Polenfeldzug September 1939
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 176194 | Verfasst am: 26.09.2009 - 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Und noch was zur böhlerschen These vom "Vernichtungskrieg gegen Polen" (im KTB der Hgr. Süd findet sich so einiges, was diese These ad absurdum führt, zeigt deutlich den "Wert" dieses "Historikers" Rollene Augen ):

http://i36.tinypic.com/2h6ymvp.jpg

http://i33.tinypic.com/2nv9soj.jpg

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Jan-Hendrik


Zuletzt bearbeitet von Jan-Hendrik am 26.10.2009 - 07:14, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragBeitrags-Nr.: 176227 | Verfasst am: 27.09.2009 - 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Nachschlag:

http://i33.tinypic.com/2j0nnu8.jpg

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BeitragBeitrags-Nr.: 176246 | Verfasst am: 28.09.2009 - 07:50    Titel: Antworten mit Zitat

http://i34.tinypic.com/96ynn8.jpg

"Vernichtungskrieg", nicht wahr Zwinkern

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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 176247 | Verfasst am: 28.09.2009 - 09:15    Titel: Antworten mit Zitat

Das Schlimme ist doch nur, daß die Knopps, Heer´s und Böhmers rumspinnen können wie und was sie wollen. Zumindest von dt. Seite kommt da nichts. Eine feige Bande, die dt. "Auftragshistoriker"!

Zumindest gut, wenn solche Dokumente und Belege aufbewahrt werden! Gut gemacht!
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schwarzermai
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BeitragBeitrags-Nr.: 176257 | Verfasst am: 28.09.2009 - 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

nebenan gelesen Zwinkern


„Diese und ähnliche Fälle machten in Hitlers Augen deutlich, daß auf Grund der Gesamthaltung (!) von Offizierkorps und Truppe mit dem Heer als Inhaber der vollziehenden Gewalt die Durchführung der von ihm beabsichtigten [Rassen- und Volkstums-] Politik im besetzten Polen nicht gewährleistet war.“
(Helmut Krausnick, Hitlers Einsatzgruppen. Die Truppen des Weltanschauungskrieges 1938-1942, Frankfurt am Main (Fischer) 1985, S. 68.)


http://www.sehepunkte.de/2006/10/pdf/8940.pdf

„Nach der Lektüre bleibt aber - gelinde gesagt - ein sehr zwiespältiger Eindruck.

An diesem Punkt wäre eine eingehendere Untersuchung notwendig gewesen.

Auch wenn Böhler die deutschen und polnischen Überlieferungen miteinander vergleicht, so fällt doch auf, wie sorglos er mit der kommunistischen Nachkriegsliteratur umgeht - obwohl er in der Einleitung eingesteht, dass diese "stark ideologisch gefärbten" Berichte "nicht ungefiltert zur Erhellung der Abläufe vor Ort herangezogen werden" können.

Von den zeitgleichen polnischen Verbrechen, die einige tausend Opfer unter den "Volksdeutschen" forderten, ist bei Böhler so gut wie keine Rede.

Wie wenig sich Böhler im Grunde in seine Thematik eingearbeitet hat, offenbaren schon die vielen Mängel in der militärischen Terminologie -

Böhler kann nicht viel mehr als einige - zum größten Teil sogar noch ungesicherte - Einzelfälle liefern. Dennoch scheut er nicht davor zurück, daraus eine große These zu schmieden.

Hinzu kommen falsche Interpretationen und inhaltliche Fehler. So schreibt Böhler, dass "nur wenige hundert der im September 1939 in deutsche Gefangenschaft geratenen Mannschaftssoldaten jüdischen Glaubens" den Zweiten Weltkrieg überlebten (178). Hier hätte der Autor bekannte Standardwerke zur Rate ziehen sollen, aus denen zu erfahren ist: Diese Massenmorde geschahen nicht - wie Böhler suggeriert - unter der Verantwortlichkeit der Wehrmacht, sondern der Zivilverwaltung.

