Wie bewährte sich das G 3 ?
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steffen04
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BeitragBeitrags-Nr.: 171850 | Verfasst am: 01.06.2009 - 09:50    Titel: Antworten mit Zitat

genau, kein Problem. Die (Boiler-?)Duschen konnte man ja so heiss stellen, daß das Gewehr fast trocken aus der Dusche kam.

Mit haushaltsüblichen 40Grad würde ich´s lieber nicht machen
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plint
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BeitragBeitrags-Nr.: 172002 | Verfasst am: 04.06.2009 - 10:02    Titel: G 3 SG 1 Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe das G3 in der Ausführung SG 1 bei der Polizei NRW kennengelernt. Ich machte dort in den frühen 70ern eine Scharfschützenausbildung (Vorläufereinheit der jetzigen SEK) mit dem belgischen FN-Sturmgewehr (mit aufgeschobener Optik). So um 75 bekamen wir dann das G3 SG 1.
Obwohl ich kein Waffenfetischist bin, für mich war das immer nur Handwerkszeug so wie für den Maurer der Hammer, bin ich heute noch von den Qualitäten dieser Waffe voll überzeugt. Auch Nachfolgewaffen, z.B. das Mauser-Scharfschützengewehr wie es heute noch in den SEK Verwendung findet, haben außer einem weitaus höheren Beschaffungspreis keine wirklich eklatanten Verbesserungen.
Wir schossen damals mit dem FN auf einer 100 m Bahn. Hundert Ringe mit zehn Schuß waren irgendwo das Soll. Gings über die hundert Meter hinaus, reichte die Präzision des FN (Massenverschluß !!!) nicht mehr.
Mit dem G 3 SG 1 war das erheblich anders. Da trennte sich auf der 300 m Bahn (leider nur selten möglich, weil immer TrÜbPl erforderlich) die Spreu vom Weizen. Da kamen nur wirklich gute Schützen auf mehr als 97 Ringe mit zehn Schuß.
Alles in allem, ein wirklich prächtiges Stück von Waffe.
Später, die letzten zehn Jahre bei der Polizei war ich Sachgebietsleiter Bewaffnung und Revisionsbeamter, habe ich dann die guten Stücke wiedergesehen. Immer noch bestens, trotz eines inzwischen hohen Alters. Das Innenministerium schleppte die G3 wie einen Klotz am Bein mit sich herum, die SEK wollten sie nicht mehr haben und an einen Verkauf war nicht zu denken, weil man an einen Mißbrauch z.B. in Bosnien dachte.
Zur allgemeinen Qualität der HK-Waffen kann man auch gut die MP 5 als Beleg heranziehen. Die ist so gut, dass sich HK da selbst geschadet hat, weil es keinen Ersatzbedarf gibt. Waffen mit erheblichen Rostschäden im Lauf, beim Blick durch das Endoskop hatte man den Eindruck der Lauf wäre ziseliert, konnten nicht ausgesondert werden, weil die Anschußbedingungen noch vollinhaltlich erfüllt wurden !

Gruß aus Bonn

Wilhelm Hesse
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Alpha77
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BeitragBeitrags-Nr.: 183968 | Verfasst am: 09.04.2010 - 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Hoover"]
Zitat:
Die Soldaten durften das G3 ja nur bis zu einem betimmten Grad zerlegen, der Rest musste das WaKa-Personal machen.


Wir ham alles zerlegt. Lachen

Und ja, das Ding ist zwar schwer, verglichen mit den neueren SGs aber man muss sagen, G3 hatte richtig "rumms". Mochte das schießen auch gerne (solange gezieltes Einzelfeuer auf Scheiben oder so), Handhabung auch gut, Zuverlässigkeit keine Klagen. Nur der Spannhebel recht schwergängig und halt etwas sperrig/schwer.

Wie sieht es mit dem G36 - hat sicher nicht ganz so große Firepower ?
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 183985 | Verfasst am: 10.04.2010 - 00:37    Titel: Antworten mit Zitat

Alpha77 hat Folgendes geschrieben:

Wie sieht es mit dem G36 - hat sicher nicht ganz so große Firepower ?


