Rammjäger und SO-Flieger
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 59244 | Verfasst am: 16.05.2005 - 20:23    Titel: Rammjäger und SO-Flieger Antworten mit Zitat

Hallo!

Hier bitte alles posten, was mit den Rammjägern der Elbe-Männer und mit den SO-Fliegern der Bienenstock-Männer zu tun hat. Natürlich können auch Fragen hier rein. Bilder, Texte, etc... Alles kann hier rein!

Natürlich bitte ich bei so einem Thema um Quellenangaben am Ende eines jeden Posts!

Hoffe auch hier bekommen wir nen bisschen was zusammen!
Gruß
Tobias
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Patrick
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BeitragBeitrags-Nr.: 59253 | Verfasst am: 16.05.2005 - 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Hirngespinste: Die Selbstopfermänner

Die Situation im Sommer 1944 war so verzweifelt, dass einzelne Jägerpiloten dazu übergingen, die alliierten Bomber zu rammen. Es wurden sogar Einheiten als Sturmgruppen aufgestellt wie die IV./JG3 und die II./JG300, die das Rammen als letzten Ausweg übten. Ihre FW 190 A-8/R2 waren zu diesem Zweck am Bug gepanzert. Sie hatten sogar etwas Erfolg: zwischen dem 7. Juli 1944 und Ende März 1945, als sie ihre Operationen einstellten, hatten sie 500 Bomber der Alliierten zerstört, aber nur zehn durch Rammen.

Das Sonderkommando Elbe wurde aus Freiwilligen aufgestellt. Sie übten die Rammtaktik zehn Tage lang und gingen dann in den Einsatz. Sie rammten und zerstörten 8 Flugzeuge, zahlten aber einen hohen Preis, nämlich insgesamt 77 Bf 109 und FW 190.

Wenn man schon die Selbstopfermännertaktik anwenden wollte, dann konnte man auch ein ganz schlichtes Flugzeug nehmen, das kaum strategisch wichtige Materialien benötigte. Die besten Jäger mit Kolbenmotoren waren dafür einfach zu schade.

Die Selbstopfermännertaktik ist eine eigene Betrachtung wert. Es war nämlich nie die offizielle Absicht, von den Piloten zu verlangen oder sie auch nur zu bitten, Selbstmord zu begehen, wie das in Japan der Fall war.Man gab sich sogar alle Mühe das Gegenteil zu behaupten. Die Selbstopfermänner sollten lediglich ihr Flugzeug als letztes Mittel einsetzen (die Rekruten der Sturmtruppen mussten jedoch einen Eid ablegen, dass sie das im Notfall auch tun würden). Sie sollten sich beim Angriff stets eine Fluchtmöglichkeit offen lassen. Die Chancen waren aber bescheiden.

Die betroffenen Männer (und Frauen: Hanna Reitsch war eine glühende Verfechterin dieser Taktik) wussten genau, worauf sie sich einließen. Die gegenteiligen Behauptungen sollten nur die Öffentlichkeit beruhigen.

Zeppelin "Rammer

Der Zeppelin "Rammer" erhielt nie eine RLM-Kennnummer, weil er wohl nicht ganz ernst genommen wurde. Es sollte ein kleines konventionelles Flugzeug mit geraden Flügelsehnen und Höhenflosse werden. Eine Bf 109 oder Bf 110 sollte es in die Einsatzhöhe ziehen, worauf es seinen Schmidding-Feststoffmotor 533 startete und den gegnerischen Bomberverband angriff. Zunächst sollte es seine 14 5-cm Raketen R4M abfeuern und dann mit den extrem straken Flügeln die Bomber rammen oder abdrängen.

