Die Kämpfe in Deutsch-Ostafrika
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 187852 | Verfasst am: 27.08.2010 - 09:41    Titel: Antworten mit Zitat

@ Andre
Auch hier ist dein Hinweis gut nachzuvollziehen; - danke. Wenn auch keine Winchester, so doch zumindest die ebenfalls bekannte amerikanische Firma Remington.
Wie dieses Gewehr allerdings nach Ostafrika kam, ist sicher eine andere Frage. Vermutlich aus Privatbeständen; oder gab es bei Belgiern oder Portugiesen diesen Gewehrtyp offiziell?


@ Olav
Zitat:
Die Portugiesen misstrauten den Briten zutiefst. . . Trotzdem rief eine starke britische Präsenz in Mozambique natürlich gewisse Befürchtungen
hervor was u.a. zur Folge hatte, das frisch gelandete Truppen ihre Waffen an die Portugiesen abliefern mussten und es auch zu Zusammenstößen
zwischen den Soldaten kam

Diese Info hast du jetzt sicher nicht aus einer offiziellen englischen Quelle? Klingt natürlich nachvollziehbar. Steht wo?
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 187853 | Verfasst am: 27.08.2010 - 10:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Thema Deutsche Schutztruppe 1917 - 1918 in POA, ein paar Fotos eines Denkmales im heutigen Maputo / Mocámbique (damals Lourenco Marques /
Portugiesisch-Ostafrika) auf dem Platz ’Praca dos Trabalhadores’ am Bahnhof. Auf dem Denkmal von 1935 für die Gefallenen des 1. WK, weisen vier
Darstellungen auf Kampfhandlungen im nördliche POA und südlichen DOA, in der Nähe des Grenzflusses Rovuma, in den Jahren 1916 und 1917 hin.

(Wenn ich dagegen an unser `harmloses´ Wissmanndenkmal in Daressalam denke, welches die Engländer mit dem Argument der;
`Verherrlichung deutscher Imperialistischer Tendenzen´ abgerissen haben und mir diese Darstellungen so ansehe . . . ?


Bild 1) QUIVAMBO
(Mwambo o. Kirando, unmittelbar an nördlicher Rovuma-Mündung in DOA)
Gefecht der Abteilung Lt. z.S.d.R. Leonhard Sprockhoff am 27. Mai 1916
http://i34.tinypic.com/ezr9jo.jpg


Bild 2) NEVALA
(Newala o. Newalla im Südosten von DOA, 25 km nördlich des Rovuma-Flusses)
Kämpfe der Abteilung Freg. Kapt. Max Looff vom 22. November - 2. Dezember 1916
http://i35.tinypic.com/2zizfcz.jpg


Bild 3) MECULA
(Serra Mcula / Ndimbo o. Kutimbo in POA, 45 km südlich des Rovuma-Flusses)
Gefecht der Abteilung Gen. Maj. z.D. Kurt Wahle am 8. Dezember 1917
http://i33.tinypic.com/pvnm8.jpg


Bild 4) QUIONGA
(Kionga-Dreieck in DOA, heute Mocámbique, unmittelbar an südlicher Rovuma-Mündung)
Am 10. April 1916 besetzten die Portugiesen dieses Gebiet kampflos.
http://i34.tinypic.com/2w5oeib.jpg



Den ersten schon bereits erwähnten Punkt kann ich hier nur kurz anreißend, da ich immer noch auf der Suche nach Hintergrund und Detailinfo bin.

Major v. Stuemer überschritt zu Aufklärungszwecken im April 1917 mit vier Kompagnien den Rovuma und stieß nach
Süden bis zur Njassaland-Grenze vor. Hierdurch wurden die Engländer gezwungen, Kräfte ins Njassaland zu schieben
und von dort aus gegen Stuemer vorzugehen. Dieser zog sich dann auf seine Ausgangsstellung in Tunduru zurück.


Diese Originaltextpassage ist umso interessanter, weil diese Bewegung des Major a.D. Willibald v. Stuemer, 8 Monate
vor dem Rückzug und Ausweichmanövern des Hauptverbandes der Schutztruppe stattfand und damit aufzeigt das das
Oberkommando schon ein dreiviertel Jahr um voraus Alternativen und Ausweichmanöver plante und das allseits
Überlebensnotwendige Thema der Truppenverpflegung nicht aus den Augen verlor. Wie wichtig diese Frage war zeigt
die Kapitulation der Westtruppen am Bangala-Fluß am 28.11.1917; die einzig und allein aus Verpflegungsmangel geschah.
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BeitragBeitrags-Nr.: 187857 | Verfasst am: 27.08.2010 - 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Diese Info hast du jetzt sicher nicht aus einer offiziellen englischen Quelle? Klingt natürlich nachvollziehbar. Steht wo?


Nein, offiziell war alles extrem harmonisch
De Venter war in seinen Despatches stets voll des Lobes Zwinkern

Den direktesten Hinweis fand ich zuerst in den Eintragungen eines persönlichen Kriegstagebuches:

http://wwi.lib.byu.edu/index.php/The_Great_War_Diaries_-_1918/1919_(King's_African_Rifles)

(Ziemlich gegen Ende, die Kopie auf meiner externen Platte hat den genauen Wortlaut hervorgehoben)

Und auch in portugiesischen Berichten (bzw deren englischer Übersetzung) fanden sich wiederholt Hinweise auf Mißstimmigkeiten


Was die angesprochene Vereinbarung angeht

Seit Ende des 19.Jh kamen Deutschland und Portugal mit ihren Versuchen, eine Ost-West-Verbindung ihrer Kolonien zu etablieren, den britischen Bestrebungen einer Kap-Kairo Verbindung ins Gehege
Da wurde dann zwischen 1898 und 1911 viel hinter den Kulissen geklüngelt

nach Wiki:

Zitat:
Angola-Vertrag [Bearbeiten]

Nachdem bereits 1885 Portugals Ansprüche auf das gegenüberliegende Belgisch-Kongo am Einspruch Deutschlands gescheitert waren, musste Lissabon 1890 auch britischem Druck nachgeben und auf die Verbindung Angolas und Mosambiks zu einem geschlossenen südafrikanischen Kolonialreich verzichten. Statt dessen nahm in den portugiesischen Kolonien der Einfluss britischen Kapitals beträchtlich zu.

Verhandlungen über ein britisch-deutsches Bündnis führten aber schon 1898 zum sogenannten „Angola-Vertrag“: Für den Fall, dass Portugal Geld brauchen sollte, vereinbarten Deutschland und Großbritannien eine gemeinsame Anleihe, für welche die portugiesischen Kolonien als Pfand vorgesehen waren. Im Falle der erwarteten Zahlungsunfähigkeit Portugals sollte dann Zentral-Angola (Inner-Angola) an Großbritannien, hingegen Nord-, Süd- und Westangola an Deutschland fallen (ebenso Nord-Mosambik und Portugiesisch-Timor an Deutschland, Süd-Mosambik an Großbritannien). Deutschland verzichtete dafür auf die Unterstützung der Buren in deren Kampf gegen Großbritannien.

