Die Kämpfe im Bereich Proletarskaja im Januar 1943
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 71854 | Verfasst am: 15.09.2005 - 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

503 paßt schon , die waren bei Proletarskaja , ebenso die 2./502 , welche ja dann zur 3./503 wurde !

Winken

Jan-Hendrik
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John Hilly
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BeitragBeitrags-Nr.: 71946 | Verfasst am: 16.09.2005 - 11:52    Titel: IR 71 (mot) Antworten mit Zitat

IR 71 (mot) war im reserve mit SS-Wiking nähe Rostow. Welche Division?
Grüsse
Juha
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 71947 | Verfasst am: 16.09.2005 - 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Siehe:

29.ID(mot.) bei DDW

Thread zur 29.ID(mot.)/29.PGD hier im Forum



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Jan-Hendrik


Zuletzt bearbeitet von Jan-Hendrik am 24.06.2007 - 17:09, insgesamt 2-mal bearbeitet
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John Hilly
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BeitragBeitrags-Nr.: 71948 | Verfasst am: 16.09.2005 - 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für Alle!
Juha Grins
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BeitragBeitrags-Nr.: 72061 | Verfasst am: 17.09.2005 - 08:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jan-Hendrik,

hast Du die Geschichte der 16.ID mot? Da stehen so an die 50 Seiten drin. Auch ein paar Karten, aber keine bruachbaren Lagekarten. U.A. soll die Panzerabteilung auch 8 Tiger erhalten haben - werksfrisch. Zur 17.PD habe ich nur die Regimentsgeschichte "Die Vierziger" (PGR 40). Da stehen 5 Seiten zu den Tagen und auch was von SS-Wiking drin, werde ich mal einscannen.
Die beste Karte habe ich bis jetzt in dem Finnischen Freiwilligenbat. von Tieke gesehen.

Gruß an alle
Thomas Winken
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 72062 | Verfasst am: 17.09.2005 - 09:08    Titel: Antworten mit Zitat

Derzeitiger Stand :

- die Geschichte der 16er habe ich nicht
- den Kram aus dem Tieke / Finnen-Btl. habe ich komplett samt Karten eingescannt , kommt nach dem Urlaub hier ins Forum
- Juha übersetzt einiges aus dem Finnischen über die Finnen , das werde ich dann ins Deutsche übersetzen .
- Wenn DU was scannen kannst , werter Thomas : immer her damit Gut gemacht!
- das die 17. 8 neue Tiger erhalten hat halte ich für gänzlichst unwahrscheinlich , hier d+ürfte eher die Unterstellung von Teilen einer gewissen sPzAbt. der Fall gewesen sein , des waren nämlich die einzigen Tiger , die zu dem Zeitpunkt an der Südfront rumgurkten !

...hui , des wird ja richtig generalstabsmäßig hier Grins

Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 72064 | Verfasst am: 17.09.2005 - 09:15    Titel: Antworten mit Zitat

Also:

Am 7.1. tritt das I./GR156 von Wesselje aus mit einer PzAbt. der 17. PD und einer Kompanie Tiger mit 8 Wagen an .

Hast recht: Die Tiger waren zur Verstärkung zugeteilt!

Gruß
Thomas
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John Hilly
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BeitragBeitrags-Nr.: 72085 | Verfasst am: 17.09.2005 - 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fragte:
IR 71 (mot) war im reserve mit SS-Wiking nähe Rostow. Welche Division?
Jan-Hendrik antwortet:
29.(mot.) , siehe :
http://www.diedeutschewehrmacht.de/29%20inf%20div%20(mot.htm
Da stand:
Nachtrag:
1943 in Stalingrad vernichtet, Wiederaufstellung
Gliederung der 29.Infanterie-Division (mot.): Stand 01.03.1943
Gren.Reg.15 (mot.) I.-III.Btl.
Gren.Reg.71 (mot.) I.-III.Btl.

Kann das möglich sein?
MfG Juha:fragend:
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stefan w
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BeitragBeitrags-Nr.: 72086 | Verfasst am: 17.09.2005 - 11:51    Titel: die angesprochenen kämpfe aus der sicht der 23.pzdiv Antworten mit Zitat

