Dringend! Marinegrenadierregiment 590?
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 105398 | Verfasst am: 19.09.2006 - 06:17    Titel: Dringend! Marinegrenadierregiment 590? Antworten mit Zitat

Moinsen!

Wichtig! Ich suche recht dringend Informationen zum MGR 590, aufgestellt in Esbjerg/Dänemark im März 1945 und dann an der Weser eingesetzt. Stärke soll ca. 300 Mann betragen haben. Das Regiment soll dann bei Windheim/Weser aufgelöst worden sein und die verbleibenden Soldaten auf andere TrTeile aufgeteilt worden sein.

Ich suche alles, was man finden kann, also Unterstellungen, Namen etc.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 105401 | Verfasst am: 19.09.2006 - 08:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hm , Kleinebenne erwähnt in "Weserline 1945" im Raum Petershagen 2 Kp. Marine-Infantrie aus Jütland ( übrigens konnte ich nichts zu einem MGR 590 im Tessin finden ) . Werde da heut nachmittag mal weiter schauen , ob im Kleinebenne evtl. noch mehr zu finden ist . Würde Dir aber raten , die Frage auch parallel ins Thema "Zwischen Ruhrkessel und Harz" zu packen Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 105403 | Verfasst am: 19.09.2006 - 08:38    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, mach ich. Ich fürchte, es wird so eine zusammengewürfelte "Ersatzreserveersatzeinheit" sein, über die es nichts gibt.
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Fred
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BeitragBeitrags-Nr.: 105437 | Verfasst am: 19.09.2006 - 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hoover, bist Du sicher das es ein Marine-Regiment war??
In Dänemark gab es nur das Gren. Reg. 590 (ehem. D 1101) Odense.
Wurde am 26.3.45 zur 325. I.D. verlegt.

Aus dem KTB OB. Dän. vom 27.3.45: " Die entscheidungssuchende Offensive der Alliierten im Westen erfordert schnellstmöglichen Einsatz aller verfügbaren Reserven an den bedrohten Frontabschnitten.
Unter Abänderung des Befehls W. Bef. Dän. vom 24.3.45 sind dem OB West zuzuführen:

Von 325. I.D. Gren.Rgt. 590 und 592 zu je 2 Btl.
Von 328. I.D. Gren.Rgt. 593 und 594 zu je 2. Btl., 1 Battr., 1 Pi.Kp."

Meldung vom 31.3.45: " Transportbewegung der 325. I.D. (2 Grn.Rgt. zu 2 Btl.) angelaufen. Als Zuführungsort wurde zunächst Oldenzaal befohlen, später Raum Osnabrück-Rheine."

1.4.45: "325. I.D. Transportbewegungen mit 3 Zügen abgeschlossen, alle Züge haben den Bereich verlassen."

Somit hatten die Züge am 1. April die Reichsgrenze überschritten und befanden sich auf dem Weg in den Bereitstellungsraum.

Wie gesagt Marine-Regimenter mit dieser Nummer gab es wohl nicht.

Fred Winken
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 106593 | Verfasst am: 09.10.2006 - 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Das mit der 325.ID würde passen !

Ick scann die Tage mal was dazu ein und stells hier rein ...

Winken

Jan-Hendrik
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 106606 | Verfasst am: 10.10.2006 - 09:41    Titel: Antworten mit Zitat

SO , das Entsprechende findet Ihr hier :

http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?p=106605#106605

Winken

Jan-Hendrik
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 111301 | Verfasst am: 21.12.2006 - 15:51    Titel: Antworten mit Zitat

Übersicht über die am Endkampf beteiligten Marineeinheiten auf Reichsgebiet :

Zitat:
Einsatzformationen der Marine im Bereich der ehemaligen deutschen
Reichsgrenzen im Endkampf des II. Weltkrieges


