Verkaufte die Wehrmacht Ihre Seele ?
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Armin
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BeitragBeitrags-Nr.: 60948 | Verfasst am: 05.06.2005 - 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

@Kosmos

Kosmos hat Folgendes geschrieben:
D.h. der Unterschied ist, und das hat nichts mit "inneren Standfestigkeit" zu tun, das beim Schwur auf "Bundesrepublik" oder "Vaterland" eben diese Institutionen die maßgeben sind und nicht wer zu dem Zeitpunkt die politische Führung innehat, dagegen bei Schwur direkt auf eine Person eben diese Person die primäre Institution ist und der eventuell vorhandener Staat und sein Wohlergehen ist irrelevant.


Ok - ich verstehe Deine Intention.

Allerdings hat es schon immer Schwüre oder Gelöbnisse auf Personen gegeben - seien es Lehnseide oder Fahnenschwüre (Preußen -> Wilhelm II, Bayern -> Otto I, Württemberg -> Wilhelm II v. W.).
Oft haben Bundesarmeen sogar ihren Schwur auf Landesherrn und Kaiser geleistet.
Dabei ging es um die Personen an sich - nicht um das Land oder das Volk.

Preußen

Ich N.N. schwöre zu Gott dem Allwissendem und Allmächtigen
einen leiblichen Eid, dass ich Sr. Majestät dem König von Preußen
Wilhelm II., meinem allergnädigsten Landesherrn, in allen Vorfällen,
zu Lande und zu Wasser, in Kriegs- und Friedenszeiten und an
welchen Orten es immer sei, treu und redlich zu dienen, Allerhöchsten
Nutzen und Bestes befördern, Schaden und Nachteil aber abwenden,
die mir vorgelesenen Kriegsartikel und die mir erteilten Vorschriften und
Befehle genau befolgen und mich so betragen will, wie es einem
rechtschaffenen, unverzagten, pflicht- und ehrliebendem Soldaten
eignet und gebühret.
P r o t e s t a n t e n :
"So wahr mir Gott helfe und sein heiliges Evangelium."
K a t h o l i k e n :
"So wahr mir Gott helfe durch Jesum Christum zur Seligkeit"
J u d e n :
Mit der Eingangsformel: "Ich schwöre bei Gott dem
Allmächtigen und Allwissendem" und der Schlussformel:
"So wahr mir Gott helfe"

Bayern

Ihr sollt schwören zu Gott dem Allmächtigen einen
körperlichen Eid, dass Ihr dem Allerdurchlauchtigsten,
Grossmächtigstem König und Herrn Otto I., unserm Allmächtigstem
Kriegsherrn, treu dienen, Allerhöchst diesem Wohl nach Kräften fördern,
Sr.Königlichen Hoheit dem Prinzen Luitpold von Bayern als Regenten,
alsdann allen Vorgesetzten den gebührenden Respekt und Gehorsam
leisten, deren Befehlen ohne Widerrede und unverdrossen vollziehen, im
Kriege wie im Frieden, zu Wasser und zu Lande, bei Tag und bei Nacht,
auf Märschen und auf Wachen, bei Belagerungen, in Stürmen und
Schlachten, überhaupt bei allen Gelegenheiten als tapfere und treue
Soldaten Euch beweisen. Eure Fahne niemals treulos und meineidig
verlassen, vielmehr sie stets mutig verteidigen und Euch nach
Vorschrift der Kriegsgesetze jederzeit so benehmen wollet,wie es
ehrliebenden Soldaten geziemt. Auch schwört Ihr, im Kriege den
Befehlen Sr.Mäjestät des deutschen Kaisers als Bundesfeldherrn
unbedingt Folge zu leisten.
Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen, dass ich alles dasjenige, was
mir soeben vorgehalten worden und ich wohl verstanden habe, genau
befolgen will, so wahr mir Gott helfe und sein heiliges Wort.

