Zeppeline im Kriegseinsatz
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Nafetz
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BeitragBeitrags-Nr.: 64051 | Verfasst am: 06.07.2005 - 09:11    Titel: Zeppeline im Kriegseinsatz Antworten mit Zitat

Insgesamt wurden während des Krieges 88 Zeppeline produziert. Die Luftschiffe warfen bei 51 Angriffsfahrten (meist im Geschwader) 197 t Bomben ab, töteten dabei 557 Menschen und verletzten 1.358. Daneben wurden rund 1.200 Aufklärungsfahrten unternommen.

Die Lebensdauer der Kampfluftschiffe war meist sehr kurz. Etwa zwei Drittel aller Kriegsluftschiffe gingen verloren, etwa zur Hälfte durch Feindeinwirkung, der Rest durch Unfälle. Die Verluste an Menschenleben waren verglichen mit anderen Tätigkeiten an den Fronten eher gering; sie betrugen beim Heer elf Prozent (79 Mann) und bei der Marine 26,3 Prozent (389 Mann).

Die Einsatzwirkung der Kriegsluftschiffe war insgesamt gesehen positiv. Zwar richteten die Angriffe nur vergleichsweise geringen Schaden an, verbreiteten jedoch beim Gegner in Militär und Zivilbevölkerung überproportional Angst und Schrecken und banden große Mengen an kriegswichtigen Ressourcen. Die Entente Cordiale musste zur Bekämpfung der deutschen Militärluftschifffahrt mit ihren rund 15.000 Mann und durchschnittlich etwa 25 Luftschiffen Waffen, Material und Personen im Verhältnis von fast 1 zu 33 abstellen. Obwohl sich auch andere Waffengattungen, etwa die Seestreitkräfte, solche Bindungsstrategien zu eigen machten, blieb die Effizienz der Luftschiffe unerreicht, selbst von den deutschen U-Booten.
(von http://de.wikipedia.org/wiki/Zeppelin)

Was haltet ihr von diesen Zeppelinen? Hat jemand informationen über Bombadierungen in England oder über das technische (Gas, Füllmenge, ...)

mfg nafetz
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BeitragBeitrags-Nr.: 64136 | Verfasst am: 06.07.2005 - 18:38    Titel: Antworten mit Zitat

Technische Daten kann ich dir über einige Luftschifftypen geben, die im WK I zum Einsatz kamen. Von der m- bis zur w-Serie. Aufstellung dauert nen Moment. Mal schauen, vielleicht find ich auch noch was über die Einsätze.

Gruß BioBot
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BeitragBeitrags-Nr.: 64143 | Verfasst am: 06.07.2005 - 19:05    Titel: Antworten mit Zitat

Na dann mal los...
Ich fange mal mit der Klasse m an, obwohl ich auch über die Vorgänger Daten hab. Ab m wirds aber meiner Meinung nach erst interessant, wenns um den Kriegseinsatz geht.

Klasse m und m2

gebaut: 12 Luftschiffe
Erstflug: 11. Mai 1914
Triebwerke: 3 x 180 PS (134 kW) Maybach C-X Benzinmotoren
Gasvolumen: 22.470 m³ Wasserstoffgas in 18 Gaszellen
Länge: 158 m
Größter Durchmesser: 14,9 m
Leergewicht: 16.900 kg
Auftrieb: 26.100 kg
Nutzlast: 9.200 kg
Besatzung: 16 Mann
Höchstgeschwindigkeit 84,23 km/h
Reichweite: 2.200 km
Steiggipfelhöhe 2.800 m

Klasse n

gebaut: 1 Luftschiff
Erstflug: 14. Dezember 1914
Triebwerk: 3 x 180 PS (134kW) Maybach C-X Benzinmotoren
Gasvolumen: 25.000 m³ Waserstoffgas in 18 Gaszellen
Länge: 161 m
größter Durchmesser: 16 m
Leergewicht: 16.800 kg
Auftrieb: 29.000 kg
Nutzlast 12.200 kg
Besatzung: 18 Mann
Geschwindigkeit: 81 km/h
Reichweite: 3.300 km
Steiggipfelhöhe: unbekannt

