Fliegermäuse
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marbod
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BeitragBeitrags-Nr.: 180737 | Verfasst am: 27.01.2010 - 22:27    Titel: Fliegermäuse Antworten mit Zitat

Ich suche Bilder,Detaildaten und Einsatzberichte hinsichtlich aller Abwurfwaffen der
Infantrieflugzeuge/Schlachtflieger welche deutscherseits 1917/18 eingesetzt wurden.
Insbesondere intressieren mich die sogenannten "Fliegermäuse".
Danke für Eure Mühen vorab.
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 180760 | Verfasst am: 28.01.2010 - 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.kriegsfeuerwerkerei.de/Deutsche_Bombenzunder/deutsche_bombenzunder.html


Textauszug:
Neben der winzigen »Fliegermaus«. einer bei Kriegsbeginn schnell abwurffähig gemachten Gewehrgranate,
standen die birnenförmigen C.B. (Carbonit-Bombe) in den Kalibern 3 kg, 4,5 kg, 10 kg, 15 kg, 20 kg und 50 kg zur Verfügung.
Keine dieser Bomben konnte jedoch die Fliegertruppe dauerhaft zufriedenstellen, denn die Luftfahrt schritt technisch schneller voran als die Abwurfmunition.

Winken

Olav
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AG_Wittmann
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BeitragBeitrags-Nr.: 180783 | Verfasst am: 28.01.2010 - 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hat man keine Mörsermunition zu Bomben umfunktioniert wie im 2. Weltkrieg?
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 186346 | Verfasst am: 25.06.2010 - 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ist eigentlich nicht so mein Thema. Anbei aber mal ein paar gescannte Detailaufnahmen
aus alten Büchern zum Thema deutsche Schlachtflieger im 1. WK und deren Bewaffnung.

Bild 1
http://i47.tinypic.com/5n3n9z.jpg

Bild 2
http://i45.tinypic.com/2d7wsb4.jpg

Bild 3
http://i50.tinypic.com/ncjg8y.jpg

Bild 4
http://i45.tinypic.com/2ceozmp.jpg

Bild 5
http://i46.tinypic.com/a4le01.jpg

Gruß Holger
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 186348 | Verfasst am: 25.06.2010 - 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Trommel und Stalhelm, genitalst Grins

Ich danke schon mal Gut gemacht!

Cu

Jan-Hendrik
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 186362 | Verfasst am: 25.06.2010 - 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ohne jetzt das Thema diese Thread zu sehr verfälschen zu wollen noch folgendes:

Bei den oben Fotos sind wir uns bezüglich der MG Typen sicher einig:
Bild 1: Parabellum-LMG 14/17 mit Zielfernrohr
Bild 2: Parabellum-LMG 14/17 mit Zielfernrohr
Bild 3: Parabellum-LMG 14/17 mit Zielfernrohr
Bild 4: Parabellum-LMG 14


Das unten aufgeführte Foto wollte ich zuerst mit reinstellen, dann doch nicht, jetzt doch wieder.
Warum? – Weil ich mir nicht klar war um welchen MG Typ es sich handelt. – Jetzt möchte ich aber doch wissen!
Bild 5
http://i47.tinypic.com/2r24vhl.jpg

Meine erste Vermutung war, es handelt sich um, das einzig mir bekannte doppelläufige-Flugzeug-MG
Im 1.WK, ein Gast-MG. Beim näheren Betrachten wurde ich unsicher. Die Trommelmagazine liegen
beim Gast-MG mit der Geschoßrichtung um 90 Grad versetzt zur Laufmündung. Hier auf dem Foto
liegen die Mündung des MG und die Patronen in den Trommelmagazinen parallel. Ebenfalls ist die
Schulterstütze auf dem Foto nahezu identisch mit dem Madsen-MG welches die Deutschen in aus-
reichender Anzahl bei Kriegsbeginn von Russen als adaptiertes Modell M 1902 Madsen-Rexer erbeuteten.
Mir ist allerdings nicht bekannt ob dies als Flieger-MG doppelläufig eingesetzt wurde.
Bei der arttypischen Wellblechbeplankung und der neueren MG-Lafette im Drehkranz würde ich auf eine
Junkers CL.1 Tiefdecker / Schlachtflieger tippen.

