Ronald Regan und Videospiele
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Lagren
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BeitragBeitrags-Nr.: 185787 | Verfasst am: 03.06.2010 - 16:23    Titel: Ronald Regan und Videospiele Antworten mit Zitat

Regan soll ja folgendes gesagt haben:

“I recently learned something quite interesting about video games. Many young people have developed incredible hand, eye, and brain coordination in playing these games. The air force believes these kids will be our outstanding pilots should they fly our jets.”

In einer amerikanischen Doku über Amokläufe erklärte ein Militärpsychologe dass Kinder die Spiele mit Lightguns spielen bei div. Tests zur Zielgenauigkeit besser abschnitten als Polizeibeamte die regelmäßig üben (was wohl daran liegt dass die Kinder mehr Übung haben).

In wie weit stimmt es das Videospiele wie Flugzeugsimulatoren oder Spiele mit Lightguns und ähnlichen Geräten (zB Nintendos WII Controller für die es vielfältige Erweiterungen in Form div. Schusswaffen gibt) dazu beitragen dass jemand mit einer richtigen Waffe zielgenauer schießt bzw. ein Flugzeug besser steuert als jemand der nur auf "herkömmliche" Art trainiert?
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 185815 | Verfasst am: 04.06.2010 - 01:37    Titel: Re: Ronald Regan und Videospiele Antworten mit Zitat

Lagren hat Folgendes geschrieben:

In wie weit stimmt es das Videospiele wie Flugzeugsimulatoren oder Spiele mit Lightguns und ähnlichen Geräten (zB Nintendos WII Controller für die es vielfältige Erweiterungen in Form div. Schusswaffen gibt) dazu beitragen dass jemand mit einer richtigen Waffe zielgenauer schießt bzw. ein Flugzeug besser steuert als jemand der nur auf "herkömmliche" Art trainiert?


Durch regelmäßiges spielen bestimmter Spiele KANN eine messbare Verbesserung der Hand/Augekoordination, sowie eine schnellere Auffassung bestimmter visueller und akustischer Reize erreicht werden.

Es ist aber ein Irrglaube, das man nur durch Spielen eine Waffe besser bediene klann als ein Soldat, oder das man ein Flugzeug fliegen kann... Grins

Ein beliebter Witz z.B. unter Counterstikern war: "Wenn dich ein Polizist kontrollieren will, springe auf und ab, dann kann er dich nicht treffen..."

Die meisten Spiele trainieren körperlich allenfalls den Daumen. Grins


Anders sieht es bei sogenannten "Egoshootern" aus. Je eher du anfängst diese zu spielen und jemehr Stunden pro Tag du sie spielst, wird eine Herabsetzung der Hemmschwelle gegenüber Gewalt erreicht. In wieweit sie gesenkt wird, hängt von der psychologischen Konstitution, den persönlichen gesellschaftlichen Umständen u.ä. streßverstärkenden Faktoren ab. ein weiterer wichtiger Faktor ist der Realitätsgrad, sowie die Art und Stärke der vermittelten Gewalt.

Wie ernst das Thema genommen wird, zumindest in Teilen der Exikutive, zeigt die Dastellung in den AGSHPs(Schießsimulatoren) der Bundeswehr, kurz "Schießkino" genannt. Selbst in der 2.Generation dieser Geräte, ist die Dartellung von Personen und Umgebung bewußt einfach gehalten. Du erkennst immer das du in einer Simulation bist. Also ein wichtiger Schlüsselreiz.
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Lagren
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BeitragBeitrags-Nr.: 187396 | Verfasst am: 07.08.2010 - 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist interessant, darüber habe ih auch schon gelesen, also dass das zielen und schiessen auf menschenähnliche Ziele die Schwelle auf echte Menschen zu schießen heruntersetzt.

Aber ist es dann nicht kontraproduktiv Soldaten auf abstrakte Verkörperunge schiessen zu lassen, ein Soldat soll ja später in der lage sein ohne zu zögern zu Handeln und das geübte umzusetzen.

