DDR Militärberater in Afrika
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 182147 | Verfasst am: 01.03.2010 - 10:33    Titel: DDR Militärberater in Afrika Antworten mit Zitat

Hallo

kennt jemand unter Euch evtl Hinweise, Quellen etc
die sich mit NVA Militärberatern in Sambia oder Mozambik während des Rhodesien Krieges (65-80) beschäftigen

Suche alles: Namen, Einsatz, Lieferungen usw

Bisher finde ich nur Indizien und wilde Gerüchte aber wenig konkretes und wäre über jeden Tip dankbar

Olav


Zuletzt bearbeitet von LTDAN am 21.07.2010 - 16:47, insgesamt 2-mal bearbeitet
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 182148 | Verfasst am: 01.03.2010 - 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Die NVA war in keinem Auslandseinsatz. Auch nicht in Afrika. Deshalb wirst Du auch immer nur wilde Gerüchte und nicht einmal Indizien finden. Zwinkern
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 182151 | Verfasst am: 01.03.2010 - 13:03    Titel: Antworten mit Zitat

Das nenne ich ein klare Ansage
Ich erspare mir die Frage nach irgendwelchen Belegen für das Nichtvorhandensein solcher Berater Zwinkern

Im Netz gibt es mehrere Stellen, die NVA Militärberater erwähnen, bis hin zu konkreten Zahlen
Deswegen die Anfrage

EDIT:
Vielleicht nicht NVA, aber "Militärberater" aus der DDR

Hier sind die Quellen, die mich überhaupt drauf brachten

http://selousscouts.tripod.com/rhodesian%20army%20coin%2072_79%20part1.htm

http://www.newsatelier.de/html/simbabwe.html

http://www.heritage.org/research/asiaandthepacific/asb74.cfm

http://www.country-data.com/cgi-bin/query/r-5159.html
http://www.country-data.com/cgi-bin/query/r-5140.html


The foreign policy of the GDR in Africa
Gareth M. Winrow S.143
(Die Zahlen dort halte ich für fragwürdig)

South Africa: time running out : the report of the Study Commission on U.S
Study Commission on U.S. Policy toward Southern Africa (U.S.)


Ich habe keine Ahnung, wie seriös diese Quellen sind oder wer von wem abgeschrieben hat

Frage bleibt also erst mal stehen
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HELLE
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BeitragBeitrags-Nr.: 182154 | Verfasst am: 01.03.2010 - 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hilft das weiter? http://www.mgfa-potsdam.de/html/einsatzu ... PSESSID=97e22bb48de579c2c0c804e27c7f921a
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 182155 | Verfasst am: 01.03.2010 - 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, vielen Dank, so was suchte ich

dann brauche ich diese Spur nicht weiter zu verfolgen

Vielen Dank für die schnelle Hilfe Gut gemacht!

Olav
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 182156 | Verfasst am: 01.03.2010 - 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Dann such doch weiter, LTDAN, da kannst lange suchen. Daher erspare ich mir die Frage nach irgendwelchen "seriösen" Belegen für das Vorhandensein solcher Berater!

Und vielleicht sollte man vorher mal Berater konkretisieren.

P.S. Sehe gerade, die Posts haben sich überschnitten und Du hast die notwendige Einsicht gewonnen! Zwinkern
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Andre
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BeitragBeitrags-Nr.: 182161 | Verfasst am: 01.03.2010 - 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Über diesen Abschnitt:

