Kptlt. v. Möllers letzte Fahrt . . . von der SMS „Tsingtau“
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 194967 | Verfasst am: 25.05.2011 - 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Chris

über das Todesjahr 1916 besteht eigentlich kein Zweifel
Den größten Teil seiner Route haben wir ebenfalls ermittelt
Kota-radja ist das heutige Banda Aceh, Sabang war der Ankerplatz in der Bucht davor
Dorthin wurde v. Möller mit der Hoerde ja verbracht und interniert
Wir prüfen augenblicklich mehr dahin, was er zwischen seinem Verschwinden aus Badoeng im März 1915 und seiner Flucht mit der "Weddingen" Oktober/November 1915 gemacht hat, denn hierfür liegt absolut gar nichts vor
Es gibt auch nicht den geringsten Anhalt, woher Selow-Serman seine Daten eigentlich her hat

Lahadsch wird wohl stimmen, aber eben erst für 1916

Holger hat paralell HIER auch noch interessante Details ermittelt

Es wäre natürlich toll, falls Du im Archiv des AA noch etwas ausgraben würdest, besonders für den Zeitraum März bis Oktober 1915
Bei Interesse könnte ich Dir auch Auszüge aus dem Ndl. v. Möller Dossier zukommen lassen

Olav Cu
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 195001 | Verfasst am: 27.05.2011 - 09:04    Titel: Antworten mit Zitat

(Melde mich jetzt erst, da ein Virus meine Festplatte für einige Tage lahmlegte. - Ärgerlich - Leider sind einige Dateien, Programme und Verzeichnisse nicht mehr reparabel.)


Hallo Chris

Willkommen und Danke das du dich gemeldet hast; - Marinegeschichte; - Sehr interessant; - Mit deinem Hintergrundwissen solltest du ja einen
nicht zu unterschätzenden Vorteil haben. Wir würden uns sicher freuen wenn du uns hilfst diese Thematik mit Beiträgen weiter auszubauen.

Dank Olav ist das Todesdatum von v. Kptlt. Erwin v. Möller und seiner Gruppe ja mit Sicherheit auf das Jahr 1916 festzulegen.
Es wäre natürlich toll wenn du weitere Ergebnisse des AA aus Berlin mitteilen könntest.

Gruß Holger Winken
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Kan.Historiker88
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BeitragBeitrags-Nr.: 195182 | Verfasst am: 09.06.2011 - 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alle,

Ich bin jetzt wieder aus Europa zurueck und wieder mal in Kanada. Leider habe Ich nichts weiteres im BA in Berlin-Lichterfelde gefunden. Auch in London im National Archives hatte Ich zumindest in dem ADM (Marine) Akten auch nichts weiters ueber v. Moellers gefunden.

Aber, wo Ich noch in Deutschland war hatte Ich ein altes Buch erworben und es erst jetzt mal hinein geschauen.

Zitat:
"Als vor Jahresfrist, am 24. Mai 1915 Kptlt. v. Muecke mit seiner tapferen Schar in Konstantinopel einziehen konnte und die Gefahren und Entbehrungen bekannt wurden, die die Ayesha-Besatzung waehrend mehr als eines halben Jahres hatte erdulden muessen, meinte wol jeder das sie nicht mehr ueberboten werden konnten. Da drang zu uns die kunde von den Geschick des Kptlt. v. Moellers, das in seinen aeusseren Verlauf so ergreisend und traglich, in dem Geiste aber, der diesen Offizier und seine fuenf Begleiter erfuellte, so gross und erhebend ist, das es fuer alle Zeiten festgehalten werden muss.

"Bei Ausbruch des Krieges hatte v. Moeller sein Kbt. Tsingtau im hafen von Kanton abruesten muessen, er selbst aber sich nach Java durchgeschlagen, um von hier aus die Heimat zu gewinnen. Die hollaendische Regierung behielt ihn indes zurueck, da er sein Ehrenwort nicht geben wollte, nicht zu entfliehen, und es gelang ihm erst mit Hilfe von fuenf deutschen gleichgesinnten Maennern, die ebenfalls nach Deutschland strebten, nachdem der erste Fluchtversuch entdeckt, am 11. Dezember 1915 auf einem alter Schoner von 42 t, der auf den Namen Weddigen getauft wurde, mit kurs auf die arabische Kueste die offene See zu gewinnen. Nach 82 Tagen schwerster, entfangungsreichster Fahrt konnten diese sechs Helden suedlich Aden bei Lahatsch am 3. Maerz [1916] landen.