Naturgemäß nicht. Grins Ich hatte mal im winter auf dem TrÜbPl bei einem Wertungsschießen im winter das Problem, das die angeeisten Scheiben nicht fielen, wenn man sie nur im unteren Drittel der Klappschebe traf... Grins

Handhabungstechnisch ist sie schon "bequemer" im Einsatz als das G3, auch wenn ich dessen "Bumms" vermisse. Allerdings ist sie als Semiautomatik ja als Ordonanzgewehr für den privaten Gebrauch zugelassen. Und ich kenne keinen, der seine "Susi" nach dem fallen des Anscheinparagraphen im WaG nicht auf Bw Look "rückgebaut" hätte. Grins

Allerdings bietet gerade das G-36 für den "normalen" Soldaten ein paar wirklich gute Verbesserungen.
-geringeres Gewicht - Vorteil nur bedingt, da man dafür anderen Kram mitschleppen muss...
-links/rechts Bedienbarkeit
-Reflexvisier - wenn man einmal den Kniff raus hat mit beiden offenen Augen zu zielen, ist man im Schnell/Deutschießen bedeutend schneller als mit dem G-3
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JS3M
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BeitragBeitrags-Nr.: 183986 | Verfasst am: 10.04.2010 - 01:03    Titel: Antworten mit Zitat

also ich hatte das G3 nur zum zerlegen in Waffenkunde,da die Dinger nur ausgegeben wurden wenn die G36 alle waren Zwinkern
War das G3 eigentlich auch so anfällig was die Sicherung angeht?
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 183990 | Verfasst am: 10.04.2010 - 09:46    Titel: Antworten mit Zitat

Das G3 war alles in allem stabiler. Man konnte es als Steigbügel nehmen, als Ramme, als Zeltstab. IM Häuserkampf in Hammelburg bin ich rückwärts aus dem Fenster, sauber aufs G3 gefallen. Das G3 hat es überstanden. Später habne wir reihenweise G36 beim normalen Gefechtsdienst kaputtbekommen.
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Alpha77
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BeitragBeitrags-Nr.: 184082 | Verfasst am: 11.04.2010 - 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

JS3M hat Folgendes geschrieben:
War das G3 eigentlich auch so anfällig was die Sicherung angeht?


Inwiefern ?

Also man muss schon sagen, dass Waffen kein Spaß sind. Sicher ist das den meisten klar, aber wenn man mal manche Postings liest von Leuten...da ist schon Vorsicht und Sorgfalt gefragt...und in der Hitze des Gefechts können Waffen natürlich auch für die eigene Truppe gefährlich werden. Gibt es eigentlich Berichte über Schieß - und/oder Manöverunfälle ? Bzw, wo?

Wir hatten mal Theater weil in Schuss fehlte bei Übungsschießen.
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 184088 | Verfasst am: 11.04.2010 - 21:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, Schießunfälle gab es häufig. Meistens durch Bedienungsfehler. Die Geschichten über die Uzi mit in den Raum werfen etc sind alle Blödsinn. Auf dem Schießlehrerlehrgang Anno 1999 haben wir alle Unfallberichte eingesehen und ausgewertet.

Ich habe in meinen Jahren einiges UNfälle gesehen, z.B. Querschläger beim Gefechtsschießen, Splitterverwundung beim HdGrWerfen, einmal ein zerplatztes MG3, weil der Unglücksrabe von Schütze die Rohrwechselklappe nicht richig verschlossen hat und das Projektil dann daneben ging (Vom Unglücksraben Aufsciht nicht zu sprechen). das G3 war da noch recht unproblematisch. Rohraufplatungen etc kamen schon vor, oder Hülsen ins Gesicht des Nebenmanes etc.

Und einmal ein blaues Projektil im Hintern eines anderen Schützen beim Waldkampf. Okay, das war harmlos und lustig. Lachen
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grenadierwagen
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BeitragBeitrags-Nr.: 184089 | Verfasst am: 11.04.2010 - 22:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ach so langsam komm ich ins träumen!
Hab mal nen paar Bilder in den Skanner geworfen:
http://i41.tinypic.com/k9ht2o.jpg
http://i42.tinypic.com/21kihp4.jpg
Das war ne Knarre! Verrückt
Bitte keine Witze über die Brille! Das waren die 90er!
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 184098 | Verfasst am: 12.04.2010 - 09:50    Titel: Antworten mit Zitat

Oh Gottt, warst du auch einer von denen, die das russx. RUSAK-Leuchtpunktzielgerät auf das G3 gebastelt haben? Winken
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grenadierwagen
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BeitragBeitrags-Nr.: 184105 | Verfasst am: 12.04.2010 - 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Jep! Cool