Württemberg

Ich N.N. schwöre zu Gott dem Allwissenden und Allmächtigen einen
leiblichen Eid, dass ich Sr. Majestät dem Könige Wilhelm II. von
Württemberg, meinem Allergnädigsten Landesherrn, während meiner
Dienstzeit als Soldat treu zu dienen, Sr.Majestät dem Kaiser und
den Kriegsgesetzen Gehorsam leisten und mich stets als tapferer
und ehrliebender Soldat treu dienen, Sr.Majestät dem Kaiser und den
Kriegsgesetzen Gehorsam leisten und mich stets als tapferer und
ehrliebender Soldat verhalten will. So wahr mir Gott helfe.

Ist das nicht auch alles völlig bedingungslos und auf eine oder mehrere Personen bezogen?


Winken


@Markus

Lies Dir die obigen Fahneneide mal durch. Früher schien so manches normal zu sein ..

"Normal" ist, das sich Dinge ändern. Auch "Traditionsbrüche" sind normal. Das ist das, was ich meinte - nicht, das der damals neue Eid auf Hitler normal gewesen wäre.

Ich nehme mal an, das Du mich mißverstanden hast. Sonst müßte ich annehmen, das Du mir die Worte im Munde verdrehen würdest.

Was mir gar nicht gefallen würde ..


Armin
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Rockhound
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BeitragBeitrags-Nr.: 60953 | Verfasst am: 06.06.2005 - 07:32    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist gut das die Meisten hier sich sachlich und ruhig mit diesem Thema auseinander setzen.
Also zusammenfassend muss man sagen das hier schon einige Hauptgründe genannt wurden warum man nicht sagen kann das die Wehrmacht ihre Seele verkauft hat, den die Seele sind die Soldaten.

Und jetzt möchte ich einfach mal die Sichtweise verändern.
Vor nicht allzulanger Zeit hat ein Texanicher Bauer die Gelegenheit genutzt und hat mit seiner Armee ein Land überfallen das angeblich Böse absichten gegen sein Land hegt. Der Böse Feind hat Chemiewaffen die er gegen sein Land einsetzten will. Und dann sind sie dahin in dieses Land mit Tausenden von Soldaten die alle glaubten der hat Chemiewaffen und will uns böses. Und viele Menschen sind getötet worden hüben wie drüben.
Und viel Zeit ist vergangen und je mehr Zeit verging umso unsicherer wurde man. Wo sind die Chemiewaffen ? Mist keine zu finden na egal wir haben dafür ÖL bekommen. Das man immer noch keine Ruhe hat da unten ist im Moment egal. Das die Soldaten da sterben weil wieder mal eine Autobombe hochgegangen ist egal. Das man Menschenrecht mit Füssen tritt, wenn kümmerts.

Und jetzt frage ich
Hat die US Army ihre Seele verkauft ?

Horrido!Rockhound!
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Marc
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BeitragBeitrags-Nr.: 60954 | Verfasst am: 06.06.2005 - 07:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

wenn ich manche Aussagen von den US SOldaten höre haben sie Ihre Seele oder zumindest ihr Gehirn verkauft.
Denn solche Kommentare wie diese Teilweise abgeben das ist nun wirklich nicht mehr normal ...
Wie kann man den ernsthaft nach den Ereignissen noch glauben das es hier um die "Befreiung" der Bevolkerung oder
ähnliche dinge ging bzw geht.

Meine Meinung.

Mfg
Marc
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stefan w
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BeitragBeitrags-Nr.: 60957 | Verfasst am: 06.06.2005 - 08:47    Titel: Antworten mit Zitat

@Rockhound
Zitat:
Und jetzt frage ich
Hat die US Army ihre Seele verkauft ?

ja und nein

die us-führung (militär und politische) hat ihre seele schon vor sehr sehr langer zeit verkauft.

die soldaten, wie auch große teile der bevölkerung, sind einfach desorientiert. die us-medienlandschaft ist auf seiten der regierung und rüstungskonzerne, sie sind das manipulationsinstrument der us-"eliten".

die masse der soldaten, also nein. sie sind manipuliert.