Als nicht nur die deutscherseits besetzten Gebiete, sondern auch das deutsche Reichsgebiet selbst vom Gegner bedroht wurde, feindliche Streitkräfte eindrangen, kamen die in diesen bedrohten Gebieten liegenden Dienststellen zum Fronteinsatz. Es wurden darüber hinaus einsatzfähige Marineangehörige in Alarmeinheiten
zusammengefaßt, weiterhin Marine-Divisionen, Marine-Brigaden1 Marine
Regimenter und -Abteilungen, Festungs- und Inselbataillone aufgestellt und im Endkampf eingesetzt.Diese ab Herbst 1944 aufgestellten Formationen bestanden nicht nur aus Marinepersonal, sondern umfaßten auch Heeresangehörige. Die Einheitsführer sowohl der Divisionen als auch von unterstellten Verbänden waren
nur zum geringen Teil Marineoffiziere.Als erste Formation dieser Art wurde im Gebiet der Deutschen Bucht unter dem Kommandierenden Admiral
Deutsche Bucht zum Schutz der Nordseeküste die Marine-Schützenbrigade Nord im Oktober/November 1944 aufgestellt.

Brigadekommandeur:
07.11.1944 - 30.01.1945 KAdm. Hartmann (Hans)

zur Brigade zählten:
- das Marine-Schützenregiment 1 (Schwabstedt)
Regimentskommandeur:
20.10.1944 - 31.01.1945 Kapt.z.S. v. Bleßingh (Axel)
mit dem Marine-Schützenbataillon 301, aufgestellt in Niebüll
mit dem Marine-Schützenbataillon 302, aufgestellt in Bredstedt
mit dem Marine-Schützenbataillon 303, aufgestellt in Husum
mit dem Marine-Schützenbataillon 304, aufgestellt in Lunden
und dem Marine-Schützenersatzbataillon 1, aufgestellt auf Sylt

- das Marine-Schützenregiment 2 (Wesermünde)
Regimentskommandeur:
20.10.1944 - 31.01.1945 Kapt.z.S.(Ing.) Nötzold (Fritz)

mit dem Marine-Schützenbataillon 306, aufgestellt in Lübberstedt
mit dem Marine-Schützenbataillon 307, aufgestellt in Wesermünde
mit dem Marine-Schützenbataillon 308, aufgestellt in Cadenberge
und das Marine-Schützenregiment 2, aufgestellt in Wesermünde.

- das Marine-Schützenregiment 3 (Bockhorn)
Regimentskommandeur:
19.10.1944 - 00.02.1945 Kapt.z.S. Herwegh (Wilhelm)

mit dem Marine-Schützenbataillon 310, aufgestellt in Zetel
mit dem Marine-Schützenbataillon 311, aufgestellt in Burhave
mit dem Marine-Schützenbataillon 312, aufgestellt in Hohenkirchen
und das Marine-Schützenersatzbataillon 3, aufgestellt in Wilhelmshaven-Altengroden

(Anmerkung: Die 1.Batterie des M.Schützenbatl.312 bildete die nur kurze Zeit bestehende Luftsperrabt. 206)

- das Marine-Schützenregiment 4 (Leer)
Regimentskommandeur:
20.10.1944 - 31.01.1945 Kapt.z.S.(Ing.) Hasse (Gert)

mit dem Marine-Schützenbataillon 314, aufgestellt in Westrhauderfehn
mit dem Marine-Schützenbataillon 315, aufgestellt in Bagband
mit dem Marine-Schützenbataillon 316, aufgestellt in Esens
und das Marine-Schützenersatzbataillon 4, aufgestellt in Norden

