Die Heinkel He-219 Uhu
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BeitragBeitrags-Nr.: 75728 | Verfasst am: 28.10.2005 - 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

Tobias Giebel hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

@Ta152

Die Wahl viel nach einem Vergleichsfliegen zwischen Ju188 und He219 am 25. März 1943 auf die 219, da sie die Junkers um 25 Km/h überholte und restlos auskurvte.

Gruß
Tobias

Quellen:

- Chris Chant, "Deutsche Flugzeuge im Zweiten Weltkrieg", Gondorm Verlag
- Heinz J. Nowarra und Karlheinz Kens, "Die deutschen Flugzeuge 1933-1945", J. F. Lehmanns Verlag


Kammhuber setzte aufgrund seiner Sondervollmachten am RLM vorbei durch, dass die Enderprobung der 219 im Fronteinsatz erfolgen durfte. Dabei schoss Streib in der Nacht vom 11./12.6.43 fünf englische Maschinen ab. Pelz schoss einige Tage später Mosquitos ab.Kammhuber forderte sofort 1200 Maschinen.

Milch war der Überzeugung, die dt. Luftwaffe könne sich kein weiteres Spezialflugzeug mehr leisten, der Bau von Strahlflugzeugen gehe vor. Die Grossserienfertigung wurde dann durch RLM verzögert. Die Bemühungen des Speer-Ministeriums kamen zu spät und waren auch nicht wirksam.

Nowarra, Die deutsche Luftrüstung, Band 2, S. 234f.
Grüße
Thomas Winken
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 75734 | Verfasst am: 28.10.2005 - 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Thomas,

die Serienfertigung sollte eigentlich schon beginnen, da schaltete sich das RLM ein und wollte die Ju188, welche leichter in Serie gebaut werden konnte, vorschieben und vorderte Vergleichsflüge. Es fand dann am 25.3.1943 statt, bei jenem sich herausstellte, das die Flugeigenschaften der "UHU" besser waren. Um jetzt weiterer Einmischung Seitens des RLM und anderen zuvorzukommen setzte Kammhuber aufgrund seiner Vollmachten den Enderprobung durch.

Auf was genau wolltest du hinaus? Wolltest du mich auf einen Fehler aufmerksam machen oder hast du nur so zitiert, Thomas?

Winken

Gruß
Tobias
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BeitragBeitrags-Nr.: 75735 | Verfasst am: 28.10.2005 - 11:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tobias,

war nur als Ergänzung gedacht!
Grüße
Thomas Winken
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 75736 | Verfasst am: 28.10.2005 - 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

ach so, ich hatte schon Angst! Grins

Gruß
Tobias
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BeitragBeitrags-Nr.: 75737 | Verfasst am: 28.10.2005 - 11:51    Titel: Antworten mit Zitat

Wenigstens einer Cool

Lachen
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 75738 | Verfasst am: 28.10.2005 - 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Kein Spam

Gelle ?

Jan-Hendrik
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 75739 | Verfasst am: 28.10.2005 - 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

scheint so als ob eines der beiden Bücher von Nowarra in dem jeweils anderen aufgegangen ist, da die Sätze alle übereinstimmen... Fragend

Winken

Gruß
Tobias
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BeitragBeitrags-Nr.: 75762 | Verfasst am: 28.10.2005 - 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Das steigert das Geschäft, der Mann weiss halt, was er tut,
die 4 Bände sind aber umfangreicher, muss also auch mehr drinstehen Zwinkern

Grüße
Thomas Winken
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 75985 | Verfasst am: 30.10.2005 - 23:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Thomas,

och, vertu dich nicht, das Buch hat auch 1009 Seiten! Grins

Aber Nowarras Luftrüstung will ich auch noch haben! Cool

Winken

Gruß
Tobias
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Ronin
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BeitragBeitrags-Nr.: 76007 | Verfasst am: 31.10.2005 - 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Schöner Vogel (nach Luftsieg über eine Mosquito) Grins

http://www.daveswarbirds.com/glennill/images/he-219.jpg
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stefan w
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BeitragBeitrags-Nr.: 77745 | Verfasst am: 21.11.2005 - 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
Die He 219 war äußerst schwer und eben selbst (wie schon vorher geschrieben) selbst mit dem DB 603 untermotorisiert. Um ein wirklich gutes Flugzeug zu werden hätte die He219 also einen stärkeren Motor bekommen müssen. Dies konnte, nach Lage der Dinge, nur der Jumo 222 sein, der aber durch die Entscheidung von Milch nicht in Serie gebaut wurde.
(Der Jumo 222 war 42 betriebsbereit, die für ihn neu gebaute Fabrik, bei Wien, wurde DB übergeben und sollte danach den DB 603 bauen. Dies geschah aber nur in sehr geringen Stückzahlen. Im übrigen war der DB 603 dem Jumo 213 in vielen Punkte unterlegen. Die DB-Doppelmotoren waren Verschwendung und unzuverlässig)
Bauzahlen von DB 605 / 603
1941--87 / 215
1942--6341 / 700
1943--14363 / 2678
1944--20385 / 5126

Interessanterweise stand schon früher eine Maschine zur Verfügung die He 219 (wie auch ME 110 / ME 210 / Me 410 / Ar 240/440) in den Punkten Wendigkeit / Geschwindigkeit überlegen war.

