StuG.Abt./Brig. 190, 226 & 276
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 110108 | Verfasst am: 04.12.2006 - 16:01    Titel: StuG.Abt./Brig. 190, 226 & 276 Antworten mit Zitat

http://www.die-sturmartillerie.com/190.htm

http://www.die-sturmartillerie.com/226.htm

http://www.die-sturmartillerie.com/276.htm

Alle 3 Brigaden krauchten im März 1945 im Bereich der 2.Armee herum , also im Bereich Westpreußen/Danzig/Gotenhafen . Zum Beispiel war die 276. Anfang März mit der 4.PzDiv. unterwegs ( Siehe Photo bei Fleischer S.146 ) , auch die Anderen tauchen hier und da auf den jeweiligen HGr.Karten auf ( natürlich ohne größere Details Zwinkern ) .

Für die 226. hab ich noch eine Unterstellung beim VII.PzKps für den 25.März mit noch 3 Geschützen von 27 am 1.März Vorhandenen .

190 meldete am 2.März 22 vorhandene Geschütze .

Wer kann ergänzen , also wer hat Unterstellungen ,evtl. Einsatzberichte für die Zeitperiode , Berichte zum Verbleib nach dem angsprochenem Monat , Stärkemeldungen ?

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Jan-Hendrik


Zuletzt bearbeitet von Jan-Hendrik am 31.01.2010 - 08:41, insgesamt einmal bearbeitet
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Marc Leber
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BeitragBeitrags-Nr.: 110117 | Verfasst am: 04.12.2006 - 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Woowww, da mach ich gleich mit Verrückt

Jan, weitere Infos folgen. Mach mich schlau.

Tschüss zusammen, muss jetzt an einen Empfang, bäh, Marc

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Marc Leber
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BeitragBeitrags-Nr.: 110165 | Verfasst am: 05.12.2006 - 09:44    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen Jan

Was ich bis jetzt grob rausfinden konnte:

Die StuG.Brig. 190 wurde im Raum westlich Danzig, südlich von Gluckau, zur Abwehr im Bereich Reste 7. Panzerdivision eingesetzt. Nach harten Abwehrkämpfen und hohen Abschusszahlen (scheinbar 26 JS-2 Panzer) wurde die Brigade zurückgezogen in den Raum Oliva/Langfuhr, wo eine neue Abwehrstellung bezogen wurde. So soll bei den Kämpfen um den Flugplatz Langfuhr Wm Moj mit seinem Geschütz 12 T-34 abgeschossen haben, bevor er selber vernichtet wurde. Es war vor Danzig, als die Brigade ihren 1000 Abschuss verzeichnen konnte. Über die weiteren Kämpfe im raum Danzig ist mir bis jetzt noch zuwenig bekannt, werde mich aber weiter auf die Suche machen. Die Informationen hier hab ich kurz aus dem Kurowski genomen, da der grad zur Hand war. Die Zahlen sind mit Vorsicht zu geniessen und fanden von mir bis jetzt noch keine Bestätigung. Auch stehen die Mitglieder dieses Forums seinen Werken eher kritisch gegenüber, weshalb ich dies einfach mal so belasse.

Soviel zum Einstieg von mir. Würde mich zusammen mit meinem Zürcher Kameraden Nietenzähler aber sicherlich auf weitere Infos freuen.

Bis später und einen loieben Gruss an alle, Marc

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BeitragBeitrags-Nr.: 110225 | Verfasst am: 06.12.2006 - 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

So, nun die kurze Zusammenfassung zur StuG.Bde. 226 in Westpreussen 1945:

