Reichsarbeitsdienst (RAD)
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BeitragBeitrags-Nr.: 195527 | Verfasst am: 26.06.2011 - 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

II. RAD-Sicherungsbataillone der Wehrmacht 1942

Die bisher in Ost-, West- und Nordeuropa eingesetzt gewesenen RAD-Abteilungen wurden bis Ende Februar bzw. Juli 1942 in das Reich zurückgeholt. Die Abteilungen wurden nun mit den jungen Männern des Geburtsjahrgangs 1924 frisch aufgefüllt, um sich für den weiteren Einsatz hinter der Front vorzubereiten. Die in die besetzten Westgebiete zu verlegenden Abteilungen wurden überwiegend im Rahmen der Luftflotte 3 zum Ausbau von weiteren Flugplätzen, Behebung von Bombenschäden u.v.m. eingesetzt. Die Führung aller im Luftgau [Lg.] Westfrankreich stehenden Abteilungen übernahm Generalarbeitsführer Pfrogner.
Die für den Osten bestimmten Einheiten waren am 01.04.1942 marschbereit. Leider verzögerten sich infolge der Transportschwierigkeiten die Abtransporte erheblich. Die für das Heer bestimmten Abteilungen wurden erst zwischen dem 12. und 25. Mai, die für die Luftwaffe mit Masse erst Ende Mai/Anfang Juni und der Rest erst im Juli in das rückwärtige Gebiet der Ostfront gebracht.
Die RAD-Abteilungen wurden vorrangig in den Südabschnitt transportiert, da hier mit der Großoffensive gegen Stalingrad und Kaukasus zu rechnen war. Die z.T. mit Fahrrad beweglich gemachten Gruppen konnten nur bis in die Räume Rowno und Gomel vorgebracht werden. Dann mussten die RAD-Männer die restlichen 1.400 km bis zu ihren Einsatzgebieten im Fahrradmarsch antreten. Schon kurz nach dem Eintreffen hatte die Offensive der Heeresgruppe Süd begonnen und die RAD-Abt. mussten praktisch aus dem Transport heraus der vorrückenden Truppe folgen.
Einige Abteilungen stießen bis nach Stalino und von hier in das Donezbecken bis zum Mittellauf des Don und bis zum Nordrand des Kaukasus vor. Andere Einheiten gingen über Charkow nach Kursk oder von Charkow über Rostow am Don bis in das Kubangebiet vor. Diese Abteilungen hatten unter brütender Hitze und bei dauerndem Staub bis zu 3.500 km mit dem Fahrrad zurückgelegt.
Die im Bereich der HGr. Mitte und Nord tätigen RAD-Abteilungen brauchten zwar diese Schwierigkeiten nicht zu überwinden, doch mussten sie mit mit anderen Dingen fertig werden, die oft mit den gesundheitsschädigenden klimatischen Verhältnissen der Wald- und Sumpfgebiete Mittel- und Nordwestrusslands zusammenhingen. So gab es - besonders im Bereich der HGr. Mitte - viele Ausfälle durch Krankheiten, da die Arbeitsmänner ja kaum dem Kindesalter entwachsen und bei dem häufig schlechten Ernährungszustand nicht alle Strapazen meisterten. Die Ereignisse des Jahres 1942 zeigten, dass überall an der langen Front zwischen Leningrad und dem Kaukasus die "Rote Armee" nach und nach das Kriegsgeschehen bestimmte. Daher gerieten verschiedene RAD-Abteilungen oft in den Strudel von Kämpfen und Schlachten und mussten sich ohne entsprechende Ausbildung auf diese neuen Situationen umstellen. Es wurden nach und nach RAD-Abteilungen zu Sicherungsaufgaben dicht hinter der Front und vorübergehend auch zum Partisaneneinsatz herangezogen, der oft schwere Verluste forderte.
So stießen überraschend russische Schützen- und Pz.Verbände im Juli 1942 gegen den Flugplatz des JG 52 bei Nowy-Grinew vor. Die hier zum Ausbau des Flugplatzes liegende RAD-Gruppe konnte schließlich - auf sich allein gestellt - den Platz behaupten. Für diesen Einsatz erhielten 7 RAD-Führer und Männer die ersten Eisernen Kreuze, die an alle Angehörigen des RAD verliehen wurden!
Der bedeutendste Kampfeinsatz des Reichsarbeitsdienstes im Jahre 1942 spielte sich im Raum Rshew ab. Hier standen die RAD-Gruppen K-83, K-84 und K-122 (von insgesamt 67 RAD-Abt. im Bereich der HGr. Mitte) unter Befehl des "Höheren RAD-Führers H XXV", Generalarbeitsführer Frhr. v. Bothmer. Es war Aufgabe dieser Gruppen, Straßen und Wege, Sperren, Pz.Hindernisse und Nachschubeinrichtungen zu errichten. Die sowjetischen Armeen durchbrachen am 30.07.1942 auf breiter Front die deutsche HKL. Daraufhin mussten die 3 RAD-Gruppen sofort eine notdürftig hergerichtete Verteidigungslinie besetzen, die bald im Schwerpunkt der russ. Angriffe zu liegen kam. Die 4 Abteilungen der RAD-Gruppe K-122 wurden zwar am 02. September von sowjet. Panzern überrollt, hielten aber bis 06.09.1942 in den Stellungen aus, um dann die eingebrochenen Feinde völlig zurückzuwerfen. Die RAD-Gruppe K-83 wehrte in den ersten Tagen alle Angriffe vor der eigenen Stellung ab und konnte noch Ende August aus dem Kampfgeschehen herausgenommen werden. Die Gruppe K-84 führte trotz aller Feindangriffe die ihr übertragenen Bauarbeiten dicht hinter der Front weiter durch und trug damit schließlich zur allgemeinen Festigung der deutschen Front bei.
GFM Model, OB der 9. Armee, erließ einen Tagesbefehl, mit u.a. diesem Wortlaut:
"Diese jungen Männer des RAD haben damit bewiesen, dass der Nachwuchs mit derselben Begeisterung und Härte zu kämpfen versteht wie die alten Ostfrontkämpfer. Ihre Leistungen im Kampf sind durch zahlreiche Kriegsauszeichnungen anerkannt worden."
Eiserne Kreuze I. Klasse erhielten Oberarbeitsführer Schon, Führer der RAD-Gruppe K-122; Oberstfeldmeister Ertel, Oberfeldmeister Reitsch. Außerdem belohnten 240 Eiserne Kreuze II. Klasse diesen Einsatz.
Der RAD befand sich im Herbst 1942 mit folgenden Abteilungen im Front- und Heimatkriegsgebiet zu militärischen Arbeits- und Sicherungsaufgaben eingesetzt:

324 RAD-Abteilungen im Bereich der HGr. Süd,
67 RAD-Abteilungen im Bereich der HGr. Mitte,
36 RAD-Abteilungen im Bereich der HGr. Nord,
56 RAD-Abteilungen im Bereich Luftgau Westfrankreich,
44 RAD-Abteilungen im Bereich des Gen.Quartiermeisters des OKH,
226 RAD-Abteilungen im Heimatkriegsgebiet im Bereich des OKL und der Reichsministeriums für Rüstung und Kriegsproduktion.

Der RAD hatte sich im Jahr 1942 voll bewährt. 187 RAD-Führer und Arbeitsmänner waren im Kampf gefallen, 55 an Erkrankungen und Verwundungen gestorben, 652 trugen Verwundungen davon und 24 Arbeitsmänner blieben vermisst. Der OBdH verlieh an 3 RAD-Führern das EK der I. Klasse, 267 RAD-Führer und Arbeitsmänner wurden mit dem EK der II. Klasse ausgezeichnet, 4 erhielten die Spange zum EK II. Klasse, ferner wurde 23 KVK I. Klasse und 756 KVK II. Klasse verliehen.

Diese Erfolge täuschten aber nicht darüber hinweg, dass die jungen Arbeitsmänner nicht den körperlichen Anforderungen gewachsen waren, die der Krieg im Osten forderte.
Der Reichsarbeitsführer beschloss deshalb, im Jahr 1943 keine RAD-Einheiten mehr in das rückwärtige Gebiet der Ostfront zu entsenden. Der Einsatz der Bau- und Sicherungs-Abteilungen hinter der Front war damit beendet.
Fortsetzung folgt.
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BeitragBeitrags-Nr.: 195530 | Verfasst am: 26.06.2011 - 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

III. RAD-Flakbatterien der Wehrmacht 1943-1944

Reichsarbeitsminister Konstantin Hierl schrieb später:
"Von 1943 an fand ein Einsatz auf dem russischen Kriegsschauplatz wegen der damit verbundenen großen körperlichen Anstrengungen an die jungen Arbeitsmänner nicht mehr statt."
Die RAD-Abteilungen im Süden und Südosten Russlands, so weit sich noch welche dort befanden, gaben die dienstpflichtigen Arbeitsmänner im Einsatzbereich an die Wehrmacht ab, da die Heimtransporte zu schwierig und die Entfernungen bis zu den HStO einfach zu groß war.
Der Reichsarbeitsführer bestimmte, alle Arbeiten des RAD für den Friedenseinsatz nach dem Kriege weiterzuführen. Neben der Großplanung von Arbeitsvorhaben im Reich wurden Laufbahnbestimmungen für künftige RAD-Führer und -Führerrinnen erarbeitet und die Gründung einer Arbeitsakademie ins Auge gefasst.
Nachdem der RFSS Himmler, am 20.08.1943 zum Reichsinnenminister ernannt wurde, erreichte der Reichsarbeits-führer, dass die Unterstellung des RAD im Zuständigkeitsbereich des Reichsinnenministerium aufgehoben wurde. Die offizielle Verlautbarung von diesem Tage lautete:
"Der RAD scheidet aus dem Geschäftsbereich des Reichsinnenministeriums des Innern aus. Der Reichsarbeitsführer untersteht als Chef einer Obersten Reichsbehörde dem Führer unmittelbar. Dem Reichsarbeitsführer Konstantin Hierl hat der Führer Titel, Rang und Befugnis eines Reichsministers verliehen."
Der Reichsarbeitsführer delegierte die Dienstaufsicht an die 5 Inspekteure des RAD. Der RAD bestand jetzt im Reich aus 40 Arbeitsgauen und dem RADwJ. Die neu geschaffenen Dienststellen der Inspekteure sollten in ihren Befehlsbereich die Bauvorhaben und den Einsatz der ihnen unterstellten Arbeitsgaue und RAD-Einheiten in den besetzten Gebieten koordinieren. Der Reichsarbeitsführer berief zum Chef des Stabes in der Reichsleitung den bisherigen Inspekteur des RADwJ Obergeneralarbeitsführer Dr. Decker. Zum Chef des Dienstamtes wurde Generalarbeitsführer Klausch ernannt. Die 5 Inspekteure des RAD waren Obergeneralarbeitsführer Eisenbeck und die Gen.Arb.Fhr. zur Loye, Simon, Schmückle und Band. Inspekteur des RADwJ wurde Gen.Arb.Fhr. Klockner.
So wurde z.B. im Bereich des Inspektionsbereiches Ost die Arbeitsgaue I bis IV zusammengefasst, während der Inspektionsbereich West die bisherigen Bereiche der "Höheren RAD-Führer" F-I bis F-V erhielt. Die Inspektion West umfasste alle RAD-Abteilungen, die zum Bau der Befestigungsanlagen (u.a. Atlantikwall) in Westeuropa verblieben.
Da der unmittelbare Einsatz von RAD-Abteilungen im Rahmen des kämpfenden Heeres eingestellt war, trat das OKL im Sommer 1943 an die Reichsarbeitsführung heran, Flak-Batterien aus RAD-Einheiten im Verband der Luftwaffe aufzustellen. (Entsprechende Ersuchen des OKM und der Waffen-SS folgten später.)
Der Reichsarbeitsführer gab am 11.08.1943 den Befehl zur Aufstellung dieser Batterien. Die Dienststellen der Flak-Artillerie übernahmen die waffentechnische und taktische Ausbildung der zu bestimmenden RAD-Abteilungen. Die personelle, verwaltungsmäßige und erzieherische Arbeit lag nach wie vor bei den Arbeitsgauführern. Die zu Flak-Batterien umgeschulten RAD-Abteilungen waren ihren RAD-Gruppen und Arbeitsgauen nach wie vor unterstellt. Die Uniformen und Dienstgradabzeichen blieben wie bisher. Die Zahlung des Wehrsolds an die im Einsatz stehenden Batterien wurden nach den Richtlinien der Wehrmacht geleistet.
Der Personalnachschub für die RAD-Flakbatterien wurde zunächst der üblichen 3-monatigen, allgemeinen soldatischen Grundausbildung in einer normalen RAD-Abteilung unterzogen. Anschließend erfolgte eine weitere 3-monatige waffentechnische Ausbildung. Die Batterie-Chefs, Batterie-Offiziere und ca. 10 Unterführer pro Bttr. hatte der RAD aus seinem Stammpersonal zu stellen. Zu diesem Zweck gaben die Luftwaffe und Kriegsmarine die eingezogenen hauptamtlichen RAD-Führer an den RAD zurück.
Die neuen RAD-Flakbatterien - insgesamt 420 - wurden taktischer Bestandteil der Flak-Abteilungen, in die sie eingegliedert und deren Nummer sie neben der RAD-Einheitsbezeichnung führten. So wurde z.B. die RAD-Abteilung 6/10 die RAD-Flakbatterie 5./217 (RAD 6/10), um die Art der Nummerierung an einem Beispiel aufzuführen.
Die Batterie 5./217 (Königsberg/Opr.) war eine der ersten RAD-Batterien überhaupt, die bis zum Schluss im Kampfraum Königsberg im Einsatz stand. Eine weitere dieser ersten Batterien war die RAD-Flakbatterie 4./888, die in Oldenburg aufgestellt und mit ihren 3,7-cm Flak-Geschützen zum Luftschutz um Flensburg stand.
Die Batterien wurden - mit einer Ausnahme - in die Flak-Abteilungen der Luftwaffe installiert. Lediglich die II. SS-Flakabteilung Obersalzberg [1] war eine reine RAD-Flakabteilung, die sich aus den RAD-Abteilungen 1/302, 3/302, 7/302, 4/303, 2/330 und 7/330 gebildet hatte.
Die Befehlsführung der im Rahmen der Luftwaffe eingesetzten RAD-Einheiten übernahmen die RAD-Inspekteure Luftverteidigungseinsatz Reich (Obergeneralarbeitsführer Dr. Schmeidler) und Luftverteidigungseinsatz West (Obergeneralarbeitsführer Tholens). Die dem Inspekteur des Luftverteidigungseinsatzes West (im Rahmen der Luftflotte 3) unterstellten "Höheren RAD-Führer" umfasste folgende Bereiche:
Luftgaukommando Belgien-Nordfrankreich (Generalarbeitsführer Prentzel, später Oberstarbeitsführer Luz),
Luftgaukommando Westfrankreich (Generalarbeitsführer Pfrogner),
Luftgaukommando Holland (Generalarbeitsführer Bethmann),
I. Flak-Korps (Oberstarbeitsführer v. Bose),
II. Flak-Korps (Generalarbeitsführer Schneider, später Gen.Arb.Fhr. Freiherr von Bothmer).
Es ist in dieser Studie kein Raum, den Einsatz der Flak-Batterien beim Kampf gegen die alliierten Flugzeugangriffe und später im Erdkampf gegen feindliche Panzer zu würdigen. Es soll genügen, wenn an dieser Stelle nur eine kleine Anzahl von Flak-Bttrn. aufgezählt wird, die im Jahre 1944 zur Luft- bzw. Erdverteidigung in Mitteleuropa in "vorderster Front" standen.
Ende des Jahres 1944, als 60.000 Führer und Männer des RAD ihren Dienst als Flaksoldaten verrichteten, lagen z.B. folgende Batterien im Kampf gegen die britisch-amerikanischen Armeen im Westen:
schwere Flak-Abt. 152 (Normandie), 232 (Holland), 242 (Belgien), 261 (Elsass).
Im Osten standen im Kampf gegen russische Panzer:
schwere Flak-Abt. 109 (Warthegau), 114 (Ostpreußen), 185 (Oderfront), 189 (Böhmen und Mähren), 217 (Königsberg), 221 (Oderfront), 282 (Ungarn), 289 (Böhmen und Mähren).
Zur Luftverteidigung in der Heimat waren u.a. eingesetzt:
schwere Flak-Abt. 126 (Berlin), 132 (Leuna-Werke), 137 (Rheinland), 154 (Berlin), 155 (Brandenburg), 165 (Breslau), 182 (Bayern), 223 (Wien), 255 (Frankfurt/Main), 267 (Weser-Ems), 290 (Oberschlesien) usw.
Der Einsatz von RAD-Führern und RAD-Männern als Soldaten aller drei Waffengattungen und der RAD-Abteilungen an allen Fronten des Zweiten Weltkrieges wurde bis Spätsommer mit folgenden hohen Auszeichnungen gewürdigt:
Das Ritterkreuz [RK] des Eisernen Kreuzes erhielten bis Juli 1944 insgesamt 31 Angehörige des RAD,
das Deutsche Kreuz in Gold [DKiG] bis September 1944 insgesamt 133 Angehörige des RAD,
im Ehrenblatt des Heeres wurden bis August 1944 wurden bis August 1944 insgesamt 14 Angehörige des RAD genannt und den Ehrenpokal der Luftwaffe erhielten bis September 1944 insgesamt 21 Angehörige des RAD.
Folgende "Höhere RAD-Führer" und "RAD-Inspekteure" wurden im Jahr 1944 mit dem RK des Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern [KVKmS] ausgezeichnet:
Obergeneralarbeitsführer Dr. Wagner, Stellvertr. Reichsführer des RAD und Inspekteur des RADwJ (25.02.1944);
Generalarbeitsführer Schulze, Chef d. Dienstamtes in der Reichsführung des RAD (25.02.1944);
Obergeneralarbeitsführer Dr. Schmeidler, Inspekteur des RAD-Luftverteidigungseinsatzes Reich (21.12.1944);
Obergeneralarbeitsführer Tholens, Inspekteur des RAD-Luftverteidigungseinsatzes West (21.12.1944);
Generalarbeitsführer Pfrogner, Höherer RAD-Führer im Luftgau Westfrankreich (21.12.1944).
Der RAD stellte in den letzten 4 Kriegsmonaten noch einmal 24 Flak-Batterien auf, die u.a. im Fronteinsatz in Bremen, Berlin und in Breslau standen. Die Verluste der RAD-Führer und Arbeitsmänner im Kampf gegen amerikanische, britische oder russische Panzer waren gleichhoch, wie die der Soldaten der Flak-Batterien bei der Luftabwehr. So zählte allein die vorstehend erwähnte RAD-Flakabteilung Obersalzberg nach dem letzten Großangriff alliierter Bomber gegen den "Berghof" 80 Gefallene.
Die 420 Flak-Batterien des RAD konnten bis Kriegsende ca. 2.500 Feindflugzeuge und ca. 100 Feindpanzer abschießen. Feldmeister Heinz Korn (1937 als Freiwilliger in den RAD eingetreten) war der einzige Angehörige des RAD, der in der Uniform eines RAD-Führers mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde. Er erhielt den Orden für seinen Einsatz als Messoffizier der 4. Batterie der schweren Flak-Abteilung 232 (RAD-Abt. 8/60) nach dem Abschuss des 32. Panzers an der Westfront!
[1]Vgl. Stöber, Die Flugabwehrverbände der Waffen-SS, Seite 395-399
Fortsetzung folgt.
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BeitragBeitrags-Nr.: 195538 | Verfasst am: 27.06.2011 - 09:55    Titel: Antworten mit Zitat

