Wäre der Krieg vermeidbar gewesen?
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Muhammed
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BeitragBeitrags-Nr.: 12515 | Verfasst am: 30.05.2004 - 14:36    Titel: Wäre der Krieg vermeidbar gewesen? Antworten mit Zitat

Meine These ist diese Jungs

1866: Die preußische Armee maschiert bis nach Wien und blamiert damit das Kaiserhaus bis auf die Knie. Dadurch verliert Kaiser Wilhem II Österreich-Ungarn als Bündespartner , aber jetzt dat entscheidende , dat Attentat erfolgt aber da sich die beiden deutschen Staaten feindlich gesinnt sind gibt es auch keinen "Blankoscheck" vom Deutschen Reich für österreich. so hätte sich D auch nicht in eine Isolation gedrängt.

Wat meint ihr?

Eure Meinung ist gefragt
Winken Winken Winken Winken Winken


Zuletzt bearbeitet von Muhammed am 17.01.2006 - 17:30, insgesamt einmal bearbeitet
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 12516 | Verfasst am: 30.05.2004 - 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Interessante Hypothese , aber :

- der Ausbruch des ersten Weltkriegs lag nicht allein beim dt.Reich , eher schaukelten sich hier Konflikte , die seit 30 Jahren schwelten zur großen Krise auf
- Hätten die Politiker ihren nationalen Chauvinismus außen vor gelassen bzw. ihre Militärs im Zaum gehalten , wäre es gar nicht zum Ausbruch des Krieges gekommen
- Die Rivalitäten innerhalb Europas , resultierend aus dem Imperialismus hätten sich ein anderes Ventil gesucht , um zu eskalieren

Jan-Hendrik
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Sven
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BeitragBeitrags-Nr.: 12518 | Verfasst am: 30.05.2004 - 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Dito. Meine Meinung
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Olli
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BeitragBeitrags-Nr.: 12527 | Verfasst am: 30.05.2004 - 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

Jupp!!!
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Muhammed
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BeitragBeitrags-Nr.: 12528 | Verfasst am: 30.05.2004 - 16:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß dass fast alle Großmächte in Europa diesen Krieg wollten, aber der Knackpunkt ist doch dort , als D den Österreichern den Blankoscheck gibt , damit konnten die Özis sich sicher fühlen und stellten den Serbern ein unannehmbers Ultimatum , womit sie ja auch rechneten war ja dat die Russen mit den Serbern gegen das Deutsche Reich und Österreich kämpften.

Aber muss ich sagen Wilhem II hätte eine andere Außenpolitik betrieben wenn er Österreich nicht als Partner hätte. Er hätte sich mit den Engländern anfreunden müssen , damit Deutschland nicht komplett von Gegnern umzingelt sein sollte. Den Franzons hasste man ja , was ja auf gegenseitigkeit beruhte. Der Russ hatte andere Vorstelungen auf dem Balkan als der Deutsche. Und übern den feigen Italiener müssen wir ja nit reden.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 12531 | Verfasst am: 30.05.2004 - 16:58    Titel: Antworten mit Zitat

Gegenargumente:
- England wollte kein Bündniss mit dem Reich , es sah in ihm seinen gefährlichsten wirtschaftlichen Konkurrenten auf dem Weltmarkt ( außerdem konnten die deutschen bessere Kriegsschiffe bauen , mal so am Rande )
- Österreich hat den sog "Blankoscheck" arg überreizt , der heutige Stand der Forschung sagt aus , das er vom dt.Reich niemals als Blankovollmacht zur Eroberung Serbiens gemeint war

Jan-Hendrik
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Muhammed
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BeitragBeitrags-Nr.: 12535 | Verfasst am: 30.05.2004 - 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

klar is dat die Deutschen den Scheck nicht als Eroberung für Serbien gaben. Entweder hat sich Wilhem II falsch ausgedrückt oder die Özis haben wieder alles falsch verstanden.

dat mit England
Wilhem II hätte bei der Marrokkokrise England davon überzeugen müssen dat sie einen Krieg gegen frankreich führen müssten. Damit hätte man schon 2 Länder die sich nit mit frankreich riechen konnten
Wat sachte ma Bismarck: " versuch immer zu dritt zu sein"
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Olli
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BeitragBeitrags-Nr.: 12575 | Verfasst am: 31.05.2004 - 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