Am 20.2 und 21.2 wurde die Brigade in Libau für den Einsatz im Raum Danzig verladen. Dort angekommen, mit 33 neuen Geschützen, wurde die Brigade im Rahmen der 2. Armee der SS-Division "Langemarck" unterstellt zur Unterstützung derjenigen. Im Rahmen der nachfolgenden Einsätze wurde die Brigade 226 im Zuge der Operation Sonnenwende zum Entsatz der Garnison in Arnswalde eingesetzt und damit wahrscheinlich dem III. SS Korps unterstellt. Am 28.2.45 erfolgte der Abzug der 226 durch ganz Pommern zurück in den Raum Danzig-Gotenhafen. In der Folge wurde die StuG.Brigade 226 im Raum Gotenhafen-Zoppot in den Verteidigungsring Danzig integriert. Danach erfolgte kämpfend der Rückzug über Gotenhafen-Strandhotel zur Oxhöfter Kämpe, wo bis über Ostern 1945 noch verteidigt wurde. Am 4.4.45 erfolgte schliesslich die Evakuierung der Reste der StuG.Brig. 226 nach Hela. es folgten weitere Einsätze dort bis Kriegsende.



Zur 190 noch eine kleine Ergänzung:
Die StuG.Brigade 190 setzte am 26. März 1945, zusammen mit 2 Tiger II der sSS 503 im Raum Oliva Stadtgrenze Danzig Richtung Zoppot (UStuf Broman kommandierte einen der beiden Königstiger), einen von 2 erbeuteten JS-2 Panzern ein. Dies war eine Seltenheit, denn nicht viele dieser schweren russischen Panzer konnten erbeutet werden. Er wurde im Rahmen des dortigen Abwehrkampfes neben den Tiger II eingesetzt bis er ausfiel (Grund unbekannt, wahrscheinlich technisch bedingt). Er wurde in der Folge im Hafen von Danzig versenkt.

So, details folgen dann stetig.

Grüezi, Marc

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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 110226 | Verfasst am: 06.12.2006 - 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für deine Mühe , Marc !

Aber des hier .

Zitat:
wurde die Brigade im Rahmen der 2. Armee der SS-Division "Langemarck" unterstellt
paßt net , das muß i heut Abend mal gegenprüfen wenn i wieder an den Büchern bin Zwinkern

Entweder AOK 11 oder "Charlemagne" , aber so paßt des vorn und hinten nicht ...

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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 110229 | Verfasst am: 06.12.2006 - 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jan

Infos gemäss Kurowski, und der ist halt schon bei gewissen Berichten wohl eher oberflächlich. Naja, wir sind ja da um zu berichtigen. Bin gespannt. Ev. kann uns auch Martin Block (ich weiss Martin, immer Du Rollene Augen ) ein bisschen genaueres mitteilen. Werde heut Abend (muss zuerst noch bei einem Kollegen Nikolaus spielen Grins ) den Heiligen Pantenius konsultieren. Hab heute übrigens die Berichte von Wijers bekommen, allerdings bin ich ein bisschen vom "7000 Kilometer..." enttäuscht. Keine Berichte über 44/45, naja. Also, bis später. Gruss, Marc
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 110239 | Verfasst am: 06.12.2006 - 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hier mal die Daten zu den Einheiten von Jason Long :

Zitat:
Sturmartillerie-Abteilung 190
Sturmgeschütz-Abteilung 190 (7 Feb 41)
leichte Sturmgeschütz-Abteilung 190 (1 Apr 43)
leichte-Sturmgeschütz-Brigade 190 (14 Jan 44)