Die Vorderkanten der Flügel sollten mit 3 cm starkem Stahl gepanzert werden. Drei durchgängige parallele Hauptholme aus dickwandigen Stahlrohren sollten von Spitze zu Spitze quer durch Rumpf, Höhenflosse und Flügel verlaufen. Der Pilot sollte keinen Fallschirm benutzen sondern auf geeignetem Gelände landen damit das Flugzeug geborgen und wieder verwendet werden konnte

http://www.luft46.com/misc/3bzram.jpg

http://www.luft46.com/misc/ramcutc.jpg



Quelle:
Die deutschen Geheimwaffen des zweiten Weltkrieges
Roger Ford
ISBN: 3-86070-822-8

Bestandsmeldungen des IV./JG3 und des II./JG300

http://www.ww2.dk/oob/bestand/jagd/bivjg3.html

http://www.ww2.dk/oob/bestand/jagd/biijg300.html

Mehr rauszusuchen und abzutippen hab ich im Moment keine Lust... Zwinkern

Herzlichst Patrick
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 59255 | Verfasst am: 16.05.2005 - 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ganz teilen kann ich meine Meinung mit dem Buch nicht!

1. Habe ich andere Zahlen, was die durch die Elbe-Männer verlorenen Bomber angeht. Mir schwirrt irgendwas von 13 abgestürzten Bombern durch Rammjäger im Kopf und 4 durch Bordwaffen abgeschossene. Muss ich aber nochmal nachschauen.

2. Wurde den Männern des Schulungslehrganges nicht verheimlicht um was es geht. Es wurde von Anfang an gesagt, das es ein Einsatz wird, mit nur einer 10%igen Chance auf Wiederkehr. Man stellte ihnen sogar frei zu gehen, als sie dann gesagt bekamen um was es ging. Daraufhin ist ein einziger Flieger gegangen alle anderen sind geblieben.
Gruß
Tobias

Quelle: Ulrich Saft, "Das bittere Ende der Luftwaffe"
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Patrick
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BeitragBeitrags-Nr.: 59257 | Verfasst am: 16.05.2005 - 22:41    Titel: Antworten mit Zitat

Zu den Zahlen hab ich leider keine anderen Quellen mit denen ich abgleichen konnte, also sind sie mit Vorbehalt zu genießen.

Das Buch enthält ohnehin etwas zu vage Informationen auch was andere Themen betrifft, allerdings habe ich es als erstes ausgegraben. Mal sehen ob ich noch was finde.

Zu Punkt 2:

Das stand auch nicht anders da:

Zitat:
Die betroffenen Männer (und Frauen: Hanna Reitsch war eine glühende Verfechterin dieser Taktik) wussten genau, worauf sie sich einließen. Die gegenteiligen Behauptungen sollten nur die Öffentlichkeit beruhigen.


Herzlichst Patrick
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 59259 | Verfasst am: 16.05.2005 - 22:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

über Herrn Ford habe ich auch nicht gerade gehört (wohl bemerkt gehört! Besitzen tue ich keines seiner Bücher), das er für gut recherschierte Bücher bekannt ist.

Zu 2.

Ja, ja! So schwere Texte am Abend ist wohl nicht gut für mich! Grins Rollene Augen
Gruß
Tobias
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 59260 | Verfasst am: 16.05.2005 - 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

So:

Von den 120 gestarteten Rammjägern vielen ca. 50 wegen technischen Mängeln, Orientierungsverlust, Flakbeschuss und Jägerbeschuss aus. In die direkte Nähe der Bomber kamen nur noch ca. 70 deutsche Flugzeuge. Von diesen stürzten zwischen 30 und 40 nach Rammstoß oder durch Bechuss ab. Von den rammenden Flugzeugführern konnten sich 4 nach dem Rammen retten. Das waren jene damals angesprochenen 10%. Die Zahl, der an jenem Tag, dem 7. April 1945 gefallenen Rammjägern hat daher ca. 40 Mann betrugen. Die USAAF hatte durch Rammen 16 oder 17 Bomber verloren zwei weitere waren schwer beschädigt. Außerdem wurden 3 Begleitjäger der USAAF von den Rammjägern abgeschossen. Die amerikanischen Personalverluste betrugen ungefäht 150 Mann. Trotzdem hatte der 7. April 850 Bombenopfer gefordert.
Gruß
Tobias

Quelle: Ulrich Saft, "Das bittere Ende der Luftwaffe"
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 59261 | Verfasst am: 16.05.2005 - 23:01    Titel: Antworten mit Zitat

Werter Tobias , es gibt einen EDIT-Knopf um die eigenen Beiträge zu ergänzen ...