"Die Aufnahme durch tuerkisches Militaer war sehr freundlich, so das am 18. Maerz die weiterreise zu Lande angetreten werden konnte. Nach weiteren 17 Tagen schwierigen Marsches erreichten sie Sana, von hier hinab die Kueste und zu wasser nordwaerts am 16. Mai Djidda. Die Fortsetzung der Reise wurde Ihnen wegen raeuberlichen Araber widerraten. Aber so viel naeher ihrem Ziel, wollten sie auch das Letzte noch wagen. Seitdem hatte man nichts mehr von diesen tapferen, pflichttreuen Maennern gehoert, bis das Syrische Armeekorps jetzt [3. Juni 1916] meldete, das kptlt. v. Moeller und seine Begleiter 9 Studen von Djidda entfernt von Arabern ermordet worden seien"


Lit.Quelle: Siegfried Toeche Mittler, Das zweite Jahr im Kampf zur See, Berlin: Ernst Siegfried Mittler und Sohn, 1916, s. 30-31.

Habe erst gedacht das Ich das nicht richtig lese, aber dann doch!

Gruesse aus Kanada,
Chris
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 195186 | Verfasst am: 09.06.2011 - 19:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Chris,

Na dann erst mal Dank für deine Rückmeldung und weiterhin viel Spaß beim Studieren der Marinegeschichte. - Gut gemacht! -

Das mit der vergebenen Suche kenne ich auch. Das ist Alltag, wenn man fündig wird bildet das die Ausnahme.

Das was du da zitiert hast klingt recht spannend und zeigt ein paar interessante Neuigkeiten auf. Am meisten
Interessiert mich dabei die genannte Quelle, wobei ich die Quellenangabe nicht ganz verstehe. Siegfried Toeche Mittler ?
Würde es dir sehr viel Mühe bereiten den Titel des Buches und die anderen Daten noch mal genau mitzuteilen. Wenn du einen
Scanner hast und diese Seiten hier mit reinstellst, haben wir alle Unterlagen beisammen. Ich sende dir noch eine Nachricht als Pin.

Gruß Holger - Winken -
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 195352 | Verfasst am: 17.06.2011 - 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
McKale verweist in
German policy toward the Sharif of Mecca, 1914-1916
Germany and the Arab Question in the First World War

auf folgende Quellen:

War Office London, 11. Oct. 1916, FO 372 (Treaties)/piece no.8641/file no.257971
und
17 July 1916, FO 882, 4, HRG/ 16/36. 43.
See the War Office 'Summary of the Hejaz Revolt'


das führte mich hierher:

http://www.nationalarchives.gov.uk/a2a/records.aspx?cat=059-iorlps_6&cid=-1#-1

sollte enthalten

Eastern Committee. Summary of the Hejaz Revolt. General Staff, War Office, 31 Aug 1918 IOR/L/PS/18/B287 31 Aug 1918

doch da steht

Zitat:
These documents are held at British Library, Asia, Pacific and Africa Collections

28pp

Note: Secret. 4106/18 Put away [as Memo B 287]

und verweist auf:

http://www.bl.uk/reshelp/bldept/apac/apacoll/apac.html

und da endet diese Spur erst einmal, weil es mir bislang nicht gelungen ist, dieses Dokument dort ausfindig zu machen


Daher habe ich eine Suchanfrage bei der APAC gestellt und erhielt diese Antwort:
Zitat:

The L/PS/18/B287 reference is the identifying shelfmark of this document; we also appear to have another copy @ L/MIL/17/16/13.
We regret that neither has been digitised, but you are welcome to place an order for a copy with our Imaging Services, bearing in mind that payment will be in £ sterling - please see the information and links @ <http://www.bl.uk/reshelp/atyourdesk/imaging/imaginghome.html>.
In contrast, the October 1916 letter is not in our collection but must be at the National Archives <http://www.nationalarchives.gov.uk>, within their large Foreign Office (= FO) series.


