Kompromissfrieden 1918?
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*ALEX*
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BeitragBeitrags-Nr.: 152469 | Verfasst am: 08.07.2008 - 08:00    Titel: Antworten mit Zitat

@Iogo:

Zitat:
Auflösungserscheinungen gab es auch bei der franz. Armee und anderen Verbündeten.


Löste sich Frankreich auf? Denn die Staaten der Südflanke habe gerade das gemacht. Das Osmanische REich war am Ende der Kräfte, Bulgarien ebenso, Ö-U erst recht. Sieht man schön am Durchbruch in Mazedonien.
Und was Ö-U angeht: nach den Wilson-Punkten existierte das Land nicht mehr. Alle Minderheiten haben da schon bekonnen, ihr eigenes Süppchen zu kochen Zwinkern

mfg

alex
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BeitragBeitrags-Nr.: 152509 | Verfasst am: 08.07.2008 - 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

Nein , aber es gab gravierende Zersetzungserscheinungen in der franz. Armee.
die südliche Flanke halte ich trotzdem nicht für kriegsentscheident. was wäre denn gewesen wenn dies alles wie ein Kartenhaus zusammengebrochen wäre? Nichts!
Weil die Entente überhaupt gar nicht in der Lage gewesen wäre, über eine Umgruppierung der Kräfte strategisch in der Südflanke wirksam zu werden. Sprich:mit den damals zur Verfügung stehenden Verkehrsmitteln unter Einbeziehung geologischer landschaftlicher und klimatischer Bedingungen, hätte es vielleicht 2 Jahre gedauert um vor Wien überhaupt aufzutauchen. Deshalb ist die Südflanke für einen möglichen Friedensschluß völlig zu vernachlässigen und spielte höchstens politisch eine Rolle.
Die Entscheidung fiel an der Westfront!
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*ALEX*
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BeitragBeitrags-Nr.: 152510 | Verfasst am: 08.07.2008 - 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

ähhmm... Dingsda...

Hast schon mal eine Lagekarte für Mitte/Ende 1918 im Südabschnitt gesehen?
Die Entente stand vor Belgrad, ausserdem löste sich die kuk-Armee zu dieser Zeit schon auf!
Da bedarf es keine 2 Jahre und massive Verstärkungen, um vor Wien aufzutauchen.

mfg

alex
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BeitragBeitrags-Nr.: 153011 | Verfasst am: 13.07.2008 - 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Nein? Die deutschen Kräfte zogen sich in Belgrad planmäßig und geordnet hinter der Donau zurück, keiner hinderte sie daran.Die Kräfte der Entente waren nicht mehr als Zweit-oder Drittklassig. Ob sie es überhaupt bis nach Kärtnen geschafft hätten wage ich zu bezweifeln , aus vor genannten Gründen! Sieh Dir mal die Landkarte an und schließlich gab es nicht nicht nur kuk Kräfte , sondern darin auch Österreicher die ihre Heimat verteidigt hätten...
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BeitragBeitrags-Nr.: 160832 | Verfasst am: 05.10.2008 - 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ein Artikel zu den 14 Punkten Wilsons und deren Auswirkungen:

Zitat:
Deutschlands große Illusion
Die 14 Punkte Wilsons am Ende des Ersten Weltkrieges und die enttäuschte Hoffnung auf einen gerechten Friedensschluß
Dag Krienen

Am 8. Januar 1918 stellte der amerikanische Präsident Woodrow Wilson in einer Botschaft an den Kongreß eine Reihe von Grundsätzen vor, die er als unabdingbare Grundlagen für einen gerechten Friedensschluß zur Beendigung des Weltkrieges bezeichnete. Unter den insgesamt 14 Punkten fanden sich zunächst fünf allgemeine Prinzipien, die nicht nur das feindliche Deutschland und seine Verbündeten, sondern auch deren Gegner inklusive der USA binden sollten. Erst dann schlossen sich eine Reihe von Forderungen an, die zu Lasten der Mittelmächte gingen wie die Räumung aller von ihnen besetzten Gebiete, die Rückgabe Elsaß-Lothringens an Frankreich und die Errichtung eines unabhängigen polnischen Staates mit freiem Zugang zum Meer. In Punkt 14 forderte Wilson schließlich die Errichtung eines Völkerbundes "zu dem Zweck, großen und kleinen Staaten gleichermaßen gegenseitige Garantien ihrer politischen Unabhängigkeit und territorialen Unverletzlichkeit zu verschaffen."

