Eisenbahngeschütz 28cm
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 82366 | Verfasst am: 05.01.2006 - 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

K5 der Btr. 712 (E) vor Leningrad :

http://tinypic.com/jr7cs8.jpg

K5 feuernd im Westen 1945 , Einheit nicht bekannt :

http://tinypic.com/jr7d4n.jpg




Quelle: "German Railroad Guns in action" von Joachim Engelmann

Winken

Jan-Hendrik
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Anzio Annie
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BeitragBeitrags-Nr.: 83211 | Verfasst am: 13.01.2006 - 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen

Die Tarnbemalung der beiden Geschütze kann ich euch leider nicht mitteilen, da ich meinen Schwiegervater leider nicht mehr dazu befragen konnte († Nov.05)

Einige kurze Auszüge aus den Aufzeichnungen über die Geschütze bei Anzio-Nettuno:

Die beiden im italienischen Raum zur Zeit eingesetzten Eisenbahn-batterien 712 und 2./725 besitzen je schw. Vo -Messzug (mot). Entsprechend der auf Spaltung dieser beiden ursprünglich im nord-italienischen Raum eingesetzten E.-Battr. in 2 getrennte Einsatz-gruppen und zwar die vor dem Landekopf Nettuno eingesetzte Einheit Borchers, bestehend aus der Hälfte der Batterie 712 und der Hälfte der Batterie 2./725 und die im Raum Lucca stehende andere Gruppe, bestehend aus den anderen beiden Hälften der Batterien sind auch die schw. Vo-Messzüge aufgegliedert worden.


Vor dem Landekopf Nettuno schiesst das Rohr der Batterie 712 von einer Kurve, während das Rohr der Batterie 2./725 auf der Schwenkbahn zum Einsatz kommt. Die beiden VO-Messtrupps messen beim Schiessen.

Das Geschütz der E.-Batterie 712 war „Robert“
Das Geschütz der 2./725 war „Leopold“

Mit freundlichen Grüßen K. Becker
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 83213 | Verfasst am: 13.01.2006 - 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und herzlich Willkommen bei uns im Forum !

Winken

Jan-Hendrik
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haduwolff
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BeitragBeitrags-Nr.: 83586 | Verfasst am: 15.01.2006 - 17:19    Titel: Krawumm! Antworten mit Zitat

Moin,
ja, herzlich willkommen und vielen Dank für die Daten...endlich mal was!

Es ist schon irgendwie bitter, wenn selbst der Verbleib einzelner Panzer nachverfolgt werden kann, aber die Einsatz-Daten der vielen E-Geschütze nicht vorhanden sind. Allein von der 28cm K5 gab es 25 Stück, und um diese dreht es sich hier...

Das Geschütz selbst ist technisch weitestgehend dokumentiert, das Ergebnis ist wohl das perfekte Modell von Trumpeter in 1/35.

Als Anmerkung am Rande...die K5 konnte durchaus eine ganz exakte Feinausrichtung in der Seite vornehmen, ohne bewegt zu werden. Diese Richtspindel findet sich auf dem vorderen Drehgestell und bewegt über ein Zahngetriebe die Vorderkante der Lafette um +/- jew. ca 2 Grad, was bei einer Reichweite von 62 km immens ist.
Im Buch "Deutsche Eisenbahngeschütze" des inzwischen verstorbenen G. Taube (Motorbuchverlag 2001) verlegt Taube fälschlicherweise die Seitenrichtanlage auf das hintere Drehgestell.
Ebenso erwähnt er, daß das hintere Drehgestell vor dem Schuss zurückgezogen wird. Hierfür gibt es weder einen bildlichen Beleg (alle schiessenden Einheiten stehen auf den selben Positionen wie in Fahrstellung), noch eine technische Vorrichtung am Geschütz selbst.

Die K5 war so sauber durchkonstruiert, daß nur vordere Teil der Ladebühne bei niedriger Höhenrichtung vor dem Schuss mit zwei Handgriffen weggeklappt werden konnte.

