Das Projekt 'T-95'
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Marcus_H
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BeitragBeitrags-Nr.: 112854 | Verfasst am: 13.01.2007 - 18:50    Titel: Das Projekt 'T-95' Antworten mit Zitat

Hallo zusammen!

Ich bin neu und habe eine Frage ;)

Und zwar geht es um den neuen russischen panzer T-95, ich finde über den im Internet recht verwirrende Informationen, mal ist von einem überarbeiteten T-80 die Rede, genannt Black Eagle von dem es fertige Bilder gibt, mal von einem deutlich extremerem Konzept mit 1400PS Multiturbiene, 152er Riesenkanone etc., der Alles bisherige in den Schatten stellen soll.
Was stimmt, was wird evtl. beschafft und wo kann man sich da tiefergehend informieren?

Grüße
Marcus_H
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 112855 | Verfasst am: 13.01.2007 - 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und herzlich Willkommen im Forum Winken

Schaue er ersteinmal hier :

http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=846

rein Zwinkern

Und es sei mir gleich die Bemerkung gestattet : das "Black Eagle"-Projekt ist schon lange tot ...

Winken

Jan-Hendrik
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Marcus_H
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BeitragBeitrags-Nr.: 112861 | Verfasst am: 13.01.2007 - 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Sei mir bitte nicht böse, aber das ist doch etwas arg viel Text ;)

Und ich möchte nicht unbedingt ellenlang die Debatte "wer ist der Beste" verfolgen, von den derzeit in halbwegs gescheiten Stückzahlen einsatzfähigen Konstruktionen ist das für mich der Merkava IV.

Aber vielen Dank schonmal für die Info bezüglich des Black Eagle Projekts, also wird es keinen überarbeiteten T-80 geben?

Grüße
Marcus_H
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 115066 | Verfasst am: 13.02.2007 - 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Der T-80 ist eine konkurrierende Modellreihe zum T-72/T-90 mit anderer Motorisierung (Gasturbine statt Dieselmotor). Die Turbine ist kraftvoller aber unwirtschaflich (hoher Verbrauch) und daher teuer. Die Russen haben deswegen auch schon T-80 auf Dieselmotoren umgerüstet.

Der T-80 ist, wenn man die Motorenprobleme dereinst lösen kann eine echte Alternative zum T-72/T-90. Er zeichnet sich durch die bessere Ladeautomatik, m.E. bessere Optik und Feuerleitung, Anordnung der Instrumente sowie besseren Panzerschutz und wirkungsvollere Bewaffnung aus. Sein Problem ist die Motorisierung. Die höhere Leistung und die dadurch höhere Geländegängigkeit ist bisher das einzige wirklich gewichtige Argument für den T-80, leider auch sein größtes Laster, wegen des schon angesprochenen Verbrauchs, der auch die Reichweite drückt sowie wegen des Lärmpegels.

Problematisch ist nur dass der T-90 ja eine Neuentwicklung, ausgehend von der T-72 Basis. Damit ist die Generationenfolge schon vorweggenommen und durch die Weiterentwicklung der russischen Dieselmotoren ist dieser Panzer auch einigermaßen Leistungsfähig und der Motorisierungsvorteil des T-80 ist nicht mehr so groß. Für den T-80 ist kein Nachfolger absehbar, was wohl bedeutet, dass die Modellreihe mit dem T-80 UM1 (Prototyp mit SHTORA- und ARENA-Abwehrsystem) und dem Kampfwertgesteigerten T-84 (Ein T-80UD Exportmodell mit geschweißtem Turm, franz. ALIS WBG, leistungsstärken Antrieb sowie optionaler Ausstattung mit Abwehrsystem ARENA & SHTORA-1 IR-Jammer) enden wird.