Und das Ding war so geil!!!
Für damalige Verhälltnisse High Tech.
Auf 100 m Ziel aufsitzen lassen, auf 200m unders Dach damit.
Hey beim Nachtschießen hab ich den Anderen die Scheiben weggeschossen, obwohl ich eigentlich als Gruppenführer nur zur Feuerverdichtung mitschießen sollte.
Hattest Du auch eins?
http://i39.tinypic.com/153rwvq.jpg
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Axel aus D´Dorf
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BeitragBeitrags-Nr.: 184137 | Verfasst am: 12.04.2010 - 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

OHJE, ich seh wohl das viele dem G3 nachweinen ( ich übrigens auch wass ich gerne zugebe ) Gut gemacht! aber zurück zum thema bzw zu eigenen erfahrungen dazu.
in meiner zeit als Jäger der " Alten Schule " kann ich aus eigener erfahrung dazu nur eines sagen.
Wir haben mit ausdrücklicher Anweisung unsere Offze/Uffze gegen die Vorschriften mit den G3´s sachen gemacht um aus den störungen zu lernen wie die schneller zu beheben sind

beispiel: Mit offenen Verschluss Gleiten Auswurffenster nach unten
danach 1 schuss abgeben, die dadurch entstandene störung schnellst möglich beheben ! das auf der HBahn im regen alle 50 meter sollten wir schiessen jedes mal störung ( logisch ) spätestens nach dem 2 schuß wussten wir warum am durchlade hebel ne passende bohrung für den trageriemen dran war

p.s.
übrigens meins war baujahr 59 und ein prototyp den es eigentlich beim bund garnicht geben sollte in der normalen truppe
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 184146 | Verfasst am: 12.04.2010 - 23:24    Titel: Antworten mit Zitat

Axel aus D´Dorf hat Folgendes geschrieben:

p.s.
übrigens meins war baujahr 59 und ein prototyp den es eigentlich beim bund garnicht geben sollte in der normalen truppe


Meins war Bj. 65, genau wie die Nummer meiner Waffenkarte... Grins
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 184154 | Verfasst am: 13.04.2010 - 08:00    Titel: Antworten mit Zitat

IN meiner WaKa (ich war am VDF in einer AGA-Kp von 1995 bis 2000) hatte ich alle Hersteller und Baujahre. War interessant, als ich mit meinen Landsern mal alle Gewehre nach Baujahre georndet habe. UNd in den Baujahren nach Herstellern. Das Ältereste war von 1961 und hatte noch keine Sicken am Magazinschacht, das Neueste von 1993. Dan warenb noch einige mit Holzschaft (die habe ich nie ausgegbeben), scharz und grünem KstSchaft, 5 mit Einschubschulterstütze. Und die zwei Schnittmodelle zur Ausbildung waren CETMEs mit Klappvisier von 1958. Mist, habs nicht geschafft, eines bei der AUssonderung mitgehen zu lassen. IM Depot waren die auch mit den Schnittmodellemn sehr genau.

Das RUSAK hatte ich auch, aber mit rotem Absehen (nennt man den Winkel auch Absehen?). War ganz gut. Ich hatte aber eine zivilie niedrige Montage gekauft , die hohe fand ich unpraktisch.

Jaja, man war der Held damit. Lachen
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grenadierwagen
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BeitragBeitrags-Nr.: 184158 | Verfasst am: 13.04.2010 - 08:15    Titel: Antworten mit Zitat

Das Zwischenstück hab ich mir in meiner ehemaligen Lehrwerkstatt fräsen lassen.
War somit alles massiver deutscher Stahl!
Die Klemmontage gabs bei uns der Waffeninst ja für umme. Verrückt
Hab das Ding beim Ausscheiden in einem Anfall von Wahnsinn Schreien mit dem Bajonett und dem Halter für 100 Mark an nen Kameraden verkauft... Haarsträubend
Heute hab ich ein Eotech (Klon) auf meiner Paintballknarre.

Aber zurück zum G3, auch wenn im Feuerstoß nicht beherschbar fand ich es ein hervorragendes Gewehr!
Ich hatte in 8 Jahren keine Störung mit Gefechtsmunition (4 davon als KRK und da gings oft in die Heide)

Irgend wan werd ich mir eins in Zivilversion anschaffen.
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