IV. RADwJ / Flak- und Nachrichtenhelferinnen [1]

Der RADwJ (Reichsarbeitsdienst weibliche Jugend) führte in den ersten zwei Kriegsjahren seine ureigensten Arbeiten - Hilfskräfte auf Bauernhöfen, Kindermädchen und Lehrerinnen in landschaftliche Siedlungen, Haushaltsgehilfinnen bei kinderreichen Familien usw. - weiter. Zu dieser Zeit standen ca. 100.000 Maiden im Dienst des RADwJ. Diese Zahl erhöhte sich in den beiden nächsten Jahren um weitere 30.000.
Mit Verordnung vom 29. Juni 1941 (RGBl. I, S. 491) wurde die bisherige Dienstzeit von 6 Monate mit der Einführung des "Kriegshilfsdienstes" auf 12 Monate verlängert. Durchführungsverordnungen vom 13. August, 17. September 1941 und 27. Februar 1942 regelten die Rechtsstellung der RAD-Führerinnen und Maiden.

Der weitere schnelle Aufbau des RADwJ - 1942 standen 150.000 Maiden in den Lagern - erforderte die Schaffung von Stellen als Sonderführerin (Verordnung vom 21.05.1943). Die Dienstzeit war bereits im Mai 1942 auf 13 und 1944 auf 18 Monate festgesetzt.
Der Ende 1944 begonnene Luftwaffeneinsatz blieb dann zeitlich unbegrenzt (Verordnung vom 18.11.1944).
Der "Kriegshilfsdienst" lief Anfang Oktober 1941 an. Die Maiden wurden nach ihrem ersten ½ Dienstjahr direkt von ihren zuständigen Lagerbereichen zum Kriegseinsatz in Rüstungsbetriebe und bei Verkehrsbetrieben der großen Städte eingesetzt. Dieser "Kriegshilfsdienst" erweiterte sich dann im Sommer 1943, als der OBdL um Einsatz des RADwJ als Nachrichtenhelferinnen bat. Diese kriegsbedingte Verwendung der Arbeitsmaiden begann noch im Spätsommer 1943 als Helferinnen bei den Luftnachrichten-Abteilungen oder Helferinnen bei den Scheinwerfer-Batterien.
Dieser Einsatz wurde im Sommer 1944 noch einmal verstärkt, als der RADwJ auf höheren Befehl hin weitere 33.000 Maiden zur Luftwaffe überstellen musste. Damit erhöhte sich die Zahl der weiblichen Nachrichtenhelferinnen und Scheinwerferbedienungen auf 128.710 RAD-Führerinnen und Maiden. Um diese Zahl zu erreichen, mussten bereits entlassene Maiden erneut einberufen und zum "Kriegshilfsdienst" verpflichtet werden.
Durch die Verordnung vom 01. Oktober 1944 wurde die Einberufung aller ehemaligen Angehörigen des RADwJ bis zum 25. Lebensjahr befohlen. Damit standen 160.000 Maiden im Kriegseinsatz. Sie behielten ihre bisherige Tracht des RADwJ, trugen keinerlei militärische Abzeichen und waren nicht als militärische Hilfstruppe anzusehen.
Die Mehrzahl der Maiden blieb allerdings im sozialpolitischen Dienst in den landwirtschaftlichen Betrieben bzw. als Betreuerinnen von Kinder- und Flüchtlingslagern. Eine Aufstellung des Bezirks XII (Südwestdeutschland) des RADwJ vom 02.02.1945 soll hierzu als Beweis dienen: Der Bezirk XII-RADwJ umfasste zu diesem Zeitpunkt 9.674 RAD-Führerinnen und Maiden, die in 75 RADwJ Lagern normalen Typs und ferner 49 Kriegshilfsdienstlagern und 17 Luftwaffenhelferinnen-Lagern untergebracht waren. Sie blieben in diesen Lagern und erfüllten genauso ihre Pflichten und Aufgaben wie die Männer des RAD bis zum Kriegsende.

[1]Vgl. Seidler, Blitzmädchen - Die Geschichte der Helferinnen der deutschen Wehrmacht
Fortsetzung folgt.
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BeitragBeitrags-Nr.: 195540 | Verfasst am: 27.06.2011 - 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

