Warum gewann die Sowjetunion den Krieg?
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Katukov
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BeitragBeitrags-Nr.: 139319 | Verfasst am: 12.02.2008 - 00:59    Titel: Warum gewann die Sowjetunion den Krieg? Antworten mit Zitat

Warum gewann eurer Meinung nach die Sowjetunion den Krieg?


Für mich sind diese 6 Hauptgründe ausschlaggebend:

- Aufbau einer riesigen Schwerindustrie in 20er/30er Jahren
- Erzeugung von absoluten Gehorsam durch den großen Terror
- Amerikanische Lend-Lease-Lieferungen (vor allem die Lebensmittel und LKW)
- gerechter Befreiungskrieg
- rücksichtslose Kampfführung (Kommissare)
- hohe Bevölkerungszahl

Edit: - totale Mobilisation der Bevölkerung (Frauenarbeit etc.)


Zuletzt bearbeitet von Katukov am 12.02.2008 - 09:55, insgesamt einmal bearbeitet
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 139324 | Verfasst am: 12.02.2008 - 01:46    Titel: Re: Warum gewann die Sowjetunion den Krieg? Antworten mit Zitat

Katukov hat Folgendes geschrieben:
Warum gewann eurer Meinung nach die Sowjetunion den Krieg?


Für mich sind diese 6 Hauptgründe ausschlaggebend:

- Aufbau einer riesigen Schwerindustrie in 20er/30er Jahren
- Erzeugung von absoluten Gehorsam durch den großen Terror
- Amerikanische Lend-Lease-Lieferungen (vor allem die Lebensmittel und LKW)
- gerechter Befreiungskrieg
- rücksichtslose Kampfführung (Kommissare)
- hohe Bevölkerungszahl


Wie passt den das zusammen? Grins
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Gardes du Corps
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BeitragBeitrags-Nr.: 139325 | Verfasst am: 12.02.2008 - 07:37    Titel: Antworten mit Zitat

Sie, die Bolschewisten, planten einen Krieg zur "Befreiung Europas vom Kapitalismus": "Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht!".

Alle Anstrengungen dazu begannen bereits in den 30-ern und wurden mit der Festlegung des Tag "M" für den Juli 1941, seit 1939 forciert.

Dazu bauten die Bolschewisten eine riesige Armee mit einer leistungsstarken militärisch industriellen und personellen Basis auf.
Die Bevölkerung wurde vollkommen in diese Ideologie und diese Politik einbezogen. Wer nicht mitmachte, wurde erschossen oder ging ins Gulag - viele auf Nimmerwiedersehen.

Im Juni 1941 standen sie angriffsbereit, um am 7. Juli zuzuschlagen.

Hier erkannte die Deutsche Reichsführung die große Gefahr für Deutschland und Europa. Hitler befahl den Aufmarsch und schickte seinen engsten Vertrauten nach England, um die Welt auf die Gefahr aus dem Osten aufmerksam zu machen, aber Churchill verstand es, dass ihn niemand hörte.

In diesen riesigen Aufmarsch der Bolschewiken stieß die Deutsche Wehrmacht und die mit ihr Verbündeten mit einem Präventivschlag!

Trotz der großen Verluste, die sie erlitt, konnte die Bolschewistische Armee nicht vernichtet werden. Trotz riesiger Raumgewinne, bei denen die Versorgungswege immer länger und die klimatischen und örtlichen Bedingungen immer schwieriger für die Deutsche Wehrmacht wurde, wuirde das Land nicht bezwungen
.
Dazu kam die Totalisierung des Krieges durch die Bolschewisten von Anfang an:
- Terror gegen die eigene Bevölkerung bei der Produktion von Rüstungsgütern und den Folgen der "verbrannten Erde"
- Terror gegen die Gefangenen, aber auch gegen die eigenen Soldaten
- Terror im Hinterland der Front, sowohl gegen die eigene Bevölkerung, als auch gegen die Wehrmacht

Weil es Stalin gelang, sich als "Unschuldslamm" darzustellen und weil den Briten das Wasser bis zum Hals stand, gelang es Roosevelt, diesen Krieg für seine Zwecke umzunutzen.

Mit allen Ressourcen, über die die restliche Welt verfügte, gelang es schließlich die Wehrmacht immer weiter zurück zu drängen, ihr große Verluste beizubringen und schließlich zur bedingungslosen Kapitulation zu zwingen.

Gleichzeitig wurde das Deutsche Reich besetzt, seiner Nationalen Souveränität beraubt und zu einem Vasallen der Großmächte degradiert.

Aber warum soll die Sowjetunion den Krieg gewonnen haben? Zugegebenermaßen hat sie den Ostfeldzug gewonnen, in dessen Ergebnis halb Europa kommunistisch unterjocht wurde.

Aber den Krieg?

