Das Gefecht von Lagarde am 11.08.1914 /Sieg deutscher Ulanen
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Reiter
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BeitragBeitrags-Nr.: 138357 | Verfasst am: 05.02.2008 - 20:34    Titel: Das Gefecht von Lagarde am 11.08.1914 /Sieg deutscher Ulanen Antworten mit Zitat

Hier folgt ein Bericht über die Kampfkraft deutscher Ulanen im Großen Krieg!

Quelle hierzu war "Die deutsche Kavallerie in Krieg und Frieden" von Major a.D. Egan-Krieger. Die Bilder entstammen aus selbigem.

http://i34.tinypic.com/3480u84.jpg

Am 10. August 1914 war ein preußisches Detachement aus Lagarde (in Lothringen) vertrieben worden. Das durfte nicht ungestraft bleiben. Der Führer der 42. Preußischen Infanterie-Division verabredete mit dem Kommandeur der Bayerischen Kavallerie-Division einen gemeinsamen Angriff. Die Kavallerie-Division stand hierzu am 11. August, einem glühend heißen Tag, östlich Maiziéres, die Ulanen südlich von Schloß Marimont bereit. Gegen 9 Uhr hörte man in südlicher Richtung lebhaften Gefechtslärm. Daraufhin wurde die Ulanen-Brigade unter General Freiherr von Redwitz vorgezogen. Um 11:35 Uhr erhielt der General durch den nach der persönlichen Erkundung zurückkehrenden Divisions-Kommandeur den Befehl: “französische Infanterie im Zurückgehen. Ulanen-Brigade verhindert das Abfahren von verdeckt nordwestlich Lagarde stehender französischer Artillerie. Eile geboten!”
Nähere Erkundung wurde durch die Weisung eingehende Rekogniszierung keine Zeit mehr. Um dem Gegner die Flanke abzugewinnen, jagte der General gegen Westen; er glaubte, im hohen Getreide stehende feindliche Geschütze zu erkennen. Beim Eintreffen der zu ihm vorbefohlenen Regimentskommandeure wurde die Reitergruppe lebhaft beschossen. General v. Redwitz wies mit dem Säbel auf Kuppe 266 westlich Lagarde: “Attacke auf Artillerie und Infanterie! Die Regimenter in sich gegliedert, nebeneinander. In dieser Richtung selbstständig Ziele suchen!”
Die Kaiser-Ulanen waren voraus, ihr Schwester-Regiment, die Königs-Ulanen, folgte dicht auf, mit einer Eskadron rechts gestaffelt.
Nun hebt sich Oberst Frhr. von Crailsheim vor seinem Regiment in den Bügeln: “Angriff auf Infanterie! 4.Eskadron Wieser rechts, 1.Eskadron Feury links: 1.Treffen! Die Eskadrons in sich in zwei Wellen; 3. Eskadron Lilgenau 2. Treffen dahinter!” Auch er bezeichnet die Richtung, in der angeritten werden soll, mit dem Säbel.
Während die Eskadrons sich auseinander ziehen, erfolgt schon der Befehl zum Anreiten. Die 1. Eskadron nimmt Richtung auf den Kirchturm von Lagarde und kommt hierdurch etwas nach Südosten ab. In die Lücke wirft Oberst v. Crailsheim sofort die 3. Schwadron. Vor diese setzt er sich selbst. So reitet das Regiment in einem, natürlich auch nicht annähernd in einer Linie befindlichen Treffen in sehr zügigem Galopp gegen Süden, die Schwadronen in zwei Wellen, die einzelnen Glieder mit Zwischenräumen.
Eskadron Feury durchreitet feindliche Infanterie, die in den Haferfeldern versteckt, sich nur zum Teil zur Wehr setzt, meist glatt auf dem Boden liegend sich tot stellt, um dann in die über sie hinweggebrausten Reiter von rückwärts hinein zu schießen. Aus Lagarde sprüht Infanterie- und Maschinengewehrfeuer; hinter der Kirchhofmauer an der Nordwestecke des Dorfes eingenistete französische Infanterie schießt den Ulanen lebhaft entgegen. Etwa 30m vor dem Ortsrand sinkt Rittmeister Freiherr v. Feury mitten durch die Brust geschossen tot vom Pferde. Nahe dem Westausgang fällt im feindlichen Maschinengewehrfeuer Leutnant Frhr.von Nostitz. Leutnant Frhr. v. Hacke erledigt mit rasch gesammelten Leuten, was vom Feinde sich noch außerhalb des Dorfes befindet. An diesem kommt die Attacke der Eskadron im allgemeinen zum Stehen. Mehrere Leute umjagen jedoch Lagarde im Norden und dringen von Osten her in den Ort ein.