Was nun fehlt, sind die ganzen anderen Gerätschaften...
Ein K-5-Geschützzug hatte nach verschiedenen Quellen neben der Zuglok (BR 50 od. 52) eine Dieselmaschine (WR 360 od. WR 200) dabei. Soweit noch nachrecherchierbar und kein Problem

Aber was ist mit den zwei Geschoßwagen, den zwei Kartuschwagen...dem Temperierwagen? Wie sah es mit einem Umladewagen aus, der irgendwo sogar als selbstfahrender Flachwagen mit Dieselantrieb angesprochen wird?

Waren die Mun-Wagen splittergeschützt (leicht gepanzert), sahen sie so aus wie die der Dora (siehe Dora-Thread), wie sah der Temperierwagen mit der Heiz/Kühlmaschine aus?

Stimmt es, daß der mitlaufende Feuerleitwagen ein umgebauter 4-achsiger Schnellzugwaggon (tschechischer oder französischer Herkunft) mit Panzerblenden vor den Fenstern war (wegen der Druckwelle der feuernden K5)? Dazu ein zweiter als Ess-Wohn/Aufenthaltswaggon?

Gab es für die vorgeschobenen B-Stellen gepanzerte Funkfahrzeuge?

Wurde das Geschütz auf Gleiskurve vor jedem Schuss von der Diesellok wieder in die vermessene Schußposition zurückgeschoben (immerhin macht das Teil einen Satz von ca 2-2,5 m TROTZ angezogener Radbremsen beim Schuß nach hinten)? Blieb die Lok angekuppelt beim Schuß oder fuhr sie jedesmal neu an, u.U. gleich mit neuer Mun?

Auf dem Vögele-Drehtisch sorgten ja fette Hydraulikzylinder für den Rücklauf, aber wohin ging die gewaltige Energie bei Schiessen auf der Kreuzbettung?

Wie war die Mun geladen...? Die 225 kg schweren Granaten in Holzkisten...die Kartuschbeutel in runden Röhren aus Pappe/Blech?

Wie lief die Beschickung mit den temperierten Kartuschen? Waren dafür die seltsamen Mittelschienen auf einigen Abbildungen der Auflaufbrücke zum Drehtisch?
Oder war das alles nur Theorie, krauchte einfach ein Laster/Maultier/RSO mit der Mun vom Munzug bzw. Munbunker zum Geschütz, immer drei Ladungen dabei?

Was ist daran wahr, daß ein zum MunSchlepper umgemodelter 38t die Batterie vor Leningrad beschickte?

Welches Geschütz/Batterie war es, das am Kanal mit Hilfe von Wärmebildeinpeilung (ja, das gabs!) mehrere Schiffe versenkte (mindestens zwei K5 -Bilder mit Abschuss-Ringen am Rohr sind bekannt)?

...so...das wars erst mal von mir... Fragend

Gruß
Haduwolff
Was ist aus den Geschützen geworden...???
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 83744 | Verfasst am: 16.01.2006 - 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist ein Jammer , das es zu den "dicken Brummern" so wenig Literatur gibt Weinen

Aber sie teilen leider das Schicksal von fast allen selbständigen Artillerieeinheiten abseits der Nebelwerfertruppe ...


Meine Meinung

Jan-Hendrik
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 83748 | Verfasst am: 16.01.2006 - 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

man muss es, leider Gottes, sogar auf alle selbstständigen Einheiten, unabhängig von Truppengattung, erweitern! Ärgerlich Weinen

Winken

Gruß
Tobias
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Gast
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BeitragBeitrags-Nr.: 83780 | Verfasst am: 16.01.2006 - 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Wei0 jemand, wieviel von den 28cm-Kanonen vor Leningrad eingesetzt waren? Ich meine, verschiedentlich schon Bilder in den Bildbänden der IDs gesehen zu haben, die vor Leningrad 1942/43 eingesetzt waren.

Grüße
Thomas Winken
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Felix
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BeitragBeitrags-Nr.: 83793 | Verfasst am: 16.01.2006 - 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

@haduwolff

Ich denke die Lok setzte nach jedem Schuss neu an, denn ersten hätte die Druckwelle der Lok bestimmt nich gut getan, und ausserdem hätten sich übelste Flachstellen gebildet wenn die K5 mehrere Meter zurück gesprungen ist. Auch das sie gleich neue Munition mitgebracht hat ist möglich. Denn hätte ja bloß einen Flachwagen mit der Munition drauf, vor die Lok spannen brauchen und wäre dann einfach ans Geschütz rangefahren.

