Kavallerieverbände des Heeres ab 1942
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 175899 | Verfasst am: 19.09.2009 - 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Den genauen Anfangsbestand und den genauen Typ an 'VK' Panzern habe ich noch nicht herausfinden können. Die Kriegsgliederungen der 4. Kav.Brig. zeigen jedoch, dass sie mit 2 cm Kwk bewaffnet waren.


Auf jeden Fall erging vom Ia/AOK 2 am 2.8.44 folgendes Fernschreiben an die Heeresgruppe:

Die kriegsgliederungsmäßig zur 4.Kav.Brg. (s.Kav.Abt.) gehörige Panzerschwadron 221, ausgerüstet mit Versuchspanzern, verfügt z.Zt.nur noch über einen einsatzbereiten Panzer (V k).
Besteht Aussicht auf Auffrischung und Ausstattung mit Panzer IV?
Sonst Auflösung der Panzer-Schwadron beabsichtigt.

.........................................................A.O.K. 2- Ia
...........................................................5102/44 geh.


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BeitragBeitrags-Nr.: 189730 | Verfasst am: 24.10.2010 - 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Laut Panzerlage Ost meldete das Kav.Rgt. Mitte am 10.12.1943 5 einsatzbereite Pz.III kurz und 7 einsatzbereite Pz.II, sowie 6 in instandsetzung.

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BeitragBeitrags-Nr.: 192557 | Verfasst am: 17.02.2011 - 16:59    Titel: Reiter Verband Boeselager / Kav.Rgt. Mitte Antworten mit Zitat