Zum 18.1.1945 wurde das Marine-Schützenregiment 3 ohne das Marine-Schützenbataillon 310, das zum Marine-Schützenregiment 4 trat, dafür jedoch mit dem bisher zum Marine-Schützenregiment 4 gehörenden Marine-Schützenbataillon 315 zum Heer abgestellt, wo es im Raum Marienburg/Elbing im Rahmen der Heeresgruppe Weichsel eingesetzt wurde. Wie weit das Marine-Schützenersatzbatl. 3 mit zum Heer abgestellt wurde und zum Einsatz kam, konnte nicht ermittelt werden.Noch im Januar 1945, zum 31.1./1.2.1945 wurde die Marineschützenbrigade Nord dem Befehlsbereich des Kommandierenden Admirals Deutsche Bucht entzogen und in Stettin zur 1. Marine-Infanteriedivision umgegliedert. Teile der Marine-Schützenersatzbataillone 1, 2 und 4 bildeten das Feldersatzbataillon der 1.M.Inf.Div. Die in denAufstellungsräumenzurückbleibenden Teile der Marine-Schützenbataillone 1, 2, 3 und 4 haben lt. KTB des Kommandierenden Admirals Deutsche Bucht vom 4.2.1945 das Marine-Schützenersatzbataillon Nord gebildet. Größere Teile des Marine-Schützenbatl. 313 vom Marine-Schützenregiment 4 kamen nicht an die Ostfront, sondern bildeten als Alarmeinheit im März 1945in Cuxhaven das Marine-Lehrbatl. 313.

1. Marine-Infanteriedivision
Die aus der Marine-Schützenbrigade Nord aufgestellte Division wird in den Unterlagen auch als 1. Marine-
Schützendivision oder auch einfach als 1. Marine-Division bezeichnet. Sie unterstand truppendienstlich dem
M.O.K. Ost.

Divisionskommandeur:
31.01.1945 - 28.02.1945 KAdm. Hartmann (Hans)
28.02.1945 - 08.05.1945 GenMajor Bleckwenn (Wilhelm)

Die Division setzte sich aus folgenden Einheiten zusammen:
- aus dem Marine-Infanterieregiment 1, bestehend aus zwei Bataillonen (entstanden aus dem bisherigen Marine-Schützenregiment 1)

Regimentskommandeur:
31.01.1945 - 10.03.1945 Kapt.z.S. v.Bleßingh (Axel)

aus dem Marine-Infanterieregiment 2, bestehend aus zwei Bataillonen (entstanden aus dem bisherigen Marine-Schützenregiment 2)
Regimentskommandeur:
31.01.1945 - 10.02.1945 Kapt.z.S.(Ing.) Nötzold (Fritz)

aus dem Marine-Infanterieregiment 4, bestehend aus zwei Bataillonen (entstanden aus dem bisherigen Marine-Schützenregiment 4)
Regimentskommandeur:
31.01.1945 - 10.03.1945 Kapt.z.S.(Ing.) Hasse (Gert)

weiterhin aus den im Februar/März 1945 gebildeten Einheiten:
- dem Marine-Artillerieregiment 1 (nur aus einer Abteilung bestehend)
- der Marine-Panzerjägerabteilung 1
- dem Marine-Füsilierbataillon 1
- dem Marine-Pionierbataillon 1
- der Marine-Nachrichtenabteilung 1 und
- dem Versorgungsregiment 100.
Die 1. Marine-Infanteriedivision wurde im Rahmen der Heeresgruppe Weichsel bei der 9. Armee bzw. 3.Panzerarmee eingesetzt, d.h. bei Bad Freienwalde, Schwedt, Zehden, Altdamm, Greifenhagen und im Raum Stettin. Im April/Mai 1945 Abwehrkämpfe an den Oderübergängen östlich Angermünde -Oderberg - Eberswalde. Absetzen über Lychen in den Raum Fürstenwalde, Prenzlau, Boitzenburg, Neustrelitz, Schwerin, Ludwigslust. Ab März 1945 waren nicht nur der Divisionskommandeur, sondern auch alle Regimentskommandeure Heeresoffiziere. Sie wurden z.T., wie auch der Divisionskommandeur, nicht nur zur
Marine kommandiert, sondern zur Marine versetzt.

2. Marine-Infanteriedivision
Aufgestellt wurde die 2. Marine-Infanteriedivision im Februar/März 1945 im Raum Schleswig-Holstein. Sie unterstand truppendienstlich dem M.O.K. Nord.

