Die Kämpfe in Deutsch-Ostafrika
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 187022 | Verfasst am: 23.07.2010 - 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ist für mich auch immer wieder spannend, welche Geschichten sich so manches mal hinter Bildern verbergen

Stimmt! Gut gemacht!

Was hältst du eigentlich davon wenn wir die Aktionen der Schutztruppe in POA mal genauer
unter die Lupe nehmen. Ich meine jetzt nicht unbedingt den Weg der Haupttruppe mit Lettow.
Da gab es doch, ein paar sehr spärlich beschriebene Aktionen wie z.B. Von Stümer im Frühjahr
1917 bis nach Fort Johnston (heute Mangochi) oder der Einzelraid von Otto bis nach Port Amelia
(heute Pemba) usw. Ich sehe auf alten Karten über POA immer nur sich wild überschneidende
Pfeilansammlungen. (Ist das nicht ein Spezialthema von dir?) Da gibt´s sicher noch einiges zu
Recherchieren. Meine Meinung

Gruß Holger
(Deine Rennschnecke ist noch nicht da. Grins )
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 187025 | Verfasst am: 23.07.2010 - 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

BIN UNBEDINGT DABEI!!! Gut gemacht!

Was die Rennschnecke angeht, bin ich auch etwas ratlos Keine Ahnung

Naja, Exbehörden
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 187027 | Verfasst am: 23.07.2010 - 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
BIN UNBEDINGT DABEI!!!

`Mzuri sana, rafiki jangu´ Gut gemacht!

Dann werde ich mal scannen was das Zeug hält, um was zum Ausschlachten zu haben,
da ich ab nächste Woche Mittwoch wieder unten, und nur noch auf´s Laptop angewiesen bin.

Winken
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 187452 | Verfasst am: 10.08.2010 - 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

Holger und ich wollen hier in nächster Zeit den Versuch unternehmen, einige Aspekte und Biografien der Kampagne in Port.-Ostafrika/Mozambique näher unter die Lupe zu nehmen
Doch gemäß der "Lex Kotthaus" einleitend ein paar Hintergrundinformationen dazu

EXKURS

General Paul Emil von Lettow-Vorbeck hatte bereits 1914 weitsichtig bemerkt, das der Kampf um den Fortbestand der dt. Kolonien in Europa entschieden würde.
Er könnte nur seinen Beitrag dazu leisten, in dem er durch möglichst lang andauernden Widerstand gegnerische Ressourcen vom Hauptkriegsschauplatz fernhält
Dadurch hatte er seine Operationen von einem reinen Verteidigungsauftrag abgekoppelt
Und aus diesem Grund setzte er die Kampagne fort, in dem er nach Verlust der Kolonie Deutsch-Ostafrika wiederum (wie 1914/15) den Krieg zum Gegner trug.


EINLEITUNG

Anfang November 1917 näherte sich der Kampf um DOA seinem Ende. Die Schutztruppe war auf engsten Raum zusammengedrängt und von allen Seiten vom zahlenmäßig überlegenem Feind umstellt. Die Vorräte waren erschöpft und der größte Teil der Truppe sowohl körperlich als auch seelisch am Ende der Leistungsfähigkeit angelangt.
Lettow-Vorbeck realisierte, das er seinen Plan, gegnerische Ressourcen auf diesem Kriegsschauplatz zu binden, nur noch fortsetzen könne, wenn er eine drastische Reorganisation vornimmt.

Es wurden daher seit dem 10. November sämtliche Trosse, Lazarette und Etappenverbände konsequent aufgelöst.
In Njambindingia wurden dann die allerletzten kampfbereiten Mannschaften zusammengestellt.

Alles Material, was nicht transportierbar war, wurde vernichtet, insgesamt 695 Europäer , 1800 Askari und 138 Kriegsgefangene zurückgelassen.

Übrig blieb ein handverlesener Eliteverband von 270* Europäern, 1700 Askari und einem Tross von 3900 Trägern, 1300 Askari-Frauen, -Kindern und -Boys mit 30 sMG, 7 lMG, 2 leichten Geschützen, aber nur 400.000 Patronen, 68 Granaten und Verpflegung für etwa eine Woche.

