Zahlen, Daten, Fakten rund um die Bundeswehr
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Enigma41
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BeitragBeitrags-Nr.: 98636 | Verfasst am: 21.06.2006 - 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Unser Battalion ist da nämlich nichtmehr hingefahren denn es hiess es wird alles dicht gemacht. Kann mich aber auch irren
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 100409 | Verfasst am: 19.07.2006 - 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zerschlagen
Bundeswehr: Ende für alte Offiziersausbildung
Clemens Range

Die klassische Offiziersausbildung im Heer der Bundeswehr ist zerschlagen worden. Diese, von Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan durchgesetzte revolutionäre und grundlegende Änderung gilt seit dem 1. Juli. Danach beginnen die Offizieranwärter (OA) ihre Laufbahn nicht mehr in Stammtruppenteilen wie einem Panzer- oder Fernmeldebataillon, sondern in drei eigens für sie geschaffenen Offizieranwärter-Bataillonen. Der Führungsnachwuchs verbringt insgesamt mehr als vier Jahre in Hörsälen der Offizierschule und einer Universität, bevor er als Leutnant zur Truppe gelangt. Die in 50 Bundeswehr-Jahren entwickelte und als optimal geltende Ausbildungspraxis, wonach der Offiziernachwuchs permanent zwischen Lehrgängen und praktischer Führungsverantwortung in der Truppe wechselte, wurde somit abgeschafft. Truppenkommandeure bewerten die neue Heeresoffiziersausbildung skeptisch und sprechen von einer "künstlichen Elite ohne Alltagsbezug". Die Folge: Die künftigen Offiziere werden anders als ihre Vorgänger in Bundeswehr, Wehrmacht und Reichswehr während der Ausbildung keinen intensiven Kontakt zu "ihren" einfachen Soldaten mehr kennenlernen. Die Entscheidung, in welcher Truppengattung der Heeresoffizier dienen will, fällt erst im zweiten beziehungsweise dritten Studienjahr.


Quelle :

http://www.jf-archiv.de/archiv06/200628070714.htm

Wieder wird eine bewährte Tradition der deutschen Armee auf dem Altar der sog. "Modernisierung" abgeschafft ...

Dagegen

Jan-Hendrik
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tomx992
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BeitragBeitrags-Nr.: 100417 | Verfasst am: 19.07.2006 - 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:
überflüssige Zitierung entfernt ! Jan-Hendrik


das ist ja unfassbar Dagegen
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Fred
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BeitragBeitrags-Nr.: 100430 | Verfasst am: 20.07.2006 - 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Das hatten wir schonmal und zwar in der NVA und das war wohl nicht so der Bringer.
Ich fand die Lösung der Bundeswehr effektiver.
Denn, wer sich von Anfang an in der Truppe bewegt und mit allen zusammen z.B. die Grundausbildung absolviert oder Gefechtsdienst durchführt,kennt den Alltag und die Sorgen und Interessen der Soldaten und kann somit als frisch gebackener Zugführer die Ausbildung entsprechend durchführen.

Als Leutnant frisch von der Schule, 4 Jahre wohlbehütet unter seines Gleichen, dem tatsächlichen Leben entrückt wird er in der Truppe bitteres Lehrgeld bezahlen und auf seine Unteroffiziere angewiesen bleiben. Wobei eh der Spruch immernoch gültig ist. "der Offizier befehligt die Truppe, der Unteroffizier führt sie zum Erfolg".

Gruß
Fred Winken
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tomx992
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BeitragBeitrags-Nr.: 100431 | Verfasst am: 20.07.2006 - 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Fred hat Folgendes geschrieben:
Das hatten wir schonmal und zwar in der NVA und das war wohl nicht so der Bringer.
Ich fand die Lösung der Bundeswehr effektiver.
Denn, wer sich von Anfang an in der Truppe bewegt und mit allen zusammen z.B. die Grundausbildung absolviert oder Gefechtsdienst durchführt,kennt den Alltag und die Sorgen und Interessen der Soldaten und kann somit als frisch gebackener Zugführer die Ausbildung entsprechend durchführen.