Das Abkommen wurde am 30. August 1898 geschlossen, aber niemals umgesetzt und schon 1899 durch die Verlängerung der britischen Schutzgarantie“ (Windsorvertrag) für Portugal und all seine Besitzungen unterlaufen.


Dazu folgende Links:

http://www.mod-langs.ox.ac.uk/files/windsor/6_pintocoelho.pdf
http://www.mtholyoke.edu/acad/intrel/dugdale/chapter3.htm
http://publishing.eur.nl/ir/repub/asset/8221/CHAPTER2.PDF
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BeitragBeitrags-Nr.: 187858 | Verfasst am: 27.08.2010 - 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Den ersten schon bereits erwähnten Punkt kann ich hier nur kurz anreißend, da ich immer noch auf der Suche nach Hintergrund und Detailinfo bin.

Major v. Stuemer überschritt zu Aufklärungszwecken im April 1917 mit vier Kompagnien den Rovuma und stieß nach
Süden bis zur Njassaland-Grenze vor. Hierdurch wurden die Engländer gezwungen, Kräfte ins Njassaland zu schieben
und von dort aus gegen Stuemer vorzugehen. Dieser zog sich dann auf seine Ausgangsstellung in Tunduru zurück.


Da bin ich auch gerade dran Grins
In Deventers Despatches finden sich dazu noch interessante Details
Soll ich Dir die entsprechenden Passagen zusenden?
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 187860 | Verfasst am: 27.08.2010 - 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Das Thema Erweiterungspläne der Deutschen Kolonien ist ja schon fast wieder einen eigenen Thread wert.

Zitat:
Soll ich Dir die entsprechenden Passagen zusenden?

Gut gemeint, aber postalisch bin ich hier sowieso z.Z. nicht zu erreichen und bin froh, Zeit zu finden meine spärlichen Unterlagen
zu durchforsten. Wir könnten es uns auch teilen. Du suchst in englischen Quellen und ich in Deutschen. Diese Zusammenarbeit
hat sich ja schon bestens bewährt. Wobei ich z.Z. auch nur auf Boell und ein paar `Stammwerke´ als hardcopy angewiesen bin.
Ich werde also höchstens den deutschen Verband etwas genauer unter die Lupe nehmen können, sowie anhand einiger Namen
und Tagebuchaufzeichnungen einige Details dazu finden.

Dazu steht in englischen Quellen garantiert mehr drin. Überhaupt immer wieder erstaunlich, daß; egal um welchen Kriegsschauplatz
oder Zeitepoche es geht, die Engländer geradezu federführend in der Aufzeichnung der jeweiligen militärischen Ereignisse waren.
Keine andere Nation hat geradezu akribisch an all diesen `wahren´ Begebenheiten geschrieben. Vielleicht kommt daher dieses absolute
Selbstverständnis der Engländer zur eigenen Geschichte.
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BeitragBeitrags-Nr.: 188015 | Verfasst am: 01.09.2010 - 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

Expedition Abt. Major v. Stuemer nach POA April – Sept. 1917 TEIL 1

Übersetzter port. Quelltext:
Zitat:
General Wahle, der unabhängig von Lettow-Vorbeck agierte, entsandte im April 1917 eine Abteilung unter dem Kommando von Major von Stuemer östlich des Nyassasees auf die Suche nach Verpflegung und Ausrüstung mit der Vorgabe, sich so lange wie möglich ausschließlich vom Feind zu versorgen

Den Rovuma überquerend, nahm von Stuemer den Posten Mitomoni ein und innerhalb weniger Wochen hielt er die Region und seine Peripherie:
Mataca, Metarica, Sierra Mecula, Mwembe, Mluluca, Maúa, Metarica and Mandimba
Während dieser Zeit wurden die Portugiesen mit einem Aufstand bei Baru in der Provinz Zambesia konfrontiert, was von den Deutschen aber nicht ausgenutzt wurde

Portugiesen und Engländer einigten sich und begannen mit der Verfolgung der deutschen, eroberten verlorene Posten zurück und zwangen die Deutschen schließlich, sich zum Rovuma zurück zu ziehen. Die gesamte Sierre Mecula war Ende September komplett vom Gegner geräumt.
Diese erste Invasion von April bis September, die dazu diente, Versorgungsgüter einzubringen war eine bewaffnete Aufklärung zur Vorbereitung einer grösseren Invasion im November

vgl. Originaltext:
Esta primeira invasão de Abril a Setembro, além de ter servido para recolher meios de subsistência de diversa ordem, terá sido um reconhecimento em força preparatório de uma grande invasão a partir de Novembro.
Die originalen port. Texte sind mit einem Übersetzungsprogramm ins englische übertragen und dann frei Hand ins deutsche. Deswegen wirken die Sätze etwas holprig. Bisher steht mir aber keine bessere Alternative zur Verfügung

Ergänzend hierzu Auszüge aus dem dt. KTB
http://i56.tinypic.com/2v0odo3.jpg
http://i56.tinypic.com/148g51i.jpg

Supplement to the London Gazette, 5. APRIL 1918 S. 4097

Zitat:
7. During June the situation developed on the above lines with varying results.
On the west General Northey despatched the 1/4th King's African Rifles to clear the
enemy from the district east of Lake Nyassa. Half this battalion crossed the Portuguese border north of Fort Johnston and moved northwards, being joined later by the remainder of the battalion, which was landed on the shore of Lake Nyassa, to the south-west of Mtonia. By the end of June this force had advanced to within a day's march of Mwembe, where enemy patrols were encountered.
Mwembe and Likopolwe were both occupied by 6th July, the enemy falling back northwards without serious resistance.


