Hitler...ein Feldherr?
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 139509 | Verfasst am: 12.02.2008 - 23:36    Titel: Hitler...ein Feldherr? Antworten mit Zitat

Aufgrund diverser Off-Topic-Diskussionen an anderer Stelle eröffne ich hier mal einen Thread zu dieser Fragestellung....Feuer frei Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik


Zuletzt bearbeitet von Jan-Hendrik am 01.04.2008 - 10:15, insgesamt einmal bearbeitet
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Katukov
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BeitragBeitrags-Nr.: 139514 | Verfasst am: 12.02.2008 - 23:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hitler war ein entscheidungsschwacher Diktator.
Er entschied lediglich zwischen konkurierrenden Entwürfen seiner Generäle.

Hab mal ein Interview mit dem Sohn Rommels gesehen, der erzählte das immer der Recht bekam der zuletzt die Klinke bei Hitler in der Hand hatte.

Das Hitler den Krieg vermasselt hat, ist eine Legende der Generäle die nicht zugeben wollten das sie den Krieg verloren haben.
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Gardes du Corps
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BeitragBeitrags-Nr.: 139524 | Verfasst am: 13.02.2008 - 08:23    Titel: Antworten mit Zitat

Katukov hat Folgendes geschrieben:
Hitler war ein entscheidungsschwacher Diktator.


na was nun, Diktator oder entscheidungsschwach? Beides geht ja nun wohl gar nicht!
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 139527 | Verfasst am: 13.02.2008 - 09:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das Hitler den Krieg vermasselt hat, ist eine Legende der Generäle die nicht zugeben wollten das sie den Krieg verloren haben.


Wieder ein Beweis für dein mangelndes Fachwissen auf dem Gbiet der Militärhistorie Zwinkern

Im Endeffekt hat er alle wichtigen Dinge vermasselt, schon in den Ansätzen, obs um evtl. Vorbereitungen, Planungen oder ums Politische ging. Er hat die nötigen subalternen Entscheidungsbefugnisse unter seinen Sartrappen hin- und hergeschoben, das es nur so eine Freude war...nur was konstruktives kam dabei selten raus.

Winken

Jan-Hendrik
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christitus
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BeitragBeitrags-Nr.: 139532 | Verfasst am: 13.02.2008 - 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Katukov hat Folgendes geschrieben:
Hitler war ein entscheidungsschwacher Diktator.

Also, das war er nun definitiv nicht. Bevor du weiter ahnungslos über Hitler schreibst, empfehle ich dir das Buch "Anmerkungen zu Hitler" von Sebastian Haffner zu lesen. Es ist zwar schon ein wenig älter (1978), vermittelt aber eine gute Übersicht zum Leben und Wirken Adolf Hitlers.

Gruß
Chris Winken
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sharN
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BeitragBeitrags-Nr.: 139533 | Verfasst am: 13.02.2008 - 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das Hitler den Krieg vermasselt hat, ist eine Legende der Generäle die nicht zugeben wollten das sie den Krieg verloren haben.


Bei allem Respekt Katukov, das halte ich für schlichtweg falsch. Die deutsche Generalität war mit abstand die beste im 2WK. Ihr einziges Problem war, dass sie es nie entscheidend gewagt hat gegen Hitlers militärische ( sinnlose ) Pläne, was zu unternehmen. Die, die es gewagt habe, wurden in die Führerreserve versetzt, oder einfach pensioniert. Paradebeispiel : Halder. Im Verlauf von Unternehmen Braunschweig, gab es täglich richtige Dispute mit Hitler, was es so davor nicht gegeben hat. Zum Beispiel, als Halder Hitler versucht hat zu erklären, dass man Frontverkürzungen im Rshewbogen erlauben müsse, um so Kräfte frei zu bekommen, war die Antwort Hitlers : "Generaloberst Halder, was erlauben Sie sich mir gegenüber für einen Ton! Sie wollen mir vorwerfen, ich verstünde die Front nicht? Ich verbitte mir das. Das ist unerhört."
Oder als Halder ihn Darauf aufmerksam machte, dass die sowjetische Panzerproduktion, jeden Monat 1200 T-34 fertig stellen könnte, fuhr Hitler ihn brüllend an : " Ich verbitte mir dieses idiotische Geschwätz."
Das passierte alles in einem kurzen Zeitraum zwischen dem 17. und 24.8.1942. Was dann passierte, wissen wir ja. Halder entlassen, Zeitler aus dem OB-Weststab rausgezogen und ihn zum neuen Generalsstabchef gemacht.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 139534 | Verfasst am: 13.02.2008 - 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Was dann passierte, wissen wir ja.