RV Boeselager / Kavallerie-Regiment Mitte

Das Jahr 1943 brachte in der Geschichte der deutschen Kavallerie gravierende Veränderungen. Am 31. März 1943 erfolgte die Umbildung der Waffengattung „Schnelle Truppen“ in die Waffengattung „Panzertruppen“. Es schieden damit die Kavallerieformationen und Radfahrertruppen sowie die Aufklärungs-Abteilungen bzw. die Füsilier-Bataillone der Infanterie-Divisionen aus der Waffengattung „Schnelle Truppen“ – die sie bisher zusammen mit den gepanzerten Truppen, motorisierten Schützen-Regimentern und Panzerjäger-Abteilungen gebildet hatten – aus und wurden zur Waffengattung „Infanterie“ (In 2) überführt. Innerhalb der Abteilung In 2 wurde nunmehr das Referat „Kavallerie und Radfahrer“, mit Major Erik v. Amsberg als Sachbearbeiter gebildet.
Gemäß Ob.Kdo. H.Gr. Mitte Ia 387/43 geh. vom 14.1.43 war die Aufstellung des „Reiterverbandes Boeselager“ befohlen worden. Sie erfolgte im Raum Nowosselki, 20 km westlich von Smolensk. Naturgemäß war es der Aufklärungs-Abteilung 6 und besonders der 1. (Reiter) Schwadron, die Boeselager im Westfeldzug und im Russlandeinsatz bis Anfang 1942 geführt hatte, vorbehalten, den Stamm des neuen Reiterverbandes zu bilden. Die 1. Aufkl.Abt. 6 wurde nun auch die 1. Schwadron der nach ihrem Kommandeur benannten Reitergruppe. Außerdem wurden gem. Vfg Reiter-Verband Boeselager Ia 8/43 geh. vom 6.2.1943 mit Wirkung vom 27.1.43 gebildet:
2. (Reiter) Schwadron: aus 3. (Reiter) Schwadron der AA 34 (später Radf.Abt. 34) der 34. Inf.Div.
3. (Reiter) Schwadron: aus 1. (Reiter) Schwadron der AA 35 der 35. Inf.Div.
4. (Reiter) Schwadron: aus 1. (Reiter) Schwadron der Schnellen Abteilung 102 der 102. Inf.Div.
5. (schwere) Schwadron. – Später ging dann auch der Reiterverband „Trubtschewsk“ im Reiterverband Boeselager auf und am 28.03.1943 bildete die Reiterschwadron der Schnellen Abteilung 186 (ehem. AA 186) eine 6. Schwadron in dieser neu aufgestellten Formation.
Die Reiter-Schwadronen wurden mit dem MG 42 und einer Granatwerfergruppe ausgerüstet. Die schwere Schwadron erhielt außer einem sMG-Zug zu 4 MG einen GrWf.-Zug mit 6 schw. Werfern und ein Zug 10,5 cm Leicht-Geschütze, eine neue Waffe, der außerordentlich viel Vorschusslorbeeren erteilt wurden und deren Wirkung deshalb auch von Boeselager zunächst überschätzt worden war. Die Sollstärke der ersten 5 Schwadronen betrug 5 Offiziere, 160 Unteroffiziere, 920 Mann sowie 1.123 Pferde. Diese Mannschaftsstärke konnte jedoch erst ab Ende Februar nach Eingliederung von 350 Kosaken (des Reiterverbandes „Trubtschewsk“) erreicht werden.
http://www.bilder-hochladen.net/files/2dwr-ga-jpg.html
Gemäß Umgliederungsverfügungen
1. B e f e h l für die Aufstellung eines Kav.Rgts. b. Ob.Kdo. H.Gr. Mitte. Gem. OKH Gen. St. d. H./Org.Abt. (I) Nr. 2721/43 geh. v. 16.3.43.
2. B e f e h l für die Aufstellung des „Kav.Rgts. Mitte“. Gem. OKH Chef HRüst. u. BdE, AHA Ia (I) Nr. 11076/43 geh. v. 31.3.43 wurde ab Anfang April aus dem Reiterverband Boeselager ein Kavallerie-Regiment gebildet. Außer den schon bestehenden Schwadronen wurden eingegliedert: Stab Aufkl.Abt. 131; 1. (Reiter) Schwadron AA 152; 1. (Reiter) Schwadron Schnelle Abt. 187; 1. (Reiter) Schwadron Schnelle Abt. 330; 2. (Reiter) Schwadron Reiterverband Winning; Aufkl.Schwadron Schnelle Abt. 251 (für MG-Schwadron); 3. (schwere) Schwadron AA 102 (für 1. Schwadron Kav.Geschütz-Abt.).
Das Kavallerie-Regiment Mitte bestand demzufolge aus Regimentsstab, I. Abteilung mit 1.- 4. Schwadron, II. Abteilung mit 5. - 8. Schwadron, III. Abt. mit 9. - 12. Schwadron, 13. schwere Stabs-Schwadron, 14. Nachrichten-Schwadron und Kavallerie-Geschütz-Abt. mit 1. - 3. Schwadron und schwerer MG-Schwadron. Die Nummerierung der Schwadronen hat wohl ab und zu gewechselt. So bildete z.B. die aus der 1./Aufkl.Abt. 102 hervorgegangene 4. Schwadron Reiterverband Boeselager zunächst die 9./Kav.Rgt. Mitte. Am 14.08.1943 wurde der schwere Zug dieser Schwadron (s.MG und GrWf.Gruppe) an die 12. Schwadron abgegeben und am 19.08.1943 die 9. Schwadron (Gem. Abt.Bef. 18 der III./Kav.Rgt. Mitte vom 18.4.43) in 11./Kav.Rgt. Mitte umbenannt.
http://www.bilder-hochladen.net/files/2dwr-gc-jpg.html
Das Oberkommando der Heeresgruppe Mitte verfügte außerdem am 08.08.1943 mit Befehl Ia Nr. 8558/43 geh.:
[…]
4. zum Kav.Rgt. Mitte sind kommandiert und in jeder Hinsicht unterstellt:
a) Pz.Kp. 221 (O.Kdo. H.Gr. Mitte, I A Nr. 6540/43 g. v. 20.6.43). Für die Pz.Kp. 221 ist ein eigener Zustandsbericht einzureichen.
b) 2. Pz.-Spähwagen des O.Kdo. H.Gr. Mitte.
c) 1 Fla-Zug der 4. (Fla)/615.
d) 3. u. 5./Nachsch.Ko.Abt. 507 (O.Kdo. H.Gr. Mitte, OQu./Qu. 1 Nr. 5949/43 geh., I. u. II. Ang. vom 4.5. u. 13.5.43).
5. Die beim Kav.Rgt. über die mit Bezug 1.) befohlene Gliederung hinaus bereits vorhandenen Einheiten:
Nachr.Schwadron, J-Staffel beim Rgt.Stab, J-Trupp bei der Stabs-Kp., MTW-Zug, Chirurgen-Gruppe, Lazarett-Staffel, le.Kw.Kol. usw. sind der H.Gr. zum 20.8. unter Angabe der Stärke und Bewaffnung zu melden. Es ist beabsichtigt, diese Einheiten überplanmäßig bestehen zu lassen. Anforderungen personeller und materieller Art für diese Einheiten sind an die H.Gr. zu richten mit dem Vermerk: „nicht von OKH etatisiert“.
6. Das T r o m p e t e r – K o r p s wurde mit OKH Chef HRüst u. BdE 24 f Tr.Abt. (IIIa) Nr. 5909/43 geh. vom 30.6.43 etatisiert […]
Regimentskommandeur dieses vielseitigen und kampfstarken Verbandes blieb der am 01.06.1943 eben erst zum Major beförderte Georg v. Boeselager.
Quelle: Deutsches Soldatenjahrbuch 1970, S. 161: Die deutsche Kavallerie im 2. Weltkrieg - Zur Chronik ihrer Wiedergeburt - Teil III, von Major Dr. Heinz Radke
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BeitragBeitrags-Nr.: 192558 | Verfasst am: 17.02.2011 - 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