Also wieder zurück nach TNA/Kew, dort eine Suchanfrage gestellt und folgende Rückmeldung erhalten:
Zitat:

Thank you for contacting The National Archives with your request for an estimate for the cost of copies of records.
Unfortunately, despite our best efforts, we have been unable to locate the requested material within the specified document.
Verrückt

Da frage ich mich allerdings, WOHER McKale denn bittesehr sonst diese Dokumente her hatte? Fragend
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 195877 | Verfasst am: 18.07.2011 - 18:58    Titel: Antworten mit Zitat

Diese Erfahrung sich ständig, wenn auch mit großen Zeitlichen Intervallen, im Kreise zu drehen kann ich bestens nachvollziehen.

Zurzeit bin ich an anderer Stelle dabei die letzten Tage der Osmanischen Herrschaft im Hedschaz und natürlich auch in Dschidda / Jeddah zu
ermitteln. Diese Hafenstadt wurde ja als eine der ersten Orte von den Haschemiten, bzw. den Harb Zobeid, Beni Sālim und Masrúh unter Ihrem
obersten Scherif Muhsin el-Mansúr, am 16. Juni 1916 eingenommen. Der Aufstand begann in dieser Stadt bereits in der Nacht vom 9. auf den 10.
Juni 1916. Knapp eine Woche zuvor hatte die Gruppe von Kptlt. Erwin v. Möller die Stadt verlassen und war 9 Stunden weiter Nördlich beim Kampf
mit den Harb getötet worden. Der Stadtkommandant von Dschidda und Kommandeur des dort stationierten 128. Inf.-Regiments der 22. Inf.-Division
Generalstabsoffizier Major Hüseyin Hüsnü Bey (Kılkışlı) wird Kptlt. Erwin v. Möller `mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit´ noch begegnet sein.

Aber haben wir jetzt eigentlich einen konkreten Tag wann Kptlt. Erwin v. Möller Dschidda / Jeddah verlassen hat?

(Ich versuche in den nächsten Wochen mal die Strecke nach Norden Richtung Rabigh entlangzufahren, um festzustellen um welche
Gegend es sich dort handelt, wobei die Strecke mit 9 Stunden Tagesmarsch eines Kamels, sich heute in der Neustadt befinden wird.)
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 195886 | Verfasst am: 19.07.2011 - 09:26    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Aber haben wir jetzt eigentlich einen konkreten Tag wann Kptlt. Erwin v. Möller Dschidda / Jeddah verlassen hat?


Nein, nur den Monat
Alle anderen Datumsangaben differieren um mehrere Tage (oder sogar Wochen)
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 195889 | Verfasst am: 19.07.2011 - 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Gemäß Eintrag, KAPITÄN V. MÖLLERS LETZTE FAHRT, Seite 123; Erreichte die Gruppe unter Kptlt. Erwin v. Möller, Dschidda
am 16. Mai 1916. Der Eintrag des Syrischen Armeekorps auf Seite 125, stammt vom 3. Juni 1916, also 2 Tage bevor das endgültige
Aufstandsdatum, am 5. Juni 1916 von den Haschemiten unter Großscherif Husain ibn Ali in Mekka auf den 10. Juni 1916 festgelegt
wurde. Bis zu diesem Tage hatte man die Telegrafenverbindungen zwischen den Türkischen Garnisonen auch noch nicht unterbrochen.

