Sprüche und Weisheiten zur Kavallerie
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Reiter
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BeitragBeitrags-Nr.: 166177 | Verfasst am: 14.01.2009 - 18:07    Titel: Sprüche und Weisheiten zur Kavallerie Antworten mit Zitat

Wollen wir hier doch mal beginnen zu sammeln.

Schwerfällig ist der Kürassier, er reitet Schritt und trinkt viel Bier.
Dragoner ist halb Mensch, halb Vieh; aufs Pferd gesetzte Infanterie.
Husaren reiten wie der Wind, wenn sie erst aufgesessen sind.
Ulanen werden in der Schlacht, wie andere Menschen umgebracht.
Als unser Herrgott schuf die Erde, da gabs noch keine Jäger zu Pferde.


Und noch ein Auszug aus einem älteren Beitrag:

http://i32.tinypic.com/2e0o7qp.jpg

http://i28.tinypic.com/x258qa.jpg

Quelle: Die militärischen Vierjahreszeiten, München 1880

Horrido!

Nicole
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 166237 | Verfasst am: 15.01.2009 - 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

Unter dem Sattel ein feuriges Pferd,
Hoch in der Faust ein wuchtiges Schwert,
Seitlich die Brüder mit blitzender Wehr,
Hinten die Schand‘ und verlorene Ehr‘,
Vornen ein trockenes, ebenes Feld,
Fest das Vertrauen auf Gott gestellt:
Tapfere Reiter brauchen nicht mehr,
Kühn zu stürmen ins feindliche Heer.

v. Reder
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 166259 | Verfasst am: 16.01.2009 - 08:15    Titel: Antworten mit Zitat

Höre, was der Volksmund spricht:
Wer die Wahrheit liebt, der muß
Schon sein Pferd am Zügel haben –
Wer die Wahrheit denkt, der muß
Schon den Fuß im Bügel haben –
Wer die Wahrheit spricht, der muß
Statt der Arme Flügel haben!

Mirza Schaffy
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 166390 | Verfasst am: 18.01.2009 - 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

http://i44.tinypic.com/n521qr.jpg
http://i39.tinypic.com/ir50r8.jpg
Aus: Leyer und Schwert, Theodor Körner, herausgegeben von seinem Vater 1815
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Reiter
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BeitragBeitrags-Nr.: 166420 | Verfasst am: 18.01.2009 - 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

Das Pferd ist dein Spiegel. Es schmeichelt dir nie.
Es spiegelt dein Temperament. Es spiegelt auch
deine Schwankungen.
Ärgere dich nie über dein Pferd; du könntest dich
ebensowohl über deinen Spiegel ärgern.


http://i41.tinypic.com/2duys1d.jpg

Horrido!

Nicole
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 166453 | Verfasst am: 19.01.2009 - 12:40    Titel: Antworten mit Zitat

Meldungsritt
Sachte, geh‘ im Schritt!
Nicht vom Stein ein Funke spring‘ –
Nicht dein Huf die Nacht durchkling‘ –
Reiter seine Meldung bring‘ –
Sachte, geh‘ im Schritt!

Heimlich durch die Nacht!
Finster hat sie, unbewegt
Mir den Mantel umgelegt,
Drin das Herz nur pocht und schlägt
Heimlich durch die Nacht.

Lautlos fliegt die Zeit.
Waldesrand und Dorngeheg‘ –
Weiler – Acker – dort ein Steg –
Bin ich noch auf rechtem Weg? –
Lautlos fliegt die Zeit.

A. G. Marius
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 166488 | Verfasst am: 20.01.2009 - 07:03    Titel: Antworten mit Zitat

Das sind die kühnen Ulanen

Wer stürmt übers Feld wie der Wirbelwind?
Blitzschnell sie heran und vorüber sind.
Es sprühen die Funken aus Eisen und Stein,
Sie müssen die ersten am Feinde sein.
Am Lanzenschaft flattern die Fahnen –
Das sind die kühnen Ulanen.