Auch in der Abhandlung über die Ermordung jüdischer Zivilisten (194-197) stellt Böhler vorschnell Thesen auf. Insgesamt kann er in diesem kurzen Kapitel lediglich drei Fälle nennen, wobei in einem die Umstände unklar bleiben und die beiden anderen Fälle durch Akten der deutschen Kriegsgerichte (!) belegt sind. Mangels weiterer Beweise für seine "Vernichtungskriegs-These" führt der Autor dann aber vorsorglich an, es lasse sich kaum mehr sagen, "in welchem Umfang sich Wehrmachtssoldaten im September 1939 an antijüdischen Gewaltmaßnahmen beteiligten oder sie selbstständig durchführten" (194).“

http://forum-der-wehrmacht.de/thread.php?postid=139472#post139472

Uwe Winken
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richard.hargreaves
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BeitragBeitrags-Nr.: 176261 | Verfasst am: 28.09.2009 - 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Aus BA-MA RH20-14/77

A.HQu, 18/9/39

An die Kommandeure!

Es mehren sich in den letzten Tagen die Meldungen über Disziplinlosigkeiten, Übergriffe und Willkürmassnahmen gegen die Zivilbevölkerung
Als Beispiele müssen angeführt werden: Plünderungen, eigenmächtiges Erbrechen von Läden und Aneignung solchen Gutes, das nicht zum täglichen Bedarf benötigt wird
Betrug durch Ausgabe von ungültigen Quittungen,
Willkürlich Erschiessungen ohne vorheriges kriegsrechtliches bzw standrechtliches Urteil,
Misshandlung Wehrloser,
Vergewaltigungen und Notzuchtsverbrechen,
Niederbrennen von Synagogen,
Würdeloses Verhalten von Wachmannschaften in Gefangenensammelstellen und Lagern durch Anbiederung an die Gefangenen,
Dem Ansehen der Wehrmacht abträgliches Verhalten durch Trunkenheit
Alle diese Vorfälle lassen ein Nachlassen in Haltung und Disziplin der Truppe, vor allem bei den im rückwärtige Armeegebiet eingesetzten Einheiten, erkennen
Ich mache alle Vorgesetzten hierfür verantwortlich
Durch eingehende und wiederholte Belehrung der Truppe ist diesen Erscheinungen vorzubeugen
Ich erwarte von allen Kommandeuren, dass sie gegen Vorkommnisse dieser Art mit den schärfsten Mitteln vorgehen
- List

Tagesbefehl, 19/9/39

Die Kampfhandlungen stehen nach Vernichtung oder Gefangennahme des Gros des polnischen Heeres vor dem Abschluss. In den nächsten Tagen werden auch die vor der Armee in Ostgalizien noch Widerstand leistenden Feindgruppen vernichtet sein
Damit trifft für die Armee als neue Aufgabe die Befriedung des Landes und die Wiederherstellung geordneter Verhältnisse heran
Diese Aufgabe setzt eine Haltung von Führer und Truppe voraus, die der grossen Tradition der deutschen Wehrmacht und ihrer jetzt im Kampf gezeigten stolzen Leistungen entspricht. Handlungen und Massnahmen, die rechtlich und sittlich nicht einwandfrei sind, sind zu verwerfen. Ich erwarte von jedem Angehörigen der Wehrmacht und allen im Dienst der Wehrmacht eingesetzten Einheiten und Dienststellen, dass sie sich in ihrem Handeln und Auftreten ihrer Verantwortung gegenüber dieser neuen Aufgabe stets bewusst sind. Ich werde auf das strengste alles ahnden, was dem Ruf des Deutschen Soldaten und dem Ansehen des Deutschen Reiches abträglich ist
- List