1 Oct 40 formed at Jüterbog (WK III) with three batteries
15 Nov 40 declared ready for combat
26 Nov 40 tansferred to Lure, France
5 Jan 41 1st Army, Army Group D reports that transport has been delayed because of snowbanks
15 Jan 41 arrived in Balaci, Romania
Apr-May 41 participated in the invasion of Greece 15 May 41 ordered from Athens to Romania
14 June 41 arrived in Bucharest, Romania
22 Jun 41 11th Army Reserves, Army Group South, less 1./ XI Corps, 11st Army
Jul-Aug 41 assigned to IX Corps, 11st Army, Army Group South
9 Apr 42 assigned to XXX Corps, 11st Army, Army Group South
Apr-May 42 6 long-barrelled StuGs received and participated in the attack on Kertch
6 Jun 42 LIV Corps, 11th Army, Army Group South
7-30 Jun 42 conquest of Sevastopol
[Niehorster: Jul 42, 22nd Inf. Div., LIV Corps, 11th Army, Army Group South (6 StuGs with L/43 guns]
2-22 Jul 42 refitting in the Yalta area
22 Jul 42 transferred to the Kursk area and assigned to 2nd Army
5 Aug 42 14 long-barrelled StuGs arrive
11 Sep 42 12 more long-barrelled StuGs arrive; 27 StuGs ready for action [Niehorster (2): 12 Jan 43, Korps Cramer, Army Group B, 32 StuG III]
20 Jan 43 refitting in Treuenbrietzen, reorganized with each batterie having a section of StuH 42s
23 Jun 43 ordered to return to the East
[Niehorster: 4 Jul 43, Army Group Center reserve with 22 StuG III and 9 StuH 42 on-hand]
14 Jul 43 reached Karachev and assigned to 4th Army, Army Group Center
mid-Nov 43 ordered transferred to the Vitebsk-Nevel area under 3rd Panzer Army
[Hinze2: Nov 43, Nevel, IX Corps, 9th Army, Army Group Center]
25 Feb 44 ordered transferred to the Kovel area
26 May 44 transferred to the Mogilev area, 4th Army, Army Goup Center
2 Sep 44 XX Corps, 2nd Army, Army Group Center
2 Oct 44 XXIII Corps, 2nd Army, Army Group Center
9 Nov 44 ordered to the rear for refitting
15 Jan 45 ordered back to the front near Danzig under the Second Army
E VI./Artillerie-Lehr-Regiment (Jüterbog, WK III); 200 (Schweinfurt, WK XIII, from 1 Apr 41)
1x 2-1-10 Aslt Gun II 190
BF: Apr I 41
SE: Jun II 41; Feb I 44: upgrade (1 arm RP) to 1x 3-2-10 Aslt Gun X 190



Zitat:
Sturmgeschütz-Abteilung 226
Sturmgeschütz-Brigade 226 (14 Feb 44)
Heeres-Sturmartillerie-Brigade 226 (Nov 44?)

17 Feb 41 formed at Jüterbog (WK III) with three batteries
29 May 41 transferred to the Warsaw area
22 Jun 41 IX Corps, 4th Army, Army Group Center
Jul 41 assigned to XXXVII Panzer Corps, 2nd Panzer Group
Aug 41 assigned to XXIV Panzer Corps, 2nd Panzer Group during the Battle of Kiev
29 Sep 41 2nd Army, Army Group Center, Operation Typhoon
Jun-Jul 42 Battle of Voronezh
19 Jul 42 arrived in Treuenbrietzen for reequipment with long-barrelled StuGs
11 Aug 42 transferred to France
9 Sep 42 ordered back to Russia
Oct 1942 11th Army, Army Group North (Leningrad)
[Niehorster: 4 Jul 43, 18th Army, Army Group North with 33 StuG III on-hand]
10 Nov 43 elements attached to 58th Infantry Division, L. Corps, 18th Army, Army Group North
mid-Mar 44, Narva sector, Army Group North
2 Apr 44 XXVIII Corps, 18th Army, Army Group North
2 May 44 18th Army, Army Group North
May 44 transferred to the Polotsk area under Army Group North
2 Jul 44 16th Army, Army Group North, west of Polotsk
2 Aug 44 18th Army, Army Group North
2 Sep 44 X Corps, 18th Army, Army Group North
mid-Sep 44 9 StuH 42s arrive
2 Oct 44 X Corps, 18th Army, Army Group North
Nov 44 reequipped with Jgpz IV/70 and given a Begleit-Batterie
21 Feb 45 transferred to Danzig with 31 vehicles
1945 2nd Army (West Prussia)
E 200 (Schweinfurt, WK XIII)
1x 2-1-10 Aslt Gun II 226
SE: Jun II 41; Jul I 44, upgrade (1 arm RP) to 1x 3-2-10 Aslt Gun X 226