Die Route der Abt Wahle via Mecula-Gebirge bis hinunter nach Muemba im November ´17 entsprach i.W. der von Stuemer, während Koehl Richtung Medo wahrscheinlich der von Dieterich* gefolgt ist
* s. Boell, Fußnote S. 345

Lettows Weg den Lujenda Flußaufwärts war übrigens historischer Grund
Livingstones Expedition von 1866 nahm bereits diesen Weg, der eine alte Karawanenstrecke war

Diese portugiesische Karte aus dem 19.Jh lässt auch einigermassen gut erkennen, wie die Provinz der Companhia do Nyassa (Njassa chartered Company) erschlossen war
http://i55.tinypic.com/2s17wpu.jpg
Das durch von Stuemer besetzte Gebiet ist rot umrandet


Quellen:
Mocambique na 1ª guerra mundial - Do Rovuma ao Nhamacurra (2) Prof. Francisco Proenca Garcia
A guerra nas colónias 1914-1918, Gomes da Costa
Die Operationen in Ostafrika, Ludwig Boell
KTB des OK der Schutztruppe
Supplements to the London Gazette
The Nyassa Chartered Company, Barry Neil-Tomlinson (Auszüge)
The Title-Deeds for Nyassa-Land, Horace Waller
"Das Internet"



Nachtrag zu den Plänen, portugiesische Kolonien zu parzellieren:
Gemäß meinen Quellen scheint es die vage Andeutung der Briten gegeben zu haben, den Südafrikanern als Gegenleistung für ihr Engagement Zugriff auf Beira im Rahmen eines Tauschgeschäftes mit den Portugiesen zu ermöglichen (Das südl. DOA gegen das südl. POA, also praktisch eine Nordverschiebung)
Für die Südafrikaner wäre das natürlich eine strategische Erwerbung erster Güte gewesen, hätte es doch den Im-und Export für die Burenrepubliken ganz erheblich vereinfacht
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 188053 | Verfasst am: 02.09.2010 - 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Den Rovuma überquerend, nahm von Stuemer den Posten Mitomoni ein und innerhalb weniger Wochen hielt er die Region und seine Peripherie:
Mataca, Metarica, Sierra Mecula, Mwembe, Mluluca, Maúa, Metarica and Mandimba


Handelt es sich um `unser´ Mitomoni, welches noch nördlich der Grenze POA / DOA handelt, welches ja dann zwangsläufig
vorher von den Portugiesen eingenommen worden sein muß, wenn Stuemer diesen Posten quasi zurückeroberte?
Dieses, `unser´ Mitomoni liegt aber wesentlich weiter westlich, und zwar Süd-Südwest, noch von Songea.
Hier mal ein, wenn auch sehr schlechter Kartenausschnitt.
http://i55.tinypic.com/1127cba.jpg

Oder gibt es eine anders Mitomoni auf portugiesischem Gebiet, welches ja durchaus möglich ist?


Zitat:
Lettows Weg den Lujenda Flußaufwärts war übrigens historischer Grund
Livingstones Expedition von 1866 nahm bereits diesen Weg, der eine alte Karawanenstrecke war

Es gab übrigens nicht nur den `berühmten Dr. Livingstone´ der das Gebiet bereist.
Zeitgleich `trieb´sich auch ein junger deutscher Forscher dort herum.
http://www.golf-dornseif.de/.../Die_Todeskarawane_des_Ostafrikaforschers_DrRoscher.pdf
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BeitragBeitrags-Nr.: 188057 | Verfasst am: 02.09.2010 - 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Oder gibt es eine anders Mitomoni auf portugiesischem Gebiet, welches ja durchaus möglich ist?


Davon gehe ich mal aus
v. Stuemer brach von Tunduru auf und wird kaum so weit westlich gekommen sein

Das Problem ist immer wieder, das viele Ortsnamen selbst auf 1.250.000 Karten nicht auftauchen oder je nach Quelle ganz unterschiedlich heißen

Dein link ist leider 404, der hier funktioniert:

http://www.golf-dornseif.de/uploads/Die_Todeskarawane_des_Ostafrikaforschers_DrRoscher.pdf

Die ganz alten Expeditionsberichte schätze ich ja sehr, danke Dir!
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 188060 | Verfasst am: 02.09.2010 - 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ganz kurz, weil wir gerade in POA sind.
Das ganze Thema Dr. Roscher hat mich so fasziniert, daß ich vor etlichen Jahren dort mal mit „Meiner
Hermann von Wissmann“ an der Küste des Lago de Niassa vorbeigepadelt bin. Später dann nochmal
über Land. Anbei mal Bilder aus Losefa wo Dr. Roscher war. Einfach faszinierend die Gegend dort.
http://i51.tinypic.com/246rxc9.jpg http://i56.tinypic.com/fc4px1.jpg

http://i56.tinypic.com/mwpgd5.jpg http://i54.tinypic.com/2hq3pg3.jpg

„ WENN ICH DEN SEE SEH, BRAUCH ICH KEIN MEER MEHR “
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 188098 | Verfasst am: 03.09.2010 - 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Verluste bei Europäern der Schutztruppe hat es bei der Aktion von Stuemer nicht gegeben. Zumindest sind in der
Namensliste der Gefallenen von Dr. Schottelius zwischen April und September 1917 in Portugiesisch-Ostafrika keine
Gefallenen verzeichnet. Inwieweit es Verluste bei den Einheimischen der Schutztruppe gegeben hat ist mir leider nicht bekannt.

Die Bücher von Franz Köhl, Kurt Wahle, Richard Wenig und Walter von Ruckteschell , die den gesamten Feldzug bis
zum Ende mitmachten, habe ich durchgesehen und keine nennenswerten Hinweise zu der Aktion von Stuemer entdeckt.

Persönlich favorisiere ich originale Textpassagen. Sie geben am besten die damaligen Sichtweisen und Eindrücke wieder. Im
Folgenden Tagebuchaufzeichnungen von Dr. Ludwig Deppe aus seinem Buch: Um Ostafrika zur Expedition von Stuemer.
Deppe leitet das Lazarett in Tunduru, dem Ausgangspunkt dieser Expedition welche er vom ersten bis zum letzten Tage mitmachte.
Der Schwerpunkt seiner Aufzeichnungen liegt vielleicht nicht so sehr in den, sowieso spärlicheren Kampfhandlungen, welches als
verantwortlicher Truppenarzt auch nicht allzu verwunderlich ist, sondern liegt vielmehr im Ablauf des Tagesgeschäft der Truppe. Für
mich liegt aber auch gerade darin der Anreiz mal das gesamte Kapitel hierzu wiederzugeben.
(Sein Buch: Mit Lettow-Vorbeck durch Afrika muß dazu noch ausgewertet werden)


12. März 1917
. . . Im Zusammenhang damit steht vielleicht daß Stuemer anscheinend noch nicht ins Portugiesische gehen will; denn er hat Kompanie
V befohlen, weiter hier zu bleiben und nur nach Sassawara einen Zug unter Henop zu legen, um nach dem Mbarangandu aufzuklären
und den Bezirk in Ruhe zu erhalten; nur ab und zu soll er Patrouillen auf das Südufer hinüber senden und bis zum ersten feindlichen
Magazin aufklären. . .