* darunter so illustre Persönlichkeiten wie Gouverneur Heinrich Schnee, der 68-jährige General z.D. Kurt Wahle, der am Fuß amputiere „Königsberg“-Offizier Richard Wenig oder der Bure (und ehem. Wilddieb) Piet Nieuwenhuizen


Am 25. November 1917 überschritt General von Lettow-Vorbeck den Rovuma und eröffnete die finale Phase der Kampagne mit einem Paukenschlag:

In den ersten 14 Tagen der Operationen in Mozambique wurden mit geringsten Verlusten 680.000 Patronen, 750 Gewehre, 12 MG, 300 Granaten sowie erhebliche Mengen an hochwertiger Ausrüstung und Proviant erbeutet.

Ein Großteil der veralteten Schwarzpulvergewehre M1871 konnte damit endlich ausgesondert werden und die volle Gefechtsfähigkeit war wieder hergestellt
Lettow-Vorbeck vermerkte in seinen Afrika-Memoiren, auf diese Weise könne er den Krieg wohl „ad infinitum“ fortsetzen


ORGANISATION UND STRUKTUR

Die Schutztruppe bestand Ende November 1917 aus
38 Offz, 12 San.-Offz, 1 Vet.-Offz, 3 Militärbeamte, 214 Uffz. u. Mannsch., 1700 Askari

Dazu stieß am 10.Dez.1917 die Patrouille Otto als Überbleibsel der Westgruppe (Tafel) :
5 Offz, 1 San.-Offz, 7 Uffz.u. Mannsch., 23 Askari, 79 Träger u. Boys


und war folgendermaßen gegliedert :

Kommando
13. F.K.,
Intendantur, F.T.-Station, Feldlazarett I, Feldsanitätskolonne A, Munitionskolonnen D und E, Tross
(Die mitgeführte F.T.-Station konnte nur empfangen, aber nicht senden)

Abt. Wahle
9. F.K., 3., 4.Sch.K.
Feldlazarett II, Feldsanitätskolonne B, Munitionskolonne A, Geschütz Wenig (port. 7-cm )

Abt. Köhl
3., 10., 11., 17. F.K., 6.Sch.K.,
Feldlazarett IV, Feldsanitätskolonne C, Munitionskolonne C, Geschütz Sabath (dt. 7,5-cm)

Abt. Göring
4., 2., 21. F.K., Munitionskolonne F

Abt. Otto
14., 19. F.K., Munitionskolonne B

Fernpatrouille v. Scherbening


Kommando, Abt. Wahle u. Abt. Köhl marschierten getrennt
Dies war notwendig, da anfangs noch in Kolonne „zu Einem“ marschiert wurde, und sich diese dadurch bedingt bis zu 30 km auseinander zog
Kommunikation erfolgte über Melder und Heliograph

Abt. Wahle operierte westlich, die Abt. Köhl abgesetzt in östlicher Richtung mit Patrouillen bis hinunter zur Küste

http://i38.tinypic.com/mmzihj.jpg

GEGNERISCHE KRÄFTE

Die Gegenseite bestand zum einen aus portug. Kolonialtruppen und dem Expeditionskorps
Obwohl gut und modern ausgestattet, waren diese Einheiten üblicherweise kein ernst zu nehmender Gegner
Schlecht geführt und mit äußerst geringer Kampfmoral bestand ihre Haupttätigkeit darin, Posten und Magazine bis zum Eintreffen der Schutztruppe zu bewachen

Britischerseits verlegte man das Gold Coast Regiment und K.A.R. Batallione auf dem Seeweg nach Porto Amelia und organisierte den Verband als
„Pamforce“, ( Porto Amelia Force)
aufgeteilt in
„Rosecol“ ( GCR, 4/4 K.A.R., 22nd D.M.B., 1st K.A.R.M.I.) unter Lt.Col Rose (Rose´s column)
und
„Kartucol“(1/2 K.A.R., 2/2 K.A.R.), (KAR two column)
Von Songea/DOA bzw Ft. Johnson/Nyasaland operierten zusätzlich noch die 2nd R.N.R. und 1/1 K.A.R.

