heranzieht, ist ein zweiteiliges Dokument [IMT Dokumente 798-PS/US-29(erste Redehälfte) und 1014-PS/US-30(zweite Redehälfte)] Es hat weder Kopf noch Datum, kein Aktenzeichen, keine Tagebuchnummer, keinen Geheimvermerk und es trägt auch keine Unterschrift. Bei Gericht kann niemand mehr sagen, wer es verfasst hat und woher es stammt. [IMT Verhandlungen, Band XIV, Seite 55] Später wiedersprechen sich die Anklagevertreter sogar mit zwei verschiedenen Herkunftsorten. Der Verteidiger des Großadmirals Raeder, Dr. Siemers, macht – so ist es in den Gerichtsakten von Nürnberg nachzulesen – das Militärtribunal darauf aufmerksam, dass die erste Hälfte dieses neuen Dokumentes auf dem selben Papier und mit der selben Schreibmaschine geschrieben worden ist, wie die erste, von den Anklägern bereits zurückgezogene Falsch-Version [IMT Verhandlungen, Band XIV, Seite 55]
Das Gericht lässt das jedoch nicht als Zweifel an der Zuverlässigkeit und der Echtheit des Dokuments gelten und beharrt auf der Beweiskraft des Papiers.

Das Brisante an diesem zweiten Dokument sind, wie beim ersten, die zynischen Aussagen und Redewendungen – angeblich aus dem Munde Hitlers -, die, wenn sie denn so gesprochen worden sind, die zuhörende Generalität aufs Schwerste kompromittieren. Die zweite Version ist heute in allen maßgeblichen Geschichtswerken und Dokumentenbände Deutschlands nachgedruckt. Schulgeschichts- und Gemeinschaftskundebücher vermitteln Schülerinnen und Schüler mit den markigsten Zitaten aus diesem „Dokument“, dass Hitler Krieg um jeden Preis mit Polen wollte, und das die deutsche Generalität dies schweigend und billigend so hingenommen hat.

Im Archiv der Hitler-Reden des Archivdirektors Dr.Max Domarus wird diese zweite Version als die wortgetreueste Wiedergabe jener Rede dargestellt und mit vollem Wortlaut abgedruckt. Domarus kommentiert das so:
„An der Echtheit ist nicht zu zweifeln, da über diese Rede zwei weitere Niederschriften existieren: die Aufzeichnung des Generaladmirals Boehm und der Tagebucheintrag von Generaloberst Halder“[Domarus, Band 2, Seite 1233]
Hier irrt Domarus, denn gerade Generaladmiral Boehm hat diese zweite Version durch Vergleiche mit seinem eigenen Protokoll als Fälschung bloßgestellt. Generaladmiral Boehm ist am 22.August 1939 auf dem Obersalzberg einer der Zuhörer Adolf Hitlers. Er schreibt diese Rede stichwortartig mit und hält die Kernaussagen Hitlers dabei in ihrem Wortlaut fest. Noch am gleichen Abend fertigt er aus den Notizen sein Protokoll, das in der Erwähnungsreihenfolge dieses Buches die Nummer drei ist. Boehm gibt das Protokoll an seinen Vorgesetzten Raeder. Der ließt es, bestätigt es als richtig und zeichnet das Papier ab. Als Raeder sechseinhalb Jahre später, am 16. Mai 1946 in Nürnberg mit der zweiten Version der besagten Hitler-Rede konfrontiert wird, sagt er sofort, dass viele Formulierungen in diesem „Protokoll“ nicht stimmen. Worte – so Raeder – wie „Vernichtung Polens im Vordergrund. Ziel ist die Beseitigung der lebendigen Kräfte, nicht die Erreichung einer bestimmten Linie“ oder „Herz verschließen gegen Mitleid, brutales Vorgehen“ seien nicht gefallen [IMT-Verhandlungen, Band XIV, Seite 56] Er macht geltend, dass sich die deutschen Oberbefehlshaber die Erwähnung eines solchen Kriegsziels bei Kriegsbeginn nicht hätten gefallen lassen. Raeder ersinnt sich des Boehm-Protokolls und verlangt, den Generaladmiral als zeugen zu vernehmen. Der Anwalt Raeder, Dr. Siemers, stellt den Antrag, Boehm als zeugen vorzuladen. Die Richter lehnen ab. Daraufhin vernimmt Dr. Siemers Boehm, fertigt eine Vernehmungsniederschrift und lässt den Generaladmiral eine eidesstattliche Erklärung abgeben. Beides, Vernehmungsniederschrift und Erklärung legt Siemers dann dem Nürnberger Gericht als Entlastungsdokument „Raeder Nr.129“ vor [Siemers, Dokumentenbuch VI, Seite 3 ff] Interessant ist nun, dass Boehms Anhörung zwar im Verhandlungsprotokoll des Gerichts mit Tag, Verhandlungsgegenstand und Dokumentennummer aufgeführt ist, im Dokumentenband des IMT aber nicht erscheint. Sie fehlt. Die Nürnberger Richter haben es vermieden, die Demontage ihrer „Schlüsselrede“ als Beweisstück aktenkundig mit zu überliefern. Die sehr aufschlussreiche Anhörung des Generaladmirals ist jedoch im Nachlass des Raeder-Verteidigers Dr. Siemers vollständig erhalten. Es lohnt sich, sie zu lesen.
Boehm vergleicht die von Raeder angezweifelte zweite Version mit seiner eigenen Niederschrift und gibt zu Protokoll:
Ich erkläre unter Eid, dass die nachfolgendend aufgeführten Redewendungen in diesen Dokumenten von Hitler bei seiner Rede teils überhaupt nicht, teils in anderer Form und in anderem Sinne gebraucht worden sind“.
Dann geht er Stück für Stück die brisanten Stellen in dem angezweifelten „Beweisstück“ durch. Die angeblichen Hitler-Zitate sind im folgenden mit „2. Versionen“ eingeleitet, die Aussagen des Zeugen mit „Boehm“[Siemers, Dokumentenbuch VI, Seiten 3-10, Dokument Raeder-129].
2. Version: „Ich fasste den Entschluss bereits im Frühjahr, dachte aber, dass ich mich zunächst in einigen Jahren gegen den Westen wenden würde und dann erst gegen den Osten.“
Boehm: In Sonderheit ist die Redewendung, dass Hitler sich zunächst gegen den Westen wenden würde, was also eine Angriffsabsicht gegen die Westmächte ausgedrückt hätte, auf keinen Fall gebraucht worden