Die Eskadron Lilgenau sieht bald nach dem Anreiten vor sich im Getreide eine sehr dünne Kette feldgrauer Schützen - eigene Infanterie. Eine Gruppe hat sich um eine Bataillonsfahne zusammengeballt. Freudiges Hurra begrüßt die herangaloppierenden Ulanen. Dann überreitet die Schwadron zerstreut im Hafer auftauchende Franzosen, die soweit sie noch von ihrer Waffe Gebrauch machen und sich nicht mit aufgehobenen Händen ergeben, niedergestochen werden. Der rechte Flügel jagt durch die Zwischenräume feindlicher, von dem größten Teil ihrer Bedienung verlassener Geschütze, deren Bespannung, soweit nicht zusammengeschossen, sich nun, die Unruhe vermehrend, mit durchgehenden Pferden den Ulanen anschließt. Am Steilhang, der zur Straße Xures-Lagarde abfällt, werden die Reiter langsamer, kommen teilweise zum Halten. Als einer der ersten war Leutnant Freiherr von Syberg, einem aus unmittelbarer Nähe abgegebenen Schusse zum Opfer gefallen. Weder diesseits noch jenseits der im Tale sichtbaren staubigen, weißen Straße und des in greller Sonne glitzernden Spiegels des Rhein-Marne-Kanals ist in diesem Augenblick Gegner sichtbar.
Auch die Eskadron Wieser durchreitet eigene und feindliche Infanterie sowie nicht mehr feuernde Geschütze. Was vom Gegner noch standhält, wird kampfunfähig gemacht. Das Hurra der Ulanen tönt allmählich heiser und lang gezogen. Furchtbar gellt das Geschrei der Franzosen, denen die Lanzen der in vollem Lauf Ansprengenden durch den Körper fahren. Einzelne feindliche Schützen schießen im Stehen mit dem Kolben an der Hüfte, andere suchen wegzulaufen oder werfen sich zu Boden, um sich unmittelbar vor den Pferden davonzurollen. Dunkle, verstaubte Gesichter tauchen angst- oder wutverzerrt aus dem Getreide auf, blitzende Bajonette strecken sich den Pferden entgegen. Während einer Sekunde sieht man das Weiße im Auge des Gegners. Automatisch sticht die Lanze, haut der Säbel. Vom Führen und Geführtwerden ist schon lange nicht mehr die Rede; jeder jagt vorwärts so rasch sein Pferd zu laufen vermag. In einer Hohlwegartigen Mulde zwischen Hecken und Baumgruppen drängt die Eskadron den Steilhang hinunter bis an das gemauerte Ufer des Kanals. Dort erhält sie von überraschend am Südufer sichtbar werdenden, nach Südwesten zurückkehrenden Schützengruppen lebhaftes Feuer. Auch das dem schmalen Streifen zwischen Straße und Kanal fallen auf die nahe Entfernung verheerende Schüsse; zehn, zwanzig Reiter und Pferde wälzen sich in ihrem Blut. Leutnant Prieger stürzt, rafft sich aber sofort wieder auf, reißt den Revolver heraus, ergreift auch noch den eines gefallenen Unteroffiziers und feuert, ohne sich nach einer Deckung auch nur umzusehen, auf den nach einer Deckung liegenden Feind, bis er, zu Tode getroffen, niedersinkt. Die Eskadron sucht sich der üblen Lage durch Ausweichen nach rechts und links zu entziehen. Nur wenige wenden sich mit dem Vizewachtmeister Hummel gegen Westen, der größte Teil folgt, vermischt mit Leuten der Eskadron Freiherr von Lilgenau und 2. Ulanen, dem Rittmeister nach Osten. Erneut zeigen sich vor und seitwärts die Anstürmenden feindlichen Schützen, feuern auf wenige Schritte Entfernung. Wer von ihnen nicht niedergeritten wird, wirft das Gewehr weg, springt in den Kanal. Aus furchtverzerrtem Munde kommt flehend ein “Pardon camerade!”, ein “Vive l´Allemagne!” Nun aber gerät das infolge des Gefechtslärms, der Aufregung der Leute, der vielen ledigen, durchgehenden und verwundeten Pferde rasend gewordene Rudel der attackierenden Ulanen in ein Engnis zwischen dem Kanal, einer die Straße säumenden Mauer und der nördlich steil ansteigenden Höhe. Feindliche, hinter dem Mäuerchen verborgene