V. RAD / Infanterie-Divisionen [1]

RAD-Abteilungen standen bei Beginn des letzten Kriegsjahres nicht nur in der Heimat für volkswirtschaftliche Aufgaben oder als Flak-Batterien an der Ost-, West- und Heimatfront im Einsatz, sondern wurden mit Beginn des Monats März zum aktiven Fronteinsatz als reine Infanterie-Divisionen herangezogen. Damit begann das letzte Kapitel in der Geschichte des Reichsarbeitsdienstes und gleichzeitig das schwerste der vergangenen Jahre.
Das OKW ordnete im März 1945 die Aufstellung von RAD-Divisionen an. Es sollte sich hierbei um die vorläufig letzte - (in Wirklichkeit war sie es auch!) - Aufstellungswelle von Infanterie-Divisionen handeln. Nach vorbereitenden Gesprächen zwischen OKW und AHA wurde der Reichsarbeitsführer um Stellungnahme gebeten. Die Besprechung zwischen den Vertretern der Wehrmacht und dem RAD - in Vertretung des Reichsarbeitsführers führte Dr. Kläbe die Besprechungen - ergaben folgendes Bild:
Die neu aufzustellenden Infanterie-Divisionen der 35. Welle sollten durch den Reichsarbeitsdienst, so weit wie möglich durch Stammpersonal, aufgestellt werden, wozu zur Auffüllung des Mannschaftsbestandes die Dienstpflichtigen des Geburtenjahrgangs 1928 sowie die bisher zurückgestellten Hilfsausbilder der Jahrgänge 1926 und 1927 heranzuziehen waren.
Zur Besetzung der Unteroffizierstellen konnten pro neuer Division ca. 2.000 Unterführer des RAD genommen werden. Die Besetzung der Offizierstellen musste desgleichen durch RAD-Führer erfolgen, nur Spezialisten konnte das Heer stellen.
Der Reichsarbeitsführer ließ den Wunsch vorbringen, möglichst geschlossene RAD-Verbände für die neue Aufstellung zu verwenden. Die notwendig gebrauchten Offiziere und Unteroffiziere sollten allein aus den Reihen des RAD kommen, dabei konnten die bereits seit Jahren im Wehrmachtdienst stehenden RAD-Führer zurück kommandiert werden. Ein Führerentscheid hatte diese Auffassung des Reichsarbeitsführers zu regeln.
Das OKW sah vor, dass neben 3 zu bildenden Heeres-Divisionen der RAD selbständig 4 Divisionen aufzustellen hatte. Diese Divisionen erhielten vorerst die Bezeichnung Division z.b.V. 1 bis 4.
Der RAD stellte hierzu aus seinen Reihen 8.000 Unterführer, 8.000 Hilfsausbilder und 15.500 Arbeitsdienstmänner zur Verfügung. Das OKH kommandierte die Regiments-, Bataillons- und Abteilungs-Kommandeure von der Heeresschule I Güstrow, den Artillerieschulen Meißen und Kammwald, der Panzerjäger-Schule Bergen und den Nachrichtenschulen Leipzig und Halle ab. Die übrigen fehlenden Offz. oder Uffz. der Speziallaufbahnen mussten vom OKH, Führerreserve Potsdam, bereitgehalten werden. Der 31.03.1945 war Aufstellungsdatum der ersten 2 RAD-Divisionen.
Die Division z.b.V. 1 mit den Grenadier-Regimentern z.b.V. 1, 2 und 3 wurde durch den Wehrkreis II (Stettin) in Ludwigslust zusammengestellt. Die Aufstellung erfolgte von der aus Ostpreußen kommenden 299. Infanterie-Division und ca. 7.500 Mann des RAD. Die 3 Gren.Rgter. bestanden aus je 8 Gren.Kpn., 1 GrW. und "Pz.Schreck"-Kp., 1 Füsilier-Btl. zu 4 Kpn. auf Fahrrädern, Pz.Jg.Abt. mit 2 "Pz.Schreck"-Kpn., 1 Fla- und 1 StuG.Kp., Art.Rgt. deren 3 Abt. jeweils zu 2 Batterien, Pionier-Btl. mit 3 Kpn. und die Nachrichten-Abt. zu 2 Kompanien.
Die Division stand unter dem Befehl von Gen.Lt. Heun, dem Generalarbeitsführer Herzog als "Höheren RAD-Führer" zugeteilt war. Die Division erhielt bei ihrer Aufstellung den Namen "Schlageter".
Die 2. RAD-Div. mit Namen "Friedrich Ludwig Jahn" erhielt bei ihrer Aufstellung in Jüterbog im Wehrkreis III (Berlin) eine geringfügige Organisationsänderung, da Pz.Jäger- und Nachrichten-Abteilung vorläufig fehlten.
Das Rahmenpersonal wurde von der aus Westpreußen herangeführten 251. Inf.Div. gestellt. Die Führung der Division hatte Oberst Klein, später Oberst Weller. "Höherer RAD-Führer" war Oberarbeitsführer und Major d. Res. Konopka, der als Btl.Fhr. im Heer bereits 1942 mit dem RK des EK ausgezeichnet worden war.
Die 3. RAD-Div. mit Namen "Theodor Körner" wurde am 04.04.1945 in Döberitz ebenfalls im Wehrkreis III (Berlin) aufgestellt. Das Rahmenpersonal kam von der bisher bei Gotenhafen (Gdingen) stehenden 215. Inf.Div. Die gleich der Division "Schlageter" organisiert und deren Kommandeur Gen.Lt. Frankewitz war. "Höherer RAD-Führer" wurde Oberstarbeitsführer Herrmann-Lejeune.
Die Aufstellung der 4. RAD-Div. wurde erst zum 15.04.1945 befohlen. Die Division z.b.V. 4 - die keine Namensdivision war - wurde in Döberitz, Jüterbog und Ludwigslust (Wehrkreis III) von Teilen der bis zuletzt in Ostpreußen kämpfenden 131. und 562. Inf.Div., dem Auffrischungs-Regiment 696 und ca. 8.000 RAD-Männern gebildet. Die Division kam infolge der Kriegsereignisse nicht mehr zum Einsatz.
Der RAD bereitete sich Ende März 1945 auf seinen letzten und blutigsten Einsatz vor. Die bisher geleistete Arbeit wurde dadurch anerkannt, dass Reichsarbeitsführer Hierl am 24.02.1945 als erster (und einziger) Deutscher mit dem "Goldenen Kreuz des Deutschen Ordens mit Eichenlaub und Schwertern" ausgezeichnet wurde. Das war nicht nur Würdigung einer Persönlichkeit, sondern das war Lob und Anerkennung für das Wirken des RAD seit seiner Gründung. Der Reichsarbeitsführer ernannte noch am 28.03.1945 zu seinem Stellvertreter den Generaloberstfeldmeister Dr. Wagner, der gleichzeitig die Funktion des Chefs des RADwJ übernahm.
(Generaloberstfeldmeister war ein neuer Dienstrang, der sonst nicht mehr vergeben wurde!). Der bisherige Chef der Reichsarbeitsdienstleitung, Obergeneralarbeitsführer Dr. Decker - einer der markantesten Persönlichkeiten des RAD - ließ sich von seiner Dienststellung entbinden, um die Führung des bedrohten Arbeitsgaues IX (Berlin) zu übernehmen.
Doch da standen schon seine Arbeitsmänner im Fronteinsatz! Die Division "Schlageter" wurde am 12.04. in den Raum Ludwigslust-Grabow verlegt und konnte bereits in den ersten Tagen russische Durchbruchsversuche unter Abschuss von 20 Feindpanzern abwehren. Ende April kam die Div. zur 3. Panzer-Armee an die Seenenge bei Waren an der Müritz. Die Division wurde in der Nacht zum 02. Mai 1945 in die Wälder bei Granzin, Benthen und Herzberg zurückgenommen und musste sich hier der ersten amerikanischen Pz.Angriffe erwehren. Am nächsten Tag zog sich die Div. in den Raum Parchim zurück, wo sie von Streitkräften der US-Armee im tiefen Moorgelände eingeschlossen wurde und kapitulieren musste.
Die im Rahmen der 12. Armee stehende RAD-Div. "Friedrich Ludwig Jahn" stand im schweren Kampf südlich Berlin im Raum Jüterbog-Luckenwalde-Treuenbrietzen. Die jungen Arbeitsmänner meisterten die schweren Kämpfe bei Lehnin und zwischen Plauen und Genthin. Nach Übergang über die Elbe nördlich von Ferchland geriet die Division in amerikanische Gefangenschaft.
Die RAD-Division "Theodor Körner", gleichfalls unter dem Oberbefehl der 12. Armee, war am Durchbruch nach Berlin beteiligt, um die dortige Besatzung zu befreien. Haupteinsätze der Division waren die Beelitz-Heilstätten, der Autobahnpunkt Treuenbrietzen und die Eisenbahnbrücke bei Stendal.
Im Raum Niemegk nahm die Division Tausende von flüchtenden Zivilpersonen auf, kämpfte Anfang Mai im Raum Hohengöhren-Schönhausen und ging am 06.05.1945 bei Tangermünde über die Elbe und in amerikanische Gefangenschaft.
Der Endkampf - im wahrsten Sinne des Wortes - des RAD spielte sich in Berlin ab. Obergeneralarbeitsführer Dr. Decker bildete Ende März aus den ihm noch zur Verfügung stehenden 2 RAD-Gruppen mit 12 Abteilungen sowie 30 RAD-Flak-Batterien die Kampfgruppe Decker, die sich dem Kampfkommandanten von Berlin unterstellte. Die Arbeits-männer, bei denen sich ihr Obergeneralarbeitsführer aufhielt, kämpften im Grunewald, in Halenssee, in Wimersdorf und schließlich beim Ausbruch in Richtung Spandau. Bei diesen Kämpfen zeichnete sich durch Umsicht und persönliche Tapferkeit die Bezirksführerin des RADwJ Berlin-Brandenburg, Frau Dr. Lemke, besonders aus - und OberGenArbFhr. Dr. Decker fiel am 03.05.1945 in vorderster Front.
Der Krieg war aus, der Kampf des RAD beendet; am 20. Mai 1945 löste der Alliierte Kontrollrat in Berlin durch das Kontrollratsgesetz Nr. 34 den Reichsarbeitsdienst auf.

[1]Vgl. Gellermann, Die Armee Wenck - Hitlers letzte Hoffnung, S. 34/35 und "Tessin".

Quellen & Literatur:
Hrsgg. v. d. Reichsleitung des RAD: Das Werk des Reichsarbeitsdienstes in den Haushaltsjahren 1935 und 1936
Hrsg. v. Gönner: Spaten und Ähre, Das Handbuch der deutschen Jugend im Reichsarbeitsdienst
Hrsg. Helff: Grenzland Baden Spaten zur Hand
Hierl: Im Dienst für Deutschland
Davis/Turner: Deutsche Uniformen im Dritten Reich 1933-1945
Haupt: DSJB 1983, 1985, 1986 und 1987

Gruß Uwe2
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BeitragBeitrags-Nr.: 195801 | Verfasst am: 12.07.2011 - 20:40    Titel: FAD Antworten mit Zitat

Der Freiwillige Arbeitsdienst

Die ersten "Schritte" 1920 - 1931

Als die Obersten Heeresleitung [OHL] im Jahre 1916 den "Vaterländischen Hilfsdienst" ins Leben rief, begann sich praktisch der Gedanke eines Arbeitsdienstes im öffentlichen Leben zu dokumentieren. Der "Vaterländische Hilfsdienst" verpflichtete alle Frauen und Männer in der Heimat zum Arbeitsdienst für das Vaterland. Die hierfür notwendigen Arbeiten (Ernteeinsatz, Dienst bei Verkehrs- und Rüstungsbetrieben usw.) wurden von der OHL in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Regierungsbehörden festgelegt.
Nach Ende des 1. Weltkrieges waren es anfangs in Deutschland verhältnismäßig kleine Gruppen entlassener und heimatloser Frontsoldaten, die sich in zwangloser Gemeinschaft zusammenfanden, um irgendwo und irgendwie ihr weiteres Dasein durch gemeinsame Arbeiten zu bewältigen. Dabei boten ihnen oft die ostelbischen oder ost-pommerschen Grundbesitzer Unterkunft und Brot.
Da war es Bulgarien, das im Jahre 1920 die Arbeitsdienstpflicht einführte. Dieser Verein - nicht mit dem späteren deutschen Reichsarbeitsdienst [RAD] vergleichbar - unterstand der Armeeleitung und wurde ganz den militärpolitischen Gegebenheiten untergeordnet. Eine soziale Gleichstellung der Arbeitsdienstmänner gab es nicht, da sich Söhne begüterter Familien von diesem Dienst freikaufen konnten. Nachdem es sich herausstellte, dass sich dieser Arbeitsdienst in dem kapitalarmen Land vorteilhaft auswirkte, wurde die Idee auch in Deutschland von Verbänden verschiedener politischer und ideologischer Richtungen aufgegriffen.
Vorerst standen einzelne Versuche, einen Arbeitsdienst als Selbsthilfe ehemaliger Frontsoldaten zu organisieren. Die "Artamanen" dagegen riefen zum Arbeitsdienst auf dem Lande auf, um einmal der Landflucht entgegenzuwirken und zweitens, die fremdstämmigen Landarbeiter zu ersetzen. Kurz danach ergriffen die beiden großen Kirchen, der "Kyffhäuserbund", "Stahlhelm", "Reichsbanner" und viele weitere politischen Gruppierungen eigene Initiativen, um ihnen genehme Organisationen zu bilden.

1931 - 1933
Die Weltwirtschaftskrise hatte inzwischen das Deutsche Reich dermaßen erschüttert, dass die Reichsregierungen ohne so genannte Notverordnungen nicht mehr auskamen, um wenigstens einigermaßen die Volkswirtschaft zu steuern. So nahm sich jetzt der Staat auch der Arbeitsidee an und am 23.07.1931 erließ die Regierung Brüning die "Verordnung über die Förderung des Freiwilligen Arbeitsdienstes", der am 03.08.1931 die notwendigen Ausführungsbestimmungen folgten. Die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung wurde als federführende Dienststelle eingesetzt.
Die Reichsanstalt förderte über die örtlichen Arbeitsämter den Arbeitsdienst aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung oder der so genannten Krisenfürsorge. Diese Förderung blieb auf berechtigte Empfänger dieser Unterstützungsarten ohne altersmäßige Begrenzung beschränkt. Jugendliche, die aufgrund ihres Alters noch nicht unterstützungsbedürftig waren, konnten gleichfalls diese Mittel erhalten. Der Pauschalförderungssatz pro Kopf und Woche belief sich auf 2,00 Reichsmark [RM]. Die Dauer der Förderung war lediglich auf 20 Wochen beschränkt. Der Beitrag wurde von dem Arbeitsamt, in dessen Bereich die entsprechende Arbeitsmaßnahmen durchgeführt wurden, an den Träger der Arbeit (TdA) ausbezahlt. Dieser wiederum musste das Geld der eigentlichen Organisation zuleiten, die praktische Arbeit leistete.
Die geheimen Lager der NSDAP beteiligten sich vorerst an diesen Arbeiten des Freiwilligen Arbeitsdienstes nicht. Um jedoch mit der Ausbildung des später so notwendig gebrauchten Führerstammes zu beginnen, richtete Konstantin Hierl 1931 ein getarntes Führerschulungslager in Hammerstein/Grenzmark ein.

Nachdem sich die wirtschaftliche Lage langsam im Reich zu stabilisieren begann und die Regierung weitere Mittel der Arbeitslosenversicherung zuführte, wurde am 16.07.1932 eine grundlegende Verordnung zum Ausbau des Freiwilligen Arbeitsdienstes erlassen. Artikel 1 lautete:
"Der Freiwillige Arbeitsdienst gibt den jungen Deutschen die Gelegenheit, zum Nutzen der Gesamtheit im gemeinsamen Dienst freiwillig ernste Arbeit zu leisten und zugleich sich körperlich und geistig-sittlich zu ertüchtigen."
Einer dieser nationalen Verbände - der "Jungdeutsche Orden" - machte sich bereits 1920 zum Fürsprecher dieses Gedankens, als sein Führer Adolf Mahraun in einer grundlegenden Anweisung folgende Sätze sprach: "Sofortige Einführung der allgemeinen gleichen Arbeitsdienstpflicht aller deutschen Männer für das 19. und 20. Lebensjahr. Einsatz der Arbeitsdienstpflichtigen zur großzügigen Anlage von Kleinwirtschaftssiedlungen, zur Urbarmachung der noch vorhandenen Unlande, zur Herstellung von gemeinnützigen Bauten ..."
Zwei andere Gruppierungen brachten gleichfalls frühzeitig den Gedanken einer Arbeitsdienstpflicht für alle jungen Deutschen ins Gerede. Der "Stahlhelm" plante seit 1924 ein solches Vorhaben und erließ praktisch 2 Jahre später ein 14-Punkte-Programm der Arbeitsdienstpflicht. Ferner war es der "Reichsbund für Arbeitsdienst", der militärisches Gedankengut einbrachte. Der "Reichsbund" wurde von dem Ritter des pour le Mérite, Oberst Faupel, geleitet, der im ehemaligen preußischen Kriegsministerium seinen Sitz hatte.
Die Arbeiten dieser verschiedensten Gruppierungen erfolgten vollkommen ohne einheitliche Richtlinien. Die Dienststellen konnten einzelne Arbeitsvorhaben als "gemeinnützige Arbeit" bei den Regierungsstellen durchsetzen, die dann staatliche Unterstützung erhielten. Bei den soldatischen Verbänden kam ein pseudomilitärischer Dienstbetrieb (z.B. Aufziehen der Wache, Exerzierdienst, vaterländische Schulung usw.) hinzu.
Die inzwischen erstarkte NSDAP entschloss sich erst gegen Ende der 20er Jahre, eigene getarnte Arbeitslager unter unverfänglichen Vereinsnamen aufzuziehen. Oberst a.D. Konstantin Hierl, Organisationsleiter II der Reichsleitung der NSDAP, setzte es durch, dass die Partei 1928 die allgemeine Arbeitsdienstpflicht zum Programmpunkt erhob. Hierl hatte bereits am 18.11.1923, als er noch als aktiver Gen.St.Offz. im Gru.Kdo. I (Berlin) Dienst tat, dem Chef der Heeresleitung eine Denkschrift vorgelegt, in der er die Einführung des Arbeitsdienstes zur "notwendigen Ergänzung der Wehrpflicht" forderte. Doch erst 1930 ließ sich Hitler dazu bewegen, entsprechende parteiamtliche Richtlinien zu erlassen, die u.a. besagten: "Einführung der allgemeinen deutschen Arbeitsdienstpflicht für alle arbeitsfähigen und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befindlichen jungen Deutschen ohne Unterschied."
Reichskanzler von Papen ernannte zwei Tage später den Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenfürsorge Dr. Syrup zum Reichskommissar für den Freiwilligen Arbeitsdienst. Dieser erließ bereits am 02. und 11.08.1932 entsprechende Ausführungsbestimmungen, die Umfang der Förderung, Organisation, Arbeitsverfahren u.a.m. regelten.
Damit nahm der Freiwillige Arbeitsdienst - nachdem sich nun auch die NSDAP intensiv um solche Lager kümmerte und neue ins Leben rief - Ausmaße an, die u.a. 1932 Frankreich veranlasste, auf der Genfer Abrüstungskonferenz den Antrag zu stellen, dem Arbeitsdienst militärischen Charakter zuzusprechen oder ihn zu verbieten. Der "Stahlhelm" verfügte in diesem Jahr z.B. über 1.100 Arbeitslager mit ca. 70.000 Mann.
Die Zusammensetzung des Freiwilligen Arbeitsdienstes - Stichtag 15.03.1933 - ergab folgendes Bild des prozentualen Anteils am Bestand der deutschen Arbeitslager: Katholische Kirche 7,7 % - Heimatwerk 5,9 % - "Stahlhelm" 5 % - Evangelische Kirche 4,7 % - Verein zur Umschulung 2,8 % - Gewerkschaften 3,3 % und NSDAP mit 0,5 %. Der Rest von 34,3 % wurde von den verschiedensten Körperschaften der Selbstverwaltung gestellt.
Die 235.064 Arbeitsdienstwilligen, die im April 1933 tätig waren, verteilten sich über alle deutschen Gebiete. Rheinland, Westfalen, Hessen und Bayern stellten die meisten Lagerinsassen, die wenigsten (3.798) gab es in Ostpreußen.

