Bodenfunde
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Florian Geyer
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BeitragBeitrags-Nr.: 111520 | Verfasst am: 23.12.2006 - 13:03    Titel: Bodenfunde Antworten mit Zitat

Werte Herren,

ich bin gezwungen mich kurz zu fassen, werde mich aber in Bälde noch ausführlicher bezüglich meines Anliegens in diesem Forum zu Worte melden.

Ich hatte bereits zweimal das Glück durch Zufall zwei Wehrmachtsstahlhelme zu finden, den einen in Peenemünde und den anderen im Sachsenwald; nun möchte ich Sie fragen, wo man in Deutschland noch erfolgreich auf die Suche nach solcherlei Relikten gehen kann und fündig wird.

Wenn Sie mir den ein oder anderen Ratschlag mitteilen würden, wäre ich sehr erfreut!

Frohe Weihnachten Ihnen allen,

F. G.
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christitus
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BeitragBeitrags-Nr.: 111536 | Verfasst am: 23.12.2006 - 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

überall dort wo Gefechte stattgefunden haben. Eine exakte Stelle wird dir allerdings kein Sondler verraten.

Gruß
Chris Winken
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Fred
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Beiträge: 2683

BeitragBeitrags-Nr.: 111540 | Verfasst am: 23.12.2006 - 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

Vorsicht, in verschiedenen Bereichen ist das Sondengehen verboden. Störung der Todenruhe.
Z.B. Halber Forst

Fred Winken
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eisenhans
Gast





BeitragBeitrags-Nr.: 111613 | Verfasst am: 24.12.2006 - 00:36    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Thema Sondengehen folgendes:
Ich würde mich zuallererst SEHR GENAU mit der Rechtslage im betreffenden
Bundesland vertraut machen!!
Es gibt unter anderem einen allgemeinen Passus, der sinngemäß dahin geht, das selbst das billigende Inkaufnehmen von Munitionsfunden strafbar/verboten ist.
Dazu kommen noch: Landschaftsschutz, Archäologische Plätze, etc,etc...
In Brandenburg ist sondengehen praktisch verboten !
Darüberhinaus ist zu beachten, das die BRD als Rechtsnachfolger des III. Reichs
prinzipiell Anspruch auf sämtliche Hinterlassenschaften desselben hat. Üblicherweise verteten durch die hiesige Oberfinanzdirektion...
Ich will bestimmt niemandem dieses Hobby madig machen ( bin selbst lange genug dabei ), aber man sollte wissen, das Sondeln von öffentlicher Seite extrem
skeptisch gesehen wird. ( Um es einmal sehr diplomatisch zu formulieren )
Das sondeln auf privatem Grund wiederum bedarf des Einverständnisses des Grundstückseigentümers - hier hilft bspw. das Katasteramt weiter.
So - und wenn nun ALLE rechtlichen Voraussetzungen beachtet/eingehalten werden können - bei der Suche nach geeigneten Stellen hilft wirklich nur Recherche, nochmal Recherche und viieeeeel Lauferei und rumfragerei vor Ort, bevor man das erste Mal die Sonde rausholt.
Zuguterletzt noch ein Praxistip: Von Gefechtsgebieten würde ich abraten - haufenweise Mun. -Reste, unmittelbar nach Gefechtsende vom meisten Militärgerät geräumt und üblicherweise völlig abgegrast.
Interessant sind Rückzugswege - hier hilft Fragen bei den Eingeborenen.

gruss

eisenhans
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Florian Geyer
Neues Mitglied


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Beiträge: 6

BeitragBeitrags-Nr.: 111636 | Verfasst am: 24.12.2006 - 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

Wertgeschätzte Kameraden,

zunächst gestatten Sie mir festzustellen, dass ich bei meiner Bitte um Mitteilung Ihrer Erkenntnisse und Erfahrungen niemals beabsichtigte Sie oder Dritte zu übervorteilen; ich möchte nach dem Prinzip "quid pro quo" verfahren, welches einen Austausch gleichgewichtiger Auskünfte zum beidseitigen Vorteil bedeutet.

Bedauerlicherweise kann ich nur mit recht beschränkten Informationen aufwarten, da meine Erfahrungen hinsichtlich des Auffindens von Bodenfunden eher auf Zufallen beruhen und nicht auf gezielter Suche.