3. April 1917
. . . Am Nachmittag kam Stuemer und suchte mich gleich auf. Zuerst will er alle Truppen sammeln und inzwischen ein Übergangsstelle
über den Rovuma suchen, den wir also vor vierzehn Tagen kaum Überschreiten dürften; im Portugiesischem will er möglichst in
geschlossener Kolonne marschieren, aus militärisch-taktischen Gründen und um gute Kontrolleund Disziplin über die Askari zu haben.
Vorläufig gedenkt er nur vier Tage weit in das Land hineinzugehen; nach hinten wird er natürlich gute Verbindung aufrecht erhalten. –
Auch Tietgen ist gekommen: er ißt mittags bei Kellermann, abends bei Scherbening und morgen bei mir. – Abends war starker Regen. . .

4.April 1917
. . . Brucker und Meyer gehen mit ihren Kompanien in drei Tagen voraus, Stuemer folgt nach einigen Tagen, während ich hier die
J-Kompanie abwarte, um sie vorher zu untersuchen. – Mittags waren Barthels und Tietgen bei mir. . .

6. April 1917
. . . (Karfreitag) Die Europäer der J-Kompanie habe ich heute untersucht, u.a. Mühle-Tanga, Vieweg-Pugu, Domke-Kilimantinde, Seiler-
Morogoro, Hofmann-Daressalam. – Mit Stuemer habe ich abgemacht, daß ich übermorgen, also Sonntag früh abmarschiere. Meyer und
Bruckner gehen morgen; die J-Kompanie Montag; Stuemer erst Dienstag, da er die 25. Kompanie (Müller, Scherbening) noch
abwarten will. – Zwei Kompanieführer sollen vom Oberst bestraft sein, weil sie mehr als drei Träger hatten oder geduldet haben. . .

11.April 1917
. . . Stuemer will übermorgen eintreffen, die J-Kompanie morgen. . .

14. April 1917
. . . Es regnet einmal wieder. Dadurch wird der Rovuma größer, der Gesundheitszustand nicht besser, und wir selber auf der Safari naß.
Heute ist Stuemer gekommen. Morgen, am Sonntag, wollen wir Deutsch-Ostafrika verlassen und über den Rovuma setzen. . .


Kwembe

Am 16. April 1917 überschritten wir als Abteilung Stuemer den stark angeschwollenen Rovuma mit Hilfe einer kleinen Flottille von
Baumrindenbooten, die auf Anordnung des Bezirksleiters Kellmann in Tunduru von den Eingeborenen des nächst größeren Rovuma
Ortes Sassawara in stattlicher Zahl hergestellt waren. Nach sechstägigem Marsche durch menschenleeren Urbusch kamen wir am
siebenten Tage im ersten größeren Orte Portugiesisch-Ostafrikas, Kwembe an, das durch eine Überrumplung leicht in unsere Hände fiel.
Schon waren zwei andere Aufklärungspatrouillen ausgesandt, als am 27. April 1917 Leutnant Dietrich den Auftrag erhielt, in größerem
Erkundungsmarsch möglichst die englisch-rhodesische Grenze zu erreichen. Auf meine Bitte durfte ich diese Patrouille, die aus 2
Weißen und etwa 20 Askari bestand, begleiten. Am 9. Mai 1917 überschritten wir diese Grenze bei Mandimba und standen so als erste
in Rhodesien, also im englischen Zentralafrika. Erst am 21. Mai 1917 kehrte ich nach Kwembe zurück.


Hier zu ein paar Anmerkungen: Es handelt sich nicht um Britisch-Rhodesien (heute Zambia), sondern um Britisch-Nyasaland (heute
Malawi). Mandimba ist auch heute noch Grenzübergang und Zollstation zwischen Malawi und Mocámbique. Kwembe war also nicht
der südlichste Punkt der Stuemer-Expedition. Die Aufklärungspatrouille von Dietrich ging also fast bis über den südlichsten Zipfel des
Niassa-Sees (heute Malawi See) hinaus. Dies wäre aber eine komplett andere Richtung die Koehl ein Jahr später genommen hat.
Hier verstehe ich auch die Angabe von Boell auf Seite 345 nicht ganz. Seine Ortsangaben Nanungu und Montepwezi liegen wesentlich
weiter östlich. Auch kann ich seine zeitliche Angabe nicht ganz nachvollziehen. Wenn Dietrich am 10. Juli 1917 noch in Montepwezi
gewesen ist, wie kann dann Deppe, der die gleiche Patrouille die ganze Zeit begleitete, am 21. Mai 1917 schon wieder in Kwembe
gewesen sein? – Unterschiedliche Patrouillen? Weiter geht´s mit Textpassagen.


Die Abteilung des Majors von Stuemer bildete damals den südlichsten Teil der ganzen Schutztruppe, deren andere Glieder noch in
Deutsch-Ostafrika standen. Unsere Aufgabe war, das Land zu erkunden und Verpflegung zu sammeln, die wir auch in reichstem Maße
erhielten. Kwembe selbst lag – wie fast alle größeren Niederlassungen im Portugiesischen - auf einem Hügel und gestattete einen
weiten Umblick nach fast allen Seiten. Im Süden erinnerte das Landschaftsbild an den Blick, den man vom Corcovado auf der Nordseite
der Bai von Rio de Janeiro hat: in ähnlicher Form zeigte sich in der Ferne ein Höhenzug als Wahrzeichen der ganzen Gegend. Der Ort
Kwembe war ein wichtiger Mittelpunkt, wo Lebensmittel in großer Menge aufgestapelt lagen. Nun suchten wir von hier aus in die
Verpflegungsgebiete selber vorzudringen und die Eingeborenen zu gewinnen, damit sie und freiwillig gegen Bezahlung unsern und der
Truppe Bedarf lieferten.

29. Mai 1917
Ein Kommandobefehl vom 24. April 1917 läßt unsere Armut an Arzneien und Verbandsmaterial erkennen: „ Gefangene, die so schwer
verwundet sind, daß sie in absehbarer Zeit nicht wieder kriegsverwendungsfähig werden, sind zur Schonung unserer Bestände an
Sanitätsmaterial möglichst an Ort und Stelle dem Gegner zurückzugeben, falls nicht begründete Bedenken vorliegen. Unteroffizier
Frank von der Kompanie Meyer und Landsturmmann Hofmann, zwei schwarze Chargen, sieben Askari und drei Rugaruga (Hilfskrieger)
von der J-Kompanie sind heute früh mit dem auf der Dietrischen Patrouille gefangenen englischen Offizier und anderen Gefangenen
über Mkama nach Massassi abgegangen. – Hauptmann von Gellhorn ist von der 1. Schützenkompanie zur J-Kompanie versetzt.