Infanteristen feuern in die blind vorwärtsstürmende Masse der unwendsam gewordenen Pferde. Rittmeister Wieser, schon durch einen Schuß in den linken Unterarm verwundet, wird vom Sprengstück einer Granate getroffen und stürzt mit zerschmettertem Unterkiefer dicht am Eingang von Lagarde aus dem Sattel seines zusammengebrochenen Pferdes, das ihm im Todessturz noch das linke Bein abdrückt. Oberleutnant Graf Ingelheim kommt unter seinem nach vorne sich überschlagenden Braunen zu liegen. Ein paar Rippen sind wohl zum Teufel! Was tuts! Noch schlägt das Herz. Zum Glück pfeift die Mehrzahl der Geschosse hoch über die Tschapkas hinweg. Nun deckende Bäume, Hecken, Zäune, Häuser - Lagarde!
Da tackern Maschinengewehre vom Kirchturm. Ein Knäuel von etwa 30 Pferden kommt in die Garbe, stürzt über- und durcheinander, versperrt den Weg. Leutnant Graf von Stauffenberg verspürt einen heftigen Stoß im Rücken, reißt seinen stürzenden Charger inmitten schlagender Pferde, sich in Todesnot krümmender Menschen in die Höhe. Nun rieselt´s ihm warm vorn über den Leib; die Ulanka färbt sich braunrot. Noch ein paar Sätze, dann rollt er in den Graben, reißt den Rock auf: helles Blut, gemischt mit weißen Bläschen quillt aus der Wunde, zischend geht der Atem. “Hallo!” denkt der leidenschaftliche Jäger: “Lungenschuß! Halali!?” (Der anscheinend tödlich Verwundete wurde erstaunlich rasch wieder hergestellt und eilte sofort wieder ins Feld)
Über fallende, todwunde Menschen und Pferde geht weiter die wilde Jagd der noch im Sattel Befindlichen direkt hinein in den Feuer speienden Ort. Fast scheint es unmöglich, dass auch nur einer dem Verderben entginge. Allein die Franzosen hat panische Schrecken erfasst. Sie denken nur an die eigene Rettung, nicht an das Verderben des Gegners. Fliehend fallen sie unter die Hufe der Pferde. Eine ganze Anzahl ergibt sich dem Fähnrich Freiherrn v. Seefried, der, durch einen Streifschuß am Kopfe verwundet, einen Trupp gestürzter Ulanen gesammelt hat, um sich mit ihnen zu Fuß am Kampfe zu beteiligen.
Vergebens hatte General v. Redwitz versucht, die am Kanal sich Stauenden in den Rücken der in und bei Lagarde noch kämpfenden französischen Infanterie zu führen. Die Masse riß ihn mit sich fort. Sein Adjutant, Rittmeister Schoeninger, fällt ;ihm selbst durchbohren zwei Schüsse beide Hände, ein dritter die rechte Brust. Noch vermag er sich im Sattel zu halten, reißt seinen Fuchs kurz vor Lagarde mit dem Rufe: “Mir nach!” nach links in die Obstgärten. Da bäumt sich dieser plötzlich hoch auf und springt, zu Tode getroffen, in die Äste eines Baumes. Mit hartem Schlag stürzt der Schwerverwundete General zu Boden. - Langsam wird es ruhiger. Nur deutsche Granaten krepieren vereinzelt in der Nähe. Doch jetzt - ein brausendes Hurra! Aschaffenburger Jäger und Leute vom Regiment 131 stürzen aus Lagarde heraus. Wer noch von den Franzosen in den Gärten und Hecken sich verborgen hat, flieht dem Kanal zu. Aber die Jäger sind schneller. Bajonett und Kolben treten an Stelle der Lanzen. Mit lauten Geschrei: “Sauve qui pest!” laufen zuerst einzelne, dann Haufen von Franzosen an den kampfunfähig am Boden Liegenden vorbei. Bald darauf tönt von allen Seiten: “Deutschland, Deutschland über alles!” Da weiß General v. Redwitz, dass seine Ulanen siegreich gelöst haben.
11 Geschütze, mehrere Maschinengewehre, 1 Adler 1400 Gefangene blieben in den Händen der Sieger. Bei dem gefallenen französischen Brigadekommandeur Marailler wurde ein Armeebefehl gefunden, der wertvolle Aufschlüsse über den französischen Aufmarsch gab.
Die Kaiser-Ulanen bezahlten ihren Erfolg mit einem Verlust von 7 Offizieren, 151 Unteroffizieren und Ulanen, sowie 149 Pferden.
Jubelnd begrüßte Deutschland und vor allem Bayern den Sieg von Lagarde.

