Gewehrgranatgerät
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GGG
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BeitragBeitrags-Nr.: 161110 | Verfasst am: 11.10.2008 - 16:27    Titel: Gewehrgranatgerät Antworten mit Zitat

Hallo allerseits,

nachdem ich bislang auf eine Frage zum frühen Gewehrgranatgerät noch immer keine befriedigende Antwort finden konnte, möchte ich hier mal fragen.

Die ganz frühen Geräte hatten in der Klemm-Montage die auf dem Foto erkennbaren spiralförmigen Rillen. Im ersten Moment mag man denken, daß die Klemm-Montage dadurch besser festsitzt ... aber der Gewehrlauf ist nunmal nicht weich. So eine Riffelung oder Spiralen bringen doch beim Festklemmen von Metall auf Metall nichts - oder?

Diese Rillen wurden schon bald wieder weggelassen, da sie wohl keinen Nutzen brachten. Nur die Japaner haben unser frühes Gerät kopiert und somit auch die Rillen bis Kriegsende an den Kopien angebracht.

Mich würde einfach interessieren, was der Sinn dieser Rillen gewesen ist.
Vielleicht hat ja jemand eine Idee.

Danke und viele Grüße
Michael

http://i36.tinypic.com/s6kspe.jpg
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christitus
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BeitragBeitrags-Nr.: 161123 | Verfasst am: 11.10.2008 - 18:12    Titel: Re: Gewehrgranatgerät Antworten mit Zitat

GGG hat Folgendes geschrieben:
Im ersten Moment mag man denken, daß die Klemm-Montage dadurch besser festsitzt ... aber der Gewehrlauf ist nunmal nicht weich.

Ich denke mal, das man sich dadurch eben diesen besseren Sitz erhofft hat, da es keine durchgehende glatte Fläche bildet. Der erhoffte Erfolg dürfte jedoch ausgeblieben sein, weshalb man aufgrund einer schnelleren und leichteren Fertigung auf diese Rillen verzichtet hat. Einen anderen Grund kann ich mir nicht erklären.

Gruß
Chris Winken
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 161368 | Verfasst am: 14.10.2008 - 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hmmm.? Fragend
Gibt es denn genaue Beschreibungen über den Fertigungsprozeß? Kann man hier einen Grund finden, der eventuell durch spätere Methoden u. U. überflüssig wurde?
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GGG
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BeitragBeitrags-Nr.: 161372 | Verfasst am: 15.10.2008 - 06:20    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, leider nicht. Die Sache mit dem Gewehrgranatgerät ist sowieso ziemlich misteriös. Ich konnte keinerlei Unterlagen über seine Planung, Entwicklung, Erprobung, etc. finden. In den Akten taucht es ab 1942 einfach ganz normal auf. Die Einführungsmitteilung ist so ziemlich das früheste Dokument, das ich finden konnte. Sieht so aus, als ob das GGG plötzlich aus dem Nichts entstanden ist Weinen

Es wird lediglich bei der Erprobung des GG/P40-Geräts erwähnt, daß das Konkurrenzmodell von der Gruppe "Bergmann-Thomanek" entwickelt wurde. Dumm nur, daß es von Bergmann so gut wie keine Akten mehr gibt.

Gruß
Michael
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 161388 | Verfasst am: 15.10.2008 - 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Gab es in den 30iger Jahren nicht Entwicklungsaufträge für ein GGrGer? Ich meine, das mal so gelesen zu haben.

Nachtrag
Mich erinnert das einfach an die Bearbeitungsspuren, die man Beispielsweise auch hier sieht. Wenn auch nur sehr sehr schwach. Eine Erklärung habe ich dafür aber auch keine.

http://i36.tinypic.com/241uwe0.jpg
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tom!
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BeitragBeitrags-Nr.: 161390 | Verfasst am: 15.10.2008 - 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

Im Waffen Revue Ausgabe 3 ist eine Beschreibung des Schießbechers abgedruckt. Daraus ergibt sich keinerlei Anhaltspunkt, dass die Rillen mehr als nur produktionsbedingter Zufall sind.
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 161394 | Verfasst am: 15.10.2008 - 18:24    Titel: Antworten mit Zitat

