Die Weichsel-Oder-Operation 1945
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indy
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BeitragBeitrags-Nr.: 163513 | Verfasst am: 24.11.2008 - 01:52    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank fürs abtippen.

Für Zensur war wohl auch keine Zeit mehr ´45...
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 163516 | Verfasst am: 24.11.2008 - 06:47    Titel: Antworten mit Zitat

Richard: Vielen Dank Winken

Cu

Jan-Hendrik
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richard.hargreaves
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BeitragBeitrags-Nr.: 163561 | Verfasst am: 24.11.2008 - 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

Entschuldigung! Ich vergaß. Nordmann diente im Werfer-Regiment. Vor Krieg, er war Niederlassungsleiter einer Gummiwarenfabrik in Hannover.

Quelle: Kempowski, Das Echolot: Fuga Furiosa, Band I, S.667. Ein hervorragendes Buch!

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richard.hargreaves
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BeitragBeitrags-Nr.: 163562 | Verfasst am: 25.11.2008 - 00:29    Titel: Antworten mit Zitat

Und mehr (Ibid, S.797):

Trebnitz, January 20th 1945

An seine Frau in Hannover

Es gibt noch allerlei Hin und Her; sogar der kommandierende General erscheint aus Breslau, macht aber auch einen sehr resignierten Eindruck. Nachdem ich für meine 25 Mann dann abends endlich die offizielle Genehmigung zum Weitermarsch erwirkt habe, machen wir uns mangels Fahrgelegenheit zu Fuß auf den Weg, verladen unser spärliches Gepäck einschl. der Reste der unterwegs geschlachteten Schweine auf 2 Rodelschlitten, die wir später, da der Schnee durch starken Sturme von den Straßen gefegt ist, durch Handkarren ersetzen, die wir uns aus einem der zum größten Teil schon von der Bevölkerung verlassenen Gehöfte «besorgen». Nach sehr anstrengendem Marsch erreichen wir morgens um 4 h Trebnitz, ruhen uns in der Bahnhofshalle etwas aus und erreichen dann mit viel Glück und gegen Hergabe eines Schinkens den buchstäblich letzten Kleinbahnzug nach Breslau, wo wir am 21.1. mittags eintreffen.

Leider gibt es nichts mehr am Leutnant.

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BeitragBeitrags-Nr.: 163577 | Verfasst am: 25.11.2008 - 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ein Fernschreiben der Heeresgruppe "Weichsel" an das AOK 2 vom 25.Januar 1945:

http://i35.tinypic.com/2wdvwir.jpg

Horrido!

Nicole
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richard.hargreaves
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BeitragBeitrags-Nr.: 163846 | Verfasst am: 01.12.2008 - 20:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Kann irgendjemand die Stadt "N" identifizieren oder “die großen und schönen Stadt, durch die ein Fluß fließt” im folgenden Feldpostbrief:

Polen, 28/1/45

An seine Frau

Guten Tag, meine Liebe!
Wir ziehen so zielstrebig voran, daß man nur so staunt. Ich habe schon geschrieben, daß man mir schon am 15. Januar einen Panzer zerschossen hat. Eine Weile war ich in der Etappe, jetzt bin ich wieder an der Hauptkampflinie und habe wieder einen Panzer. In kurzer Zeit haben wir unter Kämpfen eine riesige Strecke zurückgelegt. Wir sind fast an der deutschen Grenze. Und ich habe nur einen großen Wunsch: es noch zu erleben, daß ich in deutschen Städten und Dörfern herumspaziere. Ich möchte die Angst in den frechen Augen der faschistischen Verbrecher sehen.
Gestern habe ich mit einem Kameraden zusammen, d. h. mit zwei Panzern, eine Stadt eingenommen. Ich werde davon erzählen. Wir fuhren mit den Panzern Kolonne, und vor der Stadt N. stießen wir auf einen vor langer Zeit ausgehobenen Panzergraben. Die Pioniere bauten eine Überfahrt. Der Kommandant rief mich und Leutnant Rjadow zu sich und sagte: "Eure Aufgabe wird es sein, in Höchstgeschwindigkeit die Stadt zu durchfahren (<durchzukämmen>) und euch an ihrem Rand festzusetzen, nachdem ihr die Chaussee eingenommen habt." Aus jeder Ecke, aus jedem Fenster konnte man uns mit Panzerabwehrminen eindecken oder mit Maschinenpistolen beschießen. Wir durchführen eine Straße, dann eine andere, und als wir nach links abbogen, wurde Rjadow von der Kugel eines MP-Schützen niedergemäht - er hatte auf dem Panzer gestanden. Jetzt fuhr mein Panzer vorne. Eine halbe Stunde später war die Stadt in unserer Hand. Aber meine Stimmung war finster: wie schwer ist es, einen Kameraden im Kampf zu verlieren. Ein solcher angespannter Krieg, wo du auf einen Schuß aus jedem Gebüsch, aus jedem Haus gefaßt bist. Das ist etwas anderes als ein Angriff im Stellungskrieg, bei dem du auf eine Stunde hingehst und dann zurückkommst. Wir haben viele polnische Städte durchfahren - Radom, Piotrkow, Kalisz und noch andere, deren Namen ich nicht behalten habe. Die Polenempfangen uns sehr herzlich. In den Dörfern und Flecken wirft die Bevölkerung, wenn unsere Panzer auftauchen, Blumen, und es werden weiße Flaggen hinausgehängt. Sogleich wird eine Miliz organisiert und werden verschreckte "Fritzen", die sich versteckt haben, aufgespürt. Wir sind in einer großen und schönen Stadt, durch die ein Fluß fließt. An der Übergangsstelle hat sich eine große Menge von Autos, Waffen und Soldaten angesammelt. Gerade ist ein Kampf vorüber. Und die Straßen sind schon voller Polen. Sie schauen neugierig auf all diese Macht, diese riesige Kraft der Roten Armee. Im Laufe des gestrigen Tages haben wir unter Kämpfen 70 km zurückgelegt. Das ist einfach ein Triumphmarsch!
Jetzt ist es Nacht, wir ruhen uns aus. Ich küsse Dich. Dein Tolja.
- sowjetische Panzerkommandant Anatoli Doroschew gest.1945

