Widerstand im Ostblock nach dem Mai 1945
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 146372 | Verfasst am: 26.04.2008 - 14:27    Titel: Widerstand im Ostblock nach dem Mai 1945 Antworten mit Zitat

Nicoles Frage in diesem Thread bringt mich auf die Idee, auch mal eine Thread zum Widerstand in den von der Roten Armee besetzten Gebieten nach dem Mai 1945 zu starten. Hier kann alles hierzu zusammengetragen werden.

Der Widerstand im Baltikum wurde ja anfangs von den Briten geheimdienstlich unterstützt, die Ukrainer kämpften im Dreiländereck Polen-Ukraine-Ungarn bis Anfang der 50er für ihre Freihiet.

Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 146374 | Verfasst am: 26.04.2008 - 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hier nochmal meine Infos zu den Kämpfern in Mähren/Slowakei:

Es soll sich um eine Gruppierung aus ukrainischen Nationalisten und allen möglichen ehemaligen freiwilligen Kämpfer auf deutscher Seiten handeln, vorallem der SS-Division Galizien.

Es gab da so eine Kämpfe in Polen, Ukraine, der Slowakei und Mähren.
Bis zum August 1947 sollen sich Gruppen im mährischen Gebiet und in den slowakischen Bergen aufgehalten haben. Kleidung, Vorräte an Lebensmitteln wurden geraubt, Waffen waren noch vorhanden.
Der Plan war es wohl mit den Kämpfen so lange fort zu fahren, bis ein weiterer Krieg entfacht und die Grenzen neu gezogen werden.

Hey, so was wie ein Freikorps, was? Zwinkern

Horrido!

Nicole
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 146419 | Verfasst am: 27.04.2008 - 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

Für viele war es wohl die einzige Möglichkeit, weiter aktiv für die Unabhängigkeit der Ukaine zu kämpfen, was ich persönlich sehr gut verstehen kann. Im polnisch-sowjetischen Krieg hats net geklappt, man wurde stattdessen verbolschewisiert, als die Wehrmacht 1941 kam hoffte man wieder auf Unabhängigkeit, wurde auch nichts, dank der "geschickten" Politik im Lande..

Hab noch

diesen Artikel gefunden, aber da gehts hauptsächlich um die heutige Rezeption der UPA in der Ukraine.

Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 146423 | Verfasst am: 27.04.2008 - 12:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hier mal kurz ein Link zu den sog. "Waldbrüdern" im Baltikum. Widerstand auch bis Anfang der 50-iger Jahre. Zwar wiki, aber scheint zumindest zur Erstinformation passabel. Im Buch über die europäischen Freiwilligen in der Waffen-SS sind auch namentlich ehemalige hochdekorierte baltische Soldaten und Offz. benannt, die nach dem Krieg in ihrer Heimat weiterkämpften.

http://de.wikipedia.org/wiki/Waldbr%C3%BCder
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 180986 | Verfasst am: 05.02.2010 - 08:12    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die zähe Guerilla in den Wäldern Litauens
Bis in die fünfziger Jahre führten die Sowjets einen bis heute wenig bekannten blutigen Partisanenkampf in den „befreiten“ Westgebieten
Christian Nekvedavicius

Unter den früheren Widerstandsgruppen des sowjetisch besetzten Osteuropas war zwar die ukrainische UPA der Zahl und Bewaffnung nach die stärkste, über die straffste Organisation jedoch verfügte die Vereinigte demokratische Widerstandsbewegung Litauens. Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit gewesen. Dem Außenstehenden erscheint eine Widerstandsbewegung stets als ein geschlossener, einheitlich gelenkter Organismus. In Wahrheit ist ein solcher Zustand unter den Bedingungen der Illegalität und der ständigen Verfolgung unendlich schwer zu erreichen. Die Litauer haben dieses Wunder nach dreijähriger Aufbauarbeit 1947 verwirklicht.

Die Leitung ihrer Widerstandsbewegung lag in den Händen des Obersten Komitees für die Befreiung Litauens, dessen auswärtige Delegation mit dem Sitz in den USA gleichzeitig die litauischen Emigranten vertrat. Innerhalb der Bewegung bildeten die „Freiheitskämpfer“ unter dem Oberkommando der bewaffneten Guerillastreitkräfte die aktive Truppe, deren Stärke, ursprünglich etwa 50.000 Kämpfer, noch Ende 1948 auf 20.000 Mann geschätzt wurde. Sie war in Bezirks- und Gruppenkommandos untergliedert und verfügte sogar über eigene Militär- und Standgerichtsbarkeit. Es war, als sei das vom eigenen Heereschef General Vincas Vitkauskas am 15. Juni 1940 an die Rote Armee verratene litauische Heer in den Wäldern wiedererstanden, in den traditionellen Uniformen, gut bewaffnet und diszipliniert.


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Winken

Jan-Hendrik
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Andre
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BeitragBeitrags-Nr.: 180994 | Verfasst am: 05.02.2010 - 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich hörte man kann Patenschaften für ehem. Waldbrüder im Baltikum übernehmen. Ein Mitglied der Vereinigung des III. (germ.) Korps erzählte mir vor einigen Jahren davon.

Gruß
Andre
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Eierhals
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BeitragBeitrags-Nr.: 202063 | Verfasst am: 30.05.2013 - 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

Wobei bei dem Thema sicher auch ein Blick auf die Geschichte der Entwicklung angebracht ist.
Schauen wir mal in die Ukraine.

Mir fallen da Namen wie Stepan Bandera und Organisationen wie die OUN ein, aus der später die UPA wurde. Die OUN war schon vor dem Einmarsch der Wehrmacht in der Sowjetunion aktiv.
Bandera wurde 1959 in München bei einem Mordanschlag getötet. Im gleichen Zeitraum zersplitterte die UPA in kleiner Banden.

Dieses "Brigantentum" wie es im offiziellen Sprachgebrauch in der Sowjetunion bezeichnet wurde, war sicher auch ein Auslöser für die Änderung der Munition bei den Handfeuerwaffen in der Sowjetunion nach 1945.

Man denke da beispielsweise an Waffen wie die PPS41, oder bei den Pistolen an die TT33, die massenhaft im Kriege verwendet überall verfügbar waren, für die es aber nach dem Wechsel auf die Kalaschnikow Kurzpatrone und der Einführung des 9mm Kalibers bei der Makarov nunmehr nach und nach keine Munition mehr zu beschaffen und erbeuten gab .
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