Mörser 'Karl' Gerät 040/041
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 124453 | Verfasst am: 18.06.2007 - 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Verbleib:

I: Anfang 1945 ausgeschlachtet
II: März/April von Amerikanern erbeutet
III: Rohr explodiert, zu 50% zerstört, bei Kriegsende wohl noch in Jüterbog
IV: 1945 von Sowjets erbeutet (in Jüterbog?)
V: März/April von Amerikanern erbeutet
VI: 1945 von Sowjets erbeutet
VII: vermutlich 1945 in Hillersleben von Amerikanern erbeutet
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Felix
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BeitragBeitrags-Nr.: 124456 | Verfasst am: 18.06.2007 - 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Welcher ist der, der in Kubinka steht? Fragend
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 124464 | Verfasst am: 18.06.2007 - 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Nummer VI 'Ziu'

Übrigens wurden Nummer II und III, also Eva und Adam, scheinbar irgendwann in Wotan und Baldur umgetauft. Vermutlich waren die Namen zu christlich...
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 124465 | Verfasst am: 18.06.2007 - 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Oh und Nummer VII war wohl Fenrir.

Also:

I = Rex > Baldur
II = Eva > Wotan
III = Adam > Odin?
IV = Thor
V = Loki
VI = Ziu
VII = Fenrir


Zuletzt bearbeitet von NagaSadow am 18.09.2008 - 10:52, insgesamt einmal bearbeitet
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Felix
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BeitragBeitrags-Nr.: 124466 | Verfasst am: 18.06.2007 - 20:30    Titel: Antworten mit Zitat

Jetzt mal ne ganz dumme Frage: Ich dachte immer "Karl" wäre auch eins der Geschütze, allerdings scheint es nun doch bloß die genaue Bezeichnung des Geschützes an sich zu sein!? Keine Ahnung
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 124467 | Verfasst am: 18.06.2007 - 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

Die wurden Karl genannt, weil die Entwicklung der Bau der Geschütze ein persönliches Anliegen vom Chef des Heereswaffenamtes General der Artillerie Professor Dr.-Ing. Karl Becker waren. Winken
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Felix
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BeitragBeitrags-Nr.: 124468 | Verfasst am: 18.06.2007 - 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Danke! So schnell wie das Problem entstanden ist, ist es auch schon wieder gelöst! Grins


Winken
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 124473 | Verfasst am: 18.06.2007 - 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Die Entwicklung verlief in etwa so:

1936
Rheinmetall legt dem HWA einen Entwurf für einen überschweren 60cm Minenwerfer zur Bekämpfung von Betonzielen vor (Vorderlader und Bettungsgeschütz!). Transportiert werden sollte das ganze Gerät entweder auf Raupenfahrgestell, Rollen oder zerlegt in Teilen.

Oktober 1936
Rheinmetall erhält Auftrag für konstruktive Untersuchung für das Gerät mit Raupenfahrgestell

Januar 1937
Untersuchung abgeschlossen, immer noch als Bettungsgeschütz und Vorderlader
Kaliber 60cm
Geschoßgewicht 2t
Reichweite 3km
Gewicht 55t
Rheinmetall schlägt aber erstmals Selbstfahrlafette vor und legt gleich Entwurf vor, der dem späteren Fahrzeug bereits sehr nahe kommt. Gleichzeitig schlägt man Abkehr vom Vorderlader und gleichzeitige Erhöhung der Reichweite auf 4km vor.

Februar 1937
HWA stimmt Rheinmetall zu, Entwicklung von nun als Selbstfahrlafette.

August 1937
Konstruktive Untersuchungen von Rheinmetall führen einem dem späteren Gerät entsprechenden Projekt.

09.03.1938
HWA unter Becker stimmt allen Plänen Rheinmetalls nach einer geheimen Mammutbesprechung zu. Drei Modellrohre (21cm) und eines 18cm werden in Auftrag gegeben, Zwecks der Endbestimmung des Kalibers, Ballistik usw..

März/April 1938
Mit dem Neubaufahrzeug werden Testfahrten durchgeführt, wobei der spezifische Bodendruck der Karl-Geräte simuliert wird.

August 1938
Elektrisch angetriebenes, ferngesteuertes Modell wird fertiggestellt (Maßstab 1:10).

23.06.1939
Anschußlafette fertiggestellt und zum ersten Mal getestet.

Oktober 1939
Rheinmetall-Pläne für Munitionsschlepper IV werden genehmigt.

November 1939
Eine zweite Anschießlafette, um Montage und Beschuß der Fertiglafette unabhängig vom Fahrzeug durchführen zu können, wird vom HWA genehmigt. Sie wird dann später in Hillersleben auf die Fundamente der alten gesetzt.

Januar 1940
Rheinmetall wird angewiesen eine Holzbettung mit Stahlformgußlagern anzufertigen, um eine Notlösung in der Hinterhand zu haben, falls Probleme mit den Fahrgestellen auftreten sollten.

