Wäre der Krieg vermeidbar gewesen?
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 20772 | Verfasst am: 25.07.2004 - 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Speziell 1914 war Wilhelm II. der irrigen Meinung, er könne noch Enfluss auf die Weltpolitik nehmen. Warum hat er den Österreichern eine Blankovollmancht über absolute Unterstützung gegeben, gleich was Österreich auch macht? Er wusste, dass Ösi Serbien den Krieg erklären wird.

Als Ösi dann den Krieg erklärte, warum machte Wilhelm mit? Wenn man sich die Bündnisstrukturen ansieht (und die kannten die Deutschen auch), dann musste er einen europaweiten Krieg heraufziehen sehen.
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flask03
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BeitragBeitrags-Nr.: 20790 | Verfasst am: 25.07.2004 - 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Das der Kaiser einen Weltkrieg auslösen wollte kann man ihm wohl kaum anhängen. Noch bis zu letzt versuchte man Belgien zu einer Durchmarscherlaubnis zu bewegen und England damit neutral zu halten. Wobei das natürlich reine Fantasterei war, Engalnd konnte und wollte nicht neutral beleiben. Man darf nicht veragessen das die Entente nur durch Briten zu stande kam. Warum er meiner Meinung nicht gegen den Krieg mit Serbien hatte, hab ich schon auf Seite 1 geschrieben.
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Kosmos
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BeitragBeitrags-Nr.: 20882 | Verfasst am: 25.07.2004 - 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zitat:

Das Problem war aber deutscher Größenwahn und steigende Nationalismus, diese beide Sachen machten es in Deutschland jedem gemäßigte Politik sehr schwer.


Ich kann nicht glauben das ich diesen Schrott im Jahre 2004 immer noch lesen muß.


tja mit Glauben hats nichts zu tun sondern nur mit der traurigen Wirklichkeit der deutschen Geschichte Krank
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Kopelew
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BeitragBeitrags-Nr.: 20893 | Verfasst am: 25.07.2004 - 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ne Kosmos du irrst.
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Knut Knudsen
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BeitragBeitrags-Nr.: 20913 | Verfasst am: 25.07.2004 - 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Kosmos hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Zitat:

Das Problem war aber deutscher Größenwahn und steigende Nationalismus, diese beide Sachen machten es in Deutschland jedem gemäßigte Politik sehr schwer.


Ich kann nicht glauben das ich diesen Schrott im Jahre 2004 immer noch lesen muß.


tja mit Glauben hats nichts zu tun sondern nur mit der traurigen Wirklichkeit der deutschen Geschichte Krank


es ist mode das man deutschland seid der gründung für alle probleme seid 1871 verantwortlich macht, besonders weil wir jeden krieg seitdem verloren haben!
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 20923 | Verfasst am: 25.07.2004 - 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, Deutschland ist nicht Schuld am I. WK, aber an seiner Ausbreitung.

Warum hat Wilhelm II. denn nicht die Ösis allein gelassen und musste vielmehr Frankreich angreifen? In der ZDF-Doku wurde gesagt, die Militärs haben ihn in Bezug der Kräfte der Armee im Unklaren gelassen.
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flask03
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BeitragBeitrags-Nr.: 20985 | Verfasst am: 25.07.2004 - 18:28    Titel: Antworten mit Zitat

Deutschland hätte seinen letzten Verbündeten im Stich lassen sollen? Im übrigen waren sich die meisten deuschen Militärs durchaus im klaren darüber, dass die Chancen für einen raschen Sieg nicht allzu groß waren.
Und beim Thema Ausbreitung des Krieges: Der Kriegseintritt des Osmanischen Reiches geht klar auf Deutschland zurück, jedoch habe auch die Briten ihren Teil dazu beigetragen. So beschlagnahmten sie kurz vor Kriegsausbruch 2 in England gebaute Schlachtschiffe, die für die türkische Marine bestimmt waren. Die türksichen Seemänner die die Schiffe übernehmen sollten wurden in ihren Quartieren eingesperrt.
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 20990 | Verfasst am: 25.07.2004 - 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Deutschland hätte mäßigend auf Österreich einwirken sollen. Und warum war es wohl der letzte Verbündete? Warum hat man das Bismarck&sche Bündnissystem zerstört?
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Kosmos
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BeitragBeitrags-Nr.: 21065 | Verfasst am: 25.07.2004 - 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

flask03 hat Folgendes geschrieben:
Deutschland hätte seinen letzten Verbündeten im Stich lassen sollen? Im übrigen waren sich die meisten deuschen Militärs durchaus im klaren darüber, dass die Chancen für einen raschen Sieg nicht allzu groß waren.


