Warum traten die USA in den Krieg ein?
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Ossiraver
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BeitragBeitrags-Nr.: 108396 | Verfasst am: 07.11.2006 - 01:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hi !

Nachtrag zu Mexiko: Gehe mal aufgrund untenstehenden Textes nicht davon aus, das Mexiko die USA „lt. Zimmermanndepesche“ hätte erfolgreich für Deutschland angreifen können.

1910 verfügte 1% der Bevölkerung Mexikos über 96% des Bodens, fast 97% der Landbevölkerung hatte keinen Grundbesitz. US-Firmen beherrschten den größten Teil der Wirtschaft. Bergbaufirmen, Erdölförderung und die Eisenbahnen. Die einfachen Indios galten höchstens als Menschen zweiter Klasse und durften z. B. die Bürgersteige nicht benutzen. Die Landarbeiter, peones, wurden wie Sklaven gehalten.
…Pancho Villa fing an, die Yanquis für ihre Unterstützung der Carranza Regierung zu hassen. Pistoleros seiner Bande überfielen einen Zug und töteten 16 US-amerikanische Minenarbeiter und Ingenieure. In den frühen Morgenstunden des 9. März 1916, überfiel er mit seiner Guerilla das Militärcamp der 13. US-Kavallerie in der Kleinstadt Columbus in New Mexico. Er erbeutete rund 100 Pferde, Maultiere, Gewehre und Maschinengewehre. Bei dem Überfall kamen ca. 20 US-Amerikaner um. Zum Abschluss brannten sie die Stadt nieder. In den USA sank seine Popularität daraufhin schlagartig, während viele Mexikaner ihn als Rächer der jahrzehntelangen Yankee-Unterdrückung bewunderten.
Die US-Armee startete eine Woche später, am 16. März 1916, mit rund 10.000 - 12.000 Soldaten unter General Black Jack Pershing eine Strafexpedition. Es war die letzte US-Kavallerie zu Pferde und die erste mit motorgetriebenen Fahrzeugen und Flugzeugen.
Pershing gelang es, die Revolutionstruppen auseinander zu treiben, die Columbus angegriffen hatten. Sie schafften es aber nicht, Villa gefangen zu nehmen oder zu töten. Pershings Truppen verließen Mexiko im Februar 1917. US-Präsident Thomas W. Wilson hatte die Soldaten in Erwartung des unmittelbar drohenden Ersten Weltkrieges mit Deutschland zurückgerufen.

Politischer Aspekt

Bei Ausbruch des 1.Weltkrieges im August 1914 bestand Wilson zunächst auf der Neutralität der USA.
Wilson hatte 1916 den Wahlkampf für seinen Wiedereinzug ins Weiße Haus mit dem Slogan geführt: "He kept us out of war." Kurz nachdem er mit einer sehr knappen Mehrheit wiedergewählt worden war, tat er alles in seiner Macht stehende, um die USA in den Krieg zu führen. Dabei war ihm durchaus bewußt, daß die Beteiligung an einem großen Krieg in Europa in den USA äußerst unpopulär war. Die von Wilson angestrebte Kriegsführung im großen Stil erforderte eine riesige Armee. Die USA waren aber darauf nicht vorbereitet. Entsprechend der Neutralitätspolitik der Gründerväter waren die Streitkräfte des Landes nicht auf einen Krieg gegen europäische Großmächte eingerichtet.
Am 30.06.1916 verfügten die US-Streitkräfte über 179.000 Mann. Wilson hoffte, daß durch den Appell an patriotische Gefühle sich genügend Freiwillige für sein angestrebtes Millionenheer finden würden. Doch bald stellte sich heraus, daß bei vielen jungen Männern der Selbsterhaltungstrieb stärker ausgeprägt war als jede künstlich angeheizte kollektivistische Emotion. Trotz eines propagandistischen Trommelfeuers der Medien meldeten sich in den ersten 10 Tagen nach Kriegseintritt der USA nur 4.355 Männer freiwillig zum Militärdienst. Bis zum 24.04.1917 betrug die Zahl der Freiwilligen nur ein Sechstel von dem, was die Regierung erwartet hatte.
In dieser Situation zeigte Wilson, wie wendig er sein konnte. Er, der bisher die Wehrpflicht abgelehnt hatte, schlug genau dies dem US-Parlament vor.