Klasse o

gebaut: 2 Luftschiffe
Erstflug: 8. März 1915
Triebwerk: 3 x 180 PS (134kW) Maybach C-X Benzinmotoren
Gasvolumen: 24.900 m³ Wasserstoffgas in 18 Gaszellen
Länge: 161,4 m
größter Durchmesser: 16 m
Leergewicht: 17.800 kg
Auftrieb: 28.900 kg
Nutzlast: 11.100 kg
Besatzung: 16 Mann
Geschwindigkeit: 85,24 km/h
Reichweite: 3.300 km
Steiggipfelhöhe: unbekannt

Klasse p

gebaut: 22 Luftschiffe
Erstflug: 3. April 1915
Triebwerk: 4 x 210 PS (157 kW) Maybach C-X Benzinmotoren
Gasvolumen: 31.900 m³ Wasserstoffgas in 15 Gaszellen *
Länge: 163,5 m
größter Durchmesser: 18,7 m
Leergewicht: 20.800 kg
Auftrieb: 37.000 kg
Nutzlast: 16.200 kg
Besatzung: 18 Mann
Geschwindigkeit: 96,11 km/h
Reichweite: 4.300 km
Steiggipfelhöhe: 2800 m

* bei LZ 44 und 45 mit 31.600 m³ Wasserstoffgas in 18 Gaszellen; LZ 51 bis 58, LZ 60, 63 umgebaut mit einem Volumen von 35.800 m³ Wasserstoffgas in 18 Gaszellen

Klasse q

gebaut: 12 Luftschoffe
Erstflug: 21. Dezember 1915
Triebwerk: 4 x 240 PS (179 kW) Maybach H-S-Lu Benzinmotoren
Gasvolumen: 35.800 m³ Wasserstoffgas in 18 Gaszellen
Länge: 178,5 m
größter Durchmesser: 18,7 m
Leergewicht: 23.650 kg
Auftrieb: 41.550 kg
Nutzlast: 17.900 kg
Besatzung: 16 Mann
Geschwindigkeit: 95,38 km/h
Reichweite: 4300 km
Steiggipfelhöhe:unbekannt

Klasse r

gebaut: 17 Luftschiffe
Erstflug: 28. Mai 1916
Triebwerk: 6 x 240 PS (179 kW) Maybach H-S-Lu Benzinmotoren
Gasvolumen: 55.200 m³ Wasserstoffgas in 19 Gaszellen *
Länge: 198 m
größter Durchmesser: 23,9 m
Leergewicht: 31.400 kg
Auftrieb: 63.800 kg
Nutzlast: 32.400 kg
Besatzung: 17 Mann
Geschwindigkeit: 80.63 km/h
Reichweite: 7.400 km
Steiggipfelhöhe: 3.900 m

*außer LZ 62 mit 55.000 m³ Wasserstoffgas in 19 Gaszellen

...Fortsetzung folgt...
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BeitragBeitrags-Nr.: 64152 | Verfasst am: 06.07.2005 - 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

...und nun die Fortsetzung...

Klasse s

gebaut: 2 Luftschiffe
Erstflug: 22. Februar 1917
Triebwerk: 5 x 240 PS (179 kW) Maybach H-S-Lu Benzinmotoren
Gasvolumen: 55.500 m³ Wasserstoffgas in 18 Gaszellen
Länge: 196,5 m
größter Durchmesser: 23,9 m
Leergewicht: 28.100 kg
Auftrieb: 64.500 kg
Nutzlast: 36.400 kg
Besatzung: 23 Mann
Geschwindigkeit: 99.71 km/h
Reichweite: 10.400 km
Steiggipfelhöhe: 5.000 m

Klasse t

gebaut: 2 Luftschiffe
Erstflug: 1. April 1917
Triebwerk: 5 x 240 PS (179kW) Maybach H-S-Lu Benzinmtoren
Gasvolumen: 55.800 m³ Wasserstoffgas in 18 Gaszellen
Länge: 196,5 m
größter Durchmesser: 23,9 m
Leergewicht: 26.900 kg
Auftrieb: 64.750 kg
Nutzlast: 37.850 kg
Besatzung: 23 Mann
Geschwindigkeit: 104,03 km/h
Reichweite: 11.500 km
Steiggipfelhöhe: 5.200 m