Zitat:
Sturmgeschütz-Abteilung 276
Sturmgeschütz-Brigade 276 (14 Feb 44)

21 Jun 43 formed at Jüterbog (WK III) with three batteries from a cadre of 2./190
[Niehorster: 4 Jul 43, still forming in Jütebog]
7 Sep 43 intended for the Southeast, but diverted to the East, south of Bryansk
early 44 Vinnitsa-Korosten area
Apr 44 destroyed in the Kamenets-Podolskii Pocket, but most personnel evacuated
8 May 44 rebuilt in WK XX (Deutsch-Eylau)
1 Aug 44 Transferred to East Prussia
2 Sep 44 XXVI Corps, 3rd Panzer Army, Army Group Center
2 Oct 44 XXVI Corps, 4th Army, Army Group Center
26 Jan 45 2nd Army (Danzig)
8 Mar 45 XXXXVI Panzer Corps, 2nd Army
E 500 (Burg, WK XI); 600 (Deutsch-Eylau, WK XX, from 5 August 1944); 500 (Warthelager, WK XXI, from 1 September 1944)
1x 2-1-10 Aslt Gun II 276
SF: Jul I 43, withdraw to Eastern Front;
SE: Jul I 43; Apr I 44, upgrade (1 arm RP) to 1x 3-2-10 Aslt Gun X 276




Quelle :

http://tinyurl.com/y4ocrk

Bestätigt alles quasi die Angaben bei Pantenius bezüglich des EInsatzes im Bereich der 2.Armee . Und genau da paßt mir die Langemarck nu gar net rein , denn die war nie der 2.Armee unterstellt ( jedenfalls gemäß meinen Unterlagen ) . Würde nur noch die Charlemagne inf Frage kommen , die war im betreffenden Zeitraum ja kurz der 2.Armee unterstellt ( und bei den Letten war die 226. definitiv nicht ) . Ab dem 27.2.45 haben wer die 226. ja schon der 32.ID unterstellt , siehe die Kriegsgliederung der Armee beim entsprechendem Datum :

http://tinyurl.com/y3afu5

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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 110511 | Verfasst am: 10.12.2006 - 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

So, nun wieder ein bisschen was zur StuG Brig. 226 im Raum Danzig/Gotenhafen:

Jan, Du hast Recht, das mit der Langemarck kann gemäss Pantenius nun sicher nicht sein. Einzige grösserer SS-Kampfverband im Abschnitt Gotenhafen war die Kampfgruppe 4. SS-Polizei-Gren. Div.. Unmittelbar dem VII. PzK unterstellt waren im Abschnitt Gotenhafen am 25. März 1945 neben Resten der s.PzAbt. 503 mit Königstigern und der s.PzJg.Abt. 743 auch noch Reste der StuG.Brig. 226 (3 Geschütze), und wurden nach dem Fall von Gotenhafen sehr wahrscheinlich auf die Verteidigungslinie Oxhöfter Kämpe zurückgezogen, von wo aus dann schliesslich die Evakuierung nach Hela erfolgte. In einer Bestandesmeldung für die 2. Armee, 30.03.1945, ist die 226 nirgends mehr als beim VII PzK. unterstellt vermerkt. Wo genau die letzten Fahrzeuge der 226 im Verteidigungsbereicht Oxhöfter Kämpe eingesetzt waren, kann ich nicht sagen, ich denke aber, dass die letzten Geschütze zusammen mit der 227. oder der 83. D aus dem Bereich Hafen auf die Kämpe übersetzen konnten und damit in der Verteidigung des Hafens von Gotenhafen zum Einsatz gelangten.

So, dies ein kleiner Beitrag meinerseits zur interessanten Geschichte der StuG.Abt./Brig. 226 im Endkampf. Grüezi, Marc

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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 110514 | Verfasst am: 10.12.2006 - 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

Habe heute Nachmittag noch mal das Rothenburg-Buch durchgeschaut nach evtl. Erwähnungen von StuGs unserer gesuchten Brigaden im Zeitraum März und April ...