Mit den U-Booten, Panzerlexikon, hast du wohl Recht.

Die U-Boot – Komponente bzw. der Teufelskreislauf

Bei Kriegsausbruch 1914 erklärte die britische Regierung, daß sie sich nicht an Geist und Buchstaben der Deklaration von London halten werde, sondern für sich das Recht beansprucht, Nahrungsmittel auf See zu erbeuten und zu beschlagnahmen, auch wenn diese auf neutralen Schiffen zu neutralen Häfen transportiert werden. Der Vorwand für diesen Bruch des Völkerrechts war, daß die nicht ausdrücklich für britische Häfen bestimmten Güter letztendlich der deutschen Armee zugute kommen könnten. Der wahre Grund dieser staatlichen Piraterie lag in der Absicht "...to starve the whole population - men, women, and children, old and young, wounded and sound - into submission", wie Winston Churchill, damals Marineminister, offenherzig bekannte.


Auch die Handelsflotte der USA wurde Opfer der britischen Unterdrückung des freien Seeverkehrs. US-Schiffe wurden gekapert, ihre Ladung beschlagnahmt. Das war ein offener Bruch des Völkerrechts. Die USA hatten gegenüber ihren südlichen Nachbarn Mexiko aus weitaus geringerem Anlaß Krieg geführt. In diesem Fall beschränkte sich die Regierung Wilsons darauf, eine formale Protestnote an die englische Regierung zu senden, vermied aber jede Sanktion gegen den Angreifer.

Im November 1914 erklärte die britische Kriegsmarine die gesamte Nordsee zur Kriegszone, die sofort vermint wurde. Schiffe, die unter der Flagge neutraler Staaten fuhren, konnten in der Nordsee ohne Vorwarnung das Ziel britischer Angriffe werden. Dieses Vorgehen der britischen Regierung verletzte geltendes Völkerrecht, darunter die Deklaration von Paris von 1856, die Britannien unterzeichnet hatte. Wilson lehnte es ab, sich dem Protest der neutralen skandinavischen Länder gegen die Sperrung der Nordsee anzuschließen. Als jedoch im Februar 1915 die deutsche Regierung dem schlechten britischen Beispiel folgte und ihrerseits die See um die britischen Inseln zur Kriegszone erklärte, reagierte Wilson völlig anders als im britischen Präzedenzfall. In einer Note ließ er Berlin wissen, daß Deutschland zur strikten Rechenschaft gezogen werde, falls US-Schiffe oder US-Bürger durch deutsche Kriegsschiffe zu Schaden kämen. Wilson nahm für sich überdies das Recht in Anspruch, US-Bürger auch dann zu schützen, wenn sie sich freiwillig auf einem Schiff aufhielten, daß die Flagge einer kriegsführenden Nation trug.

Am 5. Mai 1915, einem Mittwochvormittag, fand eine hochrangig besetzte Besprechung der Admiralität statt. Unter anderem nahmen teil: Marineminister Churchill, der Erste Seelord Admiral John Fisher, Vizeadmiral Oliver als Chef des Stabes; Captain Reginald "Blinker" Hall als Leiter des Marinenachrichtendienstes und dessen Mitarbeiter Commander Kenworthy. Zwischen Churchill (damals 41) und dem 74jährigen Fisher bestanden zu diesem Zeitpunkt sowohl persönliche als auch sachliche Differenzen. Das Thema der Besprechung war, wie im Falle Lusitania zu verfahren sei. Schließlich werden an diesem 5. Mai die Befehle für eine Falle ausgearbeitet.
Wer letztendlich in dieser Besprechung die Entscheidungen traf, Fisher oder Churchill, ist nicht eindeutig festzustellen. Kenworthy schreibt 1927 in seinem Buch "Freedom of the Seas", daß die Lusitania mit Absicht alleingelassen wurde. Er verläßt jene Besprechung am 5. Mai vorzeitig, angewidert von solcherlei Machenschaften, wie er schreibt.