Gliederung und Offz.Stellenbesetzung Kav.Rgt. Mitte am 07.05.1943

Regiments-Stab (aus Fü.St. RV Boeselager); FPN: 15 493
O.U.: Teljaschi
Major Georg Frhr. v. Boeselager
Oberleutnant d. Res. Heinrich Düren
Leutnant d. Res. Bernhard Frhr. v. Oldershausen
Leutnant d. Res. Christoph Graf von Saurma-Jeltsch
Oberarzt d. Res. Dr. Ludwig Liebl
Stabsveterinär Dr. Herbert Kiltz
Stabszahlmeister Zahr
Oberzahlmeister Buschmann

9. (Ausb.-) Schwadron (aus 4. Schwdr. RV Boeselager); FPN: 25 408
Oberleutnant d. Res. Karl Dresler
Leutnant Wolff Schulz-Wolfframsdorff
Leutnant Walther v. Eichel
Leutnant Kurt Capellmann
Oberveterinär d. Res. Otto Mangold

In Aufstellung begriffen: 13. (Schwere) Schwadron; FPN: 59 437
mit Kradschützen-Zug, Pz.Späh-Zug, Pak-Zug und Pionier-Zug

14. (Nachr.-) Schwadron; FPN: 12 678
Leutnant d. Res. Hermann Kottmann als Führer

Leichtgeschütz-Bttr. (vorerst gebildet aus Tle. der 5. Schwdr. RV Boeselager); FPN: 26 753
Leutnant d. Res. Gerhard Meier als Führer / Art.Ers.u.Ausb.Abt. 75 (mot.)

Stab I. Abteilung (Neuaufstellung, Tle. 1./Aufkl.Abt. 129); FPN: 17 389
O.U.: Raum Pochodnewa
Rittmeister Philipp Frhr. v. Boeselager
Leutnant d. Res. Peter Müller
Oberleutnant Wieprecht v. der Schulenburg
Leutnant d. Res. Günther Bommers
Oberveterinär d. Res. Dr. Aloys Fester
Unterarzt d. Res. Dr. Kurt Waltinger
Oberzahlmeister Obermeier

1. Reiter-Schwadron (aus 1. Schwdr. RV Boeselager); FPN: 01 386
Oberleutnant d. Res. Wilhelm König
Leutnant d. Res. Udo v. der Chevallerie
Leutnant Werner Mosig v. Aehrenfeld
2. Reiter-Schwadron (aus Tle. Reit.Schwdr. 31 u. 131); FPN: 14 857
Oberleutnant Hans Joachim Köhler
Leutnant Hubertus v. Richter
Leutnant d. Res. Karl-Ludwig Heyland
Veterinär d. Res. Rudolf Storch
3. Reiter-Schwadron (aus Reit.Schwdr. 186); FPN: 24 820
Oberleutnant Gustav Friedrich
Leutnant d. Res. Otto Hasselbeck
Leutnant d. Res. Horst Fischer
Leutnant Detlef v. Storch
Oberveterinär d. Res. Franz Gundermann
4. Schwere-Schwadron (aus Reit.Schwdr. 152); FPN: 17 430
Oberleutnant d. Res. Heinz Simon
Leutnant Ernst-Burghardt v. Möller
Leutnant Hans Joachim Witte
Leutnant Heinrich Müdder

Stab II. Abteilung(Neuaufstellung); FPN: 58 370
O.U.: Raum Gorochowa
Rittmeister Walther Schmidt-Salzmann
Leutnant d. Res. Kunata Graf Kottulinski
Leutnant d. Res. Hans Joachim Hauke
Oberveterinär d. Res. Otto Hemprich
Unterartz d. Res. Dr. Hans Fuchs
Kr.Zahnarzt Dr. Schmederer
Oberzahlmeister Babelick

5. Reiter-Schwadron (aus 2. Schwdr. RV Boeselager); FPN: 25 482
Oberleutnant d. Res. Wilhelm Beseler
Leutnant Heinrich Frhr. v. Levetzow
Leutnant Helmut Frhr. v. Pechmann
Leutnant Friedrich v. Hülst
6. Reiter-Schwadron (aus Reit.Schwdr. 187 u. 331); FPN: 03 283
Oberleutnant d. Res. Gerhard Lindemann
Leutnant d. Res. Günther Walther-Weißbeck
Leutnant Dietrich Frhr. v. Buddenbrock
Leutnant Peter v. Somnitz
7. Reiter-Schwadron (aus Reit.Schwdr. 330); FPN: 18 709
Oberleutnant Hans Galle
Leutnant d. Res. Erdmann v. Burgsdorff
Leutnant Benuar Albert
Veterinär d. Res. Dr. Robert Schulte
8. Schwere Schwadron (aus 3. Reit.Schwdr. RV Boeselager); FPN: 17 936
Rittmeister Götz Dyckerhoff
Leutnant Hermann Kortmann
Leutnant d. Res. Henning Oehler
Leutnant Sven Hallström

z.b.V.
Rittmeister Hans Jürgen v. Bassewitz
Oberzahlmeister Pietsch
Oberzahlmeister Scholz