Klasse u

gebaut: 5 Luftschiffe
Erstflug: 22. Mai 1917
Triebwerk: 5 x 240 PS (179 kW) Maybach H-S-Lu Benzinmotoren
Gasvolumen: 55.800 m³ Wasserstoffgas in 18 Gaszellen
Länge: 196,5 m
größter Durchmesser: 23,9 m
Leergewicht: 25.750 kg
Auftrieb: 64.750 kg
Nutzlast: 39.000 kg
Besatzung: 19 Mann
Geschwindigkeit: 114.47 km/h
Reichweite: unbekannt
Steiggipfelhöhe:5.500 m

Klasse w

gebaut: 10 Luftschiffe
Erstflug: 8. Juli 1917
Triebwerk: 5 x 240 PS (179 kW) Maybach H-S-Lu Benzinmotoren *
Gasvolumen: 56.000 m³ Wasserstoffgas in 14 Gaszellen
Länge: 196,5 m
größter Durchmesser: 23,9 m
Leergewicht: 25.000 kg
Auftrieb: 65.000 kg
Nutzlast: 40.000 kg
Besatzung: 19 Mann
Geschwindigkeit: 107,63 km/h *
Reichweite: 13.500 km
Steiggipfelhöhe: 6.500 m

*vom LZ 100 bis 103 ; vom LZ 105 bis 111 5 x 245 PS (183 kW) Maybach Mb.IVa Benzinmotoren und daher eine Geschwindigkeit von 114,47 km/h

Klasse w

gebaut: 2 Luftschiffe
Erstflug: 29. September 1917
Triebwerk: 5 x 240 PS (179kW) Maybach H-S-Lu Benzinmotoren
Gasvolumen: 68.500 m³ Wasserstoffgas in 16 Gaszellen
Länge: 226,5 m
größter Durchmesser: 23,9 m
Leergewicht: 27.400 kg
Auftrieb: 79.500 kg
Nutzlast: 21.700 kg
Besatzung: 22 Mann
Geschwindigkeit: 102,95 km/h
Reichweite: 16.000 km
Steiggipfelhöhe: 6.600 m

Klasse x

gebaut: 3 Luftschiffe
Erstflug: 1. Juli 1918
Triebwerk: 7 x 240 PS (179kW) Maybach Mb.VIa Benzinmotoren *
Gasvolumen: 62.000 m³ Wasserstoffgas in 15 Gaszellen**
Länge: 211,1 m ***
größter Durchmesser: 23,9 m
Leergewicht: 24.700 kg
Auftrieb: 72.200 kg ****
Nutzlast 47.500 kg *****
Besatzung: 30 Mann
Geschwindigkeit: 131,03 km/h
Reichweite: 12.000 km
Steiggipfelhöhe:6.200 m

* später reduziert auf 6 Motoren
** außer LZ 113 und 114 mit 68.500 m³ Wasserstoffgas in 16 Gaszellen
*** außer LZ 113 und 114 mit 226,5 m
**** außer LZ 113 und 114 mit 79.460 kg
***** außer LZ 113 und 114 mit 54.760 kg

Alle Angaben aus "Der Zeppelin - 100 Jahre Luftfahrtgeschichte" von Christopher Chant; ISBN 3-8289-5372-7

Soweit von mir, für weitere Anfragen steh ich gern zur Verfügung

Gruß BioBot

PS: Es gab aber auch noch Starrluftschiffe von Schütte-Lanz. Diese wurden anfangs mit einem Holzgerüst gebaut, später stellte man dort auf Aluminium um. Leistungsdaten hierzu hab ich leider nicht.