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BeitragBeitrags-Nr.: 197562 | Verfasst am: 25.11.2011 - 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

RAD-Meldeämter (numerische Listung) by UHF51

Das Kopieren dieser von mir hier eingestellten Arbeit verletzt das Urheberrecht
und ist daher verboten!


1 Königsberg i. Pr., Wehrkreis I (1939); »Arbeitsgau I Ostpreußen, Sitz: Königsberg i. Pr.«
2 Königsberg i. Pr., Wehrkreis I (1939); Liebenfelde (WK I o.J.)
3 Gumbinnen, Wehrkreis I (1939); Angerapp (WK I o.J.)
4 Tilsit, Wehrkreis I (1939)
5 Insterburg, Wehrkreis I (1939); Thorn (WK XX o.J.)
6 Allenstein, Wehrkreis I (1939)
7 Bischofsburg, Wehrkreis I (1939)
8 Lötzen, Wehrkreis I (1939)
9 Angerburg, Wehrkreis I (1939)
10 Schröttersburg, Wehrkreis I (o.J.)
11 Bartenstein, Wehrkreis I (1939); Rastenburg (WK I o.J.)
12 Hohenstein, Wehrkreis I (o.J.); Danzig (WK XX o.J.), Elbing (WK XX o.J.)
13 Braunsberg, Wehrkreis I (o.J.)
14 Marienburg, Wehrkreis XX (o.J.); Marienwerder (WK XX o.J.)
15 Johannisburg, Wehrkreis I (o.J.); Mohrungen (WK I o.J.); Neustadt (WK XX o.J.)
16 Stolp, Wehrkreis II (1939); »Arbeitsgau IV Pommern-Ost, Sitz: Stolp i. Pommern«
17 Köslin, Wehrkreis II (1939)
18 Neustettin, Wehrkreis II (1939)
19 Deutsch-Krone, Wehrkreis II (1939)
20 Woldenberg, Wehrkreis II (o.J.)
21 Stettin, Wehrkreis II (1939); »Arbeitsgau V Pommern-West, Sitz: Stettin«
22 Stettin, Wehrkreis II (1939)
23 Swinemünde, Wehrkreis II (1939)
24 Stargard, Wehrkreis II (1939)
25 Kolberg, Wehrkreis II (o.J.)
26 Greifswald, Wehrkreis II (1939)
27 Lübeck, Wehrkreis X (1939)
28 Schwerin, Wehrkreis II (1939); »Arbeitsgau VI Mecklenburg, Sitz Schwerin i. Mecklenburg«
29 Rostock, Wehrkreis II (1939)
30 Parchim, Wehrkreis II (1939); Neustrelitz (WK II o.J.)
31 –
32 Perleberg, Wehrkreis III (1939)
33 Neumünster, Wehrkreis X (1939
34 –
35 Schleswig, Wehrkreis X (1939)
36 Kiel, Wehrkreis X (1939); »Arbeitsgau VII Schleswig-Holstein, Sitz: Kiel«
37 Eutin, Wehrkreis X (1939)
38 –
39 Hamburg, Wehrkreis X (1939)
40 Hamburg, Wehrkreis X (1939)
41 Hamburg, Wehrkreis X (1939)
42 Hamburg, Wehrkreis X (1939)
43 Eberswalde, Wehrkreis III (1939)
44 Berlin, Wehrkreis III (1939); Bernau b. Berlin (WK III o.J.)
45 Frankfurt a.d. Oder, Wehrkreis III (1939), Kirchhain (WK III o.J.)
46 Luckau, Wehrkreis III (1939); Lübben (WK III 1939)
47 Küstrin, Wehrkreis III (1939)
48 Landsberg a.d. Warthe, Wehrkreis III (1939)
49 Crosssen a.d.Oder, Wehrkreis III (o.J.)
50 Cottbus, Wehrkreis III (1939)
51 Stendal, Wehrkreis XI (1939)
52 Magdeburg, Wehrkreis XI (1939)
53 Magdeburg, Wehrkreis XI (1939); Burg (WK XI 1939)
54 Magdeburg, Wehrkreis XI (1939)
55 Halberstadt, Wehrkreis IV (1939)
56 Dessau, Wehrkreis XI (1939)
57 Halle a.d. Saale, Wehrkreis IV (1939); »Arbeitsgau XIV Halle-Merseburg, Sitz: Halle«
58 Bitterfeld, Wehrkreis IV (1939)
59 Eisleben, Wehrkreis IV (1939)
60 Neuruppin, Wehrkreis III (1939)
61 Potsdam, Wehrkreis III (1939)
62 Potsdam, Wehrkreis III (1939)
63 Berlin I, Wehrkreis III (1939); »Arbeitsgau IX Brandenburg: Sitz: Berlin-Lankwitz«
64 Berlin II
65 Berlin III
66 Berlin IV
67 Berlin V
68 Berlin VI
69 Berlin VII
70 Berlin VIII
71 Berlin IX
72 Berlin X
73 Löbau, Wehrkreis IV (1939)
74 Bautzen, Wehrkreis IV (1939)
75 Kamenz, Wehrkreis IV (1939)
76 Meissen, Wehrkreis IV (1939)
77 Dresden, Wehrkreis IV (1939)
78 Dresden
79 Dresden
80 Pirna, Wehrkreis IV (1939)
81 Freiberg, Wehrkreis IV (1939)
82 Chemnitz, Wehrkreis IV (1939)
83 Chemnitz, Wehrkreis IV (1939)
84 Annaberg, Wehrkreis IV (1939)
85 Glauchau, Wehrkreis IV (1939)
86 Zwickau, Wehrkreis IV (1939)
87 –
88 Plauen i. Vogtland, Wehrkreis IV (1939)
89 Leipzig, Wehrkreis IV (1939)
90 Leipzig
91 Leipzig
92 Oschatz, Wehrkreis IV (o.J.)
93 –
94 Wittenberg, Wehrkreis IV (1939)
95 Torgau a.d. Elbe, Wehrkreis IV (1939); Preußisch Stargard (WK XX o.J.)
96 Altenburg, Wehrkreis IV (1939)
97 –
98 Sangerhausen, Wehrkreis IX (1939)
99 Weimar, Wehrkreis IX (1939); »Arbeitsgau XXIII Thüringen, Sitz: Weimar«
Fortsetzung folgt.

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BeitragBeitrags-Nr.: 197563 | Verfasst am: 25.11.2011 - 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

100 Gera, Wehrkreis IX (1939)
101 Rudolstadt, Wehrkreis IX (1939)
102 Mühlhausen, Wehrkreis IX (1939)
103 Erfurt, Wehrkreis IX (1939
104 Eisenach, Wehrkreis IX (1939)
105 Gotha, Wehrkreis IX (1939)
106 Meiningen, Wehrkreis IX (1939)
107 Bromberg, Wehrkreis XX (o.J.)
108 Schwäbisch Gmünd, Wehrkreis V (1939)
109 –
110 –
111 Horb, Wehrkreis V (1939)
112 –
113 Donaueschingen, Wehrkreis V (1939); Ravensburg (WK V 1939)
114 Konstanz a. Bodensee, Wehrkreis V (1939)
115 –
116 –
117 Ehingen, Wehrkreis V (1939)
118 –
119 –
120 Esslingen, Wehrkreis V (1939)
121 Ludwigsburg, Wehrkreis V (1939); Grimmen (WK II o.J.)
122 Graudenz, Wehrkreis XX (o.J.)
123 Heilbronn, Wehrkreis V (1939)
124 Schwäbisch Hall, Wehrkreis V (1939)
125 Bad Mergentheim, Wehrkreis XIII (1939)
126 Tauberbischofsheim, Wehrkreis XIII (1939)
127 Würzburg, Wehrkreis XIII (1939)
128 Ludwigshafen, Wehrkreis XII (1939)
129 Speyer, Wehrkreis XII (1939)
130 Zweibrücken, Wehrkreis XII (1939)
131 –
132 Mannheim, Wehrkreis XII (1939)
133 Heidelberg, Wehrkreis XII (1939)
134 –
135 Karlsruhe, Wehrkreis V (1939)
136 Rastatt, Wehrkreis V (1939)
137 Köln, Wehrkreis VI (1939); »Arbeitsgau XXXI, Sitz: Köln«
138 Offenburg, Wehrkreis V (1939)
139 Freiburg i. Breisgau, Wehrkreis V (1939)
140 Lörrach, Wehrkreis V (1939)
141 Bremen, Wehrkreis X (1939)
142 Bremen, Wehrkreis X (1939)
143 Stade, Wehrkreis X (1939)
144 Wesermünde, Wehrkreis X (1939)
145 Oldenburg i. O., Wehrkreis X (1939); »Arbeitsgau XIX Niedersachsen-West, Sitz: Oldenburg«
146 Oldenburg i. O., Wehrkreis X (1939)
147 Aurich, Wehrkreis X (1939)
148 Nienburg a.d. Weser, Wehrkreis X (1939)
149 Lingen, Wehrkreis VI (1939)
150 Osnabrück, Wehrkreis VI (1939)
151 Herford, Wehrkreis VI (1939)
152 Minden, Wehrkreis VI (1939)
153 Münster, WK VI (1939); »Arbeitsgau XVI Westfalen-Nord, Sitz: Münster«
154 Paderborn, WK VI (1939)
155 Bielefeld, WK VI (1939)
156 Detmold, WK VI (1939)
157 Arnsberg, Wehrkreis VI (1939)
158 Soest, Wehrkreis VI (1939)
159 Dortmund, Wehrkreis VI (1939); »Arbeitsgau XX Westfalen-Süd, Sitz: Dortmund«
160 Dortmund, Wehrkreis VI (1939)
161 Herne, Wehrkreis VI (1939)
162 Bochum, Wehrkreis VI (1939)
163 Iserlohn, Wehrkreis VI (1939)
164 Hagen i. Westfalen, Wehrkreis VI (1939)
165 Coesfeld, Wehrkreis VI (1939)
166 Recklinghausen, Wehrkreis VI (1939)
167 Gelsenkirchen, Wehrkreis VI (1939)
168 Essen, Wehrkreis VI (1939)
169 Aachen, Wehrkreis VI (1939)
170 Jülich, Wehrkreis VI (1939)
171 Düren, Wehrkreis VI (1939)
172 Köln, Wehrkreis VI (1939); »Arbeitsgau XXXI, Sitz: Köln«
173 Köln, Wehrkreis VI (1939)
174 Bonn, Wehrkreis VI (1939)
175 Siegburg, Wehrkreis VI (1939)
176 Mönchen-Gladbach, Wehrkreis VI (1939)
177 Düsseldorf, Wehrkreis VI (1939); »Arbeitsgau XXI Niederrhein, Sitz: Düsseldorf«
178 Düsseldorf, Wehrkreis VI (1939)
179 Wuppertal, Wehrkreis VI (1939)
180 Solingen, Wehrkreis VI (1939)
181 Moers, Wehrkreis VI (1939)
182 Wesel, Wehrkreis VI (1939)
183 Krefeld, Wehrkreis VI (1939)
184 Duisburg, Wehrkreis VI (1939)
185 Oberhausen, Wehrkreis VI (1939)
186 Essen, Wehrkreis VI (1939)
187 München, Wehrkreis VII (1939); »Arbeitsgau XXX Bayern-Hochland, Sitz: München«
188 München
189 München
190 Rosenheim, Wehrkreis VII (1939)
191 Traunstein, Wehrkreis VII (1939)
192 Weilheim, Wehrkreis VII (1939)
193 –
194 –
195 Kempten i. Allgäu, Wehrkreis VII (1939)
196 Regensburg, Wehrkreis XIII (1939); »Arbeitsgau XXIX Bayern-Ostmark, Sitz: Regensburg«
197 Landshut, Wehrkreis VII (1939)
198 Pfarrkirchen, Wehrkreis XIII (1939)
199 Passau, Wehrkreis XIII (1939)
Fortsetzung folgt.

