Deutsche Scharfschützen im zweiten Weltkrieg
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Fred
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BeitragBeitrags-Nr.: 193305 | Verfasst am: 21.03.2011 - 07:26    Titel: Antworten mit Zitat

Beides ist richtig. Der Witz an der Sache ist das Deutschland vor dem Krieg russische Scharfschützen ausgebildet hat und auch optisches Gerät geliefert hat.

Fred
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Jonas
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BeitragBeitrags-Nr.: 193311 | Verfasst am: 21.03.2011 - 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, Fred. Lachen
Ist mir bekannt, deswegen umso mehr die Frage ob eine Ausgabe von Zielfernrohrgewehren schon vorher statt fand oder erst als Folge auf Kontakt mit russischen Scharfschützen. Vielleicht hat ja jemand grobe Zahlen was den Bestand um den 22. Juni 1941 angeht.

Würde meinen Wissensdurst ziemlich gut tun. Grins

MfG

Jonas
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Andre
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BeitragBeitrags-Nr.: 195672 | Verfasst am: 04.07.2011 - 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend!

Hier noch was zu Scharfschützen:

http://www.wwii-photos-maps.com/germanarmies/panzerarmeeoberkommando9/Roll%20307/slides/1008.html


http://www.wwii-photos-maps.com/germanarmies/panzerarmeeoberkommando9/Roll%20307/slides/1013.html


http://www.wwii-photos-maps.com/germanarmies/panzerarmeeoberkommando9/Roll%20307/slides/1033.html

Gruß
Andre
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Gastolli
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BeitragBeitrags-Nr.: 195676 | Verfasst am: 05.07.2011 - 08:35    Titel: Antworten mit Zitat

Unglaublich, dieselben Seiten habe ich mir vorgestern angesehen und gespeichert, Du warst schneller Gut gemacht!
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Andre
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BeitragBeitrags-Nr.: 195684 | Verfasst am: 05.07.2011 - 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Es beruhigt mich, dass da noch jemand so seine Freizeit verbringt.

Im KTB Heeresgruppe Weichsel wird noch ein "Marineinfanterist" mit mehreren Abschüssen namentlich erwähnt. Ich habe aber vergessen wo Verrückt

Gruß
Andre
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Gastolli
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BeitragBeitrags-Nr.: 195688 | Verfasst am: 05.07.2011 - 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist wohl das hier:

http://forum.axishistory.com/viewtopic.php?f=5&t=10324&hilit=sniper&start=105#p1304055

Diese Scharfschützen-Meldungen sind ja später im Krieg "populär" geworden, ich glaube auch irgenwo gelesen zu haben, daß die Divisionen einen "Wettbewerb" abgehalten haben/abhalten sollten !

Für mich sind's aber eher "Abfallprodukte" meiner Suche nach Meldungen über Panzer/Panzerjäger/Sturmgeschütze Grins

Ich weiss aber, daß sich andere für sowas interessieren...

Oliver
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steffen04
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BeitragBeitrags-Nr.: 195876 | Verfasst am: 18.07.2011 - 18:46    Titel: Antworten mit Zitat

Jonas hat Folgendes geschrieben:

in den ersten Kriegsjahren die Verluste auf deutscher Seite durch russische Scharfschützen enorm waren.

Und darum dreht sich meine Frage lag es am fehlen von ausgebildeten .....


Scharfschützen tun sich in der Defensive leichter, auf Stückzahlen zu kommen.

Siehe oben: die deutschen Max-Zahlen wurden in der Schlußphase in den schwer bedrängten Brückenköpfen erzielt.

V.V.: deswegen waren die Sowjets in der Anfangsphase erfolgreicher
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 205256 | Verfasst am: 26.12.2015 - 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Aus der Tagesmeldung des XXXXII.AK v.7.11.1943

[....]Obgfr. Plümacher (9./485) schoß als Scharfschütze am 7.11. 7 Russen ab und erhöhte damit seine bestätigten Abschüsse auf 16[...]