ABWEHRKÄMPFE AM MANYTSCH UND SÜDOSTWÄRTS ROSTOW 1. Januar 1943 - 4. Februar 1943

Überlegene Sowjet-Armeen drängen die dünnen Linien der 4. Panzer-Armee immer weiter vom Akssaj nach Südwesten, aber Hitler will noch immer nichts von einer Aufgabe der Kaukasusfront wissen. Erst am 29. Dezember 1942 darf die 1. Panzer-Armee vom Terek auf den Kuma-Abschnitt Pjatigorsk - Preskowaja ausweichen, um dort mit Front nach Osten den Anschluß an die 4. Panzer-Armee herzustellen.
Ehe diese Bewegung anläuft, stößt eine sowjetische Kräftegruppe aus dem Rauch Ssawetnoje, 50 km südwestlich Elista, nach Süden und bedroht die tiefe linke Flanke der 1. Panzer-Armee. Die 16. InfDiv. (mot.) wird eiligst gegen diesen Gegner angesetzt. Es gelingt ihr, den Feind südlich des Manytsch zu binden und die Bedrohung für die 1. Panzer-Armee zu beseitigen, die Division fällt aber nun für einen Einsatz bei der 4. Panzer-Armee nördlich des Manytsch aus.
Die schwachen Kräfte unter Führung des Generalobersten Hoth haben inzwischen eine doppelte Aufgabe zu bewältigen. Am Manytsch müssen sie den Rücken der 1. Panzer-Armee freihalten und die Absetzbewegungen der im Kaukasus stehenden HGru. A sichern. An ihrem linken Flügel haben sie den drohenden Durchbruch sowjetischer Kräfte am Südufer des Don nach Westen und damit nach Rostow zu verhindern. Gelänge dem Feind diese Absicht, so wäre nicht nur die HGr.A, sondern auch die 4. Panzer-Armee selbst von ihren rückwärtigen Verbindungen abgeschnitten.
Vor der 4. Panzer-Armee, die nur noch über das LVII. Panzerkorps mit den ausgebluteten Panzer-Divisionen 17. und 23., die noch in Zuführung be-findliche, ebenfalls schwache 5.SS-Panzer-Division "Wiking", sowie einige Heeres- und Flakartillerie-Verbände verfügt, stehen auf der Feindseite die 28., 51. und 2. Garde-Armee gegenüber. Allein die beiden letzteren Armeen verfügen über ein Panzer-, drei mech., drei Schützen- und ein Kavallerie-Korps.
Generalfeldmarschall von Manstein (HGru. Don) entschließt sich, zu-nächst das Schwergewicht der Abwehr auf den rechten Flügel der 4. Panzer-Armee zu verlegen und die Verbindung zur 1. Panzer-Armee zu sichern. Für die Verteidigung zwischen Ssal und Don können keine weiteren Kräfte frei-gemacht werden, ein Umstand, den sich die Sowjets bald zunutze machen sollten.
Während des Neujahrstages 1943 richten sich die 23. und die 17. Panzer-Division am Westufer des Bolschoi Kuberle zur Verteidigung ein; 23. Panzer-Division zwischen Andrianoff und St. Pestschanyj, rechts von ihr stehen schwache Teile der SS-Division "Wiking".
Um Remontnaja sichert noch die Kampfgruppe Beck-Broichsitter, ver-stärkt durch PzKp. Crömer des PzRgt. 201 und eine Kompanie des GrenRgt. (mot.) 156. Südlich der Stadt hält das GrenRgt. (mot.) 156 (ohne 1 Kp.) eine Aufnahmestellung besetzt.
Der neue Kommandeur des PzArtRgt. 126, Oberst Dr. Born, trifft bei der Division ein.
Kampfgruppe Beck zerschlägt vormittags zwei Vorstöße feindlicher mot. Infanterie mit Pak und Panzerspähwagen; im Gegenangriff vernichtet die PzKp. Crömer fünf Lkw, einen Panzerspähwagen und eine Pak. Um 10./5 Uhr räumt die Kampfgruppe vor starken russischen Bereitstellungen Remont-naja. I./PzGrenRgt. 40 und StuGeschAbt. 203 treten zur 17.PzDiv. zurück.
Während PzArtRgt. 126 beim Marsch durch Sichowniki auf einen T 34 stößt und ihn vernichtet, richten sich Kampfgruppe von Heydebreck rechts und Kampfgruppe Bachmann links am Kuberle-Abschnitt ein. Das SPW-Btl. verfügt noch über vier einsatzbereite SPW; PzRgt. 201 hat einschließlich der PzKp. Crömer 19 Panzer kampffähig.
Mehrere Spähtrupps halten die Fühlung mit dem zunächst nur zögernd folgenden Feind. Am 3. Januar wird der Abschnitt der Division nach Süden bis einschließlich Ostrowjanskij ausgedehnt. - Aus den nicht benötigten Trossen der Division, südlich des Manytsch im Rauch Sselem - Bratskaja-Kalinina - Blagodatnaja - Plodorotnoje werden unter dem Kommando von Major von-Einem Sicherungseinheiten zur Überwachung des Manytsch-Ufers gebildet. Oblt. Schlincmann, PzPiBtl 51, übernimmt eine aus Teilen seines Bataillons und Trossen gebildete Alarmkompanie.
An den rechten Flügel der Division schiebt sich der Feind heran. 20 Feindpanzer mit 300 Mann Infanterie besetzen Oremow, 20 km nördlich der Mitte des großen Salzsees; Luftaufklärung meldet dort nach Westen vormaschierende Kavallerie und Infanterie. Drei Feindpanzer stoßen bis 3 km ostwärts Ostrowjanskij vor. Als schließlich russische Kolonnen aller Waffen mit 200 Fahrzeugen und Panzern Imeni Lenina erreichen, zeichnet sich die ,Feindabsicht, auf Proletarskaja durchzustoßen, klar ab.
Das südlich der Division stehende SB-Regiment "Germania" wird artilleristisch durch PzArtRgt. 126 verstärkt. Die Kampfgruppe Bachmann wird aus ihrem Abschnitt herausgezogen und südlich Kurmojarskij zu beweglichem Einsatz bereitgestellt, während das Korps die schwere Panzer-Abt 503 (Oberstlt. Post), die erste frontverwendungsfähige Tiger-Abteilung, nach Stepnoje (30 km ostwärts Proletarskaja) zuführt.
Der Feind marschiert weiter auf. Mit aufgeblendeten Scheinwerfern fahren sowjetische Kolonnen südlich Andrianoff; 300 Russen werden 3 km ostwärts Ostrowjanskij aus Lkw ausgeladen. Die Masse des Feindes kommt von Norden und biegt vor dem Südflügel der Division nach Westen ein.
90 Mann Ersatz für das SPW-Btl. treffen auf Bhf. Kuberle ein, von wo sie mangels Transportrauch zu Fuß in Marsch gesetzt werden. Die Division soll das Pionier-Lehr-BH. 1 zum Bau der Manytschdämme herauslösen. Hptm. Behr übernimmt als Nachfolger des zum Kommandeurlehrgang versetzten Hptm. Stiewe die Führung der I./PzRgt. 201.
Am 5. Januar, 06.25 Uhr, meldet Luftaufklärung südostwärts Nowo-sselowka eine 3000 Mann starke Kolonne aller Waffen in Marsch nach We-sten. Drei Feindpanzer stehen in Stawropol, Feindinfanterie folgt. Andere Infanteriekräfte werden von Stuka bei der Ausladung aus Lkw südlich Andrianoff gefaßt und unter erheblichen Verlusten zersprengt. Tscherkesskij wird vom Feind besetzt. - Um 09.20 Uhr umgeht ein sowjetisches Bataillon die Kampfgruppe von Heydebreck südlich und dringt bei Werchne Wercho-moloff nach Westen vor. Kampfgruppe Bachmann (II.PzGrenRgt. 128), verstärkt durch PzAbt. Tilemann, wird zum Gegenangriff angesetzt; Artillerie und Werfer fügen dem Feind hohe Verluste zu.
Bei Stawropol stößt die s.PzAbt. 503 auf Feindpanzer und Pak. Die Tiger gehen nach Krassnyj Skotowod zurück, wohin das II.PzGrenRgt. 128 - mit Hilfe von SS-Germania" vorübergehend motorisiert - zugeführt wird. Kampfgruppe Bachmann nimmt nach Niederringen starken Pak- und Infanterie-Widerstandes Andrianoff und wirft den Feind nach Südosten zurück. Gleichzeitig weicht auch der Feind vor Kampfgruppe von Heydebreck aus.
Absicht der Division ist, gemäß Korpsbefehl am 6. Januar morgens mit ihren Kampfgruppen aus dem Rauch Ostrowjanskij anzugreifen und den Feind um Stawropol zu vernichten.
1.PzJägAbt. 128 wird SS-Rgt. "Germania" unterstellt und geht bei Kuberle in Stellung.
Am 6. Januar, 05.45 Uhr, tritt Kampfgruppe Bachmann nach Süden an und erreicht gegen schwachen Feindwiderstand mit PzAbt. Tilemann das Höhengelände westlich Lwow. Die gleichzeitig aus Krassnyj Skotowod an-tretende Kampfgruppe Post (Tiger und II.PzGrenRgt. 128) stößt nach kurzer Zeit auf starken Widerstand von Feindpanzern. In heftigem Schneegestöber dringt die PzAbt. Tilemann bis 5 km ostwärts Stawropol vor, während sich die Tigerabteilung unter Abschuß von 13 Feindpanzern von Westen her an Stawropol herankämpft. Das II.lPzGrenRgt. 128 (Hptm. Claussen) hat erhebliche Verluste; der Bataillonskommandeur wird verwundet, bleibt aber bei der Truppe. Kampfgruppe Bachmann dreht nach Westen ein und faßt den Feind in Stawropol im Rücken. Unter Vernichtung mehrerer Pak und Geschütze sowie einiger Lkw wird der Ort genommen. Der Feind flieht nach Süden. Bei Konartel, westlich Stawropol, schließt die s.PzAbt. 503 weitere fünf Feindpanzer ab. Um 13.35 Uhr reichen sich die Kampfgruppen die Hand. Kampfgruppe Post wird Oberst Bachmann unterstellt. Während Stoß-trupps des I./PzGrenRgt. 128 (Hptm. Stetting) dem Feind nach Süden bis zum Manytsch folgen, greifen Stuka und Schlachtflieger mit gutem Erfolg die weichenden Feindkolonnen an. 60 Gefangene, 18 vernichtete Feindpanzer, drei Pak, ein Geschütz, drei Panzerbüchsen, sechs Bespannfahrzeuge und zwei Lkw sind die zählbaren Erfolge des Kampfes um Stawropol. Vor Kampfgruppe von Heydebreck verstärkt sich inzwischen der Feind. Andria-noff muß einem angreifenden Feindbataillon überlassen werden.
Aus Stawropol stößt am 7.. Januar die Kampfgruppe Bachmann gegen Imeni-Lenina und Lwow vor. Von Artillerie und Werfern gut unterstützt, gelingt es, die rote Infanterie aus Lenina zu werfen. Feindpanzer verhalten jedoch im Ort und verhindern im Zusammenwirken mit schweren Waffen südlich und südostwärts davon ein weiteres Vordringen der Panzergrenachere. Der Vorstoß der PzAbt. Tilemann auf Lenina bleibt am Ortsrand an einer tief eingeschnittenen Balka hängen. Nur unter Verlust eines Panzer III gelingt es der Abteilung, sich wieder vom Feind zu lösen. Eine feindliche Pak wird vernichtet. - Die PzAbt. 503 stößt währenddessen nach Südosten über den Goloje-See bis zum Manytsch vor. Ihr Einsatz von Süden gegen Lenina wird durch einen Korpsbefehl gestoppt, der die Abteilung nach Proletarskaja zurückbefiehlt. - Der Feind führt laufend weitere Verstärkun-gen hera'; Infanterie besetzt wieder Lenina, außerdem unter dem Schutz von Panzern und Pak die Ortschaften Michailowskij und Proletarski. Kampf-gruppe Bachmann hält mit dem II. Bataillon, verstärkt durch eine Werfer-Abteilung und eine le. F.H.-Battr., westlich Lenina und sperrt an der Chore-waja-Schlucht die Straße Nowosselowka - Stawropol. Das I./PzGrenRgt. 128 wird nach Stawropol, PzPiBtl 51 nach Wesselyj befohlen, wo auch die PzAbt. Tilemann sammelt. Oberst Dietrich (Kdr. WerferRgt. 54) übernimmt die Füh-rung der bisherigen Kampfgruppe von Heydebreck. Der Stab PzRgt. 201 wird herausgelöst.