Am 07.05.1915 versenkte ein deutsches U-Boot in der Kriegszone vor Irland das englische Schiff Lusitania, wobei 1195 Menschen ums Leben kamen, darunter 124 Amerikaner. In einer Note an Berlin behielt sich Wilson jede Handlung vor, die notwendig sei, um seine "heilige Pflicht zur Aufrechterhaltung der Rechte der US" zu erfüllen. Die deutsche Regierung wies in ihrer Antwort darauf hin, daß:
• der U-Boot-Krieg eine Erwiderung auf die ungesetzliche Hungerblockade
sei;
• die Lusitania Munition für Kriegszwecke befördert habe;
• die Lusitania als Hilfskreuzer für die britische Kriegsmarine eingetragen
sei;
• britische Handelsschiffe angewiesen worden seien, auf auftauchende
deutsche U-Boote zu schießen oder diese zu rammen;
• die Lusitania bewaffnet gewesen sei.

Die ersten vier Behauptungen der deutschen Regierung treffen zu, die fünfte ist zweifelhaft bzw. kann als wahr anerkannt werden !? s.o. Der Außenminister der USA, William Jennings Bryan, war ehrlich bestrebt, einen Kriegseintritt der USA zu verhindern. An Wilson gerichtet erklärte er: "Germany has a right to prevent contraband going to the Allies, and a ship carrying contraband should not rely upon passengers to protect her from attack - it would be like putting women and children in front of an army." Bryan gab auch zu bedenken: "Why be shocked by the drowning of a few people, if there is to be no objection to starving a nation?" Bryan machte den Kriegsparteien folgenden Kompromißvorschlag: Britannien sollte Nahrungsmittel nach Deutschland bringen lassen und Deutschland verzichtet nach Aufhebung der Hungerblockade auf den U-Boot-Krieg. Dieser Plan wurde von der deutschen Regierung angenommen, von den britischen Verantwortlichen jedoch abgelehnt. Als Bryan erkennen mußte, daß Wilson zum Krieg entschlossen war, trat er im Juni 1915 von seinem Amt zurück.
Der Nachfolger Bryans als Außenminister war Robert Lansing, der in aller Offenheit bekannte, daß das Ziel der britischen Hungerblockade sei, "...[to] destroy the morale of the German people by an economic isolation, which would cause them to lack the very necessaries of life." Zu den Protestnoten der US-Regierung an die britische Regierung, betreffend die Einschränkung des freien Seeverkehrs für US-Schiffe durch die britische Kriegsmarine, erklärte er: "...everything was submerged in verbiage. It was done with deliberate purpose. It...was necessary in order to leave this country free to act and even act illegally when it entered the war."
Im Februar 1916 kündigte die deutsche Regierung an, daß jedes feindliche bewaffnete Handelsschiff als Hilfskreuzer behandelt und ohne Vorwarnung angegriffen werde. Diesmal war Wilson empört und er verlangte in einer Deklaration, daß bewaffnete Handelsschiffe kriegsführender Staaten die Immunität friedlicher Schiffe genießen sollten, falls nicht "zwingende Beweise für aggressive Absichten" nachgewiesen werden könnten. Nach der Versenkung der ohne Flagge oder Markierungen fahrenden Sussex durch ein deutsches U-Boot, machte die deutsche Führung das Angebot, ihre Angriffe auf feindliche Schiffe in der Kriegszone einzustellen, wenn die Regierung der USA dafür eintrete, daß die britische Regierung fortan die Regeln des Völkerrechts einhält und ihre Hungerblockade beendet. Doch Wilson lehnte diesen Vorschlag ab, obwohl er wußte, daß ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der rechtswidrigen britischen Blockadepolitik und dem deutschen U-Boot-Krieg bestand. Gleichzeitig lehnte es Wilson ab, dem Wunsch des US-Parlaments entsprechend eine Warnung für alle US-Bürger auszusprechen, daß diese die Reise auf einem bewaffneten Handelsschiff auf eigene Gefahr unternehmen müßten. Wilson rechnete damit, daß jeder Amerikaner, der durch deutsche Kriegsschiffe zu Schaden kam, die Kriegsbereitschaft in den USA verstärken würde und er sollte sich in dieser Hinsicht nicht täuschen.
Wie von der britischen Regierung erhofft, erwies sich die Blockade Deutschlands als sehr wirkungsvoll. Bald war der Hunger in der deutschen Zivilbevölkerung weit verbreitet, die sich überwiegend von Schwarzbrot und einer Ration von drei Pfund Kartoffeln pro Woche ernährte. Als 1916 eine Mißernte bei Kartoffeln eintrat, verschärfte sich die Situation und wurde vor allem für Kinder kritisch. Steckrüben wurden zum Hauptnahrungsmittel und viele Stadtbewohner konnten täglich nur 1.000 Kalorien zu sich nehmen. Während des 1. Weltkriegs starben in Deutschland 700.000 Zivilisten an Unterernährung.
Unter offenem Bruch ihrer Neutralität lieferten die USA Waffen und Munition an Britannien. Am 31. Januar 1917 erklärte die deutsche Regierung den uneingeschränkten U-Boot-Krieg in der Kriegszone. Am 01.02.1917 brach Wilson die diplomatischen Beziehungen ab und erklärte am 06.04.1917 Deutschland den Krieg.
Deutschland hatte Ende 1918 nicht bedingungslos kapituliert, sondern nur unter ganz bestimmten Bedingungen, die den endgültigen Friedensvertrag betrafen. Am 05.11.1918 versprach Wilson, daß die USA und ihre Verbündeten den deutschen Vorschlag annehmen würden. Die Grundlage einer abschließenden Regelung sollten die 14 Punkte Wilsons sein.

