Kessel von Spremberg 04.1945
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Marc Leber
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BeitragBeitrags-Nr.: 109883 | Verfasst am: 30.11.2006 - 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jan

Für einen "nur mittelbar Betroffenen" (als halber Schweizer, mein Vater kommt aus Deutschland, Bad Säckingen) ist es immer wieder traurig, mitanzusehen, wie schwer sich unsere Generation und v.a. Deutschland immer noch tut in der schmerzhaften Aufarbeitung dieser Periode der Zeitgeschichte, obwohl es doch so wichtig wäre. Auf solche Artikel von selbsternannten Kennern gebe ich eigentlich gar nichts, im Gegenteil, ich finde es fast schon anmassend und frech. Keine Angst, auch wir haben hier bei uns die Besserwisser, die immer wieder nur ins gleiche Horn blasen. Und wenn man mit objektiven und fundierten Argumenten kommt, dann wird man ebenfalls gleich schubladisiert. Solche Leute haben kein Interesse an Geschichte, da dies nicht Ihrem Bedürfnis von absolut gültiger und damit extremer Ideologie gilt, dies übrigens gilt für beide Seiten, ob links oder rechts. Na, da bleib ich lieber auf unserer Seite und forsche weiter in Sachen Panzer, Technik und Einheitsgeschichten. In diesem Sinne einen lieben Gruss an alle Gleichgesinnten, Tschüss, Marc Winken
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schwarzermai
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BeitragBeitrags-Nr.: 109886 | Verfasst am: 30.11.2006 - 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:
Wer heut noch nicht gekotzt hat ....

http://www.djb-ev.de/node/653

Bei soviel geistigem Dünnsch.... fehlen selbst mir die Worte Haarsträubend

Dagegen Dagegen Dagegen

Jan-Hendrik




..



naja, immerhin ist ein scheinbar interresanter Buchtip drin

"Spremberg ist Frontstadt - Andreas Kottwitz"

kennt das jemand??

ansonsten lese ich aus all den Worten die DDR-Kommunisten-Erziehung und Schulbildung raus .... traurig ... nix dazugelernt....

Gruss Uwe
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 112898 | Verfasst am: 14.01.2007 - 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.tagesspiegel.de/dritte-seite/archiv/25.09.2006/2798924.asp

Winken

Jan-Hendrik
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schwarzermai
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BeitragBeitrags-Nr.: 114459 | Verfasst am: 05.02.2007 - 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

http://cgi.ebay.de/1945-Der-Kessel-von-S ... Z006QQcategoryZ15505QQrdZ1QQcmdZViewItem
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Flitzer
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BeitragBeitrags-Nr.: 152566 | Verfasst am: 09.07.2008 - 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,


ich bin neu hier. Ich wollte mal nachfragen ob jemand Karten oder nochbesser Schlachtpläne von Operationen in der Lausitz hat.

--> Spremberg, Cottbus, Schleife, Bad Muskau,.....

Würde mich sehr freuen wenn jemand antwortet.


mfg Flitzer

Winken
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BeitragBeitrags-Nr.: 152601 | Verfasst am: 09.07.2008 - 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

Am einfachsten wäre es doch mal den Thread durchzulesen, he! Idee

Horrido!

Nicole
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Hostis
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BeitragBeitrags-Nr.: 153180 | Verfasst am: 14.07.2008 - 23:49    Titel: Antworten mit Zitat

Der Hauptstoß der 1.Ukrainischen Front durch die deutsche Verteidigung erfolgte mit der 3. und 4. Gardepanzerarmee sowie der 13. Armee auf nur 10 km Frontbreite auf der Linie Preschen -> Simmersdorf -> Neuhausen -> Groß Ossnig. Auf deutscher Seite war in diesem Abschnitt die 21.PD auf der Verteidigungslinie Gahry - Kölzig - Döbern eingesetzt. Später auch die 10.SS-PD Frundsberg, welche Süden kommend den Brückenkopf bei Groß Ossnig angreifen sollte. Die schwersten Kämpfe fanden bei Gahry - Jethe - Smarso statt (sogenannte Panzerschlacht von Gahry). Insgesamt konnten die deutschen Truppen aber an keiner Stelle längeren Widerstand entgegensetzen. Bereits am 17.4. hatte die 13.Armee einen 10 km breiten Brückenkopf an der Spree geschaffen, welche dann Ausgangspunkt für den Vorstoß der Panzerarmeen auf Berlin wurde.