Die Division erwartet angesichts ,der Massierung des Feindes um Lenina, daß der sowjetische Angriff entweder über Bolschewik auf Wesselyj oder auf Stawropol erfolgen wird. Dichtes Schneetreiben setzt mit Anbruch der Dunkelheit ein.
Um 23.00 Uhr greift der Russe das SPW-Btl. an und dringt trotz hefti-ger Gegenwehr in Nishne Sundoff ein. Weit westlich davon stößt um 03.00 Uhr des 8. Januar ein Störungssuchtrupp der PzKorpsNachrAbt. nahe bei Kurmojarskij auf eine russische Kolonne von 70 Panjefahrzeugen und einigen Kraftfahrzeugen, die unter Ausnutzung des heftigen Schneetreibens die deutschen Stützpunkte umgangen hat und bald darauf Orlowskaja be-setzt. Im Ort liegen außer Versorgungstruppen keine deutschen Verbände. Der HVP der 1. SanKp. 128 (2. Zug) wird im Morgengrauen von sowjetischen Schützen angegriffen. Die Sanitätssoldaten müssen zur Waffe greifen, um sich und die Verwundeten zu schützen. Es gelingt, die Sowjets zurückzudrän-gen, so daß alle 58 liegenden Schwerverwundeten und der HVP-Zug den Ort nach Südwesten in Richtung Proletarskaja verlassen können. Ein Sanitäts-soldat fällt durch Kopfschuß.
Zur gleichen Zeit gelingt dem SPW-Btl., unterstützt durch Teile des PiLehrBtl. 1, der Gegenstoß in Nish. Sundoff. Bis 05.00 Uhr ist der Ort wieder in eigener Hand, der Feind wird nach Osten verfolgt.
Um 04.00 Uhr fängt die Ortssicherung des Divisions-Stabes in Wesselyj einen russischen Soldaten, der aussagt, daß 500 Mann im Anmarsch auf den Ort seien. Südlich Ostrowjanskij sammeln in einer Kolchose 300 Russen; weiter nach. Westen vorgehend sperren sie die Straße Wesselyj, Ostrow-janskij und greifen Ostrowjanskij von Süden her an. Mit Panzern dringt der Feind in den südlichen Ortsrand ein. Gleichzeitig sickern weitere Feind-kräfte Kompanieweise im Schutze des Schneetreibens nach Westen durch. Eine russische Abteilung mit einem Panzerspähwagen und mehreren Lkw greift plötzlich Wesselyj an. Durch 2-cm-Flak und Schützen werden der Panzerspähwagen und drei Lkw in Brand geschossen, zwei weitere Lkw werden erbeutet.
Die Division befiehlt einen Gegenangriff der Kampfgruppe Dietrich in Ostrowjanskij und setzt gleichzeitig die PzAbt. Tilemann mit dem PzPiBtl 51 aus Wesselyj heraus auf den Südrand Ostrowjanskij an. Ein vom Korps vorgesehener Einsatz der Kampfgruppe Dietrich bei Orlowskaja muß ausfallen, zumal die Kampfgruppe auch frontal angegriffen wird.
PzAbt. Tilemann wirft mit den Pionieren ein sowjetisches Bataillon mit drei Panzern aus der Pferdekolchose 2 km südlich Ostrowjanskij; im Ort dagegen macht der Feindangriff gegen die Artillerie-Schützenkompanie (PzArtRgt. 128) und einige Flakgeschütze Fortschritte. Die um 11./0 Uhr an Ostrowjanskij herankommende Gruppe Tilemann erhält vom Südrand des Ortes heftiges Panzer- und Pakfeuer.
Das nur noch vom Divisions-Stab und schwacher Artillerie besetzte Wesselyj wird um 11.30 Uhr von-Einem sowjetischen Regiment angegriffen. Während die Führungsabteilung nach. Krassnyj Skotowod ausweicht, gelingt es dem Divisionsführer, das im Schneesturm herankommende II./PzGrenRgt. 128 nach Wesselyj hineinzuführen und zum Gegenangriff anzusetzen. Der Feind wird bis zur Höhe 1 km ostwärts Wesselyj zurückgeworfen, wo drei Feindpanzer den Vorstoß zum Erliegen bringen. Feindliche Infanterie beginnt bald darauf, den Ort südlich zu umholen. Die ständigen Umgehungsversuche deuten darauf hin, daß dem Feind daran gelegen ist, möglichst schnell nach Westen Rauch zu gewinnen.
Am späten Nachmittag und in der Abenddämmerung greift erneut ein russisches Infanterie-Regiment mit Panzerunterstützung das schwache II./ PzGrenRgt. 128 in Wesselyj an. Das Bataillon kann sich ohne Panzerabwehr-waffen nicht halten und weicht um 15.50 Uhr nach Nikolajewskij aus. Verfolgt von nachstoßenden Panzern und mot. Infanterie kann das Bataillon dort nicht Fuß fassen und geht bis Romanoff zurück.
Kampfgruppe Bachmann, an diesem Tage in ihren Stellungen um Staw-ropol und Wolnyj nicht angegriffen, schirmt bei Wolnyj nach Nordosten ab. Vor ihr marschiert der Feind weiter nach Nordwesten.
In den Kampf um Ostrowjanskij, der immer noch anhält, greift um 16.20 Uhr von Norden her das SPW-Btl. ein, gleichzeitig tritt die Gruppe Tilemann erneut von Süden an. Haus um Haus wird dem Feind entrissen und Ostrowjanskij bis 19.00 Uhr freigekämpft. Die Versorgungslage der PzAbt. Tilemann ist äußerst gespannt. Nur noch 20 Panzer-Granaten, zehn Prozent der MG-Munitionsausstattung und für 40 km Kraftstoff sind vorhanden.
SS-Division "Wiking" hat im Verlauf des Tages die Lage um Orlowskaja aus eigener Kraft meistern können. Fünf Pak (Sfl.) der l.PzJägAbt./28 greifen mit dem SS-PiBtl. 5 an und werfen die Russen unter schweren Ver-lusten aus dem Ort nach Osten und Süden zurück. über 800 Feindtote werden gezählt.
Der tiefe Feindeinbruch in der Mitte ihres Abschnittes zwingt die Divi-sion, die Kampfgruppe Bachmann in der Nacht 8./9. Januar auf neue Stellungen beiderseits Konartel zurückzunehmen.
So wie die Lage der 23.PzDiv. im Kleinen ist auch die Lage auf dem gesamten Südflügel der deutschen Ostfront im Bereich der Heeresgruppen A. Don und B am 8./9. Januar äußerst gespannt. Die 1. Panzer-Armee hat bei ihrer Rückzugsbewegung die Kuma noch nicht erreicht. Die sowjetische Ab-sicht. die 4. Panzer-Armee im Angriff von drei Armeen beiderseits zu umfassen, zeichnet sich immer deutlicher ab. Während die 28. Sowjet-Armee längs des Manytsch nach Westen stößt hat das 3. Garde-Panzer-Korps Konstantinowka am Don erreicht und dreht nun nach Süden ein. um hinter den deutschen Verbänden vorbei auf Proletarskaja vorzugehen. Schwächere Feindkräfte überschreiten nordostwärts Nowotscherkassk bereits den Don. Die Armee-Abteilung Hollidt im großen Donbogen weicht auf den KagalnikAbschnitt aus. Inmitten der durch den Zusammenbruch der Rumänen und der 8. itaI. Armee breit aufgerissenen Front kämpft die Armee-Abteilung Fretter-Pico mit ihren schachen Kräften um Millerowo. Die 6. Armee in Stalingrad lehnt das russische Kapitulationsangebot auf Befehl Hitlers ab.
Zu diesem Zeitpunkt hat die 4. Panzer-Armee den Befehl, unter allen Umständen die Linien nordostwärts Proletarskaja zu halten. Der Auftrag des LVII. Panzer-Korps für die 23. Panzer-Division am 9. Januar umfaßt die Wiedereinnahme von Wesselyj mit Kampfgruppe Post (s.PzAbt. 503 und II./PzGrenRgt. 128) und Verteidigung der Kampfgruppen Bachmann und Dietrich in den bisherigen Stellungen.
Das II./PzGrenRgt. 128 wird aus Romanoff über Nikolajewskij nach Krassnyj Skotowod befohlen. Der Feind verstärkt sich inzwischen um Wesselyj und schießt Störungsfeuer auf Stawropol.
Um 06.30 Uhr trifft der neue Führer der 23. Panzer-Division. Oberst d.G. Nikolaus von Vormann. auf dem Divisionsgefechtsstand ein. Oberst Roßmann tritt wieder als Arko 121 zum Korps zurück.
Um 06.45 Uhr beginnt der Angriff der Kampfgruppe Post mit elf Tigern und zwölf Pz. III; das II.PzGrenRgt. 128, unterstützt durch eine Batterie le.F.H.. folgt auf Wegen fahrend nach. Die PzAbt. 503 steht bald 2 km westlich von Wesselyj; ein russischer Gegenangriff wird abgewiesen. Um 09.35 Uhr greifen Panzer und Panzer-Grenachere Wesselyj an. Zahlreiche T 34. wahrscheinlich auch KW I sowie starke Pak und Flak bringen den Angriff zum Erliegen. Der Divisions-Führer setzt persönlich die Kampfgruppe zu erneutem Angriff an. Auch ein dritter Angriff bringt trotz erheblicher eigener Opfer keinen Erfolg. Amt T 34 werden vernichtet. Der Russe kämpft verbissen. Ein verwegen fahrender T 34 wird beschädigt. sein Turm ver-klemmt, aber dennoch durchbricht er die Linien der deutschen Panzer und stößt bis in die ArtilleriesteIlung vor, wo er ein Geschütz überrollt, ein zweites beschädigt, bis er von dem dritten abgeschossen wird. Die Tiger-abteilung verfügt schließlich nur noch über zwei einsatzbereite Panzer; die Panzer-Grenachere haben schwere Verluste, außerdem leiden sie stark unter dem klaren, kalten Schneewetter. Oberstlt. Post nimmt seine Kampfgruppe nach Bednota zurück.
Bei Kampfgruppe Bachmann tritt der Feind um 10./5 Uhr zum Angriff an. Ein Regiment erreicht den Rauch südlich Stawropol, gleichzeitig greift ein Bataillon Konartel von Norden an. - Vor Ostrowjanskij bricht in der Abenddämmerung der Angriff zweier russischer Bataillone zusammen. Die Kraft der Verteidiger ist jedoch im Schwinden. Nur noch sieben Panzer der Abteilung Tilemann, darunter drei Pz./V lang, sind einsatzbereit. Das PzPiBtl 51 meldet eine Gefechtsstärke von 6/14/96. Die Munitionsbestände sind weitgehend aufgebraucht.
Während die Division den schweren Kampf ostwärts der wichtigen Manytsch-übergänge bei Proletarskaja führt, hat die zwischen Ssal und Don operierende Feindgruppe nach Süden eingedreht. Seit dem 5.Januar überwachen Sicherungsgruppen der Trosse gemeinsam mit einheimischen wegekundigen Selbstschutzeinheiten (Miliz) den Rauch bis zum Manytsch und nördlich davon. Nachdem mehrfach russische Spähtrupps vorfühlten, wird am 8. Januar ein PzSchtzBtl. mit zwei Kompanien aus Trossen und Besatzungen des PzRgt. 201 gebildet. Versorgungsmäßig wird das Bataillon von Hptm. Burmester geführt taktisch durch Major von-Einem dem auch eine Troßkompanie des PzGrenRgt. 128 zur Verfügung steht. Am gleichen Tage dringen sowjetische Kräfte unter Benutzung der unzerstörten Brücke bei Wesselyj-Chutor auf das Südufer des Manytsch vor. Ein zufällig am 8. Januar in Ssalsk ausgeladener Panzertransport für die 23.PzDiv. wird auf Armeebefehl der Gruppe von-Einem zugeführt. Unter Hptm. Behr grei-fen die neuen Panzer gemeinsam mit den Panzers chützen-Kompanien am 9. Januar den Feind an, nehmen Wesselyj-Chutor und werfen die Sowjets über den Manytsch nach Norden zurück. Die Manytschbrücke wird gesprengt und längs des Flußufers eine Sicherungslinie aufgebaut. Die Panzer mar-schieren danach über Proletarskaja zur Division.