Im Vertrauen auf diese Zusagen Wilsons entsprach die deutsche Regierung der Forderung ihrer Kriegsgegner nach Entwaffnung der deutschen Streitkräfte und übergab ihre Flotte einschließlich der U-Boote, 1.700 Flugzeuge, 5.000 Kanonen, 30.000 Maschinengewehre und anderes Kriegsgerät. Deutschland war nun wehrlos und konnte nur hoffen, daß Wilson und seine Verbündeten ihre Versprechungen einhielten.
Doch die Hungerblockade wurde fortgesetzt und sogar noch verschärft. Die britische Kriegsmarine beherrschte nun auch die Ostsee und nutzte dies, um die deutschen Ostseehäfen zu blockieren. Nicht einmal kleine Fischerboote durften auslaufen. Der Hunger erreichte ein für große Teile der deutschen Zivilbevölkerung lebensgefährliches Ausmaß. Erst im März 1919 wurde die Einfuhr von Nahrungsmitteln wieder zugelassen. Die Blockade von Rohstoffen hoben die Siegermächte erst nach Unterzeichnung des Vertrags von Versailles auf.

Und Göring sollte später deswegen mal sagen: Im nächsten Krieg hungern die anderen...
Damit war dann in meinen Augen der nächste Massenmord an russischen Kriegsgefangenen und Juden im 2.Wk. vorgezeichnet, sofern der Krieg nicht jeweils im Blitzfeldzug beendet wird. Im 1. Wk. starben mehr Deutsche an Hunger als russische Kriegsgefangene
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BeitragBeitrags-Nr.: 108403 | Verfasst am: 07.11.2006 - 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Zweifel an den rein '"moralischen" Gründen für einen Kriegseintritt der USA kommen vor allem auf, wenn man folgendes bedenkt:

Die Amerikaner erklärten dem Deutschen Reich am 06.04.1917 den Krieg, immerhin ganze 3 Monate nachdem der Kronrat den uneingeschränkten U-Bootkrieg wieder freigegeben hatte. Allerdings nur einen Monat nach der ersten Revolution in Russland, durch die klar wurde, dass das Riesenreich wohl bald aus dem Krieg ausscheiden würde. Die Chancen für die Entente den Krieg zu gewinnen waren damit erheblich gesunken. Die USA mussten um ihre wirtschaftlichen Interessen bangen und innerhalb kürzester Zeit entschied man sich für eine aktive Teilnahme am Krieg. Eine Tatsache die in der offiziellen Geschichtsschreibung nur allzu oft übersehen wird.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 119423 | Verfasst am: 12.04.2007 - 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Mal etwas zur diplomatischen Perspektive Zwinkern

Zitat:
Viktoria kommt aus Übersee
Vor neunzig Jahren traten die USA in den Ersten Weltkrieg ein / Die Entente gewann damit den kriegsentscheidenden Verbündeten
Thorsten Hinz

Der Begriff "Weltpolitik" war im wilhelminischen Deutschland eine vielbenutzte Vokabel, nichtsdestotrotz verharrte das politische Denken in kontinentaleuropäischen Kategorien. Auf das weltumspannende Ausmaß, das der am 1. August 1914 ausgebrochene Krieg annahm, waren Politik und Diplomatie nicht vorbereitet. Vor allem hatten sie nicht einkalkuliert, daß das amerikanische Industrie-, Rüstungs- und Militärpotential sich als kriegsentscheidend erweisen könnte. Die deutsche Botschaft in Washington wurde davon überrumpelt, daß die Entente-Mächte ihre Kabelverbindung nach Europa unterbrachen. Der überseeische Funkverkehr des Senders Nauen steckte noch in den Kinderschuhen, und so brauchte es Monate, ehe über Schweden eine notdürftige Verbindung zum Auswärtigen Amt hergestellt war.