@Kosmos
Zitat:
Treuegelöbnis richtet sich, für mich, an beide Seiten. Hat Hitler eigentlich auch ein Treuegelöbnis abgelegt?

nach einstellung der deutschen offiziere richtete sich ein treuegelöbnis IMMER in beide richtungen. allein durch den schwur auf hitler leistete dieser einen in der gegenrichtung. alter germanischer / deutscher gedanke.
aus dem grund hatten viele offiziere auch große schwierigkeiten in den widerstand zu gehen.
man muß nur mal tagebücher oder biographien lesen, man stößt oft darauf. man kann natürlich auch sagen das sind ausreden oder propaganda.

gruß
stefan
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Armin
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BeitragBeitrags-Nr.: 60964 | Verfasst am: 06.06.2005 - 09:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leute,
bitte macht für die Frage, ob die US-Army ihre Seele verkaufte, einen neuen Thread auf.
Dieser hier sollte sich nur mit der Wehrmacht befassen.

Denkt bitte auch daran, das wir uns hier im 2. Weltkrieg-Bereich befinden - die US-Army "Seelenfrage" gehört wohl eher in den "Sonstige Konftlikte ... " Bereich.
So können andere Forenteilnehmer ihn besser finden und zuordnen.


Winken
Armin
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Rockhound
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BeitragBeitrags-Nr.: 60965 | Verfasst am: 06.06.2005 - 10:03    Titel: Antworten mit Zitat

@ Armin
Sorry! wenn ich für Verwirrung gesorgt habe Keine Ahnung
Ich wollte einfach nur den Betrachtungswinkel verändern.
Und nur zum Abschluß dazu:
Kein Mensch der Welt schon gar nicht die Amerikaner selbst würden sich die Frage stellen ob die US Armee ihre Seele verkauft hat !

Wie ich zuvor schon beschrieben habe ist es nicht unerheblich wie die damaligen Verhältnisse waren. Obrigkeitsgläubigkeit, damalige orientierunglosigkeit und eine instabile Weltlage haben diese Entwicklung hervorgerufen oder zumindest unterstützt.
Das Deutsche Volk sehnte sich nach eine stabilen und starken Führung.
Seit der Jahrhundertwende wurden sie hin und hergerissen und der I Weltkrieg hat es noch mehr gezeigt. Vom Kaiser begonnen und von der Politik beendet trieb der deutsche Staat in Europa führungslos herum.

Profiteure gibt es in jeder Armee und in jedem Krieg.
Wenn einige Herren Generäle der Wehrmacht Geld genommen haben so haben sie Ihre Seele verkauft. Wenn nichtssagende Gestallten auftauchen und vom Glück begünstigt in hohe Positione der Reichsregierung aufgestiegen sind und von den Plänen die gemacht wurden wussten so haben gerade sie Ihre Seele verkauft.
Aber meiner Meinung nach liegt die Seele einer Armee in den Soldaten selbst. Sicher geht der General mit gutem Beispiel voran aber es sind die Millionen von Soldaten in der die Seele ruht.
Und die sind damals davon ausgegangen das sie das richtige tun.

Horrido!Rockhound!
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arminius
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BeitragBeitrags-Nr.: 65974 | Verfasst am: 19.07.2005 - 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

die wehrmacht hatte ihre seele nicht verkauft,ganz einfach,sie tat ihre pflicht wie allerlei heeren in anderen ländern im kriegszeiten. Aber warum diese frage ,die seele kann nur dem teufel verkaufen,oder? Winken
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 65976 | Verfasst am: 19.07.2005 - 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich hat der normale Soldat seine Seele nicht verkauft, denn nur die Wenigsten werden erkannt haben, dass sie nicht für Deutschland, sondern für ein Verbrecheregime kämpften. Das ist den Landsern nun wirklich nicht zum Vorwurf zu machen und nachher sind alle schlauer.

Mit der Führung sieht das aber in meinen Augen anders aus.
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Kevin
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BeitragBeitrags-Nr.: 66019 | Verfasst am: 19.07.2005 - 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

Da stimme ich dir zu!

Vor allem in den Abwehrkämpfen hielten die Landser nur noch stand um ihre Familien vor dem Feind, und nicht um den Führer in Berlin zu schützen.