Die Reste des Feldersatzbataillons 128 werden auf die Panzer-Grenacher-regimenter aufgeteilt. Die Trosse treten zum Divisions-Nachschubführer.
Im Kampfabschnitt ostwärts Proletarskaja drückt der Feind weiter auf breiter Front, mit Scherpunkt um Wesselyj. Die Division befiehlt die PzAbt. Tilemann und das PzPiBtl 51 aus Ostrowjansk heran, obwohl die Verbände selbst gerade einen Feindangriff abzuwehren haben. Ein eigener Panzer geht verloren.
Seit 14.45 Uhr greifen 1-2 sowjetische Regimenter die Kampfgruppe Bachmann in Konartel an. Nur die hervorragende Unterstützung durch eine Werfer-Abteilung und 2-cm-Flak machen es dem schwachen I.PzGrenRgt. 128 möglich, den Feind abzuwehren. Bald aber schwinden die Munitionsbestände der Werfer, der Russe dringt von Norden her in Konartel ein. Kampfgruppe Bachmann weicht 4 km weit nach Westen auf eine Riegelstellung an der Krjukowskaja-Schlumt aus.
PzAbt. Tilemann rück:t befehls gemäß aus Ostrowjanskij ab, die ver-bleibende Besatzung ist laufend stärkeren Feindangriffen ausgesetzt. Im Schutze der Dunkelheit dringt der Russe in den Ort ein; um 21.35 Uhr meldet Oberst Dietrich den Verlust des halben Ortes. Die Verbindung zum Stütz-punkt Nish.-Sundoff ist abgerissen. Die eigenen Verluste sind erheblich; der Feind dagegen führt ständig neue Kräfte heran. Unter dem schweren Druck: der Angreifer muß die Besatzung von Ostrowjanskij immer mehr in den Nordteil des Ortes zurückweichen. Panzergrenachere, Lehrpioniere, Artillerie-schützen, Werfer- und Flakbedienungen klammern sich in Abwehr und Gegenstoß an die letzten Häuser des Ortes. Der Führer des SPW-Btl., Oblt. Kappauf, und zwei seiner Kompaniemefs fallen in vorbildlicher Pflichter-füllung. Oberst Dietrich, in vorderster Linie kämpfend, reißt immer wieder seine Männer vor. Schließlich aber geht der Ort verloren. Die Kampfgruppe bezieht eine neue Abwehrstellung beiderseits Kundrjutschenskij mit An-schluß an den rechten Flügel der SS-Div. "Wiking".
Am 10. Januar, 01.00 Uhr, befiehlt die Division der Kampfgruppe Bachmann, auf die Linie Krassnyj Skotowod und südlich davon auszuweichen. Gefechtsvorposten bleiben am Feind. - In Nikolajewskij greift der Russe das II./PzGrenRgt. 128 von Süden her an. Die PzAbt. Tilemann wird be-schleunigt aus Orlowskaja heranbefohlen, wo sie um 03.30 Uhr zur Versorgung eingetroffen ist. Um 04.50 Uhr jedoch räumt das II.PzGrenRgt. 128 Nikolajewskij, dabei geht eine le.F.H. 18 verloren. Von Panzern verfolgt weicht das abgekämpfte, dezimierte Bataillon über Romanoff nach Süd-westen aus. Auf den Funkbefehl: "Romanoff bis zum letzten Mann halten. Tilemann im Anmarsch aus Orlowskaja", macht das Bataillon kehrt und nimmt Romanoff wieder in Besitz.
In den Morgenstunden des 10. Januar befiehlt das LVII. Panzer-Korps die Ablösung der Kampfgruppe Dietrich durch SS-Div. "Wiking". Die Kampf-gruppe wird nach Romanoff herangezogen. Der Divisionsführer erwartet den Scherpunkt des russischen Angriffs im Raum Krassnyj-Skotowod. Die Kampfkraft der Division, insbesondere des PzGrenRgt. 128, ist durch die Kämpfe der letzten Tage bedrohlich gesunken.
Um 09.50 Uhr trifft der neue Kommandeur des PzGrenRgt. 126, Oberstlt. von-Winning, ein. Ihm wird unter Herauslösung des in den vergangenen Kämpfen besonders bewährten Stabes WerferRgt. 54 unter Oberst Dietrich die Führung der Kampfgruppe übertragen. Eine Batterie/StuGeschAbt. 203 und die in Romanoff befindlichen Teile der Division werden ebenfalls von-Winning unterstellt. Ihr Auftrag ist, im Gegenangriff die Lage um Nikolajewskij wieder herzustellen. - Stukas zerschlagen russische Bereit-stellungen in der Jelmutaschlucht und bekommen in einem erneuten Anflug angreifende sowjetische Infanterie zwischen Konartel und Krassnyj-Skoto-wad zu fassen. Der Feind geht in ungeordneten Gruppen zurück:.
Mit Beginn der Dämmerung tritt der Gegner mit starker Infanterie und drei Panzern erneut gegen Krassnyj-Skotowod an. Vor der 1. und 5./PzGren-Rgt. 128 bricht der Angriff im Feuer aller Waffen zusammen. Um 16.20 Uhr jedoch kommt eine neue Angriffswelle. Das schwache PzGrenRgt. 128, dabei zahlreiche unerfahrene Ersatzmannschaften, Urlauber und Genesene, ist nicht in der Lage, die Russen zu halten. Das mangelnde Zusammengehörigkeits-gefühl in den immer wieder gelichteten und unzulänglich aufgefüllten Reihen der Panzergrenachere sowie der steigende Mangel an erfahrenen Offizieren und Unteroffizieren hat den Kampfwert zu stark absinken lassen.
Von drei Seiten in Krassnyj-Skotowod eindringend erkämpft sich der Feind Haus um Haus. Das I./PzGrenRgt. 128 weicht zurück:; Offiziere des Regiments fangen es 1,5 km westlich des Ortes auf. Oberst von Vormann befiehlt, den Ort mit allen Mitteln sofort wieder zu nehmen. Zur Verstär-kung der Kampfgruppenführung gehen Major i.G. Freyer, Hptm. Beck--Broimsitter und Oblt. Senk, 3.Ord.Offz. der Division, zum I./PzGrenRgt. 128. Um 18.30 beginnt der Gegenangriff. An der Spitze der Kompanien brechen die Offiziere in die sowjetische Linie ein, Major Freyer dringt in den Südteil des Ortes ein. Oblt. Senk fällt, Hptm. Beck-Broimsitter, Oberst Bachmann und sein Adjutant werden verwundet. Der Westteil des Ortes wird freigekämpft, doch im Ostteil hält sich der Russe. Der Kampf wogt hin und her, zu einer Entscheidung kommt es nicht.
Der 11. Januar 1943 beginnt mit einem plötzlichen Vorstoß russischer Panzer mit aufgesessener Infanterie in die Bereitstellung der Kampfgruppe von-Winning um Romanoff. Drei T 34 werden bereits vor dem Ort vernichtet, ein T 34 fährt bis in den Ort hinein. Hier schießt ihn ein Geschütz aus 10 m Entfernung in Brand. Die Feindinfanterie nistet sich in einem Graben ein, wo sie erst im Nahkampf durch das PiLeBtl. 1 bis auf den letzten Mann niedergemacht wird.
Elf Panzer unter Führung von Hptm. Behr treffen ein und werden unverzüglich nach Krassnyj-Skotowod weitergeleitet.
Der Divisionsführer nimmt am Angriff der Kampfgruppe von-Winning persönlich teil. Die s.PzAbt. 503 wird der Division erneut unterstellt und Oberstlt. von-Winning zugeteilt, dessen Truppen um 10.00 Uhr gleichzeitig mit einer aus Kundrjutschenskij angesetzten Kampfgruppe des SS-Rgt. "Germania" auf Nikolajewskij antreten. Der Feind wehrt sich vor Kampf-gruppe von-Winning erbittert. Die Tiger vernichten einen Panzerspähwagen, zwei Batterien 7,62-cm-Kanonen zu je sechs Geschützen, eine Pak 7,62 cm. drei Pak 4,7 cm sowie mehrere Zucmaschinen. 40 Gefangene werden ein-gebracht, die Zahl der Feindtoten ist auffallend hoch. Die SS findet weniger Widerstand und erreicht die Gegend westlich Nikolajewskij, wäh-rend Kampfgruppe von-Winning noch hart um die tief eingeschnittene Jelmuta-Schlumt kämpft.
Der ebenfalls um 10.00 Uhr erneuerte Angriff des I./PzGrenRgt. 128 in Krassnyj Skotowod führt erst nach mehrfachem Ansatz zur Erweiterung des Einbruches im Westteil des Ortes. Major i. G. Freyer, wieder mit den Grenacheren kämpfend, wird verwundet. Ihm war in erster Linie das Gelin-gen des Einbruches zu verdanken.
Um 13.30 Uhr stößt Kampfgruppe von-Winning nach Nikolajewskij durch und vereinigt sich mit der SS. Oberst von Vormann setzt die Tiger-abteilung aus Nikolajewskij nach Osten zur Zerschlagung eines feindlichen Gegenangriffs an und befiehlt den Rest der Kampfgruppe von-Winning nach Romanoff, wo sie sich zum Einsatz bei Krassnyj-Skotowod bereitzu-machen hat. Dort geht inzwischen das Ringen um einzelne Häuser weiter. Ein massierter sowjetischer Gegenangriff kurz nach Einbruch der Dunkelheit fügt dem I./PzGrenRgt. 128 schwere Verluste zu. Um 16.45 Uhr muß schließ-lich das ganze Dorf aufgegeben werden, nachdem sich auch die Panzer Hptm. Behrs angesichts feindlicher Pak-Verstärkungen nicht mehr halten können. Hptm. Stetting, Kdr. I./PzGrenRgt. 128, wird verwundet. Die letzten 50 Panzer-Grenachere des Btl. gehen auf die Ausgangsstellung westlich des Ortes zurück.
Im Rauch der Trosse südlich des Manytsch herrscht Ruhe; Spähtrupps nehmen Verbindung mit Teilen der 16. InfDiv (mot.) auf, die nördlich des Flusses den Rauch zwischen 17.PzDiv. und dem Don überwachen.
Um 05.00 Uhr des 12. Januar tritt Kampfgruppe von-Winning (PzRgt. 201, zwei StuGeschBattr. der Abt. 203 und 243, SPW-Btl., PzPiBtl 51 und PieLBtl. 1), unterstützt von der gesamten Artillerie und der II./WerferRgt. 54 aus Romanoff über Jelmut, Sowchose 1 auf Krassnyj-Skotowod an. - Das II./PzGrenRgt. 128 wird zur Auffrischung nach Proletarskaja verlegt; erst-mals seit Dezember kann damit eine Truppe der Division vorübergehend aus der vorderen Linie genommen werden. Hptm. i. G. Litterscheid, bisher I d der 4. Panzer-Armee, trifft als Nachfolger des verwundeten Ia der Division ein.
Während die Kampfgruppe von-Winning in bescherlichem Marsch nur langsam herankommt, zerschlagen zwei Kampfflugzeuge und zwei Sturm-geschütze einen russischen Infanterieangriff gegen das I./PzGrenRgt. 128.