30. Mai 1917
Auf dem 32 zu 12 Meter großen, also 384 Quadratmeter umfassenden Platz vor meinem Hause muß Salim bleichen; denn meine
Wäsche sieht toll aus, vielleicht spielt die rote Erde hier eine Rolle; der Boden erinnert an Dodoma, - Heute fing nun die Kompanie an,
zwischen meinen Häusern hindurch zu exerzieren. So bleibt mir nichts anderes übrig, als meinen Bleichplatz einzäunen zu lassen. . .

31. Mai 1917
Anscheinend liegt etwas in der Luft; denn der Außenposten Usanjando wird eingezogen, und außerdem sind heute folgende
Alarmvorschriften und Verhaltensmaßregeln bei unmittelbarem feindlichen Angriff bekanntgegeben: 1. Das Alarmzeichen besteht aus
3 kurz aufeinanderfolgenden scharfen Gewehrschüssen. 2. Der Befehl zum Alarm wird vom Abteilungsführer oder seinem Vertreter
gegeben. In dringenden Fällen ist jeder Europäer zur Abgabe des Alarmzeichens berechtigt. In solchem Fall ist der Grund des Alarms
sofort dem Abteilungsführer zu melden. 4. Die Kompanien treten bei Alarm auf ihren Appellplätzen an und erwarten dort weitere Befehle;
die Trägerkolonnen mit gepackten Lasten geschlossen hinter der Front, unter der hierfür dauernd bestimmten Europäerführung und
Askaribedeckung. Außenwachen bleiben an ihrem Platze. 5. Die Trägerkolonnen des Abteilungsstabes, Ordonanzen und farbige
Hilfsleute rücken geschlossen in den Bomahof. 6. Sanitäts- und Magazinkolonnen treten am Magazin zusammen.7. Sind europäische
Gefangene im Gefangenenlager, so bleibt der Europäer vom Dienst bis auf weiteren Befehl zu ihrer Beaufsichtigung dort; bei farbigen
Gefangenen nur die Wache. 8. Bei unmittelbarem feindlichen Angriff haben die Kompanieführer den Umständen entsprechend zu
handeln, unter sofortiger Meldung des Veranlaßten an den Abteilungsführer. 9. Abteilungsführer und Stab befinden sich in der Boma.
Wie Feldwebel Kühn aus Mtonya schreibt, hat der englische Missionar geäußert: Die Engländer rückten in großer Truppenzahl an;
länger als zwei Wochen würden wir uns nicht mehr im Portugiesischen halten können.


(Morgen Teil II) Winken
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BeitragBeitrags-Nr.: 188133 | Verfasst am: 04.09.2010 - 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

1. Juni 1917
Ein Abteilungsbefehl sagt: 1.Die nach Luambala entsandte Patrouille der 25. Feldkompanie und das Maschinengewehr haben Befehl
erhalten, zur Kompanie nach Mwembe zurückzukehren. 2. Posten Luambala bleibt mit zwei Europäern und dreißig Askari der Kompanie
J besetzt; Führer ist Feldwebel Braun. Die noch dort befindlichen Europäer und farbigen Mannschaften der Kompanie V und J haben
Befehl, nach Mwembe zurückzukehren. 3. Kompanie J besetzt den neu einzurichtenden Relaisposten am Mbuluko, also zwei
Tagesmärsche nordöstlich Mwembe an der Straße Mwembe-Mkama. Dazu tritt die Besatzung des bisherigen Posten Usangando und
Landsturmmann Oberndörfer. In Luambala wird nur ein Posten mit zwei Europäern und 30 Askari belassen, alle anderen Mannschaften
kehren nach Mwembe zurück.

3. Juni 1917
Das Befehlsbuch sagt: 1.Die 25. Feldkompanie rückt am 4. Juni früh gemäß Kommandobefehl über Sassawara nach Tunduru. 2. 59
Tunduruträger (17 von der J-, 11 von der V-Kompanie, 31 von Bomsdorf) gehen mit, ebenso der hier in Gewahrsam befindliche Jumbe
Msaume Kaligabe, der seinerzeit aus dem Tundurubezirk mit den portugiesischen Truppen abgezogen ist. 3. Reckschieß geht über
Lipute-Mbuluko auf Mkama, um kürzere Verbindungen festzustellen (Relaisposten Mbuluko). 4. Kompanie J bezieht Lager der 25.
Feldkompanie.

4. Juni 1917
Nach Meldung des Kommandos vom 11. Mai waren in letzter Zeit häufige für den Feind verlustreiche Patrouillengefechte vor Kilwa und
Ungawara. Im Kissiwanihafen wurde ein großer englischer Dampfer vom Geschütz Batzner so beschossen, daß er in Brand geriet,
Schlagseite bekam und anscheinend bewegungsunfähig war. . . Laut Kommandobefehl vom 11. Mai werden General Wahle, der im
Anmarsch nach Tunduru ist, Abteilung Stuemer, 5. Schützen- und 25. Feldkompanie unterstellt. –Oberleutnant Meyer meldet unterm
29. Mai, daß er mit einer Patrouille am 28. Mai die Boma Nangwale, die in der Nacht vorher vom Gegner geräumt war, besetzt habe;
der Gegner sei ostwärts geflohen und werde verfolgt.
Heute früh brachte Methkessel als ersten Vorgeschmack der Jacquetschen Beute zwei Päckchen gummiertes Zigarettenpapiers;
bis jetzt hoch im Kurse stand das dünne Klosettpapier. (Jacquet hatte eine Erkundungspatrouille nach Metangula am Nyassasee
unternommen.)
Um die portugiesischen Eingeborenen uns möglichst günstig zu stimmen und um gegen Überfälle durch sie gesichert zu sein, hatte
Dietrich auf seiner Patrouille nach Rhodesien den Leuten gesagt: er sei nur der Vorläufer einer großen deutschen Trupp. Sie sollten
Mehl und andere Nahrungsmittel bereithalten, Boote bauen, Brücken anlegen und so fort. Das hatten sie auch alles treu erfüllt.
Sanitätsfeldwebel Pohlig, der unserer Spur auf der Dietrichschen Patrouille gefolgt ist, berichtet nun folgendes: 1. Die Eingeborenen
halten Mehl wie befohlen, an einem anderen Ort über vierzig Lasten (d. h. 1200 Kilo), für die in Aussicht gestellten Kompanien bereit und
fragen immer: „Wann kommen die Truppen?“ Als Kulzer, der zur Sicherung noch in dortiger Gegend belassen war, auch abzog, wurden
sie ängstlich, da sie die Rache der Portugiesen dafür fürchteten, daß sie uns unterstützt hatten. 2. Die Eingeborenen haben Kulzer stets
unterstützt und ihm jederzeit die Stellungen der Engländer gemeldet. 3. Nur der Sultan von Luambala hat sich noch nicht wieder sehen
lassen; immer heißt es, er sei nicht da; sogar der so gutmütige Jumbe am Ruangwa ist, wie es heißt, mit dem Sultan zu den anderen
Jumben gegangen; anscheinend wollen sie eine große Beratung pflegen. 4. Die Engländer sind wieder nach Mandimba zurückgekehrt;
angeblich sind zwanzig Europäer dort, und zwar Pflanzer, Bergbaukundige und Handwerker. Nur eine Militärperson sei darunter, die mit
Motorrad gekommen sei und alle Wehrfähigen zusammengezogen habe. 5. Die Engländer verbreiten die Nachricht, Deutsche gäbe
es gar nicht mehr; die seinen längst alle gefangen genommen. 6. Jenseits des Nyassasees sollen Rekrutenmagazine sein. 7. Die
Engländer haben an die Eingeborenen Waffen verteilt mit dem Befehl, jeden Deutschen abzuschießen. 8. Alle diese Nachrichten
stammen von einem englischen Spion, der gefangen wurde, während sein Begleiter entkam. – Braun und Muxel sind in Luambala
geblieben.