2. Version: „Ich wollte zunächst mit Polen ein tragbares Verhältnis herstellen, um zunächst gegen den Westen zu kämpfen.“
Boehm: „Der Satz ist nicht gebraucht worden. Es gilt das gleiche, wie vorher ausgeführt, dass Hitler auf keinen Fall eine Absicht, gegen den Westen kämpfen zu wollen, zum Ausdruck gebracht hat.“

2. Version: „Wir haben nichts zu verlieren, nur zu gewinnen.“
Boehm: „Der Satz wurde nicht gebraucht.“

2. Version: „Die Gegner haben nicht mit meiner großen Entschlusskraft gerechnet. Unsere Gegner sind kleine Würmchen. Ich sah sie in München“
Boehm: „Beide Sätze, besonders die Beurteilung der Gegner, sind nicht gebraucht worden.“

2. Version: „Ich habe nur Angst, dass mir im letzten Moment irgendein Schweinehund einen Vermittlungsvorschlag vorlegt. Die politische Zielsetzung geht weiter. Anfang zur Zerstörung der Vormachtsstellung Englands ist gemacht.“
Boehm: „Weder der Satz hinsichtlich des Vermittlungsvorschlages, noch besonders hinsichtlich der Zerstörung der Vormachtsstellung Englands ist gesprochen worden. Es sind glatte Erfindungen, ebenso wie das Wort „Schweinehund“.“

2. Version: „Vernichtung Polens im Vordergrund. Ziel ist die Beseitigung der lebendigen Kräfte, nicht die Erreichung einer bestimmten Linie“.
Boehm: „Es ist nie von der Vernichtung Polens oder der Beseitigung der lebendigen Kräfte des polnischen Volkes als solchem gesprochen worden, sondern stets nur von dem Zerbrechen der militärischen Kräfte.“

2. Version: „Restlose Zertrümmerung Polens ist das militärische Ziel“.
Boehme: „Der Satz ist bestimmt nicht gesprochen worden.“

2. Version: „Herz verschließen gegen Mitleid“ – „Brutales Vorgehen“.
Boehme: „Es ist nie in der Rede Hitlers ein brutales Vorgehen gefordert worden. Die Aufforderung zur Härte bezog sich in Wortlaut und Sinn auf die Führung des Kampfes ebenso gegen die feindliche Wehrmacht, wie im Einsatz der eigenen Truppe zur schnellsten Beendigung des Konflikts.“

2. Version: „neue deutsche Grenzführung nach gesunden Gesichtspunkten, eventuell Protektorat als Vorgelände.“
Boehme: „Es ist nur von einer späteren neuen Grenzzeihung, nicht von einem Protektorat gesprochen worden“.

Der Generaladmiral schließt seine eidesstaatliche Erklärung vor dem Anwalt des Großadmirals Raeder, Dr. Siemens, mit der zusammengefassten Bemerkung, dass er die „besonders belastenden Stellen für nachträgliche Zusätze oder Irrtümer hält“.

Boehmes Protokoll:
Von Plänen Hitlers, selber später Frankreich oder England anzugreifen, von der „restlosen Zertrümmerung Polens“ oder gar von einer „deutschen Erdherrschaft“(in 1.Version) ist bei Boehm nicht ein einziges Wort zu lesen.

Von besonderer Bedeutung ist der kolportierte Hitler-Ausspruch aus jener zweiten Version, von der nicht bekannt ist, wer sie geschrieben hat:
„Ich habe nur Angst, dass mir noch im letzten Moment irgendein Scheinehund einen Vermittlungsplan vorlegt.“
Dieses Zitat geistert bis heute durch die Schulgeschichts- und Gemeinschaftskundebücher, belegt es doch, dass Hitler nun Krieg um jeden Preis mit Polen will und an einer Lösung der Korridor- und Danzig-Frage nicht mehr interessiert ist. In der ersten Falsch-Version heißt der „Scheinehund“ noch „Saukerl“. Weder bei Boehm, noch bei Halder oder Greiner(5.Version) ist dieser folgenschwere Satz zu finden.
Auch Generalfeldmarschall von Manstein, Zuhörer dieser Hitler-Rede, schreibt später, dass Hitler viele der ihm zugesprochenen Redewendungen damals nicht gebraucht hat
[v. Manstein, S.19] Großadmiral Raeder sagt in Nürnberg aus:
Die Worte sind nach meiner Erinnerung bestimmt nicht gefallen. Der Führer pflegte solche Ausdrücke in Ansprachen, die er an die Generale hielt, nicht zu gebrauchen“ [IMT Verhandlungen, Band XIV, Seite 59] Gleiches bestätigt Generalfeldmarschall Keitel [Keitel, Seite 247]

