Das Heydrich-Attentat- Vorgeschichte und Folgen
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 154340 | Verfasst am: 27.07.2008 - 18:35    Titel: Antworten mit Zitat

Mit Verlaub gesagt, die Einleitung des ersten Verweises dünkt ein wenig merkwürdig...

Zitat:
Bislang gibt es keine wissenschaftlich fundierte Biografie.


Ähm, sollte dem Schreiber evtl. die hervorragende Heydrich-Biographie der Herren Schulz und Dr.Zinke in Band 2 unbekannt sein? Ich kannte Selbige im Juli 2007 bereits Zwinkern

Für den geneigten Leser: ich spiele hier drauf an Idee

Winken

Jan-Hendrik


Zuletzt bearbeitet von Jan-Hendrik am 27.07.2008 - 18:48, insgesamt einmal bearbeitet
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eisenhans
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BeitragBeitrags-Nr.: 154341 | Verfasst am: 27.07.2008 - 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

gelöscht

Zuletzt bearbeitet von eisenhans am 31.07.2008 - 00:21, insgesamt einmal bearbeitet
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Fred
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BeitragBeitrags-Nr.: 154342 | Verfasst am: 27.07.2008 - 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muß hier mal Oliver unterstützen.
Haydrich war letztendlich verantwortlich für die Lösung der Judenfrage, er hat hier mehr als 100 % gegeben. Allerdings war er nur ein Werkzeug bestimmter Kreise.
So ist es richtig das Göring für die Beauftragung zeichnete, immerhin war er "Der Beauftragte für den Vierjahresplan"
Dies belegt eine Abschrift an den Reichsminister des Innern vom 24. Januar 1939.

Zitat: "Im Reichsministerium des Innern wird aus Vertretern der beteiligten Dienststellen eine Reichszentrale für die jüdische Auswanderung gebildet.
..............................................
...........................
..........
Die Leitung der Reichszentrale übernimmt der Chef der Sicherheitspolizei. Er bestimmt den Geschäftsführer und regelt die Geschäftsführung der Reichszentrale.
Über die Arbeit der Reichszentrale ist mir laufend zu berichten. Vor grundsätzlichen Massnahmen ist meine Entscheidung einzuholen.

Gez. Göring "

Zitat Ende

Diese Abschrift liegt mir vor und kann auf Wunsch hier eingestellt werden.

Für mich ein weiteres Zeugnis das Haydrich ein willfähiges Werkzeug war ist ein Schreiben mit der Überschrift

"Wünsche und Ideen des Auswärtigen Amts zu der vorgesehenen Gesamtlösung der Judenfrage in Europa"

Um Haydrich's Aktivitäten in Böhmen-Mähren richtig einschätzen zu können wäre hier seine Stellungnahme zu einer Denkschrift von Staatssekretär Dr. Frank "Über die zukünftige Gestaltung des böhmisch-mährischen Raumes" von Interesse. Leider konnte ich bis jetzt weder Haydrich's Stellungnahme noch die genannte Denkschrift auftreiben.

Ohne kongret zu wissen was im einzelnen geplant war sind alle Mutmaßungen Spekulation.
Eins ist jedoch Fakt, es ging um die Abschiebung aller im "Deutschen Reich" ansässigen Juden deutscher Staatsangehörigkeit unter Einbeziehung der Kroatischen, slovakischen und rumänischen Juden nach dem Osten.

Fred
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 154347 | Verfasst am: 27.07.2008 - 20:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Um Haydrich's Aktivitäten in Böhmen-Mähren richtig einschätzen zu können wäre hier seine Stellungnahme zu einer Denkschrift von Staatssekretär Dr. Frank "Über die zukünftige Gestaltung des böhmisch-mährischen Raumes" von Interesse. Leider konnte ich bis jetzt weder Haydrich's Stellungnahme noch die genannte Denkschrift auftreiben.


Das wäre natürlich mehr als nur interessant Lachen

Winken

Jan-Hendrik
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eisenhans
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BeitragBeitrags-Nr.: 154350 | Verfasst am: 27.07.2008 - 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

gelöscht

Zuletzt bearbeitet von eisenhans am 31.07.2008 - 00:13, insgesamt einmal bearbeitet
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Fred
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BeitragBeitrags-Nr.: 154362 | Verfasst am: 27.07.2008 - 21:33    Titel: Antworten mit Zitat

Oh, danke Oliver, ist gespeichert. Gut gemacht!
Das werde ich mir mal in Ruhe durcharbeiten, allerdings ist die Denkschrift das eine, abrunden würden die Sache noch die Randnotizen von Heydrich als Stellungnahme denn ich denke seine Gedanken hierzu sind von Bedeutung.

So hat Heydrich zum Beispiel in einem Schreiben vom 20. September 1940
an das Auswärtige Amt z.Hd. SA-Standartenführer Gesandther Luther, betreffs "Maßnahmen gegen Juden im besetzten Frankreich" geantwortet:Zitat " Gegen die Durchführung der von Herrn Botschafter Abetz im besetzten Frankreich geplanten Maßnahmen gegen die Juden"

,es folgt die Aufzählung der Maßnahmen,

"habe ich keine Bedenken und bin auch mit der Durchführung dieser Maßnahmen durch die französischen Behörden einverstanden."

Zitat Ende.

Allerdings hat sich Hedrich hier vorbehalten die Übernahme der Kontrolle dieser Maßnahmen durch das Kommando der Sicherheitspolizei sicherzustellen.