Winken

Jan-Hendrik
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 59263 | Verfasst am: 17.05.2005 - 06:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Is ja gut! War doch nnur das eine mal!

Hiermir unterstütze ich Jan, voll und ganz: Alter Meckerhahn! Rofl Winken
Gruß
Tobias
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Ronin
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BeitragBeitrags-Nr.: 59277 | Verfasst am: 17.05.2005 - 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leute !

Der Vater eines Freundes von dem Freund meiner Schwester war auch Rammjägerpilot.
Er lebt noch, aber redet nicht einmal mit seinem Sohn über die Zeit als Rammjäger.

Durch Rammstoß hat er (meines Wissen&s nach 3-4 Feindmaschinen) zum Absturz gebracht.

Gruß
Ronin
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 59280 | Verfasst am: 17.05.2005 - 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

bitte wer? Rofl

Sicher, das er Rammjäger war und nicht Sturmjäger? Die Rammjäger sind nur einmal zum Einatz gekommen und es gab nur ein einziges Geschehen, in dem ein einzelner Rammjäger, durch Rammstoß, mehr als ein Flugzeug zum Absturz brachte.
Gruß
Tobias
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Ronin
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BeitragBeitrags-Nr.: 59306 | Verfasst am: 18.05.2005 - 01:07    Titel: Antworten mit Zitat

Dann war er halt Sturmjäger, dass kann auch gut sein... Grins
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 59319 | Verfasst am: 18.05.2005 - 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Tobias , werd nich kiebig , Wittingen ist nocht SO weit weg ... Grins

Die Sturmgruppen haben wir ja hier bereits angesprochen :
http://panzer-archiv.marcof.de/forum/viewtopic.php?t=2593


Das Denkmal der Sonderkommandos "Elbe" & "Bienenstock" ist übrigens in meinem Nachbarort Bockelskamp ( Die Treffen der "Ehemaligen" fanden übrigens regelmäßig unter der Führung von Hajo Herrmann bei uns in Wienhausen statt ! ) , nächstes Wochenende gibts hier dann Bilder vom Denkmal .

Winken

Jan-Hendrik
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 59446 | Verfasst am: 20.05.2005 - 08:37    Titel: Antworten mit Zitat

Die folgenden Bilder hab ich für Jan-Hendrik reingestellt.Eventuell auftretende fragen bitte an ihn richten Grins .

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Mfg Oliver
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 73396 | Verfasst am: 29.09.2005 - 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

Auf jeden Fall ein würdiges Denkmal wie ich finde . Schade , das Derartiges hierzulande wohl nur auf Privatgrund eine Überlebenschance hat .... Rollene Augen

Winken

Jan-Hendrik
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Felix S.
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BeitragBeitrags-Nr.: 73477 | Verfasst am: 29.09.2005 - 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Tobias Giebel:
in dem ein einzelner Rammjäger, durch Rammstoß, mehr als ein Flugzeug zum Absturz brachte

Laut meiner Info gab's zwei Rammjäger. Fragend

Zitat:
Jan-Hendrik:
Die Treffen der "Ehemaligen" fanden übrigens regelmäßig unter der Führung von Hajo Herrmann bei uns in Wienhausen statt !

Wissen die "Ehemaligen" denn nicht, daß gerade Hajo den Tod vieler ihren jungen (Rammjäger-) Kameraden auf dem Gewissen hat?
Ich würde mich an seiner Stelle schämen.
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