Ich habe nirgendwo gesagt dass Deutshcland die alleinige Schuld am WW1 trägt! Fragend

Im deutschfranzösischen Krieg haben sihc die Russen rausgehalten und waren den Deutschen sogar wohl gesonen und haben gehofft das die Deutschen sich entsprechend revanchieren. Nun bei den Verhandlungen um Balkan hat Deutschland unter Bismark sich gegen rusische impereale Bestrebungen gestellt, DAS haben die Russen Deutschland nie verzeihen können. Hätten aber die Deutschen die Russen unterstützt dann wären die Russen auf Balkan verstrikt und ihr Traum von Istanbul wäre in greifbare Nähe gerückt. Konflikte mit England wären einprogrammiert und damit könnte Deutschland ein gutes Spiel machen.

Auch 1918 wäre es noch nicht zu spät RUSISCHEN Größenwahn auszuspielen, staat dessen hat man sich hinter Österreich gestellt und mußte schon in den ertsen Wochen des Krieges ihnen Verbände schicken weil die Österreicher mit den Serben gegen die Serben nichts ausrichten könnten...
Zunge rausstrecken
Ich behaupte dass aufsteigende Nationalismus und Rassismus ( den Russen gegenüber) einer Vernünftigen und für Deutschland NOTWENDIGEN Außenpolitik im Wege standen.
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Ossiraver
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BeitragBeitrags-Nr.: 97951 | Verfasst am: 11.06.2006 - 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fand diese Geschichte sehr interessant, und sofern man die beiden Balkankriege 1912/13 als Gründe (pulverfass Europas) für den "Beginn
des 1. Weltkriegs" auffasst, passt es hier in diesem Thread