Kevin Winken
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arminius
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BeitragBeitrags-Nr.: 66123 | Verfasst am: 20.07.2005 - 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

die wehrmacht stand für die nationalsozialistische ideologie,
das ziel beider,nämlich nsdap und wehrmacht,war dasselbe,deshalb wurde so ausserordentlich gekämpft deutscherseits verglichen mit anderen ländern,in denen das volk
nicht an den regierungen glaubte und so im krieg sehr bald demoralisiert wurde.Es ist nötigt,ein echtes glauben zu haben,
um einen so leidenschaflichen kampf im diesen krieg deutscherseits geleistet zu haben. Meine Meinung
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Patrick
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BeitragBeitrags-Nr.: 66125 | Verfasst am: 20.07.2005 - 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

arminius hat Folgendes geschrieben:
die wehrmacht stand für die nationalsozialistische ideologie,
das ziel beider,nämlich nsdap und wehrmacht,war dasselbe,deshalb wurde so ausserordentlich gekämpft deutscherseits verglichen mit anderen ländern,in denen das volk
nicht an den regierungen glaubte und so im krieg sehr bald demoralisiert wurde.Es ist nötigt,ein echtes glauben zu haben,
um einen so leidenschaflichen kampf im diesen krieg deutscherseits geleistet zu haben. Meine Meinung


Also der erste Satz ist schon mal problematisch, arminius.

Die Wehrmacht stand keinesfalls für die nationalsozialistische Ideologie, sie war maximal deren "Handlanger".

Und das deren Ziele dieselben waren wage ich auch zu bezweifeln.

Dass man an den deutschen Staat geglaubt hat stimmt schon, in der Anfangsphase des Krieges war auch der Glauben an das Regime noch stark gefestigt.

Aber die Standhaftigkeit der Wehrmacht in den, teilweise sehr erfolgreich geschlagenen Abwehrschlachten, 1944/45 würde ich keinesfalls mehr dem Glauben an den Nationalsozialismus zuschreiben.

Herzlichst Patrick
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arminius
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BeitragBeitrags-Nr.: 67953 | Verfasst am: 05.08.2005 - 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

wenn die deutsche wehrmacht die handlanger des nationalsozialismus gewesen wäre,so hätte sie dieselbe schuld tragen,oder?
welche ziele hatten die wehrmacht und das nationalsozialismus,
wenn es wahr wäre,dass sie verschieden sind?
wurde denn nicht standhaftigkeit immer wieder gepredigt in den nationalsozialistischen reihen?
schwankte nicht die heeres führung,als das sieg nicht klar wurde? Winken
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Kai
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BeitragBeitrags-Nr.: 75540 | Verfasst am: 26.10.2005 - 00:52    Titel: Antworten mit Zitat

Auch wenn ich hier etwas altes neu belebe...

@ Armin:

Zitat:
Allerdings hat es schon immer Schwüre oder Gelöbnisse auf Personen gegeben - seien es Lehnseide oder Fahnenschwüre (Preußen -> Wilhelm II, Bayern -> Otto I, Württemberg -> Wilhelm II v. W.).
Oft haben Bundesarmeen sogar ihren Schwur auf Landesherrn und Kaiser geleistet.
Dabei ging es um die Personen an sich - nicht um das Land oder das Volk.


Das ist vollkommen richtig – und genau das Problem.

Wie du wahrscheinlich weißt, stammt der personengebundene Schwur noch aus sehr, sehr alten Zeiten. Zeiten, in denen es weder Nationalstaaten noch Demokratien (im Modernen Sinne) gab, noch nicht einmal den Gedanken daran.
Der Punkt ist, dass das Volk nicht der Souverän war, daher auch keinerlei Verantwortung hatte.

Exakt das aber war das Deutsche Volk nach Vertreibung des Kaisers. Souverän und Machthaber. Die Regierung bestand aus Volksvertretern, nicht Herrschern. Das Herrscher-Untertanenverhältnis existierte nicht länger.
Und es ist der Souverän, also das Volk, welchem die Streitkräfte treu sein müssen.

Freilich, das, was Hitler getan hat, ist nicht ohne Vorlage. Viele Offiziere älterer Jahrgänge, die alles Demokratische verabscheuten und dem Kaiser nachtrauerten, werden auch nicht allzu viel gegen diesen Rückgriff auf monarchische Zeiten einzuwenden gehabt haben.
Dieser Rückgriff aber ist inkompatibel mit einer demokratischen Grundordnung und beraubte das deutsche Volk (erneut) um ein Stück seiner Souveränität, mit Zustimmung der Reichswehr. Sie wurde – um den Gedanken des Rückgriffs konsequent weiterzuführen – zur willigen Gefolgschaft Adolf Hitlers.