Interessant fand ich eine Dokumentation zum Thema interessant wo erklärt wurde dass die Soldaten im Sezessionskrieg absichtlich, nicht nur in Einzelfällen sondern im großen Umnfang, daneben schossen, als sic sich in den damals üblichen Linien gegenüberstanden.
Es wurden viele Vorderlader gefunden die bis zu zehnmal geladen worden waren, die Soldaten hatten sie nicht abgefeuert.
Dies soll viel später dazu geführt haben dass die US-Armee ihre Zielscheiben gegen Menschenähnliche Ziele getauscht hat, weshalb mich das genannte Beipiel bei der Bundeswehr verwundert.
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 187407 | Verfasst am: 08.08.2010 - 02:50    Titel: Antworten mit Zitat

Lagren hat Folgendes geschrieben:

Aber ist es dann nicht kontraproduktiv Soldaten auf abstrakte Verkörperunge schiessen zu lassen, ein Soldat soll ja später in der lage sein ohne zu zögern zu Handeln und das geübte umzusetzen.

Dies soll viel später dazu geführt haben dass die US-Armee ihre Zielscheiben gegen Menschenähnliche Ziele getauscht hat, weshalb mich das genannte Beipiel bei der Bundeswehr verwundert.


Primäres Ziel ist nicht mehr der Feuerkampf(abgesehn von Sonder und Spezialeinheiten), sondern eher taktische Anforderungen die den Gegner den weiteren Kampf unmöglich machen. Das jetzt zu erörtern würde hier den rahmen sprengen. Grins

Fakt ist, das nur noch 2% aller Soldaten die im Kampf verwundet/getötet werden, dies durch Schußwaffen passiert. Gefolgt von IEDs u.ä. (30-40%). Der weit größere Teil stirbt banal durch Unfälle/Krankheiten/Selbstmord/ect., nur halt im jeweiligen Einsatzland.

Der größte Feind z.B. in AFG sind auch nicht die Taliban. Sondern so fiese Typen wie FÄKALSTAUB, MALARIA, CHOLERA, TYPHUS, ect.. Am allerschlimmsten ist aber die Meriones unguiculatus auch bekannt als Mongolische Wüstenrennmaus. am Anfang gabs immer noch Trottel im Camp, die die Viecher auch noch gefüttert haben. Dabei ist der Floh auf ihr, einer der gefährlichsten Krankheitsübertäger überhaupt. Wir sind dort zwar alle geimpft dort hingekommen, trotzdem sind wir solche Krankheitskeime, schon garnicht in der Dichte, ja nicht mehr gewohnt. Ich hab den Geschmack von Sand der nach Eselsscheiße schmeckt immer noch im gedächtbis. Etwas worauf ich gern verzichten kann.
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Lagren
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BeitragBeitrags-Nr.: 187437 | Verfasst am: 09.08.2010 - 02:39    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist interessant, hier in Ö kommt man ja zu so etwas nicht wirklich Grins

Die Tierchen sind in der Tat niedlich, hatte Nachbarn die solche und andere Wüstenrennmäuse hielten, das solche Nager, aber nach wie vor heute noch so eine Gefahr darstellen hätte ich nicht vermutet.

Aber erzähl* mal, wie waren die Afghanen was hälst Du von denen?







*Gibt es hier moglicherweise eine Thread dazu?
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Thomas W.
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BeitragBeitrags-Nr.: 187476 | Verfasst am: 10.08.2010 - 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Mich würde ja vielmehr interessieren, ob es vor dem Einsatz Aufklärung über besagte Gesundheitsrisiken gegeben hat und wenn ja, warum dann immer noch die Mäuse gefüttert wurden.
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 187477 | Verfasst am: 10.08.2010 - 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Thomas W. hat Folgendes geschrieben:
Mich würde ja vielmehr interessieren, ob es vor dem Einsatz Aufklärung über besagte Gesundheitsrisiken gegeben hat und wenn ja, warum dann immer noch die Mäuse gefüttert wurden.


Das ist wie immer die Dummheit einzelner. Allerdings waren diese Sachen beim Bau der Camps nicht von vornherein berücksichtigt worden. Weil man ja nicht wirklich erfahren auf dem Gebiet war und schon garnicht vorbereitet. Grins

Es liegt aber auch viel daran wie und an wen die Aufträge vergeben werden. Ist halt ein großer Kuchen der verteilt wird...und mehr möchte ich dazu nicht sagen... Grins

Mit den Impfen sahs in großen und ganzen immer ganz gut aus, da wir ja schon früher gut in Afrika unterwegs waren. Die Tropeninstitute konnten auch immer genügend Impfstoff bereitstellen. Das hat gepasst. Aber einen 100%igen Schutz gibts halt nicht. Und vor Lungenschädigungen durch Feinstaub, ect. schützt es auch nicht.