Ausserdem hast du geschrieben das jemand behauptet, dass das hintere Drehgestell der K5 vor dem Schuss zurückgezogen wurden ist. Ich persönlich glaube auch nicht daran, aber gestern bin ich in meinen Unterlagen zufällig über diese Zeichnung gestolpert. Man erkennt eindeutig eine Vorichtung am hinteren Drehgestell, mit der dieses bewegt werden konnte. Den betrevenden bereich hab ich nochmal vergrößert:
http://tinypic.com/kcmop4.jpg
http://tinypic.com/kcmown.jpg

Und dann hab ich noch dieses Bild, von einer der K5 in Anzio, gefunden:
http://tinypic.com/kcmpvd.jpg

Ich hoffe ich konnte helfen. Winken
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haduwolff
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BeitragBeitrags-Nr.: 83824 | Verfasst am: 16.01.2006 - 23:01    Titel: Rückziehen... Antworten mit Zitat

Moin zusammen,

Felix, danke für die Bilder...ich hab nochmals geschaut...das Problem ist, daß hinter der Kanone das Stromerzeugungsaggregat auf dem Drehgestell sitzt, und darauf befindet sich auch die Munitionsplattform. Das fehlt bei den Bildern von Dir.

Was unter dem hinteren Ende der Lafette ist, ist nichts anderes als ein Drehzapfen und der Unterrahmen der Lafette, auf einem Ring schleifend, der das Gestell seitenstabil mit der Lafette verbindet. Um das umzusetzen, müsste das die gesamte Lafette angehoben werden, und aus dem Ring rausgehoben werden, ein Gewicht von ca 100 Tonnen!
Ich kann es nicht glauben, dafür fehlen die Vorrichtung (Hydraulik, Hebezeug).
Ganz ausschliessen kann mans ja nicht, wenn ich an die großartige K-12 denke, die vor jedem Schuss samt Lafette mit Scherengelenken angehoben wurde, damit der Verschlussblock nicht in den Bahndamm knallt. Etwas seltsam...

Egal..K5.
Das Rohr der K5 liegt ja recht hoch auf dem Kasten der Lafette, und der Drehzapfen ist nochmals erhoben. Ich hab nochmals nachgemessen...wenn der Rohrrücklauf so weit geht, daß der Verschlussblock ans hintere Drehgestell kracht, würde die Kanone beim Flachbahnschiessen mit niedriger Erhöhung (Zielentfernung ca 35 km z.B. auf bewegliches Seeziel) in die eigene Lafette rammen.
Gut. selbst wenn es diese nicht sichtbare Vorrichtung zum versetzen des hinteren Drehgestells bei jedem Schuß gab...wo liegt der Sinn?
In der Konstruktionsabteilung bei Krupp werden die den Rücklauf schon vermessen haben, und den inneren Querträger der Kastenlafette und die Aufhängung des Drehgestells so setzen, daß keine aberwitzige Konstruktion zum Versetzen des hinteren Drehgestells notwendig ist...jetzt guck ich mir mal die Video-Sequenz von Anzio nochmals an.

Ergebins: Das Geschütz steht wie in Fahrstellung, das Aggregat ist direkt hinter der Lafette, was ja beim Zurückziehen des hinteren Drehgestells mitgehen müsste.

Noch zu dem Foto von Dir...ist das wirklich bei Anzio aufgenommen? Robert oder Leopold? Immerhin ist es in Mittelitalien zu Zeit damals so warm gewesen, daß die dicken Mäntel seltsam erscheinen...

Danke für die Bilder!!!