Nun ist es heute einfach, das zu verurteilen, für uns als die in eine Wohlstandsgesellschaft mit fester freiheitlich-demokratischer Grundordnung Nachgeborenen mit dem besseren Wissen des Nachsehenden (Epimetheus). So viel Verständnis ich auch für die Reichswehroffiziere als Kinder ihrer Zeit und ihrer Gedankengutes aufbringen kann, letztlich komme ich persönlich nicht umhin, die Vereidigung auf Hitler persönlich zu verurteilen und abzulehnen.
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Kevin H.
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BeitragBeitrags-Nr.: 140732 | Verfasst am: 25.02.2008 - 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Auch wenn der Threat schon saau alt ist , ich möcht hier mal meinen Senf dazugeben:

Zitat:
Und jetzt frage ich
Hat die US Army ihre Seele verkauft ?


Also wenn die US Army ihre Seele verkauft haben soll, dann hat die Wehrmacht sie doppelt und dreifach verkauft. Es kommt meiner Meinung nach darauf an , was dieser Soldat getan hat um sein Land zu schützen. Wenn ich von Berichten höre, in denen deutsche Soldaten Juden , Sinti und Roma und halt auch zum Teil die "gewöhnliche" Bevölkerung ermordet haben, dann kann man schon davon sprächen das sie ihre Seele verkauft haben. Jeder Mensch mit ein wenig Verstand, weiß dass diese Erschießungen keinerlei Auswirkung auf den Kriegsverlauf hat und das die Menschen unschuldig sind. (ich würde sogar sagen das diese negative auswirkungen hatten, wie viele Batallione musten abgezogen um Menschen zu ermorden, an der Front wären sie sicherlich sinnvoller zu gebrauchen gewesen )Es gab aber genau so gut Soldaten ( ich würde soger ganz dreist behaubten : die meisten ) die einfach an der Front gegen den Feind gekämpft haben. Die Gründe warum sie gekämpft haben wurde ja in dem Threat reichlich geschildert.
Meiner Meinung nach muss man wirklich jeden Soldaten und seine Taten wärend des Krieges betrachten. Teilweise haben sie ihre Seele verkauft , aber die meisten nicht.
Genau so sieht es bei den Generälen aus. Allerdings würd ich sagen das der Prozentuale Anteil derjenigen die ihre Seele verkauft haben höher ist.
Das ist meine Meinung ! ! !
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MisterL
Interessiertes Mitglied


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BeitragBeitrags-Nr.: 140802 | Verfasst am: 26.02.2008 - 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

Also für die Frage ob die US-Armee ihre Seele verkauft hat, sollte man - wie o.a. -wirklich einen neuen Thread aufmachen.

Sicher ist jeder Soldat im einzelnen zu Betrachten, nur hinterher ist man immer schlauer.

Ich wage mal zu behaupten das nicht jeder gewöhnliche Wehrpflichtige gnadenlos alles abballerte was ihm vor die Flinte lief, dies wurde ja schon ausreichend erörtert.

Mich stört persönlich dieses:

"Also wenn die US Army ihre Seele verkauft haben soll, dann hat die Wehrmacht sie doppelt und dreifach verkauft. Wenn ich von Berichten höre, in denen deutsche Soldaten Juden , Sinti und Roma und halt auch zum Teil die "gewöhnliche" Bevölkerung ermordet haben, dann kann man schon davon sprächen das sie ihre Seele verkauft haben."

Die Wehrmacht hat sicherlich ihre Seele nicht verkauft, da würde ich aber die höheren Ränge (sprich Generalität) aber ausklammern.

Klar Schwachköpfe in Uniform, Sadisten und was weiß ich noch alles gibt es in jeder Armee. Die These, dass wer Juden und Zigeuner sowie gewöhnliche Bevölkerung hinrichtet, seine Seele verkauft hat ist dann aber auf alle Armeen anzuwenden.

So gesehen hätte jede Armee ihre Seele verkauft. das lässt sich aber nicht auf die einzelnen Bestandteile der Armee (sprich Soldaten) runterbrechen.

herzlichst
Stephan
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