Quelle: 1939 - Der Krieg, der viele Väter hatte
von Gerd Schultze-Rhonhof

Schweizer Zusammenfassung der Einwände

"War es ein faires Verfahren?" fragte das Schweizer historische Magazin "Geschichte" in seiner Ausgabe September/Oktober 1977. Der Geschichtsforscher und Publizist Fritz Hartmann fasste hier Einwände gegen das Tribunal zusammen:

„Das Statut des Nürnberger Gerichts legt ausdrücklich fest, dass nur die Hauptkriegsverbrecher der Achse vor dem internationalen Militär Tribunal abgeurteilt und bestraft werden sollte. Gewisse Handlungen waren nur dann Verbrechen, wenn sie von Deutschen begangen worden waren. Die Alliierten, die beispielsweise für die Vorgänge um Dresden und Hiroschima verantwortlich waren, erschienen nicht vor den Schranken des Gerichts, denn sie gehörten der Siegerpartei an und wurden für ihre Heldentaten in der Öffentlichkeit gefeiert. „Wehe den Besiegten“. Noch während der Vorbereitung des Prozesses ermordeten Briten unzählige Kosaken bei Linz in Österreich, weil die Sowjets am 23. Mai 1945 mit den Briten die Auslieferung vereinbart hatten und sie in die Berge zu fliegen versuchten. Von den Ausgelieferten sind nur wenige lebend aus Sibirien herausgekommen.“

Der im deutsche Recht unbekannte Tatbestand der Verschwörung, der sich laut Anklageschrift auf den Zeitraum von 1920 bis 1945 erstreckte, wurde in die Anklage mit einbezogen, um einige der deutschen Persönlichkeiten sicher verurteilen zu können, wie sich Jackson in bezug auf Dr. Schacht unumwunden äußerte. Der berechtigte Einwand von Dr. Stahmer, dem Verteidiger von Göring, dass sich ein Diktator nicht mit seinen Gefolgsleuten verschwört, sondern diktiert, blieb vom Gericht unberücksichtigt.

Am umstrittensten sei die Anklage wegen „Vorbereitung und Durchführung eines Angriffskrieges“ gewesen, weil jeder kriegführende Staat behaupte, dass er angegriffen worden sei. Wer aber wolle letzten Endes darüber zu Gericht sitzen. Hartmann weiter: „Bis zum heutigen Tage gibt es noch keine völkerrechtliche allgemeingültige Definition des Begriffen „Angriffskrieg“. Jeder an einem Angriffskrieg Beteiligte müsste folgerichtig angeklagt werden, was unmöglich erscheint. Dann müsste nämlich jeder Teilnehmer von seiner Regierung auch den Beweis für das Nichtvorliegen eines Angriffskrieges verlangen können, was das Grundprinzip des Befehls und Gehorsams ad absurdum führen würde.“

Besonders die USA hätten mit dem Strafbestand „Angriffskrieg“ der Weltöffentlichkeit zeigen wollen, dass die gesamte deutsche Kriegsführung illegal gewesen sei, um so „gewisse Maßnahmen“ Roosevelts völkerrechtlich rechtfertigen zu können.

Historiker Hartmann führt weiter aus: „Um den Anklagepunkt „Verbrechen gegen den Frieden“ rechtlich untermauern zu können, stützte sich die Anklage immer wieder auf den im Jahre 1928 abgeschlossenen und von Deutschland unterzeichneten Briand-Kellogg-Pakt, der den Krieg als Mittel für die Lösung internationaler Streitfälle verurteilte. Er sah jedoch weder für den einzelnen Staat noch für seine Politiker eine strafrechtliche Verantwortung vor. Nur so ist verständlich, dass bis 1945 trotz wiederholter Verletzung dieser Abmachung niemand seine Handlungen rechtfertigen musste.

Der seinerzeitige US-Außenminister Kellogg, nach dem und seinem französischen Amtskollegen Briand bewusster Pakt benannt worden ist, habe die Wirksamkeit der vertraglichen Regelung mit einer verbindlichen Erklärung des folgenden Wortlauts ausdrücklich eingeschränkt: „Das Recht der Verteidigung gehört zum Wesen der Souveränität und ist bei jedem vertrag vorausgesetzt. Jeder Staat ist ganz allein dazu berufen zu entscheiden, ob die Verhältnisse so liegen, dass er aus Gründen der Verteidigung zum Krieg schreiten muss." Anzumerken bleibe, ergänzt Hartmann, dass sich die Regierungen Frankreichs und Großbritanniens bei ihren Kriegserklärungen an Deutschland 1939 mit keinem Wort auf den Kriegsächtungspakt von 1928 berufen hätten, welcher im Nürnberger Verfahren zu einem Dreh- und Anklagepunkt gemacht worden ist.
„Zu den Anklagepunkten der „Verschwörung gegen den Frieden“ und des „Verbrechens gegen den Frieden“ wurden vier Dokumente von zweifelhaftem beweiswert vorgelegt, die als „Schlüsseldokumente“ in die Geschichte eingegangen sind, heißt es im schweizerischen Magazin 1977 weiter. Als Beispiel wird das sogenannte „Hoßbach-Protokoll“ vom 5. November 1937 erwähnt, welches vom Nürnberger Gericht als überragend wichtig für die „deutsche Verschwörung zum Angriffskrieg“ gewertet worden ist. Es handelt sich um ein offiziell nicht autorisiertes, fünf Tage nach der Konferenz angefertigtes Gedächtnisprotokoll von Oberst Hoßbach über eine führender Männer des Deutschen Reiches (Hitler, Göring, von Blomberg, von Neurath, Raeder und von Fritsch). Hartmann:
Im Nürnberger Gerichtsurteil wurde wahrheitswidrig behauptet, dass diese Niederschrift in den Archiven der deutschen Regierung aufbewahrt und dort erbeutet worden sei. Tatsache jedoch ist, dass dieses „Schlüsseldokument“ Ende 1943 von Oberst Graf von Kirchbach bei den nach Liegnitz ausgelagerten Akten des Oberbefehlshabers des Heeres vorgefunden wurde. Eine von ihm angefertigte Schreibmaschinenabschrift übergab er einem verwandten zur Aufbewahrung. Dem Gerichtshof lag nur eine beglaubigte Fotokopie einer Abschrift des nicht aufgefundenen Originals vor“.
Gleichwohl wurde dieses zweifelhafte Beweisstück, dass in keinem Rechtsstaat der Welt vor Gericht als entscheidende Indiz für die Verurteilung eines Angeklagten, und dann noch zum Tode, akzeptiert werden würde, beim Nürnberger Tribunal als „eines der eindrucksvollsten und aufschlussreichsten aller dieser Dokumente“ bewertet, die Angeklagte an den Galgen brachte.

