"Neue Dokumente" - neue Erkenntnisse ?
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Armin
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BeitragBeitrags-Nr.: 142584 | Verfasst am: 14.03.2008 - 16:20    Titel: "Neue Dokumente" - neue Erkenntnisse ? Antworten mit Zitat

Stalins Angriffspläne für den Westen

Neue Forschungen belegen: Nicht nur Hitler plante einen Angriffskrieg auf die Sowjetunion, auch Stalin und seine Genossen rüsteten früh auf zum Kampf gegen den Westen. Bei den Plänen der Sowjetunion für einen ideologisch bedingten Vernichtungskrieg soll Deutschland eine Schlüsselrolle gespielt haben.

Ganzer Artikel:
http://www.welt.de/politik/article1799869/Stalins_Angriffsplaene_fuer_den_Westen.html



Ein sehr interessanter Ausschnitt aus dem verlinkten Artikel:

Die ideologisch bedingte Expansion war nicht nur eines der Hauptmerkmale, sondern vielmehr das Hauptwesen des ersten kommunistischen Staates, den die Bolschewiken auf den Trümmern des russischen Zarenreiches errichtet hatten, und zugleich identitätsstiftende Grundlage des internationalen Kommunismus. Den Sieg der kommunistischen Revolution in Russland betrachteten die bolschewistischen Anführer als den ersten Schritt zur Weltrevolution, und sie meinten das sehr ernst. Die heute zugänglichen Quellen aus den russischen Archiven, die teilweise veröffentlicht sind, lassen keinen Zweifel darüber, allerdings sind diese im Westen wenig bekannt, geschweige denn rezipiert.

Diese Verweigerung gegenüber den historischen Fakten und Quellen ist zum einen durch ideologische und politische Verblendung zu erklären, zum anderen wohl durch die Angst, dies würde den deutschen Vernichtungskrieg gegen die UdSSR relativieren. Ob jedoch dies die Verfälschung der historischen Fakten rechtfertigt, ist stark zu bezweifeln. Mit wissenschaftlichen Grundsätzen ist das auf jeden Fall nicht vereinbar.




Armin
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Katukov
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BeitragBeitrags-Nr.: 142595 | Verfasst am: 14.03.2008 - 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Stalin hatte bestimmt agressive Absichten.
Er wusste das er angegriffen wird, diesen Angriff wollte er abwehren um dann unter dem Deckmantel eines gerechten Krieges, Deutschland bolschewisieren.


Zitat:
Anfang 1930 ließ Stalin auch die Zwangskollektivierung entscheidend beschleunigen und zugleich einen Vernichtungsfeldzug gegen die Bauern beginnen, um den breiten Widerstand gegen die Kollektivierung zu brechen. Es ging darum, sich uneingeschränkten Zugriff auf die bäuerlichen Erträge zu sichern, um damit die gigantische Aufrüstung zu finanzieren.


Ich könnte mir auch vorstellen das die Hungersnot mit der Industrialisierung zusammenhängt.
Wenn Musial dazu Fakten bringt, werde ich mir das Buch zulegen.
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Reiter
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BeitragBeitrags-Nr.: 142598 | Verfasst am: 14.03.2008 - 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ach, deswegen hat er schon Anfang der 30er Jahre begonnen eine Invasionsarmee aufzurüsten und seine Industrie voll auf Krieg auszulegen Verrückt



Nicole


Zuletzt bearbeitet von Reiter am 20.03.2010 - 17:37, insgesamt einmal bearbeitet
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Katukov
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BeitragBeitrags-Nr.: 142601 | Verfasst am: 14.03.2008 - 17:19    Titel: Antworten mit Zitat

Reiter hat Folgendes geschrieben:
Ach, deswegen hat er schon Anfang der 30er Jahre begonnen eine Invasionsarmee aufzurüsten und seine Industrie voll auf Krieg auszulegen Verrückt


Du musst die Kommunisten verstehen, für Kommunisten ergibt sich zwingend aus der Theorie des Klassenkampfs, das die Kapitalisten aller Länder nichts unversucht lassen würden, den Sozialismus zu zerstören.
Sie erwarteten den konterrevoluttionären Krieg des "Klassenfeinds", dafür haben sie gerüstet.
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Stratege
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BeitragBeitrags-Nr.: 142602 | Verfasst am: 14.03.2008 - 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

gelöscht

Zuletzt bearbeitet von Stratege am 22.02.2010 - 19:05, insgesamt einmal bearbeitet
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 142603 | Verfasst am: 14.03.2008 - 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Das hat mit lernfähig wohl weniger zu tun, an den Fakten kommt auch ein Katukov dann letztendlich nicht vorbei. Denn das was Katukov schreibt war bis in die 20-iger offizielle Doktrin und Politik der leninschen These von der Entfachung und Vollendung der Weltrevolution auch mit milit. Mitteln. Deshalb verstehe ich die Aufregung um diese angebliche "Neuerung" auch nicht, denn dieses geplante Hineintragen der Weltrevolution ins Herz Europas lief ja ganz offen 1920 ab und wurde von den Polen zum Glück vor Warschau verhindert.