Der Krieg begann 1914 und endete 1989 - dieser Krieg kennt nur Verlierer, aber nur einen Gewinner: - die USA.


Zuletzt bearbeitet von Gardes du Corps am 12.02.2008 - 09:22, insgesamt einmal bearbeitet
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 139327 | Verfasst am: 12.02.2008 - 08:21    Titel: Antworten mit Zitat

Faktoren Deutsches Reich:

- nicht vorhandene deutsche Gesamtstrategie
- nicht vorhandene deutsche Kriegsvorbereitung
- nicht vorhanden4 deutche Koordination mit seinen Verbündeten

Faktoren SU

- Westhilfe für die SU in Sachen Waffen/Rohstoffe/Lebensmittel
- rücksichtsloser Terror gegen die Bevölkerung
- rücksichtslose Vorbereitung auf den Krieg seit Beginn der 30er Jahre

-...und natürlich das Glücke, daß das Reich nebenbei noch einen Krieg gg. die halbe Welt führen mußte und so seine Ressourcen nur teilweise für den Krieg gg. die SU aufbieten konnte, während die SU im umgekehrten Sinne sich voll auf Deutschland konzentrieren konnte.

Meine Meinung

Jan-Hendrik
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*ALEX*
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BeitragBeitrags-Nr.: 139329 | Verfasst am: 12.02.2008 - 08:58    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
gerechter Befreiungskrieg


eine ur-kommunistische Phrase, hinter der nichts steckt. Was ist ein gerechter Befreiungskrieg?
Dtl vs Polen?
SU vs Finnland?
USA vs Irak (und umgekehrt)?

Ich frag mich, ob die "befreite" Bevölkerung in den Ostgebieten und Osteuropa allgemein den ru. Einmarsch als "gerechten Befreiungskrieg" angesehen haben...

Zitat:
Aufbau einer riesigen Schwerindustrie in 20er/30er Jahren


Auf Kosten der Leicht- und Lebensmittelindustire, was dazu führte, dass a, massenhaft Menschen verhungerten, und b, ohne westliche Hilfe eine Kriegsführung für längere Zeit unmöglich war. Panzer kann man bekannter Weise nicht essen...

Zitat:
Amerikanische Lend-Lease-Lieferungen (vor allem die Lebensmittel und LKW)


Dazu Fernmeldetechnik, Flieger, Rohstoffe, Munition, Bekleidung, Waffen, Schlepper, usw, usw, usw. Die USA rüstete praktisch die halbe RKKA aus.

Zitat:
hohe Bevölkerungszahl


Soooo unbedingt gross war die Bevölkerung auch wieder nicht...


Zu all dem kommt noch, dass deutscherseits vieles in den Sand gesetzt wurde. Es lohnt sich, die diversen Alternativen Feldzugsthreads da durchzusehen..


mfg

alex

PS: Katukow, ein guter Anfang. Wenn du noch bei der Diskussion mitmachst, wird noch was draus Gut gemacht!
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 139331 | Verfasst am: 12.02.2008 - 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

Die Frage ist doch: wie kann eine Macht, die maßgeblich am Ausbruch des 2.Wk aktiv beteiligt war einen "gerechten Befreiungskrieg" führen, wo sie doch von Anfang an ein Aggressor war? Grins

Winken

Jan-Hendrik
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Katukov
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BeitragBeitrags-Nr.: 139338 | Verfasst am: 12.02.2008 - 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:

Die Frage ist doch: wie kann eine Macht, die maßgeblich am Ausbruch des 2.Wk aktiv beteiligt war einen "gerechten Befreiungskrieg" führen, wo sie doch von Anfang an ein Aggressor war?


Die Russen wurden nun mal überfallen, also kämpften die russischen Soldaten im Bewußtsein einen gerechten Krieg gegen den Aggressor zu führen.
Der deutsche Soldat musste sich hingegen fragen was er eigentlich an der Wolga verloren hat.

*Alex* hat Folgendes geschrieben:
Auf Kosten der Leicht- und Lebensmittelindustire, was dazu führte, dass a, massenhaft Menschen verhungerten


Das ist interessant, bist du der Meinung den Holodomor gabs wegen dem Aufbau der Schwerindustrie?

*Alex* hat Folgendes geschrieben:
Dazu Fernmeldetechnik, Flieger, Rohstoffe, Munition, Bekleidung, Waffen, Schlepper, usw, usw, usw. Die USA rüstete praktisch die halbe RKKA aus.


Ich hab versucht nur die Hauptgründe zu nennen.
Die Lebensmittel find ich entscheidend, weil nach dem Verlust der Ukraine, sonst Millionen verhungert wären.


Gardes du Corps hat Folgendes geschrieben:
In diesen riesigen Aufmarsch der Bolschewiken stieß die Deutsche Wehrmacht und die mit ihr Verbündeten mit einem Präventivschlag!