Lagren hat Folgendes geschrieben:

Aber erzähl* mal, wie waren die Afghanen was hälst Du von denen?


Naja, kann man sie nicht so recht mit uns vergleichen. Grins Manche nennen die "Locals"(offz. Bezeichnung) geringschätzig "Jallas". Der Bildungsstand ist gering bis nicht vorhanden. Manchmal so erschreckend niedrig, das man sich fragt wie die bis jetzt überleben konnten. Allerdings sind wieder andere auch sehr pfiffig und clever, wenn auch oppoturnistisch. Was auf Grund der Armut völlig verständlich ist. Die Kinder(bis 10Jahre) sind streckenweise sehr geschäftstüchtig und in der Regel freundlich. Kinder halt. Für die können wir am meisten tun. Was die dringend brauchen ist Bildung. Ich meine das aber jetzt mehr rudimentär, lesen, schreiben, rechnen und sowas. In Kombination mit Nahrungsmittelpaketen für die armen Familien, besteht dann große Chancen das die auch zur Schule dürfen.

Man könnte jetzt stundenlang noch solchen Sachen schreiben, aber... Grins

Fazit:
Ich hab dort selten Feindseligkeit gespürt, wenn dann inszenierte. Du hast dann richtg gemerkt, daß das von einzelnen in der Menge ausging. Eher vielmehr Angst das etwas passiert wenn wir da waren. Ein Anschlag der Taliban, die ja auch nicht vor der Bevölkerung halt machen, oder das wir was machen, oder das jemand einen denunziert mit uns zusammenzuarbeiten, oder...

Ansonsten können das auch schlaue und nette Burschen sein, in einer rauhen Welt halt übertragen. Wenn du naiv daherkommst, hauen sie dich definitiv übers Ohr... Gut gemacht! Merken sie aber das du die örtlichen Spielregeln kennst, respektierts und danach auch spielst kannst, kommt man prima mit ihnen aus. Ansonsten klauen sie was nicht niet- und nagelfest ist. Völlig normal in bettelarmen Gegenden. Wir haben alles und sie so wenig, das ist quasi eine Art Sozialtransfer...

Ich muss dazu sagen, ich habe in meiner aktiven Dienstzeit Afrika kennengelernt und hab deswegen andere Vergleichsmöglichkeiten als die jungen Hüpfer heute. Grins
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Lagren
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BeitragBeitrags-Nr.: 187478 | Verfasst am: 11.08.2010 - 01:16    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist interessant!

Ich will mir ja immer gerne selbst ein Bild abseits der Medien machen, was in Europa usw. geht aber mit einfach hinfahren und ein paar Wochen in Afghanistan umsehen ja leider nicht geht da mir das keiner bezahlt wie beim Heer, und wenn ich von den Taliban verschleppt werde, oder auf eine Mine trette dann glaub ich kaum dass mir meine Versicherung da weiterhelfen kann Grins

Deshalb bin ich auf die Idee gekommen einfach in Afghanistan Leute mit Skype anzurufen, was im Irak wunderbar geklappt hat und zu interessanten Gesprächen geführt hat.
In Afghanistan waren dann aber leider hauptsächlich PMCs dran die sofort wieder aufgelegt haben.
Angehörige des US-Militärs habe ich angerufen die schienen aber nie da zu sein, aber ich telefoniere weiter Gut gemacht!
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Andre
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BeitragBeitrags-Nr.: 187485 | Verfasst am: 11.08.2010 - 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lagren,

was sind PMCs?

Fragt sich
Andre
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HannesKrötz
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BeitragBeitrags-Nr.: 187490 | Verfasst am: 12.08.2010 - 03:00    Titel: Antworten mit Zitat

moin,

PMC = Private Military Company = Privates Sicherheits- und Militärunternehmen, also Blackwater & ähnliches

Winken
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Lagren
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BeitragBeitrags-Nr.: 187503 | Verfasst am: 13.08.2010 - 02:21    Titel: Antworten mit Zitat

Korrekt, oder auch Private Military Contractor, also Leute die man früher als Söldner bezeichnet hätte.

So ein Telefongespräch, um sich ein Bild abseits der Mainstreammedien zu machen kann ich nur empfehelen.
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