( GCR = Gold Coast Regiment, KAR = King´s African Rifles, KARMI = KAR Mounted Infantry, DMB = Derajat Mountain Battery, RNR = Rhodesian Native Rifles)

Diese Verbände sollten der Schutztruppe den Weg verlegen und waren teilweise von beträchtlichem Gefechtswert, allerdings gehindert durch ihre starke Abhängigkeit von Versorgungslinien

Erschwerend kam hinzu, das Portugiesen und Briten, obwohl offiziell Verbündete, sich sehr skeptisch gegenüberstanden:

Die Portugiesen misstrauten den Briten zutiefst
Das ging i.W. auf eine geheime Vereinbarung zwischen dem britischen Empire und dem dt. Reich aus früherer Zeit zurück
Hierin war im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der port. Regierung vereinbart, deren Kolonien gütlich untereinander aufzuteilen
Das Zustandekommen dieser Vereinbarung wurde dann später britischerseits wegen veränderter geopolitischer Gegebenheiten durch Kredite und gezielte Indiskretionen unterlaufen
Trotzdem rief eine starke britische Präsenz in Mozambique natürlich gewisse Befürchtungen hervor was u.a. zur Folge hatte, das frisch gelandete Truppen ihre Waffen an die Portugiesen abliefern mussten und es auch zu Zusammenstößen zwischen den Soldaten kam

Im Gegenzug hatten die britischen Truppen für die Portugiesen nur Verachtung über.
Nach dem Debakel bei Kokosani/Nhamacurra/Mucuba (Ortsname je nach Quelle) erging eine inoffizielle Anweisung, portugiesische Truppen auf keinen Fall mit wichtigen Sicherungsaufgaben zu betrauen, da sie sich beim auftauchen der Schutztruppe „schneller auflösten als der Nebel im Wind“ und bestenfalls als Lockvögel zu gebrauchen seien


Bemerkenswert ist diese letzte Phase der Kampagne alle Male durch den Umstand, das hier ein nach traditionellen preussischen Tugenden hervorragend geführter deutscher Verband ausgerechnet im afrikanischen Busch geradezu exemplarisch vorexerzierte, wie man sehr erfolgreich einen Guerillakrieg führt

Ende 1.Teil
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 187482 | Verfasst am: 11.08.2010 - 10:56    Titel: Antworten mit Zitat

BEWAFFNUNG

Neben den noch vorhandenen Gewehren 71 und 98 gab es zahlreiche erbeutete britische SMLE und einige portugiesische Mauser Verguiero 1904 auf deutscher Seite
Letztere bildeten in der Folgezeit neben den SMLE den Hauptanteil der Bewaffnung der Schutztruppe, deswegen will ich darauf näher eingehen

Mauser-Verguiero "Espingarda 6,5 mm m/1904"
http://i34.tinypic.com/143i0ev.jpg
1900 liefen in Portugal umfangreiche Erprobungen für ein modernes Infanteriegewehr
Man entschied sich für das relativ neue Steyr-Mannlicher im Kaliber 6,5 x 53 und beschaffte 1000 Stück für Feldversuche.
Obwohl diese erfolgreich verliefen, wurde das Gewehr mit seinem komplizierten Spitalsky-Magazin als zu teuer eingestuft

Zu dieser Zeit unternahm ein Hauptmann Verguiero erfolgreiche Versuche mit einem Hybrid aus dem Steyr Schonauer und dem Mauser System
Damit wollte man teure Lizenzgebühren einsparen, Portugal war ja längst keine reiche Kolonialmacht mehr
Das gesamte Verschluß/Abzugssystem bestand aus Komponenten des Steyr Schonauer und des Steyr Mannlicher der griechischen Exportversion von 1903
Weil in Portugal keine ausreichenden Produktionskapazitäten vorhanden waren, begab man sich zu DWM in Berlin
Dort arbeitete Vergueiro zusammen mit DWM Ingenieuren am endgültigen Design, in das viele Mauser-Komponenten eingebracht wurden, wie z. B. Schaft, Bänder, Magazin, Leitervisier usw
Obwohl man mit der 6,5x53 prinzipiell zufrieden war, entschied man sich für das etwas stärkere Kaliber 6,5x58
Diese Patrone hatte exzellente ballistische Eigenschaften mit außerordentlich guter Penetrationswirkung im Ziel


Von dem Modell wurden bis zur Revolution 1909 etwa 75.000 Stück ausgeliefert und sämtliche port. Expeditionskorps damit ausgerüstet.
Neben diesem Modell gab es bei den Portugiesen noch vereinzelt Mauser M1871, diese allerdings gekürzt und rekalibriert auf 8x60R und das Kropatschek M1886 in 8x56R