Die größten Probleme waren aber nicht (aus damaliger Sicht) aus dem Weg zu räumen!!!
Due Rivalität Deutsches Reich - Frankreich (Elsass-Lothringen, Revanche für 1870/71) nicht, genausowenig die Probleme Deutsches Reich - GB (Handel, Wirtschaft, Flottenwettrüsten); dazu kommt noch der Balkan, also Österreich-Ungarn - Rußland (schwelende Konflikte ÖU - Serbien und das eingemische Rußlands).
All dies für sich alleine hätte vieleicht den einen oder anderen begrenzten Krieg bedeuten können, aber dadurch, dass alle diese Konflikte mehr oder weniger zur gleichen Zeit "hochkamen", gab es genau diesen Domionoeffekt, der in der Juli-Krise begann und im 1.WK mündete (und im 2. WK endete)!!
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 12577 | Verfasst am: 31.05.2004 - 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht umsonst sprechen Historiker bei dieser Ereigniskette heutzutage vom neuen "30jährigen Krieg" !

Jan-Hendrik
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flask03
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BeitragBeitrags-Nr.: 13083 | Verfasst am: 05.06.2004 - 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube nicht das eine "feindschaft" zwischen Österreich und D einen Krieg verhindert hätte. Falls Österreich in diesem Fall aber auf seiten der Entente gestanden hätte (was nicht unwarscheinlich ist) wäre der Krieg höchsten kürzer gewesen. Das Grundproblem aber war wohl das sich die anderen europäischen Großmächte sich nie damit abgefunden haben das ihnen mit dem Deutschen Reich eine recht mächtige Konkurenz entstanden ist die auch ihren Platz in der Welt wollte. Allerdings hätte sich Wilhelm II. und seine Junta wohl auch viel weniger großkotzig gegeben wenn sie ganz ohne Verbündeten dagestanden hätten.
Und zum Thema Blankocheck nicht gleich Gewalt gegen Serbien:
Ich habe vor einiger Zeit eine recht interessante These gelesen.
Danach hat die deutsche Führung mit ihrem Blankocheck genau darauf abgeziehlt einen Krieg zwischen Österreich und Serbien zu provozieren.
Russland hätte (und hat)sich dann nämlich gleich einschalten müssen da es ja Serbiens Schutzmacht war. Nur sollten Frankreich und England dann kalte Füße bekommen und Russland die Bündnisstreue verweigern. Der Zar hätte dann kleinbei geben und Österreich gewähren lassen müssen. Die Entente hätten sich zerstritten und D wäre aus seiner Isolation herausgekommen. Ich finde diese These recht realistisch (vorallem realistischer als die von Fritz Fischer)
Quelle: Walter Ulrich Die nervöse Großmacht 1871 - 1918
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Olli
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BeitragBeitrags-Nr.: 13106 | Verfasst am: 05.06.2004 - 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hört sich nicht unplausibel an! Aber dennoch: Die Franzosen haben doch auf den Augenblick gewartet, dass sich ihnen eine Gelegenheit bietet, Deutschland anzugreifen!!! Und das wäre doch der ideale Augenblick gewesen??!!!!
Warum hättensie denn dann kneifen sollen??
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flask03
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BeitragBeitrags-Nr.: 13146 | Verfasst am: 06.06.2004 - 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Genau das war ja der Fehler in der Rechnung der Deutschen. Man hatte nämlich hauptsächlich auf eine mäßigende Wirkung von seiten der Engländer gehoft, diese blieb aber aus.
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Jörg-Sebastian
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BeitragBeitrags-Nr.: 13152 | Verfasst am: 06.06.2004 - 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Verkettung unglücklicher Bündnisse... Aber eigendlich unfair dass Deutschland eine so harte Strafe gekriegt hat (Versailler- Vertrag)!


MfG

Rommel- alias Jörg-Sebastian
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Olli
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BeitragBeitrags-Nr.: 13153 | Verfasst am: 06.06.2004 - 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

Die Italiener hättenn einfachb auf der Seite der Mittelmächte eingreifen sollen...
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flask03
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BeitragBeitrags-Nr.: 13161 | Verfasst am: 06.06.2004 - 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

Nun wie ein britischer Offizier in Versailles sagete: Nach einem Krieg zur beendigung aller Kriege, hätte man nun erfolgreich an einem Frieden zur beendigung allen Friedens gearbeitet. Das sollte sich ja 20 Jahre später bewahrheiten.
Und was die Italiener angeht die war eben scharf darauf ein Stüch vom Osmanischen Reich abzubekommen. Was aber nicht geklappt hat.
Allerdings wäre es schon nützlich gewesen wenn Italien dem Dreierbund treu geblieben wäre. Die Franzosen hätten dann nicht allle Truppen gegen D richten können und die ohnehin knappe Schalcht an der Marne wäre wohl anders aus gegangen. Das hätte wohl den Sieg für die Mittelmächte bedeutet, den Gesamtsieg.
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