5. Juni 1917
Am 30. Mai hat Patrouille Meyer zwei Stunden östlich Nangwale ein Gefecht mit einer portugiesischen Abteilung und vier Europäern und
50 Askari. Der Feindfloh ins Pori. Von ihm sind ein Europäer schwer verwundet und zwei Askari und mehrere Träger gefangen; von uns
ist ein Askari vermißt und ein Träger leicht verwundet; drei Gewehre und Munition sind erbeutet.
Die englische Abteilung bei Mandimba, vor deren Schießen die Patrouille Dietrich damals zurückging, bestand nur aus einem Europäer
und 20 Askari, die ebenso wie wir davonliefen und sogar ihre Gewehre noch fortwarfen; der Europäer kam gar ohne Tropenhelm zurück.
Am 12. Mai wurde bei Ramoto und Ramara gegenüber Changani eine lebhafte Tätigkeit der Portugiesen mit Hilfe zahlreicher Europäer,
mehrerer Autos und eines Pontons beobachtet. Vom Gefecht erfuhr ich näheres: Unteroffizier Kaufmann wurde mit neun Gewehren den
zwei Kompanien starken geflohenen Portugiesen nachgeschickt. Von der Straße verloren sich aber die Spuren bald ins Pori. Kaufmann
ging die Straße vier Stunden weiter, als ihm ein ahnungsloser neuer Trupp Portugiesen (fünf Europäer und fünfzig Askari) entgegenkam.
Dieser wurde sofort unter Feuer genommen und ging darauf langsam nach Nangwale zurück. Unterwegs stieß er auf Meyer, der
inzwischen benachrichtigt war, und wurde nun völlig aufgerieben.

6. Juni 1917
Feldwebel Kühne meldet aus Porilager vor Mtonya: Nach Meldung von Eingeborenen, die sehr viel Verpflegung bereithalten, ziehen
Engländer von Rhodesien her gegen uns; ein Flieger ist auch schon von ihm beobachtet. - Kompanie V geht morgen nach Likopolwe,
Kompanie Meyer von Mtarika nah Loambale; Kompanie J zieht alle Außenposten ein und bleibt in Kwembe. – So ist unsere Ruhe wieder
mal dahin. Ich lasse sofort Rote-Kreuz-Fliegerfahnen anfertigen, vier Stück, je drei Quadratmeter groß.
Berthel, der den englischen Missionar über die Grenze bringen sollte, ist noch nicht zurückgekehrt; ich tippe auf „gefangen“. Abends kam
eine Eingeborenenmeldung aus Unangu: Ein „Puff-Puff“ sei gekommen, und alle Leute seien davongelaufen! Also, der Flieger, den Kühn
gesehen hat, dürfte auch bei uns bald erscheinen.

7. Juni 1917
Das Befehlsbuch verkündet: 1. Kompanie V rückt heute nach Likopolwe. (Es soll 1600 Meter hoch liegen und so kalt sein, daß man
tagsüber sogar am Feuer sitzt.) Sie bezieht dort Standquartier und klärt von dort aus gewaltsam gegen Mtonya auf. In Mwembe verbleibt
ein Wachkommando von einem Europäer und zwölf Askari, daß der Kompanie J angegliedert wird. 2. Kompanie Meyer rückt von
Chirumba nach Luambala. 3. Die dortige Besatzung rückt nach Mwembe und tritt zur Kompanie zurück. 4. Kompanie J übernimmt bis
auf weiteres den Wach- und Sicherungsdienst in Mwembe. Es sind drei Wachtposten zu stellen als Sicherung in Richtung Luambala –
Likopolwe – Dorf Mwembe. Wachhabender und Ablösung liegen in der Boma. Aufziehen der Wache sechs Uhr nachmittags; acht Uhr
vormittags werden Wache und Posten eingezogen. Revision der Nachtposten durch den Europäer vom Dienst.- Wahle kommt nicht
hierher, sondern tritt an Looffs Stelle; dagegen sollen Korvettenkapitän Zimmer, der früher der „Möwe“, und Kapitänleutnant Koch von
der „Königsberg“ zu unserer Abteilung versetz sein. Wir sind nun so reich mit Stabsoffizieren versehen, daß Stuemer mit Recht sagt:
„ Dann bekommt jeder einen Zug!“

8. Juni 1917
Das Befehlsbuch sagt u. a.: 1. Laut Kommandobefehl vom 14. Mai tritt das Personal der früheren Landetappe Songea zur Abteilung.
2. Das Kommando gibt unterm 20 Mai bekannt, daß Post nach dem vom Feinde besetzten Gebieten nicht mehr befördert wird.
3. Laut Kommandobefehl vom 20. Mai übernimmt General Wahle nicht den Befehl bei Tunduru und hier, sondern bei Lindi.
4. Laut Kommandobefehl vom 24. Mai wird Hauptmann Willmann zum Stabe der Abteilung versetzt. 5. Beim Nahen des Fliegers
ist einzeln langsam Deckung gegen Sicht aufzusuchen.