Gruß
Thomas de Grasse
Panzer
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Stefan Kotsch
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BeitragBeitrags-Nr.: 115101 | Verfasst am: 13.02.2007 - 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Le Marquis hat Folgendes geschrieben:

Der T-80 ist, wenn man die Motorenprobleme dereinst lösen kann eine echte Alternative zum T-72/T-90. Er zeichnet sich durch die bessere Ladeautomatik, m.E. bessere Optik und Feuerleitung, Anordnung der Instrumente sowie besseren Panzerschutz und wirkungsvollere Bewaffnung aus.
Problematisch ist nur dass der T-90 ja eine Neuentwicklung, ausgehend von der T-72 Basis.
Gruß
Thomas de Grasse
Panzer


Der T-80 ist aus dem Rennen, wie gesagt, wegen der Frage der Wirtschaftlichkeit.
Nicht nur wegen der Gasturbine, auch wegen der Aufhängung und anderen Baugruppen (Autolader z.B.).

Der T-90S besitzt die gleiche Feuerleitausstattung wie der aktuelle T-80U. Zusätzlich ein modernes Wärmebildzielfernrohr ESSA. Was an der aut. Ladeeinrichtung des T-80 besser sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis.
Le Marqis weis vielleicht mehr? Dito was er mit besserer Instrumentenanordung meint.
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 115136 | Verfasst am: 14.02.2007 - 08:31    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, dass die Instrumentierung des T-80 gegenüber dem T-72 etwas besser war (Anordnung und Bedienerkomfort) ist meines Wissens weit verbreitet. Habe ich jedenfalls schon oft gehört oder gelesen. Auch die Turminnenphotos, die ich habe und die ich mir jetzt einmal anmaße beurteilen zu können legen diesen Schluß nahe.

Was die Ladeautomatik angeht, hat der T-80 gegenüber dem T-72 eindeutig die Nase vorn. Der T-72 läd die Granate und die Treibladung in zwei Schritten, so dass der gesamte Ladevorgang mehr Zeit beansprucht. Bei Ausfall der Ladeautomatik ist ein Laden von Hand so gut wie unmöglich. Dies bereitet zwar auch dem T-80 Schwierigkeiten aber er läd Grante und Treibladung in einem Zug.

Ergebnis:

Durchschnittliche Schussfolge T-72: 5 Schuss/Min bis 6 Schuss/Min
Durchschnittliche Schussfolge T-80: 7 Schuss/Min bis 8 Schuss/Min

Ausserdem ist der T-80 in der Lage die bessere PALR abzufeuern (9K120 Svir [NATO Bez: AT-11 Sniper]), ein Vorteil der erst durch den T-90 wieder wettgemacht wird (9M119M Refleks-M [NATO Bez:AT-11 Sniper-B]).
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Stefan Kotsch
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BeitragBeitrags-Nr.: 115143 | Verfasst am: 14.02.2007 - 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

In der Frage der Instrumentenanordnung kann ich nicht mitgehen. Ich sass im T-72, im T-64, im T-80U und im T-90 - alle lehnen sich ganz offensichtlich an ein analoges Bedienkonzept an. Sowohl für den Fahrer, als auch für Richtschütze und Kommandant. Zumal die Feuerleitausstattung typischerweise für mehrere Typen und Modifikationen übernommen wurde, also (abhängig vom Modernisierungsstand) teilweise identisch ist. Die Kanone ist seit der Einführung der 2A26 (2A26 !) immer gleich zu bedienen, wenn man mal von dem veränderten Öffnungshebel an der 2A46M absieht. Die aut. Lader unterscheiden sich erheblich, das ist korrekt. Wobei man die Kanonen der T-72 und T-90 natürlich auch bei Ausfall der Elektrik aus dem Drehtransporter (Magazin) laden kann. Es dauert naturgemäß länger, es geht aber selbstverständlich. Ich habe selbst oft genug alle Betriebsarten des Notbetriebs trainiert.
Was die Zeit für einen Ladezyklus angeht. Welche Schussfolge ist denn in einem Gefecht als typisch anzusehen? ich denke, im Normalfall wird man eher länger als 8 Sekunden für den zweiten Schuss warten. Schon wegen der hohen Ersttrefferwahrscheinlichkeit verbunden mit hoher Wirkung im Ziel, erschwert durch Staub nach dem Abschuß und andere Sichtbehinderungen. Panzerbau ist ein einziger Kompromiss.