Weiß jemand nähere Details?

Gruß Holger
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Karat
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BeitragBeitrags-Nr.: 186381 | Verfasst am: 26.06.2010 - 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,Holger
Also mit dem Flugzeug kann ich dir eher weiterhelfen als mit dem Mg.Es ist eine Junkers K30.
http://img186.imageshack.us/i/figura04lh9.jpg/
mfg karat
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 186392 | Verfasst am: 27.06.2010 - 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Karat,

vielen Dank für das Foto. Kenn ich noch nicht. Soweit erkennbar, scheint es sich um genau die gleichen MG-Typen und Lafetten zu handeln. Entschuldige wenn ich jetzt mal mit Details nerve. Foto 5 ist deutlich in Richtung Leitwerk aufgenommen worden und zeigt eine gleichhohe, tonnenförmigen Aussparung innerhalb der Wellblech- Beplankung. Ich vermute es handelt sich bei Foto 5 um den hinteren MG-Stand auf deinem Foto, da der vordere, unmittelbar hinter den Flugzeugführerstand eine konische, also nicht gleichhohen-tonnenförmigen Aufsatz zeigt.

Foto 5 stammt aus dem Buch „Flieger am Feind“, Werner v. Langsdorff, Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh 1942. Die Abhandlungen und Fotos stammen alle aus dem 1. WK. Diese Junkers K30 wurde doch sicher nach dem 1. WK gebaut. Die Sprache auf deinem Foto weißt ebenfalls auf den Spanischen Bürgerkrieg hin!?!

Gruß Holger
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Karat
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BeitragBeitrags-Nr.: 186403 | Verfasst am: 27.06.2010 - 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,Holger
Leider sitze ich zur Zeit hier in der Brandenburgklinik zur REHA fest und komme an meine Unterlagen nicht heran.Deshalb nur:
http://de.wikipedia.org/wiki/Junkers_K_30
mfg karat
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 186404 | Verfasst am: 27.06.2010 - 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Karat,

dann erst mal gute Besserung und vielen dank für die Hintergrundinfo.
Die Bezeichnung Junkers K 30 kannte ich noch nicht. Beweist aber wohl das es keine
Maschine des 1. WK war. Ob das Bild 5 aus dieser Zeit stammt oder nicht können wir
ja weiter erörtern wenn du wieder genesen bist. Gut gemacht!

Gruß Holger
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 186450 | Verfasst am: 30.06.2010 - 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

Holger und Karat

wenigstens mit der Waffe auf Bild 5 kann ich weiterhelfen:

Bei den Spaniern geführt als "Ametralladora Ligera Madsen" (leichtes Maschinengewehr Madsen) und wurde bei den Spaniern und Argentiniern auch in Flugzeugen montiert

Und es ist absolut sicher eines! Das Systemgehäuse ist klar erkennbar. Auch die assymetrische Munitionszuführung an der linken Seite d. Gehäuses ist charakteristisch

Deswegen nehme ich an, das Zwillings-MG wird zu dem spanischen Flugzeug gehören
Als Zwilling mit Trommell habe ich dieses System aber auch noch nicht gekannt Gut gemacht!
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 186454 | Verfasst am: 30.06.2010 - 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Olav,
Dankeschön für diese hochinteressanten Hinweise. Das klingt vielversprechend. Gut gemacht!