Historiker Hartmann fährt in seiner Abhandlung über die Frage, ob Nürnberg ein faires Verfahren gewesen sei, fort:
„Ein alter Rechtsgrundsatz besagt, dass nur bestraft werden darf, wer gegen ein zurzeit seiner tat bereits bestehendes Gesetz verstoßen hat, dass ihm Strafe androht. „Nullum crimen sine lege!“ Die Tatbestände „Verschwörung gegen den Frieden“ und „Verbrechen gegen den Frieden“ wurden erst nachträglich unter Strafe gestellt. Auch die „Kriegsverbrechen“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ waren völkerrechtlich wohl untersagt, aber nach internationalem Recht nicht mit Strafe belegt, die jedoch in den meisten Fällen aufgrund nationaler Gesetzte mit Todes- und Freiheitsstrafe geahndet werden konnte.“

Weitere Aspekte, die im Beitrag des schweizerischen Geschichtsmagazins erwähnt wurden:
„Der Gerichtshof war gemäß dem Londoner Statut an Beweisregeln nicht gebunden. Die Angeklagten mussten ihre Unschuld selbst beweisen, was praktisch nicht durchführbar war, da das Gericht entschied, welche Urkunden, Dokumente und Zeugen zulässig waren. Aus mehreren tausend Tonnen Aktenmaterial, das die Anklagebehörde prüfte, wurden nur Belastungsdokumente dem Gericht vorgelegt und die Verteidigung zugänglich gemacht… Zahlreiches Entlastungsmaterial, dass die Alliierten zum Teil belastet hätten, war plötzlich verschwunden, wodurch der Dokumentenbeweis weitgehend einseitig geprägt und der Prozess in unfaire Bahnen gelenkt wurde. Unzählige Verteidigungsdokumente wurden mit der Begründung der „Unerheblichkeit“ oder „Zeitverschwendung“ abgelehnt“.

Die Deutschen hätten nicht auf gleiche oder ähnliche Taten der Gegenseite verweisen dürfen. Nur im Falle der U-Boot-Kriegsführung sei es dem Verteidiger von Dönitz gelungen, dieses Verbot zu umgehen, so dass sie vom IMT schließlich auch nicht verurteilt wurde. „Auch das die Schuld des Luftkrieges im Prozess von der Anklage unerwähnt blieb und das Hervorbringen durch die Verteidigung vom Gericht unterbunden wurde, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Verfahrensweise, hätte eine Behandlung dieses Themas doch den Rechtsgrundsatz „tu quoque“ auf den Plan gerufen, der die Alliierten aus wohl überlegten gründen peinlich berührt hätte.

