Schlacht um Verdun
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Foren-Übersicht » Militärgeschichte im Wandel der Zeit (bis 1919) » militärische Operationen
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Nafetz
Engagiertes Mitglied


Anmeldedatum: 08.06.2005
Beiträge: 262
Wohnort: Österreich

BeitragBeitrags-Nr.: 63087 | Verfasst am: 29.06.2005 - 09:34    Titel: Schlacht um Verdun Antworten mit Zitat

Am 21. Februar 1916 griffen die bei Verdun stehenden deutschen Truppen die stärkste Festung Frankreichs an. Nach zehn Monaten war der Kampf vorbei. 100.000 Deutsche waren gefallenen und 160.000 Franzosen. Am Frontverlauf hatte sich fast nichts geändert. So wurde Verdun zum Inbegriff für den Stellungskrieg und das sinnlose Sterben deutscher und französischer Soldaten.

Was haltet ihr von dem deutschen Angriff auf Verdun? Welche Gründe gaben Ausschlag für diesen Angriff?

siehe: http://www.geocities.com/bunker1914/verdun.htm

mfg Nafetz
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
*ALEX*
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 23.08.2004
Beiträge: 4576
Wohnort: Ungarn

BeitragBeitrags-Nr.: 63149 | Verfasst am: 29.06.2005 - 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Meiner Meinung nach hätte man nicht frontal angreifen sollen, sondern an den Falnken. Verdun war eine extrem vorgeschobene Stellung, die wesentlich einfacher von Norden und Südosten hätte eingekesslet werden können.

Somit wäre
a, die Front kürzer
b, viele feindliche Truppen eingekesselt (und im 1WK einfach nicht zu errreichen)
c, eine größerer Erfolgt mit weniger Verlusten zu erreichen.

mfg

alex
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Rainer
Interessiertes Mitglied


Anmeldedatum: 06.01.2005
Beiträge: 77

BeitragBeitrags-Nr.: 63189 | Verfasst am: 30.06.2005 - 02:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
von heute aus gesehen mag das so sein, aber was wollte denn Falkenhayn eigentlich?
Gruss
Rainer
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nafetz
Engagiertes Mitglied


Anmeldedatum: 08.06.2005
Beiträge: 262
Wohnort: Österreich

BeitragBeitrags-Nr.: 63197 | Verfasst am: 30.06.2005 - 09:01    Titel: Antworten mit Zitat

@Rainer
Falkenhayn wollte in Verdun durch massiven Materialeinsatz eine Entscheidung erzwingen, scheiterte und wurde nach der Kriegserklärung Rumäniens von Wilhelm II. als Chef des Generalstabs abgesetzt.

@*Alex*

http://www.geocities.com/bunker1914/Karten_Schlachtfeld.htm
eine gute karte vom verdunsektor

Nach der Marne schlacht war Verdun schon fast umzingelt. man hätte die Französischen versorgungswege angreifen müssen, denke ich.

oder es nach sun tsus Kriegstaktiken machen.
"wenn sich der gegner eingräbt, die eigene Front zurückschieben"
vielleicht hätte das geklappt!

denkst du das diese schlacht kriegsentscheidend war?

mfg nafetz
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Helfdane
Interessiertes Mitglied


Anmeldedatum: 28.03.2006
Beiträge: 77
Wohnort: Bielefeld

BeitragBeitrags-Nr.: 90710 | Verfasst am: 28.03.2006 - 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, diese Schlacht war kriegsentscheident. Und zwar in jener Hinsicht, dass die Moral der deutschen Soldaten unter den sinnlosen Angriffen in Verdun gelitten hat. Das Vertrauen in die höhere Führung und in die Staatsführung haben hier entscheidene Wunden genommen. Aber auch der französiche Soldat litt enorm unter Verdun. Drei von vier französischen Soldaten wurde in Verdun eingesetzt. Insgesamt 78 französische Divisionen wurden im Wechsel eingesetzt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Rainer
Interessiertes Mitglied


Anmeldedatum: 06.01.2005
Beiträge: 77

BeitragBeitrags-Nr.: 90749 | Verfasst am: 29.03.2006 - 01:04    Titel: Antworten mit Zitat

78 frz Divisionen im Wechsel eingesetzt? und wieviel deutsche?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Helfdane
Interessiertes Mitglied


Anmeldedatum: 28.03.2006
Beiträge: 77
Wohnort: Bielefeld

BeitragBeitrags-Nr.: 91106 | Verfasst am: 01.04.2006 - 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich es richtig im Kopf habe, so waren es um die 54 deutsche Divisionen. Warum weniger als bei den Franzosen? Nun, die Rhytmen zum Austauschen der Fronttruppen waren im deutschen Heer viel länger als bei den Alliierten. Was auch immer der Grund dafür sein mochte.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Helfdane
Interessiertes Mitglied