Als Leutnant frisch von der Schule, 4 Jahre wohlbehütet unter seines Gleichen, dem tatsächlichen Leben entrückt wird er in der Truppe bitteres Lehrgeld bezahlen und auf seine Unteroffiziere angewiesen bleiben. Wobei eh der Spruch immernoch gültig ist. "der Offizier befehligt die Truppe, der Unteroffizier führt sie zum Erfolg".

Gruß
Fred Winken


tja, was soll man da noch sagen? Ärgerlich
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 100432 | Verfasst am: 20.07.2006 - 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

Das Gleiche , nur in anderen Worten , äußerte auch OTL a.D. Rubbel bezüglich dieser "Neuerung" . Und ich denke mal , der hat in seinem Leben genug praktische Erfahrung in Sachen soldatenausbilden vorzuweisen Rollene Augen

Winken

Jan-Hendrik
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Helfdane
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BeitragBeitrags-Nr.: 100435 | Verfasst am: 20.07.2006 - 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Wie sagte doch Friedrich der Große, dass das Unteroffiziercorps der Kitt ist, der eine Armee zusammenhält, oder so ähnlich. Selber habe ich noch die alte Offizierausbildung absolviert und bin nicht schlecht gefahren dadurch. Ich befürchte bei der neuen Ausbildung was noch tolleres, nämlich, dass man möglicherweise sehr früh ein bezahltes Studium abgreifen kann und sehr jung dann auch ausscheiden kann, wie auch immer. Heute ist es ja so, dass die Heeresoffiziere, wenn sie innerhalb des Studiums ausscheiden, so um die 23-26 Jahre alt sind. Ein Offizier nach der neuen Ausbildung ist um die 20-24 Jahre alt. Das bringt Vorteile.
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Bravo-Bayer
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BeitragBeitrags-Nr.: 100512 | Verfasst am: 21.07.2006 - 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich mal in meinen alten Gedanken kram', dann möchte ich folgendes dazu äußern (und vorausschicken, dass ich "Unteroffiziersdienstgrad" war):

Die alte Art der Ausbildung war besser - im Vergleich zur "Neueren", die ich jetzt hier gelesen habe. Den jungen Offizieren fehlte nach dem Studium des Öfteren der Bezug zur Truppe (oft genug erlebt) - was ja auch kein Wunder ist ... NACH DEM STUDIUM!!! Ich durfte auch Ausnahmen kennenlernen Cool

Wenn dann die jungen Olt's zur Truppe kamen und Zugführerposten übernommen haben, kam der Begriff zum Tragen: "Neue Besen kehren gut!" und es wurde viel umgekrempelt ... geschah das aber, weil sich "der Neue" profilieren wollte, war das bestimmt nicht im Sinne des Erfinders und hat Bewährtes einfach gelöscht. Dem jungen, neuen Zugführer fehlte einfach die Truppenerfahrung und er machte sich damit innerhalb der Kp nicht unbedingt viele Freunde Ärgerlich
Erfahrungen aus ihrer Zeit als Fähnrich/Oberfähnrich waren oft "wie weggewaschen" - "ich bin jetzt am Ruder und ich sage, was wie wann gemacht wird .... "

In Bezug auf die Neuerungen in der Offiziersausbildung will ich abschließend FOLGENDES zitieren:
"Wer führen will, muss vorher dienen lernen!" Ist das bei der "modernen Art der Offz-Ausbildung" gegeben Fragend
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Fred
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BeitragBeitrags-Nr.: 100516 | Verfasst am: 21.07.2006 - 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Recht so.
So habe ich das auch kennen gelernt.

Fred Winken
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Andreas1984
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BeitragBeitrags-Nr.: 100518 | Verfasst am: 21.07.2006 - 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Zuviel Theorie kann schaden.... Schreien Traurig
Gruss,

Andreas
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 100522 | Verfasst am: 21.07.2006 - 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Oje, da habe ich keine Lust mehr auf meine nächste Wehrübung.

