Tellermine
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 179102 | Verfasst am: 21.12.2009 - 21:12    Titel: Antworten mit Zitat

GR162 hat Folgendes geschrieben:

Youtube gibt da übrigends noch reichlich mehr her.

Jaja, ich weis. Und Wikipedia gibts ja auch noch... Rofl

GR162 hat Folgendes geschrieben:

...aber ich hab die Filme sogar als Grenni gesehen obwohl ich nie ne Mine in Natura gesehen habe.

Ohne Kommentar... Gut gemacht!

GR162 hat Folgendes geschrieben:
Vieleicht solltest du dich mal mit einem Veteranen unterhalten wie sie Panzer bekämpft haben mit geballten Ladungen,gestreckten Ladungen, T-Minen,Panzerminen,Blendgranaten,panzerfäusten,Ofenrohr etc.

Selbst wenn man die Panzermine anzweifelt,die Hafthohlladungen sind aber schon bekannt die man am Panzer anbringen musste? Auch dafür musste man gebückt und zum Teil aufrecht ran ist aber sicher genauso unmöglich wie mit der Mine die man dann vor die Kette wirft oder ?

Hey, nicht jetzt Birnen mit Äpfeln gleichsetzen. Es ging hier um den Einsatz von "Tellerminen" als Nahbekämpfungsmittel. Natürlich gibt es ne Menge Möglichkeiten einen lahmen Panzer auszuschalten. Aber bitte realistisch bleiben.

Selbst ein Panzer der sich mit "nur" 15km/h im Gelände an dir vorbeibewegt erwischt du so nicht, denn er läuft immer noch mit 4,1m/s an dir vorbei. Das möcht ich sehen wie du die Panzermine wirfst oder gar aufspringst... Lachen

Die T-Mine im 2.WK haben wohl zwar einige wenige im Nahkampf eingesetzt, der große Teil wurde aber durch reguläre PzAbwMt "erledigt"... Gut gemacht!

Ich weiß, es gibt ne Vielzahl von Legenden zum Thema aus WH, NVA & Bw, aber das meiste ist schlicht und ergreifend nicht wahr. Viel wird auch durch gefährliches Halbwissen unter Ausbildern weiterverbreitet/am Leben gehalten.

Hier mal im Anhang ein paar auf die schnelle gefundene Zahlen dazu.

Und mehr gibts dazu auch nicht zu sagen...Meine Meinung

Waffen und Geheimwaffen des Deutschen Heeres 1933-1945 hat Folgendes geschrieben:


Ostfront 1944. Die Zahlen sind Jan, Febr., März, April.

Feindpanzer vernichtet 4727,2273,2663,2878
davon bekannt, durch welche Waffe 3670,1905,1031,1542
davon durch Panzerkampfwagen 1401, 853, 122, 820
davon durch Pak 1050, 341, 327, 251
davon durch Sturmgesch. und Pz.Jäger 757, 472, 297, 236
durch Artillerie und Minen 348, 148, 142, 63
Im Nahkamof 114, 91, 143, 172


Jetzt noch einen Aufschlüsselung der Abschüsse im Nahkampf.
durch Panzerfaust 58, 45, 51, 110
durch Panzerschreck 9, 24, 29, 26
durch Haftholladung 21, 13, 14, 19
durch Handgranaten 6, 5, 5, 6
durch T-Minen 20 ,4, 43, 11
durch Kampf. oder Sturmpistole -, -, 1, -
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 179103 | Verfasst am: 21.12.2009 - 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

Und wenn du schon "Lehrfilme" schaust, dann mal hier einer meiner Liebslingsfilme... Gut gemacht!

"Der Panzervernichtungstrupp" BW-Lehrfilm von 1988

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4


Besonders die Dialoge. Köstlich.

"Banzervernichdungsdrubb"
"Määnners, Stelluuungswechsel. Wir packn den Banzer von der Flangge!"
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GR162
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BeitragBeitrags-Nr.: 179106 | Verfasst am: 21.12.2009 - 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

Naja Mine werfen und aufspringen wird sicher so "unmöglich" sein wie ein Flugzeug mit dem Karabiner /MG abzuschiessen ist ja auch zu schnell so nen Flieger.

Ich lass es mal bleiben,ich hab keinen panzer vernichtet und du vermutlich auch nicht.

Ich halte mich da eher an die Zeitzeugen und trotz unterstellter Altersdemenz,Legendenbildung und Lehrfilmen die sicher völlig fern dem tatsaechlichen Geschehen sind ist es sicher nicht unmöglich so einen Panzer zu vernichten und wurde auch so gehandhabt.