(Morgen Teil III) Winken
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 188161 | Verfasst am: 05.09.2010 - 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

9. Juni 1917
Heute ist mein Geburtstag, . . . Wie hervorragend Kellermann aus für unser Gebiet hier vorgearbeitet hat, zeigen die genauen Auskünfte,
die er schon am 10. März durch Spions-Nachrichten erfahren hat und die sich immer wieder aufs neue als richtig bestätigen. So hatte ich
mir damals schon über die einzelnen portugiesischen Forts und ihr Besetzung folgendes aufgeschrieben: 1. Das erste größere heißt
Kwembe, wo einst Mataka saß, es liegt schon weit drin im Lande; hier ist ein großes Magazin angelegt, auch stehen hier zwei
Portugiesen mit fünfzehn Askari. 2. Chirumba, auch Mtarika und Fort Luis Filip genannt, hat einen Portugiesen und acht Askari. 3. Chao
im Oizulu-Gebirge hat fünf Askari, Unangu nur einen Askari. 4. In Nangwale sitzt der portugiesische Kapitän von Mkama; die Besatzung
ist noch nicht sicher bekannt, wird aber noch erkundet. 5. Motofali, eine Stein-Boma mit Schützengräben, ist zerstört. 6. Luwambele bei
Metangula hat ein großes Magazin. – Als Negerauskünfte sind solche Meldungen außerordentlich zu nennen.

10. Juni 1917
Im Magazin haben wir schon an 2000 Lasten, also etwa 60000 Kilo, Verpflegung aufgesammelt. . . Die Patrouille Kühne ist heute
zurückgekehrt.

11. Juni 1917
Kühne erzählte mir: Als er Mtonya besetzen wollte, kam ihm der 67jährige englische Missionar, ein früherer Seemann, entgegen und
begrüßte ihn mit den Worten:“Ich weiß das sie kommen. Ich bin allein, da ich alle Neger, auch meinen Jungen, fortgeschickt habe.
Bitte, geben sie mir einen Koch; ich möchte sie zum Essen einladen!“ Er bereitete den Unseren die denkbar netteste Aufnahme und
verschenkte an sie alles, was er hatte, besonders Strümpfe, Hemden, Stiefel, Kleidung, kurz alles, woran wir gerade Not leiden.
Er sprach in höchster Anerkennung von den Deutschen:“Die ganze Welt spricht von Ostafrika und ihrem Heldentum! Aber machen
sie nun ein Ende und erholen sie sich in Blantyre oder Pretoria!“ Beim Abschied bedankte er sich besonders dafür, weil wir ihn nicht
gefangen genommen hätten.

12. Juni 1917
Stuemer meint heute nicht ohne Grund: Da wir nur noch so wenige hier sind, müßten eigentlich alle mit der J-Kompanie
zusammenziehen. Es sei furchtbar leichtsinnig, so zerstreut zu wohnen; ein paar beherzte Engländer können jeden von uns einzeln
ausheben, ohne daß der Nachbar etwas merke; nicht einmal schießen würde man ja hören. Er steht immer schon um fünf Uhr auf, um
nicht wenigstens im Bette gefangen zu werden.

13. Juni 1917
Neue Nachrichten: . . . 2. Englisch, amtlich:“Überreste der vom Rufidji abgedrängten Deutschen sind in portugiesisches Gebiet
eingedrungen (Das sind also wir!)Andere zogen sich von der Zentralbahn zurück. Rhodesier und andere Truppen zusammen mit
Belgiern haben den deutschen Befehlshaber(gemeint ist wohl Oberstleutnant Hübener) 90 Meilen südwestlich von Tabora gefangen
genommen, zusammenwirkend mit britischen Truppen von der Zentralbahn.“
In der Boma Mpotopoto liegen ein Hauptmann, zwanzig Europäer, hundert Askari, fünf Geschütze und zwei Maschinengewehre. Von
Mpotopoto nach Nangadi wird eine Straße gebaut. Ein Europäer und drei Askari sind über Mriti nach Rgomano gezogen, um die Boma
wiederherzustellen. Am Rovuma stehen folgende Flußposten: 1. Vier Stunden oberhalb Makalakala liegen drei Askari und viele Wangoni
mit Hinterladern, 2. An der Mündung Mparahanka beim Jumben Likuku drei Askari. 3. bei Mschapi, fünf Stunden oberhalb Msimbua und
gegenüber Lischehe, nur Eingeborene. Die Mawia sind im Aufstand und haben uns um Unterstützung gebeten. Zwei Engländer befinden
sich auf der Jagd in Msimbua. In Ramgaru steht Feind. In Mroweka und Mkwaya sind Bomben geworfen; haben aber nur Sachschaden
angerichtet.

16. Juni 1917
Meyer hat vierzig Lasten Salz erbeutet: bei unser Salzknappheit ein außergewöhnliches Glück. . . Zimmer und Willmann sind heute
eingetroffen. Kompanie Meyer bleibt hier, ebenso Kompanie J.

17. Juni 1917
. . .Abends ging ich mit Jacquet zu Meyers Kompanie, die bei Grammophonspielen ein großes Krapfenessen mit – leider etwas ranzigem –
Elefantenfett veranstaltet. . .

21. Juni 1917
. . . Gestern nacht wurde wieder dicht bei meinem Hause auf Löwen geschossen. . . Nach einer englischen Nachricht, ist Wintgens in
Tabora an Schwarzwasser gestorben. Die arme Mutter: in zwei Monaten zwei Söhne tot, die Hervorragendes geleistet.

29. Juni 1917
Das Neue ist: Morgen geht Zimmer zur V-Kompanie, um sie weiter vorzuschieben. Er rechnet mit zwölf Tagen Safari. . . Mein rechtes
Chininbein (ich spritze mir das Chinin immer in die Oberschenkelmuskulatur; esse es nie) ist allerdings recht empfindlich, stark entzündet
und schmerzend. . . Aus dem Befehlsbuch trage ich nach: 1. 20. Juni. Brucker zur 13. Feldkompanie versetzt. 2. Am 22. Mai nachmittags
war Versteigerung des Nachlasses des Feldwebels Schulz von der J-Kompanie. 3. 22. Juni werden zur V-Kompanie abkommandiert
Unteroffizier Hellmeier, Gefreiter Kalina und Fränkel. Den Aufkaufposten Kwisombe übernimmt Winter, den von Usangano Eisenhauer,
Häckel in Msawisi wird von Domke abgelöst. 4. Muxel bringt am 23. Juni mit vier Gewehren einen Gefangenentransport (einen Europäer
und sieben Askari) über Liputi, Msawisi und Mtonowere nach Mkama; Vieweg bringt sie nach Massassi und kehrt nach Msawisi zurück.
5. 26. Juni. Das stellvertretende Kommando in Liwale ist am 9. Juni aufgelöst. 6. 28. Juni. Zimmer marschiert zur Besichtigung der
Stellungen am 29. Juni nach Likopolwe. Laut Kommandobefehl ist die Kompanie Meyer zur „8. Schützenkompanie“ verwandelt.
8. Schulz ist Ortskommandant in Massassi, Bleich ist in Luagalla. Gefreiter Viebrach und Landsturmmann Messer sind verwundet.
9. Ab 1. Juli ist das Losungswort „kula mtama“ (friß Hirse).
Heute nachmittag um vier erschien der Flieger zum zweiten Male. Ich hatte den ganzen Tag mein entzündetes Bein wohl gehütet und
glaubte, vor Schmerzen keinen Schritt damit machen zu können. Als ich aber das Surren hörte und gleich richtig auf den Flieger tippte,
da konnte ich zum Unterstand laufen wie ein junges Wiesel. Es scheint nun doch, als wollten die Engländer etwas gegen uns
unternehmen. Sechs Kompanien sollen schon in Mtonya gesammelt sein. Wenn es zehn sind, dann Ade Kwembe.