Ich denke dass die Stadt Steinau sein könnte.

Danke! Winken
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 180761 | Verfasst am: 28.01.2010 - 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Der Untergang Ostdeutschlands
Mit der Offensive vom 12. Januar 1945 leitete die Rote Armee das schnelle und grausame Ende der Gebiete östlich der Oder ein
Heinz Magenheimer

Um die Jahreswende 1944/45 stand für den Generalstab des Heeres fest, daß die sowjetische Großoffensive gegen die Front zwischen den Karpaten und der Ostsee in Kürze beginnen würde. Man hatte die Stärke des gegnerischen Aufmarsches ziemlich genau erkannt und wußte auch um die erdrückende Überlegenheit an den Schwerpunkten. Den 1,82 Millionen Deutschen entlang der gesamten Ostfront standen 6,7 Millionen Sowjetsoldaten mit 12.000 Panzern und Sturmgeschützen gegenüber. Bei der am meisten bedrohten Heeresgruppe A, die den Abschnitt zwischen Warschau und den Karpatenkamm verteidigte, betrug das Verhältnis an Panzern und Sturmgeschützen sogar sieben zu eins. An einzelnen Durchbruchsabschnitten erreichte die sowjetische Überlegenheit bei Panzern und Infanterie das Neun- bis Zehnfache.

Generalstabschef Heinz Guderian hatte sich bemüht, möglichst starke Reserven aufzubieten, die im wesentlichen nur aus dem Westen geholt werden konnten. Doch Hitler und seine Berater lehnten es ab, die bereits steckengebliebene Ardennenoffensive abzubrechen, da sie die Initiative nicht verlieren wollten. Außerdem hatte man wertvolle Panzerdivisionen nach Ungarn verlegt, um das seit 25. Dezember eingeschlossene Budapest zu entsetzen. So mußte sich die Ostfront zwischen Memel und Karpaten mit einer Reserve von nur zwölf Divisionen begnügen: eine angesichts einer Frontlänge von 1.260 Kilometern katastrophale Unterlegenheit. Die Deutschen hatten zwar alle nur möglichen Abwehrvorbereitungen getroffen − vor allem die Anlage eines tief gestaffelten Stellungssystems −, doch man wußte, was im Falle eines sowjetischen Durchbruchs drohte.

Als der Gegner mit überwältigender Überlegenheit und einem mehrstündigem Trommelfeuer am 12. Januar aus dem Weichselbrückenkopf Baranow zum Angriff antritt, gelingt ihm trotz erbitterter Gegenwehr bis zum Abend der Durchbruch auf breiter Front. Zwei Tage später setzt Marschall Georgi Schukow, der die 1. Weißrussische Front befehligt, mit zwei Panzerarmeen zum Ausbruch aus dem Weichselbrückenkopf Warka an und stößt nach Westen durch, wenn auch deutsche Panzerdivisionen den Vorstoß verzögern können. Die „Festung“ Warschau wird am 17. Januar aufgegeben.


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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 181961 | Verfasst am: 24.02.2010 - 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:
Sehr interessant auch der folgende Unterverweis auf der Seite des Herrn Kunefke:

Die Abwehrschlacht am Weichselbrückenkopf Baranow

Eine Studie über neuzeitliche Verteidigung - Von Eike Middeldorf, abgedruckt in:

Wehrwissenschaftliche Rundschau, 3. Jahrg. 1953, Heft 4

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Jan-Hendrik


Da der Link hier nicht mehr funktioniert, aber sehr interessant ist, hier noch einmal neu:

http://www.kunefke.de/index.php/abwehrschlacht-baranow.html
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 205845 | Verfasst am: 14.03.2016 - 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Übrigens wurden in der Folge des sowj. Durchbruchs die drei Generale v.Lüttwitz, Fries und Weber in Torgau vor Reichskriegsgericht gestellt, offenbar auf Druck von Gauleiter Greiser.

Von Lüttwitz und Fries wurden freigesprochen, Weber zu 3 Jahren Festungshaft veruteilt. Diese wurde zur Frontbewährung ausgesetzt.

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Jan-Hendrik
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