Zitat:
Das Systemgehäuse ist klar erkennbar. Auch die assymetrische Munitionszuführung an der linken Seite d. Gehäuses ist charakteristisch

Beim Madsen-MG 1903/24 und seinen bis in den 2.WK in Lizenz produzierten Nachfolgern kenne ich nur die Patronenzufuhr über das charakteristisch gebogene 24 Schuss Stangenmagazin von oben.
Wenn, wie auf dem Bild ansatzweise erkennbar, die Patronenzufuhr über ein geschlossenes Trommelmagazin von links erfolgt, müsste das gesamte Systemgehäuse doch sicherlich umgebaut worden sein?


Zitat:
Bei den Spaniern geführt als "Ametralladora Ligera Madsen" (leichtes Maschinengewehr Madsen) und wurde bei den Spaniern und Argentiniern auch in Flugzeugen montiert

Gibt´s Fotos dazu?

Gruß Holger Winken
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 186456 | Verfasst am: 30.06.2010 - 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Die Stangenmagazine werden von oben eingeführt, richtig.
Aber die Position dafür befindet sich nicht mittig, sondern an der linken Seite des Gehäuses

http://i49.tinypic.com/mw2jqr.jpg


Zitat:
Gibt´s Fotos dazu?


UN VIEJO GUERRERO
Historia y Detalles Técnicos de un Sistema poco Conocido


PDF in spanisch über den Einsatz in der argentinische Luftwaffe, aber reich bebildert
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 186457 | Verfasst am: 30.06.2010 - 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Stangenmagazine werden von oben eingeführt, richtig. Aber die Position dafür befindet sich nicht mittig, sondern an der linken Seite des Gehäuses

Klingt allein deshalb logisch, weil ja sonst die deutlich erkennbar mittig sitzende Visierlinie, über Kimme und Korn unterbrochen worden wäre. Da hätte ich auch selber drauf kommen müssen. Idee

Schöne Detailfotos im Anhang. Danke
Habe mittlerweile auch einige wage textliche Hinweise über den Einsatz als MG in Flugzeuge zwischen den Weltkriegen gefunden. Kein Hinweis aber ob als Festeinbau oder Beweglich. Als Doppel-Flieger-MG wie auf dem Foto 5 kommt als Umbaumaßnahme noch der deutlich erkennbare Pistolengriff gegenüber der ursprünglichen Version, sowie die mittige Positionierung der Schulterstütze hinzu. War aber wohl wirklich eine Rarität. Hab´s sonst so noch nicht gesehen.

Gruß Holger
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General Kesselkampf
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BeitragBeitrags-Nr.: 187428 | Verfasst am: 08.08.2010 - 21:52    Titel: "Abwurfwaffen des I. Weltkriegs" Antworten mit Zitat

Hi Marbod und andere Forum - Teilnehmer!

Will ja nicht rumklugscheißern, aber gings nicht am Anfang des Threads um "Abwurfwaffen des I. Weltkriegs"?

Schlage deshalb vor, `nen eigenen Thread zum Thema "Bordwaffen des I. Weltkriegs" zu eröffnen, es sei denn, es gibt gesicherte Beweise dafür, daß (leergeschossene) Bordwaffen als "Wurfgeschosse" zweckentfremdet wurden Grins

Aber Spaß beiseite:
Soviel ich weiß, gibt es vom "Deutschen Kampfmittel - Räumdienst" eine Seite, in der alle Abwurfwaffen aus den beiden Weltkriegen abgebildet sind. Gut möglich, daß sie alle Fragen zum Thema beantworten kann.

Interessant ist auf jedenfall die Tatsache, daß im I. Weltkrieg auch "nichtexplosive" Abwurfwaffen verwendet wurden. Diese sogenannten "Flechettes" waren Stahlpfeile, die (per Hand) aus Kisten vom Flugzeug aus auf die gegnerischen Gräben abgeworfen worden sind. Stell mir die Wirkung dieses Pfeil - Hagels äußerst verheerend vor. Weiß jemand mehr über den Einsatz dieser Waffe? (Glaube, daß die Waffe zuerst von den Deutschen eingesetzt wurde!)

Wünsch euch noch `nen schönen Abend und bis denne Winken !

MfG - GEN. KESSELKAMPF Cool
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