Divisionskommandeur:
11.02.1943 - 08.04.1945 VAdm. Scheurlen (Ernst)
08.04.1945 - 10.04.1945 Kapt.z.S. Hartmann (Werner), m.W.d.G.b.
10.04.1945 - 00.05.1945 Oberst Graf v.Bassewitz-Levetzow (Werner)

Die Division bestand aus folgenden Einheiten:
- dem Marine-Grenadierregiment 5
Regimentskommandeur:
Kapt.z.S. Jordan (Hermann)

Regimentskommandeur:
Kapt.z.S. Hartmann (Werner)
- dem Marine-Grenadierregiment 7
Regimentskommandeur:
Kapt.z.S. Neitzel (Karl)

- dem Marine-Füsilierbataillon 2
Bataillonskommandeur:
KKapt. Gördes (Josef)
- dem Marine-Artillerieregiment 2
Regimentskommandeur:
Major Vogelsang
- der Marine-Panzerjägerabteilung 2
- dem Marine-Pionierbataillon 2
- der Marine-Nachrichtenabteilung 2
- dem Versorgungsregiment 200

Die Einheiten wurden im Laufe des Februar/März 1945 aufgestellt. Eingesetzt wurde die Division im niedersächsischen Raum, insbesondere an der Weser und Aller (Walsrode -Rethem - Verden) im Rahmen des Korps Weser Ems der Heeresgruppe Nordwest.

3. Marine-Infanteriedivision
Durch Umgliederung der 163. Infanteriedivision - einer Heereseinheit unter einem zum Heer zählenden Divisionskommandeur - und nach Auffrischung durch Marineangehörige wurde im Raum Mecklenburg/Pommern die Einheit als
3. Marine-Infanteriedivisionam 1.4.1945 der Kriegsmarine zugeteilt. Sie unterstand truppendienstlich dem M.O.K. Ost.

Divisionskommandeur:
10.04.1945 - 00.05.1945 Oberst v. Witzleben (Henning)

Die Division bestand aus:
- dem Marine-Infanterieregiment 8;
Regimentskommandeur:
Major Sann (Fritz)
- dem Marine-Infanterieregiment 9;
Regimentskommandeur:
Oberstlt. Greiner
- dem Marine-Infanterieregiment 10;
Regimentskommandeur:
Oberstlt. Appen.
Alle drei Regimenter, auch als Marine-Grenadierregimenter bezeichnet, wurden im Raum Swinemünde im März 1945 aufgestellt.

Weiterhin zählten zur Division:
- das Marine-Artillerieregiment 3
- das Marine-Füsilierbataillon 3
- die Marine-Panzerjägerabteilung 3
- das Marine-Pionierbataillon 3
- die Marine-Nachrichtenabteilung 3
- das Marine-Schützenbataillon 126
- das Marine-Schützenbataillon 128
- das Versorgungsregiment 300
- das Marine-Feldersatzbataillon 3.

Ob und wie weit die vorstehend aufgeführten Regimenter, Bataillone und Abteilungen über das Aufstellungsstadium hinaus und zum Einsatz gekommen sind, ist nicht feststellbar.Die Führung der Division und aller Regimenter, Bataillone und Abteilungen lag in Händen von Heeresoffizieren. Der größte Teil der Division fiel bei Swinemünde in sowjetische Gefangenschaft.

Aufgestellt wurden weiterhin eine11. Marine-Infanteriedivision und eine 16. Marine-Infanteriedivision.
Beide Divisionen wurden aus im Raum Niederlande liegenden Schiffsstammregimentern und Abteilungen, die dem 2.Admiral der Nordsee unterstanden hatten, aufgestellt und als Infanteriedivisionen truppendienstlich dem
Kommandierenden Admiral in den Niederlanden unterstellt.

Marine-Division Gotenhafen
In Gotenhafen wurde Anfang 1945 die Marine-Division Gotenhafen aufgestellt. Zu ihr dürfte der größte Teil der im dortigen Raum aufgestellten Marine Schützenbataillone gehört haben. Es sind dies die Marine-Schützenbataillone 100 bis 109. Zum großen Teil führten die Bataillone zusätzlich Namen von Persönlichkeiten aus den Freiheitskriegen, u.a. "Scharnhorst", "Yorck", "Gneisenau".Alle Bataillon., soweit sie überhaupt über die Aufstellungsmodalitäten hinausgekommen waren, wurden nach kurzem Bestehen aufgerieben oder aufgelöst.