Das Militär hatte vorausschauender agiert. Militärattaché Franz von Papen war vom Generalstab mit einer versiegelten und nur im Notfall zu öffnenden Order versehen worden, die Adressen von Handelsfirmen in neutralen Ländern und einen Chiffrecode enthielt. So war es wenigstens möglich, aus der New Yorker Niederlassung einer Hamburger Firma militärische Informationen - getarnt als Geschäftstelegramme - nach Berlin zu drahten.


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BeitragBeitrags-Nr.: 119426 | Verfasst am: 12.04.2007 - 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Die Amerikaner treten wohl immer erst kurz vor Ende aktiv in den Krieg ein, wenn sie sehen, der Gegner ist geschwächt. Das war 1917 wie auch 1944 so.
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BeitragBeitrags-Nr.: 119429 | Verfasst am: 12.04.2007 - 10:23    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Amerikaner treten wohl immer erst kurz vor Ende aktiv in den Krieg ein, wenn sie sehen, der Gegner ist geschwächt. Das war 1917 wie auch 1944 so.


Kommt noch mehr Blödsinn oder war es das? Fragend

Die Amis traten sofort nach der deutschen Kriesgerklärung 1941 aktiv in den Krieg ein, in die Bodenkämpfe mit dem Angriff auf Dieppe 1942 und in großem Stil mit der Landung in Nordafrika.
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BeitragBeitrags-Nr.: 119430 | Verfasst am: 12.04.2007 - 10:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Amis traten sofort nach der deutschen Kriesgerklärung 1941 aktiv in den Krieg ein


Naja, reell waren sie schon lange vor der dt. Kriegserklärung in den Krieg eingetreten Zwinkern

Mer wolle ja mal bei den Fakten bleiben...

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BeitragBeitrags-Nr.: 119433 | Verfasst am: 12.04.2007 - 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

jungs mir war klar dass ihr da gleich meckert, habt ja auch recht. mir ist auch klar, WANN genau die amerikaner zuerst gegen deutsche truppen kämpften und wie jan-hendrik schon richtig sagte, begann die "einmischung" der amis ja schon mit den hilfslieferungen z.b. an die russen.

meine aussage bezog sich vielmehr eher als hinweis zur normandie 1944, und ist zugegebenermaßen leicht falsch zu verstehen.

aber der grundgedanke ist nicht falsch. kriegseintritt 1941, da war den usa schon klar, dass deutschland früher oder später keine chance mehr hat gegen die übermacht.

wie auch immer: die usa bomben erstmal alles kaputt, dann warten sie bis sie tausend panzer haben und erst wenn nur noch 10 deutsche soldaten übrig bleiben, dann greifen sie an. ja etwas übertrieben, aber die tendenz war schon so in die richtung! Meine Meinung
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BeitragBeitrags-Nr.: 119457 | Verfasst am: 12.04.2007 - 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, Tomx, aber ich muss da mal fragen, was du für ein Bild von Soldaten und Krieg hast?

es ist nur 100% richtig und wird sicher von den Sldaten so erwartet, dass die Verluste des Gegners maximiert und die eigenen minimiert werden.

Immer dieses: "Die feigen Amis haben usn nur durch ihre Übermacht kleingekriegt" ist total kindisch und realitätsfern.

Meckerst du auch über die feigen Deutschen die 1939 Polen mit genau derselben Masche besiegt haben? Und bist du dir sicher, dass die Deutschen nicht genau dasselbe gemacht hätten gegen die Amis etc, wenn sie die Resourcen hätten?
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BeitragBeitrags-Nr.: 119463 | Verfasst am: 12.04.2007 - 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hoover hat Folgendes geschrieben:
Sorry, Tomx, aber ich muss da mal fragen, was du für ein Bild von Soldaten und Krieg hast?

es ist nur 100% richtig und wird sicher von den Sldaten so erwartet, dass die Verluste des Gegners maximiert und die eigenen minimiert werden.