Anmeldedatum: 28.03.2006
Beiträge: 77
Wohnort: Bielefeld

BeitragBeitrags-Nr.: 91262 | Verfasst am: 02.04.2006 - 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Was mich an der Schlacht von Verdun immer noch verwundert ist, dass Falkenhayn zwar klar erkannt hatte, wie Frankreich auf den Angriff reagieren würde, und sie haben es ja genauso wie er es geplant hatte. Aber in seinen Überlegungen sind keine Gedanken enthalten, dass auch deutsche Soldaten sterben werden. Er hat meines Erachtens garnicht analysiert, wie hoch die eigenene Verluste sein werden, wenn Frankreich sich in Verdun zum Widerstand konzentrieren würde. Das macht mich immer stutzig.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Le Marquis
Erfahrenes Mitglied


Anmeldedatum: 09.01.2006
Beiträge: 403
Wohnort: München

BeitragBeitrags-Nr.: 94720 | Verfasst am: 02.05.2006 - 12:34    Titel: Antworten mit Zitat

Falkenhayn wollte das so. Seine Taktik sah vor, den Gegner "ausbluten" zu lassen. Deutscherseits hatte man gedacht man könne die Franzosen dazu zwingen ihre Truppen in Verdun zu konzentrieren (hat geklappt) um sie dann von allen Seiten zu beschießen (hat auch geklappt). Man wollte ihnen enorme Verluste zufügen (hat erst recht geklappt) um dadurch die Moral Frankreichs so zu untergraben, dass die Franzosen den Krieg aufgeben (hat nicht geklappt). Fragend Fragend Fragend

Hier wie bei so manch anderen Aktionen (deutsche Flottenstrategie) muß man sich fragend am Kopf kratzen und schwer darüber nachdenken über wie viel graue Hinrsubstanz die deutsche Generalität seinerzeit noch verfügen konnte. Falkenhayn hat praktisch verhindert, dass die deutschen Truppen in Verdun Geländegewinne erzielten und Forts einnahmen. Die Stadt Verdun selbst hätte nach der überraschenden Einnahme des Doaumont erobert werden können. Die Festungszone war 1916 desarmiert. Mit einem Überraschungsangriff hätte man alle Forts überrennen können usw. usw. Aber Falkenhayn hatte ja da so eine originelle Idee... Verrückt

Offenbar hat man damals immer noch kein langfristig strategisches Denken praktiziert und den Krieg in vergrößerten Maßstäben von 1870/ 1871 führen wollen. Es scheint als wäre man mit der modernen Zeit überfordert gewesen.

Le Marquis
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
SteffidieAbiturientin
Neues Mitglied


Anmeldedatum: 16.06.2008
Beiträge: 2

BeitragBeitrags-Nr.: 150387 | Verfasst am: 16.06.2008 - 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr,

ich habe eine ganz wichtige Frage und zwar muss ich am Donnerstag mündliches Abi machen und hab eure Beiträge über die Marneschlacht, Schlacht an der Somme und den Schlieffenplan gelesen.
Mein Thema lautet: "Die Schlacht von Verdun - Konsequenz einer gescheiterten Kriegsplanung Deutschlands?"

Also ich hab mittlerweile so viel gelesen (beinahe zu viel) und denke ja, dass das alles mit den Generälen zusammen hängt, dass die zB bei der Marneschlacht viel zu schnell aufgegeben haben, den Schlieffenplan nicht so durchgezogen haben wie er hätte sein sollen und auch dass das Bündnissystem von Bismarck über den Haufen geworfen wurde, genauso wie das mit dem Nachschub für die Front nicht funktioniert hat.

Also kann man doch sagen, dass die deutsche Kriegsplanung versagt hat oder?
Wenn ihr noch andere Gründe oder Gegenargummente kennt, bitte bitte schreiben =)

Steffi
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hoover
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 09.05.2004
Beiträge: 7793
Wohnort: Verden (Aller)

BeitragBeitrags-Nr.: 150397 | Verfasst am: 16.06.2008 - 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Steffi,

jaja, das Abi. Winken

Ich denke, auf die Schnelle kann man diese These nicht begründen.
Sehr kurz gesagt: Die Planungen der Vorkriegszeit wurden gleich zu Beginn des Krieges über den haufen geworfen, und geänderte Pläne passen selten in das alte Konzept.

Wo ist denn dein Schwerpunkt in der Arbeit?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
SteffidieAbiturientin
Neues Mitglied


Anmeldedatum: 16.06.2008
Beiträge: 2

BeitragBeitrags-Nr.: 150418 | Verfasst am: 16.06.2008 - 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lachen

Also der Schwerpunkt ist denk ich schon das, was vor der Schlacht von Verdun gelaufen ist und ob das da schon alles schief gegangen war, ob die Kriegsplanung schon vor Verdun versagt hat. Also ob der Krieg sozusagen fast schon verloren war, als die Schlacht von Verdun angefangen hat.
Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht genau was die von mir wollen.. hab leider nur das Thema hingeklatscht bekommen ^^

Aber auf jeden Fall schon mal danke dass du mir geantwortet hast.
Ich denke das müsste schon irgendwie hinzubekommen sein... noch 2 Tage, dann hab ichs geschafft.