Wie ich eingangs erwähnte, habe ich bereits zwei Stahlhelme ( Modell 35 und 40 ) durch besagte glückliche Umstände gefunden. Nun ist es mir nicht darum zu tun bestellt eine exorbitante Anzahl derselben zu sammeln, sondern lediglich noch einige weitere in meine Sammlung einzureihen. Dies allerdings aus rein privaten und mithin nichtkommerziellen Gründen, da jedwede wirtschaftliche Motivation mir in dieser Beziehung zuwider ist - schließlich geht es um Relikte der Geschichte, die eine würdige Behandlung zur allgemeinen Pflicht machen!

Ich sammele diese Helme also aufgrund meines persönlichen, militärhistorischen Interesses.
( Ich werde mich nach eingehendem Studium der einzelnen Themata dieses Forums sicherlich noch zu dem ein oder anderen geistig wertvollen und fordernden Gegenstande äußern, zwecks Belebung des Disputs und Entfachung der gehaltvollen Diskussion! Zwinkern )

Indes möchte ich nun zum Thema dieses Beitrages zurückkehren.
Meine erste und bisher letzte, gezielte Expedition führte mich in den sogenannten Knochenwald, der Ihnen möglicherweise ein Begriff ist. Allerdings ist das Gelände sehr weitläufig und meine zeitlichen Möglichkeiten waren zu meinem Nachteil ausgesprochen eng umgrenzt, weshalb ich die Suche unverrichteter Dinge abzubrechen gezwungen war.
Ich bekam an diesem Tag reichlich mecklenburgische Natur zu Gesicht, jedoch keine Spuren und gar Hinterlassenschaften aus den Zeiten des Weltkrieges, was mich recht verdrießlich stimmte.

Nun, ja...

Falls jemand von Ihnen, hochgeschätzte Herren, noch über Informationen verfügt wie man einen Bodenfund am besten restauriert ( Rostumwandler? ), so bitte ich um umgehende Mitteilung!

Frohes Fest!

F. G.
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Fred
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Beiträge: 2683

BeitragBeitrags-Nr.: 111641 | Verfasst am: 24.12.2006 - 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Wehrter F.G.,
da sich in diesem Forum eher weniger mit Bodenfunden bzw. Sondengeängern beschäftigt wird kann man davon ausgehen das hier niemand Angst vor Übervorteilung hat und somit seine Kenntnisse vor Anderen "geheim" hält. Im gegenteil, unsere Forumsteilnehmer gehen sehr offen und freizügig mit ihren Kenntnissen um, einzig und allein um dunkle Punkte in vergangener Geschichte im Interesse aller zu beleuchten.

Was Eisenhans darlegen wollte ist der Umstand das eben Sondengehen nicht überall gern gesehen ist und teilweise auch unter Strafe steht welches ich auch nachvollziehen kann.

Nehmen wir mal an Du geht in einem gesperrten Gebiet sondeln und findest eine Erkennungsmarke, was machst Du nun.
Meldest Du den Fund hast Du zumindest mit unangenehmen Fragen tun.
Wirfst Du die Erkennungsmarke weg oder nimmst sie mit für Deine Sammlung, hast Du einen Menschen die Idendität genommen und soetwas mag hier wohl niemand.

Fred
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Florian Geyer
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Beiträge: 6

BeitragBeitrags-Nr.: 111645 | Verfasst am: 24.12.2006 - 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hochansehnlicher Herr "Fred",

vielleicht haben Sie meinen Ausführungen entnommen, dass es sich bei den Objekten meiner forschenden Anstrengungen ausschließlich um Stahlhelme handelt!?

Folglich bin ich an "Hundemarken" nicht interessiert und würde diese, sofern ich welche fände, an die zuständigen Stellen, zwecks Aufklärung weiterleiten.

Ich betreibe mein Ansinnen auch nicht derart exzessiv, dass ich im wahrsten und traurigsten Sinne des Wortes "über Leichen gehen" würde!
Verstehen Sie, was ich mit diesen Worten auszudrücken beabsichtige?

Mein Interesse ist es an historischer Stelle an Relikt aus dieser Zeit zu finden, welches unmittelbar mit jenen Ereignissen verbunden ist, die diesen Ort "historisch" werden ließen!
( Z. B. Kanonenkugel vom Leipziger Schlachtfeld von 1813 oder eben ein deutscher Stahlhelm aus der Schlacht in den Ardennen etc.)

Hochachtungsvoll

F. G.
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eisenhans
Gast





BeitragBeitrags-Nr.: 111683 | Verfasst am: 25.12.2006 - 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Wohl gesprochen, höchstehrenwerter Florian Geyer !