Ich spreche von der Fw 187, einem Konkurrenzprodukt zur Me 110. Die Fw 187, konnte mit den gleichen Motoren wie Me 110 ausgerüstet werden (bzw. war damit ausgerüstet-- erst Jumo 210, später DB-Motoren)
Die letzte Testversion hatte den DB 605 und erreichte, mit allen Motoren, bessere Leistungen wie die vergleichbaren Motoren ausgestatteten Me 110/210/410, Ar 240/440 und auch der He219 (mit stärkerem Motor).
Ich wüßte gern den Grund warum die Lw mit der Me 110 statt mit der stärkeren Fw 187 ausgestattet wurden. Lag es vielleicht daran das Udet mit Messerschmidt befreundet war oder das Udet Kampfflugzeugproduktionsfirmen (Heinkel, Dornier) und Jägerproduktionsfirma (Messerschmidt) haben wollte???

Im übrigen war die He 219 niemals ein Mosquito-Jäger. Dazu waren ihr Leistungsverhältnis, bzw. ihre Vmax, zu gering.

Zur Wahl der He 219 sollte man den Einfluß von Heinkel nicht unterschätzen.
Irritierenderweise (schließlich befand man sich im Krieg) gab es einen permanenten ungeheuren Konkurrenzkampf zwischen den Flugzeugkonstrukteuren, teilweise massiv auf Kosten der Produktion.
Heinkel hat bei praktisch jeder Ausschreibung mitgemacht, die Heinkel-Entwicklungsmannschaften konnten kein ein Flugzeug fertig entwickeln (auch und vor allem Produktionstechnisch) schon gab Heinkel sein nächstes Angebot ab.
Messerschmidt hatte 1943 die Entwicklung der Me 262 heruntergefahren um die Me 209 (nicht die Rennmaschine) zu entwickeln.

gruß
st
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 77751 | Verfasst am: 21.11.2005 - 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

Drei Punkte zur Fw 187:

1. Das Technische Amt war von Anfang an gegen sie, Tank musste direkt zum Chef (Wolfram von Richthofen) gehen um überhaupt die Erlaubnis für den Bau von drei Prototypen zu bekommen. Diese Voreingenommenheit könnte sich negtiv ausgwirkt haben.

2. Die Fw 187 hatte keine Defensiv-Bewaffnung! Umbau dahingehend wurde als zu groß eingeschätzt.

3. Die Fw 187 wurde tatsächlich im Herbst 1942 noch einmal als Nacht- und Höhenjäger mit DB 605, DB 628 oder BMW 801 vorgeschlagen.

4. Der Hauptgrund gegen die Fw 187 dürfte (was wohl auch der He 100 das Genick brach) gewesen sein, dass der DB 601 für die Bf 109 gebraucht wurde, einen Serienbau der Fw 187 daher nur auf Kosten der Bf 109 zu Stande gekommen wäre. Die Bf 110 A/B mussten daher ja auch mit Jumo 210 auskommen.
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stefan w
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BeitragBeitrags-Nr.: 78510 | Verfasst am: 28.11.2005 - 21:33    Titel: Antworten mit Zitat

hallo
Zitat:
2. Die Fw 187 hatte keine Defensiv-Bewaffnung! Umbau dahingehend wurde als zu groß eingeschätzt.

wobei die Fw187 schneller als die Me 109 und erheblich weniger als die Me 110 war.
eine Defensivbewaffnung war also nicht umgedingt nötig.

Zitat:
4. Der Hauptgrund gegen die Fw 187 dürfte (was wohl auch der He 100 das Genick brach) gewesen sein, dass der DB 601 für die Bf 109 gebraucht wurde, einen Serienbau der Fw 187 daher nur auf Kosten der Bf 109 zu Stande gekommen wäre. Die Bf 110 A/B mussten daher ja auch mit Jumo 210 auskommen.

allerdings hatte die Me 110 wie später die Me 210 DB 601 und DB 605, und damit die gleichen Motoren, wie die Me 109.

gruß
st
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 78556 | Verfasst am: 29.11.2005 - 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
wobei die Fw187 schneller als die Me 109 und erheblich weniger als die Me 110 war.
eine Defensivbewaffnung war also nicht umgedingt nötig.


Aber sie war Teil der Ausschreibung zum Kampfzerstörer.

Zitat:

allerdings hatte die Me 110 wie später die Me 210 DB 601 und DB 605, und damit die gleichen Motoren, wie die Me 109.


Aber eben erst ab 1938, nachdem man bereits drei Jahre Entwicklungs- und Bauzeit in die Bf 110 investiert hatte und sie bereits seit einem knappen Jahr im Serienbau stand.
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stefan w
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BeitragBeitrags-Nr.: 78948 | Verfasst am: 03.12.2005 - 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

@NagaSadow
Hallo
Zitat:
Aber sie war Teil der Ausschreibung zum Kampfzerstörer.

Die ersten Fw 187 Muster hatten eine 1-Mann-Besatzung. Erst als Konkurrent der Me 110 wurde auf 2-Mann-Besatzung umgebaut.
Ob mit 1-Mann- oder 2-Mann-Besatzung war sie schneller und wendiger als die Me 110. Auch mit 2-Mann-Besatzung war sie schneller als die Me 109.

Aber eben erst ab 1938, nachdem man bereits drei Jahre Entwicklungs- und Bauzeit in die Bf 110 investiert hatte und sie bereits seit einem knappen Jahr im Serienbau stand.[/quote]
auch vorher hatte sie die gleichen Motoren.

Es bleibt unverständlich das das Muster mit den besseren Leistungen nicht in Serie produziert wurde.
gruß
st
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