Die Rillen des GGrGer von Michael sind nur den Bearbeitungsspuren ähnlich! Der ganz entscheidende Unterschied ist z.B. der, daß sie auch bei den Klemmbacken zu finden sind. Sie sind auch scheinbar schräger, wie bei dem von mir eingestellten Bild.
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 161859 | Verfasst am: 22.10.2008 - 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe ein Bild einer „Gewehrsprenggranate mit Zerleger“, die ich bisher nirgendwo in der Literatur erwähnt finde.

http://i35.tinypic.com/2rw4vmo.jpg

Fehlt bei der Gewehrnebelgranate der Stabilisierungsmantel, dann sehen sich beide Granaten sehr ähnlich.

Kennt jemand Quellen, in der die Gewehrsprenggranate mit Zerleger erwähnt wird?
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HannesKrötz
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BeitragBeitrags-Nr.: 161860 | Verfasst am: 22.10.2008 - 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab auch eine frage :

Hatt jemand ein Bild von einem Gewehrgranten - Tragebeutel ?

Gruß Hannes
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 161862 | Verfasst am: 22.10.2008 - 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Meinst Du ein altes Bild aus dem Einsatz oder ein heutiges, auf dem die Beschaffenheit des Tragebeutels erkennbar ist?
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HannesKrötz
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BeitragBeitrags-Nr.: 161863 | Verfasst am: 22.10.2008 - 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist eigentlich egal !

Aber wenn du beides hast, auch gut Zwinkern
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GGG
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BeitragBeitrags-Nr.: 161865 | Verfasst am: 22.10.2008 - 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Die "Gewehrgranate mit Zerleger" kenne ich nur vom Hören-Sagen. Ich vermute einfach, daß es die flüssigkeitsgefüllten Granaten ohne Mantel sind. Hab schon mehrere Bodenfunde auf Fotos gesehen, bei denen der Mantel total weggerostet war.
Und da die Nebel/Blend/Kampfstoff-Granaten auch einen Zerleger hatten, könnte das durchaus passen.


http://i37.tinypic.com/28lsvt4.jpg

Gruß
Michael
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GGG
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BeitragBeitrags-Nr.: 161867 | Verfasst am: 22.10.2008 - 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Tragebeutel:
http://i34.tinypic.com/whmqmv.jpg


Tragetaschen:
http://i38.tinypic.com/dnmskn.jpg

http://i38.tinypic.com/2m7f500.jpg
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GGG
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BeitragBeitrags-Nr.: 161868 | Verfasst am: 22.10.2008 - 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

dauerwelle hat Folgendes geschrieben:
Gab es in den 30iger Jahren nicht Entwicklungsaufträge für ein GGrGer? Ich meine, das mal so gelesen zu haben.


Sowas liest man immer wieder, da die Autoren eben von einander abschreiben. Ich konnte jedoch keinen Beleg dafür finden. Klar muss es einen Auftrag gegeben haben, aber an welche Firma? Und wann? Und was genau? Fragen über Fragen.

Ist das gleiche wie mit den Treibpatronen ... die bisher bekannten Zuordnungen sind frei erfunden bzw. erdacht. Sie lassen sich durch fast nichts belegen. Tatsächlich abgebildet sind nur 3 Treibpatronen in den Vorschriften, alle anderen wurden in den letzten 60 Jahre von "Experten" den bestimmten Granaten zugeordnet. Aber immer wenn ich nachfrage, hat niemand einen Beleg für seine Zuordnung.

Ich hoffe ja immer, das mal jemand eine Gewehrgranate samt Treibpatrone ausgräbt und davon ein Foto macht. Das wäre endlich mal ein Beleg.


Ach ja, die Rillen in den frühen Gewehrgranategeräten sind sicherlich nicht fertigungsbedingt. Das sieht viel zu gewollt und zu schön ausgearbeitet aus.

Gruß
Michael
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HannesKrötz
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BeitragBeitrags-Nr.: 161880 | Verfasst am: 22.10.2008 - 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Bilder, GGG !
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