Um 14.00 Uhr greift Gruppe von-Winning Krassnyj Skotowod von Süd-westen her an. Bald hereinbrechende Dunkelheit, schneidende Kälte und Unwegsamkeit des Geländes lassen den Angriff nicht richtig in Schung kommen. Schließlich schlägt auch noch eine Salve eigener Werfer in die Infanterie; allein das PiLBtl. 1 hat dadurch 75 Ausfälle. Der Divisions-Führer bricht den Angriff ab und befiehlt die Bildung einer Abwehrfront westlich des Ortes. Das PiLBtl. 1 wird Divisionsreserve.
Der Kommandeur des Panzer-Regiments 201, Oberstlt. von Heydebreck, ein allseits geachteter und vielfach bewährter Offizier, wird auf Wunsch der 4. Panzer-Armee und der 17.PzDiv. als Kommandeur des PzRgt. 39 zur 17.PzDiv. versetzt; an seiner Stelle übernimmt Oberstlt. Sander das Regi-ment 201. Hptm. Tilemann, II./PzRgt. 201, wird auf Befehl der Division Führer der rückwärtigen Teile des PzRgt., während Hptm. Behr, I./PzRgt. 201, die Führung der einsatzbereiten Panzer des Regiments übernimmt.
Am 13. Januar, 05.00 Uhr, stoßen fünf Panzer und zwei Sturmgeschütze nach Süden vor, um die Landzunge südlich des Kosinka-Sees vom Feind zu säubern. Eine schwächere Feindgruppe wird völlig vernichtet; mehrere mot. und Bespannfahrzeuge sowie zwei Pak 7,62 cm fallen den Panzern zum Opfer. Nördlich Krassnyj Oktjabr flüchtet der Feind aus einer Farm, dann aber sperrt eine starke Infanterie- und Panzerabwehrstellung den Weg zur Brückenstelle über den Manytsch. Eigene Stukas stürzen sich plötzlich auf die Panzergruppe. Ein Panzer gerät in Brand, alle übrigen erhalten Treffer. Daraufhin bricht der Panzerführer den Vorstoß ab. über dem DivisionsAbschnitt schießt eigene Flak eine russische IL-2 ab.
In der Nacht zum 14. Januar löst das II./PzGrenRgt. 128 das 1. Btl. ab. Ein einzelner T 60, der bis zur Farm 7 km südwestlich Krassnyj Skotowod um 05.00 Uhr früh vorstößt, wird vernichtet, seine Besatzung gefangen genommen. - Um 06.00 Uhr tritt Hptm. Behr mit zwölf Panzern und zwei Sturmgeschützen erneut gegen die Ostspitze des Kosinka-Sees an. Auf der Straße bei Br. Lissizkim werden vier mit Schützen besetzte Lkw zusammen-geschossen. eine Pak 7,62 cm überwalzt und ein Pkw zum Halten gebracht. Seine Besatzung, darunter ein Ord.Offz. der 28. russ. Armee, wird gefangen genommen. Dabei wird der Operationsbefehl der 28. Armee erbeutet, der als Feind vor der Armee nur die 23. Panzer-Division nennt. Absicht der Russen ist es, mit frischen Kräften als Schwerpunkt rittlings der Straße Krassnyj Skotowod, Proletarskaja anzugreifen und mit einer südlichen Gruppe über die Landenge südlich des Kosinka-Sees, Krassnyj Oktjabr auf Ssalsk vorzustoßen.
PiLeBtl. 1 wird südlich Sowchose 1 zur Sicherung zwischen den Manytsch-armen eingesetzt. - Die Panzergruppe Behr stößt auf der Landenge südlich des Kosinka-Sees im Vorgehen nach Westen auf die bereits am Vortage erreichte Pakfront. Diese südlich umholend gelangen die Panzer in die Gegend 2 km nördlich Krassnyj Oktjabr und vernichten an der Brückenstelle 30 Panjefahrzeuge. Weiter westlich sammeln auf der Landzunge stärkere sowjetische Infanterieverbände mit Panzern.
Vor der Front der Division marschiert starker Feind auf, allein aus Nikolajewskij heraus 14 bis 18 Kompanien. Etwa ein Regiment dreht west-lich Nikolajewskij nach Süden ein und greift das SPW-Btl. 5 km nordwestlich Krassnyj-Skotowod an. Bald darauf stoßen fünf T 34 mit aufgesessener Infanterie aus Krassnyj-Skotowod vor; zwei Sturmgeschütze vernichten einen und beschädigen drei weitere Feindpanzer. Der Angriff bricht zusammen, ebenso auch der gegen das SPW-Btl. geführte Vorstoß. Schwacher Gegner schiebt sich jedoch in die Lücke zwischen dem SPW-Btl. und den Artillerie-steIlungen. Die Geschützstaffel der l./PzArtRgt. 128 gerät beim Stellungs-wechsel mitten zwischen sowjetische Infanterie. Erst im Nahkampf gelingt es, sich genügend Luft zum weiteren Absetzen zu schaffen. Vor PiLBtl. 1 taucht ein selbständiges Maschinenpistolen-Bataillon auf, das nach Über-läuferaussagen in der Nacht 14./15.Januar die Sowchose 1 von Süden her nehmen soll.
In dieser Lage schlägt der Divisionskommandeur dem Korps vor, die Front auf eine neue Sicherungslinie zurückzunehmen. Das Korps befiehlt zunächst den Abschub aller entbehrlichen Trosse hinter den Manytsch und um 18.35 Uhr das Ausweichen der Division auf eine Linie beiderseits der Sowchose 1. Ehe der Befehl zur Auswirkung gelangen kann, greift starker Feind das II./PzGrenRgt. 128 an und wirft es aus seiner Stellung. Sturm-geschütze vernichten einen Feindpanzer und beschädigen einen weiteren. Mitten im Angriff russischer Infanterie muß die Artillerie Stellungswechsel machen; dabei gehen eine le.F.H. und eine 8,8-em-Flak verloren. Weiter nördlich muß sich das SPW-Btl. im Schutz seiner beiden letzten einsatz-bereiten SPW durch die südlich an ihm vorbeigestoßenen Russen zurück-kämpfen. PzPiBtl 51 hat noch eine Gefechtsstärke von 4/8/58.
Am 15. Januar, 07.00 Uhr morgens, stoßen plötzlich 8-10 Sowjetpanzer mit stärkerer Infanterie gegen die Sowchose 1 vor. Das II./PzGrenRgt. 128 gibt den Ostrand des Ortes auf. Im sofortigen Gegenstoß der Panzer und Sturmgeschütze werden drei T 34 und ein T 60 vernichtet; die Feindinfanterie aber hält sich und greift weiter an, während die deutschen Panzer und Sturmgeschütze den Ostrand des Ortes von weiterem Feind freihalten. Das II./PzGrenRgt. 128 wird wieder nach Sowchose 1 vorgeführt, in deren Süd-teil das PzPiBtl 51 seine Stellungen hält und deren Westteil auf eigenen Entschluß seines Führers hin das SPW-Btl. besetzt. Das LVII.Panzer-Korps befiehlt den Einsatz einer Kampfgruppe von SS-Div. "Wiking" und der s.PzAbt. 503 zur Wiederinbesitznahme der Sowchose 1.
Die Absetzbewegungen der 1.Panzer-Armee verlaufen inzwischen plan-mäßig. Die 4.Panzer-Armee kann das LVII. Panzer-Korps hinter den Manytsch zurücknehmen. Die erste der beiden Aufgaben der Armee ist damit erfüllt. Die 17.PzDiv.erreicht den Rauch Jekaterinowka südlich des Manytsch zur Abschirmung der Ostflanke des Korps; die 23.PzDiv. deckt ostwärts Stalinskij Put nach Osten und SS-PzDiv. "Wiking" bildet einen Brückenkopf um Proletarskaja.
Der Kampf um die Sowchose 1 geht währenddessen weiter. PzPiBtl 51 hält zusammen mit den Panzern den südlichen Ortsteil. Um 11.30 Uhr greift die SS in den Kampf ein. Gemeinsam gelingt es, einen Großteil der Obst-gärten am Ostrand der Sowchose zu säubern. Der Feind greift nicht mehr an.
Im neuen Divisionsabschnitt ostwärts Stalinskij Put richtet sich die Division mit der Kampfgruppe Sander (I./PzGrenRgt. 128, dem neu zuge-führten KradschtzBtl. 17 (17.PzDiv.) und der 2./s.PzAbt. 503) ein. Das PiLBtl. 1 bleibt zunächst südostwärts vorgestaffelt. Panzergruppe Behr und Sturmgeschütze als Divisions-Reserve in Stalinskij Put; westlich davon die gesamte Artillerie unter Major Hamann und die III.lWerferRgt. 54.
Um 18.30 Uhr räumen die Verteidiger die Sowchose lohne Störung durch den Feind. II./PzGrenRgt. 128, SPW-Btl. und PzPiBtl 51 überschreiten den Manytsch bei Proletarskaja. Am Vormittag des 16.Januar jedoch werden Pioniere und II./PzGrenRgt. 128 wieder zur Ablösung des KradschtzBtl. 17 vorgezogen, das zur 17.PzDiv. zurückkehrt.
Am 16. Januar, 10.00 Uhr, löst im Zuge der weiteren Räumung des Brückenkopfes Proletarskaja die SS-Div. "Wiking" die eingesetzten Teile der Division ab. Die Tiger bleiben bei der SS. Die 23.PzDiv. tritt sofort an und erreicht über die Manytschdämme nach Süden ausholend noch am gleichen Abend den bisherigen Rauch der Trosse, in dem sie das Südufer des Manytsch zu sichern und zu halten hat.
Der Marsch der 23.PzDiv. von Proletarskaja über Schablijewka in den Rauch zwischen Suprunowka und Manytschkaja am Südufer des Manytsch vollzieht sich unter starker Behinderung durch den harten Winter der russischen Steppe. Schneeverwehungen durch den heftigen Wind zwingen zum Einsatz aller Kräfte. Die schneidende Kälte ruft zahlreiche Erfrierungen hervor.
Im Schutze der Sicherungsgruppe von-Einem rücken die Truppen in ihre neuen Abschnitte ein. Wegen Betriebsstoffmangel jedoch bleiben die Panzer und Artillerie in der Pferdesowchose Im. Budennogo, 2 km westlich Schablijewka, und die unter Oblt. Graf Finkenstein zusammengefaßte Krad-Schützen-Kompanie in Ssalsk liegen. Die l./StuGeschAbt. 243 ist nicht ein-satzbereit. Die Trosse, ohne die im Einsatz befindlichen Sicherungs einheiten, werden nach Norden abgeschoben und bis zum 26. Januar in Awdejewka nördlich Stalino unter Major Draffehn, Kdr. IV.(Flak)/PzArtRgt. 128, ver-sammelt.
Die schweren Kämpfe der letzten Wochen haben sowohl den Mann-schafts- als auch den Kraftfahrzeugbestand der Division dezimiert. Weitere schwerwiegende Verluste an Kraftfahrzeugen treten bei der Räumung von Proletarskaja und Ssalsk ein, weil die Werkstatt-Kompanien zahlreiche Kfz. wegen Ersatzteilmangel nicht rechtzeitig reparieren können. Weitere Fahr-zeuge - bereits auf Eisenbahnwaggons verladen gehen verloren, da die Bahnstrecke blockiert ist, keine Lokomotiven verfügbar sind und schließlich alles Material vor Herankommen der Sowjets gesprengt werden muß.
Gefechtsaufklärung der Artillerie-Schützen-Komp. stellt am 17. Januar, 10.30 Uhr, vor der Brückenstelle 14 km ostwärts Krassnyj Partisan Feind in Bataillonsstärke mit drei Panzern fest. Der Feind greift an und erzwingt nach Ausfall der einzigen 2-em-Flak die Räumung des Stützpunktes. Der von dem Absdmittsführer, Major Sänger, angesetzte Gegenangriff des PzPiBtl 51 mit zwei Sturmgeschützen der Abt. 203 wirft den bis dicht vor die Pferdezuchtabt. 2 vorgedrungenen Feind 2 km weit nach Osten zurück. Zwei T 70, ein Pz.Spähwagen und zwei Lkw werden vernichtet. Nach Luftauf-klärung handelte es sich um 1500 Russen mit drei Panzern und drei Pz.-Späh-wagen. - Die beiden Panzerschützen-Kompanien des PzRgt. werden Oberstlt. von-Winning unterstellt.