Jupp, ein paar Monate später wurde in der Büffelbewegung der Rshewer Bogen dann doch geräumt... Verrückt

Winken

Jan-Hendrik
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Stratege
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BeitragBeitrags-Nr.: 139535 | Verfasst am: 13.02.2008 - 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

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Zuletzt bearbeitet von Stratege am 22.02.2010 - 20:23, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 139536 | Verfasst am: 13.02.2008 - 10:43    Titel: Antworten mit Zitat

Kurzer Hinweis zum Thema Haltebefehl:

Der Haltebefehl: richtig oder falsch?

Zu Malta:

Malta im 2.Weltkrieg

Zahlen und Fakten zum Thema deutsches Afrika-Korps


Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 139540 | Verfasst am: 13.02.2008 - 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

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Zuletzt bearbeitet von Stratege am 22.02.2010 - 20:23, insgesamt einmal bearbeitet
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 139541 | Verfasst am: 13.02.2008 - 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo? Diese Anmerkungen sollen den geneigten (Mit-)Leser den Weg zu Hintergrundinformationen zur angesprochenen Thematik weisen...mußt nicht denken, das ich ausschließlich mit Dir kommuniziere Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 139542 | Verfasst am: 13.02.2008 - 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

gelöscht

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sharN
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BeitragBeitrags-Nr.: 139545 | Verfasst am: 13.02.2008 - 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

@ stratege :

Zitat:
Es gab sogar einen Vorfall, bei welchem Hitler, nachdem er in einer hartnäckigen Diskussion letztendlich nachgegeben hatte, zu seiner Umgebung gesagt hat: Meine Herren, so wünsche ich mir meine Generäle!


Das mag stimmen, aber du sagst ja selbst, das sowas eher die Seltenheit war. Viel häufiger hat die militärische Führung sich nicht getraut etwas zu sagen, bzw. wurden die schnell abgesetzt, die keine Ja-Sager waren.
Es mag auch stimmen, dass es einige Generale gab, die Hitler pesönlich auch vorgezogen hat ( v. Rundtsdet, Model etc. pp ), und ihnen mehr glauben geschenkt hat, als unpolitische Generale.
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 139546 | Verfasst am: 13.02.2008 - 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ich halte es da eher mit Joachim Fest, bekanntlich nun wahrlich keiner dem Sympathien für Hitler und den NS zugeschrieben werden können. Es dürfte wohl kaum überraschen, daß nach dem Krieg alle Fehler und Versäumnisse der dt. Generalität und der verlorene Krieg überhaupt allein dem toten Hitler angelastet wurden. Mit teils absurden Blüten. Sozusagen der Idealfall einer Legenden-und Mythenbildung und Reinwaschungskampagne der Generalität.

Joachim Fest über Adolf Hitlers Feldherrengeschick.
Auszug aus der Hitler-Biographie des Historikers Joachim Fest.