Ich komme jetzt schon nicht mehr mit den Offiziersembyos zurecht... Traurig
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 100524 | Verfasst am: 21.07.2006 - 10:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ab zum Volkssturm .... Grins

Winken

Jan-Hendrik
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Enigma41
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BeitragBeitrags-Nr.: 100545 | Verfasst am: 21.07.2006 - 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Was soll man danoch zu sagen was machen die aus unserer Armee. Diese Nation hat soviele grosse Krieger hervorgebracht aber die machen alles kaputt.
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 100618 | Verfasst am: 22.07.2006 - 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

das Objektschutz-Bataillon der Luftwaffe wurde mit Wirkung vom 30. Juni 2006 zu einem Regiment erweitert! Absofort ist das Objektschutz-Regiment, welches den ehrentitel "Friesland" trägt, für den Objektschutz verantwortlich.

Das Regiment besteht aus 3 aktiven und einem nicht aktiven Bataillon (I.-IV.) und die Aufgaben sehen wie folgt aus:

I. Bataillon
leistet sowohl infanteristischen Objektschutz als auch Flugabwehr

II. Bataillon
infanteristischen Objektschutz

III. Bataillon
ABC-Abwehr, Brandschutz, Kampfmittelabwehr und Schadensbeseitigung auf Flugfeldern und anderen Einrichtungen

IV. Bataillon
Ergänzung und Reserven

Dem III. Bataillon wird zusätzlich eine Luftwaffenpionier-Staffel eingegliedert. Unterstellt ist das Regiment der Luftwaffen-Division 4!

Winken

Gruß
Tobias
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frank
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BeitragBeitrags-Nr.: 100747 | Verfasst am: 23.07.2006 - 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hoover hat Folgendes geschrieben:
Oje, da habe ich keine Lust mehr auf meine nächste Wehrübung.

Ich komme jetzt schon nicht mehr mit den Offiziersembyos zurecht... Traurig


Na,haben dich die Reserve Offiziere geärgert?


Ich finde die Idee gar nicht schlecht.Wer die alte Ausbildung nicht kennt wird bei der neuen nichts vermissen Zwinkern Beispiel Formaldienst,was bringt es dem OA wenn er an drei Tagen einen Rekrutenzug durch die Kaserne scheucht?Ich habe es als GOA gelinde gesagt,scheisse gefunden.Es hat mir im Grunde nichts gebracht Leute durch die Kaserne Marschieren zu lassen.Menschenführung findet auf einer anderen Ebene statt.Ab Fhj in etwa wenn man seine "Eigene Gruppe" Infanteristisch ausbildet.Sage mir mal einer was ich als OA dieser Gruppe vorleben soll?Wie man Schützenlöcher aushebt oder vor Kälte nicht in den Schlaf kommt?Reine Zeitverschwendung.Nicht falsch verstehen,das Landser Leben mit all seinen Entbehrungen ist wichtig aber man selber als OA ist quasi auch nur auf der "Durchreise".Auf so eine eher verklärte Romantik kann man getrost verzichten.Eine spätere Fähigkeit oder Unfähigkeit wird dadurch auch nicht ans Licht gebracht werden.So dann bin ich eines Tages Fhr(Fähnrich)welche Aufgabe hat ein Fähnrich?Zum Zugführer reicht es noch nicht ganz aber zum Fahnenjunker(U/SU)Anschnauzen reicht es auch noch nicht.Also:Wenn er bei einer Panzerkompanie ist,sich am Objekt der (Späteren)begierde Ausbilden lassen.Schiesslehrerausbildung(120mm) etc.In wie fern brauche ich das,damit ich mein Patent bekomme?Gar nicht.Beim Dienstgrad Oberfähnrich wird es etwas "Besser"man darf einen Rekrutenzug drei Monate durch die AGA hetzen.(Hat mir,ehrlich gesagt, Spass gemacht) aber alles in allen ist man immer auf der Durchreise mit dem Fernziel das Patent zu erwerben.Man braucht die Truppenpraxis nicht um ein Truppenoffizier zu werden.Die Leutnante die mal später zur Truppe kommen haben noch genug Zeit sich einzuarbeiten.Mir ist auch klar dass das ganze klinischer wird.Aber als Offizier hat man nur einen Job:Die Jungs ans Ziel zu bringen.Man wird auf die Praxis nicht ganz verzichten, nur werden die neuen Jahrgänge Rationeller und Wirtschaftlicher ausgebildet.Ich denke das wird der Springende Punkt sein:Die Kosten.


frank
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