Ersatztruppenteile:
Reiter
Kav.Ers.u.Ausb.Abt. 8, Oels/Schlesien; Kav.Ers.Abt. 5, Stolp/Pommern; Kav.Ers.Abt. 1, Sudauen (Suwalki)/poln. Ostpreußen
Kradschützen
Ers.u.Ausb.Btl. 4, Stahnsdorf
Artillerie
Ers.u.Ausb.Abt. (mot.) 75, Eberswalde
Panzerjäger
Ers.u.Ausb.Abt. 3, Berlin
Ersatz-Kompanie für Pionierzug (mot.) Frankfurt/Oder

Sollstärke der Reiter-Schwadron: 301 Mann und 339 Pferde;
3 Reiterzüge je Zug 3 l.MG 34 und 3 l.MG 42
1 schwerer Zug mit 2 s.MG 34 und 2 s.MG 42
Schwere Schwadron:
2 s.MG-Züge je Zug 2 s.MG 34 und 2 s.MG 42
1 Gr.Wf.Zug zu 6 Werfer 8 cm
Quelle: Hans Joachim Witte/Peter Offermann, Die Boeselagerschen Reiter
Das Kavallerie-Regiment Mitte und die aus ihm hervorgegangene 3. Kavallerie-Brigade/Division
Schild-Verlag, München 1998, S. 49ff
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BeitragBeitrags-Nr.: 192566 | Verfasst am: 17.02.2011 - 23:19    Titel: Antworten mit Zitat

Aufstellung und Einsatz des Kavallerie-Regiments Nord im Jahre 1943

Gemäß Befehl OKH/Gen.St.d.H./Org.Abt. Nr. I/2451/43 geh. Kdos. vom 23.5.1943 wurde die Auf-stellung des Kavallerie-Regiments Nord bei der Heeresgruppe Nord befohlen. Zum Aufstellungsort wurde die Stadt Fellin und ihre nähere Umgebung in Estland bestimmt. Während des Einsatzes des Regiments im Rußlandfeldzug blieb Fellin in gewisser Weise sein Garnisonort. Kommandeur des Regiments wurde der bisherige Kommandeur der Aufkl.Abt. 12, Major Prinz zu Salm-Horstmar.
Die Aufstellung des Regiments wurde von OB der HGr. Nord, GFM v. Küchler, der dem neuen Verband während des ganzen Zeitraumes besonders verbunden blieb, gefördert.
Zur Komplettierung des Rgts. wurden vor allem die Reiter-Schwadronen der Aufklärungs-Abteilungen der Infanterie-Divisonen der 16. und 18. Armee aus dem Bereich der Heeresgruppe Nord herausgezogen, u.a. die 1./AA 12, 1./AA 32 und 1./AA 122. Die 1./AA 123 (ehemals 5./Kav.Rgt. 8) bildete die 2./Kav.Rgt. Nord, die 1./AA 122 am 23.11.1943 die 9./Kav.Rgt. Nord, welche dann am 23.04.1944 in 8./Kav.Rgt. Nord umbenannt wurde.

Gliederung des Kav.Rgt. Nord ab dem 01.06.1943
Regiments-Stab mit Stabs-Schwadron (mot.), Nachrichten-Zug (t.mot)
Stab I. Reiter-Abteilung mit
1. Reiter-Schwadron
2. Reiter-Schwadron
3. Reiter-Schwadron
4. (schwere) Schwadron mit 2 s.MG-Zügen und 1 Gr.Wf.-Zug
Stab II. Reiter-Abteilung mit
5. Reiter-Schwadron
6. Reiter-Schwadron
7. Reiter-Schwadron
8. (schwere) Schwadron mit 2 s.MG-Zügen und 1 Gr.Wf.-Zug

Für das Regiment war folgende STAN¹-Stärke vorgesehen:

Stabs-Schwadron = 7 Offz., 20 Uffz. und 200 Mannschaften (zus. 227 Mann);
I. und II. Reit.Abteilung zu je 5 Schwadronen = 20 Offz., 250 Uffz. und 1.980 Mannschaften (2.250);
Rgts.Ferntroß ( Vers.Kp., Vet.Kp. u. San.Staffel) = 4 Offz., 20 Uffz. und 200 Mannschaften (224);
Gesamtstärke = 31 Offiziere, 290 Unteroffiziere und 2.380 Mannschaften (2.701).
Jede Reiter-Schwadron sollte gegliedert werden:
Schwadronstrupp = 1 Offz., 3 Uffz. und 6 Mannschaften (zus. 10 Mann);
3 Züge² zu 4 Gruppen mit 1/5/48 = 3 Offz., 20 Uffz. und 192 Mannschaften (215);
Gesamtstärke der Schwadron = 4 Offz., 23 Uffz. und 198 Mannschaften (225).
Anmerkung:
¹) STAN = Stärkeausrüstung-Nachweisung
²) Die Offizierstellen des 2. und 3. Zuges waren mit Portepee-Unteroffizieren besetzt.
Zeitweise betrug in der Aufstellungs- und ersten Einsatzphase die Schwadronsstärke 250 - 300 Mann.
http://www.bilder-hochladen.net/files/2dwr-gd-jpg.html
Als Ersatztruppenteil war dem Regiment zunächst die Aufkl.Ers.Abt. 1 in Sudauen, ab Dezember 1944 dann die Kav.Ers.Abt. 100 in Lüneburg zugewiesen. Die Spezialteile des Regiments erhielten folgende Ers.Tr.Tle:
Pionier-Zug = die Pi.Ers.Kp. 218 in Berlin-Spandau;
Erkundungs-Zug, Pz.Jg.Zug und Gruppe Führer = zunächst Pz.Aufkl.Ers.u.Ausb.Abt. 24 in Insterburg ab Mai 1944 Pz.Aufkl.Ers.Abt. 3 in Bad Freienwalde;
Art.Abt. = lei. Art.Ers.u.Ausb.Abt. 75 (mot.) in Neuruppin.

Das besondere Kennzeichen des Regiments war der Totenkopf der Danziger Leibhusaren, welcher zunächst von den Angehörigen des Regimentstabes und der Abteilungsstäbe sowie der 1. und 5. Schwadron an der Mütze (zwischen Kokarde und Hoheitsadler) getragen wurde.
Am 01.10.1943 wurde unter Zuführung von Mannschaften des bisherigen „Sperrverbandes Nord“, Abgaben der Reiter-Schwadronen und Ersatzgestellung von Spezialwaffengattungen eine Stabs-Schwadron aufgestellt. Diese setzte sich zusammen aus der Gruppe Führer, dem VW-Aufkl.Zug, zunächst als Erkundungs-Zug bezeichnet, (mit Zugtrupp und je 1 Gruppe Schwimmwagen und VW-Kübelwagen), dem Pionier-Zug und dem Panzerjäger-Zug (letzterer mit franz. 7,5 cm Pak angeprotzt an Halbketten-Zugmaschinen). Bis auf weiteres wurde dieser Stabs-Schwadron auch der tmot. Nachrichten-Zug des Regiments unterstellt.
Am 23.11.1943 wurde die bisherige 1. (Reitende) Schwadron der Aufkl.Abt. 112 als 9. Reitende Schwadron im Kavallerie-Rgt. Nord aufgestellt.
Die Aufstellung einer (Reitenden) III. Abteilung war ursprünglich vorgesehen. Im Rgts.Tagebuch ist unter dem 24.05.1944 hierzu vermerkt: „Die 11. Schwadron, die den Stamm für die III. Abteilung bilden sollte, […] ist jetzt wieder aufgelöst, weil aus der 3. Abteilung ja nichts wird.“ […]
Organisch zum Regiment gehörte auch ab Okt. 1943 eine (die Waffenfarbe Gelb tragende) mot. Artillerie-Abteilung, die zunächst über Rgts.Stab, Stabs-Bttr. und 2 schießende lFH-Bttrn. gezogen von Raupenschlepper Ost (RSO = Vollketten-Schlepper), verfügte. Die Aufstellung der 1. Batterie Kav.Rgt. Nord erfolgte durch Vfg. OKH ChHRüst.u.BdE AHA/Ia (I) Nr. 40265/43 geh. v. 14.10.1943 am 01.11.1943.
Ausrüstung und Bewaffnung des Rgts. war ausgezeichnet. Das Pferdematerial war trotz der späten Kriegsphase als überdurchschnittlich gut zu bezeichnen. Eine „Schimmel“-Schwadron verfügte sogar über Berber-Pferde aus der französischen Kriegsbeute. Sämtliche Reiter waren ausnahmslos mit dem Sturmgewehr 44, welches bereits seit 1943 für das neu aufgestellte Regiment ausgeliefert worden war, bewaffnet. Gemeinsam mit dem MG 42 der Reitergruppe ergab dies eine außerordentlich hohe Feuerkraft. Auch die Schwimm-VW und VW-Kübel des Aufkl.Zuges waren jeweils mit 1 MG, das als „Bord“-MG eingesetzt werden konnte, bewaffnet. Die mittleren Gr.Wf.-Züge der schw. Schwadronen wurden mit landesüblichen Pferdefahrzeugen (Panje-Wagen/Panje-Schlitten) beweglich gemacht.
Trotz der sehr kurzen Aufstellungsphase in Fellin/Estland – einige Schwadronen hatten kaum länger als 4 Wochen bestanden – war das Regiment Nord sehr schnell für den Krieg einsatzbereit. Schon Anfang Okt. 1943 war die I. Abt. des Kav.Rgt. Nord in den Raum Wesenberg an der Nordküste von Estland zur Sicherung der bei Kiviölü geförderten Öl- und Schiefervorkommen verlegt worden.
In den ersten Tagen des November 1943 wurde auch die noch in der Aufstellung befindliche II. Abteilung mit dem Regiment verladen und im Eisenbahn-Trsp. über Walk – Pleskau in den Raum Ostrow – Palkino zur Partisanenbekämpfung verlegt. Der Rgts.Gef.Stand befand sich zunächst in Palkino, ab dem 01.12.43 in Slakowitschi und in der zweiten Dezemberhälfte in Karamyschewo.
Bis Weihnachten 1943 waren die Schwadronen des Regiments schwerpunktmäßig zur Sicherung der Bahnstrecke Pleskau – Staraja Russa im Frontverlauf der 16. Armee (AOK 16) eingesetzt. Kampfkräftige Partisanengruppen und deren Sprengkommandos hatten bislang in jeder Nacht ganze Gleisteile abmontiert und die Strecke bis zu 50 Mal durch Sprengungen unterbrochen.
Quelle: Deutsches Soldatenjahrbuch 1973, S. 310: Die deutsche Kavallerie im 2. Weltkrieg - Zur Chronik ihrer Wiedergeburt - Teil V, von Oberstleutnant i.G. Dr. Heinz Radke
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Aufstellung des Kavallerie-Regiment Süd