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BeitragBeitrags-Nr.: 197564 | Verfasst am: 25.11.2011 - 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

200 Straubing, Wehrkreis XIII (1939)
201 Weiden, Wehrkreis XIII (1939)
202 Amberg, Wehrkreis XIII (1939)
203 Nürnberg, Wehrkreis XIII (1939)
204 –
205 Nürnberg, Wehrkreis XIII (1939)
206 Bamberg, Wehrkreis XIII (1939)
207 Bad Kissingen, Wehrkreis XIII (1939)
208 Ansbach, Wehrkreis XIII (1939)
209 Ingolstadt, Wehrkreis VII (1939)
210 Coburg, Wehrkreis XIII (1939)
211 Bayreuth, Wehrkreis XIII (1939)
212 Marktredwitz, Wehrkreis XIII (1939)
213 Oels, Wehrkreis VIII (1939); »Arbeitsgau XI Mittelschlesien, Sitz: Breslau«
214 –
215 –
216 –
217 Brieg, Wehrkreis VIII (1939); Arbeitsgau XI
218 Glatz, Wehrkreis VIII (1939); Arbeitsgau XI
219 Waldenburg, Wehrkreis VIII (o.J.)
220 Schweidnitz, Wehrkreis VIII (1939); Arbeitsgau XI
221 Oppeln, Wehrkreis VIII (1939); »Arbeitsgau XII Oberschlesien, Sitz: Oppeln«
222 Neisse, Wehrkreis VIII (1939)
223 Neustadt/O.S., Wehrkreis VIII (1939)
224 Cosel, Wehrkreis VIII (1939)
225 Gleiwitz, Wehrkreis VIII (1939)
226 Beuthen, Wehrkreis VIII (1939); Königshütte (WK VIII o.J.)
227 Hindenburg, Wehrkreis VIII (1939)
228 Kreuzburg, Wehrkreis VIII (1939); Loben [?] (o.J.)
229 Liegnitz, Wehrkreis VIII (o.J.)
230 Liegnitz, Wehrkreis VIII (1939)
231 Sagan, Wehrkreis VIII (1939), Liegnitz (WK VIII o.J.)
232 Görlitz, Wehrkreis VIII (1939), Liegnitz (o.J.) »Arbeitsgau X Niederschlesien, Sitz: Görlitz«
233 Bunzlau, Wehrkreis VIII (1939); Liegnitz (WK VIII o.J.)
234 Hirschberg, Wehrkreis VIII (1939); Liegnitz (WK VIII o.J.)
235 Wohlau, Wehrkreis VIII (1939); Arbeitsgau XI
236 Kassel, Wehrkreis IX (1939); »Arbeitsgau XXII Hessen-Nord, Sitz: Kassel«
237 Kassel, Wehrkreis IX (1939)
238 Korbach, Wehrkreis IX (1939)
239 Marburg, Wehrkreis IX (1939)
240 Bad Hersfeld, Wehrkreis IX (1939)
241 Fulda, Wehrkreis IX (1939)
242 Friedberg, Wehrkreis IX (1939)
243 Gießen, Wehrkreis IX (1939)
244 Wetzlar, Wehrkreis IX (1939)
245 Siegen, Wehrkreis IX (1939)
246 Aschaffenburg, Wehrkreis IX (1939)
247 Hannover, Wehrkreis XI (1939); »Arbeitsgau XVIII Niedersachsen-Ost, Sitz: Hannover«
248 Hannover, Wehrkreis XI (1939)
249 Braunschweig, Wehrkreis XI (1939)
250 Goslar, Wehrkreis XI (1939)
251 Hildesheim, Wehrkreis XI (1939)
252 Hameln, Wehrkreis XI (1939)
253 Göttingen, Wehrkreis XI (1939)
254 Celle, Wehrkreis XI (1939)
255 Lüneburg, Wehrkreis X (1939)
256 Trier, Wehrkreis XII (1939)
257 Trier, Wehrkreis XII (1939)
258 Saarbrücken, Wehrkreis XII (1939)
259 Saarlautern, Wehrkreis XII (1939)
260 Koblenz, Wehrkreis XII (1939); »Arbeitsgau XXIV Mittelrhein, Sitz: Koblenz«
261 Koblenz, Wehrkreis XII (1939), verlegt nach Neuwied
262 Bad Kreuznach, Wehrkreis XII (1939
263 Limburg, Wehrkreis XII (1939)
264 Wiesbaden, Wehrkreis XII (1939); »Arbeitsgau XXV Hessen-Süd, Sitz: Wiesbaden«
265 Frankfurt a. Main, Wehrkreis IX (1939)
266 Mainz, Wehrkreis XII (1939)
267 Offenbach, Wehrkreis IX (1939)
268 Boppard, Wehrkreis XII (1939)
269 Frankfurt a. Main, Wehrkreis IX (1939)
270 Neuß, Wehrkreis VI (1939)
271 München, Wehrkreis VII (1939)
272 Calw, Wehrkreis V (1939)
273 Worms, Wehrkreis XII (1939)
274 St. Wedel, Wehrkreis XII (1939)
275 Mannheim, Wehrkreis XII (1939)
276 Ausland in Berlin, Wehrkreis III (1939)
277 Hamburg, Wehrkreis X (1939)
278 Stralsund, Wehrkreis II (1939)
279 Bernburg, Wehrkreis XI (1939)
280 –
281 –
282 –
283 –
284 Teschen, Wehrkreis VIII (o.J.)
M 285 Bielitz, Wehrkreis VIII (o.J.)
M 286 Kattowitz, Wehrkreis VIII (o.J.)
287 –
↓↓↓
300 –
301 Wien, Wehrkreis XVII (1939); »Arbeitsgau XXXV Niederdonau, Sitz: Wien«
302 Wien
303 Wien
304 Wien
305 Melk, Wehrkreis XVII (1939)
306 Zwettl, Wehrkreis XVII (1939)
307 Krems/Stein a.d. Donau, Wehrkreis XVII (1939)
308 St. Pölten, Wehrkreis XVII (1939)
309 Wien, Wehrkreis XVII (1939)
310 Baden, Wehrkreis XVII (1939)
311 Wiener Neustadt, Wehrkreis XVII (1939)
312 Eisenstadt, Wehrkreis XVII (19399
313 –
314 Wels, Wehrkreis XVII (1939)
315 Ried i. Innkreis, Wehrkreis XVII (1939)
316 Linz a.d. Donau, Wehrkreis XVII (1939); »Arbeitsgau XXXIV Oberdonau, Sitz: Linz«
317 Steyr, Wehrkreis XVII (1939)
318 Spittal, Wehrkreis XVIII (1939)
319 Klagenfurt, Wehrkreis XVIII (1939)
320 Judenburg (Meldeamt), Wehrkreis XVIII (1939)
321 Loeben (Meldeamt), Wehrkreis XVIII (1939)
322 Graz, Wehrkreis XVIII (1939); »Arbeitsgau XXXVI Südmark, Sitz: Graz«
323 Leibnitz (Meldeamt), Wehrkreis XVIII (1939)
324 –
325 –
326 Innsbruck (Meldeamt), Wehrkreis XVIII (1939); »Arbeitsgau XXXIII Alpenland, Sitz: Innsbruck«
327 Salzburg, Wehrkreis XVIII (1939)

→ ohne Nummer:
Zielenzig/Nm., Wehrkreis III (o.J.)
Auerbach i. Vogtland, Wehrkreis IV (1939)
Döbeln, Wehrkreis IV (1939)
Naumburg a.d. Saale, Wehrkreis IV (1939)
Pforzheim, Wehrkreis V (1939)
Rottweil, Wehrkreis V (1939)
Rybnik, Wehrkreis VIII (o.J.)
Bregenz, Wehrkreis XVIII (1939)
Feldbach, Wehrkreis XVIII (1939)

Quellen & Literatur: „Tessin“ / Spaten und Ähre / Das Werk des Reichsarbeitsdienstes
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BeitragBeitrags-Nr.: 200256 | Verfasst am: 10.10.2012 - 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Erinnerungen
Quelle: „Der Windhund“ 2/2001, 3/2001, 3/2003
Autor: Walter K. (*04.04.1922, ehem. 2./Pz.Jäg.Abt. 228)

Abschrift, Zusammenstellung und Bearbeitung: UHF51 • Berlin

Ausgezogen sind sie zu 180 Wuppertaler Jungen am 07.02.1941 und der Ausgangspunkt ist der Bahnhof Mirke. In der Hand tragen sie ein kleines Köfferchen mit Wasch- und Rasierzeug, gerade das, was man damals das kleine »Watzgepäck« nannte. Das Rasieren beschränkte sich allerdings noch auf zweimal pro Woche, denn sie sind ja erst knappe 18 Jahre alt. – Vorbildung und Berufsziele sind unterschiedlich. Einige haben bereits den Abschluss einer kaufmännischen oder einer Banklehre. Andere haben einen handwerklichen Abschluss und eine Reihe ist in der Ausbildung zum Bau- oder Maschinentechniker.
Andere wiederum müssen notgedrungen zum Familienhaushalt Geld beitragen und sind in Industriebetrieben beschäftigt. Keiner besitzt die Hochschulreife [Abitur], ein guter Teil die Mittlere Reife und ein ebenso großer Teil den Abschluss der damaligen Volksschule. Alles in allem, es gibt hier praktisch keine sozialen Unterschiede und das gemeinsam verstandenen Wuppertaler Platt gibt eine gute Basis für die spätere Kameradschaft.
Den Eltern und Geschwistern hat man entschieden verboten, zum Abschied am Mirker Bahnhof zu erscheinen, denn Abschiedstränen sind einfach unschicklich. Dass sie nachher dennoch am Bahnhofsvorplatz erscheinen, ist halt nicht zu verhindern.
Einige uniformierte Herren mit zackiger Haltung und markigen Stimmen beginnen pünktlich zur festgesetzten Zeit die Vollzähligkeit zu überprüfen und die ganze Gesellschaft in den Transportzug einzuweisen. Die 180 Wuppertaler Jungen bilden nun eine Kriegsabteilung des Reichsarbeitsdienstes mit der amtlichen Bezeichnung K 8 / 311 Im Sprachgebrauch unter sich nennen sie sich jedoch nach dem Namen des Abteilungsführers: »Zirkus Charié«.
Der Transport rollt über Köln und Euskirchen in die Schnee-Eifel, die ihrem Namen Ehre macht, denn alles ist tief verschneit. In Jünkerrath in eine Nebenbahn nach Hallschlag. Von dort wird im Fußmarsch das Ziel, ein Barackenlager beim Dörfchen Ormont erreicht. Ormont ist ein Grenzort im damaligen Westwallgebiet, nicht weit vom deutschsprachigen neubelgischen Städtchen St. Vith. Es gibt dort eine Menge Westwallbunker und »Drachenzähne« als Panzerhindernisse, aber auch mit Stroh gedeckte friedliche Bauernhäuser. Vom Hohen Venn weht ein eisiger Wind. Die Bunkerlinien erscheinen jetzt ganz überflüssig, denn der Frankreichfeldzug ist seit einem halben Jahr vorbei und die Stimmungslage ist im Gegensatz zur Zeit des Kriegsbeginns verständlicherweise optimistisch. Die meisten Menschen glauben an ein kommendes Arrangement mit den Briten, dem derzeit letzten Gegner.
Am zweiten Tag beginnt die Einkleidung und es werden Knobelbecher, Drillichzeug und ein Ausgehanzug verpasst. Dann werden wir in vier Züge zu je 40 Mann, welche wiederum drei Trupps bilden, eingeteilt.
In der Hierarchie des RAD heißt der Abteilungsführer genau wie bei den Pfadfindern Oberfeldmeister. Oberfeldmeister Charié zeichnete sich nicht gerade durch besondere Liebenswürdigkeit aus. Seine Sympathie zu uns Wuppertalern hält sich sehr in Grenzen und er macht auch kein Hehl daraus. Sehr unterschiedlich ist das verhalten der Chargierten. Da gibt es den schneidigen und stets korrekten Oberfeldmeister E., dem man ansieht, dass er am liebsten eine vergleichbare Aufgabe in der Wehrmacht, die ja ein weit höheres Prestige hat, übernommen hätte.
Es gibt auch den äußerlich bärbeißigen Unterfeldmeister M. aus dem Westerwald, den sicher die Not der jetzt überwundenen Arbeitslosigkeit in diesen Dienst geführt hat. Da ist auch der weniger gutmütige Obertruppführer H. und das soll nicht verschwiegen werden, es gibt auch den gerechten und beliebten Zugführer des 1. Zuges namens K., der den sprichwörtlichen anständigen Kerl verkörpert.
Die Jungens aus Wuppertal sind zuversichtlich, dass das halbe Jahr, welches man hier verbringen muss, trotz der Schleiferei und des stupiden Drills, den man in dieser Intensität auch in der späteren Wehrmacht nicht wieder erlebt, ohne Schaden vorbeigehen wird.

Anmerkung: Die Zunamen wurden, außer beim Abteilungsführer, von mir nicht ausgeschrieben.