Also wieder einmal viel Getrampel um nichts. Aber so ist es eben, Nazis und Hitler sells ever, und wenn die beiden mal nicht können, dann sells Stalin too. Zwinkern


Zuletzt bearbeitet von PIV am 14.03.2008 - 18:52, insgesamt einmal bearbeitet
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 142609 | Verfasst am: 14.03.2008 - 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, laut offiziöser BRD-Geschichtsschreibung überfiel doch die Wehrmacht nebst Verbündeten eine völlig überraschte, unvorbereitete UDSSR... Zwinkern

Und jeder, der das Gegenteil zu behaupten wagte, der war Reaktionär, Nazi-Apologet, Revisionist oder ähnliches Haarsträubend

Winken

Jan-Hendrik
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 142610 | Verfasst am: 14.03.2008 - 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Und jeder, der das Gegenteil zu behaupten wagte, der war Reaktionär, Nazi-Apologet, Revisionist oder ähnliches

Ist doch heute eigentlich immer noch so, J-H. Ich kenne so wie Du auch eine ganze Reihe von Historikern die natürlich vor allem im pc-Sprachgebrauch eines sind, Revisionisten. Zwinkern
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 142614 | Verfasst am: 14.03.2008 - 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, das Märchen von der friedliebenden SU glaubt aber in interessierten Kreisen kaum noch jemand Zwinkern

Da hat schon ein Lernprozess eingesetzt, der auch nicht durch zigfaches herunterbeten des Mantras mehr gestoppt werden kann Idee

Winken

Jan-Hendrik
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 142617 | Verfasst am: 14.03.2008 - 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zumindest kann man das Thema nicht mehr einfach so wegwischen. Aber verschweigen natürlich, bei Knopp z. B. oder im Schulunterricht, also in der "offiziellen Geschichtsschreibung"hört man dazu ja nichts. Oder eben die jeweiligen Historiker verunglimpfen und versuchen zu diskreditieren. Als Revisionisten eben. Zwinkern

Bleiben nur die interessierten Kreise.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 142619 | Verfasst am: 14.03.2008 - 19:11    Titel: Antworten mit Zitat

Dafür gibts ja inzwischen das Internetz Zwinkern

Die beste Waffe gegen allzu penetrante Volksverknoppung Gut gemacht!

Winken

Jan-Hendrik
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stefan w
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BeitragBeitrags-Nr.: 142650 | Verfasst am: 14.03.2008 - 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bernd
Zitat:
denn dieses geplante Hineintragen der Weltrevolution ins Herz Europas lief ja ganz offen 1920 ab und wurde von den Polen zum Glück vor Warschau verhindert.

Allerdings hat Polen wohl zuerst die SU angegriffen und wurde zurückgeschlagen.
Ob man also diesen SU-Vorstoß als "Hineintragen der Weltrevolution" bezeichnen kann wage ich doch mal zu bezweifeln.

grüße
st
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 142654 | Verfasst am: 14.03.2008 - 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo stefan, ich denke die Grenzstreitigkeiten zwischen Polen und der SU nach dem 1.WK haben nichts mit den ideolog. Zielen der Bolschewisten in Sowjetrußland zu tun. Ob man nun selbst zuerst angreift oder diese Ziele im Gegenzug erreichen möchte spielt da nicht die entscheidende Rolle. Das Vorhaben der Anzettelung der Weltrevolution und dafür gerade die unruhigen und teils revolutionären Zeiten in den Ländern Europas zu nutzen war kein Geheimnis der bolschewistischen Führung. Es war meines Wissens seitens der RA jedenfalls nicht geplant 1920 nach einem Sieg gegen die Polen in Warschau stehenzubleiben.

Bestes Bsp. wie erneut versucht wurde dieses Ziel umzusetzen ist da ja auch der 2.WK, in dem die Sowjets natürlich ihr Herrschaftssystem und ihren ideologischen Einfluß auf die "befreiten"/eroberten und besetzten Länder Osteutropas ausdehnten und den Krieg für diese Ziele nutzten.
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Katukov
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BeitragBeitrags-Nr.: 142664 | Verfasst am: 15.03.2008 - 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Für die Sowjetunion war die Befürchtung einer Wiederholung des Interventionskrieges das Urtrauma, dafür rüstete sie gewaltig auf.

Zuletzt bearbeitet von Katukov am 07.04.2016 - 09:05, insgesamt einmal bearbeitet
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 142666 | Verfasst am: 15.03.2008 - 00:21    Titel: Antworten mit Zitat

Katukov hat Folgendes geschrieben:
Für die Sowjetunion war die Befürchtung einer Wiederholung des Interventionskrieges das Urtrauma, dafür rüstete sie gewaltig auf.


Hat aber mit dem Thema nichts zu tun. Der Vorstoß nach Westen im Verlauf des poln.-russ. Krieges fand übrigens noch im Verlauf des Bürgerkrieges statt. Und natürlich wurde mit der milit. völlig unwichtigen ausl. Interbention ein weiterer Mythos der Sowjets geschaffen. Die Hauptgefahr für die Sowjetmacht stellten die dt. Besetzung großer Teile des Landes und vor allem die vielen innerussischen Versuche der Gegenrevolution und der antibolschewistischen Aufstände dar.

Hier hat sich anscheinend jemand wirklich viel Arbeit gemacht. Gute Infos dazu.

http://de.wikipedia.org/wiki/Russischer_B%C3%BCrgerkrieg

Aber die armen Sowjets litten ja schon immer an "Urängsten" mit denen sie dann Aufrüstung, Terror und Expansion begründeten. So wie das von Katukov genannte für die größte Aufrüstung seit Menschengedenken herhalten mußte, so mußte dann später nach dem 2.WK das sog. Urtraumata eines erneuten "heimtückischen Überfalles" eines Agressors für die Schaffung und Besetzung einer Pufferzone in Europa herhalten. Verrückt

Und so halten sich dann bei einigen solche Mythen bis heute, die an sich gar keine sind, sondern handfeste Lügen und Geschichtsverdrehungen.
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