Eurer sicherlich ehrenwerten Motive eingedenk, möcht ich doch bemerken, das insbesonders unautorisiertes Absuchen historischer Schlachtfelder TABU ist !
( Es ist in unserer geliebten Republik gängige Praxis, derartige Flächen als Landschaftsschutzgebiet, bzw Bodendenkmal auszuweisen ).
Hier gelten folgende Gesetze: Landschaftsschutz, Denkmalschutz, Umweltschutz, Sprengstoff/Kriegswaffenkontrollgesetz
etc, etc...
Daher gestatte ich mir noch einmal in aller Offenheit zu betonen: Bevor Ihr irgendwelche Exkursionen macht, baut Kontakte
bei zuständigen Institutionen auf, so Ihr den Anspruch habt, langfristig zu arbeiten, einigermassen professionell vorzugehen
und Euch von Raubgräbern, Militariafetischisten und ähnlich zweifelhaften Subjekten abzusetzen ! Das Vorgehen ist ähnlich,
als wenn man einer Bank einen Kredit schmackhaft machen will - seriöses Äußeres, freundliches, kompetentes Auftreten, klares Konzept usw., kostet Zeit, Geld und Nerven, ist sicherlich der schwerste Weg, funktioniert aber. ( Im Rahmen einer teilweise exzessiv restriktiven Gesetzeslage)


weihnachtlichen gruss

eisenhans
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Irondigger
Engagiertes Mitglied


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Beiträge: 217
Wohnort: Letzebuerg

BeitragBeitrags-Nr.: 187882 | Verfasst am: 27.08.2010 - 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

Florian Geyer hat Folgendes geschrieben:
Wertgeschätzte Kameraden,

zunächst gestatten Sie mir festzustellen, dass ich bei meiner Bitte um Mitteilung Ihrer Erkenntnisse und Erfahrungen niemals beabsichtigte Sie oder Dritte zu übervorteilen; ich möchte nach dem Prinzip "quid pro quo" verfahren, welches einen Austausch gleichgewichtiger Auskünfte zum beidseitigen Vorteil bedeutet.

Bedauerlicherweise kann ich nur mit recht beschränkten Informationen aufwarten, da meine Erfahrungen hinsichtlich des Auffindens von Bodenfunden eher auf Zufallen beruhen und nicht auf gezielter Suche.

Wie ich eingangs erwähnte, habe ich bereits zwei Stahlhelme ( Modell 35 und 40 ) durch besagte glückliche Umstände gefunden. Nun ist es mir nicht darum zu tun bestellt eine exorbitante Anzahl derselben zu sammeln, sondern lediglich noch einige weitere in meine Sammlung einzureihen. Dies allerdings aus rein privaten und mithin nichtkommerziellen Gründen, da jedwede wirtschaftliche Motivation mir in dieser Beziehung zuwider ist - schließlich geht es um Relikte der Geschichte, die eine würdige Behandlung zur allgemeinen Pflicht machen!

Ich sammele diese Helme also aufgrund meines persönlichen, militärhistorischen Interesses.
( Ich werde mich nach eingehendem Studium der einzelnen Themata dieses Forums sicherlich noch zu dem ein oder anderen geistig wertvollen und fordernden Gegenstande äußern, zwecks Belebung des Disputs und Entfachung der gehaltvollen Diskussion! Zwinkern )

Indes möchte ich nun zum Thema dieses Beitrages zurückkehren.
Meine erste und bisher letzte, gezielte Expedition führte mich in den sogenannten Knochenwald, der Ihnen möglicherweise ein Begriff ist. Allerdings ist das Gelände sehr weitläufig und meine zeitlichen Möglichkeiten waren zu meinem Nachteil ausgesprochen eng umgrenzt, weshalb ich die Suche unverrichteter Dinge abzubrechen gezwungen war.
Ich bekam an diesem Tag reichlich mecklenburgische Natur zu Gesicht, jedoch keine Spuren und gar Hinterlassenschaften aus den Zeiten des Weltkrieges, was mich recht verdrießlich stimmte.

Nun, ja...

Falls jemand von Ihnen, hochgeschätzte Herren, noch über Informationen verfügt wie man einen Bodenfund am besten restauriert ( Rostumwandler? ), so bitte ich um umgehende Mitteilung!

Frohes Fest!

F. G.

HALLO
Wenn du noch immer Interesse hast an Feldforchung mit Ausgrabung schau dir mal die Internetseite vom702 US tank Bat Anschaust KEHMEN SCHEIDEL WELSCHEID kanns du sehen was noch so in den Ardennen Herumliegt.Melde dich wenn du mitgehen Willst Winken
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