Natürlich gibt es besser Panzerabwehrwaffen,aber es gab Zeiten da gabs noch keine Panzerfaust und Ofenrohr oder Ari. Da musste im Nahkampf ran und seltsamerweise haben es unsere Vorfahren trotzdem geschafft. Ein panzer ist ja auch nicht immer in Bewegung.

Seis drum,ich glaube an die Vernichtung durch Minen ob nun geworfen oder an der Leine gezogen oder einfach auf die Pläne gelegt und der 34er ist dummerweise einfach draufgefahren.

Gruss Sascha
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Mr. X
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BeitragBeitrags-Nr.: 179109 | Verfasst am: 22.12.2009 - 00:11    Titel: Antworten mit Zitat

Grad mal meinen Großvater interviewt zu dem Thema (Jahrgang 1922), der war von September 43 bis Juli 44 mit ner Unterbrechung(Lazarettaufenthalt) ganz vorn dabei, u.a. bei "Bagration", hier mal stichwortartig das Ergebnis:
= Erste Bürgerpflicht bei feindlichen Panzerangriffen war es, die Rübe unten zu halten - der einfache Schütze Arsch wollte schließlich nicht verrecken...
= Wenn feindliche Panzer näherkamen, dann gings rückwärts und zwar so schnell die Beine trugen....
= zum Teil wurden in Gefechtssituationen tatsächlich noch Minen ausgelegt und zwar in Bereichen, wo man erwarten konnte, daß Feindpanzer da "vorbeikommen" würden - allerdings wurden dann immer gleich ein paar mehr Minen verlegt UND niemals unter Sicht oder gar wenige Meter vom anrollenden Panzer entfernt, so wahnsinnig sei keiner gewesen....
= bestenfalls konnte man auf große Distanz versuchen, die feindliche Infanterie bei den Panzern unter Beschuß zu nehmen aber selbst das sei lebensmüde gewesen - Panzernahbekämpfungsmittel habe es zwar gegeben aber die hat niemand eingesetzt, weil die Regel von weiter oben beachtet wurde....
= im Grunde fühlten sie sich den Feindpanzern vollkommen schutzlos ausgesetzt, weil es keine Panzerfäuste gab und eigene Panzer waren eine absolute Seltenheit...
= und verrückte Einzelaktionen verwegener "Panzerknacker" hat er ebenfalls nicht gesehen...

Wenn man das so hört, dann muß man wohl sagen, daß jegliche Panzernahvernichtungsaktionen im Zeitalter vor der Massenanfertigung von Panzerfaust/Ofenrohr wohl eher eine Rarität darstellten und wahrscheinlich aus der puren Todesangst heraus entstandene Verzweiflungstaten waren - und die o.g. Zahlen bestätigen ja den Eindruck.
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GR162
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BeitragBeitrags-Nr.: 179112 | Verfasst am: 22.12.2009 - 01:17    Titel: Antworten mit Zitat

Es geht doch nicht darum ob in der frühen Zeit als es noch unzureichend Panzernahbekämpfungsmittel gab das ganze super gefährlich war oder ob diejenigen verwegen waren oder stiften gingen.

Es geht letzten Endes darum ob Tellerminen/Panzerminen gegen Feindliche Panzer eingesetzt wurden und ob diese Mittel praktikabel waren.

Möglich war es und das es nicht gemacht wurde kann zumindest nicht belegt werden,es gibt sogar einen Lehrfilm in dem es gezeigt/gelehrt wird.

Das sind doch nunmal Fakten die man nicht abwerten kann in dem ein Veteran sagt das meist alle stiften gingen oder es sicher unbestritten sinnvolle Abwehrmittel gab.

Das mag aus Sicht deines Großvaters so gewesen sein,ein mir persönlich bekannter Veteran hat nen Panzer gestoppt mit ner HG in die Turmluke,die Jungs sind nicht stiften gegangen und wenn Panzerfäuste vorhanden waren wurden diese auch genutzt und nicht wie anders dargestellt stiften gegangen.

Macht auch oftmals wenig Sinn über offene Fläche vor feindlichen Panzern zu fliehen,da muss man vieleicht doch erstmal die Panzerfaust aus dem Deckungsloch oder Graben benutzen um zu überleben.

Und Opa war alles andere als verwegen,lebensmüde oder wollte nen Orden abstauben er hat 4 Jahre im vordersten Dreck gelegen und sein Leben lang Albträume gehabt und das goldene VWA gabs auch nicht geschenkt.