Im Bereich der HGr. Süd wurde am 01.06.1943 gemäß Aufstellungsverfügung
a) OKH / GenStdH / Org.Abt. Nr. I / 2541/43 geh. Kdos. v. 25.51943,
b) Oberkommando d. H.Gr. Süd / Ia / Nr. 1723/43 geh. v. 25.5.1943
das Kavallerie-Regiment Süd aufgestellt.
Die Formierung des neuen Rgts.Verbandes erfolgte im Raum Saporoshje (südlich Dnjepropetrowsk in der Ukraine) in einem volksdeutschen Siedlungsgebiet. So lag z.B. die 1. Reiter-Schwadron des Regiments in dem deutschsprachigen Dorf Neuendorf.
Mit der Führung des Rgts. Süd ist Major Ludwig-Ferdinand Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, vom Kav.Rgt. 18, beauftragt worden. Rgts.Adjutant war Rittmeister Rudolf Bacherer jr., welcher ebenfalls vom im Kav.Rgt. 18 war und von der Aufkl.Abt. der 35. Inf.Div. kam.
Das Kav.Rgt. Süd war zunächst dem Oberkommando der HGr. Süd direkt unterstellt. Eine Änderung des Unterstellungsverhältnisses zum AOK 6 trat am 15.07.1943 ein.
Der neu aufgestellte Rgts.Stab mit dem Nachr.Zug ist aus dem Stamm der Aufkl.Ers.Abt. 18 (Wehrkreis V, Stuttgart-Bad-Cannstatt) und Aufkl.Ers.Abt. 17 (Wehrkreis XIII, Bamberg) gebildet worden.
Die bisherige Reiter-Schwadron der Aufkl.Abt. 46 (der 46. Inf.Div.) ist am 01.06.1943 die 1. Schwadron Kav.Rgt. Süd, die Reiter-Schwadron der Aufkl.Abt. 117 (der 111. Inf.Div.) die 2. Schwadron des neuen Regiments. Letzter kam am 17.06.1943 in den Aufstellungsraum. Weiterhin kam am 18.06.1943 die Reiter-Schwadron der Aufkl.Abt. 9 (der 9. Inf.Div.) und die Reiter-Schwadron der 101. Jäger-Division, welche in dem Regimentsverband als 3. und 4. (MG-)Schwadron eingegliedert wurden.
Am 15. Juli 1943 erfolgte die Aufstellung des Stabes I. Abteilung Kavallerie-Regiment Süd aus dem Stamm der Aufklärungs-Ersatz-Abteilung 18.
Dem Kavallerie-Regiment Süd wurden folgende Feldpostnummern (FPN/FpNr.) zugeteilt:
57 890 = Regimentsstab
59 244 A = Stab der I. Abteilung
59 244 B = 1. Schwadron
59 244 C = 2. Schwadron
59 244 D = 3. Schwadron
59 244 E = 4. Schwadron