...am im Raume des PzRgt.25 scheinen die net eingesetzt gewesen zu sein , da werden höchstens die "Eigenen" von der PzJgAbt.42 erwähnt Keine Ahnung

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BeitragBeitrags-Nr.: 110561 | Verfasst am: 11.12.2006 - 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

Werte Kollegen, lieber Jan.

Werde ab heute Abend über die Chronik der StuG.Abt. 190 verfügen. Die gibts an der Universitäts- und Militärbibliothek Basel, gleich bei mir um die Ecke. Also, hoffe, da noch was mehr über die 190 rauszubekommen. Aber 226 und die 276 gefallen halt auch. Guten Appetit und bis bald, Gruss, Euer Marc Winken
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 110564 | Verfasst am: 11.12.2006 - 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Das hört sich doch schon mal gut an Gut gemacht!

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BeitragBeitrags-Nr.: 110737 | Verfasst am: 14.12.2006 - 08:56    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen zusammen

So, hier hab ich einen kurzen Beitrag zur StuG.Brig. 190, welche im Januar 1945 zwischen dem Narew und der Weichsel im Abschnitt der 251. I.D. im Einsatz stand.
Am 17./18. Januar 1945 kam es dann bei Plöhnen zu einem Gefecht, welches als Panzerschlacht bei Plöhnen in die Geschichte einging.

"Am 17. und 18. Januar 1945 kam es zu der schweren Panzerschlacht bei Plöhnen, bei der es gelang, sowohl die Frontlücke unter Kontrolle zu bringen, als auch den feindlichen Durchbruch zu verhindern. Dabei wurden wieder über 20 feindliche Panzer bei nur geringen eigenen Verlusten abgeschossen. Der Russe fuhr auch hier wieder die schwersten Brocken auf. Das Glück war uns bei diesen Kämpfen hold; wir konnten den Gegner völlig unerwartet in der tiefen Flanke packen, während er sich mit den Panzern der deutschen 7.PzD herumschlug. Ein neuer, vom Russen unternommener Versuch, mit diesen schweren Panzern den Durchbruch zu erzwingen, gelang zwar, aber da sie ohne Infanterie durchgebrochen waren, wurden sie sämtlich auf der freien Fläche durch unsere Geschütze abgeschossen. Für diese Erfolge in der Panzerschlacht bei Nasielsk und Plöhnen wurde der Kommandeur der Brigade mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet."

Aus: Tagebuch der Sturmgeschütz-Brigade 190, Düsseldorf 1955.


Mehr dann später. Gruss und bis bald, Euer Marc
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BeitragBeitrags-Nr.: 110780 | Verfasst am: 14.12.2006 - 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

Oh je , das böse Gefecht , wo des PzRgt.25 in einen Hinterhalt geriet , und übel zusammengehaun wurde ....

Daran war aber die Unentschlossenheit des am 19.1.45 gefallenen RgtKdrs. , Oberst Graf von Pückler nicht ganz unschuldig . Zu Graf von Pückler siehe auch :