Fortsetzung folgt.
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Zuletzt bearbeitet von UHF51 am 27.11.2012 - 20:32, insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragBeitrags-Nr.: 200261 | Verfasst am: 10.10.2012 - 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Man lacht in der Gemeinschaft über die Manie der Führer mit dem verrückten Spatenangriff und dem exerziermäßigen Schaufeln mit Schub, Hub und Wurf. Man kaut abends an einer Wurst, welche die Konsistenz von Gummi hat und träumt von einem Stück Sahnetorte im Café Höfer in Barmen oder vom Varieté Resi in der Poststrasse von Elberfeld. Einer träumt sogar von einer eigenen Band und beschreibt sogar die wunschgemäße Ausstattung seiner Truppe.
Ende Februar 1941 wurde die Einhaltung einer Stunde Mittagsruhe angeordnet. Die Begründung zu dieser humanen Maßnahme lautete: »Der Jahrgang 1922 ist ein Inflationsjahrgang und hat durch unzureichende Ernährung gelitten. Deshalb ist dieser Jahrgang besonders schonungsvoll zu behandeln.«
Wir nutzten die verordnete Bettruhe, um allerhand Unfug in den Baracken anzustellen. Es war dies das letzte Mal, dass uns amtliche Schonung verordnet wurde. Vier Wochen später war dann diese Jahrgangsvergünstigung vorbei und erschien nie wieder.
Wenn auch der Drill übertrieben war, die Tätigkeit an der frischen Luft und die Bewegung waren für manchen unserer jungen Büromenschen schon die richtige Therapie. Zunächst waren alle 180 völlig gleich, jedoch bald waren einige schon erheblich gleicher und die eroberten dann eine Funktion, etwa auf einer Schreibstube, was für sie persönlich eine erhöhte Lebensqualität bedeutete. Es gab jedoch eine Funktion, die von einem Wuppertaler damals nicht besetzt werden konnte. Es handelte sich um die Reparatur unserer Knobelbecher. Während für die Besetzung der Schreibstube eine Menge qualifizierter Kräfte bereitstand, fand man unter 180 Jungens des Jahrgangs 1922 offenbar keinen gelernten Schuhmacher. Um die Lücke zu füllen, wird ein munterer Junge aus Mönchengladbach, unser »Schusterjupp« in unsere Abteilung versetzt. Während der Arbeit pflegte Jupp zu singen:
Unn all die Schusterjunge hann emmer,
hann emmer joden Sinn, sie kloppe,
unn hauen op dänn Pinn –

Schusterjupp war eine echte Bereicherung für unseren »Zirkus Charié«.
Im Laufe der Monate Februar und März machten wir ausgedehnte Übungsmärsche mit vollem Gepäck durch die verschneite Eifel. Es floss viel unnützer Schweiß und manche Blase entstand an der Ferse. Doch weil wir solidarisch blieben, brachte uns das keineswegs um und wenn es am Ende eines langen Marsches hieß, »ein Lied« dann kam die provozierende Strophe: »Wir sind von Wuppertal – uns ist alles scheißegal!« – So etwas durfte man sich ungestraft nur im 4. Zug erlauben, bei allen übrigen Zügen gab es dann mehrmals die bekannte Einlage »Fliegerdeckung« und darauf machten wir uns absolut unsichtbar.
Der dominierende Schlager der damaligen Zeit war aus Frankreich herübergekommen und hieß: »Parlez moi d’Amour«. Die Parolen, heute würde man sagen, die Gerüchtebörse, wurden auf dem 12-zylindrigen Donnerbalken geliefert. Eine davon lautete: Wir werden verladen und kommen nach Afrika. Dort war gerade Rommel zur Rettung der bedrohten italienischen Bundesgenossen angetreten und begann seine Karriere als erklärter Volksliebling.
Wir träumten von fernen Gestaden und tatsächlich kam Ende März der Befehl, der uns die Baracken des Lagers abreißen und uns auf einen Eisenbahnzug auf der Station Hallschlag verladen ließ. Die Baracken waren in genormten Elementen montierbar und konnten nach der Errichtung von Fundamenten jederzeit an beliebigem Ort wieder aufgestellt werden.
In diesem Zusammenhang erhielt der Berichterstatter [Walter K.] auch eine Aufgabe/Funktion. Er musste mehrere hundert Wegweiserschilder mit Richtungspfeil herstellen und mit der Beschriftung K-8/311 versehen.
Der »Zirkus Charié« kann somit mobil gemacht werden. Das Verladen geht planmäßig vor sich und so sitzen wir am 01.04.1941 wieder für diesmal 3 Tage in den Abteilen der Holzklasse eines langen Zuges und rollen zusammen mit unseren Baracken – jedoch nicht nach Afrika. Der Zug rollt über Euskirchen – Köln – über Mirke ohne anzuhalten – über Loh – Heubruch – Hagen – Unna – Magdeburg – Liegnitz – Lodz – Warschau und weiter. Drei Tage ohne Spatengriff und ohne Exerzieren, nur auf der Bahnfahrt, das erschien uns damals ganz erholsam.
Holubla-West
Der Transportzug mit den 180 Wuppertalern des Jahrgangs 1922 rollt am Abend des 03.04.1941 über die Weichselbrücke in Warschau. Die große Stadt ist hell erleuchtet, ganz im Kontrast zu den vollständig verdunkelten Städten im Reichsgebiet. Von Warschau aus geht es noch eine ziemliche Strecke weiter in Richtung Osten. Beim Hellwerden steht der Trsp.Zug auf dem Bahnhof Siedlce, einer polnischen Kleinstadt in Masowien, dem Gebiet zwischen den Flüssen Bug und Narew.

Fortsetzung folgt.
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BeitragBeitrags-Nr.: 200262 | Verfasst am: 10.10.2012 - 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Wir verbringen 3 Tage in einer polnischen Kaserne und verladen unsere Barackenteile auf Panje-Wagen, das landesübliche Transportmittel. Auf dem Bahnsteig kann man sich frühmorgens an der Speisepumpe waschen. Juden mit Armbinde verladen Stückkoks. Ein polnischer Aufseher drischt mit einem Knüppel auf einen alten Mann ein. Zwei Arbeitsmänner springen dazu und reißen dem Polen den Knüppel aus der Hand. Der Pole droht und schreit: Kommindante – Kommindante! Auch das gab es beim einfachen Volke.
Unser endgültiger Zielort ist Holubla, rund 20 km in Richtung auf die damalige Demarkationslinie zwischen dem Generalgouvernement und dem von der Sowjetunion annektierten Ostpolen. Es geht förmlich über Stock und Stein, weil die Wegeverhältnisse nicht gerade die Qualität einer Rennpiste aufweisen.
Nach 3 Tagen jedoch sind die Barackenteile auf einer freien Fläche am Rande des Dorfes gestapelt und der »Zirkus Charié«ist jetzt in Holubla-West zu Hause. Für die erste Woche werden wir truppweise auf die mit Stroh gedeckten Bauernkaten verteilt und lernen die ersten Worte der konsonantenreichen polnischen Sprache. Wir schlafen auf Strohschütten und begrüßen morgens unsere Quartierwirte mit einem freundlichen »gin dobberi«. Ein paar Hühner gackern im gleichen Raum und die Atmosphäre ist insgesamt nicht unfreundlich, sondern eher kooperativ. Das Zusammenleben mit den im Grunde gutmütigen Bauern ist weitgehend problemlos.
Tagsüber arbeiteten wir am Aufbau unserer Baracken. Zunächst werden neue Fundamente errichtet. Die Wandelemente werden sachgerecht verschraubt und die Dachkonstruktion wird aufgesetzt. Zum Schluss werden die Dachflächen mit Stroh und Rasenplacken zur Tarnung bedeckt, denn Holubla-West, so heißt jetzt unsere neue Ansiedlung, soll wie ein echtes polnisches Dorf aussehen, um eine mögliche Luftaufklärung zu täuschen.
Um das Bild milieugerecht abzurunden, bauen wir einen wunderschönen Ziehbrunnen, den wir Modell Puszta taufen. Ein Wegweiser wird mit drei Richtungsanzeigen ausgestattet, auf denen zu lesen steht: Ormont 1825 km, Athen 2999 km und Weltende 25,1 km. Mit diesem Weltende war die damalige Grenze am Bug gemeint und Athen war nur deshalb erwähnt, weil derzeit gerade der Balkanfeldzug lief.
Unser Arbeitsauftrag heißt Straßenbau. Im Vergleich zu den wirklichen großen Eroberern Alexander, Cäsar und Napoleon sind wir allerdings amateurhafte Straßenbauer. In Richtung Grenze haben wir 3 km Straße durch ein Waldstück zu treiben.
Die Trasse war abgesteckt, Fluchtstäbe werden gesetzt, die Höhenlinie getafelt und Bettung planiert. Steine gibt es nur in Form von Granitfindlingen, die weit verstreut auf den Feldern verteilt sind. Sie werden mit Panje-Wagen angekarrt und wir lernen, die rohen Findlinge mit ziehendem Schlag auf die Trennlinie zu spalten. Andere Trupps setzten die Steine hochkant zur Packlage. Es dauert Wochen und es wird Mai, bis die 3 km geschafft sind. Zuletzt wird alles noch mit Rasenplacken abgedeckt, denn unsere Strasse ist ein streng gehütetes Staatsgeheimnis und die Führung im fernen Kreml darf hiervon nichts erfahren.
Inzwischen ist das Wetter urplötzlich umgeschlagen. Fast ohne Übergang ist die beißende Kälte einer sommerlich trockenen Hitze gewichen.
Wir beginnen rundum die Gegend zu beschnuppern und finden heraus, dass im Nachbardorf Paprotnia Menschen angesiedelt sind, die nicht polnisch, sondern deutsch sprechen, etwas exotisch aussehen, von freundlichem Wesen sind und sogar adrett angezogen sind. Es sind Zigeuner aus dem Reich – Verzeihung, Sinti und Roma. Wir empfinden diese Leute als recht zivilisierte Nachbarn und genießen eine Sonntagsplauderei in einer sauberen Stube.

Fortsetzung folgt.
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Zuletzt bearbeitet von UHF51 am 11.10.2012 - 10:25, insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragBeitrags-Nr.: 200263 | Verfasst am: 10.10.2012 - 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Die Flaggenhissung und der Stolz auf Winston Churchill
Frühmorgens werden wir aus unseren Baracken gejagt zur Aufstellung auf dem Appellplatz und zur Flaggenhissung. Zuerst wird dann von dem Führer vom Dienst der aktuelle Wehrmachtsbericht vorgelesen. In diesen Wochen wimmelt es nur so von englischen und griechischen Städtenamen. Schwierig ist das schon für den armen Obertruppführer, als es da hieß: Soo Utt Hamptoon und Liwwerpuhl und das Gekicher hört nicht auf, als dann der gerade überschrittene Peleponnes auf der dritten Silbe betont wird, ist das Gewieher nicht mehr zu überhören.
Der Herrgott mag uns den Bildungs-Snobismus verzeihen, doch es kam noch schlimmer. Nach dem Kommando »heißt Flagge!« wird das Kennwort [Parole] ausgegeben und das heißt an diesem Tage »Winston Churchill«. Danach folgt ein bissiger Kommentar durch den Führer vom Dienst, der zum Schluss wiederholt: Kennwort Winston Churchill!
Anschließend tritt dann ein Führer niederer Charge gewohnheitsgemäß vor und verließt den Kalenderspruch des Tages und der lautet heute: »Wir sind stolz, in einer Zeit zu leben, die solche Männer erfordert!«
Nun brüllen wir doch los, doch an diesem Tage müssen wir viel leiden und küssen oft den Boden. Unsere Drillichanzüge sind bald hoffnungslos verschlammt. Es ist genau so, wie es Hans Helmut Kirst in seinem Roman »08/15« dargestellt hat.
Zirkus Charié tritt in die Pedale
Gegen Ende Mai 1941 wird unser Leben umgestaltet. Der Straßenbau ist beendet. Überall in diesem Teil Polens treffen neue Wehrmacht-Einheiten ein. Wir erhalten Beutewaffen. Es sind norwegische Gewehre und auch zwei MG des Typs 08/15 aus dem Ersten Weltkrieg mit Wasserkühlung und Ersatzläufen. Zwei MG-Trupps werden eingeteilt und Schießübungen veranstaltet.
Wieder kursieren Latrinen-Parolen, die sicherlich auch bewusst eingeschleust werden. Da heißt es z.B.: »Wir haben einen Pachtvertrag mit der Sowjetunion, die uns die Ukraine zum Durchzug auf die Ölfelder in Persien überlässt.« – Irgendetwas liegt in der Luft. Angeblich sind russische Flugzeuge gesichtet worden. Von den bei uns mithelfenden Polen erfahren wir, dass drüben, jenseits des Bug, ebenso viele Truppen auf der russischen Seite konzentriert seien.
Ende Mai verlautet der Wehrmachtbericht von der Fahrt der Großkampfschiffe »Bismarck« und »Prinz Eugen«, von der Versenkung der »Hood«, des größten Schlachtschiffes der Briten und dem anschließenden Ende der gejagten »Bismarck«. Rudolf Heß fliegt nach Schottland und wird prompt für geistig umnachtet erklärt. Ein Spruch geht um mit folgender Sentenz:
Es singt und klingt im ganzen Land –
wir fahren gegen Engeland,
und wenn dann wirklich einer fährt,
dann wird er für verrückt erklärt!

Bis heute ist hierüber viel gerätselt, orakelt und geschrieben worden, jedoch aus meiner Erfahrung lässt sich sagen, dass wohl niemand an die geistige Umnachtung glaubte und dass für Journalisten interessant sein könnte, einmal Einblick in britische Archive zu nehmen, wenn dies dereinst einmal gestattet sein sollte.
In den letzten Maitagen wird K-8/311 in eine Radfahr-Abteilung umgewandelt. Wir erhalten alte gebrauchte Tourenräder. Die Abteilung wird mobil gemacht. Einige wenige, die auf einem Fahrrad nicht sattelfest sind, kommen zu dem bespannten Tross, der Feldküche, Verpflegungswagen und die Schreibstube umfasst. Der Tross, das war damals unsere Logistik, wie man heute sagen würde. Einen Schönheitsfehler hatte die Sache. Ein Fahrrad schafft bei brauchbarer Strasse etwa 15 km in der Stunde, während unser Pferdetross nicht auf die halbe Durchschnittsgeschwindigkeit kommen kann. Deshalb müssen wir so oft auf die Versorgung aus der Feldküche verzichten.
Die letzten Mai- und Junitage vergehen mit ausgedehnten Radfahrübungen, die unsere Beweglichkeit sichern sollen. Außerdem wird das Biwakieren im Zelt trainiert.
In den letzten Tagen des Mai verlegen wir in ein Lager bei Sokolow-Wegrow noch weiter in nordöstlicher Richtung.

Fortsetzung folgt.

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Dan007
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BeitragBeitrags-Nr.: 203174 | Verfasst am: 01.12.2013 - 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Uwe2

Tolle Arbeit, die Du hier gemacht hast, bin begeistert.

Ich habe mal noch eine Frage, hast Du vielleicht auch Informationen zur "RAD Abteilung 133"?
Vielen Dank für Deine Mühe im Voraus.

