Offensive Michael im Westen 1918
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 91102 | Verfasst am: 01.04.2006 - 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich urteile nicht , ich betrachte ledigliche die heutige "Beurteilung" der Person Zwinkern

Zum Verhältnis Churchill-Stalin ist auch folgendes Werk äußerst aufschlussreich :

"Die grossen drei - Churchill, Roosevelt und Stalin in Frieden und Krieg" von Robin Edmonds

Winken

Jan-Hendrik
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Armin
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BeitragBeitrags-Nr.: 91104 | Verfasst am: 01.04.2006 - 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

So Leute - bitte zurück zum Topic dieses Threads, welcher "Offensive Michael im Westen 1918" heißt.


Churchill ist doch einen eigenen Thread wert ...


Winken
Armin
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Helfdane
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BeitragBeitrags-Nr.: 91123 | Verfasst am: 01.04.2006 - 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Richtig, Armin.

Auf Grund des Mangels an Pferden, kann ich mir vorstellen, war es nicht mehr möglich, mit Reiterverbänden weit in Feindesgebiet vorzustoßen und dort Chaos und Unruhe zu stiften. Denn die Pferde wurden ja vorallem als Zugtiere für die Artillerie benötigt. Taktisch gesehen war Kavallerie auf dem westlichen Kriegsschauplatz nicht mehr gefragt.
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ulrich wrede
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BeitragBeitrags-Nr.: 91154 | Verfasst am: 01.04.2006 - 17:17    Titel: Ein Aspekt fehlt Antworten mit Zitat

Ein Grund liegt auch am Verhalten von Ludendorff. Er hielt nicht an seinen plänen fest und so verlagerte sich der Schwerpunkt der Offensive ständig.
Dies führte im Endeffekt zur Kräfteaufteilung und schwächte die Deutschen.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 91197 | Verfasst am: 01.04.2006 - 19:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hab für Churchill hier :

http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?p=91195#91195

einen eigenen Thread eröffnet Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 91309 | Verfasst am: 02.04.2006 - 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jan-Hendrik,
war doch schon korrigiert! Zu schnell Zwinkern
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 146240 | Verfasst am: 24.04.2008 - 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die 18.Armee errang den größten Anfangserfolg,sie konnte am 23.März den Crozatkanal überschreiten und Ham einnehmen.


Hier lag aber schon der Grundfehler, die 18.Armee war zu stark, sie sollte eigentlich nur bis zur Somme vorstoßen und ab da die Flankendeckung für die 17. und die 2.Armee besorgen. Aber die Operation verselbständigte sich und die 18.Armee Überschritt sogar die Somme, während bei den beiden anderen Armeen die nötigen Kräfte letztendlich fehlten. Somit scheiterte die Offensive auch am fehlenden klaren Schwerpunkt.

Eigentlich wollte man die Briten ja durch eine vernichtende Niederlage friedensbereit machen, so war jedenfalls Ludendorffs Ziel Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 146727 | Verfasst am: 02.05.2008 - 10:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hier noch eine Karte zur ersten Phase der Offensive:

http://i28.tinypic.com/2pr7hhl.jpg

Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 147884 | Verfasst am: 20.05.2008 - 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Winken

wie viele Truppen waren Deutscherseits zu diesem Zeitpunkt noch im Osten und auf dem Balkan gebunden?
Hätte man eventuell nicht noch mehr Truppen freischaufeln können, um der Offensive nach dem Durchbruch genügend "Nahrung" geben zu können?

Horrido!