http://tinyurl.com/y6yo6z

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BeitragBeitrags-Nr.: 121738 | Verfasst am: 14.05.2007 - 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Forenmitglieder, dies ist hier mein erster Beitrag in diesem Forum.
Mein Großvater ist im Oktober 1943 als Geschützführer in der 2/226 bei Newel gefallen. Seit einiger Zeit recherchiere ich über diese Einheit und habe auch von einem lieben Menschen eine Kopie des Kriegstagebuches der 226 bekommen.
Bezüglich des Endkampfes möchte ich hier einige Auszüge einstellen.
Da die Kurlandschlacht noch anhielt verbrachten wir Weihnachten und die Jahreswende 1944/45 im Raume Frauenburg. Mitte Januar 1945 verlegte die Brigade wieder südlich Libau, doch diesmal in den Raum Prikule, mit Unterstellung bei der 30.ID. Diese hatte auch eigene Sturmgeschütze, doch durch Verwundung einige Besatzungen verloren. Der Russe hatte hier beiderseits Prikule, am 24.1.45 die 4. Kurlandschlacht begonnen. Da die Sturmgeschützabteilung 1030 der 30.ID. durch die Verwundungen einige Sturmgeschütze ohne Mannschaft hatte, wir aber die Sturmgeschütze verloren hatten, kamen von der
3. Batterie 12 Mann, entspricht 3 Besatzungen, zu dieser Einheit. Sie sollten nur vorübergehend in der Einheit bleiben, ihre Papiere verblieben bei der Brigade 226. Doch nach einigen Tagen, Anfang Februar, erhält die 226 den Abmarschbefehl nach Deutschland. Die Brigade wird in Libau aufs Schiff verladen. Zuvor hat sie volle Kampfstärke erhalten. 12 Geschütze gingen zwar an die Sturmgeschützbrigade 912 (Major Brandner), aber 33 Geschütze wurden aufs Schiff gebracht. Hierzu stand nur ein Schwimmkran zur Verfügung. Dieser musste jedes einzelne Sturmgeschütz an Land hochheben, zum Schiff fahren, um das Schiff herumfahren und dort absetzen.
Um den 10. Februar 1945 trifft dieser 5000 to Frachter in Danzig-Neufahrwasser ein. Die Brigade ist mit all ihren Waffen und Geräten an Bord, sogar die Infanterie-Begleit-Batterie, also auch voll einsatzfähig. So werden die Geschütze und ihre Mannschaften zuerst ausgeladen und Zugweise in Richtung …?…. – in den Raum Langenau zum Einsatz gebracht. Nach einigen Tagen aber zurückgeholt und unter Führung ihres Brigadekommandeurs Major Michael, südlich Zachan mit der SS-Freiwilligen Panzergrenadier-Division „Jütland“ eingesetzt. Wir durchbrachen am 15.2.45 den Ihme-Abschnitt und stürmten weit ins Hinterland. Das eingeschlossene Arnswalde war somit entsetzt und konnte geräumt werden. Am 17.2. wurde der Kampf eingestellt und wir einen Tag später in die Ausgangsstellungen zurück geschickt. So gingen wir nun bei Rummelburg in Stellung, die der 32.ID. Hier wurde der Angriff der „1. weißrussischen Front“ erwartet, doch der Angriff erfolgte weiter nördlich im Raum Schlawe. Von hier führten wir mit der 32.ID. harte Abwehrkämpfe bis zur Küste, die wir im Raum Rügenwald erreichten. Nach hartem Kampf zogen wir uns entlang der Küstenstraße und Bahnlinie zurück. Wir führten jetzt die Nachhut. In Stolp wurden wir für einige Tage eingeschlossen. Da Stolp kampflos übergeben werden sollte, brachen wir aus.
Am 8.3. räumten wir Bütow, am 10.3. Lauenburg. Kurz danach trafen wir wieder in Gotenhafen ein, wo das Strandhotel unser Stützpunkt wurde. Am 19.3. verlief die Front an folgenden Punkten: Frisches Haff bei Tiegenort – Nordrand Dirschau – Glukau – Sagosch- nördlich Orhöft. Ein kleiner Halbkreis nur. Am 20.3. verteidigten wir schon Zoppot, doch hielten wir der Übermacht nicht stand. Der Russe erreichte hier am 22.3. das Frische Haff.