Das sagt mir zwei Dinge, zum einen war die Planung der Endlösung nicht auf seinem Mist gewachsen, allerdings hat er zum zweiten, die Lösung und somit Durchführung überproportional durchgezogen.

Fred
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BeitragBeitrags-Nr.: 154424 | Verfasst am: 28.07.2008 - 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

stefan w hat Folgendes geschrieben:
Das die deutschen und europäischen Juden ERST vertrieben oder ausgesiedelt werden sollten ist doch sicherlich bekannt. Als "Aufnahmeland" war von deutscher Seite Madagaskar angedacht. Welch weltfremder Gedanke kann man da nur sagen.
Da sich dieses nicht verwirklichen ließ (wie denn auch) war der nächste Schritt die Planung der Endlösung.


Was ist daran weltfremd? Viel weltfremder ist der Gedanke sie in Palästina anzusiedeln, das stark besiedelt war! Wie sollte er auch verwirklicht werden, da ja kein Staat der Erde sich als Garantiemacht ausgeben wollte, geschweige Juden aufnehmen wollte.Es blieb also nur Vertreibung (keiner wollte sie aufnehmen) oder Vernichtung, wie übrigens in der Geschichte der Menschheit zigmal passiert.
Letztendlich gibt es auch nicht viel zu debattieren, Vernichtung bedeutet Völkermord und Heydrich war an "vorderster Front" beteiligt!
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stefan w
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BeitragBeitrags-Nr.: 154433 | Verfasst am: 28.07.2008 - 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

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Was ist daran weltfremd?
Du beantwortest deine Frage selbst.
Gut gemacht!

sonst - sehe ich ebenso
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Gardes du Corps
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BeitragBeitrags-Nr.: 154434 | Verfasst am: 28.07.2008 - 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

die Idee mit der Aussiedlung nach Madagaskar stammt gar nicht von Deutschland - sondern aus Frankreich, dem sich Polen anschloss.

Als Frankreich besiegt war, wurde diese Idee von den Franzosen übernommen, liess sich aber nicht realisieren, weil die Briten inzwischen die Seewege beherrschten.

Die Zionisten in Deutschland strebten eine Übersiedlung nach Palästina an. Dazu gab es sehr enge Zusammenarbeiten zwischen Mossad und Gestapo - unter anderem in der Herstellung von gefälschten Pässen im KL Oranienburg (Sachsenhausen), Transfer von Leistungen (Haavara-Ankommen u.a.) und Geldern, auch in Form in Sachsenhausen gefälschter Pfundnoten

Wie viele genau diesen Weg anfangs über den Balkan, und als auch der brannte per Schiff, nahmen, wird sch wohl aus verständlichen Gründen nicht mehr feststellen lassen.

Es gibt einen Film darüber, der diese "Besiedelung" beschreibt. Ich glaube er hiess: "Das Schwert in der Wüste"
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 154438 | Verfasst am: 28.07.2008 - 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn das noch weiter vom eigentlichen Threadthema weggeht sehe ich mich gezwungen hier mal gründlich durchzufegen. Klar?

Winken

Jan-Hendrik
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eisenhans
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BeitragBeitrags-Nr.: 154454 | Verfasst am: 28.07.2008 - 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

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Zuletzt bearbeitet von eisenhans am 31.07.2008 - 00:11, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragBeitrags-Nr.: 154456 | Verfasst am: 28.07.2008 - 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Sagt mal, merkt Ihr es noch? Ihr verfehlt total das Thema!

Dieser Thread wurde basierend/ergänzend zu den beiden Tschechei-Threads in "Militärische Operationen" eröffnet, aus der Frage heraus, wie Heydrich im Protektorat gewirkt hat, bzw. welche Auswirkungen das für das Tschechische Volk hatte und was die Gründe für die Tschechische Exilregierung waren, Heydrich beseitigen zu lassen.

Nochmal - Erstens: das Schicksal der Juden war nur so wichtig, als das sie sich zur Tschechoslowakei bekannten, Zweitens: in der böhmisch-mährischen Bevölkerung gab es nur einen geringen Anteil jüdischer Bürger, Drittens: eröffnet doch einen extra Thread zu Heydrich und dem Holocaust

Meine Meinung

Nicole
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eisenhans
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BeitragBeitrags-Nr.: 154462 | Verfasst am: 28.07.2008 - 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

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Zuletzt bearbeitet von eisenhans am 31.07.2008 - 00:12, insgesamt einmal bearbeitet
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eisenhans
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BeitragBeitrags-Nr.: 154467 | Verfasst am: 28.07.2008 - 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

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Zuletzt bearbeitet von eisenhans am 31.07.2008 - 00:10, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 154471 | Verfasst am: 29.07.2008 - 02:02    Titel: Antworten mit Zitat

Gardes du Corps hat Folgendes geschrieben:
Dazu gab es sehr enge Zusammenarbeiten zwischen Mossad und Gestapo...


Puhh, der Mossad wurde am erst am 1. September 1951 offiziell gegründet... Grins
Oder habsch was verpasst?

Gardes du Corps hat Folgendes geschrieben:
- unter anderem in der Herstellung von gefälschten Pässen im KL Oranienburg (Sachsenhausen), Transfer von Leistungen (Haavara-Ankommen u.a.) und Geldern, auch in Form in Sachsenhausen gefälschter Pfundnoten


Operation "Bernhard" hatte zwar diese Aufgaben, allerdings mit doch etwas anderer Zielsetzung... Winken
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