Theoretische Schussfolge ??
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Sniper
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BeitragBeitrags-Nr.: 169343 | Verfasst am: 26.03.2009 - 20:20    Titel: Theoretische Schussfolge ?? Antworten mit Zitat

Ich habe gerade diese Seite angeschaut:
http://www.fg42.de/51167798810f35a05/index.html
Und dabei habe ich gesehen, dass bei den Technischen Angaben eine theoretische und praktische Schussfolge steht.
Was ist da der Unterschied ??? Und das mit der Anfangsgeschwindigkeit ist mir auch noch nicht so richtig klar.


II. Technische Angaben
Anfangsgeschwindigkeit V0 etwa 740 m/s
Schussfolge (theoretische) im Dauerfeuer mit M 20-42 etwa 900 / min
Schussfolge (praktisch) im Dauerfeuer mit M 20-42 etwa 250 / min
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AG_Wittmann
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BeitragBeitrags-Nr.: 169346 | Verfasst am: 26.03.2009 - 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Theoretische Schußfolge: Ein Magazin, das genug Munition beinhaltet, um für exakt eine Minuten zu feuern.

Praktische Schußfolge: Mehrere Magazine, die man in einer Minute leerfeuern kann, einschließlich Nachladen.
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Sniper
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BeitragBeitrags-Nr.: 169380 | Verfasst am: 27.03.2009 - 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

Achso Idee Idee
Danke AG_Wittman
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steffen04
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BeitragBeitrags-Nr.: 169605 | Verfasst am: 01.04.2009 - 09:49    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn das Geschoss den Lauf verlässt hat es die Anfangsgeschwindigkeit v0. Da eine Beschleunigung nur im Lauf stattfindet, wird das Geschoss danach ständig langsamer.

Aus der v0 ergeben sich zwei praktische Auswirkungen:
- die Energieabgabe im Ziel ist abhängig von der Geschwindigkeit: je schneller die Patrone, desto mehr Wumms
- eine höhere v0 ergibt eine flachere Flugbahn des Geschosses, das Zielen wird damit einfacher

Das das FG42 trotz gleicher Patrone eine etwas niedrigere v0 hat als der k98 liegt am 10cm kürzeren Lauf.
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Sniper
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BeitragBeitrags-Nr.: 169696 | Verfasst am: 04.04.2009 - 04:18    Titel: Antworten mit Zitat

Das heißt also um so länger der lAuf umso schneller fliegt die Kugel ?
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Kevin H.
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BeitragBeitrags-Nr.: 169727 | Verfasst am: 04.04.2009 - 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Durch den langen Lauf wird das Geschoss doch stabilisiert ?
Warscheinlich ist es aber so , dass der lange Lauf die kombination beider Vorteile vereint
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Eierhals
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BeitragBeitrags-Nr.: 169737 | Verfasst am: 04.04.2009 - 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zur Theoretisch / Praktischen Schussfolge sei auch angemerkt, daß beim Schießen mit vollautomatischen Waffen die Läufe, aber auch alle anderen direkt am Schuß beteiligten Waffenteile glühend heiß werden. Wenn man die Waffe nicht dauerhaft schädigen will, wenn man keine Waffenfehlfunktion erleben will, dann muß man dem Rechnung tragen und eben anhand der Bedienungsvorschriften verfahren, die da beispielsweise heißen können: Dauerfeuer maximal X-Sekunden am Stück, oder Laufwechsel nach X-Schuss...

Das senkt natürlich die praktische Kadenz der Waffe teilweise enorm.

Zu "Vaunull" sei auch erwähnt, daß neben der Streckung der Flugbahn auch die Durchschlagkraft und somit die Wirkung des Geschosses im Ziel erhöht wird.
Kleine Analogie, wirf mit einer 1cm kleinen Alukugel gegen eine Blechdose. Passiert nicht viel. Kleine Beule, das wars.
Bring diese in eine Umlaufbahn um die Erde und laß sie mit rund 10km/s auf einen Satelliten prallen....Die Kinetische Energie entspricht jener einer Bowlingkugel die mehr als 500km/h schnell geworfen wird! Zehnmal mehr als ein Gewehrschuss hat!

Nun zur Lauflänge...
Die Geschichte mit dem langen Lauf klingt erst mal unlogisch, aber wenn man dann die Schubkraft, die Energie des Pulvers der Treibladung mit in die Rechnung einbezieht wird ein Schuh draus.
Man muß sich vergewissern, welche Physik hinter einem Schuß steht.

Man hat ein Treibmittel. Früher wars ausschließlich Schwarzpulver, heute nimmt man größtenteils Nitrozellulosepulver, in älteren Büchern auch als "Schießbaumwolle" bezeichnet.
Meist mit Abbrandgeschwindigkeiten von einigen Kilometern pro Sekunde. Außerdem ist jedes Treibmittel bestrebt, ein möglichst großes Volumen einzunehmen.
Wie bei jedem Beschleunigungsvorgang ist hier der Zeitfaktor entscheidend, den die beschleunigende Energie auf einen Körper einwirken kann.
Wie bei jedem Treibmittel auch gilt , daß das Geschoss in einem langen Lauf länger beschleunigt werden kann. Das Pulver beschleunigt das Geschoss nach der Zündung durch den Überdruck und das Geschoss ist bestrebt diesem Überdruck auszuweichen und normale Druckverhältnisse herzustellen.
Die Beschleunignung kann nur so lange erfolgen, wie das System halbwegs gasdicht ist. Nach dem Verlassen des Laufes ist dieser Zustand ja nicht mehr gegeben und das Pulver verpufft seine restliche Energie wirkungslos....was ja bei einem kurzen Lauf naturgemäß viel früher der Fall sein wird.
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Sniper
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BeitragBeitrags-Nr.: 170223 | Verfasst am: 16.04.2009 - 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

ok jetzt hab ichs danke an alle die geantworten haben. Winken
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Luger
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BeitragBeitrags-Nr.: 186446 | Verfasst am: 30.06.2010 - 07:47    Titel: Antworten mit Zitat

Die einschlägigen Büchsenmacherhandbücher geben als Faustformel an, daß mit jedem cm weniger Lauflänge ein V°-Verlust von 3-5 m/sec einzukalkulieren ist.

Beste Grüße,

Luger
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