Wir gingen auf Gotenhafen zurück, hatten vorher noch einen Abwehrkampf in der Marine-Siedlung Kielau vor Gotenhafen. In Marschantal bei Kielau explodierte das Geschütz des Wachtmeisters Kopf. Seine Besatzung fand den Heldentod. So verteidigten wir nun Gotenhafen und unseren Stützpunkt das Strandhotel. Ja, als der Russe es in einen Trümmerhaufen verwandelte, verteidigten wir sogar noch seine Reste, bevor wir nördlich auf die Oxhöfter Kämpfe verlegten. Hier hielten wir noch bis Ostern 1945 und wurden am 5.4.1945, als letzte Kämpfer von Oxthöft, mit Fährpramen der Marine herausgeholt und nach Hela gebracht. Bei den ganzen Einsätzen in Pommern mussten wir unsere Geschütze zweimal sprengen, da kein Benzin mehr vorhanden war, ja wir unsere Geschütze nicht einmal mehr drehen konnten. Die Russen zogen mit ihren schweren Panzern in einer Entfernung von 400 m an uns vorbei . Die Angst, vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden, war dabei sehr groß. Hauptmann v. Arnim hatte dabei immer versucht, durch seinen heldenhaften Einsatz das Deutsche Kreuz in Gold zu bekommen. Bei Oxhöft erhielt er stattdessen einen Lungensteckschuss und wurde schwer verwundet, über Seeweg, nach Deutschland gebracht. Die Brigade befand sich nun in Hela, von wo aus sie nach Deutschland weiter sollte. Doch dann übernahm sie die bunt durcheinander gewürfelten Fahrzeuge der 7. Panzerdivision. Sie bestanden aus Selbstfahrlafetten mir 8.8 cm Kanone, Hornissen und nur wenigen Sturmgeschützen. Zum Einsatz kam die Brigade aber nicht mehr, obwohl Ende April noch der Ritterkreuzträger Hauptmann Adamowitsch zu uns kam. So kam nun der 8.Mai 1945.
Für die 2. und 4. Armee, welche beide hier auf Hela lagen, war die Kapitulation abends um 21:00 Uhr. Viele versuchten noch am 9.5. ein Schiff zu erreichen, doch nur wenigen gelang es. Der für die Brigade bereitgestellte Schiffraum wurde von anderen Soldaten besetzt., da ja alles durcheinander ging. Hierzu muss noch gesagt werden, dass von den Schiffen, die am 9.5. Hela verließen, der Russe am 10.5. noch zwei mit Mann und Maus versenkt hat. Niemand weiß bis heute wer auf diesen Schiffen war.
Die Brigade 226 hatte somit ihr Ende gefunden. Sie hat im Mittel- und Nordabschnitt hervorragendes geleistet und insgesamt 933 feindliche Panzer abgeschossen. Die Soldaten der 226 marschierten zu Fuß über Danzig nach Deutsch Erklau, wo sie dann in den Osten zurücktransportiert wurden. Während sie durch Danzig marschierten, versuchten einige Kameraden zu fliehen, doch nur sehr wenige kamen durch. Die anderen fielen den Polen in die Hände und wurden von diesen regelrecht erschlagen, so dass diese heute als vermisst gelten. Die 12 Mann, die bei der Sturmgeschütz-Abteilung 1030 waren, gingen mit dieser in Gefangenschaft. Sie kamen zunächst zu einem Kraftfahrpark, wo sie deutsche Fahrzeuge instand setzten, aber sehr viel Freizeit hatten. Danach kamen sie im Herbst 1945 in eine Zigarettenfabrik, zusammen mit deutschen Blitzmädels. Erst nach der Entlassung der Frauen, wurde es ein Lager. So mussten sie dann zusammen mit Litauern in den Fabriken arbeiten, bis zu ihrer Entlassung. Am 27.7.1947 trafen diese Soldaten in ihrer Heimat ein, nachdem sie vor der Entlassung neuen russischen Uniformen, ohne Abzeichen erhalten hatten.

Bin an weiteren Infos über die 226 interessiert.
Gruß Andreas
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Fred
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BeitragBeitrags-Nr.: 121739 | Verfasst am: 14.05.2007 - 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andreas, willkommen hier im Forum und viel Spass.
Vielen Dank für Deinen ersten Beitrag hier, wir sind immer an Zeitzeugenberichten interessiert, es gibt nichts besseres.

Kennst Du schon diese Seite?

http://www.die-sturmartillerie.com

Florian von und zu Aufsess beschäftigt sich sehr intensiev mit der Sturmartillerie und hat eine umfangreiche Sammlung.
Ich würde Dir empfehlen mit Ihm mal in Kontakt zu treten.

Habe Dir noch eine PN geschickt.

Fred Winken
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