Mai 1940
Erste Fahrversuche in Unterlüß.

02.07.1940
WaPrüf besichtigt erstes fertiges Geschütz.

Quelle:
Gerhard Taube - Die schwersten Steilfeuer-Geschütze 1914-1945
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 124540 | Verfasst am: 19.06.2007 - 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht ganz interessant... Zwinkern

Rheinmetall-Entwurf vom Januar 1937
http://img.photobucket.com/albums/v467/NagaSadow/Karl/-EntwurfJanuar1937-1_resize.jpg

Rheinmetall-Entwurf vom August 1937
http://img.photobucket.com/albums/v467/NagaSadow/Karl/-EntwurfAugust1937-1_resize.jpg

1:10 Modell im August 1938
http://img.photobucket.com/albums/v467/NagaSadow/Karl/-1zu10Modell-1_resize.jpg

Anschießlafette in Hillersleben 1939
http://img.photobucket.com/albums/v467/NagaSadow/Karl/-Anschielafette-1_resize.jpg

Quelle:
Gerhard Taube - Die schwersten Steilfeuer-Geschütze 1914-1945
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Wittmann1944
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BeitragBeitrags-Nr.: 124798 | Verfasst am: 22.06.2007 - 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

@NagaSadow

Bist du sicher mit den Namen?

Ich habe irgendwo im netz mal diese nummerierung gefunden

Nr. I Adam später Baldur
Nr. II Eva später Wotan
Nr. III Odin
Nr. IV Thor
Nr. V Loki
Nr. VI Ziu
Nr. VII Fenrir
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 124800 | Verfasst am: 22.06.2007 - 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, bin ich nicht. Zwinkern
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 129527 | Verfasst am: 10.09.2007 - 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Thor auf der Krim:

http://i5.tinypic.com/6hiasd2.jpg

Quelle:

Wilhelm Tieke Kampf um die Krim 1941-1944, Anhang

Winken

Jan-Hendrik
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 129531 | Verfasst am: 10.09.2007 - 14:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ist tatsächlich Gerät Nr. III (Adam oder Odin...) im Juni 1941 bei Brest-Litowsk. Winken

Zuletzt bearbeitet von NagaSadow am 18.09.2008 - 10:54, insgesamt einmal bearbeitet
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 149430 | Verfasst am: 08.06.2008 - 07:26    Titel: K.St.N. für Thor batterie Antworten mit Zitat

HELMUTK1967

Zitat:
Hey Folks,

ich weiss jetzt nicht ob diese Frage schon gestellt und eventuell schon beantwortet ist: also entschuldigt schon mal im Vorraus Winken

Mir geht es darum welche Fahrzeuge hatte so eine Batterie/Abteilung mit dem 60cm/54cm Mörser (Sfl) Karl-Gerät????

Stückzahlen / Typ wäre ncht schlecht............

Ich bedank mich schon mal im vorraus!

Mfg Helmut


i.A.

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 159088 | Verfasst am: 09.09.2008 - 07:58    Titel: Antworten mit Zitat

Fernschreiben
H.Qu., den 14.11.44
Fernspr.: Z 2641

Mit Anschriftenübermittlung

An

1. Chef H Rüst u BdE/AHA/Stab Ia
2. Ob.West nachr.:
3. Chef Heeresstab b Chef OKW
4. OKW/WFSt/Op (H)
5. Chef H Rüst BdE/AHA/Stab II
6. Chef H Rüst BdE/AHA/Stab Ib
7. Chef H Rüst BdE/AHA/Stab Ib(5)
8. Chef H Rüst BdE/AHA/Stab Ic
9. Chef H Rüst BdE/AHA/Stab Jn 4
10.OkH/PA, Berlin.
-------------------------------------------------

Bez: 1) OKW/WFSt/Op (H) West Nr. 0013231/44 g.K.v. 9.11.44.
2) Gen d Art b Chef StdH (Ia) Nr. 9698/44 geh.v. 13.11.44.
Betr.:Verstärkungs-Artillerie für Ob.West

Chef H Rüst u BdE wird um Durchführung folgender Maßnahmen gebeten:

1.) Karl-Battr. 428 (im Abtransport von H.Gr. Mitte):
a) gibt in Jüterbog Gerät 1 und 5 an Restkommando ab,
b) übernimmt in Jüterbog Gerät 2 und 6 (040) mit sämtlichem Zubehör und Munition,
c) ist beschleunigt für beweglichen Einsatz marschbereit zu machen.

2.) Karl-Battr. 638 (z. Zt. in Jüterbog):
a) übernimmt dort Gerät 4 (041) mit Zubehör und Munition,
b) ist beschleunigt für beweglichen Einsatz marschbereit zu machen.


Horrido! Winken

Nicole
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