Gruß
Haduwolff
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Felix
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BeitragBeitrags-Nr.: 83852 | Verfasst am: 17.01.2006 - 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

Es stand zumindest da es eins der Geschütze bei Anzio ist. Keine Ahnung
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Felix
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BeitragBeitrags-Nr.: 83874 | Verfasst am: 17.01.2006 - 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hab gerade diesen super Link, zu einer Seite die sich hauptsächlich mit der K5 beschäftigt, gefunden:
http://www.one35th.com/model/k5/k5_sitemap.htm

Gut gemacht!
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haduwolff
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BeitragBeitrags-Nr.: 83978 | Verfasst am: 18.01.2006 - 12:59    Titel: Modellbau-Link und Neues... Antworten mit Zitat

Moin zusammen,

...ja, das ist DER link zur Zeit im Net. Für Modellbauer ein Leckerli sonder gleichen, weil da auch z.B: die Aufschriften auf den Kartuschbeuteln drauf sind...hab damals nach Entdeckung des links erst mal meine ganze K-5-Munitionierung umgestrickt...

Zum Thema Einsatzorte:
Die Batterien E 712, E 713, E 725 und E 765, alle mit K5 standen im Juni 44 im Bereich der 15. Armee, die E 765 bei Coquelles.

Es wird auch vom Einsatz der E-Geschütze beim Sturm auf die Maginot-Linie gesprochen, ebenso soll Antwerpen 44/45 von K5 beschossen worden sein.
Im Zusammenhang mit einem Seminar/Gefechtsfeldbegehung am Hürtgenwald (Allerseelenschlacht) wurde auch ein E-Geschütz erwähnt. Nach Recherche ergab sich, daß es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit um eine K5 gehandelt hat, die aus dem Rur-Raum einige Schüsse abgegeben hat. In der Literatur wird zwar von einem Siegfried (38cm) gesprochen, aber gleichzeitig gibt es eine Stärkemeldung des Generals der Art. , die besagt, daß die beiden verbliebenen Siegfrieds der E 686 am 3. November 44 im Bereich der HGr. Mitte stehen, zusammen mit der E 695 mit 2 K5.
Ebenfalls steht am 3.11.44 die E 712 mit 2 K5 am Gardasee bereit.

Es war wohl auch eine K5, die vom Haseler Tunnel bei Lörach 45 nach Frankreich reingefeuert hat.

Eigenartigerweise wird keine K5 im Zusammenhang mit Sewastopol erwähnt, wahrscheinlich verstellt die "Dora" da allem anderen die Sicht Grins

Übrigens stammt die in der Normandie zu besichtigende K5 aus dem Bestand eines Schrotthändlers, der das Trumm bis in die 70er dort liegen hatte. Das Technik-Museum Sinzheim hat inzwischen mehrfach versucht, die K5 zu erwerben, was aber entrüstet abgelehnt wird, die französische Seite meint, daß "Kriegsbeute" nicht zurückzugeben sei..."sic!" ..also lieber verrotten lassen.

Dazu kursiert das Gerücht, daß in den Pyrenäen eine K5 in einem gesprengten Tunnel bei Perpignan noch völlig intakt stehe, aber wegen der Kosten und der Einsturzgefahr keiner drangehe...naja, Gerücht halt.
(Mist...bleibts halt bei 1/35...seufz)...

Gruß
HaduK5wolff
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bunker_fan
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BeitragBeitrags-Nr.: 92294 | Verfasst am: 09.04.2006 - 12:36    Titel: 28 cm E-Geschütz Antworten mit Zitat

Hallo Leute ....

bei meinen Touren am Atlantikwall in Frankreich habe ich einige Geschützstellungen für Eisenbahngeschütze vorgefunden.

Einige waren für den Einsatz auf Drehscheiben andere für Schießkurven ausgelegt.
Hier einige Beispiele...


,,,westlich von Calais sieht man heute noch die alte Trasse die sich von Calais bis fast nach Boulogne zieht. Auf den Top. Karten 1:25 000 ist sie sogar eingezeichnet. Sie verband zwei Stellungen miteinander.

Eine liegt bei Calais, man fährt am Autobahnzubringer (Calais-Autobahn) direkt daran vorbei. Der "Dombunker" für Eisenbahngeschütze wird heute von einem Autohändler benützt auch die restlichen vorhandenen Bunker sind auf diesem Firmengelände!