Ein Nebenstoß erfolgte mit der 5. Gardearmee entlang der Fernverkehrsstraße 156 und auf der Linie Jämlitz -> Klein Düben -> Schleife-Lieskau -> Spreewitz. Auf deutscher Seite stand die Führerbegleitdivision an der Verteidigungslinie Döbern - Tschernitz - Klein Düben. Die deutschen Truppen gelang es den russischen Vormarsch bei Klein Düben - Wolfshain erheblich zu verzögern und schließlich am 17.4. auf der Linie Reuthen - Horlitza - Lieskau - Schleife - Weißwasser zu stoppen. Allerdings setzte die 5.Gardearmee dann Reserven ein und durchbrach am 18.4. die deutschen Linien bei Schleife-Lieskau. Dann waren die deutschen Kräfte erschöpft. Teile leisteten noch erbitterten Widerstand bei Schönheide, handelten allerdings schon faktisch in der Einschliessung. Das 4. Gardepanzerkorps und das 32. Gardeschützenkorps trafen nach dem Durchbruch nur noch auf unbedeutenden Widerstand versprengter Teileinheiten an der Bahnlinie Spremberg-Weißwasser und erreichten nach wenigen Stunden die Spree bei Spreewitz und bildeten ein Brückenkopf. Von dort aus ging der Vorstoß am 19.4. weiter über Gosda-Jessen Richtung Neupetershain. Aufgrund der erheblichen artilleristischen Stärke der Russen (1 Artilleriedurchbruchskorps) gelang es nicht die Verteidigungstellungen an der Fernverkehrsstraße 97 (heute Schwarze Pumpe) zu halten.

Ein Vorstoß der 13.Armee aus dem Brückenkopf Neuhausen am 19.4. über Groß Buckow -> Radeweise -> Stradow schloss schliesslich den Kessel von Spremberg. Eine deutsche Ausbruchsgruppe konnte, aus Spremberg kommend, bei Stradow kurzzeitig den Einschließungsring aufbrechen. Gleichzeitig hatte die 13. Armee aber schon weiter ausholend Kausche besetzt und damit den sogenannten Kessel von Kausche geschlossen.

Spremberg wurde nach einem Sturmangriff von 3 Seiten am 20.4. durch das 33. Gardeschützenkorps, welches von dem Artilleriedurchbruchskorps unterstützt wurde, erobert. Kleine deutsche Restgruppen konnten, nachdem die Alt- und Neustadt gefallen war, aus dem Stadtteil Heinrichsfeld über Stradow aus dem Kessel entkommen, befanden sich aber aufgrund der Gesamtlage immer noch in der Einschliessung (siehe Kessel von Kausche).

Heftige Kämpfe scheinen nochmal im Raum Bluno-Proschim stattgefunden zu haben. Offensichtlich hatte dort eine aus dem Raum Partwitz-Seidewinkel angreifende SS-Einheit versucht, den Kauschekessel zu entsetzen. Darüber habe ich aber keine gesicherten Informationen. Nach Kaczmarek war es eine Einheit der 2.SS-PD unter einem gewissen Weidinger. Leider sind die Einheitenbezeichnungen bei Kaczmarek nicht immer sehr zuverlässig, da auf russischen Quellen beruhend.

Literatur:
Kaczmarek - Spremberg gestern und heute Heft 3 (bis heute die umfassendste Darstellung der Operationen aus russischer Sicht)
Kottwitz - Spremberg ist Frontstadt (klärt einige Fehler von Kaczmarek, stammt aber nicht aus der Feder eines Historikers)
Kottwitz - Feuersturm bei Kausche in Spremberger Heimatkalender 1997 (ist eine Ergänzung zum obigen Buch)
Lucia - Von Kausche bis Ressen (leider nicht mit der erforderlichen Objektivität des Historikers, ein typisches "Nachwendeprodukt")
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peter poschau
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BeitragBeitrags-Nr.: 156553 | Verfasst am: 17.08.2008 - 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