MfG Danielo
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BeitragBeitrags-Nr.: 203811 | Verfasst am: 11.05.2014 - 08:12    Titel: RADwJ Antworten mit Zitat

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis I, Königsberg/Ostpreußen.)
Aufstellung: UHF51 • Berlin

Diese Listung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit!
Bezirksleitung I (Königsberg/Ostpr.) Bezirksleitung XXIX (Ortelsburg)

RAD-Landjahrlager = Kornitten
Lagergruppe 10 (Tilsit)
2/10 = Elchwerder
3/10 = Karkelbeck
6/10 = Lankuppen
8/10 = Gehlweiden
10/10 = Plicken
11/10 = Kapheim
12/10 = Auerfluß
14/10 = Austinshof
20/10 = Unereisseln
27/10 = Schillwen

Lagergruppe 11 (Lötzen)
1/11 = Lötzen
3/11 = Tuchlinnen
4/11 = Altenkirchen
5/11 = Gehlenburg und Nareythen
7/11 = Erben
14/11 = Tribsee (im WK II, Stettin)
16/11 = Lötzen und Wolfsee
17/11 = Erben
18/11 = Neuhof
19/11 = Grunau
21/11 = Rosengarten
23/11 = Langbrück

Lagergruppe 12 (Ort?)
1/12 = Arnstein
2/12 = Raudnitz (im WK XX)
11/12 = Freudenthal (im WK XX)

Lagergruppe 13 (Königsberg/Ostpr.)
1/13 = Klycken
4/13 = Preuß. Eylau und Sossehnen
5/13 = Preuß. Eylau
7/13 = Domnau
9/13 = Parnehnen
10/13 = Rittergut Arnstein (Kreis Heiligenbeil)
11/13 = Uderwangen / Malchin (WK II, Stettin)
12/13 = Groß Lauth
15/13 = Falkhorst
Lagergruppe 14 (Ortelsburg)
1/14 = Ortelsburg
7/14 = Friedrichshof
8/14 = Schöndorf über Bischofsburg

Lagergruppe 15 (Rastenburg)
4/15 = Pülz
6/15 = Baumgarten
8/15 = Passdorf
13/15 = Benkheim

Lagergruppe 16 (Gumbinnen)
1/16 = Gumbinnen
9/16 = Hallenfelde
12/16 = Mühlrädlitz (im WK VIII, Breslau)

Lagergruppe 17 (Ort?)
1/17 = Wuttrienen
7/17 = Raschau/Erzgebirge
RADwJ Standorte ohne Bezeichnung bzw. Lagernummer:
Blockswalde
Gallingen
Gilgenburg
Herdenau
Landsberg/Ostpr.
Nattkischkan
Pleikischken
Roggen
Schnellwalde
Schöndorf
Schustern
Tuchlinnen
Willkischken

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis II, Stettin.)
Bezirksleitung II / 1939 Stettin, Bezirk 2 Dumzin (Pommern), Bezirk 14 Neustettin
RADwJ Bezirks-Heilstube = Schwerin
Lagerschule V = Vetrin

Lagergruppe 20 (Stettin / 1939 Stolp)
1/20 = Kniprode und Zechendorf
4/20 = Gnewin
5/20 = Treuenwalde
9/20 = Hygendorf
10/20 = Burgsdorf
13/20 = Ballenberg
14/20 = Strellentin
15/20 = Lowitz
16/20 = Nawitz
20/20 = Tauenzien
24/20 = Wierschutzin
25/20 = Damsdorf

Lagergruppe 21 (Stargard / 1939 Stettin)
1/21 = Lippehne (im WK III, Berlin)
2/21 = Berlinchen (im WK III, Berlin)
5/21 = Stepenitz
6/21 = Stettin
7/21 = Kollin
8/21 = Cammin
9/21 = Penkun
11/21 = Schönow
13/21 = Sillingsdorf
15/21 = Hohenmocker, »Broock-Tentzerow«
17/21 = Selchow
18/21 = Dölitz
25/21 = Schillersdorf

Lagergruppe 22 (Stralsund 1939)
3/22 = Horst
6/22 = Garz / Rügen
7/22 = Tanzerow
10/22 = Salchow
11/22 = Hohendorf

Lagergruppe 23 (Belgard)
4/23 = Bublitz
9/23 = Belgard und Bonin und Panknin

Lagergruppe 30 (Güstrow / Schwerin)
4/30 = Schönehr
5/30 = Faulenrost
9/30 = Freudenberg
13/30 = Hof Grabow und Köchelsdorf
15/30 = Neukirchen
21/30 = Carlow
23/30 = Belgard
28/30 = Schönhof
30/30 = Beckerwitz

Lagergruppe 31 (Neustrelitz)
3/31 = Neumünster
6/31 = Kloddram
7/31 = Hagenow
8/31 = Lübthen
10/31 = Jessenitz
11/31 = Boizenburg
12/31 II = Brahlsdorf
14/31 = Goldberg
18/31 = Parchim
20/31 = Neddemin
28/31 = Feldberg

Lagergruppe 32 (Ort?)
1/32 = Matzgendorf und Wilhelmsburg und Hamburg
3/32 = Farmsen und Luisenhof und Hamburg
4/32 = Gresse
5/32 = Leisterförde und Plau
7/32 = Hagenow
8/32 II = Bützow
9/32 = Göhlen
9/32 II = Güstrow
10/32 II = Güstrow
11/32 = Lützow (?)
12/32 = Carlow und Parchim
13/32 = Krampe (Nummer unsicher)

Lagergruppe 33 (Rostock)
3/33 = Bad Sülze
13/33 = Rostock

Lagergruppe 34 (Ort?)
1/34 = Friedland
10/34 = Altentreptow
11/34 = Waren/Müritz
Lagergruppe 35 (Ort?)
1/35 = Bad Doberan
1/35 = Gronden (im WK I)

Lagergruppe 140 (Stolp)
4/140 = Rieben und Bad Schmiedeberg
8/140 = Bukowin/Pommern
10/140 = Lubow
14/140 = Groß Machmin
15/140 II = Körlin (Schlawa)

Lagergruppe 142 (Ort?)
3/142 = Boltenhagen, Rützhagen
4/142 = Bublitz
13/142 = Schivelbein
17/142 = Stolzenberg
18/142 = Stolzenberg

Lagergruppe 143 (Rummelsburg)
9/143 II = Wussow
12/143 = Brünnow
33/143 = Schönehr (
Ohne Zuordnung im Wehrkreis:
27/28 = Uhlingen (im WK II)

RADwJ Standorte ohne Bezeichnung bzw. Lagernummer:
Buschdorf
Demmin
Dömitz
Grünwalde
Kaseburg
Groß Küdde (?)
Lugetal
Seehof (?)
Trent mit Lager »Udars«
Tretenwalde
Vierow (?)

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis III, Berlin.)
Bezirksleitung IV Kurmark, 1939 Berlin
Bezirk IV Brandenburg-West, 1939 Frankfurt/Oder
Bezirk 4, Jordan
Reichsschule RADwJ = Finowfurt
Bezirksschule 9 RADwJ = Waldsieversdorf

Lagergruppe 40 (Schwiebus / Schneidemühl 1939)
1/40 = Betsche
7/40 = Stegers (im WK VIII)
8/40 = Petznik (im WK VIII)
13/40 = Zion
15/40 = Pieske (?)
16/40 = Gr. Dammer-Schloß
17/40 = Vietz/Ostbahn
18/40 = Tirschtiegel
19/40 = Bomst

Lagergruppe 41 (Frankfurt/Oder)
1/41 = Wittstock/Dosse
3/41 = Sonnenburg
4/41 = Frankfurt/Oder und Gronenfelde
6/41 = Deichow und Glosgen
7/41 = Fürstenwalde
8/41 = Paradies und Pommerzig
9/41 = Sommerfeld
10/41 = Guben
12/41 = Unruhstadt
13/41 = Thiemendorf
14/41 = Podelzig
17/41 = Lebus
22/41 = Waitzen
23/41 = Pförten
26/41 = Sellin

Lagergruppe 42 (Berlin)
10/42 = Friesack
16/42 = Wadelsdorf
32/42 = Wusswerk

Lagergruppe 43 (Cottbus 1939)
1/43 = Cottbus
3/43 = Raudenberg
9/43 = Schönwalde
11/43 = Welzow
12/43 = Kittlitz
13/43 = Siewisch
15/43 = Groß Schacksdorf
22/43 = Drachhausen
24/43 = Lindena(u)?
26/43 = Kahsel
31/43 = Radusch

Lagergruppe 44 (Landsberg/Warthe)
2/44 = Prittisch
6/44 = Költschen
8/44 = Biberteich
14/44 = Lipke

Lagergruppe 47 (Ort?)
1/47 = Gollmitz
10/47 = Schlepzig
RADwJ Standorte ohne Bezeichnung bzw. Lagernummer:
Cottbus
Goerlitz
Goldbach
Luckau
Weissack
Zehden

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis IV, Dresden.)
Bezirksschule IV = Heidenau-Großsedlitz (1939)

Lagergruppe 70 (Zwickau)
1/70 = Zwickau (1939)
2/70 = Meerane/Herrenhaus Hainichen
6/70 = Meerane (1939)
8/70 = Schwarzenberg (1939)
10/70 = Schneeberg/Erzgebirge (1939)
21/70 = Rittersgrün

Lagergruppe 71 (Bautzen, 1939)
2/71 = Sebnitz (1939)
6/71 = Mönau (im WK VIII)
10/71 = Bischofswerda (1939)
26/71 = Brandhofen (1939)

Lagergruppe 72 (Ort?)
5/72 = Marienberg (1939)
10/72 = Großhartmannsdorf
22/72 = Langenau

Lagergruppen 75 (Ort?)
7/75 = Jöhstadt/Erzgebirge

Lagergruppe 81 (Freiberg, 1939)

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis V, Stuttgart)
Bezirksleitung XII, Stuttgart (1939)

Lagergruppe 120 (Karlsruhe, 1939)
2/120 = Bruchsal (1939)
7/120 = Offenburg (1939)
8/120 = Pforzheim (1939)
9/120 =Rastatt/Baden (1939)

Lagergruppe 121 (Stuttgart, 1939)
4/121 = Ludwigsburg (1939)
5/121 = Welzheim (1939)

Lagergruppe 122 (Reutlingen, 1939)
2/122 = Calw (1939)
4/122 = Ebingen (1939)
14/122 = Isny (1939)

Lagergruppe 123 (Freiburg/Breisgau, 1939)

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis VI, Münster/Westf.)
Bezirksleitung IX, Dortmund (1939)

Lagergruppe 82 (Osnabrück, 1939)
1/82 = Lingen (1939)

Lagergruppe 90 (Münster, 1939)
4/90 = Lünen/Lippe (1939)
7/90 = Neubeckum (1939)
9/90 = Bocholt (1939)

Lagergruppe 91 (Arnsberg, 1939)
12/91 = Hagen/Westf. (1939)
15/91 = Brilon-Stadt (1939)

Lagergruppe 92 (Herford, 1939)
16/92 = Büren (1939)

Lagergruppe 100 (Düsseldorf, 1939)
6/100 = Oberhausen (1939)
8/100 = Düsseldorf (1939)
17/100 = Wuppertal (1939)

Lagergruppe 103 (Bonn, 1939)
10/103 = Morsbach (1939)

Ohne Zuordnung im Wehrkreis:
1/105 = Aachen (1939)

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis VII, München)
Bezirksleitung XIII, München (1939)

Lagergruppe 131 (Ort?)
1/131 = Coburg
14/131 = Nördlingen

Lagergruppe 132 (Ort?)
5/132 = Vilsbiburg

Lagergruppe 133 (Ort?)
1/133 = Eichstätt (1939)
6/133 = Dillingen
11/133 = Augsburg (1939)

Lagergruppe 135 (München, 1939)

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis VIII, Breslau.)
Bezirksleitung V (Breslau) und Bezirksleitung XVI (Liegnitz)

Lagergruppe 5 (Ort?)
11/5 = Marnitz (im WK II, Stettin)
29/5 = Jarischau
30/5 = Rodenau

Lagergruppe 50 (Glogau und Trebnitz)
1/50 = Groß Kotzenau
7/50 = Köben
8/50 = Korsenz und Kummennick
9/50 = Postel und Klein Wandriss
10/50 = Steinau
16/50 = Sulau
17/50 = Heinrichsdorf

Lagergruppe 51 (Schweidnitz und Glatz)
1/51 = Schreckendorf
3/51 = Langernbielau und Neurode
5/51 = Bad Kudowa und Hummelstadt
6/51 = Ebersdorf und Eichdorf
7/51 = Frankental
9/51 = Pontwitz
14/51 = Schlause
12/51 = Mittelwalde

Lagergruppe 52 (Gleiwitz und Kreuzburg)
1/52 = Kraschen
4/52 = Bergstadt und Grenzwiese
5/52 = Cosel und Paulsdorf
8/52 = Brückenort
9/52 = Gnadenkirch und Oderwalde
10/52 = Breitenmarkt
11/52 = Friedrichshof und Kaltwasser
15/52 = Langendorf
17/52 = Hedwigsruh
18/52 = Tarnau
20/52 = Adelenhof-Hohenlieben
21/52 = Heidelsdorf
23/52 = Poppelau

Lagergruppe 53 (Ort ?)
2/53 = Himmelwitz
6/53 = Lindenhof
7/53 = Buslawitz
8/53 = Schreibersdorf
9/53 = Oderfurt
13/53 = Lamsdorf
14/53 = Klein Sarne
16/53 = Gregorsdorf

Lagergruppe 54 (Ort?)
1/54 = Glockenau
3/54 = Bodland
13/54 = Döbern
14/54 = Eichhammer und Oberweiden
23/54 = Alteneichen
Lagergruppe 55 (Ort?)
2/55 = Gostal
5/55 = Bad Königsdorff

Lagergruppe 56 (Ort?)
1/56 = Breslau-Zimpel
2/56 = Groß-Heidau
8/56 = Ingramsdorf
11/56 = Bienendorf
12/56 = Oberkunzemdorf
13/56 = Reesewitz

Lagergruppe 160 (Ort?)
1/160 = Carolath
2/160 = Hammer und Kleinitz
4/160 = Boyadel und Deutscheck
6/160 = Fraustadt
10/160 = Suckau
12/160 = Ulbersdorf

Lagergruppe 162 (Bunzlau)
6/162 = Naumburg am Queis
7/162 = Neu-Jäschwitz und Kotzenau
8/162 = Raudten
12/162 = Aslam
13/162 = Langenoels

Lagergruppe 163 (Ort?)
5/163 = Pirnig
6/163 = Fürsteneich und Groß-Selten
9/163 = Hierlshagen
12/163 = Oberherzogswaldau