Nicole
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Michael1
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BeitragBeitrags-Nr.: 166700 | Verfasst am: 25.01.2009 - 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Cool Detaikarte der Offensieve

http://i39.tinypic.com/ohl3km.jpg

Deutsche Kräfte an der Westfront 1918

http://i43.tinypic.com/1az2s.jpg

Quelle: Der erste Weltkrieg (Kleine Militärgeschichte)1969
VEB Militärverlag der DDR


Michael1 Winken


Zuletzt bearbeitet von Michael1 am 25.01.2009 - 21:39, insgesamt einmal bearbeitet
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 166704 | Verfasst am: 25.01.2009 - 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Quellenangabe? Zwinkern

Dafür

Jan-Hendrik
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FW190D
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BeitragBeitrags-Nr.: 198462 | Verfasst am: 10.02.2012 - 22:08    Titel: Deutscher Schützengraben vom März 1918 im Elsass entdeckt Antworten mit Zitat

Ein guter Artikel mit vielen Photos hat es in der "Daily Mail". Interessant ist wie dies heute sorgfältig ausgegraben und dokumentiert wird.

http://www.dailymail.co.uk/news/article- ... -perfectly-preserved-94-years-later.html
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Zugführer
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BeitragBeitrags-Nr.: 200450 | Verfasst am: 15.11.2012 - 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Die 18.Armee errang den größten Anfangserfolg,sie konnte am 23.März den Crozatkanal überschreiten und Ham einnehmen.


Hier lag aber schon der Grundfehler, die 18.Armee war zu stark, sie sollte eigentlich nur bis zur Somme vorstoßen und ab da die Flankendeckung für die 17. und die 2.Armee besorgen. Aber die Operation verselbständigte sich und die 18.Armee Überschritt sogar die Somme, während bei den beiden anderen Armeen die nötigen Kräfte letztendlich fehlten. Somit scheiterte die Offensive auch am fehlenden klaren Schwerpunkt.

Eigentlich wollte man die Briten ja durch eine vernichtende Niederlage friedensbereit machen, so war jedenfalls Ludendorffs Ziel Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik


Lt.Moltke gilt ein Konzept nur so lange,bis der erste Schuß gefallen ist.
1.Entschluß:Schwerpunkt bei der 2.Armee ( mit allen schon gesagten Fakten und Absichten )
Ergebnis:gerade da wo der Schwerpunkt angesetzt war,ging es nur sehr schwer vorwärts.
18.Armee bekam Tagesziele genannt,die sie am Vortage schon erreicht hatte.
Was ist in so einen Fall zu tun?Es gibt zwei Möglichkeiten wie in einen solchen Fall zu verfahren ist.
1.18.Armee gibt Kräfte ab,die den nördlichen Angriffsflügel zugeführt werden,daß heißt,festhalten am ursprüglichen Plan.
2.das Abziehen von Kräften vom Schwerpunkt und sie der 18.Armee zuzuführen,um dort größtmögliche Erfolge zu erzielen.
Auf jeden fall mußte ein neuer Entschluß gefaßt werden.
Ludendorf gab immer schon dem taktischen Erfolg dem Vorzug.
neuer Entschluß: Verlegung des Schwerpunktes zur 18.Armee.
Auch dort gab es Möglichkeiten ( Amiens usw.)
Natürlich kann man aus heutiger Sicht darüberr streiten,ob der neue Entschluß richtig war,aber wer sagt denn,ob die erste Variante Erfolg gehabt hätte?
Politische Lösung?welche denn?Friedensfühler,über den Vatikan Weihnachten 1916 ,ausgestreckt,führten nur zur Verstärkung der Siegeszuversicht der Allierten.Es wollte doch auch keiner verzichten und das ,,Gesicht´´verlieren.
Zugführer
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Jupp Zupp
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BeitragBeitrags-Nr.: 201227 | Verfasst am: 15.02.2013 - 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leutz!