Schwere MG waren praktisch ohne Ausnahme Maxim-Klone britischer, portugiesischer und deutscher Bauart


leichtes MG war das Lewis in .303 sowohl bei britischen wie auch portugiesischen Truppen und bei der Schutztruppe ein begehrtes Beutestück


leichte Artillerie waren bei den Portugiesen die Schneider-Creuzot und Schneider-Canet Berggeschütze im Kaliber 7-cm (s.a. Artillerie-Thread)

bei den brit. Truppen gab es den 2.95“/7,5-cm Pack Howitzer und dessen Nachfolger, das 3.7“/9-cm Berggeschütz

Aber die Universalartillerie war der 3“/7,6-cm Stokes Trench Mortar, Urahn aller heutigen Granatwerfer
http://i36.tinypic.com/28txlhk.jpg
Diese einfache, unkomplizierte und vor allem leichte Waffe bestand lediglich aus einem dünnwandigen Rohr, einer kleinen Bodenplatte aus Preßstahl und einem Zweibein, konnte bequem in drei Trägerlasten überall mitgeführt und schnell gefechtsbereit gemacht werden.
Die Munition war ein simpler Zylinder, der mittels Treibladung (eine modifizierte Schrotpatrone) aus dem Rohr katapultiert wurde
Die Abschußsignatur war bei einem Feuergefecht kaum zu orten, aber das 5kg schwere HE Geschoß hatte eine große (auch moralische!) Detonationswirkung
Die Reichweite lag bei 75 – 700m, die Feuergeschwindigkeit zwischen 6 bis 30 Schuss/min
Das System hatte natürlich auch Nachteile: Bedingt durch die extreme Leichtbauweise war das Zweibein sehr empfindlich, der Rückstoß enorm und die Bodenplatte musste daher sehr sorgfältig gesetzt werden
Das Geschoß war zudem aerodynamisch miserabel geformt und nicht stabilisiert
Die deswegen mangelnde Zielgenauigkeit war aber noch zu verschmerzen, da man ohnehin meistens blind in Richtung des gegnerischen Gefechtslärms feuerte
Wirklich unangenehm war die Eigenschaft der Waffe, gelegentlich zu bersten, weil das Rohr extrem leicht (Gewichtsverhältnis Geschoß/Lauf nur 1:4!) gebaut war
Im schlimmsten Fall resultierte das in einem Rohrkrepierer und die Waffe verwandelte sich in eine große Splitterbombe mit entsprechenden Konsequenzen für alle Umstehenden
Aber insgesamt überwog der entscheidende Vorteil, eine überall und sofort verfügbare Artillerie mit großer Feuerkraft bei den oft spontanen Feuergefechten einbringen zu können

Es wird Gründe gehabt haben, das in den deutschen Berichten der einzige Fall, wo man solch ein System intakt erbeutete, besonders hervorgehoben wurde

schwere Artillerie gab es gar nicht. Das unwegsame, wenig erschlossene Gelände und die sehr hohen Mobilitätsanforderungen dieses Kriegsschauplatzes ließen keine Möglichkeiten für einen Einsatz zu

Die britischen Truppen waren gelegentlich mit Handgranaten ausgestattet, während die Schutztruppe ihre große Erfahrung mit selbstgebauten Minen nutzte
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 187584 | Verfasst am: 17.08.2010 - 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

(Hab leider meine hardcopy Unterlagen nicht dabei, daher nur kurz etwas aus der hohlen Hand zur Bewaffnung.)

Die oben dargestellten `modernen´ Waffen blieben in erster Linie den regulären Askari der Kompanien vorbehalten.
Der Einsatz von Hilfskriegern (Ruga-Ruga) fand auf dem Weg der Schutztruppe durch POA relativ beschränkt statt.

Verglichen mit den Schlachten im fernen Europa glich die Kampfweise, in Ostafrika mehr einem altmodischen
Infanteriegefecht und bei diesen Hilfstruppen waren nicht nur großkalibrige Steinschlossgewehre als Vorderlader
im Gebrauch. Selbst Pfeil und Bogen, Hieb und Stichwaffen wurden noch wie Jahrhunderte zuvor eingesetzt.

http://i34.tinypic.com/2mrups1.jpg http://i36.tinypic.com/2mnorut.jpg

http://i38.tinypic.com/15q3pso.jpg http://i38.tinypic.com/2enq3vq.jpg
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BeitragBeitrags-Nr.: 187653 | Verfasst am: 21.08.2010 - 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

Kurzer Nachtrag zur Infanterie Bewaffnung in POA und DOA aus den Schaukästen im Imperial War Museum
In London von letztem Wochenende. Meine laienhafte fototechnische Umsetzung, sowie sehr beschränkte
Lichtverhältnisse und einfach zu vollgestopfte Vitrinen ließen keine besseren Ergebnisse zu.