Diese türkische Telegrafenverbindung bestand allerdings auf der Arabischen Halbinsel nicht durchgehend. Gemäß dem englischen
HANDBOOK OF HEJAZ, first edition May 28, 1916, bestanden im nördlichen Distrikt nur bis Medina, bahnbegleitend Drahtverbindungen.
Erst zwischen DschiddaMekkaTaíf bestand im südlichen Distrikt dann wieder eine weitere Telegrafen- und auch Telefonverbindungen.
Die weitere reine Telegraphenverbindung ging dann ursprünglich von Mekka über Ebhā im Asir sogar bis Sanaa im Jemen. Diese wurde
dann aber von Sejjid Idrisi im Asir, Ende 1914 unterbrochen. Ich vermute, die endgültige Telegrafenverbindung MedinaMekka sollte zeit-
gleich mit dem geplanten Weiterbau der Hedschaz-Eisenbahn parallel ausgebaut werden, wie auf der unteren Karte dargestellt Diese alte
Karte zeigt allerdings noch zwei Varianten; es sollte aber wohl die westlichen Route an der Küste über Rabigh ausgeführt werden.

http://i53.tinypic.com/255pd2q.jpg
Bildquelle: Hedschazbahn I, Auler Pascha, Wien 1906

Aber das nur als Hintergrund. Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Die 18 tägige Zeitspanne zwischen der Ankunft deutscher Marinesoldaten in
Dschidda am 16. Mai und der Meldung vom 3. Juni in Damaskus dürfte durch einen mehrtägigen Aufenthalt in Dschidda und durch den Weg der
Meldung über Medina nach Damaskus, erheblich zu reduzieren sein. Natürlich Spekulation: 3 Tage Aufenthalt in Dschidda und 7 Tage für den 500 km
langen Weg der Meldung von Dschidda oder Mekka nach Medina, wo dann wieder Anschluss an eine telegrafische Verbindung nach Damaskus bestand.

Damit würde ich den Zeitraum für den Todestag von Kptlt. Erwin v. Möller und seinen 5 Begleitern, zwischen dem 20. und 27. Mai 1916 eingrenzen wollen.
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BeitragBeitrags-Nr.: 195891 | Verfasst am: 20.07.2011 - 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Zeitraum passt ja ziemlich gut zu den Angaben von Storrs, der es um den 24. Mai herum festlegte
Da Stotzingen offenbar um die Ankunft v. Möllers wusste, sind wohl Boten unterwegs gewesen, die auch recht "flott" unterwegs waren
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BeitragBeitrags-Nr.: 195892 | Verfasst am: 20.07.2011 - 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Dieser Zeitraum passt ja ziemlich gut zu den Angaben von Storrs, der es um den 24. Mai herum festlegte


Ich wusste doch dass du etwas in der Hinterhand hattest, deswegen meine Frage.
Ich habe die Passage von Stoors zwar auch gelesen, aber das ist schon so lange her. - Zwinkern -
(War mir wirklich nicht mehr bewusst; bei dem Umfang der Quellen aber auch entschuldbar.)

Also halten wir doch mal den 24. Mai 1916 (mit einem transparenten Fragezeichen) als Stichtag fest.
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BeitragBeitrags-Nr.: 196050 | Verfasst am: 29.07.2011 - 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

Kptltnt. MÖLLER Erwin von
09.02.1884 - 25.03.1916 Djidda, Arabien
Kommandant; Flußkanonenboot Tsingtau

Quelle: Halbstocks die Flagge! von Dr. Siegfried Toeche Mittler, Berlin 1922 / E.S. Mittler & Sohn, Königl. Hofbuchhandlung
bzw HIER
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BeitragBeitrags-Nr.: 196052 | Verfasst am: 29.07.2011 - 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

Der merkwürdig klingende Name des Autors der Quelle stimmt ja auch überein mit der Quelle, die Chris weiter oben genannt hat.
Leider ist das Buch Halbstocks die Flagge derzeit vergriffen. Die zeitliche Angabe vom 25. März 1916 als Todestag taucht ja auch hier schon auf:

Die Ehrenrangliste der Kaiserlich Deutschen Marine 1914-1918
http://i54.tinypic.com/14bs660.jpg


Da dieses Buch erstmals 1930 erschien, scheint man aus dem Buch Halbstocks die Flagge, welches 1922 aufgelegt wurde, abgeschrieben zu haben.