Immer dieses: "Die feigen Amis haben usn nur durch ihre Übermacht kleingekriegt" ist total kindisch und realitätsfern.

Meckerst du auch über die feigen Deutschen die 1939 Polen mit genau derselben Masche besiegt haben? Und bist du dir sicher, dass die Deutschen nicht genau dasselbe gemacht hätten gegen die Amis etc, wenn sie die Resourcen hätten?


natürlich hätten sie das selbe gemacht, jedoch sind aussagen von US-Truppen, US-Filmen realitätsfremd, wenn diese Ihre eigene Kampfkraft die über die der deutschen setzen ;)
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BeitragBeitrags-Nr.: 119464 | Verfasst am: 12.04.2007 - 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, Kampfkraft ab 1944 war ja auch über die der deutschen. die Qualität der Soldaten ist eine andere Sache, was aber viele Gründe hat (Ausbildung, Erziehung etc).

Äpferl und Birnen.
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BeitragBeitrags-Nr.: 119468 | Verfasst am: 12.04.2007 - 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hoover hat Folgendes geschrieben:
Naja, Kampfkraft ab 1944 war ja auch über die der deutschen. die Qualität der Soldaten ist eine andere Sache, was aber viele Gründe hat (Ausbildung, Erziehung etc).

Äpferl und Birnen.


kampfkraft als gesamteinheit gesehen, waren die usa natürlich 1944 stärker, aber ich meinte damit den kleinsten gemeinsamen nenner, den einfachen soldaten.

die kampfkraft des einzelnen us soldaten im schnitt lag schon seit jeher unter der anderer nationen.
mein ex schwiegervater (brite) war im golfkrieg 1991 und war erschüttert wie schlecht die us truppen doch im detail ausgebildet waren.
weiteres beispiel im golfkrieg 2003 wie britische truppen ein ganzes dorf mehrere tage allein gehalten haben, was zuvor die us truppen keine 6 stunden halten konnten.

es gibt zig beispiele dafür, und die ziehen sich jaaaaahre zurück. sorry aber ich kanns einfach nicht mehr hören was für tolle hechte die us-truppen doch gewesen sein sollen! Meine Meinung
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Schörner
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BeitragBeitrags-Nr.: 119476 | Verfasst am: 12.04.2007 - 15:26    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Ossiraver"]

Damit war dann in meinen Augen der nächste Massenmord an russischen Kriegsgefangenen und Juden im 2.Wk. vorgezeichnet, sofern der Krieg nicht jeweils im Blitzfeldzug beendet wird.

tut mir leid, aber diese Schlussfolgerung teile ich beim besten Willen nicht...
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BeitragBeitrags-Nr.: 119479 | Verfasst am: 12.04.2007 - 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
es gibt zig beispiele dafür, und die ziehen sich jaaaaahre zurück. sorry aber ich kanns einfach nicht mehr hören was für tolle hechte die us-truppen doch gewesen sein sollen


Tja, und ich kann nicht mehr hören, wie toll doch die deutschen Sodlaten waren und wie schlecht die Alliierten. Wenn es so wöre, dann hätten wir die Kriege nicht verloren.
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BeitragBeitrags-Nr.: 119481 | Verfasst am: 12.04.2007 - 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hoover hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
es gibt zig beispiele dafür, und die ziehen sich jaaaaahre zurück. sorry aber ich kanns einfach nicht mehr hören was für tolle hechte die us-truppen doch gewesen sein sollen


Tja, und ich kann nicht mehr hören, wie toll doch die deutschen Sodlaten waren und wie schlecht die Alliierten. Wenn es so wöre, dann hätten wir die Kriege nicht verloren.


sie waren "schlechter" nicht schlecht im allgemeinen. aber Du solltest doch wissen, dass es gerade in dem krieg auf die masse ankam.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 119482 | Verfasst am: 12.04.2007 - 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
wie toll doch die deutschen Sodlaten


Das Dupuy-Institut & Martin van Crefeld haben dies empirisch bestätigt Zwinkern

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Jan-HendrEDIT: Andersrum gefragt: was könn die Soldaten dafür das ihre politische Führung so sch... war?

Aber wandern hier mächtig in den Bereich des Off-Topic!
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