Schönes Beispiel für einen aus DOA stammenden Vorderlader (aber immerhin schon mit Perkussionszündung!)
http://i38.tinypic.com/2v3lg8k.jpg
http://i34.tinypic.com/10z7drr.jpg


Sowie zwei `Ultramodernen´ Hinterladergewehren, mit künstlerischer Eigennote.
http://i38.tinypic.com/2q9joyr.jpg
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 187721 | Verfasst am: 23.08.2010 - 16:48    Titel: Antworten mit Zitat

Die Winchester könnten auch gut in einem Winnetou-Film zu finden sein
Stammen die von britischen Milizen oder wurden die von den Unseren geführt?
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 187749 | Verfasst am: 24.08.2010 - 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Winchester könnten auch gut in einem Winnetou-Film zu finden sein

Mir ist zwar bekannt, daß Winchester nicht nur Unterhebelrepeitierer produzierte,
welches soll aber denn eine Winchester sein?Keine Ahnung

Stammen alle angeblich aus Ostafrika (bis 1917) Fundort? Keine Ahnung
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Andre
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BeitragBeitrags-Nr.: 187767 | Verfasst am: 24.08.2010 - 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend!

Das obere Gewehr könnte ein Martini-Henry Karabiner sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Martini-Henry-Gewehr#Karabiner

Es könnte sich um ein Überbleibsel u.a. dieser Schlacht handeln:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Isandhlwana

Viele Grüße
Andre
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 187769 | Verfasst am: 24.08.2010 - 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andre

Vielen Dank für den Tip.
Zitat:
Das obere Gewehr könnte ein Martini-Henry Karabiner sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Martini-Henry-Gewehr#Karabiner

Du hast Recht. Das System ist das gleiche. Nur scheint mir das obere Gewehr aus der Vitrine, etwas kürzer,
also eine Karabinerversion zu sein, als das Gewehr bei Wikipedia oben rechts.

Zitat:
Es könnte sich um ein Überbleibsel u.a. dieser Schlacht handeln:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Isandhlwana

Warum nicht. Sicher kann es sich um ein Relikt aus Südafrika handeln, welches dann irgendwie sein Weg
nach Ostafrika fand. Meines Wissens wurde der Gewehrtyp aber vor und während des 1. WK von den
Briten und den gegnerischen Einheiten, die ihn erbeuteten, überall in Afrika verwendet. Ausgestellt war er
zumindest in der Ostafrika-Vitrine des Museums.

Gruß Holger
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Andre
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BeitragBeitrags-Nr.: 187771 | Verfasst am: 24.08.2010 - 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Holger!

Genau, das Bild zeigt das Martini-Henry Gewehr, nicht den Martini-Henry Karabiner. Der Karabiner war kürzer. In dem Film "Die letzte Offensive" sind häufig Karabiner im Bild. Sie sind wirklich kurz. Zwinkern

Gruß
Andre
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BeitragBeitrags-Nr.: 187818 | Verfasst am: 26.08.2010 - 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja, für mich sahen sie nach Old Shatterhand-Flinten aus Rot werden

Wenn es Martini-Henry Karabiner sind, gehörten sie u.a. zur Erstaustattung der King´s African Rifles
Dann passt das auch mit der Ostafrika-Vitrine
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 187837 | Verfasst am: 26.08.2010 - 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

Mit Old Shatterhand-Winnetou-Flinten hast du natürlich recht wenn man die Beschläge sieht, ebenso mit der Erstausstattung der King´s African Rifles in Ostafrika.
Es handelt sich aber wahrscheinlich nur um das obere Gewehr um ein Martini-Henry Karabiner. Das untere habe ich auch schon mal gesehen, - aber wo?
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Andre
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BeitragBeitrags-Nr.: 187846 | Verfasst am: 26.08.2010 - 22:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Das untere Gewehr könnte aus dem Hause Remington (System: Rolling Block) stammen. Gab es seit den 1860er Jahren.

http://www.antiquefirearms.com/pages/LongArmsUS.htm

Gruß
Andre
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