Anlage zum Armeetagesbefehl, 19/9/39

Einstellung der Bevölkerung: Das Operationsgebiet der Armee deckt sich zum grössten Teil mit dem Gebiet des ehemaligen österreichischen Galizien. Ein grosser Teil der Bevölkerung, und zwar ausser den Deutschen die Schlonsaken im schlesischen Grenzgebiet und die Ukrainer, deren geschlossenes Siedlungsgebiet ostwärts des San beginnt, ist deutschfreundlich. Auch bei dem Grossteil der Pole, insbesondere bei der polnischen Landbevölkerung besteht der Wunsch nach Ruhe, Ordnung und Wiederherstellung geregelter Verhältnisse. Es ist besondere Wert darauf zu legen, dass die Einstellung dieser Bevölkerungsteile durch die Haltung der Truppe weiter gefördert wird. Als besonders werbend für die Deutsche Wehrmacht hat sich der Rücktransport der Flüchtlinge erwiesen.
Behandlung der Juden: Die Juden, die einen grossen Teil der Mittelschicht in den Städten bilden, sind deutschfeindlich. Sie werden auch vom grössten Teil der heimischen Bevölkerung abgelehnt. Seit Jahrhunderten beherrschen sie jedoch weitgehend den Handel, insbesondere den Kleinhandel in Polen. Bevor sie nicht ersetzt werden können, ist es im Interesse einer geregelten Versorgung der Bevölkerung notwendig, sie, soweit möglich unter Aufsicht, weiter arbeiten zu lassen. Eigenmächtige Massnahmen gegen die Juden haben unbedingt zu unterbleiben
Wiederherstellung der Sicherheit: Deutschfeindlich eingestellt sind auf dem Lande die Lehrer, die Klerus und der grösste Teil der intellektuellen Schicht in den Städten. Sie sind die Träger des polnischen Chauvinismus, dessen Mittelpunkt von jeher Krakau gewesen ist
Es ist damit zu rechnen, dass von dies Kreisen passive Resistenz geübt werden wird, sobald sich ihnen dazu die Gelegenheit zu bieten scheint

24/9/39

AOK Abt Ic/AO Nr.434/39g

Aussagen des Chefs des Stabes des poln Südarmee, Oberst von Morawski

Deutsche Gefangene, die er gesehen hat und um die er sich persönlich gekümmert haben will, sind nach seinen Angaben ritterlich behandelt worden. Er behauptet, dass ihn ein weinender 17 jähriger bayrischer Infanterist gefragt habe, ob ihnen nun wirklich die Augen ausgestochen würden. Er hält irgendwelche Misshandlungen deutscher Gefangener für ausgeschlossen und fordert in solchen Fällen strenge Bestrafung der Schuldigen