Nur drauf und durch! Sie fragen nicht lang,
Wenn’s gilt einen schneidigen Waffengang.
Und bläst’s zur Attacke, da sind sie voran –
Gott schütze den braven Reitersmann!
Am Lanzenschaft flattern die Fahnen –
Das sind die kühnen Ulanen.

Mit rasender, reißender Sturmesgewalt
Ihr Schwarm auf des Feindes Flanke prallt,
Mit wuchtigem Stoß die Kolonnen durchbricht –
Hei, wie man da ficht und um sich sticht!
Am Lanzenschaft flattern die Fahnen –
Das sind die kühnen Ulanen.

Die Klingen klirren, die Lanze blitzt
Und Roß und Reiter sein Blut verspritzt.
Und wär’s auch der letzte, der Todesritt,
sie reiten und streiten und sterben mit!
Am Lanzenschaft flattern die Fahnen –
Das sind die kühnen Ulanen.

Von Wilhelm Wagner dem Ulanen-Regiment Großherzog Friedrich von Baden (Rhein.) Nr. 7 gewidmet
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 166531 | Verfasst am: 21.01.2009 - 12:53    Titel: Antworten mit Zitat

Wir führen die Lanze mit rüstiger Hand im Streit,
Zum Kampf für König und Vaterland bereit,
Der eisenbeschlagenen Waffe gebührt,
Vor allen, die je ein Krieger geführt,
Der nimmer bestrittene Preis.

Von Pflichten der Ehre in rühmlichem Strauß erfüllt,
Die ersten hinein und die letzten heraus, wenn’s gilt,
So sprengt der Ulan in den Feind hinein,
Und kräftig durchbohrt die mächtigen Reihn
Der luftdurchsausende Stich.

Wie Mauern geschlossen, zum Stich gefällt den Speer,
So reiten die Ulanen durch Flur und Feld einher;
Es tönt die Trompete, sie brausen heran,
Es flattern die Fähnlein der Lanzen voran,
Die nie ihren Mann noch verfehlt!

Auch sind die Ulanen im Plänklerschwarm zu Haus:
Pistolen und Säbel – die Lanze am Arm - heraus!
Umringt sie der Feind, so decken sie sich
Durch wirbelnde Kreise und kräftigen Stich
Und tummeln gelassen das Roß.

Den Feind beim Verfolgen mit Ungestüm gehetzt,
Den blanken Speer in die Rippen ihm gesetzt;
So feiern Ulanen den Siegestriumph,
Vernichten den Gegner mit Stiel und Stumpf
Und jagen zum Land ihn hinaus.

Darum liebt man Ulanen wohl weit und breit, hurra!
Die tapferen, stattlichen Reitersleut‘, hurra!
Im Frieden, im Krieg, beim Becher und Schmaus,
Und wählen die Mädchen den Liebling sich aus,
So ist es schlanker Ulan.

Gleim
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Matte
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BeitragBeitrags-Nr.: 166581 | Verfasst am: 22.01.2009 - 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Cuiraßiere reiten wie der Wind, wenn sie nur mal erst oben sind.
Ulanen tragen stets die Lanze nicht nur beim Reiten - auch beim Tanze.
Winken
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BeitragBeitrags-Nr.: 166592 | Verfasst am: 23.01.2009 - 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn dir des Schicksals Hand will fallen in die Zügel,
Wird Dein arab’scher Hengst ein Esel unterm Bügel.
Rückert
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 166650 | Verfasst am: 24.01.2009 - 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Am Geburtstag des Großen Königs

http://i42.tinypic.com/24meqma.jpg
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 166699 | Verfasst am: 25.01.2009 - 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Der alte Reiter

Nun hat man mich an den Schreibtisch verbannt
Zu Tinte, Papier und Feder,
Und hätte doch lieber ein Schwert in der Hand,
Und unter mir knirschendes Leder.