Mit Aufstellungsverfügung Oberkommando der H.Gr. Süd / Ia / Nr. 2405/43 geh. v. 30.7.1943 wurde die 5. Schwadron (FPN: 11 084 B) und eine leichte Geschütz-Batterie (FPN: 10 291 B) am 28.08.1943 neu aufgestellt. Infolge zu starker Verluste musste die le. Gesch.Bttr. am 15.09.1943 wieder aufgelöst werden.
Am 22.11.1943 fiel bei Kampfhandlungen nördlich von Shitomir der Rgts.Kdr., Oberstleutnant Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg mit seinem Adjutanten Rittmeister Bacherer. Wegen Tapferkeit vor dem Feinde wurde wurde der Oberstleutnant posthum am 15.02.1944 mit dem RK d. EK ausgezeichnet. Nach dem Tode von Prinz zu Sayn-Wittgenstein übernahm Major Rohan die Führung des Kav.Rgts. Neuer Rgts.Adjutant wurde Oberleutnant d.R. Ernst-Viktor Reichsgraf von Hochberg, Freiherr zu Fürstenstein, vom Kav.Rgt. 8, welcher jedoch am 08.01.1944 in Buraki bei Berditschew vermisst wurde.
Kommandeur der I. Abteilung war Rittmeister Franz-Dieter v. Wagenhoff (Kav.Rgt. 8).
Dem Kavallerie-Regiment Süd werden weitere Schwadronen zugeführt. So trat am 10.12.1943 die Reiter-Schwadron der 68. Inf.Div. (lt. Vfg. Obkdo. d. H.Gr. Süd / Ia / Nr. 3841/43 geh. v. 24.11.1943) als 6. Schwadron (FPN: 11 084 C) zum Regiment.
Ab 15.12.1943 erfolgte eine Änderung in der Ersatzgestellung. Die Kav.Ers.Abt. 100 in Lüneburg (WK X Hamburg) wird neuer Ersatztruppenteil. Gleichzeitig stellte man mit dem am 15.12.1943 den Stab der II. Abteilung neu auf.

Nach den Stammtafeln des Regiments erfolgte die Aufstellung durch Zuführung/Abgaben folgender Verbände:
01.06.1943: Rgts.Stab mit Nachr.Zug (Neuaufstellung) = Stamm von der Aufkl.Ers.Abt. 17 u. 18
15.07.1943: Stab I. Abteilung (Neuaufstellung) = Stamm von der Aufkl.Ers.Abt. 18
01.06.1943: 1. Reiter-Schwadron (i. Zuführung) = 1. Reiter-Schwdr. Aufkl.Abt. 46 (46. Inf.Div.)
17.06.1943: 2. Reiter-Schwadron (i. Zuführung) = 1. Reiter-Schwdr. Aufkl.Abt. 117 (111. Inf.Div.)
18.06.1943: 3. Reiter-Schwadron (i. Zuführung) = 1. (Reiter) Schwdr. Aufkl.Abt. 9 (9. Inf.Div.)
18.06.1943: 4. Schwere Schwadron (i. Zuführung) = 1. (Reiter) Schwdr. Aufkl.Abt. 101 (101. Jg.Div.)
02.08.1943: Stab II. Abteilung (Neuaufstellung)
02.08.1943: 5. Reiter-Schwadron (Neuaufstellung)
02.08.1943: 6. Reiter-Schwadron (Neuaufstellung)
02.08.1943: 7. Reiter-Schwadron
02.08.1943: 8. Reiter-Schwadron
02.08.1943: Stabs-Schwdr. mit Nachr.Zug, Pak-Zug, Pi.Zug und 1 Fahr-Schwdr. (Neuaufstellung)
28.08.1943: leichte Geschütz-Bttr. (Neuaufstellung), die Bttr. wurde bereits am 15.09.1943 wegen der
starken Verluste wieder aufgelöst
02.08.1943: Nachr.Zug für die I. Abteilung (Neuaufstellung
02.08.1943: Nachr.Zug für die II. Abteilung (Neuaufstellung)

Als aufstellender Wehrkreis war der Wehrkreis VIII (Breslau) befohlen, Ersatztruppenteil wurde die Aufkl.Ers.Abt. 8 in Oels/Schlesien, ab dem 05.12.1943 wurden Wehrkreis X (Hamburg) und die Kav.Ers.Abt. 100 zuständig.
Weitere Auszüge der Stammtafel verzeichnen:
10.12.1943: 6. Reiter-Schwadron (i. Zuführung) von Reiter-Schwdr. (Aufkl.Abt. 168) der 68. Inf.Div.
15.12.1943: Stab II. Abteilung „neu aufgestellt“, Stamm von Reiter-Schwdr. der Aufkl.Abt. 168
15.12.1943: 5. Schwadron (zugeführte 5. Schwadron von I. Abteilung Kavallerie-Regiment Süd)
Das Kavallerie-Regiment Süd war zunächst der HGr. Süd direkt unterstellt, ab dem 15.07.1943 der 6. Armee, XXXXIV. Korps (HGr. A) und anschließend der HGr. Süd, 4. Pz.Armee, XIII. AK.
Im Verband des XIII. AK der 4. Pz.Armee wurde das noch in der Aufstellung begriffene Kavallerie-Regiment bei den schweren Kämpfen im Raum Shitomir eingesetzt.
Quelle: Deutsches Soldatenjahrbuch 1975, S. 225: Die deutsche Kavallerie im 2. Weltkrieg - Zur Chronik ihrer Wiedergeburt - Teil VI, von Oberstleutnant i.G. Dr. Heinz Radke und Günter-Wolfgang Jeffke
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 205475 | Verfasst am: 24.01.2016 - 13:51    Titel: Re: Beute-Pz.Kp. 221 Antworten mit Zitat