Und aus Dokumenten Gericht der 21 Inf Div
November 30 1939

Nach der Vernehmung wurde ich zur Kommandantur nach Thorn gebracht. Dort wurde ich von einem Nachr.-Offizier vernommen. Es war dies ein früherer österreichischer Kadett und Offizier, der, wie er selbst sagte, im Weltkrieg noch auf unserer Seite gefochten hatte. Dieser poln. Offizier, der im übrigen wieder die gleichen Fragen an mich stellte, nahm mir mein sämtliches Privateigentum außer Ring und Uhr persönlich ab. Obwohl ich ihn darauf aufmerksam machte, daß man mir bei der Division gesagt hatte, ich könne alles behalten, was ich jetzt noch bei mir habe, nahm er mir u. a. folgendes ab:
45,--RM Bargeld, die mir zurückgegebenen Schulterstücke u. das Hoheitsabzeichen, l silbernes Taschenmesser, mein Taschentuch, meine Privatpost, die Stiefelsporen mit Riemen. Er gab mir lediglich meine Erkennungsmarke wieder mit dem zynischen Hinweis, daß sie ja in Kürze ihren Zweck erfüllen werde. Auf meinen Hinweis, daß poln. Offiziere von den Deutschen bestimmt nicht derart behandelt würden, erklärte er: "Deutschland befinde sich mit Polen überhaupt nicht im Kriegszustand, da keine Kriegserklärung erfolgt sei. Wir seien also lediglich als Räuber, Mörder und Plünderer zu behandeln und nicht als Soldaten. Aus diesem Grunde komme ich auch ins Gefängnis". Ich wurde dann auch tatsächlich in das Thorner Gerichtsgefängnis gebracht, wo ich mit poln. Schwerverbrechern zusammen auf dem gleichen Flur, allerdings in einer Einzelzelle, untergebracht wurde.
In der Nacht vom 2. zum 3. 9. 1939 wurde ich von Soldaten herausgeholt und gemeinsam mit 9 bis 10 deutschen Zivilpersonen zu einem Ort in Thorn gebracht. Auf dem Wege wurden in der Dunkelheit die Volksdeutschen von den begleitenden Soldaten mehrfach mit dem Gewehrkolben gestoßen und geschlagen. Ich persönlich erhielt einen kräftigen Schlag, vermutlich mit dem Kolben, in den Rücken, so daß ich strauchelte. Auf dem ganzen Wege mußten wir die Hände auf dem Rücken halten. Unterwegs hatte man mir gesagt, daß ich am nächsten Morgen um 6 Uhr zusammen mit 7 anderen Soldaten erschossen werden würde, und zwar als Vergeltung dafür, daß bei einem deutschen Fliegerangriff auf Thorn Zivilpersonen getötet worden seien. Die 7 anderen deutschen Soldaten, darunter ein Flieger-Leutnant Wenk aus Bodenfels Sachsen (Ritter des goldenen Spanien-Kreuzes) bestätigten mir, als ich mit ihnen zusammen war, daß sie ebenfalls 12 Stunden in diesen Stuben gehalten wären. Die Namen der anderen Soldaten kann ich noch angeben. Tatsächlich wurden wir am nächsten Morgen um 6 Uhr gemeinsam herausgeführt und in die Gegend der Latrine gebracht. Als wir nun glaubten, daß wir erschossen werden sollten, wurde uns gesagt, wir seien nur zum Waschen geführt worden, der Erschießungsbefehl aus Warschau sei noch nicht da. Die Verpflegung an diesen beiden Tagen, d. h. für den 3. und 4. September, bestand nur aus trockenem Brot und Wasser, obwohl wir am 4. 9. 39 einen Marsch von 65 km machen mußten.
In der Nacht vom 3. zum 4. September wurde ein großer Gefangenentransport von Thorn nach Wlozlawek in Marsch gesetzt. Etwa l Stunde vor unserem Transport ging ein Transport von etwa 80 bis 100 Volksdeutschen Zivilpersonen ab, und zwar zu Fuß und von poln. Soldaten begleitet. Unser Transport bestand aus dem Flieger-Leutnant Wenk und mir, 6 deutschen Soldaten verschiedener Dienstgrade und Truppengattungen und etwa 40 Volksdeutschen. Während des Nachtmarsches hörten wir plötzlich vor uns zahlreiche Schüsse. Der unseren Transport führende Sergeant ging darauf mit uns auf ein Bauerngehöft an der Straße, wo wir die Nacht verblieben. Am nächsten Morgen trafen wir nach einem weiteren Marsch von 1 Stunde plötzlich auf den ersten Transport. Es bot sich uns ein grauenhaftes Bild. Die Polen hatten sämtliche Volksdeutsche, und zwar Frauen, Kinder und alte Männer, etwa 100 an der Zahl, größtenteils mit dem Kolben totgeschlagen, wie man deutlich sehen konnte, und den Rest erschossen. Dies war etwa 20 km südlich von Thorn. Wir sahen ferner, daß poln. Soldaten, vermutlich die Wachmannschaften, aus den anliegenden Gehöften alle Zivilpersonen, vermutlich Voldsdeutsche, und zwar Männer, Frauen und Kinder herausholten und erschossen. Es muß dies hart an der ehemaligen Reichsgrenze gewesen sein.
Auf unserem Weitermarsch fanden dauernd Mißhandlungen durch vor-oder zurückmarschierende Soldaten statt. So wurde ich persönlich aus einem haltenden Militärlastkraftwagen heraus mit einer Stange über den Kopf geschlagen. Leutnant Wenk wurde von Soldaten durch Faustschläge regelrecht niedergeschlagen. Er war Mißhandlungen besonders ausgesetzt, weil er Angehöriger der Luftwaffe war. Außerdem wurden wir dauernd von poln. Soldaten- auch Offizieren, mit beleidigenden Ausrufen wie: "Hitlerhunde, Hitlermörder" bedacht. Auch wurden häufig unsere Wachmannschaften aufgefordert, uns nicht weiterzuführen, sondern uns einfach umzulegen. Den Höhepunkt fanden die Mißhandlungen bei unserem Einmarsch in Wloczlawek. Zunächst einmal wurden wir von der Zivilbevölkerung, die uns in Horden beiderseits begleitete, auf bereits am Wege liegende ermordete Volksdeutsche aufmerksam gemacht mit dem Hinweis, daß es uns ebenso gehen würde. Dann folgten Steinwürfe und Würfe mit Holzstücken in unsere Reihen. Ich selbst erhielt einen Steinwurf in die linke Seite. Ein Gefreiter, der vor mir ging, erhielt von einem poln. Zivilisten einen Messerstich in den Rücken. Soweit mir bekannt ist, ist er am Leben geblieben. Ein Volksdeutscher, der in der Reihe vor uns Soldaten ging, wurde, da er vor Schwäche taumelte, von einem Zivilisten kurzerhand mit der Pistole durch einen Kopfschuß getötet. Die etwa 30 Mann starke Wachmannschaft war meines Erachtens gegen den Pöbel machtlos, hat aber auch ernstlich nichts zu unserem Schutz unternommen. Ein hoher poln. Marineoffz. aus Gdingen, der dort Kommandant war und bei dem ich mich späterhin beschwerte, erwiderte, wir könnten noch froh sein, daß wir nicht alle abgeschlachtet worden wären. Er könne für nichts garantieren. ...
Am 12. 9. 39 kamen wir in Kutno an. Dort trafen wir mit 11 Offz. und 550 Soldaten unserer 30. Division zusammen. Dort wurden sämtliche Offiziere (11 oder 12) in einen engen Raum gesperrt, so daß einer über dem anderen liegen mußte. Man ließ uns dort nicht einmal zum Austreten aus dem Raum heraus, obwohl einige von uns, darunter auch ich, infolge der tagelangen Strapazen und schlechten Ernährung eine ruhrähnliche Krankheit hatten. Als ich mich darüber beschwerte, wurde mir von der Wache gesagt: "Scheiß Dir in die Hose, Du Hund". Auf meine weitere Beschwerde bei dem verantwortlichen poln. Hauptmann über schlechte Behandlung erklärte mir dieser, das geschehe alles aus Vergeltung, weil deutsche Flugzeuge vergiftete Schokolade und Bonbons abgeworfen hätten und Kinder u. Frauen daran gestorben seien. Er gebärdete sich ganz fanatisch und erklärte, wenn er Gelegenheit hätte, nach Ostpreussen zu kommen, so würde er dort keinen Menschen leben lassen
- Udo von Ritgen, Leutnant, Ordonnanzoffizier I/IR 3