Trotz der vielen, hervorragenden Beiträgen, zu diesem Thema, greifen wir bis jetzt viel zu kurz.
Wenden wir uns zunächst den strategischen Grundfragen zu.
Was ist das Ziel der Offensive und wie kann selbiges erreicht werden...
Nun, wenn wir uns die Karten anschauen, stellen wir fest, daß das Angriffsziel zunächst nur Amiens heissen kann.
Nach erreichen dieser, ersten Etappe, gibt es meinem dafürhalten nach nur eine logische Schlußfolgerung:
Vormarsch in Richtung Abbeville und Sicherung der Geländegewinne, auf der nördlichen Seite der Somme, bis zur Flußmündung hin.
In der Zweiten Phase, der Angriff, auf die Empiretruppen, deren Einschnürung und Zurückdrängung bis an die Küste, um sie anschließend zu zerschlagen, oder ins Wasser zu werfen...
Da ergibt sich vielleicht noch ne nette Gelegenheit die Royal Navy hart zu treffen.
Denn sicherlich werden die Tommies n i c h t auf improvisierte Verbände zurückgreifen wollen, wie es 1940 der Fall war.
Hier könnten die U- Boote mal die dicken Brocken hart treffen...
Aber das ist natürlich reine Spekulation...
Klar ist jedenfalls, daß anschließend eine entscheidente Frontverkürzung vorgenommen werden kann und die damit verbundene Ausscheidung von Reserven,
um die zu erwartenden Gegenoffensiven, im Laufe des Sommers, erfolgreich zurückzuschlagen.
So würde sich mit zusammengebissenen Zähnen, das Jahr 1918 erfolgreich überstehen lassen...
Politisch sollte dieser Erfolg, für eine "Friedensoffensive" genutzt werden...
Es wäre sinnvoll, den Ententemächten Angebote zu machen, die ihnen die Lust auf ein weiteres, zukünftiges Blutbad, einfach verleiden...
Wenn wir uns ein siegreiches Jahr 1918 vorstellen, so könnte sich die Lage 1919 möglicherweise stark verbessern.
Sehen wir uns die Gründe dafür einmal an...
Ein "Michaelerfolg", stärkt den Durchhaltewillen der Verbündeten...
Die Briten müßten möglicherweise Verbände von anderen Kriegsschauplätzen abziehen und würden damit die anderen Mittelmächte entlasten.
Wenn die Amerikaner, schwere Verluste, bei ihren Offensiven 1918 hätten, so würde das deren Kriegswillen möglicherweise dämpfen und den Versuchen, zu einer Verhandlungslösung zu kommen stark zuträglich sein...
Das ist zugegebenermaßen stark optimistisch gedacht, aber ist der Mentalität des US- Präsidenten sehr viel näher, als man heute im allgemeinen annimmt...
Neue Waffen, wie die Junkers D.I wären 1919 in großer Stückzahl an die Front gelangt. (Hier kommt mal wieder der Flieger durch, sorry)
Bei einer stabilen Entwicklung der Ukraine, wäre auch eine Menge der Versorgungsprobleme im Reich beseitigt worden.
Schließlich ist ein unbesiegtes Deutschland Ende 1918, ein ernst zu nehmender Machtfaktor für dieses Land und Garant der Unabhängigkeit gegenüber der entstehenden SU...
Und über die üppigen Rohstoffquellen brauchen wir hier nicht ausführlich zu sprechen, ganz besonders in Hinsicht auf Getreide. Ein Ende der Hungerblockade, wäre doch dem Durchhaltewillen der Heimat sehr zuträglich, oder?
Bei einer vernünftigen Politik, gegenüber Polen z.B. könnten da durchaus ein paar Divisionen zur Unterstützung abfallen.
Allerdings habe ich über die Politik des Reiches gegenüber dem frisch wiedererstandenen polnischen Staat, so gut wie keine Informationen.
Letztlich könnte die Lage sehr viel erfreulicher aussehen, wie vor Beginn der Michaeloffensive...
Nun stellt sich die Frage, warum Deutschland so gescheitert ist...?
Zum einen haben wir das Problem in der Person Ludendorffs selbst.
Er war sicherlich, der perfekte Vorbereiter...
Er schuf die Grundlagen, die die Offensive überhaupt erst ermöglichten.
Aber er war ganz sicher nicht der Mann, der diesen Kampf führen konnte.
Ich bin mir nicht ganz sicher, wer da auf deutscher Seite, am besten dafür geeignet gewesen wäre, aber Ludendorff sicher nicht...!
Der Kronprinz, in seiner Eigenschaft als Armeekommandeur, hat sich darüber ziemlich eindeutig, wenn auch recht vorsichtig, geäußert.
Desweiteren wurden die Lehren, die aus dem Marnedebakel hätten gezogen werden müßen, nicht berücksichtigt. Zeit genug, war dazu ja...
Blicken wir noch einmal kurz zurück...
Neben dem Hauptfehler Moltkes, nämlich der sinnlosen Verlegung von wichtigen Verbänden in den Osten, unmittelbar vor der anstehenden Entscheidung, die wie nämlich von Schlieffen völlig richtig vorhergesagt, zwischen dem 36. und 39. Tag nach der Mobilmachung fallen mußte, so wurde auch aus der mangelhaften Kommunikation, keinerlei Lehre gezogen. Klucks Alleingänge usw...
Wie schon andere Mitdiskutanten, so treffend darauf hingewiesen haben, fehlte es an verlässlichen Informationen und der nötigen Kommunikation.
Um diesem Problem effektiv begegnen zu können, hätte es nur der Nutzung eines ganz einfachen und alten Konzeptes bedurft:
Der "Führung von vorn"!
Rommel hat es da später in der Wüste, zu einer gewissen Meisterschaft gebracht. Aber wir haben da ja ein ganz anderes, hervorragendes Vorbild, aus der deutschen Geschichte, das als Ansporn hätte dienen können.
Nämlich Friedrich der Große...
Die Führung von vorn, hätte die sinnlosen Operationszielwechsel genauso unterbunden, wie ein fähiger Kommandeur, der die nötige Nervenstärke gehabt hätte, diese Offensive erfolgreich durchzufechten...
Wenn jemandem dazu noch etwas einfällt, dann bin ich sehr stark daran interessiert, zusätzliche Infos und natürlich auch Meinungen, zu erhalten!