http://i34.tinypic.com/1zz6s7p.jpg

Horrido!

Nicole


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BeitragBeitrags-Nr.: 138398 | Verfasst am: 06.02.2008 - 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Übrigens wurde Rittmeister Philipp Rudolph Graf von Ingelheim für dieses Gefecht den höchsten preußischen Orden verliehen, den Pour le Mérite !

Siehe auch:

Geschichte des Königlich Bayerischen 1. Ulanen Regiment "Kaiser Wilhelm II. König von Preußen"

Hat jemand das genaue Verleihungsdatum? Das konnt ich bisher leider nicht eruieren Keine Ahnung

Winken

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BeitragBeitrags-Nr.: 138406 | Verfasst am: 06.02.2008 - 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
am Wochenende habe ich ein Buch der Aschaffenburger 2er Jäger bekommen.
Diese haben sich in diesem Gefecht wohl auch sehr hervorgetan. Später wurde sogar eine Kaserne in Aschaffenburg Lagarde-Kaserne benannt.
Ich werde heute Abend mal nachschlagen was in diesem Buch über den Einsatz steht.
Gruß Andreas
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BeitragBeitrags-Nr.: 138448 | Verfasst am: 06.02.2008 - 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Die Angabe auf obiger Webseite ist falsch,

Oberleutnant der Reserve Phillip Rudolf Graf von Ingelheim gen. Echter von und zu Mespelbrunn ist definitiv kein Träger des Pour le Mérite!

Winken

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BeitragBeitrags-Nr.: 138450 | Verfasst am: 06.02.2008 - 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hab mich schon gewundert, wieso dies nicht in meinem "Büchlein" erwähnt wurde.

"Die Farben uns mahnen, das Grün und das Rot; wir Königs-Ulanen sind treu bis zum Tod!" Gut gemacht!

Horrido!

Nicole
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BeitragBeitrags-Nr.: 138452 | Verfasst am: 06.02.2008 - 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ich frag mich nur, wie die auf sowas kamen...soviele PLMs sind ja nun nicht verliehen worden im 1.Wk.... Keine Ahnung

Winken

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BeitragBeitrags-Nr.: 138454 | Verfasst am: 06.02.2008 - 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hier mal was Praktisches für "uns" feldgraue Reiter:
"Gefecht gegen Maschinengewehre. Im Kampfe mit Maschinengewehren gilt der Grundsatz, ihnen möglichst geringe Kräfte gegenüberzustellen und ihre verheerende Wirkung nach Möglichkeit von den eigenen Reihen abzulenken. OFT WIRD EINE ESKADRON FÜR DIESEN ZWECK GENÜGEN. SIE ATTACKIERT EINGLIEDRIG. Oft wird nicht Zeit vorhanden sein, um noch mit einzelnen Zügen ausholende Bewegungen zu machen. Erlaubt es indessen die Gefechtslage, so wird Zugweise von mehreren Seiten angeritten."
(Frhr. v. Maltzahn, Handbuch für den EInjährig Freiwilligen der Kavallerie, Berlin 1913)

Winken

Horrido!