Wenn das Datum korrekt sein sollte, wären alle vorab erschienenen Zeitangaben der anderen Quellen, nicht mehr stimmig.
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BeitragBeitrags-Nr.: 197371 | Verfasst am: 10.11.2011 - 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hier nochmal kurz eine englische Textpassage, die die Ankunftszeit der Gruppe von Kptlt. Erwin v. Möller in Dschidda auf den 5. Mai 1916 legt.
Immerhin 11 Tage Differenz gegenüber der Zeitangabe vom 16. Mai 1916 in der Broschüre: KAPITÄN V. MÖLLERS LETZTE FAHRT, Seite 123

. . . . . And reached Jeddah by camel on May 5

Their effects came through our hands in due course, and we ascertained that the party consisted of Lieut.-Commander von Moeller (late of a German
gunboat interned at Tsing-Tao) and five reservists whom he had picked up in Java. They had landed on the South Arabian coast in March, had visited
Sanaa, the capital of Yamen, and had come up the Arabian coast of the Red Sea by dhow, keeping well inside the Farsan bank, which is three hundred
miles long and a serious obstacle to patrol work. They had landed at Konfida, north of the bank, and reached Jeddah by camel on May 5. Against the
advice of the Turks they continued their journey by land, as they had no chance of eluding our northern patrol at sea. They were more than a year too
late to emulate the gallant (and lucky)"Odyssey" of the Emden's landing-party from Cocos Islands up the Red Sea coast in the days when our blockade
was more lenient and did not interfere with coasting craft. They hoped to reach Maan and so get on the rail for Stamboul and back to Germany, as the
Sharif would not sanction their coming to the sacred city of Medina, which is the rail-head for the Damascus-Hejaz railway. After so staunch a journey
they deserved a better fate. Among their kit was a tattered and blood-stained copy of my book on the Aden hinterland. . .


Quelle: http://www.freefictionbooks.org/books/p/5672-pan-islam-by-g-wyman-bury?start=22
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BeitragBeitrags-Nr.: 198747 | Verfasst am: 06.03.2012 - 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

In einer relativen Neuveröffentlichung tauchen ebenfalls die Namen und die Thematik um Kptlt. Erwin v. Möller mit seinen
Männern auf. Das Buch ist zur Zeit nirgends als Hardcopy erhältlich, aber dafür als Softcopy kostenfrei herunterzuladen.

Das Thema ist; Die Niederländischen Kolonien im Fernen Osten während des 1. WK. Vorweg sei erwähnt: Neuigkeiten
über Kptlt. Erwin v. Möller birgt das Buch nicht wirklich, nachdem LTDAN uns mit wesentlich detaillierteren Informationen aus
Originalakten in den vorherigen Seiten dieses Beitrags `versorgt´ hat. Dafür werden auf 689 Seiten dieses Taschenbuchs die
weiteren Aktionen der Mittelmächte und der Alliierten sowie die Lage des neutralen Hollands in dieser Region gut und über-
sichtlich beschrieben. Weiterhin tauchen Namen wie Kptlt. Helmuth v. Mücke und Oblt. z.S.d.R. Julius Lauterbach, und deren
Geschichten im globaleren Gesamtzusammenhang auf. Für mich war auch besonders das Kapitel XI – The Turkish factor,
und deren Quellenangaben sehr interessant. Kptlt. Erwin v. Möller taucht auf den Seiten: 187, 189 - 90, 323 - 4, auf.

THE NETHERLANDS INDIES AND THE GREAT WAR 1914-1918
Kees van Dijk, Leiden 2007, 689 Seiten, ISBN 978 90 6718 308 6,
http://www.oapen.org/download?type=document&docid=389234
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BeitragBeitrags-Nr.: 198763 | Verfasst am: 08.03.2012 - 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

DANKE für den link!
van Dijk hat sich für seine Recherche umfänglichst aus dem niederl. Archiv bedient
So kam ich seinerzeit auch auf die "v. Möller-Akte" Zwinkern

Immerhin war von Möller während seiner Zeit in Bandoeng(Bandung) recht komfortabel untergebracht:
http://i39.tinypic.com/2hfsaxd.jpg
http://i44.tinypic.com/jpd8d1.jpg

Das Hotel Homann war damals erste Adresse
Heute immer noch :
Hotel Savoy Homann Bidakara
http://i43.tinypic.com/ohkbgk.jpg
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