Ich würde sagen man darf da nicht verallgemeinern.

Und die "verwegenen" Panzerknacker gibt es zu Haufe mit zig Ärmelabzeichen. Aber laut Aussage mancher müssen das ja alles extreme Einzelfälle gewesen sein da üblicherweise stiften gegangen wurde.Naja T34 gabs ja zumindest mehr als genug für die" Lebensmüden".

Ich denke von jedem ein bischen was trifft es dann wohl irgendwo in der goldenen Mitte.

Abgesehen davon theoretisieren wir hier über Dinge die wir nie selber erlebt haben und somit nicht wirklich beurteilen können.

Da ist man auf Zeitzeugen angewiesen und selbst da erzählt der eine so und der andere so da es jeder anders erlebt hat.
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Irondigger
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BeitragBeitrags-Nr.: 184304 | Verfasst am: 15.04.2010 - 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Rockhound hat Folgendes geschrieben:
Zitat:

Wie soll das den aussehen? 2 Panzerminen auf´m Brett, Schnur dran und dann flux vor´n Panzer gezogen? Lachen


Genau so sieht das aus.
Es gibt einige Möglichkeiten Mienen gegen Panzer einzusetzen ohne diese zu verbuddeln.
Auch in Häuser angebracht können Sie für einige Überrachung sorgen. Haarsträubend

Horrido!Rockhound!

IRONDIGGER.Wir haben vom 702 US Tank Bat alle Panzerverluste vom 22.1244 bis 28.1244 uberprufft.Von den 21 Abgeschossenen Panzern wurden 12 durch PAK oder PZ vernichtet.4wurden durch PZF Abgeschossen.2 durch Offenrohr.3 wurden durch Mienen in Teile zerlegt.Bei den letzten ist immer ein Trummerfeld zu finden wo die Miene Explodiert ist.Der Panzer rollt noch immer ein Stuck weiter,und bei JederMunitions EXPLOsION in Panzerinneren Kommt es dann auch zu einerTrummerfeld bildung an denSeitenRANDERN.Von einem Panzerwrakstelle haben wir 360KILOGRAM TEILE,diser Sherman wurde durch grosse Riegelmine am Turm Gesprangt.Als dann noch seine Eigene Muni hochging hat das Teilefeld einen Durschmesser von 46Metern Panzer
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tomx992
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BeitragBeitrags-Nr.: 184326 | Verfasst am: 16.04.2010 - 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hat jemand hiervon schon mal was gehört?

http://de.wikipedia.org/wiki/Glasmine_43
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 184327 | Verfasst am: 16.04.2010 - 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ja Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik
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tomx992
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BeitragBeitrags-Nr.: 184329 | Verfasst am: 16.04.2010 - 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Gibt es denn eine ungefähre Aufschlüsselung der Verluste durch Minen (Infanterie)? Bei der Panzerwaffe habe ich sowas schon mal gefunden, aber Infanterie nicht.
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Blindgänger 49
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BeitragBeitrags-Nr.: 186053 | Verfasst am: 13.06.2010 - 14:04    Titel: Infantrieverluste Antworten mit Zitat

Schützenminen sollen NICHT TÖTLICH WIRKEN (!!)
der schwer Verwundete bindet 2 weitere Kameraden ( Abtransport + Erstversorgung )
pervers -oder Haarsträubend

Bei den verschiedenen Minentypen und der Wirkungsweise ( HL-Minen ) ist alles recht umfangreich, vom zerreißen der Kette, bis totalzerlegung der Fahrzeuges
Ebenso kompliziert, die Ortungs- und Aufnahmetechnik bei Holzkasten- oder Glasminen WK II. Teufel
( Heute Kunststoff )
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Blindgänger 49
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BeitragBeitrags-Nr.: 186055 | Verfasst am: 13.06.2010 - 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Michael aus G hat Folgendes geschrieben:

"Banzervernichdungsdrubb"
"Määnners, Stelluuungswechsel. Wir packn den Banzer von der Flangge!"


...und dann erwischen Die meinen uralten Wagen:
Marder, 2 x UZI in Kugelblende pro Seite, + Heck MG...
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Eland90
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BeitragBeitrags-Nr.: 199343 | Verfasst am: 21.05.2012 - 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

In diesem ganzen Thread gibt es keinen Hinweis zum Panzervernichtungsabzeichen.
Wie glaubt Ihr haben die Jungens sich das verdient??
Und es gab eine Menge berechtigter Träger...


gucksdu gugel
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