Eine weitere Behinderung der freien Verteidigung müsse darin erblickt werden, dass die Verteidigungsdokumente zuerst der Anklagebehörde bzw. dem Gericht vorgelegt werden mussten, um festzustellen, ob sie „Beweißerheblich“ seien oder nicht. Dann seien die „erheblichen Stellen“ übersetzt worden, wobei auch Sinnentstellungen vorgekommen seien. Die Anklagedokumente seien der Verteidigung oft erst nach dem Abschluss der Sitzung und in ungenügender Zahl ausgehändigt worden, während sie der Presse schon vor den Verhandlungen in größeren Mengen zu Verfügung gestanden hätten. Im Gegensatz zu den meisten Anklagedokumenten seien die der Verteidigung nicht immer im Gerichtssaal verlesen worden, was sich auf einseitige Berichterstattung verstärkend ausgewirkt habe. Wollten die Verteidiger das gleiche Recht wie die Anklage in Anspruch nehmen, seien sie vom Gericht darauf hingewiesen worden, dass Artikel 19 des Statuts ein „schnelles verfahren“ anzuwenden sei.
„Dokumente, die bewiesen, dass der Versailler Vertrag unter Zwang abgeschlossen worden war, durften als beweismittel nicht angeboten werden, obwohl den Deutschen die Verletzung dieses Vertrages vorgeworfen wurde. Der Verteidiger von Hess, Dr. Seidl, musste sein Plädoyer auf Anordnung des Gerichts neu fassen – wohl ein einmaliger Vorgang in der Rechtsgeschichte zivilisierter Staaten-, weil es sich mit der Ungerechtigkeit und Rechtsgültigkeit des Vertrages von Versailles befasste. Die Herausgabe bedeutsamer Akten der britischen Admiralität betreffend Pläne und Vorbereitungen der Alliierten für Finnland und Skandinavien wurde verweigert. Die ausländischen Archive blieben verschlossen, was eine einseitige Beurteilung der im Prozess angeschnittenen Themen zwangsläufig begünstigen musste.“
Laut Statut hätten sich die Angeklagten selbst verteidigen dürfen, wenn sie es wünschten. Nach der Niederlegung des Mandats durch Dr.Rohrscheidt, seines ursprünglichen Verteidigers, habe sich Hess selbst verteidigen wollen, was vom Gerichtshof jedoch untersagt worden sei. Rosenberg habe zu verstehen gegeben, dass er sich mehr gegen seinen Anwalt zu verteidigen habe als gegen die Anklage. Der Rechtsbeistand des Reichsaußenministers von Ribbentrop habe über keine außenpolitischen Kenntnisse verfügt. Die Verteidigung von Bormann und den Organisationen seien vom Gerichtshof bestimmt worden. Als nachteilig habe sich erweisen, dass der Gerichtshof die Verteidiger zugelassen und ihre Honorare bezahlt habe. Durch diese Abhängigkeit seien sie Gefahr gelaufen, sofort abberufen zu werden, wenn sie sich allzu engagiert mit der Sache ihrer Klienten gemein gemacht hätten. Die Prozessunkenntnis der Verteidiger hinsichtlich des anzuwendenden angelsächsischen Rechts habe sechs Verteidiger veranlasst, ein Gesuch einzubringen, ihnen einen mit dem fremden Recht vertrauten Rechtsanwalt zur Verfügung zu stellen, was vom Gericht abgelehnt worden sei. Bei Kreuzverhören hätten sich die Verteidiger nicht vorbereiten können, da sie nicht einmal wussten, welcher Zeuge der Anklage in den Zeugenstand treten würde.
Die Verteidiger jedoch mussten ihre Zeugen rechtszeitig beantragen, die Ankläger konnten ihr Veto einlegen, und das Gericht entschied, ob dem Antrag der Verteidigung stattgegeben werden konnte. Wichtige Zeugen des Auslandes wie Churchill, Daladier, Patterson und Molotow wurden unter nicht stichhaltigen Gründen vom Gericht abgelehnt.

Zu Abschluss seiner Darlegung verweist Hartmann auf Berichte über Zeugen, die in alliierter Haft „zu bestimmten Angaben erpresst worden sein sollen“:
„Generalfeldmarschall Milch wurde von einem amerikanischen Untersuchungsbeamten gewarnt, man werde auch ihn als Kriegsverbrecher auf die Anklagebank bringen, wenn er weiterhin zugunsten von Göring und Speer aussage. So ist es auch geschehen. Weiter wird berichtet, dass der SS-Obergruppeführer Pohl, Chef des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes, vor Unterzeichnung einer eidlichen Erklärung, die den Reichswirtschaftsminister Funk schwer belastete und die wesentlich zu seiner Verteilung beitrug, misshandelt worden sei. 1948 konnte im Wilhelmstraßenprozess, in einem der 12 amerikanischen Nachfolgeprozesse, einer Niederschrift des ersten Verhörs von dem Rechtsberater im Auswärtigen Amt, Gaus, entnommen werden, dass ein amerikanischer Hilfsankläger ihm gedroht habe, ihn den Russen auszuliefern, falls er der Anklage nicht behilflich sei.

Solche Zeugen seien „ von einer so fragwürdigen Qualität“, dass ihnen in einem normalen Verfahren keine Beweiskraft zugesprochen worden wäre!

Quelle: Terror Tribunal - Die Nürnberger "Rechtssprechung" der Siegermächte 1945/46 von S.Wakaki

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BeitragBeitrags-Nr.: 59192 | Verfasst am: 15.05.2005 - 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

starker tobak,phillip!

nur:was,oder wem,soll das(was) bringen?

es war doch schon vor dem schauprozess(da schliesse ich mich an) klar wer baumelt und wer nicht.die urteile waren schon gefällt ehe die ersten angeklagten überhaupt platz genommen haben.deutschland hat diesen krieg angefangen und verloren,und zwar total,politisch wie auch militärisch.die sieger schreiben die geschichte nicht der unterlegene so ehrenvoll er auch gekämpft hat.das ist etwas was noch lange in den geschichtsbüchern stehen wird.


ansonsten:gut kopiert(wie immer)...


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BeitragBeitrags-Nr.: 59193 | Verfasst am: 15.05.2005 - 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
nur:was,oder wem,soll das(was) bringen?

Den Unwissenden,den Leuten,die die entsprechenden Bücher nicht kennen oder keine Mittel haben,sich diese zu ergattern und jedem,der sich dafür itneressiert.Wem denn sonst?

Zitat:
ansonsten:gut kopiert(wie immer)...

Es gibt da einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen aus dem Internet kopieren und aus Sachbüchern zusammenfassen Zwinkern Kennst du diesen Unterschied oder soll ich ihn näher erläutern?
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frank
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BeitragBeitrags-Nr.: 59196 | Verfasst am: 15.05.2005 - 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

dass ist das thema:

das zusammenschreiben ist genauso einseitig wie die sieger beim tribunal gehandelt haben.man sieht nur die eine seite der medaille...

Kennst du diesen Unterschied oder soll ich ihn näher erläutern?


ich bitte darum.











frank


Zuletzt bearbeitet von frank am 15.05.2005 - 20:17, insgesamt einmal bearbeitet
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Panzerlexikon
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BeitragBeitrags-Nr.: 59197 | Verfasst am: 15.05.2005 - 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ab sofort entweder inhaltiche Kritik oder nicht mehr,denn dieses Geschreibsel trägt nichts zum Thema des Thread bei!
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frank
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BeitragBeitrags-Nr.: 59206 | Verfasst am: 16.05.2005 - 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

na klasse,phillip!