Martin Block hat Folgendes geschrieben:
Bei der Pz.Kp. handelte es sich um die ehem. Beute-Pz.Kp. 221. Diese war zunächst dem Kommandierenden General der Sicherungstruppen und Befehlshaber im Heeresgebiet Süd, später der H.Gr. Süd direkt unterstellt, und wurde zu Sicherungsaufgaben und zur Partisanenbekämpfung eingesetzt. Die Ausrüstung bestand zunächst aus leichten russ. Beute-Pz. vom Typ T26 und T 60.

Am 20.7. und 5.8.1943 wurde die Umbewaffnung der Kp. auf 5 T-34 und 17 Pz. II befohlen. Die Umbewaffnung sollte Zug um Zug je nach anfallendem Gerät geschehen.
Einige Zeit später (genaues Datum fehlt mir noch) wurde diese Soll-Ausstattung auf 5 T-34 und 17 Pz III kz. abgeändert.

Mit Befehl vom 18.1.1944 erfolgte die Unterstellung der Kp. unter das Kommando der H.Gr. Mitte, und mit Befehl vom 15.2.1944 trat sie als 1.(Pz.) Schwadron zur schw.Kav.Abt. 3 der 3. Kav.Brig.

Laut Zustandsbericht der 3. Kav.Brig. vom 15.3.1944 verfügte die Kompanie zu diesem Zeitpunkt über mindestens 4 Pz III 5cm L/42, 8 VK und 7 Pz. II. Leider fehlen konkretere Angaben zu den Pz.Typen. 'Mindestens' deshalb, weil in Zustandsberichten üblicherweise nur die Anzahl der einsatzbereiten und in kurzfr. Inst. befindlichen Panzer angegeben wurde. Eventuell in längerfristiger Inst. (> 3 Wochen) befindliche Panzer wurden nicht mit aufgeführt.

Am 1.5.1944 meldete die 3. Kav.Brig. noch mindestens 2 Pz III, 2 VK und 10 Pz. II

In der im Aufstellungsbefehl vom 5.5.1944 für die 3. und 4. Kav.Brig. vorgesehenen Endgliederung war die ehem. Pz.Kp. 221 zunächst nicht mehr vorgesehen. Beide schw.Kav.Abtn. sollten nur aus je 1 SPW-, 1 2 cm Fla- und 1 Pi-Schwadron bestehen. Dieser Befehl muss aber bald darauf abgeändert worden sein. In den Meldungen der 3. Kav.Brig. ab 1.7.1944 (die vom 1.6.1944 fehlt mir) tauchen zwar keine Panzer mehr auf, aber dafür ist die Kompanie spätestens ab 1.8.1944 (1.6. und 1.7.1944 fehlen mir) bei der 4. Kav.Brig. (Brigade meldete mindestens 1 VK und 2 Pz II). Die zugehörige Kriegsgliederung zeigt, das die Pz.Kp. 221 nun zunächst als 4. Schwadron der schw.Kav.Abt. 4 zugeteilt war (ab spätestens 1.9. dann als 1. Schwadron).

Den genauen Anfangsbestand und den genauen Typ an 'VK' Panzern habe ich noch nicht herausfinden können. Die Kriegsgliederungen der 4. Kav.Brig. zeigen jedoch, dass sie mit 2 cm Kwk bewaffnet waren.

Später, d.h. ab 1.1.1945 wird die Bezeichnung 'Luchs' anstatt VK verwendet. Ich kann leider nicht sagen ob es sich dabei tatsächlich um 'Luchse' gehandelt hat, oder ob diese Bezeichnung jetzt für die VKs herhalten musste. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein Ist-Bestand von immerhin noch 5 'Luchs' und 5 Pz II angegeben.

'Luchse' (oder VKs???) und Pz II waren jedenfalls bei der 1./schw.Kav.Abt. 4 noch mindestens bis März 1945 im Einsatz.

Quellen: Diverse Dokumente aus BA/MA Freiburg und NARA Washington

Martin Block


Aber eigentlich war doch die Eingliederung der BeutePzKp.221 als 3./Pz.Jg.Abt. 70 angedacht, oder?

Jan-Hendrik
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