Siehe hier: http://www.nfhdata.de/cgi-local/frame/in ... p;topic_id=125&mesg_id=489&page=
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 139339 | Verfasst am: 12.02.2008 - 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Russen wurden nun mal überfallen, also kämpften die russischen Soldaten im Bewußtsein einen gerechten Krieg gegen den Aggressor zu führen.
Der deutsche Soldat musste sich hingegen fragen was er eigentlich an der Wolga verloren hat.


Die SU ermöglichte mit dem Hitler-Stalin-Pakt überhaupt erst den Ausbruch der Feindseligkeiten, bis Sommer 1941 gerierte sich die SU durchgehend als imperialistischer Aggressorstaat Grins

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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 139342 | Verfasst am: 12.02.2008 - 10:08    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:

Die SU ermöglichte mit dem Hitler-Stalin-Pakt überhaupt erst den Ausbruch der Feindseligkeiten, bis Sommer 1941 gerierte sich die SU durchgehend als imperialistischer Aggressorstaat Grins


Dies spielte aber, meiner bescheidenen Meinung nach, angesichts der Verteidigung des eigenen Landes eine geringe Rolle, für die Kampfmotivation der Rotarmisten.
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BeitragBeitrags-Nr.: 139343 | Verfasst am: 12.02.2008 - 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Der Sowjetsoldat der Jahre 1941 und 42 kämpfte, weil ihm nichts anderes übrig blieb. Entweder, die Deutschen erschießen ihn - oder die eigenen ...

Dazu kam, dass er nicht wie ein heutiger Mensch sich Informationen aus der ganzen Welt zusammen suchen konnte. Er glaubte das, was ihm seine Vorgesetzten und Kommissare erzählten, weil er nichts anderes kannte.
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stefan w
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BeitragBeitrags-Nr.: 139345 | Verfasst am: 12.02.2008 - 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

@Katukov
Zitat:
Die Russen wurden nun mal überfallen, also kämpften die russischen Soldaten im Bewußtsein einen gerechten Krieg gegen den Aggressor zu führen.
stimmt nur eingeschränkt. Die Balten, Ukrainer, Kosaken, viele Kaukasier sahen sich nicht als "Russen".
Erst die mörderischer deutsche Besatzungspolitik ermöglichte es Stalin den "vaterländischen Krieg" auszurufen, bzw. führt die "russ." Völker in Stalins "Arme".
Ohne diese deutsche Politik wäre das Regime noch 1941 zusammengebrochen.

NmA hat die Frage nach "Befreiungkrieg - ja oder nein" nichts mit dem Verhalten der SU / RA ab 44 zu tun.

Zitat:
Der deutsche Soldat musste sich hingegen fragen was er eigentlich an der Wolga verloren hat.
gute Frage. Ein Beweise das der dte. Feldzug ein Eroberungskrieg war und Deutschland nur zufällig - sozusagen "aus-Versehen" - einen Präventivkrieg führte.

Lend-Lease-Lieferungen:
Militärisch entscheidend waren nmM die Lieferungen an LKW, Fernmeldemitteln.
Ohne die US-LKWs wären die sow. Frontdurchbrüche ohne Folgen gewesen da die RA kaum Möglichkeiten gehabt hätte weiterzustoßen.
Und ohne Fernmeldemittel gibts keine Führung.

Der Link zum "Nachrichtendienst für Historiker" ist ein schlechter Scherz. Die Seite
ist genauso "neutral" wie die Prawda, Knopp oder PI.

@GdC
Zitat:
Dazu kam, dass er nicht wie ein heutiger Mensch sich Informationen aus der ganzen Welt zusammen suchen konnte. Er glaubte das, was ihm seine Vorgesetzten und Kommissare erzählten, weil er nichts anderes kannte.
nicht anders als der deutsche Soldat.
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Stratege
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BeitragBeitrags-Nr.: 139347 | Verfasst am: 12.02.2008 - 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

gelöscht

Zuletzt bearbeitet von Stratege am 22.02.2010 - 17:48, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragBeitrags-Nr.: 139349 | Verfasst am: 12.02.2008 - 10:32    Titel: Antworten mit Zitat

stefan w hat Folgendes geschrieben:

@GdC
Zitat:
Dazu kam, dass er nicht wie ein heutiger Mensch sich Informationen aus der ganzen Welt zusammen suchen konnte. Er glaubte das, was ihm seine Vorgesetzten und Kommissare erzählten, weil er nichts anderes kannte.
nicht anders als der deutsche Soldat.


Die Deutschen hatten die Möglichkeit, ausländischen und neutralen Rundfunk abzuhören.