"Lutransport- und Sicherungspersonal im Einsatz in Äthiopien
Transportflugzeuge der NVA kamen aber auch in Äthiopien zum Einsatz. Zwischen 1984 und 1988 wurden zunächst vier, später
nur noch eine Maschine am Horn von Afrika stationiert. Zur Linderung der Folgen einer schweren Dürrekatastrophe hatte die Regierung in Addis Abeba im Oktober 1984 Hilfeersuchen an zahlreiche Länder gerichtet. Beginnend im November des Jahres beteiligte sich die DDR mit zunächst je zwei Maschinen der NVA-Transportfliegerkräfe sowie der zivilen Fluggesellschaft Interflug an einer internationalen Luftbrücke zur Bekämpfung der Hungersnot in Äthiopien. Zur Einsatzstaffel gehörten zunächst 41 Mann, davon 22 Offiziere und Unteroffiziere der NVA, sowie 19 Beschäftigte der Interflug. Geheimhaltung in dieser Sache genoss hohe Priorität; die Herkunft der Flugzeuge und Besatzungen sollte verschleiert werden. (...)"

wird auch in einer TV-Doku des MDR über die "Flugbereitschaft" der NVA berichtet. Der DDR-Kommandeur schildert das Treffen mit den bundesdeutschen Kameraden in Afrika. Die Einladung zu Bier und Weißwurst mußte man ablehnen.

Gruß
Andre
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 182217 | Verfasst am: 03.03.2010 - 09:03    Titel: Antworten mit Zitat

PIV hat Folgendes geschrieben:
P.S. Sehe gerade, die Posts haben sich überschnitten und Du hast die notwendige Einsicht gewonnen! Zwinkern


Im Alter wird man lernfähig Grins


Olav
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 182219 | Verfasst am: 03.03.2010 - 09:22    Titel: Antworten mit Zitat

Nunja , A...nistan waren ja angeblich auch nur "polizeiliche Berater" bei den "sozialistischen Brüdern" im Einsatz Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 182221 | Verfasst am: 03.03.2010 - 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik

MfS-Personal in Mocambique zu der Zeit ist bestätigt, ebenso Kubaner, Russen und Chinesen
Auch Materiallieferungen aus NVA-Altbeständen sind nachweisbar

Aber NVA-Berater tauchen immer nur als Gerücht auf, ganz speziell für das Gefecht bei New Chimoio:
In Mozambique standen ca. 1400 Russen, 700 Ostdeutsche der NVA und 500 Kubaner als Ausbilder bereit,
also mehr Truppen dieser ausländischen Staaten, als die Rhodesier täglich im Einsatz hatten. Im Jahr 1979
kämpften die Ausbilder der NVA (DDR) zusammen mit den ZANLA Soldaten in New Chimoio gegen die
angreifenden rhodesische Sicherheitskräfte. Sie hatten mehr als 5 Tote und dürften diese beim Begräbnis in
der DDR als Opfer von Verkehrsunfällen dargestellt haben.


http://www.newsatelier.de/html/simbabwe.html

Nur gibt es dafür nirgends auch nur den Hauch eines halbwegs konkreten Beweises Keine Ahnung
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 182223 | Verfasst am: 03.03.2010 - 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, immer die alte Laier, ich kannte da mal einen, der hatte einen Kumpel, und dessen Bruder sein Arbeitskollege hat aus ganz sicherer Quelle gehört....! Zwinkern Verrückt

Der MGFA-Bericht hat die Situation sehr gut beschrieben, mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Alles andere sind sich bis heute hartnäckig haltende und immer mal wieder auftauchende Gerüchte und Mutmaßungen aus dem Bereich Mythen und Märchen, siehe oben.

Man kennt das ja auch aus anderen Zeiten der dt. Geschichte, wenn man immer als das Böse herhalten muß. Da ist natürlich grundsätzlich erstmal alles möglich, und wenn es denn in den Köpfen erstmal drin ist, Ziel erreicht, siehe "Spiegel"! Zwinkern

Fest steht, die DDR hat in Kasernen, Ausbildungslagern und auch an den Offiziersschulen der NVA Militärs aus allen möglichen Staaten ausgebildet, nicht nur aus afrikanischen Ländern. Man hat in diese Regionen Waffen, Fahrzeuge und Gerät geschickt und natürlich gab es an den entsprechenden DDR-Botschaften insb. Mitarbeiter des MfS, die für die Koordination des Ganzen zuständig waren oder auch als eine Art Militärattache´ fungierten etc. Aber Ausbilder oder gar ganze Einheiten der NVA vor Ort, die sich dann womöglich auch noch an Gefechten beteiligten sind eben reine Phantasie aus alten Kalter Krieg-Zeiten.