Für den 18. Januar plant die Division die Zerschlagung der Feindgruppe ostwärts der Pferdezuchtabt. 2. Dazu wird unter Oberstlt. Sander die "Masse der Kampftruppen" (PzRgt. 201, SPW-Btl., PiLBtl. 1, II./PzGrenRgt. 128, TroßSchtzKp./PzGrenRgt. 126, zwei StuGesch., Teile PzJägAbt. 128, Teile ArtSchtzKp. und verfügbare Artillerie] zusammengefaßt. Links davon Kampf-gruppe Bachmann mit den bisherigen Sicherungen am Manytsch, weiter links Kampfgruppe von-Winning mit den Sicherungen am Manytsch, den beiden PzschtzKpn. und Teilen PzPiBtl 51. Das unwegsame Gelände verzögert den Aufmarsch erheblich, so daß zunächst der Feind den Angriff auf Pferde-zuchtabt. 2 zweimal wiederholen kann, ohne allerdings Boden zu gewinnen. Um 07./5 Uhr antretend stößt die wieder knapp versorgte Panzergruppe Behr ohne begleitende Schützen bis zur Brückenstelle am Manytsch durch. Der Russe geht fluchtartig über den Fluß zurück. Große Beute an Waffen und Troßfahrzeugen wird eingebracht; elf Pak 7,62 Cm, drei Flak 3,7 Cm, zwei Pak 3,7 Cm, fünf Flieger-M.G., fünf überschwere M.G., 10 s. Granat-Werfer, zehn Panzerbüchsen, ein IG., 15 Lkw, zwei Pkw, zwei Feldküchen und mehrere Panjewagen, 150 Gefangene und zahlreiche Feindtote werden gezählt. - Die inzwischen von Westen herankommenden Schützen säubern das Gelände von versprengten Sowjets und richten sich am Manytsch zur Verteidigung ein.
Während dieser Angriff rollt, überschreiten 400 Sowjets vor Kampf-gruppe von-Winning den Manytsch zwischen Semenowa Tschabarnia und Tschabarnia in Richtung auf Wostotschnaja und Perwomaiskij. Gegen Mittag drängen weitere Feindgruppen die Artillerie-Schützen bei Primanytschkij vom Flußufer ab. Um 13.20 Uhr greifen stärkere russische Verbände die Pferdezuchtabt. 2 von Nordosten her an. Gleichzeitig sickert eine Feind-kompanie in die Gorkaja-Schlucht ein. Kampfgruppe von-Winning räumt Tschabarnia, Perwomaiskij und Manytschkaja. Die vier schwachen Kompa-nien der Kampfgruppe, die keinerlei schwere Waffen besitzen, igeln schließ-lich um den Kampfgruppengefechtsstand 10 km nordostwärts Tschitscherin.
Ein der Division angekündigter Ersatztransport von 700 Luftwaffen-soldaten wird nicht zugeteilt, da die Division diese nicht motorisiert bewegen kann. Gleichzeitig muß die Division melden, daß sie nicht in der Lage ist, ihre Kampfverbände gleichzeitig in einem mot. Marsch zu verschieben. An-laß zu der entsprechenden Anfrage der Heeresgruppe Don ist die neue Bedrohung der gesamten Südfront durch weit überlegene sowjetische Kräfte, die vom 18. Januar an die 2. ungarische Armee südlich Woronesch zerschlagen Abwehr und Gegenangriffe am Manytsch, 18. bis 22. Januar 1943 und gemeinsam mit den Verbänden im großen Donbogen, nur noch von einzelnen; Stützpunktartig kämpfenden deutschen Gruppen gestört, schnell nach Westen und Südwesten vordringen.
Der Ausfall an Kraftfahrzeugen trifft nicht nur die Panzer-Grenachere, Panzerpioniere und die anderen Kampfgruppen; in viel stärkerem Maße noch haben die Versorgungsdienste den Besonderheiten Sowjetrußlands ihre Tri-bute zu leisten. Immer mehr formen Panjefahrzeuge, von sowjetischen Hilfs-willigen (Hiwis) betreut, das äußere Bild der 23. Panzer-Division. Aus den sieben Pferde bespannten Troßfahrzeugen des FeldErsBtl. 128 vom April 1942 ist im Laufe des Jahres die Fahrkolonne Lang geworden, die unter Haupt-wachmeister Lang zu einer unentbehrlichen Stütze des 2. GenStabsOffz. (Ib) wird. Der Bedarf an Zucmitteln kann in dieser Zeit noch nicht einmal mit Panjepferden gedeckt werden. Selbst Ochsengespanne werden in die Trosse eingereiht.
Am 19. Januar tritt die PzAbt. Behr bei Schneetreiben um 06.00 Uhr aus Pferdezuchtabt. 2 an, nimmt Kassenowka und zerschlägt dort ein sowje-tisches Regiment und ein weiteres Bataillon. 150 Gefangene, mehrere Ge-schütze und zahlreiche Waffen bleiben neben vielen Feindtoten zurück. Längs des Manytsch auf Tschabarnia vorstoßend werfen die Panzer, denen sich die Kradschützen-Kompanie anschließt, die Russen zurück Die Kampf-gruppen Bachmann und von-Winning treten gleichzeitig von Südwesten her an und besetzen wieder das Manytschufer. Um 10.00 Uhr wird bei Tscha-barnia die Masse der 302.sowj. Schützen-Division beim Flußübergang gefaßt. In dem deckungslosen Gelände hat der Feind schwerste Verluste. Aus der Gegend Wostotschnaja nach Südosten eindrehend säubert die Panzergruppe die Ssolenaja-Schlumt, macht dann kehrt und stößt bei Perwo-maiskij in weitere russische Ansammlungen hinein. Allein hier bleiben 300 Feindtote zurück. Um 13.30 Uhr ist Manytschkaja erreicht, um 14.00 Uhr die alte Sicherungslinie am Manytschufer in ganzer Ausdehnung wieder in eigener Hand. PzGrenRgt. 128 übernimmt den Abschnitt Kassenowka-Tschabarnia - Höhe 25,0. Doch schon um 15.00 Uhr überschreitet neuer Feind ohne Kampf den zugefrorenen Fluß südostwärts Suprunowka und besetzt Kirpitschnaja am rechten Flügel der Division. Inzwischen greift Panzer-gruppe Behr die letzte Feindgruppe im Divisionsabschnitt um Oktjabriskoje-Jushnaja an. Auch hier verliert der Feind zahlreiche Geschütze und Troß-fahrzeuge. Der Rest flieht. Der Tag ist ein großer Erfolg für die Division und insbesondere für die Panzergruppe Behr, die mit acht Panzern und zwei Sturmgeschützen, teilweise ohne Infanteriebegleitung, weit überlegene Feindkräfte, darunter die 302. Schützendiv., zerschlagen und das südliche Manytschufer freikämpfen konnte.
Oberst Bachmann, Kdr. PzGrenRgt. 128 seit Aufstellung der Division, wird zu neuer Verwendung in die Heimat versetzt. Für ihn übernimmt Major von-Einem, Kdr. PzJägAbt. 128, vertretungsweise die Führung des PzGrenRgt. 128.
In der Nacht zum 20. Januar 1943 versuchen die Sowjets vergeblich, die Brückenstelle 14 km ostwärts Krassnyj Partisan zu nehmen. Trotz Zuführung neuer Kräfte bei Kirpitsdmaja gelingt es ebensowenig, die Gruppe von Löw aus Suprunowka zu werfen. Im Morgengrauen greift der Feind den gesamten Divisionsabschnitt an; eigene schache Sicherungen westlich Burgustinkij und in Tschabarnia müssen ausweichen. Die Artillerieschützen-Kompanie schlägt sich besonders tapfer. Die Panzergruppe stößt bei Suprunowka in einen von Süden und Osten geführten Feindangriff hinein und zerschlägt ihn, obwohl die Panzer mangels Versorgung nur bedingt einsatzbereit sind. Einige Panzer haben nur noch 5 Granaten und 300 Schuß MG-Munition. Tschabarnia wird im Gegenangriff durch das I./PzGrenRgt. 128 wieder genommen.
Der sowjetische Schwerpunkt liegt bei der Brückenstelle. Trotz schwer-sten Artilleriefeuers und dauernder Angriffe halten die Verteidiger ihre Stellungen; kleine, über den Fluß vorgedrungene Feindgruppen, werden auf-gerieben. An der Flußinsel 4 km westlich Burgustinskij leitet der Russe stärkere Übersetzbewegungen ein. In der Abenddämmerung greifen Panzer und Infanterie den Stützpunkt der Kampfgruppe von-Einem bei Höhe 25,0 an und erzwingen seine Aufgabe. Starke Feindbewegungen auf dem Nord-ufer des Flusses nach Westen lassen auf erneute Versuche schließen, die deutschen Divisionen südlich Rostow zu umgehen und auf die Stadt durch-zustoßen,
Ein um 21.00 Uhr gegen Suprunowka laufender neuer Feindangriff kommt trotz schwerer Feindverluste langsam voran. Da die eigenen Kräfte auf die Dauer zu schwach sind, nimmt der Oberstlt. Sander die tapfere Besatzung zurück. Von ihrer Gesamtstärke von 60 Mann am Morgen verlor diese Gruppe im Laufe des Tages 10 Tote, 20 Schwer- und 10 Leichtver-wundete. Bei Gorkaja wird der Feind im Gegenangriff geworfen; die Brückenstelle versucht er jetzt zu umgehen.
Oberst von Vormann erläßt nach den letzten Erfolgen am 20. Januar 1943 folgenden Tagesbefehl:
Soldaten der 23. Panzer-Division
Anfang Dezember wurde die Division in diesen Frontabschnitt hinein-geführt, um die Lücke zu schließen, die bei unseren Verbündeten durch Angriffe überlegener Feindkräfte entstanden war. Schon immer war es Aufgabe des deutschen Soldaten, an den gefährdeten Brennpunkten durch seinen vollen Einsatz wieder Ordnung zu schaffen.
In den letzten Tagen ging es darum, den entscheidenden, weil einzigen Brückenübergang über den Manytsch bei Proletarskaja vor Feindzu-griff zu schützen. In Erkenntnis der Wichtigkeit dieses Punktes hatte der Feind vier volle Schützen-Divisionen, die 6., 34., 91., 126. und das volle III. mot Korps mit der 36., 59., 60. mot. Schützen-Brigade und zwei Panzerbrigaden (6. und 56.), der durch frühere harte Kämpfe schon geschwächten 23. Panzer-Division entgegengeworfen.
Es mußte in diesen letzten Wochen gegen diesen zahlenmäßig über-legenen, entschlossen und zäh kämpfenden Feind übermenschliches von Euch verlangt werden, um dem Ganzen zu dienen. Ihr habt diese Aufgabe in schwersten Abwehrkämpfen mit heldenmütigem Einsatz gemeistert. Die Absicht des Feindes kann heute als mißlungen bezeichnet werden. Der Höhepunkt ist überwunden, das Schlimmste liegt hinter uns.
Von der Division vernichtet oder erbeutet wurden seit dem 12. Dezem-ber 1942: 3000 Gefangene, 143 Panzer, 36 Geschütze, 43 Pak und Flak, 108 Panzer-Büchsen, 37 Granatwerfer und große Mengen M.G., Kfz., Handfeuer- und automatische Waffen aller Art.
Allen Soldaten der 23. Panzer-Division, einschließlich der unterstellten und zugeteilten Verbände, spreme ich für ihre Tapferkeit und ihren aufopfernden, vorbildlichen Einsatz der letzten Wochen, der auch mehrfach im Wehrmachtbericht Erwähnung fand, meinen Dank und meine volle Anerkennung aus.
In Ehrfurcht beugen wir uns vor unseren gefallenen Kameraden. Allen Verwundeten wünsche ich baldige Wiederherstellung.
Der Kampf geht weiter gez. von Vormann
Oberst und Divisionsführer