Quelle: 1939 - Der Krieg, der viele Väter hatte
von Gerd Schultze-Rhonhof


besonders die seiten ab 523 spielen dir ja quasi "in die hände".
er macht im übrigen nichts anderes als du.
er kopiert aus hundertundeins büchern und stellt mehr als gewagte thesen auf,und damit lässt er einen auch allein.er begründet seine thesen nicht sondern schreibt munter weiter.phillip:das mit dem tribunal war ein fehler der sieger,ganz klar.nur das dr hat polen nun einmal angegriffen das mitunter ehrenhafte motiv(schutz der deutschen minderheit,korridor) ist zweifelsohne auch ein resultat der niederlage aus dem 1 weltkrieg.wäre der kaiser einige jahre vorher nicht so "kriegsgeil" gewesen...was wäre denn dann passiert?

im übrigen glaube ich nicht dass irgendeiner der p-a nutzer(vielleicht markus)
auch nur einen gedanken daran verschwendet dass das tribunal rechtmässig vonstatten gegangen wäre.



frank
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BeitragBeitrags-Nr.: 59214 | Verfasst am: 16.05.2005 - 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
er macht im übrigen nichts anderes als du.

Ja,er kämpft mit Schriften für die geschichtliche Wahrheit

Zitat:
er kopiert aus hundertundeins büchern und stellt mehr als gewagte thesen auf,und damit lässt er einen auch allein.er begründet seine thesen nicht sondern schreibt munter weiter.

Das ist falsch:
Er verwendet hunderte von Quellen,Bücher von anderen Historikern,Dokumente,Memoiren und Tagebuchaufzeichnungen!

Zitat:
wäre der kaiser einige jahre vorher nicht so "kriegsgeil" gewesen.

Nun,wir hatten schon ein paar Threads zur Kriegsschuldfrage des 1.Weltkrieges und wir kamen zu dem Ergebnis,dass die Hauptschuld für den Kriegsausbruch bei Russland,Serbien und Österreich-Ungarn und auch bei Frankreich lag und nicht bei Deutschland.

Zitat:
im übrigen glaube ich nicht dass irgendeiner der p-a nutzer(vielleicht markus)
auch nur einen gedanken daran verschwendet dass das tribunal rechtmässig vonstatten gegangen wäre.

Du sollst nicht glauben,sondern nachdenken.Wenn du Markus Texte im Thread "Sowjetische Angriffsplanung-Karten ansiehst,wirst du schnell merken,dass er diese "Prozesse" für gerecht hält.
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Patrick
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BeitragBeitrags-Nr.: 59226 | Verfasst am: 16.05.2005 - 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Die Nürnberger Prozesse mögen Schauprozesse gewesen sein die nur nach außen hin den Schein der gerechten Bestrafung wahren sollten.

Der Punkt ist dass trotz aller verfahrens- straf- und völkerrechtlichen Fehler diese Prozesse erstmalig in der Geschichte den Versuch dastellten, etwas anderes mit einer besiegten Nation anzustellen als sie zu unterwerfen, auszubeuten und zu demütigen. Das mag nicht in allen Punkten gelungen sein und einiges hätte man weiß Gott anders machen können aber es sollte nicht vergessen werden welche Signalwirkung das im Rest der Welt hatte.

Die Genfer Konvention und andere völkerrechtliche Bestimmungen fußen auf der Tatsache dass man nach einem Krieg bereit war einen zivilisierteren Weg zu gehen als den, der Jahrhunderte lang praktiziert wurde und dass sich "Staatsmänner" nicht mehr länger ihrer Immunität sicher sein konnten.

Der Spiegel nannte die Prozesse einen "Glücksfall der Geschichte".
So weit würde ich nicht gehen.
Allerdings bin ich der Meinung, dass Nürnberg einer der Grundlagen für 60 Jahre Frieden in Europa darstellt. Ganz egal welche Intentionen einzelne Siegermächte mit diesen Prozessen hatten oder wer zu Recht oder Unrecht verurteilt wurde bzw. etwas zu milde bestraft (Speer).

Herzlichst Patrick
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BeitragBeitrags-Nr.: 59234 | Verfasst am: 16.05.2005 - 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

@Patrick
Zitat:
Der Punkt ist dass trotz aller verfahrens- straf- und völkerrechtlichen Fehler diese Prozesse erstmalig in der Geschichte den Versuch dastellten, etwas anderes mit einer besiegten Nation anzustellen als sie zu unterwerfen, auszubeuten und zu demütigen. Das mag nicht in allen Punkten gelungen sein und einiges hätte man weiß Gott anders machen können aber es sollte nicht vergessen werden welche Signalwirkung das im Rest der Welt hatte.

hm, war das die absicht??? hat dt. nicht reperationen zahlen müssen, auch in form von patenten, industrieanlagen, etc.??
Zitat:
Die Genfer Konvention und andere völkerrechtliche Bestimmungen fußen auf der Tatsache dass man nach einem Krieg bereit war einen zivilisierteren Weg zu gehen als den, der Jahrhunderte lang praktiziert wurde und dass sich "Staatsmänner" nicht mehr länger ihrer Immunität sicher sein konnten.

hm
was hat die genfer-konvention jetzt mit nürnberg zu tun??? und das staatsmänner nicht länger immunität genießen konnten??
Zitat:
Der Spiegel nannte die Prozesse einen "Glücksfall der Geschichte".
So weit würde ich nicht gehen.