Im Raum Pillau wurden folgende Formationen im März 1945 aufgestellt, im Rahmen des Heeres eingesetzt und nach kurzer Zeit aufgerieben bzw. aufgelöst: Marine-Schützenbataillone 120 bis 125. Zum Teil befanden sich diese Formationen noch im Stadium der Aufstellung.

Im Raum Swinemünde wurden Anfang 1945 Alarmeinheiten aus allen drei Wehrmachtsteilen für den Einsatz im Landkrieg gebildet und im Laufe der kommenden Wochen im Rahmen des Heeres eingesetzt. Es wurden aufgestellt bzw. waren in Aufstellung begriffen die Marine-Schützenbataillone 126 bis 131. Diese Bataillone wurden bei den verschiedenen Regimentern, z.T. bei der 3. Marine-Infanteriedivision oder auch im Rahmen von Heeresverbänden eingesetzt. Ob alle die genannten Einheiten auch tatsächlich über das Stadium der Aufstellung hinauskamen, konnte nicht festgestellt werden. Es wurden im Raum Swinemünde sieben Festungsregimenter aufgestellt. Die Marine stellte für die Marine-Festungsregimenter 3, 4 und 5 die Kommandeure.

Marine-Festungsregiment 3
Regimentskommandeur
:00.01.1945 - 15.04.1945 FKapt. Bahr (Klaus)
15.04.1945 - 00.05.1945 Kapt.z.S. Frhr. v. Wieser (Adolf)

Marine-Festungsregiment 4
Regimentskommandeur:
00.01.1945 - 24.03.1945 FKapt. Schnarke (Albert)
24.03.1945 - 00.04.1945 FKapt.M.A. Matthaei (Richard)
00.04.1945 - 00.05.1945 Kapt.z.S. Riede (Walter)

Marine-Festungsregiment 5
Dieses Regiment war als Auffangkommando gedacht.
Regimentskommandeur:
00.02.1945 - 00.05.1945 Kapt.z.S. Ferber (Klaus)

Für den Einsatz um Berlin wurden u.a. aufgestellt:
- ein Marine-Schützenbataillon unter Kaptlt.M.A. Kuhlmann (Franz) am 25.4.1945 in Stralsund aus Angehörigen des dortigen Schiffsstammregiments.
- ein Marine-Schützenbataillon 903 unter KKapt.M.A. Steffen (Richard), dem Abteilungskommandeur der 3.Schiffsstammabteilung. Aus Angehörigen dieser Abteilung wurde das Bataillon Ende April 1945 formiert.
- ein Marine-Schützenbataillon 1011, aufgestellt im März/April 1945 in Swinemünde unter Kaptlt. Meyering (Gerhard).

Im Bereich des Marineoberkommandos Ostsee wurden in den letzten Kriegswochen weiterhin formiert:
- das Marine-Schützenbataillon 165 (auch als Marine-Sicherungsbatl. 165 bezeichnet), aufgestellt in Kiel.
- das Marine-Schützenbataillon 997. Aufgestellt in Waren/Müritz im April 1945 aus der Bereitstellungsabteilung des K.d.K.-Verbandes. Einsatz bei der 281. Infanteriedivision. (Der K.d.K.-Verband stellte weiterhin Kampfverbände im Lager Strandkoppel und im Stützpunkt Ymuiden usw. auf).
- das Flottenflakregiment, aufgestellt im April 1945
. Regimentskommandeur:
Kapt.z.S. Thienemann (Ernst).
Einsatz bei Rückzugskämpfen in Mecklenburg.

Nicht berücksichtigt sind hier die zum Bereich des M.O.K.Ost zählenden Formationen außerhalb der deutschen Reichsgrenzen, d.h. in Dänemark aufgestellte Einheiten.