Die zweite Stellung liegt östlich von Boulogne, bei Wimereux, auch hier ist noch der Dombunker für das E-Geschütz vorhanden, liegt aber auf Privat-Grund. Man kann ihn aber gut Fotographieren!


Es gibt auch noch westlich von Calais einen Steinbruch, hier waren vier große Stollen für die Eisenbahnbatterie, I. / Eisenbahn Artillerie 725, errichtet worden. Es handelt sich um zwei große Geschützstollen und vier bis fünf kleinere Stollen,für die Unterbringung restlichen Wagons, der Mannschaft, Munition usw. im gleichen Steinbruch.
Vom Steinbruch führt die Trasse zur Küste und endet hier in einer Schießkurve. An dieser Trasse sind einige kleinere Bunker für Mannschaften und Munition für den Schießbetrieb.
Oberhalb des Steinbruches waren einige Bunker vorhanden, zur Beobachtung und Verteidigung des rückwärtigen Batteriegeländes. Von einem Bunker konnte man über ein Treppenhaus direkt in den westlichen großen Stollen für ein E-Geschütz gelangen. Hier war auch ein Brunnen für Trinkwasser vorhanden. Der war sehr tief und nicht gesichert !!!!
Man sah damals auch noch teilweise einige Schwellen und Weichen die zu den zwei Geschütz-Stollen führten
Heute sind alle Stollen (groß und klein) zugeschüttet, die Bunker oberhalb des Steinbruches geräumt. Aber ich bin überzeugt das nicht viel Erdreich über der Oberkante der zwei großen G-Stollen liegt!

Leider habe ich damals (vor 20 Jahren) nur den westlichen, linken, großen G-Stollen mit dem Treppenhaus, und die 15 Nebenkavernen sowie Verbindungsgang vermesssen, und nicht die gesamte Stellung im Steinbruch.

Es handelt sich laut Stützpunktkarte um den Stützpunkt "Bremen" mit der Stützpunktnummer 114.

Einige Angaben:
Besatzung Offiziere 7
Besatzung Unteroffiziere 45
Besatzung Mannschaft 215

In der Aufstellung werden 2 Eisenbahngeschütze 28 cm aufgeführt.


Noch ein sogenannter "Dombunker" liegt im "Stützpunkt Bismarck" bei Hydrequent auch im Bereich Calais-Boulogne. Hier sind angegeben:
eine K 12 mit 21 cm / zwei K5 mit 28 cm / Drehscheibe.
Im Stützpunkt befinden sich auch jede Menge weiterer kleinere Stollen für Lagerung von Lebensmittel, Munition, usw. Es handelt sich hier um eine Firmengelände das man auch betreten kann um die Bunker, Stollen zu begehen.


Die Eisenbahnbatterie 722 hatte ihre Stellung beim alten Fort Bastion 2 (Arsenal)von Cherbourg. es handelt sich hier um vier Theodor Brunno 24 cm. Schon vor 20 Jahren sag man hier nur noch einige Abdrücke von Eisenbahnschwellen am Boden. Von den Drehscheiben oder den Fundamenten war nichts mehr zu erkennen!


Aus einer Drehscheibe wurde im Stützpunkt Auderville-Laye (Eisenbahnbatterie 658) mit 20,3 cm C/34 geschoßen. Sie liegt in der Gegend von Jobourg-Cherbourg.

So das reicht mal für den Anfang, denke ich ....
... und wenn ich nicht zu Dumm dafür wäre könnte ich Bilder und Kartenscann davon hochladen!

es grüßt Euch der bunker_fan
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 92295 | Verfasst am: 09.04.2006 - 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

Zm Thema : Gut gemacht!

Zum Verlinken von Bildern :

http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=2628

Winken

Jan-Hendrik
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kstdk
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Hallo

Ein andere weg zur upload von bilder:

http://img108.imageshack.us/img108/2811/p72101453nn.jpg

Braucht dieser link:

http://www.imageshack.us/

Upload bild - klick "host it", dann letzten link ( direkt link zur photo ) kopieren, und dieser link in deiner posting ins Forum einsetzen.

Mfg
Kurt
kstdk
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