Euer Jupp Zupp
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Jupp Zupp
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BeitragBeitrags-Nr.: 201228 | Verfasst am: 15.02.2013 - 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leutz!

Trotz der vielen, hervorragenden Beiträgen, zu diesem Thema, greifen wir bis jetzt viel zu kurz.
Wenden wir uns zunächst den strategischen Grundfragen zu.
Was ist das Ziel der Offensive und wie kann selbiges erreicht werden...
Nun, wenn wir uns die Karten anschauen, stellen wir fest, daß das Angriffsziel zunächst nur Amiens heissen kann.
Nach erreichen dieser, ersten Etappe, gibt es meinem dafürhalten nach nur eine logische Schlußfolgerung:
Vormarsch in Richtung Abbeville und Sicherung der Geländegewinne, auf der nördlichen Seite der Somme, bis zur Flußmündung hin.
In der Zweiten Phase, der Angriff, auf die Empiretruppen, deren Einschnürung und Zurückdrängung bis an die Küste, um sie anschließend zu zerschlagen, oder ins Wasser zu werfen...
Da ergibt sich vielleicht noch ne nette Gelegenheit die Royal Navy hart zu treffen.
Denn sicherlich werden die Tommies n i c h t auf improvisierte Verbände zurückgreifen wollen, wie es 1940 der Fall war.
Hier könnten die U- Boote mal die dicken Brocken hart treffen...
Aber das ist natürlich reine Spekulation...
Klar ist jedenfalls, daß anschließend eine entscheidente Frontverkürzung vorgenommen werden kann und die damit verbundene Ausscheidung von Reserven,
um die zu erwartenden Gegenoffensiven, im Laufe des Sommers, erfolgreich zurückzuschlagen.
So würde sich mit zusammengebissenen Zähnen, das Jahr 1918 erfolgreich überstehen lassen...
Politisch sollte dieser Erfolg, für eine "Friedensoffensive" genutzt werden...
Es wäre sinnvoll, den Ententemächten Angebote zu machen, die ihnen die Lust auf ein weiteres, zukünftiges Blutbad, einfach verleiden...
Wenn wir uns ein siegreiches Jahr 1918 vorstellen, so könnte sich die Lage 1919 möglicherweise stark verbessern.
Sehen wir uns die Gründe dafür einmal an...
Ein "Michaelerfolg", stärkt den Durchhaltewillen der Verbündeten...
Die Briten müßten möglicherweise Verbände von anderen Kriegsschauplätzen abziehen und würden damit die anderen Mittelmächte entlasten.
Wenn die Amerikaner, schwere Verluste, bei ihren Offensiven 1918 hätten, so würde das deren Kriegswillen möglicherweise dämpfen und den Versuchen, zu einer Verhandlungslösung zu kommen stark zuträglich sein...
Das ist zugegebenermaßen stark optimistisch gedacht, aber ist der Mentalität des US- Präsidenten sehr viel näher, als man heute im allgemeinen annimmt...
Neue Waffen, wie die Junkers D.I wären 1919 in großer Stückzahl an die Front gelangt. (Hier kommt mal wieder der Flieger durch, sorry)
Bei einer stabilen Entwicklung der Ukraine, wäre auch eine Menge der Versorgungsprobleme im Reich beseitigt worden.