Im Bereich des Marineoberkommandos Nordsee wurden außer den bei vorstehend aufgeführten Marinedivisionen genannten Formationen Festungs- und Inselbataillone sowie sonstige Alarmeinheiten aufgestellt:
- die Marine-Insel-Bataillone 349 bis 356 und
- die Marine-Festungsbataillone 357 bis 368.
Die Aufstellung dieser Einheiten begann im November 1944. Die Bataillonsstäbe wurden z.T. erst im Laufe der folgenden Wochen gebildet. Im Einzelnen:

Marine-Insel-Bataillon 349
Aufgestellt im Bereich des Seekommandanten Elbe-Weser. Weitere Einzelheiten nicht ermittelt.

Marine-Insel-Bataillon 350
Aufgestellt im Bereich des Seekommandanten Ostfriesland auf Borkum.
Bataillonskommandeur:
23.04.1945 - 00.05.1945 Kaptlt.M.A. Tilgner (Heinrich)

Marine-Insel-Bataillon 351
Aufgestellt im Bereich des Seekommandanten Nordfriesland in Westerland. Im April/Mai 1945 Einsatz im
Raum Bremervörde.
Bataillonskommandeur
:00.11.1944 - 00.05.1945 KKapt. Mattil (Karl)

Marine-Insel-Bataillon 352
Aufgestellt auf Römö im Bereich des Seekommandanten Nordfriesland.
Bataillonskommandeur:
01.02.1945 - 00.05.1945 KKapt.M.A. Grisseck (Paul)

Marine-Festungs -Bataillon 353
Aufgestellt im Raum Friedrichstadt/Amrum im Bereich des Seekommandanten Nordfriesland. Das Batl. verlegte im April 1945 in den Raum Emden.
Bataillonskommandeur:
00.01.1945 - 00.05.1945 Kaptlt.M.A. Hoffmann (Heinz)

Marine-Festungs-Bataillon 354
Aufgestellt auf Langeoog/Wangerooge im Bereich des Seekommandanten Ostfriesland.
Bataillonskommandeur:
00.12.1944 - 00.05.1945 Kaptlt.M.A. Wiggers (Martin)

Marine-Festungs-Bataillon 355
Aufgestellt auf Juist im Bereich des Seekommandanten Ostfriesland.
Bataillonskommandeur:
00.11.1944 - 10.05.1945 Kaptlt.M.A. Wolf (Traugott)

Marine-Festungs-Bataillon 356
Aufgestellt auf Norderney und im Raum Emden im Bereich des Seekommandanten Ostfriesland. Einsatz im Rahmen des Marine-Regiments Emden-West 2 im Raum Emden-Budjadingen.
Bataillonskommandeur:
Name nicht ermittelt.

Marine-Festungs-Bataillon 357
Aufgestellt in Tönning im Bereich des Seekommandanten Nordfriesland. Es verlegte im April 1945 als Marine-Schützenbatl. 357 nach Wilhelmshaven.
Bataillonskommandeur:
00.11.1944 - 00.05.1945 KKapt. Dr.Fürer (Adalbert)

Marine-Festungs-Bataillon 358
Aufgestellt in Marne/Süddithmarschen im Bereich des Seekommandanten Elbe-Weser.
Bataillonskommandeur:
09.12.1944 - 11.04.1945 KKapt.(Ing.) Schmitz (Albert)
12.04.1945 - 00.05.1945 KKapt.(AMD) Schwalb (Josef)

Marine-Festungs-Bataillon 359
Aufgestellt in Cuxhaven-Altenbruch im Bereich des Seekommandanten Elbe-Weser. Ab April 1945 war das Batl. im Raum Delfzijl eingesetzt.
Bataillonskommandeur:
00.11.1944 - 30.04.1945 FKapt. Mechlenburg (Erich)

Marine-Festungs-Bataillon 360
Aufgestellt in Cuxhaven-Nordholz im Bereich des Seekommandanten Elbe-Weser. Der Bataillonsstab wurde erst am 25.3.1945 gebildet. Ab April 1945 war das Batl. im Raum Delfzijl eingesetzt.
Bataillonskommandeur:
25.03.1945 - 02.05.1945 KKapt. Kramm (Martin)