Am 21. Januar beschränkt sich die Division weitgehend auf das Halten der derzeitigen Räume. Ein Feindangriff bricht bei Manytschkaja zusammen. Von der Flußinsel westlich Burgustinskij aus, wo der Russe eine Brücke schlägt, setzt er zur Umholung nach Nordwesten an. Vor dem rechten Flügel der Division verstärkt sich der Feind ständig. Um 13.00 Uhr greifen zwei Bataillone das schwache PiLeBatl. 1 in Gorkaja an. Bevor noch eigene Panzer zu Hilfe kommen, hat Hptm. von Löw mit seinen Pionieren den Angriff abgeschlagen. Panzer und Pioniere werfen im Nachstoß den Feind über den Fluß zurück.
Um 16.00 Uhr löst sich die Division am rechten Flügel beginnend vom Feind. StuGeschAbt. 203 wird der Division unterstellt. Es marschieren Kampfgruppe von Löw nach Chleborodnaja, Kampfgruppe von-Einem nach Shurawlewka Melnikoff, Kampfgruppe von-Winning. nach Wojensoweta, Eingreifgruppe Sander nach Golowanowka - Olschanka. Linker Nachbar der Division ist die 17.PzDiv., bei der der Feind den Ort Wesselyj nehmen konnte.
PzArtRgt 128 übernimmt den artilleristischen Schutz für die bei Werch. Chomutez sichernden Trosse der 17.PzDiv., außerdem löst das Regiment seine bisherige ArtSchtzKp. durch eine frische Kompanie ab.
Der Feind fühlt am 22. Januar nur zögernd nach; bis zum Abend besetzt er die geräumten Orte Blagodatnaja, Plodorotnaja, Trudowoj und Tschi-tscherin. PzJägAbt 128 stellt eine SchtzKp. (mot) aus freien Geschützbe-dienungen auf. Die restlichen Pak und Flak werden in einer zweiten Kp. zusammengefaßt
In den Morgenstunden des 23. Januar rücken die Sowj ets in Puschkin ein, ein Vorstoß nach Shurawlewka wird abgewiesen. Stärkere Feindver-bände greifen Chleborodnaja und das von SS-Rgt. "Westland" besetzte Plodorodnyj mehrfach erfolglos an. Hptm. von Löw tritt aus eigenem Ent-schluß mit StuGesch. und Pionieren zum Gegenangriff an, zerschlägt die Feindgruppe und erbeutet drei I.G. 12-cm sowie vier Panjewagen. Die Kampfstärke der Kampfgruppe von Löw beträgt elf Mann bei PiLeEtl. 1, 20 Mann bei ArtSchtzKp., 14 Mann bei TroßSchtzKp./PzGrenRgt. 126. An Panzer--Abwehrwaffen verfügt die gesamte Division neben den einsatzbereiten Pan-zern über eine 7,5-cm-Pak (Sfl.), eine 7,5-cm-Pak (motZ.), zwei 5-cm-Pak (motZ.) und drei 2-cm-Flak (motZ.) bei der PzJägAbt 128, drei 2-cm-Flak (Sfl.) bei der 10./PzGrenRgt 128, sowie über drei Sturmgeschütze.
Der Kommandierende General des LVII. Panzer-Korps, Gen.d.PzTr. Kirchner, spricht der Division seine besondere Anerkennung für die Leistun-gen der letzten Tage aus.
Der Feind rückt nach Tolstowka vor. Von Trudowoj aus versucht eine Infanteriekolonne mit Geschützen die deutschen Stützpunkte zu umgehen und Lenina zu erreichen.
Panzergruppe Behr wird angesetzt. Über Ordsho-nikidse, Tschitscherin, Kolmos Puschkin nach Chleborodnaja vorstoßend überrascht sie mehrere Feindgruppen im Marsch und vernichtet sechs Pak 7,62 cm, 22 Pak 4,7 cm, zwei Feldkanonen 7,62 cm, ein s./.G., zwei über-schwere M.G., 50 Bespannfahrzeuge. 50 Feindtote werden gezählt.
Dennoch setzt der Feind die Umgehungsversuche mit frischen Kräften fort und stellt sich gleichzeitig zum Angriff auf die Stützpunkte bereit. Das Korps befiehlt für 20.00 Uhr das Absetzen auf die Linie Now. Buruktschun-Nowostroika - Krassnaja Swesda - Lesnoi - Chomutez. Später muß unter Herauslösung der Trosse der 17.PzDiv. noch Prozikoff übernommen werden. Zur Kampfgruppe von Löw tritt das SPW-Btl. - Um 18.00 Uhr wird Kampf-gruppe von-Winning in Wojensoweta angegriffen. Der Feind dringt von Nordwesten in den Ort ein und sperrt die vorgesehene Rückzugsstraße. Unter Kampf löst sich schließlich die Kampfgruppe vom Feind und erreicht teils im mot., teils im Schlittenmarsch die neuen Abschnitte. Sechs StuGesch. der StuGeschAbt. 203 müssen an die SS-Div. "Wiking" abgegeben werden. Die KradschtzKp. löst die Trosse der 17.PzDiv in Prozikoff ab, dazu treten zwei 5-cm-Pak.
Am 24. Januar besteht nur Spähtruppfühlung mit dem Feind, der erst am 25. Januar mit starker Infanterie gegen Nowostroika vorgeht. Bei Lesnoi wird eine schwache Feindgruppe abgewiesen, jedoch müssen mittags die GefedItsvorposten zurückgenommen werden. Sowjetische Verbände vor Kampfgruppe von Löw setzen südlich Nowostroika und 1. Konnoj Armij zur Umgehung an. Da die schwachen eigenen Kräfte nicht zur Sicherung des Geländes ausreidIen, tritt Kampfgruppe von Löw zu begrenztem Gegen-angriff an, wirft in 1. Konnoj Armij eingedrungenen Feind zurück, der 20 Tote, 21 Gefangene, eine Pak 7,62 cm und zwei Panzerbüchsen verliert.
Vor Kampfgruppe von-Winning zieht der Feind in den Wald südost-wärts WerdIne Chomutez hinein. Die Division weicht befehlsgemäß um 20.00 Uhr auf die Linie Pischanow - Malo Kusnezowka Nr. 1 - Perwo-maiskij - Krassnyj LutsdI - Pjataja Ssotnja aus. Rechter Nachbar (SS) bei Komuna, linker (17.PzDiv.) bei Bol. Talowaja. Der Feind stört das Lösen nicht. Als Kampfgruppe von Löw über Malo Kusnezowka marschierend in Pischwanow eintrifft, stößt sie auf russische Trosse. Nach Gefangenen-aussagen ist bereits ein Regiment durch den Ort nach Westen marschiert. Im Ort leisten eine Pak und Maschinenpistolenschützen Widerstand. -StuGeschAbt. 243 wird nach Donskoj befohlen. Der Stab der Kampfgruppe von-Einem stößt hier ebenfalls auf Feind. Mangels eigener Kräfte muß er zunächst nach Nowo Kusnezowka ausweichen.
Am 26. Januar, 02.30 Uhr, greifen 200 Sowjets Malo Kusnezowka Nr. 2 an und werfen die eigenen Sicherungen auf Malo Kusnezowka Nr. 1 zurück. Kagalnitschek, 4 km südwestlich davon, ist feindbesetzt. In Pischwanow verstärkt sich der Gegner laufend. Kampfgruppe von Löw hält sich gegen ein sowj. Bataillon; im Kampf werden zwei Geschütze erbeutet.
Um 06.00 Uhr tritt Kampfgruppe Sander mit den fünf einsatzbereiten Panzern des PzRgt. 201 und der KradschtzKp. zum Angriff auf Donskoj an, während die StuGeschAbt. 203 mit Teilen in Terjajew-Andropow eintrifft. Donskoj wird um 08.00 Uhr vom Feind gesäubert, zwei Pak und einige Gefangene werden eingebracht. Inzwischen hat sich der in Kagalnitschek, südwestlich Malo Kusnezowka, stehende Feind verstärkt; Malo Kusnezowka Nr. 2 und Jassnaja sind stark feindbesetzt. Auf Kagalnitschek vorstoßend vernichtet Kampfgruppe Sander das sowj. S.R. 613 und setzt über den Ort hinaus den Angriff auf Pischwanow fort, ostwärts dessen sich 1000 Mann sowj. Infanterie bereitstellen und gleidIzeitig auch von Westen Kräfte heran-kommen. StuGeschAbt. 203 wird nach Donskoj befohlen.
Bei Kampfgruppe von-Winning herrscht Kampfruhe. Die Einsatzbereit-sdIaft der PzSchtzKpn. ist durch Erfrierungen erheblich beeinträdItigt.
Kampfgruppe von Löw gelingt es, den Feind in Pischwanow zurückzu-drängen; ihre Kraft reicht jedoch. nicht zur Inbesitznahme des ganzen Ortes. Um 11.00 Uhr greift Hptm. Behr mit seinen Panzern und zwei StuGesch. der Abt. 243 nördlich des Ortes an und stößt bis zur Hengst-Station 7 km weit ostwärts vor. Dicht massierte Sowjetverbände werden hier überrasdIt, laut Gefangenenaussagen die Masse der 9. SchtzDiv. mit den SchtzRgtrn. 503 und 561. Trotz mangelnder Kanonenmunition werden vier Pak 7,62 Cm, sechs Pak 4,7 Cm, drei Panzerbüchsen, eine Funkstelle, 50 Bespannfahrzeuge und fünf Lkw vernichtet. Unter Zurücklassung von 100 Toten flieht der Feind nach Osten, Süden und Norden. Angespornt durch diesen Erfolg tritt auch die Kampfgruppe von Löw in Pischwanow erneut an, nimmt sechs ausgebaute Stellungen, vernichtet vier InfGesch., 13 Panzerbüchsen, drei s.MG. und 50 Bespannfahrzeuge. Der Feind läßt 80 Tote und 150 Gefangene zurück. Nur im äußersten Ostteil des Ortes hält sich noch ein russischer Stützpunkt. Neun Geschütze der StuGeschAbt. 203 werden von Löw zugeführt. - Bei der 17.PzDiv. geht Bol. Talowaja verloren.
Erstmals erlebt bei diesen Rückzugskämpfen der deutsche Soldat lange Kolonnen flüchttender Zivilisten. Zahllose Kaukasier ziehen den Verlust ihrer Heimat einer Wiederkehr der sowjetischen Oberhoheit vor, die ihnen wie vielen anderen ihrer Stammesbrüder Verschleppung und Zwangsarbeit brin-gen würde.
Für den 27. Januar hat die Division den Befehl, die derzeitigen Stellun-gen zu halten. - Der Feind verstärkt unterdessen seinen Stützpunkt in Pischwanow, nimmt im Gegenangriff das ihm entrissene Malo Kusnezowka Nr. 2 und greift mit einzelnen Leuten die Stellung der 4./PzArtRgt. 128 in Kagalnitschek an.
In den Morgenstunden erzwingt weit überlegener Feind einen EinbrudI in Malo Kusnezowka Nr. 1. Im Gegenangriff werden die Sowjets durch das II./PzGrenRgt. 128 und StuGeschAbt. 203 bis 08.00 Uhr wieder zurück-geworfen. Sowjetische Spähtrupps fühlen bereits nordwestlich Donskoj vor. Starke Bereitstellungen sind um Pischanow und vor Perwomaiskij im Gange. Kampfgruppe von Löw schafft sich durch einen Vorstoß etwas Luft, sieht sich aber um 09.00 Uhr konzentrisch angegriffen.
Eine sowjetische Gruppe nimmt Kagalnitschek, südwärts Malo Kusne-zowka; Panzer-Gruppe Sander wird hiergegen angesetzt. In Pischanow liegen die Stellungen der Kampfgruppe von Löw unter schwerem Granat-werfer- und IG.-Feuer. Die Sturmgeschütze können wegen massierter Pak-Riegel nicht zum Einsatz kommen. In den ersten Morgenstunden verliert die Kampfgruppe 32 Mann. Von den 250 Mann Kampfstärke des Vortages sind noch 116 Mann einsatzfähig.
Um 11.00 Uhr säubert PzKampfgruppe Sander Kagalnitschek vom Feind. Immer neue Sowjetverbände tauchen vor dem rechten Divisionsflügel auf. Während Teile Pischanow südlich umgehen und in die Schluchten süd-westlich Donskoj eindringen, opfert der Feind im Ort Pischanow große Zahlen an Menschen, ohne irgendwelme Erfolge erringen zu können.
Die inzwischen vom PzRgt. 201 aufgestellte 3. PzSchtzKp. (Oblt. Stöc:ker) wird zur Sicherung der Nachschubstraßen der Division, die immer wieder von feindlichen Störgruppen bedroht werden, nach Beswodnyj befohlen.
Kampfgruppe von-Winning zersprengt eine vor ihrer Front nach Süden marschierende Feindkolonne; später hat sie einen schwächeren Angriff ab-zuwehren.
Der Kampf um Pischanow und die beiden Malo Kusnezowka geht in-zwischen weiter. Kampfgruppe Sander faßt in den Schluchten südwestlich Donskoj eine Feindgruppe. Zwei Pak, ein le.InfGesch., ein Granatwerfer und 13 Troßfahrzeuge werden vernichtet, 30 Feindtote werden gezählt. In Perwomaiskij und Malo Kusnezowka Nr. 1 hält sich die Kampfgruppe von-Einem. Der Einbruch der Dunkelheit bringt keine Unterbrechung der russischen Truppenbewegungen. Eine auf Kagalnitschek vorgehende Feindgruppe steht weit im Rücken der Kampfgruppe von Löw.
Um 15.30 Uhr trifft als Verstärkung für die Division das Kampfbataillon Erfurt (Hptm. Engelin) in Kasatschij ein und wird zur Front herangezogen. -Die der Division zeitweilig unterstellte EisenbahnpionierKp. 52 sprengt die Eisenbahnstrec:ke Metschetinskaja, Ssernograd.
Trotz Hinweis auf die bedenkliche Lage am rechten Divisionsflügel hält die höhere Führung den Befehl zur Verteidigung des derzeitigen Rauches aufrecht, um Zeit für den Aufbau einer festen Verteidigungs stellung um Rostow zu gewinnen. Es wird darüber hinaus die endgültige Wiederein-nahme von Pischanow und die Zerschlagung des Feindes vor dem rechten Flügel der Division befohlen. Unterstützung durch Luftwaffe, fünf Panzer der 17.PzDiv. und einen gleichzeitigen Angriff von SS-Wiking wird zu-gesagt.
An diesem Tage verhindert die Division trotz ihrer schwachen, an ent-fernt liegende Stützpunkte gebundenen Kampfgruppen den Durchbruch durch ihre Stellungen und fügt dem Feind schwere Verluste zu. Gefangene der 91. und der 126. SchtzDiv. werden eingebracht.
In der Nacht 27./28. Januar, gegen 01.00 Uhr, überfällt Feind von Süden her die in Terjajew-Andropow untergezogenen Gefechtstrosse der Kampf-gruppen. Unter Verlust des Ortes und einiger Fahrzeuge weichen die Trosse frontwärts zur Kampfgruppe von-Winning hin aus. - Ein starker Infanterie-angriff auf Donskoj wird abgewehrt, doch gelingt es dem Gegner, sich in den Schluchten westlich des Ortes festzusetzen. - Auf den Nachschubstraßen- der Division fallen trotz der Sicherung durch die 3. PzSchtzKp., die nun auch gegen Terjajew-Andropow abschirmt, immer wieder Fahrzeuge durch nachts verlegte Feindminen aus. überall sickern sowjetische Späh- und Stoßtrupps ein.
Vormittags stößt sowjetische Infanterie beiderseits an Krassnyj Lutsch vorbei. Die Gefechtsvorposten der Kampfgruppe von-Winning müssen den Ort räumen, um nicht eingeschlossen zu werden.
Während in Pischwanow die Kampfgruppe von Löw erneut zum An-griff auf den Ostteil antritt, marschieren starke Feindkräfte südlich des Ortes nach Westen. Weiter nordwestlich fällt Malo Kusnezowka Nr. 1 größ-tenteils in russische Hand. Bald darauf nimmt der Feind auch wieder Kagal-nitschek. Panzer-Gruppe Sander zerschlägt im Gegenangriff diesen Feind, vernichtet zwei Panzerspähwagen, fünf Lkw, 30 Panjefahrzeuge, vier 3,7-cm-Pak, zwei 7,62-cm-Pak, drei 7,62-cm-InfGesch., neun Panzerbüchsen, drei s.MG. und ungezählte Handfeuerwaffen. 200 Feindtote werden gezählt.
Der Feind in Terjajew-Andropow verhält sich ruhig. Gegen ihn wird lediglich gesichert, da keinerlei Kräfte mehr verfügbar sind, ihn anzugreifen.
Die Lage der Kampfgruppe von Löw wird immer aussichtsloser. Die Kampfkraft ist so weit abgesunken, daß sie nicht mehr in der Lage ist, wäh-rend der kommenden Nacht ihre Stellungen zu verteidigen. Der Feind greift unablässig an. Ein Entlastungsangriff der SS kommt nicht zur Auswirkung, da er bereits weit südlich des Ortes auf starken Feind trifft. Um 15./0 Uhr, kurz vor Eintreffen eines gleichlautenden Divisionsbefehls, gibt Hptm. von Löw Pischwanow auf. Kämpfend schlägt sich die kleine Gruppe nach Westen durch. Sie erreicht Bhf. Metschetinskaja, von wo sie sofort zum Gegenangriff nach. Norden auf Kagalnitschek angesetzt wird. Hart südlich des Ortes trifft der Vorstoß auf ein sowjetisches Regiment mit starker Panzerabwehr. Die Kampfgruppe muß wieder auf Bhf. Metschetinskaja zurüc:kweichen. Dem Feind ist es dadurch möglich, ungestört weitere Kräfte über Pischwanow in den Rauch westlich Donskoj hineinzuführen.
Kampfgruppe von-Winning zerschlägt in überraschendem nämtlichem Vorstoß eine Feindgruppe südostwärts Pjataja Ssotnja; zwei Pak, ein Gra-natwerfer und 40 Feindtote werden gezählt. Jedoch reichen auch hier die schwachen Kräfte nicht aus, den weit überlegenen Feind zu binden und wirksam zu bekämpfen. PzPiBtl 51 wird im Rüc:ken bedroht.
Am 29. Januar soll die Division Terjajew-Andropow bereinigen und anschließend mit den Kampfgruppen Sander und von Löw Kagalnitschek nehmen, während gleichzeitig die neu herangeführte 11. PzDiv. Pischanow angreifen soll. SS-PzDiv. „Wiking" und fünf Panzer der 17.PzDiv. sollen unterstützen. Kampfgruppe von-Einem wird auf Donskoj, Kampfgruppe von-Winning auf Nowo-Kusnezowka zuruckgenommen.
Ab 05.30 Uhr säubert Panzer-Gruppe Sander den Ostteil der Schluchten westlich Donskoj und erkämpft sich gegen Granatwerfer, Pak und Panzer-büchsen den Einbruch in Terjajew-Andropow. Aus Beswodnyj tritt die 3. PzSchtzKp., unterstützt durch zwei instandgesetzte Panzer, ebenfalls gegen den Ort an. In hartem Kampf wird die Nachschubstraße der Division gesäu-bert. Um 08.55 Uhr vereinigen sich beide Gruppen in Terjajew-Andropow, nachdem Kampfgruppe Sander 150 Gefangene einbrachte, sieben Panzer-büchsen, drei Pak, ein InfGesch. 7,62 und 30 Troßfahrzeuge vernichtete. 40 Feindtote werden gezählt. Vom Feind erstmals gegen die Division einge-setzte Minenhunde kommen nicht zur Wirkung, da sie rechzeitig abge-schossen werden.
Bei der rechts benachbarten SB-Division "Wiking" ist es dem Feind am Vortage und während der Nacht gelungen, von Süden her in den Rücken der Verbände zu gelangen und mit starken Kräften Kamenyj zu besetzen. Zur Sicherung der tiefen Flanke der 23. Panzer-Division wird die 2.Btl. Er-furt auf Befehl des dort eingesetzten Kampfgruppenführers, Oberst Dr. Born, Kdr. PzArtRgt. 128, südlich der Sowch.Abt. Nr. 1 eingesetzt. Um 08.30 Uhr greift der Feind an und wirft die Kompanie nach Norden zurück. Im Gegen-angriff jedoch wird der Russe wieder etwas zurückgedrängt.
Kampfgruppe von Löw, die inzwischen durch Kampfbataillon Erfurt (o.2.) verstärkt wurde, bricht gemeinsam mit einem Btl./SS "Germania" harten sowjetischen Widerstand 3 km nordostwärts Bhf. Metschetinskaja. Die 11.Panzer-Division dringt zu dieser Zeit in Kamenyj ein. Um 11.00 Uhr schließen fünf Panzer der SS zu der 2.Btl. Erfurt auf, die daraufhin den Feind angreift und völlig zerschlägt. Die junge, kriegsunerfahrene Kompanie zeigt hervorragenden Schneid. Sie nimmt 79 Sowjets gefangen, erbeutet acht s.MG., mehrere Granatwerfer und Panzerbümsen. 80 Feindtote werden gezählt.
Um 12.15 Uhr säubert Panzerkampfgruppe Sander die Schluchten süd-lich Terjajew-Andropow, Kampfgruppe von Löw steht 1 km westlich Kagal-nitschek. Durch teils frontalen, teils links umfassenden Angriff wird der Feind schnell geworfen, er flieht nach Norden. Die Säuberung der Schluchten um Donskoj bringt dicht gedrängten Feindgruppen, die nicht mehr aus-weichen können, schwerste Verluste. Allein an einer Stelle verliert der Feind 100 Tote, eine Pak 7,62 cm, fünf Pak 3,7 cm. Ein schwerer Verlust für die eigene Truppe tritt ein, als der hervorragende Chef der KradschtzKp., Oblt. Graf Finkenstein, an der Spitze seiner Männer fällt.
Aus dem Rauche Pischanow und beiderseits Kagalnitschek drückt der Feind weiter. Mehrfach greifen seine Panzer ein. Aus den Schluchten west-lich Donskoj heraus, insbesondere der Kagalnik-Schlumt, greift der Gegner Beswodnyj an, so daß schließlich die schwache 3. PzSchtzKp. den Ort weit-gehend räumen muß. Um 18.30 Uhr wirft ein massierter Feindangriff
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BeitragBeitrags-Nr.: 72087 | Verfasst am: 17.09.2005 - 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Nach Telefonat 6.1.43 00.15, Chef GenStH an OB Don: "Bis 11.00 ist zu melden, wieviele Tiger, P III und P IV am Südflügel und wieviele am Nordflügel der 4. PA angreifen werden." Am 6.1. morgens waren von der Pz.Abt. 503 eingetroffen: Stab, Stabskomp., 1. - 2. Komp., Werkstatt-Komp. mit insgesamt 17 Tigern und 20 P III 7,5cm. Die Abt. hat keinerlei Einsatzerfahrung. Kielmannsegg notiert unter 6.1. im Tagebuch: Die Tigerpsychose hat bei den höchsten Stellen immer krassere Formen angenommen. Überhaupt die Einbildung, die jeweils nächst Waffe würde in kürzester Zeit den Krieg gewinnen. Der Gegenangriff am 6.1. der 503 zusammmen mit der 23. PD half, den Durchbruch auf Proletarskaja zu verhindern. Erfolgsmeldung "Tigerpanzer" am 7.1.43, 9.00, von HG Don.