RADwJ Standorte ohne Bezeichnung bzw. Lagernummer:
Gammau
Irsingen
Kuhnau
Malapane
Reisern
Rydoltowicz

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis IX, Kassel)
Bezirksleitung VI, Weimar (1939)

Lagergruppe 60 (Erfurt, 1939)
1/60 = Ilmenau (1939)
3/60 = Neustadt a. d. Orla (1939)

Lagergruppe 62 (Ort?)
1/62 = Roßleben (1939)
5/62 = Merseburg (im WK IV)

Lagergruppe 112 (Fulda, 1939)
7/112 = Schlitz (1939)

Lagergruppe 113 (Ort?)
2/113 = Kassel (1939)
4/113 = Dingelstädt (1939)
8/113 = Bachwitz (im WK VIII)
9/113 = Frankenberg (1939)

Lagergruppe 115 (Kassel)

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis X, Hamburg)

Lagergruppe 31 (Kiel, 1939)
3/31 = Neumünster (1939)

Lagergruppe 32 (Hamburg, 1939)
1/32 = Hamburg (1939)
2/32 = Hamburg (1939)
3/32 = Hamburg (1939)

Ohne Zuordnung im Wehrkreis:
18/81 = Cloppenburg (1939)

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis XI, Hannover)
Bezirksleitung VIII, Hannover (1939)

Lagergruppe 61 (Magdeburg, 1939)
2/61 = Liebau (im WK VIII)
15/61 = Oschersleben (1939)
19/61 = Oscherslaben (1939)

Lagergruppe 80 (Hannover, 1939)
13/80 = Holzminden (1939)
16/80 = Stadtoldenburg (1939)

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis XII, Wiesbaden)
Bezirksleitung X, Koblenz (1939) und Bezirksleitung XI, Wiesbaden

Lagergruppe 101 (Trier, 1939)

Lagergruppe 102 (Neustadt/Weinstraße, 1939)
2/102 = Landau/Pfalz (1939)
3/102 = Ludwigshafen (1939)

Lagergruppe 110 (Wiesbaden, 1939)
7/110 = Hundsaugen

Lagergruppe 111 (Darmstadt, 1939)

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis XIII, Nürnberg)

Lagergruppe 130 (Würzburg, 1939)

Lagergruppe 131 (Ort?)
1/131 = Coburg (1939)
9/131 = Rehau (1939)
10/131 = Schwarzenbach (1939)
11/131 = Selb (1939)
18/131 = Sonneberg (1939)
23/131 = Rothenburg o. d. Tauber

Lagergruppe 132 (Ort?)
6/132 = Waldmünchen (1939)
12/132 = Regen (1939)

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis XVII, Wien)
Bezirksleitung XXI, Wien

Lagergruppe 210 (Zwettl, 1939)
2/210 = Zwettl (1939)

Lagergruppe 211 (Laa a. d. Thaya)

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis XVIII, Salzburg)
Bezirksleitung XXII, Graz

Lagergruppe 200 (Innsbruck)

Lagergruppe 201 (Salzburg)

Lagergruppe 220 (Graz)

Lagergruppe 221 (Klagenfurt)

Lager und Standorte des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend (RADwJ)
(Im Wehrkreis XX, Danzig-Westpreußen)
Bezirksleitung XXV, Danzig
RADwJ-Gerätelager = Danzig
RADwJ-Gerätelager 806/808 = Zoppot

Lagergruppe 250 (Berent)
1/250 = Wesslinken
2/250 = Johannisthal
8/250 = Schönberg und Schöneck
9/250 = Danzig (Führ Karcemken)

Lagergruppe 252 (Marienwerder)
12/252 = Rundewiese
14/252 = Conradswalde
15/252 = Guhringen
16/252 = Groß Peterwitz
17/252 = Zobojno

Lagergruppe 253 (Bromberg)
2/253 = Warchewitz
3/253 = Schulitz
4/253 = Brostowo

Lagergruppe 254 (Rippin)

Lager ohne Nummer:
RADwJ-Lager in Einlage
RADwJ-Lager Müggenthal in Praust

RADwJ Standorte ohne Bezeichnung bzw. Lagernummer:
Kuxen
Skempe
Suchary
Strippau
Tillwalde
Wichowo
Zyersvorderkampen

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BeitragBeitrags-Nr.: 204103 | Verfasst am: 18.10.2014 - 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

Die RAD-Abteilungen im Arbeitsgau XXII Hessen-Nord, Kassel
Quelle: Ehrennamen der Reichsarbeitsdienstabteilungen im
Arbeitsgau XXII Hessen-Nord (1936)

Die RAD-Abteilungen im Arbeitsgau XXXII Saarpfalz
Quelle: Ehrennamen der Reichsarbeitsdienstabteilungen im
Arbeitsgau XXXII Saarpfalz

2014-02-01 Zusammenstellung & Bearbeitung UHF51 • Berlin
KOPIEREN VERBOTEN!!


RAD-Abt. – Standort – ggf. Ehrenname – gegründet/existierte seit/ab

Gruppenstab 220 in Witzenhausen (Werra), zuvor Rotenburg-Fulda
1/220 – bisher Hersfeld, jetzt (15.11.1936) 11/223 – »Lingg von Linggenfeld« – 15.03.1933
2/220 – Eschwege – »Rudolf von Eschwege« – April 1933
3/220 – bisher Rotenburg-Fulda, jetzt 9/222
4/220 – Witzenhausen (Werra) – »Konrad von Boyneburg« – 16.06.1933
5/220 – Großalmerode – »Minister Waitz« – Mai 1933
6/220 – Spangenberg – »Otto der Schütz« – 25.08.1933
7/220 – Melsungen – »Heiligenberg« – April 1933
8/220 – Hilgershausen – »Hoher Meißner« – 06.03.1933

Gruppenstab 221 in Kassel
1/221 – Haina (Kloster) – »Philipp der Großmütige« – 31.07.1933
2/221 – Frankenberg – »Staatsminister Motz« – 22.06.1934
3/221 – Battenberg, bisher Rhoden – »Georg Friedrich von Waldeck« – Frühjahr 1933
4/221 – Wolfhagen – »Fritz Lengemann« – März 1933
5/221 – Usseln – »Upland« – 01.05.1933
6/221 – Homberg/a.d. Efze, Bez. Kassel – »Oberst von Dörnberg« – Dezember 1934
7/221 – Vöhl – »Wilhelm Conrad Röntgen« – 15.12.1933
8/221 –
9/221 – Harleshausen, bisher Langenselbold (3/225) – »Brüder Grimm« – 17.05.1933

Gruppenstab 222 in Marburg
1/222 – Dillenburg – »Wilhelm I. Prinz von Oranien« – August 1931 von der SA/Februar 1933 neu
2/222 – Biedenkopf – »Kurt Breidenstein« – Frühjahr 1933
3/222 – Braunfels, bisher Wetzlar – »Kaiser Maximilian I.« – 05.04.1933
4/222 – Wetter – »Kesterberg« – März/April 1933
5/222 – Gießen – »Justus von Liebig« – Frühjahr 1934
6/222 – Straßebersbach – »Johann Heinrich Sternberg« – 01.07.1934
7/222 – bisher Wickstadt, jetzt 10/223 – »Johann Philipp Reis« – 22.03.1933
8/222 – Damm – »Hochmeister Siegfried von Feuchtwangen« – 26.06.1935
9/222 – Gladenbach, bisher Rotenburg-Fulda (2/220) – »Kolonialkämpfer Major von Wißmann« –Juli 1933

Gruppenstab 223 in Alsfeld-Oberhessen
1/223 – Homberg/Ohm – »Friedrich Weigant von Miltenberg« – 20.04.1933
2/223 – Nieder-Ofleiden – »Kurt Wintgens« – Herbst 1932
3/223 – Burg-Gemünden – »Landgraf Moritz von Hessen« – 01.10.1933
4/223 – Alsfeld – »Willi Weber« – Dezember 1933
5/223 – Bernshausen – »Schlitzer Land« – 07.04.1933
6/223 – Ehringshausen, bisher Angersbach – »Axel Funk« – März 1933
7/223 – Treysa – »Schwalm« – 01.07.1933
8/223 – Sickendorf – »Bernhard Christoph Münnich« – April 1933
9/223 – Kirtorf, bisher Nidda (2/225)
10/223 – Maulbach, bisher Wickstadt (7/222)
11/223 – Zell, bisher Hersfeld (1/220)

Gruppenstab 224 in Gersfeld-Rhön
1/224 – Poppenhausen – »Ebersburg« – 29.03.1933
2/224 – Gersfeld – »Wasserkuppe« – 20.04.1933
3/224 – Tann – »Heinrich Messerschmidt« – 15.01.1933
4/224 – Dietges – »Günther Groenhoff« – November 1932
5/224 – Mottgers – »Schwarzenfels« – März 1933
6/224 – Hosenfeld – »Chattenland« – 24.11.1933
7/224 – Unterbernhards – »Milseburg« – April 1933

Gruppenstab 225 in Schlüchtern (Kinzigtal)
1/225 – Schlüchtern (Kinzigtal) – »Hutten« – 15.12.1933
2/225 – bisher Nidda, jetzt 9/223 – »Otto Boeckel« – 07.10.1933
3/225 – bisher Langenselbold, jetzt 9/221
4/225 –
5/225 – Salmünster – »Stolzenberg« –
6/225 – Eichelsachsen – »Bilstein« – 06.03.1933
7/225 – Bobenhausen II – »Taufstein« – 15.03.1933

Nach der Rückgliederung des Saarlandes am 01.03.1935 wurde sofort mit der Aufstellung des neuen Arbeitsgaues 27a, Saarpfalz, begonnen. Der Gau Saarpfalz umfasste die früher zum Arbeitsgau 27 gehörigen Gruppen 274, Vorderpfalz, und 275 Westpfalz, sowie die neu aufgestellte Gruppe 277, Saar.
Bei der Umgruppierung am 01.04.1937 erhielt der Arbeitsgau XXVIIa die Gaunummer XXXII - dem entsprechend änderten sich nun auch die Bezeichnungen der Gruppen. Die Gruppe Vorderpfalz erhielt die Nr. 320, Gruppe Westpfalz wurde Nr. 321 während für die bisherige Gruppe 277 die neue Gruppe 322 mit Sitz in Zweibrücken und Gruppe 323 mit Sitz in Merzig aufgestellt wurden.
Bei einer weiteren Umorganisation am 01.04.1938 kam noch die Gruppe 324 mit Sitz in Bergzabern hinzu.
Der Sitz der Arbeitsgauleitung war von März 1935 an gemeinsam mit der Gruppe 276 die ehemalige Kaserne des Inf.Rgt. 23 in Kaiserslautern. Im Sept. 1936 verlegte die Arbeitsgauleitung ihren Sitz nach Bad Münster/a. Stein.

Stab der Arbeitsgauleitung XXXII in Bad Münster am Stein (Oberstarbeitsführer Klockner)

Gruppenstab 320 in Bad Dürkheim (Arbeitsführer v. Grolmann)
1/320 – Altrip – »Franz Hellinger« – Juli 1933
2/320 – Bergenhausen dann Speyer – »Kaiserstadt Speyer« – 22.07.1933
3/320 – Schifferstadt – »Ferdinand Wiesmann« – 16.07.1933
4/320 – Iggelheim – »Konrad der Salier« – 01.07.1933
5/320 – Grünstadt – »Graf Emich von Leiningen« – Mai 1933
6/320 – Eisenberg – »Der Donnersberg in der Pfalz« – Okt./Nov. 1934

Gruppenstab 321 in Kaiserslautern (Oberarbeitsführer Fromm)
1/321 – Kaiserslautern – »Kaiser Friedrich Rotbart« – 12.04.1934
2/321 – Rehweiler – »Paul Stenzhorn« – Mai 1933
4/321 – Landstuhl – »Franz von Sickingen« – Mai 1933
6/321 – Wolfstein – »Heinrich, Ritter von Geißler« – März 1933
7/321 – Meisenheim – »Karl V., Herzog von Lothringen« – 01.09.1935
8/321 – Börrstadt – »Herbert Grobe« – 1936 (ehem. RAD-Abt. Oberfrohna)

Gruppenstab 322 in Zweibrücken (Arbeitsführer Hornbostel)
1/322 – Sulzbach – »Otto Schmelzer« – Winter 1937/38
2/322 – Zweibrücken – »Konstantin von Alvensleben« – 14.07.1933
3/322 – Kirkel – »Gustav Adolf von Nassau-Saarbrücken« – März 1935
4/322 – Scheidterberg dann Bischmisheim – »Gottfried von Straßburg« – 20.10.1937
5/322 – Illingen – »Spichern« – März 1935
6/322 – St. Wendel – »Jakob Johannes« – März 1935
7/322 – Dörrenbach – »Karl Ferdinand von Stumm« – April 1938
8/322 – Waldfischbach – »Arthur Prack« – Mai/Juni 1934

Gruppenstab 323 in Merzig/Saar
1/323 – Hilbringen – »Wilhelm von Fellenberg« – 01.03.1935
2/323 – Bachem – »Eugen von Boch« – März 1935
3/323 – Ebringen – »Heinrich Böcking« – März 1935
4/323 – Saarwellingen – »Admiral von Stosch« – 12.03.1935
5/323 – Dillingen/Saar – »Irminsul«¹
6/323 – Schwalbach – »Saarland« – März 1935
7/323 – Lebach-Zollstock/Saar – 01.04.1938
8/323 – Düppenweiler/Saar – 01.04.1938

Gruppenstab 324 in Bergzabern
1/324 – Bergzabern – »Trifels« – 01.04.1938
2/324 – Bruchweiler – »Weißenburg« – 18.07.1933
3/324 – Fischbach – »Walthari« – Winter 1937/38
4/324 – Herxheim – »Konrad Krez« – Ende 1937
5/324 – Kandel – »Georg Hohermuth von Speyer« – 01.06.1933

Anmerkung:
Ein Außenzug der RAD-Abt. 4/244 »Otto v. Wittelsbach« befand sich zeitweise in Sobernheim.
Die ehemalige RAD-Abt. 4/208 (Hallenberg) wurde November 1936 als Abteilung 10/277 nach Dillingen/Saar verlegt.

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