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BeitragBeitrags-Nr.: 176264 | Verfasst am: 28.09.2009 - 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht Udo von Ritgen, einfach Udo Ritgen Zwinkern

Der Bericht findet sich auch in der Chronik der 21.ID Lachen

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BeitragBeitrags-Nr.: 176265 | Verfasst am: 28.09.2009 - 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:
Nicht Udo von Ritgen, einfach Udo Ritgen Zwinkern

Jan-Hendrik


Als wir hier in England sagen: Ooops!

Cu
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BeitragBeitrags-Nr.: 176267 | Verfasst am: 28.09.2009 - 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Macht nix Zwinkern

Ist ein Cousin von Helmut Ritgen, mit dem ich auch schon mal bei einem Glas Wein Plaudern durfte. Lieder wohnt Udo unten am Bodensee, also gaaanz weit von mir weh. Den hätt ich auch gern mal persönlich interviewt Zwinkern

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BeitragBeitrags-Nr.: 176268 | Verfasst am: 28.09.2009 - 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fragte mich, ob er ein Verwandter war. Und Beide sind immer noch lebendig?
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BeitragBeitrags-Nr.: 176269 | Verfasst am: 28.09.2009 - 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Jepp, meines Wissens nach sind beide noch sehr lebendig... Zwinkern

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BeitragBeitrags-Nr.: 176274 | Verfasst am: 28.09.2009 - 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

Gut gemacht! Winken
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BeitragBeitrags-Nr.: 176580 | Verfasst am: 09.10.2009 - 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Und weiter gehts..die folgenden Dokumente stammen aus dem KTB des AOK8:

http://i35.tinypic.com/2yo7rbl.jpg

http://i37.tinypic.com/35lyjhk.jpg

http://i33.tinypic.com/1z192qw.jpg

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BeitragBeitrags-Nr.: 176586 | Verfasst am: 09.10.2009 - 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Auch ganz interessant:

http://ia311002.us.archive.org/0/items/W ... VorgeschichteDesKrieges1940128S.Scan.pdf
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BeitragBeitrags-Nr.: 177109 | Verfasst am: 26.10.2009 - 07:14    Titel: Antworten mit Zitat

The Ice hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

weiß jemand von Euch, welche deutschen Panzerregimenter oder Abteilungen am 3. September 1939 bei Tuchlerheide bzw. am Brocheübergang (oder Brochoübergang) eingesetzt waren?

Würde mir sehr helfen...

The Ice



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i.A.

Jan-Hendrik
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