Kavallerie an der Westfront 1914
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 170080 | Verfasst am: 13.04.2009 - 06:10    Titel: Kavallerie an der Westfront 1914 Antworten mit Zitat

Laß uns doch mal beleuchten, warum die Kavallerie grade im Bewegungskrieg des Herbstes 1914 die in sei gesetzten Erwartungen nicht erfüllen konnt. Ich weiß, das zu den generellen Faktoren auch noch unzählige kleine und kleinere Einflüsse daukommen.

Ein Grundproblem war meines Erachtens nach das Fehlen etatisierter Kavallerie-Divisionen und -Korps in Friedenszeiten. Dadurch (und durch die preußische Sparsamkeit) fehlten durchgebildete und eingespielte Stäbe, ja letztlich auch die benötigte Anzahl an Führern von Kavallerie-Großverbänden, denn die die Inspekteure der vier Kavllerie-Inspektionen mußten ja als Korps-Kommadeure (HKKs) eingesetzt werden.

Auch organisatorisch lag die Kavallerie-Division des Krieges ganz schön im Argen, grade bei den modernen Kommunikationsmitteln (auch hier hätten größere Übungen den modernen Nachrichtenverkehr grade auch auf Stabsebene wesentlich besser "einschleifen" können!), aber auch durch das Fehlen eines eigener Nachschubkolonnen!

Als die Schlacht vor Paris vor der Entscheidung stand war die deutsche Kavallerie, die grade hier in Sachen Aufklärung hätte mithelfen können, das üble Endergebnis zu verhindern, an falscher Stelle, durch den Vormarsch völlig ausgepumpt und stellenweise auch noch obendrein schlecht geführt (z.B. 5.Kav.Div.).

So wurden an sich sehr gut ausgebildete Regimenter eben nich ihrem eigentlichen Zwecke nach verwendet, weil sich die obere Führung als nicht wendig genug zeigte, um die Führung den modernen Gegebenheiten anzupassen!

Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 170083 | Verfasst am: 13.04.2009 - 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

Fehler waren wohl auch laut Generalleutnant a.D. Brandt, daß man die Kavallerie überall haben wollte und sie deshalb an den entscheidenden Stellen fehlte.
Außerdem fehlte der freie Raum zur Betätigung der Heereskavallerie und ein weiterer Fehler ist der ofte und unglückliche Wechsel in der Unterstellung der Kavallerie-Divisionen und Korps unter die verschiedenen Oberkommandos, sodaß bald keine rechte Verwendung für die Kavalleriekorps gefunden wurde.
Die Versorgung solch großer Reitermassen wurde als "unmöglich" gesehen. Die Kavallerie lebte oft "aus dem Lande" weil sobald sie vorwärts-seitwärts der Infanterie angetreten war, die Nachschubkolonnen dann nicht hinterher geschoben wurden.
Außerdem fehlte die eigene Artillerie und ausreichend MGs, um bedeutende Erfolge zu verzeichnen.

Horrido!

Nicole
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