zitiert nach Kehrig, Stalingrad, S. 480 und 481.
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John Hilly
Interessiertes Mitglied


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Beiträge: 136
Wohnort: Finnland

BeitragBeitrags-Nr.: 72089 | Verfasst am: 17.09.2005 - 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin Alt und durchgeknallt Rot werden
Juha
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BeitragBeitrags-Nr.: 72092 | Verfasst am: 17.09.2005 - 12:18    Titel: Antworten mit Zitat

Mal die andere Seite:
Am 4.1.43 meldet die Front dem StavKAm dass die beweglichen Troppen der Kotelnikowker Gruppe ( III. GdSK, XIII. mechK, III. GdPK hohe Verluste erlitten haben und 300-350 Pz. zur Auffüllung benötigen. Die Hälfte wird kurzfristig ersetzt (bei 2. Gd.A, Malinowski)

Die 51.A/28.A greift auf Tichorezk an und trifft auf die SS-W. Im Rückraum gab es Kämpfe mit Partisanen.

Am 10.1.43 wird die 2. Gd.A (vermutlich nach Auffüllung, s.o.) auf Proletarskaja abgedreht. Es kommt zu schweren Kämpfen. Am 17.1. ist eine Linie 45 km ostwärts Rostow erreicht, am 21.1.43 wird Ssalsk erobert. Dennoch konnte die Abschneidung bei Rostow nicht erreicht werden. Allen deutschen Divisionen sollen hohe Verluste zugefügt worden sein, nach GVK, Bd. III, S. 99f.

Gruß
Thomas Winken
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stefan w
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BeitragBeitrags-Nr.: 72094 | Verfasst am: 17.09.2005 - 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

cpa95 hat Folgendes geschrieben:
Hallo Jan-Hendrik,

hast Du die Geschichte der 16.ID mot? Da stehen so an die 50 Seiten drin. Auch ein paar Karten, aber keine bruachbaren Lagekarten. U.A. soll die Panzerabteilung auch 8 Tiger erhalten haben - werksfrisch. Zur 17.PD habe ich nur die Regimentsgeschichte "Die Vierziger" (PGR 40). Da stehen 5 Seiten zu den Tagen und auch was von SS-Wiking drin, werde ich mal einscannen.Die beste Karte habe ich bis jetzt in dem Finnischen Freiwilligenbat. von Tieke gesehen.

Gruß an alle
Thomas Winken

könntest du mir das auch zusenden??
Winken
st

schonmal vorab: merci
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 72095 | Verfasst am: 17.09.2005 - 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

Juha , ich hatte Deinen Doppelbeitrag bereits gelöscht Grins

Und den Bericht von den 40ern könnte man ja am Praktischten gleich hier mit reinstellen , oder ?

Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 72101 | Verfasst am: 17.09.2005 - 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

So, die Vierziger (17. PD) kommen zu Wort:

http://tinypic.com/dq3hfp.jpg

http://tinypic.com/dq3hjo.jpg

http://tinypic.com/dq3ivs.jpg

http://tinypic.com/dq3j1t.jpg

http://tinypic.com/dq3j92.jpg

Gruß
Thomas Winken
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