Marine-Festungs-Bataillon 361
Aufgestellt im Raum Cuxhaven-Wesermünde im Bereich des Seekommandanten Elbe-Weser. Ab März 1945 Einsatz bei Neuschanz.
Bataillonskommandeur:
15.03.1945 - 00.05.1945 Kaptlt.M.A. Böhm (Friedrich)

Marine-Festungs-Bataillon 362
Aufgestellt in Nordenham im Bereich des Seekommandanten Elbe-Weser.
Bataillonskommandeur:
00.12.1944 - 00.05.1945 KKapt.(AMD) Külken (Walter)

Marine-Festungs-Bataillon 363
Aufgestellt in Schillig im Bereich des Seekommandanten Ostfriesland. Im April Einsatz im Raum Emden im Rahmen des Marine-Schützenregiments Emden-West 1.
Bataillonskommandeur:
00.11.1944 - 00.05.1945 KKapt.(Ing.) Pitz (Willi)

Marine-Festungs-Bataillon 364
Aufgestellt in Wilhelmshaven und Varel im Bereich des Seekommandanten Ostfriesland.
Bataillonskommandeur:
11.01.1945 - 00.05.1945 KKapt.M.A. Brandes (Wilhelm)

Marine-Festungs-Bataillon 365
Aufgestellt in Altengroden im Bereich des Seekommandanten Ostfriesland.
Bataillonskommandeur:
00.12.1944 - 00.05.1945 KKapt.M.A. Pape (Paul)

Marine-Festungs-Bataillon 366
Aufgestellt im Raum Emden im Bereich des Seekommandanten Ostfriesland. Im April Einsatz bei Emden innerhalb des Marine-Schützenregiments Emden-West 3.
Bataillonskommandeur:
00.01.1945 - 00.05.1945 KKapt.M.A. Heitsch (Bernhard)

Marine-Festungs-Bataillon 367
Aufgestellt in Emden im Bereich des Seekommandanten Ostfriesland. Im April 1945 Einsatz im Rahmen des Marine-Schützenregiments Emden-West 1.
Bataillonskommandeur
00.11.1944 - 00.12.1944 KKapt. Wellner (Ernst)
00.12.1944 - 22.04.1945 Kaptlt. Graf v. Kielmannsegg (Carl)

Marine-Festungs-Bataillon 368
Aufgestellt im November 1944 in Delfzijl im Bereich des Seekommandanten Ostfriesland.
Bataillonskommandeur:
00.11.1944 - 00.12.1944 Kaptlt. Graf v. Kielmannsegg (Carl), m.W.d.G.b
00.12.1944 - 23.01.1945 KKapt. Wellner (Ernst)
24.01.1945 - 00.05.1945 Kaptlt.M.A. Böhme (Otto)


Im Kampf um Emden wurden dort aus Marine-Festungs- und Inselbataillonen, aus Alarmeinheiten und sonstigem verfügbaren Personal folgende fünf Regimenter zusammengezogen:
- das Marine-Schützenregiment Emden-West 1
Regimentskommandeur:
Major Keck,
- das Marine-Schützenregiment Emden-West 2
Regimentskommandeur:
KKapt.M.A. Bubert (Walter),
- das Marine-Schützenregiment Emden-West 3
Regimentskommandeur:
KKapt. Küster (Hagen),
- das Marine-Festungsregiment Emden-Süd
Regimentskommandeur:
Kapt.z.S. (Ing.) Ewe (Alexander),
- das Marine-Festungsregiment Emden-Ost
Regimentskommandeur:
FKapt. Bauer (Karl-Otto).

U.a. wurde dort auch eingesetzt
- das Marine-Schützenbataillon 744, aufgestellt am 24.4.1945 in Emden. Bataillonskommandeur:
KKapt. Küster (Hagen) nach Auflösung des Marine-Schützenregiments Emden-West 3 vom 24.4. - 8.5.1945.