Winken

Jan-Hendrik
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wirbelwind
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BeitragBeitrags-Nr.: 205301 | Verfasst am: 31.12.2015 - 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

Mich würde mal interessieren, ob den Russen bei Gefangennahme von M. Hetzenauer bekannt war, dass sie einen Scharfschützen gefangen genommen haben. Aus dem Buch,, Im Auge des Jägers" wissen wir ja, was da passieren konnte. B. Sutkus bekam dies ja auch zu spüren.
MfG Wirbelwind
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Gardes du Corps
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BeitragBeitrags-Nr.: 205306 | Verfasst am: 31.12.2015 - 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

steffen04 hat Folgendes geschrieben:

V.V.: deswegen waren die Sowjets in der Anfangsphase erfolgreicher

Die Kampfesweise der Sowjets unterschied sich schon von der aller anderen westlichen Armeen.
Dazu kam, dass die vormilitärische Ausbildung in der Sowjetunion gewaltig war. Es gab nicht nur 1 Million ausgebildete Fallschirmspringer, es gab auch Millionen ausgebildeter "Scharfschützen" - klar, alles "Jäger" in einem Land, wo 90% der Bevölkerung in Großstädten lebt
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wirbelwind
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BeitragBeitrags-Nr.: 205355 | Verfasst am: 06.01.2016 - 16:56    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, ja, wie wir wissen, gabs auch im Deutschen Reich in der HJ allgemein und später auch ab 1939 in den Wehrertüchtigungslagern vormilitärische Ausbildung, allerdings nicht im Bereich ,,Scharfschützen", soweit wie mir bekannt ist. Warum sich im dt. Offiezierskorp die Meinung voerst festsetzte, dass Scharfschützen etwas Unehrenhaftes seien, bleibt mir schleierhaft, zumal deutscherseits im 1. WK damit keine schlechten Erfahrungen gemacht wurden und in den 20/30iger jahren gute Kontakte zwischen Roter Armee und Reichswehr existierten.

MfG Wirbelwind
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 205357 | Verfasst am: 06.01.2016 - 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

wirbelwind hat Folgendes geschrieben:
Nun, ja, wie wir wissen, gabs auch im Deutschen Reich in der HJ allgemein und später auch ab 1939 in den Wehrertüchtigungslagern vormilitärische Ausbildung, allerdings nicht im Bereich ,,Scharfschützen", soweit wie mir bekannt ist. Warum sich im dt. Offiezierskorp die Meinung voerst festsetzte, dass Scharfschützen etwas Unehrenhaftes seien, bleibt mir schleierhaft, zumal deutscherseits im 1. WK damit keine schlechten Erfahrungen gemacht wurden und in den 20/30iger jahren gute Kontakte zwischen Roter Armee und Reichswehr existierten.

MfG Wirbelwind


Hallo Wirbelwind,

damit stand Deutschland ja nicht allein. In praktisch keiner der zur damaligen Zeit als modern zu bezeichnenden Armeen in Europa oder in der Welt gab es eine vergleichbare Rolle der Scharfschützen wie in der Roten Armee. Vielleicht die finnische Armee noch ausgenommen, aber das ist sicher auch naheliegend aus nachstehenden Gründen.

Aus meiner Sicht hat das mehrere Ursachen, ganz praktische und auch "strategische".

Zum einen ist eine Scharfschützenausbildung sehr langwierig und im Vergleich zu einer normalen Schießausbildung auch deutlich aufwändiger, wenn man es richtig machen will. Und bedarf idealerweise auch einiger Voraussetzungen. Eine möglichst große Zahl schon vor dem Wehrdienst erfahrener Jagd-oder Sportschützen ist da sicher sehr vorteilhaft, wenn man ein breites Scharfschützensystem einführen möchte. Natürlich kann man auch Ungeübte mit Talent zum Scharfschützen ausbilden, aber der Aufwand ist wie gesagt zur normalen Schießausbildung eines Heeres deutlich größer und betrifft ja nicht nur das Schießen. Spätestens wenn es auch um Themen wie Tarnung, Scharfschützentaktiken etc. geht, werden die Anforderungen an den Kandidaten noch größer. Da fallen auch durchaus gute Schützen dann raus. Je breiter das "Angebot" an geeigneten Soldaten, desto größer die Chance, eine ordentliche Anzahl für diese Spezialausbildung zu rekrutieren. Da hatte die SU durch ihre große Zahl von bäuerlichen und u. a. auch von der Jagd lebenden Menschen sicher einen enormen Vorteil im Zahlenverhältnis.