Und hinter mir klirrend die Lanzen gefällt
Fünfhundert feldgraue Husaren.
Und Morgensonne in Wald und Feld
Und Paukenschlag und Fanfaren.

Vorbei, vorbei! Doch gibt einst Freund Hein
Zum letzten Ritte den Segen,
So leget mir auf den Totenschrein
Die Sporen, die Peitsche, den Degen!

Albert Lehsten
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 166707 | Verfasst am: 26.01.2009 - 07:27    Titel: Antworten mit Zitat

An seinem sich heute jährenden Todestag:

Joachim Hans von Zieten, Husarengeneral,
Dem Feind die Stirne bieten,
Er tat's wohl hundertmal; sie haben's all erfahren,
Wie er die Pelze wusch,
Mit seinen Leibhusaren
Der Zieten aus dem Busch.

Hei, wie den Feind sie bläuten
Bei Hennersdorf und Prag,
Bei Liegnitz und bei Leuthen,
Und weiter Schlag auf Schlag;
Bei Torgau, Tag der Ehre,
Ritt selbst der Fritz nach Haus,
Doch Zieten sprach.' "Ich kehre
Erst noch mein Schlachtfeld aus."

Der Friede war geschlossen,
Doch Krieges Lust und Qual,
Die alten Schlachtgenossen
Durchlebten's noch einmal.
Wie Marschall Daun gezaudert.
Und Fritz und Zieten nie,
Es ward jetzt durchgeplaudert
Bei Tisch zu Sanssouci.

Sie kamen nie alleine,
Der Zieten und der Fritz,
Der Donner war der eine,
Der andre war der Blitz.
Es wies sich keiner träge,
Drum schlug's auch immer ein,
Ob warm', ob kalte Schläge,
Sie pflegten gut zu sein.-

Einst mocht' es ihm nicht schmecken,
Und sieh, der Zieten schlief.
Ein Höfling wollt' ihn wecken.
Der König aber rief: "Laßt schlafen mir den Alten,
Er hat in mancher Nacht
Für uns sich wach gehalten,
Der hat genug gewacht."-

Und als die Zeit erfüllet
Des alten Helden war,
Lag einst schlicht eingehüllet,
Hans Zieten, der Husar-.
Wie selber er genommen
Die Feinde stets im Husch,
So war der Tod gekommen
Wie Zieten aus dem Busch.

Theodor Fontane
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Reiter
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BeitragBeitrags-Nr.: 166744 | Verfasst am: 26.01.2009 - 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn dein Pferd nicht gut geht, so suche bei dir.
Der Grund liegt fast immer in dir. Aber ich sah
Reiter aus dem Sattel steigen und ängstlich den
Bauch ihres Pferdes absuchen; - als ob es eine
Fliege gewesen sei, die es hinderte über den Graben
zu springen, vor dem es gerade mit einem abweisenden
Stampfen der Hinterbeine stehen geblieben war.

Verachte die, welche sagen: ich weiß nicht was
der eigensinnige Bock heute hatte, daß er so
schlecht ging, daß er nicht über den Bach wollte,
daß er vor der Windmühle kehrt machte. Frage
dich ob deine Hand leicht, dein Sinn frei, deine
Zuversicht unverrückt war. Warst du es nicht der
sicher weigerte über das Wasser zu setzen? Warst
du nicht ängstlich, ob dein Pferd nicht vor den
schlagenden Flügeln scheuen würde?


http://i40.tinypic.com/30hms95.jpg

Horrido!

Nicole
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BeitragBeitrags-Nr.: 170787 | Verfasst am: 01.05.2009 - 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Geschrieben im Mai vor 99 Jahren:

http://i43.tinypic.com/nxp1k8.jpg

aus:
"Ruhmestage der deutschen Reiter-Regimenter" von Emil Buxbaum
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