In Wilhelmshaven wurde im März 1945 das Marine-Einsatzregiment 20, auch als Marine-Einsatzregiment Leißner bezeichnet, aus dem 2. Marine-Ersatzregiment gebildet. Es bestand aus zwei Abteilungen und der Marine-Verwaltungsschule. Regimentskommandeur:
Kapt.z.S. Leißner (Helmut)

Weiterhin bestanden in den letzten Kriegswochen u.a.
- das Marine-Schützenregiment 26. Aufgestellt am 15.4.1945. Einsatzgebiet Eilenserdamm - Ems-Jade-QKanal.
Regimentskommandeur:
Kapt.z.s. Gruber (Ernst)
- das Marine-Schützenregiment 32. Aufgestellt im März 1945 im Raum Emden-Budjadingen.
Regimentskommandeur:
Kapt.z.S.(Ing.) Nötzold (Fritz).
- das Marine-Alarmbataillon 21. Aufgestellt am 17.4.1945 in Wesermünde. Unterstellt dem Weser-Ems-Korps.
Bataillonskommandeur:
KKapt. Dr. Burhenne (Lothar)
- das Marine-Panzerjagdregiment. Aufgestellt am 21.4.1945.Es bestand aus zwei Abteilungen, wobei eine Abteilung von Kaptlt v Hartmann (Götz) geführt wurde. Regimentskommandeur:
KKapt. Gysae (Robert).
Ein weiters Panzervernichtungsbataillon wurde in Hamburg unter KKapt. Cremer im Februar 1945 aufgestellt. Es wurde am 25.4.1945 im Wehrmachtbericht nach Vernichtung von 24 Panzern südlich Hamburg erwähnt.
- das Marineregiment Kempf unter KKapt.(Ing.) Kempf (Karl). Gebildet aus Angehörigen der 28. Marine-Ersatzabteilung im Februar/März 1945, ergänzt durch Angehörige aus aus den Niederlanden zurückflutenden Truppen. Das Regiment bestand aus zwei Bataillonen.
- das Marine-Sturmbataillon Tirpitz. Aufstellung im März 1945. Keine genauen Angaben vorhanden. Das Bataillon soll bei Schneidemühl eingesetzt worden sein.
- Ferner soll ein Marine-Schützenbataillon 250 von Oktober 1944 bis Dezember 1944 bestanden haben, doch waren Unterlagen nicht festzustellen.


Quelle :

Georg Tessin Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939-1945

Winken

Jan-Hendrik
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Harry64
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BeitragBeitrags-Nr.: 121773 | Verfasst am: 14.05.2007 - 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hierzu ein Link zum Marine-Festungs-Bataillon 367:

http://www.bunkermuseum.de/kriegsende_1945_emden/marine_festungs_bataillon_376_emden.pdf

Harry Winken
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basenji
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BeitragBeitrags-Nr.: 167328 | Verfasst am: 12.02.2009 - 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Ich möchte mehr über Werner Hartmann und seinen eher nicht sehr gut bekannte Periode in Elbing, besonders seine Rolle während Kämpfe für die Stadt am 23. Januar - am 10. Februar 1945 finden. Warum wurde er ein Chef von Volkssturm mit mehr als 115000 versenkten BRT?
Welcher seebatalions in Elbing sicher kämpfte?
Hoffnung, jemand kann helfen.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 206908 | Verfasst am: 03.10.2016 - 09:12    Titel: Antworten mit Zitat

Laut Bernd Bölscher wurde das Marine-Grenadier-Regiment 590 mit 3 Btl. am 3.März 1945 in Jütland aufgestellt.

Winken

Jan-Hendrik
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 206944 | Verfasst am: 09.10.2016 - 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Aha, doch noch was neues. Danke!
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Andi 2008
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BeitragBeitrags-Nr.: 206957 | Verfasst am: 11.10.2016 - 09:14    Titel: Antworten mit Zitat

Dann müßte ja die 325.ID eine Marinedivision gewesen sein.
War aber eine Heeresdivision.
Hier irrt wohl Bölcher, allen falls wurde die Division mit Mar.Personal aufgefüllt.
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