Schließlich ist ein unbesiegtes Deutschland Ende 1918, ein ernst zu nehmender Machtfaktor für dieses Land und Garant der Unabhängigkeit gegenüber der entstehenden SU...
Und über die üppigen Rohstoffquellen brauchen wir hier nicht ausführlich zu sprechen, ganz besonders in Hinsicht auf Getreide. Ein Ende der Hungerblockade, wäre doch dem Durchhaltewillen der Heimat sehr zuträglich, oder?
Bei einer vernünftigen Politik, gegenüber Polen z.B. könnten da durchaus ein paar Divisionen zur Unterstützung abfallen.
Allerdings habe ich über die Politik des Reiches gegenüber dem frisch wiedererstandenen polnischen Staat, so gut wie keine Informationen.
Letztlich könnte die Lage sehr viel erfreulicher aussehen, wie vor Beginn der Michaeloffensive...
Nun stellt sich die Frage, warum Deutschland so gescheitert ist...?
Zum einen haben wir das Problem in der Person Ludendorffs selbst.
Er war sicherlich, der perfekte Vorbereiter...
Er schuf die Grundlagen, die die Offensive überhaupt erst ermöglichten.
Aber er war ganz sicher nicht der Mann, der diesen Kampf führen konnte.
Ich bin mir nicht ganz sicher, wer da auf deutscher Seite, am besten dafür geeignet gewesen wäre, aber Ludendorff sicher nicht...!
Der Kronprinz, in seiner Eigenschaft als Armeekommandeur, hat sich darüber ziemlich eindeutig, wenn auch recht vorsichtig, geäußert.
Desweiteren wurden die Lehren, die aus dem Marnedebakel hätten gezogen werden müßen, nicht berücksichtigt. Zeit genug, war dazu ja...
Blicken wir noch einmal kurz zurück...
Neben dem Hauptfehler Moltkes, nämlich der sinnlosen Verlegung von wichtigen Verbänden in den Osten, unmittelbar vor der anstehenden Entscheidung, die wie nämlich von Schlieffen völlig richtig vorhergesagt, zwischen dem 36. und 39. Tag nach der Mobilmachung fallen mußte, so wurde auch aus der mangelhaften Kommunikation, keinerlei Lehre gezogen. Klucks Alleingänge usw...
Wie schon andere Mitdiskutanten, so treffend darauf hingewiesen haben, fehlte es an verlässlichen Informationen und der nötigen Kommunikation.
Um diesem Problem effektiv begegnen zu können, hätte es nur der Nutzung eines ganz einfachen und alten Konzeptes bedurft:
Der "Führung von vorn"!
Rommel hat es da später in der Wüste, zu einer gewissen Meisterschaft gebracht. Aber wir haben da ja ein ganz anderes, hervorragendes Vorbild, aus der deutschen Geschichte, das als Ansporn hätte dienen können.
Nämlich Friedrich der Große...
Die Führung von vorn, hätte die sinnlosen Operationszielwechsel genauso unterbunden, wie ein fähiger Kommandeur, der die nötige Nervenstärke gehabt hätte, diese Offensive erfolgreich durchzufechten...
Wenn jemandem dazu noch etwas einfällt, dann bin ich sehr stark daran interessiert, zusätzliche Infos und natürlich auch Meinungen, zu erhalten!

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