Ab 1939 hatten deutsche Soldaten auch durch die Besatzung von fremden Territoriums die Möglichkeit, andere Lebensweisen und Auffassungen kennen zu lernen. Aber auch die Bevölkerung durch zunehmenden Einsatz von Gefangenen in der Wirtschaft*

Die deutsche Presse und Propaganda bediente sich recht häufig ausländischer Meinungen und zog sehr häufig (besonders bei Katyn) Ausländer bewusst heran.

Die Masse der Deutschen war religiös und bekamen Informationen über ihre Pfarrer/Pastoren.

Auch aus diesem Grund unterschied sich die Lebensweise in der DDR deutlich von der in den anderen "sozialistischen Staaten" Europas, vielleicht mit Ausnahme Ungarns und ab 1982 Polens.

Die DDR-Bürger hatten Kontakt zu Westdeutschen über Brief, Besuche, Telefonate. Es gab Reisen und besuche, es gab TV und Radio (na gut, im Tal der Ahnungslosen nicht).

Noch heute glauben viele Russen, insbesondere die Älteren, dass die Glühlampe, das Radio und das Flugzeug russische Erfindungen seien.

@Stratege

Ich halte den Einsatz des Spions Sorge für nicht ganz so relevant. Anscheinend hat Stalin tatsächlich riesige Reserven an Menschen gehabt und zurück gehalten, die er nach dem Stoppen der Wehrmacht zum Gegenschlag bis zum Atlantik aufsparen wollte. Neben Sorge hatten die Russen und Alliierte sehr viele Zuträger aus dem Kreis der Deutschen, die aus Aversion mit der Person Hitler, als persönlicher Vergnatztheit aber auch aus finanziellen Gründen wichtige und wichtigste Geheimnisse verrieten.

der Hitler Stalin Pakt mitsamt Zusatzprotokoll soll schon wenige Minuten nach Unterzeichnung den Amerikanern bekannt gewesen sein.

Ich persönlich vermute sogar, dass die Masse der Zahlen und strategischen Einschätzungen über Russland bewusst oder unbewusst durch die Abwehr getürkt waren.


*auf dem Bauernhof meiner Großeltern in Thüringen arbeiteten sowohl polnische als auch französische Kriegsgefangene, später auch Russen. Da fand schon, wenn ich den Erzählungen glauben darf, auch ein kultureller und informativer Austausch statt.


Zuletzt bearbeitet von Gardes du Corps am 12.02.2008 - 10:39, insgesamt einmal bearbeitet
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Katukov
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BeitragBeitrags-Nr.: 139350 | Verfasst am: 12.02.2008 - 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Stratege hat Folgendes geschrieben:
der Verrat von Richard Sorge, der es Stalin erst ermöglicht hat, seine wintererprobten sibirischen Truppen vor Moskau zu einzusetzen


Dies ermöglichte nur die Gegenoffensive vor Moskau, die ich nicht für kriegsentscheidend halte.

Stratege hat Folgendes geschrieben:
Der Bombenkrieg gegen die deutsche Ölproduktion


Den gabs erst Ende 44.


Stratege hat Folgendes geschrieben:

Was Erzeugung von absoluten Gehorsam durch den großen Terror anbelangt, bin ich eher der Meinung, daß die SU trotz dieser Maßnahme gewonnen hat. Daß Stalin nicht gerade ein begnadeter Stratege war, dürfte wohl Allgemeingut sein?!


Ich glaube die Tschistka war als Kriegsvorbereitung notwendig, da sonst die Sowjetunion zusammengebrochen wäre. weil alle zu den Deutschen übergelaufen wären.
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stefan w
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BeitragBeitrags-Nr.: 139352 | Verfasst am: 12.02.2008 - 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Zitat:
Sonstige Gründe - Reihenfolge entsprechend der Wertigkeit - für die Niederlage sind m.E. darin zu suchen:
- Führen eines Vielfrontenkrieges auf deutscher Seite
- der extrem harte Winter 41/42 a.)
- der Verrat von Richard Sorge, der es Stalin erst ermöglicht hat, seine wintererprobten sibirischen Truppen vor Moskau zu einzusetzen
- Lend and Lease Abkommen
- mehrfache Strategiewechsel auf deutscher Seite
- rücksichtsloser Umgang der RA gegenüber ihren eigenen Soldaten b.)
- Der Bombenkrieg gegen die deutsche Ölproduktion


a.) auch ohne diesen sehr harten Winter war die deutsche Armee am Ende ihrer Kraft und die Versorgungslinien zusammengebrochen und gerade dabei das zu tun.

b.) Das rücksichtslose Verhalten der RA-Führung war eigentlich "gut" für die deutsche Seite, denn daraus resultierten fast permanente immense Verluste der RA. Daraus folgte daß die Rotarmisten, bevor sie genügend Kampferfahrung sammeln konnten vielen. Sie konnten ihre Kampferfahrung nicht in Waffenwirkung umsetzen.
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