ja der spiegel. früher dachte ich -- super blatt, möglichst objektiv, beurteilt quellen gleichmäßig usw.
tja leider stimmt davon kaum etwas bis gar nichts.
seit augstein weg ist lügt es das sich die balken biegen und rennt globalisierungs-märchen hinterher.
Zitat:
Allerdings bin ich der Meinung, dass Nürnberg einer der Grundlagen für 60 Jahre Frieden in Europa darstellt. Ganz egal welche Intentionen einzelne Siegermächte mit diesen Prozessen hatten oder wer zu Recht oder Unrecht verurteilt wurde bzw. etwas zu milde bestraft (Speer).

nürnberg hatte wohl nichts mit dem frieden in europa zu tun, aber auch gar nichts. es war nur das wissen der sowjets und usa, wie auch der anderen europäischen länder, wenn wieder in europa wieder ein krieg ausbricht--egal ob konventionel oder nuklear--ist faktisch schluß mit europa. die zerstörungen wären unermeßlich gewesen. aber sicherlich nicht nur in europa, sondern auch die usa wie die SU.

nürnberg hat ein neues rechtsempfinden in den welt gebracht, wie du oben schreibst (bei genfer konvention) und mit der gründung der uno und der ratifizierung der uno-charta tatsächlich große chancen für die schwächeren staaten der erde--sprich gerechtigkeit.
wenn nürnberg das gewesen wäre wie es bezeichnet wurde---kriegsverbrechertribunal-- also auch gericht über allierte kriegsverbrechen.
DANN hätten wir jetzt allerdings eine andere welt, dies haben aber die USA (zu allererst) wie auch die UDSSR, GB, frankreich wohlweislich verhindert.
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Patrick
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BeitragBeitrags-Nr.: 59242 | Verfasst am: 16.05.2005 - 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

@crimitan

Natürlich wurden Deutschland harte Bedingungen gestellt, aber im Vergleich zum Versailler Vertrag waren diese geradezu entgegenkommend, schließlich war auch die Option ernsthaft im Gespräch (West-)Deutschland zu einem Agrarstaat zu machen und vollkommen zu entwaffnen.

Und wie gesagt, angesichts der Praktiken die noch einige Jahrzehnte zuvor bzw. von einigen Ländern während und nach des Krieges (D & SU) in Bezug auf besiegte oder besetzte Nationen angewandt wurden, kam Deutschland (wie auch Österreich) ziemlich glimpflich davon.

Zur Genfer Konvention:
Viele der Anklagepunkte wurden extra für diesen Prozess geschaffen. Was juristisch gesehen zwar äußerst bedenklich, aber als Grundlage für die Menschenrechte sehr wohl von großem Nutzen war.

Zur Immunität:
Die Kriegsschuldfrage des ersten Weltkriegs lasse ich hier mal aussen vor, aber nach der alliierten Auffassung war die deutsche Führungsriege am Ausbruch dieses Konflikts schuld. Und was passierte mit den "Schuldigen"?
Deren Absetzung war die einzige Konsequenz aus der Niederlage.
Genauso wurde in Konflikten jahrhundertelang verfahren.
Massaker an der eigenen Bevölkerung galten als "innere Angelegenheiten" und waren kaum von öffentlichem geschweige denn internationalem Interesse. Das ist teilweise zwar heute noch so, aber wir leben schließlich in keiner perfekten Welt und der Ansatz zu völkerrechtlichen Grundsätzen beginnt damit dass Millionen Toten eben nicht nur mehr eine Statistik sind, wie Stalin zu sagen pflegte. Ob das nun mit konkreten Maßnahmen einhergeht ist natürlich wieder eine andere Geschichte.

Zum Spiegel:
Ich attestiere dem Spiegel trotz der zunehmenden Knopp-Mentalität immer noch mehr journalistische Objektivität als allen politischen Magazinen in Österreich, die alle zur selben Verlagsgruppe gehören und bei denen Objektivität nur ein Wunschtraum ist.

Und dass bei einem echten Kriegsverbrechertribunal nicht nur die Taten der Besiegten angeklagt hätten werden sollen, sondern auch die der Sieger, ist schon richtig, aber auch mit diesem erheblichen Makel waren die Prozesse der Beginn einer neuen Zusammenarbeit zwischen den Völkern und ein Grundstein unserer zivilisierten Gesellschaft.

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BeitragBeitrags-Nr.: 59264 | Verfasst am: 17.05.2005 - 06:21    Titel: Antworten mit Zitat

@Patrick
Zitat:
Natürlich wurden Deutschland harte Bedingungen gestellt, aber im Vergleich zum Versailler Vertrag waren diese geradezu entgegenkommend, schließlich war auch die Option ernsthaft im Gespräch (West-)Deutschland zu einem Agrarstaat zu machen und vollkommen zu entwaffnen.

ja der vergleich ist schon interessant. ende 1.wk machte doch der us-präsident wilson vorschläge zu einem friedensabkommen, bei diesem sollte es keinerlei reperationen, schuldzuweisungen etc. geben. auf der grundlage hat dt. dem waffenstillstand zugestimmt. danach kam versaille.

ende 2.wk gab des den morgenthau-plan (obwohl heute gesagt wird er wäre niemals umgestetzt worden), welcher den dt. widerstand erheblich verstärkt hat (ein gefundenes fressen für goebbels).

das das ganze relativ glimpflich für dt ausgegangen ist (also kein argrarstaat) hat wohl eher mit dem beginn des kalten-krieges zu tun.