Verschuß von LFK. Hier darf der T-72 sowieso nicht mit dem T-64, T-80 und T-90 verglichen werden. Der T-72 war in seiner Konzeption nie für den Einsatz von Rohrraketen vorgesehen. Seine Feuerleitanlage wurde absolut einfach gehalten, die Kanone und der Lader bieten aber die Möglichkeit dazu. Einzelne T-72 wurden mit einem in Leistung und Bauart analogem LFK-System SVIR ausgestattet, wobei der LFK selbst identisch ist.
Der T-80U und der T-90S verschießen, wegen der erwähnten identischen Feuerleitanlage, ebenfalls baugleiche LFK 9M119M INVAR. Die Laserleitstrahleinrichtung ist bei beiden in das Hauptzielfernrohr 1G46 integriert.


Fazit, da sich der T-80 eigentlich nur in seinem Antriebskonzept vom T-90 unterscheidet, dabei aber unwirtschaftlicher zu betreiben ist, war sein Produktionsstopp eigentlich zu erwarten.
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 115149 | Verfasst am: 14.02.2007 - 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Jetzt steh ich aber im Achtung, Du hast diese Panzer alle bedient? Donnerwetter, darf man fragen wo, bzw. in welcher Armee, Einheit? Für jemanden wie mich, der sich immer schon für Gefechtstechnik russischen Ursprungs begeistert hat eine tolle Sache. Wenn Du nichts dagegen hast schreib ich Dir mal die eine oder andere Frage per PM. Ist immer blöd wenn man auf schriftliche Quellen angewiesen ist und sich dann vorstellen muß wie sich der beschriebene Gegenstand in der Realität bedienen lässt.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 115150 | Verfasst am: 14.02.2007 - 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Schau doch einfach mal auf Stefans interessante Webseite :

http://www.kotsch88.de/ Grins

Winken

Jan-Hendrik
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 115152 | Verfasst am: 14.02.2007 - 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Klickediklackediklick...staun Idee
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IronPig
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BeitragBeitrags-Nr.: 115336 | Verfasst am: 16.02.2007 - 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hätte noch einmal eine Frage zum "Black Eagle"
Auf den Bildern die ich kenne hat dieser ja einen sehr langen Turm,der hinten fast mit der Wanne abschließt. Gibt es Informationen was dort erprobt wurde?
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 115340 | Verfasst am: 16.02.2007 - 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann mich nicht erinnern einmal gelesen oder gehört zu haben, dass dieser Turm mal vollständig gebaut wurde und funktioniert hat. Weiß jemand etwas über den Black Eagle Turm und seine Ausstattung?

Es könnte also durchaus eine Minibar sein Grins. Spaß beiseite. Der Turm ist ein Experimentalmodell mit modularer Panzerung und einem abnehmbaren Ladecontainer am Heck. Dieser Container beinhaltet einen Ladeautomaten und kann für die verscheidensten Panzer mit Munition unterschiedlicher Kaliber (Patrone oder auch getrennte Ladung) bestückt werden. Er enthält den gesamten Munitionsvorrat des Panzers.
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Stefan Kotsch
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BeitragBeitrags-Nr.: 115343 | Verfasst am: 16.02.2007 - 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Von diesen Türmen gibt es verschiedene Varianten. Die T-80 Schmiede in Omsk hat sich so einen eine Turm patentieren lassen.
hier mehr: http://www.kotsch88.de/vttv2005-s2.htm
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IronPig
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BeitragBeitrags-Nr.: 115344 | Verfasst am: 16.02.2007 - 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

Dieses aneinandersetzen der Panzerungselemente würde doch aber Schwachstellen in der Panzerung hervor rufen,oder nicht?
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Stefan Kotsch
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BeitragBeitrags-Nr.: 115347 | Verfasst am: 16.02.2007 - 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

Eigentlich kaum. Ist ja kein LEGO-Steckbaukasten. Am Leclerc und am MERKAVA wird das prinzipiell auch gemacht.
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