Bewaffnung un Bombenlast der Luftschifftypen kann ich noch nicht liefern, sorry
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 64156 | Verfasst am: 06.07.2005 - 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

mal eine kleine Frage:

Zitat:
Christopher Chant


ich kenne einen Autor namens Chris Chant! Steht dieser in irgendeinem Verhältnis zu diesem Christopher Chant, oder ist das Zufall?
Gruß
Tobias
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Nafetz
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BeitragBeitrags-Nr.: 64195 | Verfasst am: 07.07.2005 - 08:31    Titel: Antworten mit Zitat

Einsätze:

Jahr Angriffe Aufklärung
1914 -- 58
1915 38 350
1916 123 312
1917 52 338
1918 18 131

Eine entscheidende Rolle wird den Marinezeppelinen in der Skagerrakschlacht nachgesagt. An dieser nahmen 10 Zeppeline Teil, durch ihre Aufklärungsfunktion soll die deutsche Hochseeflotte vor der Zerstörung bewahrt worden sein.

Angriffsfahrten, vor allem gegen England, wurden bereits seit Ende 1914 nur noch im Schutz der Dunkelheit durchgeführt. Damit zwang man die Gegner zur Weiterentwicklung der Luftabwehr und zum Einsatz von Suchscheinwerfern. Luftangriffe hatte es bereits vor dem Ersten Weltkrieg gegeben (z. B. Tripolis 1905). Über den Einsatz von Bomben aus der Luft gab es überall starke Kontroversen. Auch zwischen dem deutschen Kaiser und der OHL gab es keine Einigkeit in der Frage. So wurden (soweit dies möglich und selektierbar war) nur militärische Ziele ins Visier genommen, die Treffsicherheit im Dunklen ließ jedoch zu wünschen übrig.

Ab 1916 konnten die neuen Zeppeline in größeren Höhen operieren, die sie zum Teil (unfreiwillig) weit über 7.000 Meter führten. Um Bombenabwürfe aus Wolkenlagen zu dirigieren, ließ man Beobachter in sogenannten Spähkörben an Stahltrossen herab. Allerdings ließ man später den Spähkorb samt Trosse wieder weg, da die Kommandanten lieber eine entsprechende Bombenmenge beziehungsweise mehr Ballastwasser oder Treibstoff mit sich führten.

Am 5. August 1918 wurde nach einem Angriff LZ112 „L 70“ abgeschossen. An Bord befand sich auch (rein zufällig) der Kommandeur der Marineluftschiffabteilung, Korvettenkapitän Peter Strasser. Nach Beendigung des Bombeneinsatzes wurde der L 70 durch zu intensive Verwendung seines Funkgerätes eingepeilt, ein britisches Jagdflugzeug vom Typ DH4 herangeführt und von diesem abgeschossen. Nach diesem Vorfall wurden die Marineluftschiffe nur noch in der Fernaufklärung für die Hochseeflotte eingesetzt.

@BioBot

gute arbeit, im internet findet man nicht gerade viel ...

mfg nafetz
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BeitragBeitrags-Nr.: 64281 | Verfasst am: 07.07.2005 - 17:16    Titel: Antworten mit Zitat

@ Nafetz: Danke Dafür

Also ich hab gerade den Bericht Vizeadmiral Scheers über die Schlacht am Skagarrak an den Kaiser vor mir liegen. Dort heißt es, dass im Vorfeld der Unternehmung "das Wetter dem Vorhaben abholt war. Die Flotte wartete vom 23. bis 30. Mai vergeblich auf einen für die Luftaufklärung geeigneten Tag.
Als auch am 30. Mai eine Änderung der Wetterlage nicht abzusehen war, beschloß ich, da die U-Boote nicht länger in Angriffsstellung gelassen werden sollten, die Operation nach Nordwesten aufzugeben und das nach Norden gerichtete Unternehmen gegebenenfalls ohne Luftschiffaufklärung auszuführen."


Weiter heißt es: "Zwischen 2 und 3 Uhr nachmittags stiegen nacheinander L 9, L 16, L 21, L 23 und L 14 zur Fernaufklärung im Sektor Nord bis West von Helgoland auf. Zur Mitwirkung bei der sich bald darauf entwickelnden SChlacht sind sie nicht gekommen, haben auch nichts vom eigenen Gros und vom Feinde gesehen und nichts von der Schlacht gehört, obgleich L 14 nach seinem Besteck 10 Uhr abends über dem Schlachtfeld gestranden hat."

Weitere Angaben finde ich in diesem Bericht nicht über weiteres Eingreifen von Luftschiffen in die Schlacht. Aber möglich ist es natürlich, dass die Luftschiffe gewarnt haben vor den Zerstörern.