Aus Kostolanys beste Geldgeschichten

Im Jahre 1912 spielte sich auf dem Balkan folgende Geschichte ab:
Ein Mix aus kleinen Staaten und Religionen lebten noch friedlich nebeneinander. Jetzt fanden sich aber 4 christliche Balkanstaaten zu einem MilitärBündnis gegen den kranken Mann Europas, das Osmanische Reich zusammen. Es waren Griechenland, Serbien, Montenegro und Bulgarien gegen die Türken. Im Frühjahr 1912 roch es nach Pulver. Da der montenegrinische König immer leere Staatskassen hatte, war die Börsenspekulation für ihn schon fast zu einem Muß geworden, um die leeren Kassen aufzufüllen. Er gab seinen Bankiers „Gebrüder Reitzes“ in Wien und „O.A. Rosenberg“ in London und Paris Tipps über die zukünftige Geheimpolitik auf dem Balkan und um dann daran gemeinsam mit den Bankern verdienen zu können. Im September 1912 traf der Sohn des Königs beim Bankhaus Reitzes in Wien ein. Es ginge um eine wichtige Nachricht. Ein weiterer Abgesandter unterrichtete Rosenberg. „Verkaufen sie alles, und verkaufen sie auch leer, schrieb der König, der Krieg gegen die Türkei steht unmittelbar bevor. Rosenberg und Reitzes verkauften an allen Plätzen auf Rechnung des Königs, auf ihre eigene Rechnung, und auf die einiger guter Freunde. Sie verkauften leer an den Börsen in Wien, Frankfurt, Paris und London serbische, türkische, bulgarische usw. Renten, eine ganze Speisekarte von Effekten.“ Auch russische Titel waren betroffen.
Mittlerweile holten die Ereignisse die vorab gegebenen Informationen ein. Die Türkei zog Truppen an ihrer europäischen Grenze zusammen und die 4 alliierten Balkanstaaten antworteten am 30.9. mit der allgemeinen Mobilmachung, worauf die Türkei am 1.10. nachzog. Die Börse fiel daraufhin sehr stark und bis dato sah es aus, als ob die Spekulation voll aufging. Dann aber kam die Nachricht vom französisch-russischen Bündnisvertrag (bzw. die Konferenz vom 2.10.) Beide Parteien einigten sich darauf, alle Risiken einer Verwicklung, die zu einem Krieg auf dem Balkan führen könnten, zu vermeiden. Zar Nikolaus und Präsident Poincare legten ihr Veto gegen Grenzverschiebungen auf dem Balkan ein – somit auch ein indirekter vorläufiger Schutz der Türkei durch die Großen 2. Die Börse stieg daraufhin und die Börsenpositionen des montenegrinischen Königs liefen stark ins Minus. Aber wenn man der Chef eines Landes ist, hat man eine Menge Möglichkeiten, um einen Krieg doch noch zu provozieren.
Bei Rosenberg und Reitzes traf diesmal ein Telegramm ein, welches lautete: Keine Sorge, Stopp, weiterverkaufen Stopp, Montenegrinischer König. Die Banker waren „psychisch gespalten“. Die „Großen 2“ sprachen von Frieden, aber ein Montenegriner sprach von Krieg – die Banker verkauften also weiter, sprich spekulierten weiterhin auf fallende Kurse, d.h. aktuell stand der montenegrinische König auf der Verliererseite an der Börse, da sie ja noch stieg, solange Frieden war !
Am 8. Oktober war es dann soweit. Montenegriner beschossen den kleinen türkischen Hafen Skutari…
Erst nach 10 Tagen waren dann die anderen 3 Alliierten den Montenegriner beigetreten und griffen die Türken nun ebenfalls an.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 142403 | Verfasst am: 13.03.2008 - 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Da dürften im Rahmen des WW1 noch einige Spekultaionen mehr gelaufen sein...wohlweislich wurden Lenin und seine Berfusbanditentruppe nicht nur vom Reich finanziert...gewisse Bankhäuser waren da mit von der Partie Idee Und bekanntlich war der Hauptinvestor und Gläubiger des zaristischen Rußlands Frankreich ....

Winken

Jan-Hendrik
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 199745 | Verfasst am: 21.07.2012 - 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ein interessanter Bericht von Stefan Scheil zur Rolle des Parteiführers der dt. SPD, August Bebels, im Vorfeld des 1.WK.

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M532a40e22f3.0.html
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edvald
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BeitragBeitrags-Nr.: 199756 | Verfasst am: 22.07.2012 - 23:13    Titel: Antworten mit Zitat

Bebel wollte den Krieg verhindern, hatte ja scheinbar Grins zu seinen Lebzeiten damit Erfolg.
Was Stefan Scheil daraus machen will, kann sich jeder, der den netten Herrn kennt einfach zusammenreimen.
Gab übrigens in den 70ern ein Buch, das sich genau mit diesem Thema beschäftigte,
ist also nichts neues, sondern stampf von vorgestern.
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 199758 | Verfasst am: 23.07.2012 - 09:20    Titel: Antworten mit Zitat

edvald hat Folgendes geschrieben:
Bebel wollte den Krieg verhindern, hatte ja scheinbar Grins zu seinen Lebzeiten damit Erfolg.


Ich weiß ja nicht welchen Artikel Du gelesen hast, aber in diesem kommt Bebel nicht als "Kriegsverhinderer", sondern als Brandstifter und Verräter daher. Zwinkern
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edvald
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BeitragBeitrags-Nr.: 199761 | Verfasst am: 23.07.2012 - 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

@PIV:

Es gibt die Realität und das, was Scheil sich zusammenzimmert. Ich bin mir nicht sicher, ob du meinen Beitrag und den Artikel von Scheil wirklich verstanden hast.
Tatsache ist, daß einer der Gründe für den Ausbruch des 1.WK die deutsche Marinerüstung war und Bebel dies erkannte und reagierte.

Falls du dich für dieses Thema interessierst, hier ein Buchtip:
Helmut Bley: August Bebel und die Strategie der Kriegsverhütung 1904 bis 1913. Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1975, ISBN 3-525-01315-9.
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