Das wäre mittlerweile, wo man nun schon den kleinsten Pups selbst der bis dato ultrageheimen Stasi & Co. beleuchtet, nicht nur konkret bekannt, sondern vor allem auch belegt. Nicht nur, wenn es angeblich sogar Opfer gegeben haben soll! Haarsträubend Rofl Lachen
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 182225 | Verfasst am: 03.03.2010 - 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

PIV hat Folgendes geschrieben:
und natürlich gab es an den entsprechenden DDR-Botschaften insb. Mitarbeiter des MfS, die für die Koordination des Ganzen zuständig waren oder auch als eine Art Militärattache´ fungierten etc.


In Mocambique waren zeitweise bis zu 700 zivile Entwicklungshelfer zugange
(Und um Verschwörungstheorien vorzubeugen: Es waren keine getarnten Ausbilder)
Das MfS-Personal übernahm tatsächlich Koordinationsaufgaben wie auch in sehr beschränktem Maße Sicherungsfunktionen

Die einzig mir gesichert bekannte Militärpräsenz waren einige Marineoffz, die auf Sansibar/Tanzania Ausbildung für die tanzanische Marine betrieben

Das ganze ist ein interessanter Themenkomplex, aber mir liegt schon sehr daran, Legenden von Tatsachen zu trennen
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 182226 | Verfasst am: 03.03.2010 - 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das wäre mittlerweile, wo man nun schon den kleinsten Pups selbst der bis dato ultrageheimen Stasi & Co. beleuchtet


*räusper* nicht wenige aus dem Verein haben es sich schon lange an den neuen Futtertöpfen gemütlich gemacht...und deren Erkenntnisse über gewisse "Unregelmäßigkeiten" bei den Westkollegen könnten schon dafür Sorgen, das man über die eine oder andere Sache lieber den Mantel des Schweigens ausbreitet...

Und bekanntlich sitzt deren Lobbypartei sogar im Bundestag...

Da glaubt doch nicht ernsthaft noch jemand, es würde da eine umfassende, lückenlose Aufklärung bezüglich der STASI und des dazugehörigen Themenkomplexes geben...

Meine Meinung

Jan-Hendrik
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 182228 | Verfasst am: 03.03.2010 - 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist durchaus richtig, aber das eine schließt das andere ja nicht aus. Man muß da wohl eher zwischen Ex Ost und West unterscheiden. Diejenigen die im Thema Stasi tatsächlich mauern, sind doch vor allem die Kollegen im Westen, die ganz sicher Angst davor haben, daß ihre Verstrickungen und Kontakte von West nach Ost herauskommen. Und da dazu absprachegemäß die Stasi schweigt, läßt man die Jungs auch weitgehend in Ruhe. Stattdessen stützt man sich dann auf den kleinen Grenzer, den unwichtigen IM etc., statt auf die ehemaligen tatsächlichen politischen Kontakte vor allem der SPD, aber auch anderer Politiker zur DDR und zur Stasi.

Und mit Verlaub, wenn es Fakten zur "Bösen NVA" und dem Ausland geben würde, dann würde man sich natürlich daraufstürzen, auch zu recht. Zu anderen weniger wichtigen Themen hat man das ja auch getan. Auf die NVA kann man problemos draufschlagen, bei der Stasi sieht es schon aus den auch von Dir genannten Gründen anders aus.
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 182232 | Verfasst am: 03.03.2010 - 13:00    Titel: Antworten mit Zitat

ARDUUM RES GESTAS SCRIBERE Zwinkern
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