betreff lucia

ich möchte mal eine lanze für das buch von lucia brechen. erstmal kann ich sein nachforschen in der eigenen heimat gut verstehen, wenn quasi vor der haustür tausende verreckt sind und das in der ddr totgeschwiegen wurde. viele von euch haben keine ahnung, wie dieser druck wirkte und noch heute nachwirkt - man beachte nur wie schnell der spremberger altbürgermeister in den ruch gerät, rechts aussen blind zu sein. fakt ist, dass die hinterlassenschaften um das kampfgebiet in der ddr zeit lieber überbaggert als bestattet wurden - kann jeder bergmann in welzow- süd bestätigen - und lucia mit seiner arbeit befunde zusammengestellt hat, die heute nicht mehr auffindbar sind. das sollte auch mal ein hinweis an manche munitonssucher hier im forum sein - eine vorgespannte 2cm granate ist nun mal kreuzgefährlich und nichts für die vitrine - das haben leute schon 15 Jahre vor dir gefunden !
Was in allen darstellungen wirklich knapp wegkommt, sind die russischen verluste. aus russischer sicht natürlich untertrieben, aus deutscher sicht nicht beachtet - das ist wirklich schwierig, gewiss, aber das würde historisch wichtig sein. Was mich besonders interessieren würde, sind die deutschen vom Nationalkomitee, die Seydlitz - leute. Selbst in der ziemlich roten Darstellung von Ziesche (befreiung der Lausitz) werden sie zugegeben und in anderen Darstellungen in Halbe (Bahnhof) vermutet. Hat da jemand Quellen oder Näheres und nicht nur Gerüchte ?
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Siebi
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BeitragBeitrags-Nr.: 183474 | Verfasst am: 31.03.2010 - 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen !
Im Kesselgebiet gab es mehrere Aktionen von Seydlitz Leuten, zwei gescheiterte
bei Welzow und auf der abebaggerten Zuckerstraße sind mir bekannt. Den NKFD- Leuten gelang es aber unterzutauchen, Verluste gab es bei der russ. Einheit die
versucht hatte an mehreren SPW der 1./ SS PZ NA 10 heranzukommen.
Das Buch von Christian Lucia ist nich hoch genug einzuschätzen, übrigens erscheint
2010 eine erweiterte Auflage mit Bildband. Weitere Literatur zu diesen Gebiet findet
man im Freiwilligen heft Juni 2003 - Deutsche Soldatenschicksale in der Niederlausitz
und als Fortsetzung in den Heften April - Dezember 2000 sowie in der Biographie von
SS Brigadeführer Heinz Harmel im Freiwilligen Heft 6-7 2004, sowie im Großenhainer
heimatkalender 2003 mit den sich anschließenden kämpfen im Raum Ortrand
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Siebi
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BeitragBeitrags-Nr.: 183691 | Verfasst am: 04.04.2010 - 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Bei den Kämpfen Bluno Proschim Partwitz handelte es sich um Teile des SS
Panzergrenadierreg 21, die nicht in der Einschließung waren ( des 1. kessels ) und
denen der Weitere Ausbruch über Senftenberg nach Westen gelang. Etwas weiter
südlich im Raum Hoyerswerda standen Teile der Fallschirmpanzergrenadierdiv. 2 HG
unter Generalmajor Erich Walther
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schwarzermai
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BeitragBeitrags-Nr.: 188046 | Verfasst am: 02.09.2010 - 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

Christian Lucia
Erinnern, nicht vergessen! "Spurensuche im Spremberger Kessel"
Eine Dokumentation über die Kämpfe im Bereich Spremberg, Kausche, Neupetershain, Ressen vom 16.04.-22.04.1945

235 Seiten, ungebundene A4 Ausgabe

Man kann das Buch direkt beim Autor bestellen oder auf Nachfrage auch hier:

Barbara's Buchshop
Inh.Cornella Müller-Fiedler
Spremberger Str. 81, 03119 Welzow
Tel. 03563/2239
E-mail: Muefie@web.de

http://forum-der-wehrmacht.de/thread.php?postid=187481#post187481
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 209880 | Verfasst am: 05.03.2018 - 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ein PDF von Manfred Backhausen zum Thema

Winken

Jan-Hendrik
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