Bald verließ unsere kleine Abteilung wieder das portugiesische Gebiet und kehrte nach Deutsch-Ostafrika zurück. Nicht lange danach
kam es im Südosten des Landes zu langwierigen schweren Kämpfen, deren Ende der Übergang unserer ganzen Truppe über den
Rovuma am 25. November 1917 war.
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BeitragBeitrags-Nr.: 188170 | Verfasst am: 06.09.2010 - 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn Dietrich am 10. Juli 1917 noch in Montepwezi gewesen ist, wie kann dann Deppe, der die gleiche Patrouille die ganze Zeit begleitete, am 21. Mai 1917 schon wieder in Kwembe gewesen sein?


Ich habe den Text jetzt drei Mal durchgelesen:

Im Mai in Kwembe, im Juli in Montepwezi
Passt doch chronologisch??

Ansonsten natürlich toller Detailbericht
Zitat:
Persönlich favorisiere ich originale Textpassagen. Sie geben am besten die damaligen Sichtweisen und Eindrücke wieder.

Um die eher trockenen Statistiken und Analysen mit Leben zu füllen, gehören solche Berichte unbedingt dazu

Ich stelle morgen noch die entsprechenden Einträge des KTB zu Stuemers Expedition ein
Und noch abschliessend was zu den politischen Hintergründen der Differenzen in POA:

Zitat:
Die Portugiesen misstrauten den Briten zutiefst. . . Trotzdem rief eine starke britische Präsenz in Mozambique natürlich gewisse Befürchtungen
hervor

Zitat:
Gemäß meinen Quellen scheint es die vage Andeutung der Briten gegeben zu haben, den Südafrikanern als Gegenleistung für ihr Engagement Zugriff auf Beira im Rahmen eines Tauschgeschäftes mit den Portugiesen zu ermöglichen (Das südl. DOA gegen das südl. POA, also praktisch eine Nordverschiebung)


Hew Strachan „The First World War, Volume I: To Arms“ Oxford University Press Inc., New York, 2001

Zitat:

As in the case of South-West Africa, London's short-term needs conveniently
merged with Pretoria's long-term ambitions. The implicit agenda in
South Africa's act of Union was its extension to the line of the Zambezi.
The
motivations were at once elevated, economic, and national. Smuts identified
himself with Cecil Rhodes, and saw South Africa's task as 'the progress of
European civilization on the African continent'. Commercially, the adjacent
ports for the Transvaal were not Capetown and Walvis Bay but Delagoa Bay
and Beira, both in Portuguese hands. Thus, the development of Pretoria and of
Afrikaner interests was stunted by the geographical configuration of the
Union.
The addition of South-West Africa would increase the weighting in
favour of Capetown and the English population, not diminish it. The solution
suggested in April and May 1915 by Harcourt and by South Africa's governorgeneral,
Lord Buxton, was to persuade Portugal to swap Mozambique for
South-West Africa. Smuts, however, recognized that the deal would be too
poor to commend itself to the Portuguese. His idea was to conquer German
East Africa, and then allocate its northern territory to Britain and its southern
to Portugal. In exchange, Portugal would be asked to give the southern part of
its existing colony, including Delagoa Bay and Beira, to South Africa.
To
achieve this the South Africans were prepared to provide troops for the East
African campaign, initially at imperial expense, but—if the deal worked—
eventually at South Africa's


Hyam, Failure of South African expansion, 23-9, 36;
Hancock and Poel, Smuts papers, iii. 307-10;
Warhurst, South African Historical Journal, XVI (1984), 82-8.

(Seine Analyse des Feldzuges gehört übrigens mit zu den besten, die ich bisher gelesen habe)
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 188173 | Verfasst am: 06.09.2010 - 12:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zitat:
Wenn Dietrich am 10. Juli 1917 noch in Montepwezi gewesen ist, wie kann dann Deppe, der die gleiche Patrouille die ganze Zeit begleitete, am 21. Mai 1917 schon wieder in Kwembe gewesen sein?
Ich habe den Text jetzt drei Mal durchgelesen: Im Mai in Kwembe, im Juli in Montepwezi. Passt doch chronologisch??


Das geschriebene Wort kommt natürlich immer ganz anders rüber, als das gesprochene. So gesehen hast du recht.
Ich bin auch davon ausgegangen, dass Dietrich und Deppe die Patrouille gemeinsam durchgeführt haben. Deppe
beschreibt, daß er bis zum Schluß dabei war und bin auch davon überzeugt das Dietrich als Patrouillenführer ebenfalls
bis zum Schluß anwesend war. So gesehen irritieren mich die Unterschiedlichen Zeitangaben; - Dietrich ist am 10. Juli
noch in Montepwezi; - Deppe aber seit dem 21. Mai schon wieder zurück in Kwembe.


Zitat:
Ich stelle morgen noch die entsprechenden Einträge des KTB zu Stuemers Expedition ein
Und noch abschliessend was zu den politischen Hintergründen der Differenzen in POA:

Prima, habe mir auch schon mal einen Plan gemacht was ich noch im Detail dazu beitragen kann; bzw noch recherchieren muß:

- Genaue Gliederung und Stärke der Abteilung / Kompanien
- Auflistung der Offiziere des Stabes und der Kompanien
- Einzelne Mannschaftdienstgrade genauer unter die Lupe nehmen
- Genauer zeitlicher Ablauf
- Örtlichkeiten (Karte) mit Weg der Abteilung und der nachweisbaren Patrouillen anhand der Texte.
- Chronologische Auflistung der Einzelnen Kampfhandlungen, wo und Gegner.
- Bilder / Fotos von Örtlichkeiten oder Personen suchen.

Deine sehr detailierten Hintergründe muß ich mir auch noch durchlesen.
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 188174 | Verfasst am: 06.09.2010 - 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
habe mir auch schon mal einen Plan gemacht was ich noch im Detail dazu beitragen kann


Da freu ich mich jetzt schon drauf Gut gemacht!
Quellentechnisch ist das Kapitel Stuemer für mich nämlich erschöpft

Ich stelle dann noch Hintergrundinformationen zu POA, da ich u.a. mit meinen portugiesischen Quellen beschäftigt bin

Anschliessend Abt. Koehl bei Medo ?
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