Nicole


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BeitragBeitrags-Nr.: 138461 | Verfasst am: 06.02.2008 - 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:
Ich frag mich nur, wie die auf sowas kamen...soviele PLMs sind ja nun nicht verliehen worden im 1.Wk.... Keine Ahnung

Vielleicht von Wikipedia, dort wird er auch als Pour le Mérite-Träger geführt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Reiterattacke_von_Lagarde

Um genau zu sein, wurde der Orden 687 mal im 1. Wk verliehen. Im Jahr 1914 nur 13 mal, davon gingen 10 an das Heer:

Gen. Inf. Hans Hartwig von Beseler
Gen. Otto von Emmich
Lt. Otto von der Linde
Gen. Lt. Karl Litzmann
Gen. Maj. Erich Ludendorff
Gen. August von Mackensen
Gen. Lt. Kurt von Morgen
Gen. Inf. Reinhard von Scheffer-Boyadel
Gen. Inf. Remus von Woyrsch
Gen. Hans von Zwehl


Gruß
Chris Winken
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BeitragBeitrags-Nr.: 138464 | Verfasst am: 06.02.2008 - 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, bei Wikipedia hab ich das heut Vormittag auch gelesen, aber sonst steht der Name als Pour le Mérite-Träger echt nirgendwo...

Horrido!

Nicole
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BeitragBeitrags-Nr.: 138465 | Verfasst am: 06.02.2008 - 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Was lehrt uns das? Zwinkern

Man sollte Wikipedia möglichst nicht als Quelle nutzen Idee

Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 138467 | Verfasst am: 06.02.2008 - 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Genau!

Da steht ja, daß die Attacke bei Lagarde die letzte Attacke deutscher Kavallerie war...
Was für ein Scheiß Krank Wer ist zuständig für den Wiki-Schmarn? Ärgerlich

Panzer

Horrido!

Nicole
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BeitragBeitrags-Nr.: 138488 | Verfasst am: 06.02.2008 - 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist damit?

World War I.

The Regiments served on the Western Front throughout the Great War, 1914-18. The 9th/12th Lancers now celebrate Mons/Moy Day annually, commemorating the last occasions on which both Regiments charged with the lance. The advent of the Great War witnessed Captain Francis Grenfell and a party of the 9th help to save the guns of 119 Battery Royal Field Artillery. He was awarded the Victoria Cross for ‘gallantry in action against unbroken infantry at Audregnies, Belgium on the 24th August, 1914, and for gallant conduct in assisting to save the guns of the 119th Battery Royal Field Artillery near Doubon the same day’. On the 7th September 1914 Lieutenant Colonel David Campbell led a charge of two troops of B Squadron of the 9th and overthrew a squadron of the 1st Guard Dragoons, the only lance versus lance action of the Great War, and on the 28th August C Squadron of the 12th made a most successful charge against the 1st Guard Dragoons supported by the fire of A and B Squadron, J Battery RHA and the Scots Greys. For the remainder of the War the Regiments fought as infantry in the trenches.

http://www.army.mod.uk/912lancers/history.htm

Gibt es von diesem Kampf (September 1914) auch einen deutschen Bericht?
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BeitragBeitrags-Nr.: 138511 | Verfasst am: 07.02.2008 - 09:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
gestern Abend habe ich mal ibn das Buch der 2er Jäger geschaut. Es wurde 1936 zum 20jährigen Jubiläum der Gründung des Alpenkorps, an dem die 2er Jäger auch beteiligt waren, gedruckt.
Die Bayerischen Ulanen werden zwar erwähnt, aber nicht namentlich. Einen Ausschnitt füge ich hier bei. Es sind noch mehrere Bericht einzelner Offiziere in diesem Buch abgedruckt, die ich aber erst sichten muss. Vielleicht finden sich hier noch weitetre Anhaltspunkte.
Gruß Andreas
http://i27.tinypic.com/2py9jsl.jpg
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 138512 | Verfasst am: 07.02.2008 - 09:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Gibt es von diesem Kampf (September 1914) auch einen deutschen Bericht?


Wie wäre es, wenn er, entsprechend den Regeln auch eine kurze deutsche Übersetzung anfügen würde? Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 138518 | Verfasst am: 07.02.2008 - 09:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann mich Jan-Hendrik nur anschließen... Leute, wenn ihr ausländische Texte einfügt, dann übersetzt sie doch bitte auch.

Horrido!

Nicole
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