Lg, Steffi
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ossiraver
Interessiertes Mitglied


Anmeldedatum: 21.02.2006
Beiträge: 108

BeitragBeitrags-Nr.: 150450 | Verfasst am: 17.06.2008 - 00:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Steffi !

Stimme deinen Punkten: Marneschlacht zu schnell aufgegeben, Schlieffenplan nicht so durchgezogen wie geplant (lag daran, dass die Russen schneller als erwartet im Osten im August 1914 aktiv angegriffen hatten), Nachschubprobleme usw. zu. Halt viele große Einzelprobleme die letztlich zu einem erstarren der Fronten zum sogenannten Stellungskrieg führten. 1915 konnten die Deutschen m.M. nach an der Westfront nicht viel tun, da sie voll auf mit dem Russen (Eroberung von Polen und Teile des Baltikums) sowie der Eroberung Serbiens (Balkan) und Kriegseintritt Italiens gegen die Mittelmächte beschäftigt waren. Erst ZU BEGINN 1916 hatten die Deutschen die Lage im Osten soweit im Griff, dass man auch wieder Truppen übrig hatte, um im Westen offensiv zu werden. Bis hierhin sehe ich persönlich noch keine großen Fehler in der Kriegsführung der Deutschen 1915 (sofern man mal den zugelassenen 2 Frontenkrieg nicht berücksichtigt).
1915 kam es m.Wissens zu zwei gro0en Schlachten an der Westfront, wo ein Grundkonzept zum Durchbruch durch ein Stellungssystem mit MG´s, Geschützen usw. seitens unserer Feinde gegen die Deutschen probiert wurde. Das führte jeweils nicht zum Erfolg, so dass die Deutschen "das Grundkonzept" 1916 leicht modifizierten, in der Hoffnung, damit Erfolg zu haben, wo Frankreich keinen hatte.
In meinen Augen ging es zu diesem Zeitpunkt aber immer nur um ein Mehr an Truppen, Geschützen, längereres Artillerieschiessen auf gegnerische Stellungen, da 1916 noch effektive Bomberstaffeln oder Panzerverbände wie im 2. Weltkrieg fehlten. So gesehen haben die Deutschen gemessen an der zur Verfügung stehenden Technik schlecht geplant, aber unsere Gegner auch, denn auch sie konnten jahrelang keinen entscheidenden Durchbruch erzielen. Und der Witz, Frieden wollte ja auch keiner. Die neue erfolgreiche Durchbruchstaktik "Shock and awe" (wohl auch heute noch beliebte Taktik), die den Grabenkrieg beenden sollte,
- begleitet durch dann schon auftretende kleine Panzerverbände bei den Alliierten- kam erst im Oktober 1917 bei Riga und im März 1918 bei der deutschen Westoffensive erfolgreich zur Anwendung. Initiator: der deutsche Oberstleutnant Georg Bruchmüller

Sieht mans mal nüchtern und denkt nicht an die Toten, so hatte man an der Westfront 3 mal (2 x 1915 durch die Gegner, 1916 wir bei Verdun) ein idiotisches Konzept ausprobiert, bevor die Kriegsführung um ein wesentliches Element( englische Panzer in der Sommeschlacht Sept. 1916) erweitert wurde. Manchmal probiert man auch idiotische Systeme 3 mal im realen Leben, weil man hofft, beim 3. mal klappts ja vllt. doch noch, bevor man danach etwas ganz neues probiert - im Osten gab es ja im Sinne des Westens nicht so einen Stellungskrieg
Schade finde ich nur, dass man mal wieder aus der Geschichte nichts gelernt hatte. Schon im Juni 1864 kam es im amerikanischen Bürgerkrieg (also kurz vor Ende des Krieges) zur Schlacht von Cold Harbour, wo General Grant schwer befestigte Schützengräben der Rebellen (wohl das erste mal in diesen Ausmaß auf der Welt gewesen) angreifen liess, was zu mehreren tausenden Verlusten an Soldaten bei der Union und zu einer Niederlage für sie führte. Und da m.M. nach der Spruch gilt: die neuesten Waffen eines alten großen Krieges (1864 waren es MG, leichte Luftaufklärung durch Ballons, Minenkrieg, Schützengräben, Hinterladergewehre, sinnlos gewordene Kavallerieattacken, da Abwehrwaffen schon zu stark waren, U-Boot) werden die Hauptkampfwaffen des nächsten großen Krieges sein, hatte man rund 50 Jahre Zeit gehabt, sich was vernünftiges zu überlegen.