Wilsons Friedensprogramm kombinierte geschickt den Grundentwurf einer neuen liberaldemokratischen Weltfriedensordnung mit einer Reihe von konkreten, insgesamt recht gemäßigt klingenden Kriegszielforderungen an die Mittelmächte. Doch Anfang 1918 war der Krieg militärisch noch nicht entschieden. Nach dem praktischen Ausscheiden Rußlands als ernstzunehmendem Gegner Ende 1917 existierte eine letzte deutsche Chance, im Westen offensiv die militärische Entscheidung des Krieges zu suchen, bevor kampfbereite amerikanische Truppen in größerem Umfang in Frankreich standen.


Der vollständige Artikel

Horrido!

Nicole
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Jupp Zupp
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BeitragBeitrags-Nr.: 201221 | Verfasst am: 14.02.2013 - 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Die gemachten und vergeblichen Friedensangebote, von welcher Seite auch immer, kann jeder Interessierte leicht bei Wiki nachlesen.
Viel interessanter, sind doch die Möglichkeiten, die sich bei einer sinnvollen und
realistischen Ausnutzung der deutschen Möglichkeiten, Anfang 1917 ergeben hätten...
Darum sollten sich die Geister kümmern...
Nur mal als Beispiel sei der idiotische Ehrgeiz der Marineleitung genannt,
den Krieg als Teilstreitkraft, gewinnen zu wollen.
Ein Machtinstrument, das dazu konzipiert war, die deutsche Küste zu verteidigen und den deutschen Handel, in der Welt, zu schützen.
Stattdessen kommen die superschlauen Admiräle daher und versprechen die Engländer aushungern zu können.
Als ob das schon jemals in den letzten 900 Jahren einer geschafft hätte...
Aber sehen wir uns die Situation Ende 16, Anfang 17 mal an...
Ich Spätsommer 16, hätte kein noch so kühner Zocker etwas auf die deutsche Karte gegeben.
Die West- Allierten in der Sommeoffensive, die Russen in ihrer Sommeroffensive.
die Briten in Arabien im Vormarsch und Ende August erklären die Rumänen noch den Krieg.
Von dem Verdundebakel, wollen wir mal gar nicht erst reden... Haarsträubend
Und wie sieht die Lage zwei Monate später aus...?
Die Rumänen geschlagen und das Land weitestgehend erobert. Und damit Zugriff, auf deren Öl und sonstige Rohstoffe.
Die Briten in Arabien abserviert.
Die russische Brussilow- Offensive blutig abgewiesen.
Die Sommeschlacht eine Katastrophe für die Engländer.
Keine Erfolge, der Italiener am Isonzo.
Und Frankreich nach den harten Kämpfen bei Verdun angezählt.
Eine düstere Lage, für die Entente... Müde
Die einzige richtige Analyse aus deutscher Sicht, hätte lauten müßen:
An der schwächsten Front, den angeschlagensten Gegner weiter schwächen und ihn baldmöglichst aus dem Krieg werfen.
Und da hilft nur ein großer Wurf und nicht etwa ein Sieg über Italien...
Also, der Sieg, der sich bereits gegen Russland abzuzeichnen beginnt...
Sobald diese Truppen zur Verfügung stehen, den Franzosen den Spaß daran verleiden, weiterkämpfen zu wollen.
Die Michaelnummer 1918 konsequent durchgekämpft, mit Stoßrichtung Abbeville und anschließender Erledigung der Empiretruppen in Flandern, war schon der richtige Ansatz.
Aber ohne mitten in der Offensive die Zielsetzung zu ändern!!! Böse, Angry
Nur alles ohne die Amis in den Krieg zu verwickeln.
So hätte man zu einem anständigen Frieden kommen können.
Auch in den späten Jahren... Peace
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