Zitat:
Zur Genfer Konvention:
Viele der Anklagepunkte wurden extra für diesen Prozess geschaffen. Was juristisch gesehen zwar äußerst bedenklich, aber als Grundlage für die Menschenrechte sehr wohl von großem Nutzen war.

genfer konvention---gericht????? ich versteh im moment nicht was du meinst.

Zur Immunität:
Zitat:
Massaker an der eigenen Bevölkerung galten als "innere Angelegenheiten" und waren kaum von öffentlichem geschweige denn internationalem Interesse. Das ist teilweise zwar heute noch so, aber wir leben schließlich in keiner perfekten Welt und der Ansatz zu völkerrechtlichen Grundsätzen beginnt damit dass Millionen Toten eben nicht nur mehr eine Statistik sind, wie Stalin zu sagen pflegte. Ob das nun mit konkreten Maßnahmen einhergeht ist natürlich wieder eine andere Geschichte.

das ist auch heute noch so, wenn der diktator dem westen wirtschaftlich entgegenkommt. tut er dies nicht wird er als das bezeichnet was er ist.
und auch das nur unter der vorraussetzung, das land hat interessante bodenschätze.
beispiel kosovo. die serbische führung war ohne zweifel mörderisch, allerdings die türkische führung für die kurden auch. milosovic wurde zur verantwortung gezogen, die türkische führung nicht. dazu gibts noch haufenweise interessante andere details zum kosovokrieg, welche die serbische haltung (politisch haltung nicht das morden / unterdrücken) durchaus nachvollziehbar macht.

vor dem 2.wk noch kein entsprechendes gesetz um die verantwortlichen zu dieser zu ziehen. heute ist dieser punkt anders.

Zum Spiegel:
Zitat:
Ich attestiere dem Spiegel trotz der zunehmenden Knopp-Mentalität immer noch mehr journalistische Objektivität als allen politischen Magazinen in Österreich, die alle zur selben Verlagsgruppe gehören und bei denen Objektivität nur ein Wunschtraum ist.

hm, mag sein das in österreich die politischen magazine ein noch niedrigeres niveau haben, der spiegel hat bei manchen themen (vor allem 1. + 2.wk, globalisierung) bildzeitungsniveau erreicht wenn nicht sogar des öfteren unterschritten.
Zitat:
Und dass bei einem echten Kriegsverbrechertribunal nicht nur die Taten der Besiegten angeklagt hätten werden sollen, sondern auch die der Sieger, ist schon richtig, aber auch mit diesem erheblichen Makel waren die Prozesse der Beginn einer neuen Zusammenarbeit zwischen den Völkern und ein Grundstein unserer zivilisierten Gesellschaft.

ja
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BeitragBeitrags-Nr.: 59492 | Verfasst am: 20.05.2005 - 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich stimme in diesem Fall Crimitan zu. Theorie und Praxis waren in diesen Fallen SEHR weit von einander entfernt.

1WK:
Theorie: Nationalstaaten, deren Grenzen nach der ethnischen zusammensetzung gezogen werden, Autonomie für Mindeheiten, Völkerbund, keine Schuldzuweisungen, keine Reparationszahlungen
Praxis: Versailles, Trianon, St.Germain, Neuilly, Sevres

2WK:
Theorie: Vollkommene Zerstörung Dtl, Morgenthau-Plan
Praxis: Kalter Krieg und Marshall-Hilfe

Verglichen mit der Theorie kam Dtl in der Praxis nach dem 2wk wirklich glipflich davon, nicht aber glimpflicher, als nach dem 1WK!

Dei Gebietsverluste waren nicht kleiner, dazu Vertreibung, alles in Schutt und Asche.


Die Nürnberger Prozesse wären tatsächlich ein neuer Anfang für eine neue Welt gewesen - nur lag niemanden (also den Politikern und den Militärs) etwas daran.

Bestes Beispiel: das Tribunal in Den Haag.


mfg

alex
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BeitragBeitrags-Nr.: 59578 | Verfasst am: 21.05.2005 - 18:43    Titel: Antworten mit Zitat

Panzerlexikon hat Folgendes geschrieben:
Ab sofort entweder inhaltiche Kritik oder nicht mehr,denn dieses Geschreibsel trägt nichts zum Thema des Thread bei!


"Terror Tribunal - Die Nürnberger "Rechtssprechung" der Siegermächte 1945/46 von S.Wakaki"

inhaltliche Kritik an so einem Buch? Der Titel alleine ist schon inhaltliche Kritik genug mein lieber Panzerlexikon...

Na wie auch immer, und diese absurde Geschichtsverdreherei diesen Herrns mal an einem relativ einfachen Beispiel zu verdeutlichen, hab ich eine ganz simple Frage an dich, die du mit einem ganz simplen Ja oder Nein beantworten kannst.

Wurde ein oder mehrere Deutsche wegen Katyn gehängt?
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frank
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BeitragBeitrags-Nr.: 59581 | Verfasst am: 21.05.2005 - 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Na wie auch immer, und diese absurde Geschichtsverdreherei diesen Herrns mal an einem relativ einfachen Beispiel zu verdeutlichen, hab ich eine ganz simple Frage an dich, die du mit einem ganz simplen Ja oder Nein beantworten kannst.

Wurde ein oder mehrere Deutsche wegen Katyn gehängt?



wie kann man diese frage mit "ja oder nein" beantworten?

nochmal!



frank
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BeitragBeitrags-Nr.: 59586 | Verfasst am: 21.05.2005 - 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wurde ein oder mehrere Deutsche wegen Katyn gehängt?


So weit ich weiß nicht....nein, wieso sollte man die Deutschen dafür hängen? Das waren doch die Russen....

Gruß

Jörg
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