Also nochmal in kürze: Hauptproblem was zu Verdun führte, war der 2 Frontenkrieg. Die Deutschen konnten 1915 nicht viel tun, unsere Gegner hatten aber in dem Jahr selber kein vernünftiges Angriffskonzept parat, sonst hätten sie ja Erfolg gehabt. Da der Russe zu Beginn 1916 "ruhig gestellt war" konnte man ja zwangsläufig auf die Idee kommen, dass die deutschen das Hauptaugenmerk für 1916 wieder nach Westen verlegen. Schließlich musste ja auch was gegen die Engländer und deren Blokadepolitik unternommen werden, die sich negativ auswirkte. Die Frage war halt nur wo: Verdun. So gesehen, da Panzer, Flugzeuge, ausreichend Rohstoffe für eine ausreichende Motorisierung fehlten, war es zwangsläufig, bis man sich irhgendwann an einen Ort zu einem großen Massaker treffen würde...

Andere Menschen mögen es anders sehen, ist meine Meinung und viel Erfolg beim Abi
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Le Marquis
Erfahrenes Mitglied


Anmeldedatum: 09.01.2006
Beiträge: 403
Wohnort: München

BeitragBeitrags-Nr.: 167777 | Verfasst am: 23.02.2009 - 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ossiraver hat nicht unrecht mit seinem Beitrag, die strategische Lage gab den Frontenwechsel und die Initiative vor.

Nichtsdesdotrotz zeigt sich in der Abfolge der Ereignisse vor allem, die Ratlosigkeit der Militärs aller Nationen, deren Überzeugungen und Ausbildung mit der technisch-industriellen Entwicklung nicht mitzuhalten vermochte.

Steffi hat recht, wenn Sie das Scheitern des furios geplanten Angriffskrieges gleich an seinen Beginn verlegt. Ganz getreu der Devise: "Man kann einen Krieg nur bis zum Aufeinandertreffen mit dem Gegner planen" waren auch die Deutschen überrascht, da sie geplant hatten Frankreich zu überrennen und feststellten, dass Frankreich sich nicht überrennen ließ, als der deutsche Vorstoß durch einen taktischen Fehler vor Paris liegenblieb.

Alle Armeen hatten bereits angschafft, was für die moderne Kriegführung nützlich erschien, Feldartillerie, Belagerungsartillerie, Eisenbahnen, Telegraphen, Maschinengewehre. Wie diese Dinge aber wirkten, wenn sie geschlossen eingesetzt werden würden, dass vermochte sich niemand vorzustellen.

Erst als man sich gegenüber im Graben saß, stellte man fest, dass jeweils kein Durchkommen war und ich denke, dass hat zu einer solchen Ratlosigkeit geführt, dass die Deutschen sich erst einmal auf den Osten konzentrierten, wo ein Bewegungskrieg in all den Jahren immer noch möglich war.

Die Tatsache, dass eine defensive Stellung in der Lage gewesen ist jeden mit preußischer Tapferkeit vorgetragenen Angriff abzuwehren war offenbar so unbegreiflich, dass er zu einem total passiven Deutschen Stab geführt hat. Hier versuchte man erst einmal ein Kampfmittel zu finden, was den Durchbruch ermöglichen sollte. Erst kam die Idee mit dem Gas. Dann wollte man die Franzosen ohne Durchbruch besiegen (Verdun), dann wieder den Bewegungskrieg mit dem Tank erzwingen.

Über all diese ratlosen Versuche wurde die deutsche Wirtscahft ruiniert, die Moral von Truppe (Marine) und Bevölkerung (Arbeiter) untergraben sowie ein großer Teil des deutschen Heeres aufgerieben. Als man die technische Entwicklung für den Bewegungskrieg aufgeholt hatte, war durch den Kriegseintritt der USA die industrielle Basis des Gegners zu groß und die eigenen Ressourcen am Ende.

Panzer Hurra!
Panzer
Le Marquis
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Irondigger
Engagiertes Mitglied


Anmeldedatum: 13.02.2010
Beiträge: 217
Wohnort: Letzebuerg

BeitragBeitrags-Nr.: 183358 | Verfasst am: 28.03.2010 - 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

Rainer hat Folgendes geschrieben:
78 frz Divisionen im Wechsel eingesetzt? und wieviel deutsche?

IRONDIGGER.In den Buchern des OLDENBURG ID VERLAGS von 1929Band 1 bis 16 uber die VERDUN SCHLACHT wird von 55 Deutschen DIVISIONEN gesprochen. BY
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Foren-Übersicht » Militärgeschichte im Wandel der Zeit (bis 1919) » militärische Operationen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

Druckversion

Gehe zu:  

Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.