Kavallerieausrüstung der Wehrmacht
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 137330 | Verfasst am: 23.01.2008 - 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ist dieser Leutnant Harteneck nicht unser späterer "letzter" General der Kavallerie?


Biographisches zu GendKav. Harteneck

Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 137336 | Verfasst am: 23.01.2008 - 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Noch ein Nachtrag zur korrekten Sattelung und Auflegen des Woilachs.
Zitiert aus der Reitvorschrift vom 18.8.1937 der H.Dv.12:
"Ein gut verpaßter Sattel liegt mit seinen überall gleichmäßig auf den Rippen aufliegenden Trachten an den Schulterblättern an. Die beiden Enden der Trachten sollen dabei vom Pferdekörper etwas abgebogen sein und mit ihren oberen Kanten nirgends den Rücken klemmen, namentlich nicht am Widerrist. Zwischen Vorderzwiesel und Woilach muß so viel freier Raum sein, daß man mit der Hand hineinfassen kann, solange der Woilach noch nicht in die Kammer gezogen ist.
Der tiefste Punkt der Sitzfläche muß in der Mitte des Sattels liegen. Beim Verpassen ohne Sitzkissen liegt der tiefste Punkt zwischen dem 3. und 4. Schnürloch des Sattelbocks.
Der sechs- oder neunfach zusammengelegte Woilach ist so auf den Rücken des Pferdes aufzulegen, daß er vorn etwa eine Handbreit über den Sattel hervorragt und zu beiden Seiten des Widerristes gleich tief herabhängt. Die offenen Enden des Woilachs müssen nach links unten und hinten liegen." Winken

Horrido!

Nicole
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Felix S.
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BeitragBeitrags-Nr.: 137386 | Verfasst am: 24.01.2008 - 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

Wahre Tierfreunde!

http://i15.photobucket.com/albums/a358/FrumpyFrumpy/kr.jpg
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BeitragBeitrags-Nr.: 137390 | Verfasst am: 24.01.2008 - 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hey, was für ein schönes Photo! Gut gemacht!
Ich erkenne das Brustblatt-Geschirr; also ein Gespann. Weißt Du zufällig von welchem Regiment?

Weiter so, Männer! Zwinkern

Horrido!

Nicole
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BeitragBeitrags-Nr.: 137391 | Verfasst am: 24.01.2008 - 13:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
den Stahlhelmen nach zu urteilen stammt dieses Foto noch aus der Vorkriegszeit.
Vermute mal so 1934, 1935.
Möchte mal wissen worüber der "Spiess" da so lacht. Der Reiter links neben ihm lächelt ja sehr gezwungen.
Wurden die Gespannpferde komplett aufgesattelt in den Zug eingespannt?
Gruß Andreas
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BeitragBeitrags-Nr.: 137393 | Verfasst am: 24.01.2008 - 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andreas, Winken

an seiner Stelle würde ich auch lachen Grins

Die Geschützpferde wurden tatsächlich alle sechs gesattelt in den Zug gespannt; davon wurden die drei linken Rösser ja vom Sattel aus vorwärts getrieben (könnten ja auch ein Bild dazu hochladen).

Dem Helm nach zu urteilen, ging ich ja von Reichswehr aus. Außerdem scheint das Zaumzeug noch älteres Modell zu sein, da die Kandare mit einem extra Riemen in das Kopfgestell verschnallt ist.
Wo wir grad schon beim weiteren Ausrüstungsgegenstand wären: dem Zaumzeug Lachen

Horrido!

Nicole
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Remontenreiter
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BeitragBeitrags-Nr.: 137396 | Verfasst am: 24.01.2008 - 14:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nicole,
Reichswehr kann es nicht mehr sein, da die Kameraden schon den "Pleitegeier"
auf der Uniformbluse tragen. Ich habe noch ein Portrait meines Großvaters von 1934 mit Reichswehrbluse aber ohne den Adler.
Gruß Andreas
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BeitragBeitrags-Nr.: 137402 | Verfasst am: 24.01.2008 - 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andreas, Winken

danke für den Hinweis Zwinkern
Kann vielleicht noch jemand beantworten, ob es sich um das Silengeschirr 25 handelt?

Horrido!

Nicole
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Felix S.
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BeitragBeitrags-Nr.: 137419 | Verfasst am: 24.01.2008 - 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Das Bild finde ich vor allem lustig weil Kamerad Pferd selbst auch so schön lacht.

Es stammt aus dem Buch "Horses of the German Army in World War II" von Paul Louis Johnson, ein absoluter Knüller daß in keiner Sammlung fehlen sollte. Habe es bei den Leuten übersee bestellt und müßte in 4 Wochen Ärgerlich eintreffen.

Die daten der Einheit muß ich noch verifizieren, aber sollte laut Quelle 1935 sein.
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Remontenreiter
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BeitragBeitrags-Nr.: 137426 | Verfasst am: 25.01.2008 - 08:41    Titel: Antworten mit Zitat

Leider kann ich in meinem vorherigen Post kein Bild mehr einfügen.
Hier das Bild meines Großvaters als junger Rekrut 1934 beim RR5 mit der Uniformbluse der Reichswehr.
Ist das ein Haarschnitt !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
http://i25.tinypic.com/2aacxnr.jpg
Gruß Andreas
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BeitragBeitrags-Nr.: 137427 | Verfasst am: 25.01.2008 - 08:46    Titel: Antworten mit Zitat