Gruß BioBot
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Nafetz
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BeitragBeitrags-Nr.: 64354 | Verfasst am: 08.07.2005 - 08:32    Titel: Antworten mit Zitat

@Biobot

Die Lage am 1. Juni morgens

Während der Nacht waren L 11, L 13, L 17, L 22 und L 24 zur Frühaufklärung aufgestiegen.
L 11 meldete 5,10 Uhr vormittags einen Verband von 12 englischen Linienschiffen, zahlreichen leichten Streitkräften und Zerstörern mit nördlichem Kurs etwa auf der Mitte der Linie Terschelling-Hornsriff und gleich darauf 6 feindliche Großkampfschiffe und 3 Schlachtkreuzer nördlich von diesem Verband. Das Luftschiff wurde stark beschossen, hielt aber Fühlung. Der Feind drehte bald nach dem Sichten nach Westen ab und kam in unsichtigem Wetter aus Sicht. L 24 sichtete 4 Uhr vormittags 50 sm westlich Bovberg eine Flottille feindlicher Zerstörer und etwa 6 U-Boote, wurde beschossen und erwiderte das Feuer mit Bombenangriffen, klärte alsdann weiter nach Norden auf und fand 5 Uhr vormittags in der Jammerbucht einen Verband von 12 Großkampfschiffen und zahlreichen Kreuzern, die mit hoher Fahrt Süd steuerten. Fühlung halten und weiteres Aufklären waren nicht möglich, da die Wolkendecke bis auf 800 m hinabreichte. Beim Gros selbst war bei Tagesanbruch nichts vom Feinde zu sehen. Das Wetter war so unsichtig, dass kaum eine Geschwaderlänge zu übersehen war.


http://www.deutsche-schutzgebiete.de/seeschlacht_skagerrak_scheer-bericht.htm
sehr gute page mit den ganzen bericht von Scheer, habe ihn nur überflogen und hattest recht so entscheidend waren die luftschiffe nicht

mfg nafetz
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 64452 | Verfasst am: 08.07.2005 - 16:32    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.altearmee.de/luftkrieg/luftkrieg2.htm

Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 64807 | Verfasst am: 11.07.2005 - 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hab hier noch was allgemein zu Luftschiffen, Ballonen und so gefunden. Auch Schütte-Lanz ist da vertreten.

http://www.pilotundluftschiff.de/Default.htm

Gruß BioBot
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Nafetz
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BeitragBeitrags-Nr.: 66857 | Verfasst am: 26.07.2005 - 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Weiß jemand etwas über eine London-Bombadierung durch Luftschiffe?

mfg nafetz
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BeitragBeitrags-Nr.: 75927 | Verfasst am: 30.10.2005 - 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

Laut dem Buch Kampfflieger des Ersten Weltkriegs von Ezra Bowen war die erste Bombe, die auf London fiel eine Brandbombe, die am 31. Mai 1915 von einem Zeppelin abgeworfen wurde.
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Zar Alexander
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BeitragBeitrags-Nr.: 78327 | Verfasst am: 26.11.2005 - 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Davon hatte ich auch schon gehört, aber meines Erachtens sind Luftschiffe wohl eher unwichtig gewesen...aber trotzdem nützlich-hatten wohl einen großen model-character für folgende generationen, obwohl noch vor dem erstem Weltkrieg der erste (italienische!) Bomber gebaut wurde...
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Andre
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BeitragBeitrags-Nr.: 115708 | Verfasst am: 21.02.2007 - 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ein paar Eindrücke vom Kampfeinsatz der Luftschiffe im I.WK (Fotos aus dem Aeronauticum in Nordholz, Peter-Strasser-Platz bei Cuxhaven):

http://i15.tinypic.com/3532mm9.jpg

http://i17.tinypic.com/3yxixk7.jpg

Gruß
Andre
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 117035 | Verfasst am: 11.03.2007 - 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Aspekte zur Afrika-Fahrt des Marine Luftschiffs L 59 :

http://www.traditionsverband.de/download/pdf/aspekte_afrika.pdf

100 Kb


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Jan-Hendrik
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