Zum anderen kommt der Scharfschütze vor allem in der Verteidigung, dem Orts-und Waldkampf, im Stellungskrieg und auch im Gebirge ideal zum Einsatz. Alles das wollte man deutscherseits im Falle eines Krieges mittels moderner Technik und dem Motor möglichst vermeiden oder mit dem geringsten Aufwand an Zeit, Mitteln und Opfern erledigen. Da stand eine zumindest umfangreiche und breite Scharfschützenausbildung dieser Doktrin im Verhältnis Aufwand und Nutzen im Wege.
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UHF51
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BeitragBeitrags-Nr.: 205359 | Verfasst am: 07.01.2016 - 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

soweit mir bekannt hatte 1944 fast jede Inf.Kp. 2 - 4 Scharfschützen in ihren Reihen. Die Ausbildung erfolgte in den sog. Scharfschützenlehrgängen. Bei erfolgreicher Absolvierung durften die Männer auch umgehend eingesetzt werden.
Winken
Uwe
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wirbelwind
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BeitragBeitrags-Nr.: 205362 | Verfasst am: 09.01.2016 - 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

Deine Herleitung, PIV, warum in der dt. Wehrmacht die Scharfschützenausbildung vorerst keine rolle spielte, kann ich nachvollziehen. Trotzdem bleibt bei mir die Frage offen, warum die Reichswehr diese dinge nicht weiter verfolgte, denn da ging es ja mit Sicherheit nicht zuvorderst um einen Angriffskrieg, überspitzt gesagt. Gerade Scharfschützen sind ja bspw. im Stellungskrieg und in der Verteidigung sehr von Nutzen, wie wir wissen. Ob die Jägerei in der SU solch eine Bedeutung zukam, da habe so ich meine Zweifel, denn wer durfte denn jagen mit dem Gewehr. In der Regel wohl nicht der Arbeiter/Kolchosbauer und der Besitz von Feuerwaffen war streng reglementiert, nehme ich an. Klar ,bei der schon betriebenen vormilit. Ausbildung und bei den Bevölkerungszahlen, war die SU im Vorteil und das Deutsche Reich hinkte hinterher. In den Feldzügen vor ,,Barbarossa" fiel das nicht auf, weil die anderen Armeen, wie Du bereits mitteiltest, ähnlich wie Dtl. dachten und handelten. Gegenteilig
könnte ich einwerfen, die Finnen hatten ja im vorausgegangenen Winterkrieg gezeigt, was u.a. Scharfschützen in der hinhaltenden Verteidigung vermögen, doch das war eben für die Wehrmacht trotzdem kein Thema. Welche Fragen mich in diesem Zusammenhang noch umtreiben, sind folgende. Warum gab es analog zur Roten Armee keine Explosivgeschosse für Scharfschützen? Allerberger war ja immer froh, wenn er selbst welche erbeuten konnte bzw. vom verantwortl. Waffenmeister welche überreicht bekam. Diese hütete er ja dann wie seine Augäpfel. Welche Erfahrungen wurden gegen Ende des 2.WK mit den Scharfschützenkompanien der Waffen-SS gemacht?
MfG Wirbelwind
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 205363 | Verfasst am: 10.01.2016 - 10:43    Titel: Antworten mit Zitat

Mal so rein aus dem Gedächtnis....

Die Reichswehr wollte ja jede Form von Stellungskrieg vermeiden, hielt daher auch am K98 fest. Ein Gewehr, das auch auf mittlere und weitere Schußdistanzen brauchbare Leistungen bringt. Sie hatte 12 Jahre Zeit ihre Schützen dergestalt im Training zu halten.

Die Wehrmacht führte dieses Konzept fort, zumal, wie von Bernd bereits angemerkt hat, bei der Heeresvergrößerung kaum entsprechende Kapazitäten vorhanden waren noch jemand wirklich Bedarf hierfür festgestellt hätte.

Das die Kriegsrealität vieles davon überholt hat steht auf einem anderen Blatt Zwinkern

Die Kampfdistanzen waren geringer, das Seitengewehr meißt zum Büchsenöffner degradiert...und grad im nördlichen Teil der Ostfront kam es eben doch zu massivem Stellungskrieg...


Winken

Jan-Hendrik
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