In der Tat waren es Erfolge ohne Beispiel. In drei Wochen hatte die Wehrmacht
Polen überrannt, in etwas mehr als zwei Monaten Norwegen, Dänemark, Hol-
land, Belgien, Luxemburg und Frankreich überwältigt, die Engländer auf ihre
Insel zurückgetrieben und die britische Kriegsflotte wirksam herausgefordert:
dies alles unter vergleichsweise geringfügigen Verlusten, denn den 27 000 Gefallenen, die der Westfeldzug auf deutscher Seite gekostet hatte; standen rund
135 000 Tote auf feindlicher Seite gegenüber. Gewiß lassen sich die Erfolge des
Feldzugs nicht lediglich dem persönlichen Feldherrnverdienst Hitlers zugute
halten, doch waren sie auch keineswegs nur das Ergebnis von Glück, Berater-
verstand oder gegnerischem Versagen. Die Bedeutung gepanzerter Verbände
war während der dreißiger Jahre auch in Frankreich und anderswo erkannt
worden, doch nur Hitler hatte die Folgerung daraus gezogen und, nicht ohne
Widerstände, die Wehrmacht mit zehn Panzerdivisionen ausgerüstet; weit
scharfsichtiger als seine in überkommenen Vorstellungen befangene Generali-
tät, hatte er Frankreichs Schwäche und demoralisierte Ohnmacht durchschaut,
und wie gering sein persönlicher Beitrag zum Feldzugsplan v. Mansteins auch
gewesen sein mag: er hatte unverzüglich dessen Bedeutung erfaßt und das
deutsche Operationskonzept danach umgestellt Überhaupt bewies er, minde-
stens zu dieser Zeit, einen Blick für unkonventionelle Möglichkeiten, der durch
seine autodidaktische Unbefangenheit noch geschärft wurde. Er hatte sich
lange und intensiv mit militärischer Fachliteratur beschäftigt, seine Nachttisch-
lektüre fast während der ganzen Dauer des Krieges bestand aus Flottenkalen-
dern und militärwissenschaftlichen Handbüchern. Aus seinem stupenden Ge-
dächtnis für kriegsgeschichtliche Theorien und militärtechnisches Detailwis-
sen machte er wirkungsvolle Auftritte: Die Sicherheit, mit der er Tonnagen,
Kaliber, Reichweiten oder Armierungen der verschiedensten Waffensysteme
hersagen konnte, hat häufig genug seine Umgebung verblüfft und verwirrt.
Gleichzeitig vermochte er diese Kenntnisse aber auch phantasievoll anzuwen-
den, er besaß einen durchdringenden Sinn für die Einsatz- und Wirkungsmög-
lichkeiten moderner Waffen, der gepaart war mit einem hohen Einfühlungs-
vermögen in die Psychologie des Gegners, und alle diese Eigenschaften kamen
in sicher gesetzten Überrumpelungseffekten, in der treffenden Voraussicht tak-
tischer Gegenzüge sowie im blitzartigen Erfassen günstiger Gelegenheiten
zum Ausdruck: Die Idee zum Handstreich gegen das Fort Eben Emael stammt
ebenso von ihm wie der Gedanke, die Sturzkampfbomber mit den verheerend
wirkenden Sirenen auszurüsten oder die Panzer, der Auffassung zahlreicher
Sachverständiger zum Trotz, mit langen Kanonen zu bestücken. Nicht ganz zu
Unrecht hat man ihn einen der »kenntnisreichsten und vielseitigsten militär-
technischen Spezialisten seiner Zeit« genannt, und sicherlich war er nicht nur
jener »kommandierende Korporal«, als den ihn vor allem die hochmütigen
Apologien eines Teils der deutschen Generalität später dargestellt haben.


Zuletzt bearbeitet von PIV am 13.02.2008 - 12:58, insgesamt 3-mal bearbeitet
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@ Stratege : Naja so auf anhieb fallen mir da Kreta und Stationierung der Panzergruppe West ein.
Rommel forderte die Eroberung Kretas, das OKH lehnte dies aufgrund der Verluste von Operation Merkur ab.
Rommel forderte auch die Stationierung der Panzertruppen in Front bzw. Küstennähe. Von Rundstedt und von Schweppenburg wollten sie aber lieber in den Wäldern von Fontainebleau verstecken. Hitler hat da eher Rundsted glauben geschenkt.
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