A propos Lachen im vorherigen Post. Scheint eine Gabe der Kavalleristen zu sein.
Hier ein Unteroffizier des 6. Kavallerieregimentes (Darmstadt).
Er war wohl ein Kamerad meines Großvaters in der Wehrkreis Reit- und Fahrschule II in Babenhausen. Das Foto ist 1940 datiert.
Zu beachten der Schwedter Adler an der Mütze, das Traditionsabzeichen des Husarenregiment 13, dessen Tradition von der 3. und 6. Schwadron des Kav.-Reg 6 weitergeführt wurde.
http://i26.tinypic.com/2j44rwp.jpg
Gruß Andreas
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BeitragBeitrags-Nr.: 137429 | Verfasst am: 25.01.2008 - 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

http://i36.tinypic.com/ml4fa1.jpg
Auch hier ein lustiger Kavallerist! Grins (Foto aus meinem Archiv)

Noch mit einem Vorgängermodell des Armeesattels 25, nämlich Armeesattel 89 (siehe Filzunterlage an
den Trachten, langer Mantelsackhalterung und breitere Kniepauschen). Gut zu sehen, auch der korrekt
gefaltete Woilach.

Das Regiment ist mir leider unbekannt - aber vielleicht erkennt hier ja
noch jemand seinen (Ur-)Opa wieder? Zwinkern

Dein Großvater sieht übrigens ganz schick aus auf dem Bild, Andreas!

Horrido!

Nicole


Zuletzt bearbeitet von Reiter am 30.09.2008 - 14:08, insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragBeitrags-Nr.: 137563 | Verfasst am: 27.01.2008 - 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo "Kavalleristen" ! Winken

Nochmal zur Vollständigkeit: auf dem von mir oben beigefügten Photo trägt das steigende Pferd einen Kandarenzaum "M. 88".
Dabei wird die Trense mit Knebeln ins Marsch-Halfter eingehängt und die Kandare mit einem einzelnen Riemen in das Kopfgestell geschnallt. Dieses Modell wurde auch noch in der Reichswehr weiterverwendet, bis es vom "Heereszaumzeug 22" abgelöst wurde (Beitrag folgt in den nächsten Tagen).

Horrido!

Nicole


Zuletzt bearbeitet von Reiter am 10.03.2008 - 19:48, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragBeitrags-Nr.: 137588 | Verfasst am: 28.01.2008 - 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
hier auch ein Bild das eine Kandarre zeigt. Leider kenne ich mich mit diesen Ausrüstungsgegenständen noch nicht gut aus. Was der Brustriemen für eine Funktion hat ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich dient er nur zur Optik.
Der Oberreiter war ein Kamerad meines Großvaters, als dieser in Berlin beim OKH zwei Jahre lang (1936-1938) in der Berittenmachungsabteilung eingesetzt war.
Diese Reiter waren für die Pferde der Offiziere des OKH zuständig, da jeder Offizier des OKH zu dieser Zeit Anspruch auf ein Pferd hatte.
Gruß Andreas
http://i26.tinypic.com/30vp2dj.jpg
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BeitragBeitrags-Nr.: 137596 | Verfasst am: 28.01.2008 - 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andreas, Winken

das ist ein super Photo!!! Gefällt mir sehr gut!
Dieses Pferd trägt den sogenannten Preußischen Offizierszaum!!, was man sofort an den auffälligen Beschlägen und Schnallen erkennt. Ob die aus Silber oder Messing waren, ist mir allerdings nicht bekannt. Vielleicht weiß das jemand hier im Forum oder möchte sich schlau machen? Lachen

Natürlich mit dem dazugehörigen Vorderzeug (das ist der von dir erwähnte Brustriemen). Das Vorderzeug soll den Sattel am Zurückrutschen hindern, was nicht erst beim Springen oder Klettern passiert. Gerade bei den 9,5 Kilogramm des Armeesattels Nr.25 geschieht das ganz schnell. Ganz schlimm ist das bei Pferden mit schwieriger Sattellage, also gewölbtem oder zu geradem Rücken ohne Widerrist (Rassebedingt oder junge Pferde, also Remonten).
Manchmal sieht man auch einen Schweifriemen der unter dem Schweif des Pferdes in den Hinterzwiesel des Sattels verläuft und diesen wieder am Vorwärtsrutschen hindern sollte. Dieser wurde aber nur sehr selten verwendet.
Im Laufe des Krieges wurde das Vorderzeug ja zur Gepäckerleichterung ganz fort gelassen; zumal die gewählten Kavallerie-Pferde sorgfälltig für den Felddienst ausgesucht wurden und da achtete man einfach auf einen guten Rücken, damit es nicht so schnell zu Ausfällen kommt. Weiß jemand in welchem Jahr das Vorderzeug wegfiel? Verrückt

Das muß also schon eine "Offiziers-Remonte" sein, eben aufgrund der Zäumung, dann noch die Schabracke (Satteldecke). Die Mannschaften hatten unterm Sattel nur den schweren, dicken, gefalteten Woilach. Und eben der Pritsch-Sattel, der nicht, wie der Mannschaftssattel dazu diente, großes Gewicht (siehe erste Seite) dran zu schnallen. Dieser Sattel war auch erheblich leichter, hatte kürzere Trachtenkissen und war um einiges weicher, also angenehmer zu sitzen.

Schön zu sehen, ist auch die geschorene Mähne des Pferdes. Und der Sitz des Oberreiters; perfekt! Tolles Bild, Andreas! Weiter so!

Horrido! Winken

Nicole


Zuletzt bearbeitet von Reiter am 05.09.2008 - 13:29, insgesamt einmal bearbeitet
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